Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Crailsheim (Kreis Schwäbisch Hall)
Texte/Berichte zur jüdischen Geschichte der Stadt

Die nachstehend wiedergegebenen Texte mit Beiträgen zur jüdischen Geschichte in Crailsheim wurden in jüdischen Periodika gefunden (ohne Texte zur Synagogengeschichte, siehe auf Hauptseite). Bei Gelegenheit werden weitere Texte eingestellt. 
Neueste Einstellung am 14.5.2017

     
Hinweis: ein großer Teil der Texte konnte noch nicht abgeschrieben werden; bitte zum Lesen die Textabbildungen anklicken.     
     
     
Übersicht:   

Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer 
Hinweis auf das Misrachbild des Vorsängers Pfeiffer in Crailsheim (von 1891)   
-  Zum Tod des Religionslehrers i.R. Mendel Cohn (1923) 
Ausschreibung der Religionslehrerstelle in Crailsheim nach Wechsel von Hauptlehrer Wochenmark von Crailsheim nach Tübingen (1924)   
Ausschreibung der Stelle des Religionslehrers mit weiteren Aufgaben (1928)  
Religionslehrer Salli (Sally) Silbermann besteht die 2. Volksschuldienstprüfung (1929)  
Lehrer Salli Silbermann wird Religionslehrer in Crailsheim (1929)  
Elternabend der Religionsschule der Gemeinde (1930)  
Einführungskurs in das Neuhebräische für die israelitischen Lehrer der Umgebung von Crailsheim (1933) 
Hauptlehrer Sally Silbermann wechselt von Crailsheim nach Laupheim - Religionsoberlehrer Wilhelm Kahn wechselt von Laupheim nach Crailsheim (1932)  
Abschiedsfeier für Hauptlehrer Salli Silbermann (1932)  
Religionsoberlehrer Wilhelm Kahn wird Religionslehrer in Crailsheim (1933)       
Berichte aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben  
-  Nur in Crailsheim wird die Konfirmation durchgeführt (1870)   
-  Frage nach der Erstellung eines neuen rituellen Bades (1881)  
-  Ein Komitee zur Unterstützung der verfolgten russischen Juden wurde gebildet (1882)    
-  70-jähriges Jubiläum des Wohltätigkeitsvereins (1908)  
-  25-jähriges Jubiläum des Wohltätigkeitsvereins Chevro Bikur Cholim (Krankenbesuchsverein; 1913)  
Jahresversammlung des "Gemeindevereins" (1924)  
Ergebnisse der Vorstandswahlen (1924)  
Städtische Gedenkfeier für die Weltkriegsopfer mit Religionslehrer Wochenmark (1924)  
Vortrag der Ortsgruppe des Centralvereins zur antisemitischen Hetze (1925)  
Generalversammlung des Gemeindevereins (1927) 
Weiherede bei der Einweihung des Kriegerdenkmals durch Rabbiner Dr. Rieger (Stuttgart) (1927) 
Vortrag von Religionslehrer Silbermann über Lessing und Moses Mendelssohn (1927)  
Generalversammlung des Gemeindevereins (1928)  
Purimfeier des Gemeindevereins (1928)   
Vortrag von Ministerialrat Dr. Otto Hirsch (Stuttgart) (1928)  
Vortragsabend des Jüdischen Jugendvereins (1929)  
Generalversammlung des Jüdischen Frauenvereins (1929)      
Jugendtreffen in Crailsheim, organisiert vom Jüdischen Jugendverein und vom Landesverband (1929)   
Treffen des Nürnberger Jüdischen Jugendvereins mit württembergischen Jugendbünden in Crailsheim (1929)  
Vortrag von Bezirksrabbiner Dr. Kroner (Oberdorf) im Gemeindeverein (1929)  
Generalversammlung des Vereins "Einklang" (1929)  
Heimabend des Jüdischen Jugendbundes (1929)  
Hebräischer Sprachkurs im Jüdischen Jugendverein (1929) 
Vortrag des Jüdischen Jugendvereins mit Hauptlehrer Silbermann über "Die Verhältnisse in Palästina zur Zeit Esras" (1929)  
Ein Friedhofsweg wurde erstellt - drei Torarollen wurden ausgebessert (1929)   
Das Israelitische Vorsteheramt lädt den Synagogenchor zu einem Essen ein (1929)   
Simchas-Tora-Ball in der Gemeinde (1929) 
Chanukka-Feier des Vereins "Einklang" (1929/30) 
Plenarversammlung des Vereins "Einklang" (1930) 
Generalversammlung des jüdischen Jugendvereins (1930)  
Vortrag von Rabbiner Dr. Kroner (Oberdorf) über "Die Juden in ihren geistigen Beziehungen zu den Arabern" (1930)  
Vorstandswahlen bei der Generalversammlung des Jüdischen Frauenvereins (1930)  
Maskenball des Vereins "Einklang" (1930)    
Treffen von Jüdischem Frauenverein und Jüdischem Männerverein zur Sicherung der Armenkasse (1930)  
Gedächtnisfeier für den verstorbenen Rabbiner Dr. Hermann Kroner (1930)  
Vortragsabend mit dem amerikanischen Komponisten und Oberkantor Paul Discount (1930)  
- Simchas-Tora-Ball des Vereins "Einklang" (1930)  
Gemeindeabend mit einem Referat von Sam Friedmann zu Kirchensteuerfragen (1930)  
Chanukka-Feier des Vereins "Einklang" (1930/31)   
Vortragsabend mit Rabbiner Dr. Cohn (Ulm) über "Die Propheten Israels" (1931)  
Das Israelitische Vorsteheramt lädt den Synagogenchor zu einem "Gemütlichen Abend" ein (1931)   
Vortrag von Rabbiner Dr. Cohn (Ulm) "Sind die Angriffe auf den Talmud berechtigt?" (1931)    
Vortrag im Jüdischen Jugendverein mit Lehrer Silbermann über "Kultur im Judentum" (1931)  
Vortrag des Jüdischen Jugendvereins mit Paul Stein über "Moses Mendelssohn" (1931) 
Vortrag von Dr. Königsberger vor Vertretern kleinerer jüdischer Gemeinden (1931)  
Chanukka-Feier in der Gemeinde (1931/32)  
Gemeindeabend mit einem Vortrag von Dr. Königsberger über "Die Medizin im Talmud und bei den alten Juden" (1932)  
Vortrag mit Rabbiner Dr. Cohn (Ulm) über "Judentum und Urchristentum" (1932)  
Plenarversammlung des Israelitischen Frauenvereins (1932)  
Gemeindeabend mit einem Vortrag von Dr. Königsberger über "Rabbi Joselmann" (1932)   
Wahlen zum Gemeindevorsteheramt (1932) 
Chanukka-Feier des Vereins "Einklang" (1932/33) 
Vortragsabend der Ortsgruppe des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten (1935) 
Generalversammlung des Frauenvereins (1935)     
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde    
-  Über den jüdischen Oberamtsarzt Dr. Felix Eichberg (1876)   
-  Zum Tod des Oberlehrers i.R. Alexander Elsässer (1893)   
-  Zum Tod von Hannchen Süßfeld (1905)   
-  25-jähriges Vorsteher-Jubiläum von David Friedmann und Moses Grünsfelder (1908)   
-  Zum Tod von M. Rosenfeld (1910)   
-  Zum Tod von Leopold Levigard (1911)    
-  Zum Tod von Babette Straus geb. Sahm, Frau von Oberlehrer a.D. D.J. Straus (1923)  
Im Ersten Weltkrieg hatte Therese Kraemer acht Söhne an der Front (1924)    
-  Zum Tod von Julie Goldstein (1926)  
Zum Tod des Gemeindebeamten Hermann Levy (1927)   
-  80. Geburtstag von Bertha Landauer (1927)   
Theodor Rosenfeld wird für seine Bemühungen um den Ausbau des ADAC ausgezeichnet (1927) 
60-jähriges Betriebsjubiläum der Eisenhandlung J. B. Stein (1927)  
Zum Tod der Lehrerswitwe Jeanette Cohn geb. Wassermann (1928)  
Lazarus Haenlein Goldstein legt sein Amt als Gemeindevorsteher nieder (1928)  
An Stelle von L. H. Goldstein wird Adolf Heinsfurter in das Vorsteheramt gewählt (1928)  
70. Geburtstag von Julius Gutmann (1928)  
Bei der Gemeinderatswahl wird David Stein gewählt (1929)   
85. Geburtstag von Josua Stein (1929) 
Fabrikant Berthold Stein und Kaufmann Hermann Hilb werden als Gemeindevorsteher wiedergewählt (1930) 
Zum Tod von Bertha Landauer (1930)     
Berthold Rosenfeld ist aus dem Vorsteheramt zurückgetreten (1930)  
Dr. Königsberger wurde zum Vorsteher gewählt (1930)   
Zum Unfalltod von Willy Goldstein (1930)  
86. Geburtstag von Josua Stein (1930)  
75. Geburtstag von Lazarus Haenlein Goldstein (1930)  
Frau Therese Krämer verlässt Crailsheim (1930)  
80. Geburtstag von Hannchen Kaufmann (1930)  
Theodor Rosenfeld wird zum Ehrenvorsitzenden der Motorfahrervereinigung Crailsheim ernannt (1930)  
60. Geburtstag von Gemeindevorsteher Berthold Stein (1931)  
Silberne Hochzeit von Samuel Stein und Mathilde geb. Löwenstein (1931)  
Zum Tod von Josua Stein sowie zum Tod seines Schwiegersohnes Julius Schlesinger (1932) 
Zum Tod von David Heinsfurter (1932)  
82. Geburtstag von Metzgermeister Jakob Essinger (1933) 
Dr. med. Königsberger wird in das Vorsteheramt gewählt (1933)  
Zum Tod von Frida Königsberger geb. Reinemann, Ehefrau von Dr. med. Königsberger (1933)  
Zum Tod von Marie Rosenfeld geb. Neumeyer (1933)  
Zum Tod von Friedericke Löwenberger geb. Stern sowie zum 50. Geburtstag von Sam Friedmann (1934)  
Zum Tod von Josef Goldstein (1935)  
Zum Tod von Simon Schloßberger (1935) 
80. Geburtstag von Lazarus Haenlein Goldstein (1935)      
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen     
-  Verkauf einer Bäckerei (1878)   
-  Anzeige des rituell geführten "Gasthofes zum Lamm" (1881)   
Anzeige des Manufakturwarengeschäftes L. H. Goldstein (1890)  
-  Anzeige von Jeidel Goldstein (1890)   
Anzeige des Hotels Faber (1891)   
Verkauf einer Metzgerei (1891)  
Anzeige von S. Mezger (1898)    
Anzeige der Getreidehandlung M. Rosenfeld u. Co. (1899)  
Anzeige von Moritz Rosenfeld (1902)   
Anzeige des Manufaktur- und Modewarengeschäftes Julius Schlessinger (1900)  
Anzeige des Metzgermeister Max Mezger (1904)  
Anzeige von David Pappenheimer (1907)  
Anzeige von Lazarus Haenlein Goldstein (1908)   
Anzeige des Eisen-, Eisenwaren- und Farbengeschäftes Josua B. Stein (1912)   
Anzeige von Jeni Levy geb. Rohrheimer (1925)   
Verlobungsanzeige von Hilde Kohn und Sally Blum (1934)   
Todesanzeige / Danksagung zum Tod von Simon Schlossberger (1935)   
Weitere Dokumente  
Karte von Sophie Gundelfinger aus Crailsheim nach Heilbronn (1880)   
Karte des Lazarus Haenlein Goldstein nach Berlin (1894)   
Postkarte an die Eisenhandlung Leopold Lämmle (Bretten), zur Zeit bei J. Grünsfelder in Crailsheim (1897)   
Ansichtskarten Crailsheim: Lange Straße mit der Eisen & Spezerei-Waren-Handlung von Josua B. Stein (1901/1908)  
Ansichtskarte Crailsheim: Lange Straße mit dem Geschäft von Lazarus Haenlein Goldstein und dem Eisengeschäft von Josua B. Stein (ca. 1915)   

      
      
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer und Vorsänger    
Hinweis auf das Misrachbild des Vorsängers Pfeiffer in Crailsheim (von 1891)    

Crailsheim Misrachbild 010.jpg (171303 Byte)Hinweis: mit einem Misrachbild, angefertigt am 10. Siwan 651 (= 16. Juni 1891) durch "Leiser, der ehrenwerte Herr Pfeiffer ..., Vorsänger (von) Crailsheim" beschäftigt sich der Beitrag von 
Abraham Frank: Das Misrachbild.  In: Württembergisch Franken. Jahrbuch 2010. S. 261-266. 
  
Das Misrach-Bild ist in der Judaica-Sammlung des Hällisch-Fränkischen Museums in Schwäbisch Hall zu sehen. Das Foto erstellte Barbara Schwedler. Zur Person eines Vorsängers Leser Pfeiffer... können keine näheren Angaben gemacht werden.    

          
Zum Tod des Religionslehrers i.R. Mendel Cohn (1923)  
Anmerkung: Lehrer Mendel (Manuel Menachem) Cohn ist am 3. Oktober 1850 in Wadislawow (damaliges Russisch-Polen) geboren. Er war verheiratet mit Jeanette geb. Wassermann (geb. 27. August 1854, gest. 12. März 1928). Lehrer Cohn starb am 4. März 1923 in Crailsheim. Das Grab der Eheleute ist im jüdischen Friedhof in Crailsheim erhalten (Reihe 9 Nr. 28 nach der Dokumentation Schubsky/Illich S. 332)  

Crailsheim Israelit 15031923.jpg (88283 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 15. März 1923: "Crailsheim, 11. März (1923). Am 14. Adar verschied hier der emeritierte Religionslehrer Mendel Cohn im 73. Lebensjahre. Der Verschiedene war ein über die Grenzen unserer Gemeinde hinaus in Württemberg bekannter Gelehrter. Auf den Jeschiwot in Litauen mit großem talmudischem Wissen ausgestattet, wirkte er von 1876 bis 1908 als Religionslehrer in Württemberg und erzielte als solcher große, von seinen Vorgesetzten höchst gelobte Unterrichtserfolge und erwarb sich um das religiöse Leben seiner Gemeinden große Verdienste. Gern und selbstlos widmete er auch Zeit und Kraft der talmudischen Fortbildung seiner hiesigen Amtsbrüder. An seinem Grabe zeichnete Hauptlehrer Wochenmark sein Lebensbild als gelehrter Priester, eifriger Lehrer und edler Mensch. Herr Bezirksrabbiner Dr. Berlinger, Hall, ehrte das Andenken des Verblichenen durch die nachträglicher Erteilung des Chower-Titel. Herr Oberlehrer Obersdörfer, Niederstetten, widmete dem verewigten Freunde Worte dankbarer Verehrung. Seine Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens."       

     
Ausschreibung der Religionslehrerstelle in Crailsheim nach Wechsel von Hauptlehrer Wochenmark von Crailsheim nach Tübingen (1924)     

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 15. Dezember 1924:         

          
Ausschreibung der Stelle des Religionslehrers mit weiteren Aufgaben (1928)    

Crailsheim CV-Ztg 26101928.jpg (138988 Byte)Anzeige in der "CV-Zeitung" (Zeitschrift des "Central-Vereins") vom 26. Oktober 1928: "Die Stelle des Religionslehrers in Crailsheim soll wieder durch einen lebenslänglich zu ernennenden Religionslehrer besetzt werden. Bewerber, de die deutsche Reichsangehörigkeit besitzen und beide Volksschullehrerdienstprüfungen erstanden haben, wollen sich bis zum 26. November 1928 bei der unterzeichneten Stelle melden. Die Besoldung richtet sich nach Gruppe 8a der Württembergischen Besoldungsordnung (RBP 4c) zuzüglich Wohnungsgeld, Ortsklasse B, und eventuellen Kinderzuschlägen und wird durch die Israelitische Zentralkasse ausbezahlt. Die außerhalb Württembergs zugebrachten Dienstjahre werden in Anrechnung gebracht. Nebeneinnahmen durch Ausübung der Schechita und Übernahme der Gemeindepflege stehen in Aussicht. Eine Wohnung, die für verheiratete Bewerber geeignet ist, kann geschafft werden. Umzugs und Reisekosten werden vergütet. Der Bewerber muss die Befähigung haben, den Synagogenchor mit Harmonium zu leiten.  
Der Oberrat der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs, Stuttgart, Reinsburgstraße 19,II".       
 
Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. November 1928:  

           
Religionslehrer Silbermann besteht die 2. Volksschuldienstprüfung (1929)      

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Januar 1929:          

       
Lehrer Salli Silbermann wird Religionslehrer in Crailsheim (1929)         

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Juni 1929:            

          
Elternabend der Religionsschule der Gemeinde (1930)          

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Februar 1930:            

          
Einführungskurs in das Neuhebräische für die israelitischen Lehrer der Umgebung von Crailsheim (1933)      

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. September 1933:           

           
Hauptlehrer Sally Silbermann wechselt von Crailsheim nach Laupheim - Religionsoberlehrer Wilhelm Kahn wechselt von Laupheim nach Crailsheim (1932)      

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. November 1932: "Crailsheim. Man schreibt uns: Am 1. November verlässt Hauptlehrer Sally Silbermann seinen hiesigen Wirkungskreis, um denselben mit Laupheim zu vertauschen. Sein Wegzug bedeutet für die Crailsheimer einen großen Verlust. Silbermanns ausgezeichnete Eigenschaften als Pädagoge, Vorbeter und Mensch sowie seine liebenswürdigen Umgangsformen sind es, die ihm die Wertschätzung weiter Kreise verschafft haben. Mit Stolz übte er seinen Lehrerberuf aus, kraftvoll vertrat er die Interessen seines Standes. Aber nicht nur als Lehrer, sondern auch als Seelsorger erwarb sich Hauptlehrer Silbermann große Verdienst. - Wo er auch immer wirkte - stets arbeitete er mit vornehmster Gesinnung, aufrichtig und mannhaft zum Segen der Gemeinde. Seine Verdienste bleiben hier unvergessen."           
 
Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. Oktober 1932: 
"Israelitischer Oberrat. Stuttgart, 11. Oktober 1932. Der Oberrat der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg hat mit ihrem Einverständnis versetzt: 
Religionsoberlehrer Kahn - Laupheim, als Religionslehrer nach Crailsheim
Religionslehrer Silbermann - Crailsheim, als Lehrer an die israelitische Privatschule Laupheim unter gleichzeitiger Übertragung der Verrichtungen des Religionslehrers daselbst auf die Dauer dieser Anstellung."      

             
Abschiedsfeier für Hauptlehrer Salli Silbermann (1932)   

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. November 1932:         

        
Religionsoberlehrer Wilhelm Kahn wird Religionslehrer in Crailsheim (1933)      

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Januar 1933:           

   
   
Berichte aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben
   
Nur in Crailsheim wird die Konfirmation durchgeführt (1870) 
   

Crailsheim Israelit 01061870.jpg (52321 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 1. Juni 1870: "Nachträglich erfahren wir, dass auch in Lehrensteinsfeld, dem ehemaligen diesseitigen Rabbinatssitz, alle Eltern der diesjährigen Konfirmanden sich weigern, ihre Kinder konfirmieren zu lassen. Im Braunsbacher Rabbinatssprengel haben sämtliche Gemeinden des Bezirks die Vornahme des Konfirmationsaktes verweigert bis auf die Stadtgemeinde Crailsheim, wo auch Reformgottesdienst mit Harmonium eingeführt ist. Man sieht hieraus, wie wenig dieses christliche Institut der Konfirmation in den jüdischen Gemeinden Wurzel zu fassen vermochte, obgleich es schon seit 1831 zwangsweise in Württemberg existiert und wie der erste Hauch der Freiheit wegfegt, was vier Jahrzehnte nur durch kirchliche Gewalt sich zu erhalten vermochte."       

    
Frage nach der Erstellung eines neuen rituellen Bades (1881)
   

Crailsheim Israelit 08061881.jpg (176074 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 8. Juni 1881: "Crailsheim (Württemberg). Schon seit mehreren Jahren wird hier die Frage erörtert, ob für das bis jetzt bestehende, aber nicht den rituellen Vorschriften entsprechende Mikwe (Frauenbad) ein neues, geeignetes errichtet werden soll; allein die Ansichten der Gemeinde, welche aus ca. 70 Familien besteht, sowohl auch die des Kirchenvorsteheramts waren geteilt; zwar versicherten nach einigen eingelaufenen Petitionen an das Kirchenvorsteheramt die Mitglieder M.R. und O.F., dass wenn sich ein geeigneter Platz bieten und der Kostenaufwand nicht mehr als M. 3500 betragen würde, sie bereit seien, dem Gesuche gerne zu entsprechen; allein man wusste jeden Antrag, der eingereicht wurde, durch irgendeinen Vorwand abzulehnen. Es erhielten sich jedoch die Hoffnungen der Petenten aufrecht, umso mehr, da aus ihrer Mitte zwei weitere Kirchenvorsteher gewählt wurden und fand sich alsbald ein geeignetes Haus mit Garten, welches zu diesem Zweck und zum allenfallsigen Neubau einer Synagoge, was nur eine Frage der Zeit ist, sehr geeignet und um Mark 3000 angekauft wurde, in der Erwartung, das nötige Wasser hierzu aus der städtischen Wasserleitung zu erhalten und dass dieses Projekt keinen Anstoß in der Gemeinde finde, da nach Abrechnung des Gartenwertes das Frauenbad höchstens einen Kostenaufwand von Mark 3000 machen würde; sobald die Sache lautbar wurde, gaben sich Einzelne alle mögliche Mühe, um diesen Plan zu vereiteln.  
Der Wasserzufluss hierzu wurde von der Stadtgemeinde aus örtlichen Gründen verweigert; nicht nur, dass diese Nachricht mit Jubel begrüßt und auf der Straße und in den Wirtshäusern von den Gegnern ausposaunt wurde, wurde um dem Chillul Haschem (Entheiligung des Gottesnamens) die Krone aufzusetzen ein Dankschreiben an den Stadtgemeinderat mit ca. 17 Unterschriften versehen, gerichtet; als Unterzeichner sind bekannt M. Rosenfeld und dessen Brüder, M. Grimsfelder und Jakob Grimsfelder, Mandelbaum, Levy etc. mit dem Inhalte, dass sie ihren Dank für die Ablehnung des Gesuches aussprechen, und der Bitte, auch ferner jedes derartige Gesuch abzulehnen, da diese Sache nicht mehr zeitgemäß sei und nur in das Mittelalter zurückführe etc. Welchen Anklang das Dankschreiben bei dem Gemeinderat gefunden, werden die Unterzeichner aus der Rückantwort ersehen haben.  
Man überlässt diese Handlungsweise der Betreffenden zur Beurteilung der geehrten Leser."          

   
Ein Komitee zur Unterstützung der verfolgten russischen Juden wurde gebildet (1882) 
  

Crailsheim Israelit 21061882.jpg (102350 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 21. Juni 1882: "Crailsheim (Württemberg). Auch in unserer Stadt hat sich ein Komitee zur Sammlung von Unterstützungen für die schwerverfolgten, russischen Israeliten gebildet. Nach dem hiesigen Amtsblatt sind folgende Herren Mitglieder desselben: Beckh, Dekan; Denk, Oberamtsgeometer; Dollmetsch, Fr. Gemeinderat; Dr. Eichberg, Oberamtsarzt; Freundlich, Otto; Gambs, Oberamtmann; Grünsfelder, Moses; Königsberger, Lehrer und Kantor; Kohn, Karl; Lindenberger, Karl; Lindner, Louis; Oehler, Kaplan; Paradeis, Revierförster; Philipp, Karl, Gemeinderat; Rosenfeld, Maier; Sachs, Stadtschultheiß; Stein, J.B., Kaufmann; Vogt, Stadtpfarrer.  
Das Ergebnis der Sammlung wurde im Betrage von 508 Mark 50 Pfennig der Redaktion des Israelit zugesandt, welche die Spendenliste veröffentlichen wird. Unser verehrter Herr Stadtschultheiß Sachs, der im Wohl tun und Liebeüben nicht müde wird, hat sich auch bei dieser Gelegenheit aufs Neue die Liebe und den Dank seiner jüdischen Mitbürger erworben, indem er, wie bei jeder anderen Veranlassung, auch diesmal gezeigt hat, dass ein Konfessioneller Unterschied seinem Herzen fremd ist. Gott lohne es ihm.   ....-r"      

         
70-jähriges Jubiläum des Wohltätigkeitsvereins (1908)
  

Crailsheim Israelit 21051908.jpg (56922 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 21. Mai 1908: "Crailsheim,, 5. Mai (1908). Dem hiesigen Wohltätigkeitsverein war die hohe Freude beschieden, am Sabbat Acharei Mot die Feier seines 70-jährigen Bestehens zu begehen. Am Morgengottesdienste in der Synagoge, hielt Herr Lehrer und Kantor Strauß, eine schöne Rede zu Ehren des Tages und wies auch die Geschichte und die hohen Gegenwartsaufgaben der Chewra hin. Abends versammelte sich der Verein nochmals zu einem gemütlichen Bankett, an dem wieder Reden und Vorträge die Geselligkeit würzten und die Festesfreude erhöhten."  

    
25-jähriges Jubiläum des Wohltätigkeitsvereines Chevro Bikur Cholim (1913)
    

Crailsheim FrfIsrFambl 27061913.jpg (282068 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 27. Juni 1913: "Crailsheim. 25-jähriges Jubiläum der Chevro Bikur Cholim. - Schon am Vorabend versammelten sich sämtliche Vereinsangehörige zum gemeinsamen Gottesdienste in der hübsch geschmückten Synagoge. Am Festtage selbst wurden die Begründer des Vereins zur Tora aufgerufen und spendeten namhafte Beträge für die verschiedenen Wohlfahrtseinrichtungen in der Gemeinde.  
Eine von Hauptlehrer Strauß tief empfundene und vortrefflich angelegte Festpredigt, umrahmt von der Feier angepassten, ausgezeichnet vorgetragenen Gesängen des Synagogenchors gab dem Festtag eine würdige Weihe.  
Nach Schluss des Gottesdienstes begaben sich die Mitglieder in das Schiur-Lokal (sc. Schiur = Lehrvortrag), um dort in gewohnter Weise Vorlesungen aus der heiligen Tora entgegenzunehmen.  
Die weltliche Feier fand am gleichen Tage, abends von 6 Uhr ab, in dem sinnreich dekorierten Saale des Hotel Faber statt. Eingeleitet wurde diese durch einige Musikstücke. Der Vorstand, Hermann Goldstein, widmete den zahlreich erschienenen Mitgliedern und Festgästen herzlichen Willkommengruß und gab seiner Freude über die stattliche Beteiligung beredten Ausdruck. Nach einigen von der Musikkapelle flott vorgetragenen Piesen folgte die von Bertold Stein in freundschaftlicher Weise übernommene Festrede.   
Mit einer Zurückerinnerung an die glorreichen Befreiungskriege und Abschüttelung des französischen Joches vor 100 Jahren sowie mit einer patriotischen Kundgebung zum 25-jährigen Regierungsjubiläum unseres Kaisers Wilhelm II., leitete der Redner seine Ansprache ein, ging auf den Vereinsfesttag über, sprach über die Entstehung, über die Entwicklung und über die idealen Ziele , die der Verein Bikur Cholim verfolgt. Er berichtete über das viele Gute und Edle, das der Verein seit seinem Bestehen gestiftet und geleistet hat, rühmte das Andenken der im Verlaufe der Zeit dahingeschiedenen Mitglieder und erkannte warm an die Opferwilligkeit und Diensteifrigkeit der Vereinsangehörigen. In ausführlicher Weise rollte der Redner der zahlreichen Versammlung ein Bild der Vereinsgeschichte auf, stellte sehr interessante Parallelen des Vereins mit einzelnen Torastelen an, gedachte der reichen Stiftung an die Gemeinde sowie der namhaften Spenden für die Bedürftigen und sprach das Gelöbnis aus, dass der Verein seine heiligen Pflichten Gemilus-Chesed (Wohltätigkeit) und Bikur-Cholim (Krankenbesuch) wie bisher auch weiter als sein höchstes Panier hochhalten werde.  
Ein von Julius Goldschmidt mit feinem Verständnis und tiefem Gefühl vorgetragenes Lied fand den ungeteilten Beifall der Zuhörer. Dem humoristischen Teil trug Max Heckscher mit einem ausgezeichneten Couplet Rechnung, welches allseitig lebhaft applaudiert wurde.  
Imanuel Rosenfeld überbrachte als Vorstand die Gratulation des Brudervereins Gemilus-Chasodim. L.H. Goldstein sprach im Namen des Kirchenvorsteheramtes dem Verein für die hochherzige Stiftung, bestehend aus 3 prachtvoll ausgeführten Tora-Mäntelchen und einer ebensolche Schulchandecke, den besten Dank aus, ebenso Herrn Berthold Stein für die tief zu Herzen gehende wahre Begeisterung hervorrufende Festrede und für die, die Aufgabe des Vereins so wirkungsvoll beleuchtenden Worte. Privatier Essinger gedachte in humoristischer Weise der Leiden und Freuden des Vereins, feierte in besonderer Art das älteste Mitglied, Herrn Moses Grünsfelder, der für den Verein so viel Gutes gewirkt hat und nun 25 Jahre lang die Schriftführer- und Kassiererstelle mit größter Treue und Pünktlichkeit bekleidet. Den noch lebenden 12 Gründern des Vereins  - Ludwig Friedmann, Moses Grünsfelder, Hermann Grünsfelder, Jakob Grünsfelder, Jakob Essinger, Bernhard Goldstein, Jesaias Levi, L. H. Goldstein, Dr. med. Adolf Rosenfeld, Oberamtswundarzt, Isaak Kohn, Samuel Bär, David Heinsfurter - überreichte der Vorstand mit einer sinnreichen Ansprache Ehren-Urkunden.   
Mit einem Tanzvergnügen fand das Fest seinen Abschluss. Der Verlauf war ein allgemein fröhlicher, aber auch würdiger zu nennen, auf den der Verein Bikur-Cholim stets mit Stolz zurückblicken kann. Eine schönere, stimmungsreichere, harmonischere Feier hat bis heute in unserer Gemeinde nicht stattgefunden."      

              
Jahresversammlung des "Gemeindevereins" (1924)         

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 15. Juli 1924:           

       
Ergebnisse der Vorstandswahlen (1924)              

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. Juli 1924:           

       
Städtische Gedenkfeier für die Weltkriegsopfer mit Religionslehrer Wochenmark (1924)       

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 15. September 1924:           

       
Vortrag der Ortsgruppe des Central-Vereins zur antisemitischen Hetze (1925)      

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 15. Februar 1925:          

           
Generalversammlung des Gemeindevereins (1927)        

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. Januar 1927:          

      
Weiherede bei der Einweihung des Kriegerdenkmals durch Rabbiner Dr. Rieger (Stuttgart) (1927)     

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Oktober 1927:    
 
Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Oktober 1927:            
Crailsheim GemZeitung Wue 01101927a.jpg (199647 Byte)  

             
Vortrag von Religionslehrer Silbermann über Lessing und Moses Mendelssohn (1927)       

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Januar 1928:      

             
Generalversammlung des Gemeindevereins (1928)      

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. Februar 1928:            

         
Purimfeier des Gemeindevereins (1928)       

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. März 1928:         

        
Vortrag von Ministerialrat Dr. Otto Hirsch (Stuttgart) (1928)        

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Juni 1928:             

              
Vortragsabend des Jüdischen Jugendvereins (1929)       

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Februar 1929:           

      
Generalversammlung des Jüdischen Frauenvereins (1929)      

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Februar 1929:           

      
Jugendtreffen in Crailsheim, organisiert vom Jüdischen Jugendverein und vom Landesverband (1929)        

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 15. Februar 1929:          

      
Treffen des Nürnberger Jüdischen Jugendvereins mit württembergischen Jugendbünden in Crailsheim (1929)      

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 15. März 1929:           

       
Vortrag von Bezirksrabbiner Dr. Kroner (Oberdorf) im Gemeindeverein (1929)        

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 15. März 1929:            

         
Generalversammlung des Vereins "Einklang" (1929)       

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 15. März 1929:          

     
Heimabend des Jüdischen Jugendbundes (1929)             

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. April 1929:             

        
Hebräischer Sprachkurs im jüdischen Jugendverein (1929)      

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. September 1929:         

          
Vortrag des Jüdischen Jugendvereins mit Hauptlehrer Silbermann über "Die Verhältnisse in Palästina zur Zeit Esras" (1929)      

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Oktober 1929:          

         
Ein Friedhofsweg wurde erstellt - drei Torarollen wurden ausgebessert (1929)       

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Oktober 1929: "Crailsheim. Trotz der schwierigen finanziellen Verhältnisse, mit denen die Mittel- und Kleingemeinden zu kämpfen haben, ist es unserer Gemeinde gelungen, durch Toraspenden einen schönen, der Toten würdigen Friedhofweg zu erstellen. Aus derselben freiwilligen Spendenkasse 'Zorche Zibur' konnte die Gemeinde im Laufe des Jahres drei Seforim (Torarollen) ausbessern lassen und so dem Gebrauche wieder zuführen."           

           
Das Israelitische Vorsteheramt lädt den Synagogenchor zu einem Essen ein (1929)     

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. Dezember 1929:           

          
Simchas-Tora-Ball in der Gemeinde (1929)     

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. Dezember 1929:         

   
Chanukka-Feier des Vereins "Einklang" (1929/30)       

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Februar 1930:          

                
Plenarversammlung des Vereins "Einklang" (1930)   

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. Februar 1930:        

       
Generalversammlung des Jüdischen Jugendvereins (1930)          

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. Februar 1930:         

        
Vortrag von Rabbiner Dr. Kroner (Oberdorf) über "Die Juden in ihren geistigen Beziehungen zu den Arabern" (1930)     

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. März 1930:          

       
Vorstandswahlen bei der Generalversammlung des Jüdischen Frauenvereins (1930)         

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. März 1930:           

        
Maskenball des Vereins "Einklang" (1930)       

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. März 1930:             

          
Treffen von Jüdischem Frauenverein und Jüdischem Männerverein zur Sicherung der Armenkasse (1930)      

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Mai 1930:            

             
Gedächtnisfeier für den verstorbenen Rabbiner Dr. Hermann Kroner (1930)            

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. August 1930:            

    
Vortragsabend mit dem amerikanischen Komponisten und Oberkantor Paul Discount (1930)        

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. August 1930:         

            
Simchas-Tora-Ball des Vereins "Einklang" (1930)      

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. November 1930:          

             
Gemeindeabend mit einem Referat von Sam Friedmann zu Kirchensteuerfragen (1930)        

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 15. November 1930:          

            
Chanukka-Feier des Vereins "Einklang" (1930/31)      

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. Januar 1931:          

       
Vortragsabend mit Rabbiner Dr. Cohn (Ulm) über "Die Propheten Israels" (1931)        

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Februar 1931:            

        
Das Israelitische Vorsteheramt lädt den Synagogenchor zu einem "Gemütlichen Abend" ein (1931)            

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. März 1931:            

           
Vortrag von Rabbiner Dr. Cohn (Ulm) "Sind die Angriffe auf den Talmut berechtigt?" (1931)       

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. März 1931:           

        
Vortrag im jüdischen Jugendverein mit Lehrer Silbermann über "Kultur im Judentum" (1931)           

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. April 1931:          

       
Vortrag des Jüdischen Jugendvereins mit Paul Stein über "Moses Mendelssohn" (1931)        

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Mai 1931:          

           
Vortrag von Dr. Königsberger vor Vertretern kleinerer jüdischer Gemeinden (1931)     

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Oktober 1931:         

        
Chanukka-Feier in der Gemeinde (1931/32)    

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. Januar 1932:           

           
Gemeindeabend mit einem Vortrag von Dr. Königsberger über "Die Medizin im Talmud und bei den alten Juden" (1932)      

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. Februar 1932:          

        
Vortrag mit Rabbiner Dr. Cohn (Ulm) über "Judentum und Urchristentum" (1932)        

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. März 1932:          

            
Plenarversammlung des Israelitischen Frauenvereins (1932)         

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. Februar 1932:           

        
Gemeindeabend mit einem Vortrag von Dr. Königsberger über "Rabbi Joselmann" (1932)        

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. Mai 1932:          

          
Wahlen zum Gemeindevorsteheramt (1932)           

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. November 1932:            

         
Chanukka-Feier des Vereins "Einklang" (1932/33)       

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Februar 1933:           

             
Vortragsabend der Ortsgruppe des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten (1935)       

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Februar 1935:             

          
Generalversammlung des Frauenvereins (1935)           

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. März 1935:          

     
     
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde   
Über den jüdischen Oberamtsarzt Dr. Felix Eichberg (1876)
  
Anmerkung: Dr. Felix Eichberg ist am 2. März 1834 in Edelfingen als Sohn des Lehrers (in Mergentheim) Jonas Samuel Eichberg und seiner Frau Rachel geb. Löb geboren. Er heiratete im Juli 1862 in Steinbach Hermine geb. Gutmann, eine am 4. Mai 1843 in Feuchtwangen geborene Tochter von Samuel Gutmann und der Karoline geb. Henle. Das Paar hatte vier Kinder: Louis (1863, gest. 1. Januar 1931 in Stuttgart), Theodor (1864), Pauline (1868, verheiratet seit 1891 mit Max Blaut aus Geisa [geb. 1857], mit dem sie zwei Kinder hatte, die noch in Crailsheim geboren sind: Ernst [1896] und Frederick [1891 - 1961 in New York]) sowie Agnes (1874, verheiratet seit 1897 in Stuttgart mit Salomon Kaufmann aus Bad Dürkheim). Am 25. Februar 1891 verzog Dr. Eichberg von Crailsheim nach Stuttgart. Seine Frau Hermine starb am 25. Februar 1891 in Stuttgart, er selbst starb am 10. Oktober 1919 ebd. (keine Nachweis für eine Beisetzung im Stuttgarter Pragfriedhof, siehe Dokumentation Hahn). 

Crailsheim Israelit 09021876.jpg (372093 Byte) Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 9. Februar 1876: "Crailsheim. Das Judentum hat noch zu allen Zeiten Männer hervorgebracht, die sowohl auf dem Gebiete der Kunst als auch der Wissenschaft eine hervorragende Rolle gespielt haben und noch spielen. Nachstehende Zeilen haben den Zweck, den geehrten Lesern dieses Blattes das Leben und Wirken eines Mannes zu schildern, der zu den Hervorragendsten unserer Glaubensbrüder gehört und wohl wert ist, dass man auch in weiteren Kreisen seiner mit Verehrung gedenkt.  
Am 16. Januar waren es drei Jahre, dass seine Majestät der König von Württemberg, das Oberamts-Physikat Crailsheim  dem Herrn Dr. Eichberg dahier übertragen hat. Mit dieser Ernennung des ersten jüdischen Oberamts-Arztes wurde ein eingefleischtes Vorurteil gegen unsere Glaubensgenossen für immer zu Grabe getragen. Vielleicht wäre dies nicht der Fall gewesen, wenn es sich nicht um einen Mann gehandelt hätte, der mit seinen vorzüglichen Prüfungszeugnissen und bedeutenden praktischen Erfolgen im Berufe, seine Konkurrenzen weit überflügelt hätte. - Wir erinnern uns noch jener Mitteilung in diesen geschätzten Blättern und gedenken mit Vergnügen des großen Jubels, welchen dieselbe unter allen unseren Glaubensgenossen hervorrief.   
Herr Oberamts-Arzt Dr. Eichberg ist aber trotz seiner neuen Stellung der bescheidene, anspruchslos Mann geblieben wie vorher und mit unermüdlicher Treue und Sorgfalt wartet er seines erhabenen Berufes und widmet seine ganze Kraft dem Dienste der leidenden Menschheit ohne jeden konfessionellen Unterschied. Es wird wenige Ärzte geben, die ein solch unbegrenztes Vertrauen besitzen und eine solche kolossale Praxis haben wie Herr Oberamts-Arzt Dr. Eichberg; es wird aber auch nicht leicht einem Arzt von Bekennern anderer Konfessionen solche hohe Verehrung und Lebe entgegengebracht wie diesem in des Wortes weitgehendstem Sinne ausgezeichnetem Herrn. Fragen wir nun nach dem Grunde, in dem dieser Vertrauen, diese Liebe und Verehrung des Publikums wurzelt. Ist es etwa eine besondere einschmeichelnde Redegabe oder ein Prahlen mit glücklich bewiesenen Kuren? O nein, lieber Leser, der Herr Oberamts-Arzt ist am Krankenbette wie im beruflichen Verkehr überhaupt nichts weniger als gesprächig, im Gegenteil sehr einsilbig und spricht nur, was zur Sache notwendig gehört. Ich will dem verehrten Leser das Geheimnis nicht länger vorenthalten. Er ist in erster Linie die vertrauenerweckende Erscheinung dieses Arztes, der mit scharfer Beobachtungsgabe die Diagnose stellt, ferner das Bewusststein, einen Mann der Wissenschaft vor sich zu haben, der mit den neuesten Erscheinungen und Erfahrungen und was noch dazu gehört stets auf dem laufenden ist und nicht hinter dem Bierglase seine Studien fortsetzt, sodann einen Mann zum Arzte zu haben, dem man nicht eine Anzahl Boten schicken muss, bis es ihm zu kommen beliebt, oder bis er sich von einer heiteren Gesellschaft trennen kann. Wenn Gefahr vorhanden, ist es nicht nötig zu bitten, bald wieder zu kommen, denn diesem Manne ist an jedem Patienten gleichviel gelegen, bei ihm spielt der Mammon durchaus keine Rolle. Wie viele Arme erhalten von ihm unentgeltliche Behandlung, wo mancher andere Arzt sich bezahlen ließe, ja er reicht vielen aus eigenen Mitteln noch nebenbei Unterstützung. Der Arme wird mit derselben Aufmerksamkeit behandelt wie der Reiche und darf ihn ohne Scheu zu jeder Stunde der Nacht herbeiholen, er ist ihm stets willkommen und wird freundlich aufgenommne.    
Im geselligen Verkehr lernen wir in Herrn Dr. Eichberg einen liebenswürdigen Gesellschafter kennen, aber auch einen Mann von tadellosem, unantastbarem Charakter, der ihm die Herzen im Fluge erobert. Da der Beruf diesen Mann mit voller Kraft in Anspruch nimmt, so ist er ein seltener Besucher des Gotteshauses geworden, wenn aber irgend tunlichst, versäumt er es nicht, für seinen seligen Vater Rabbiner Jona Eichberg seligen Andenkens das Kaddischgebet zu verrichten und steht dann mit einer Andacht in der Synagoge, wie es sich von einem so ausgezeichneten Manne nicht anders erwarten lässt.  
Handelt es sich um irgendetwas Wohltätiges in unserer Gemeinde, so ist Herr Dr. Eichberg stets beteiligt. Einen herumziehenden israelitischen Armen lässt weder er, noch seine Gemahlin das hier für dieselben eingeführte Kostbillet in der Garküche verabreichen, an den Familientisch muss sich der Arme setzen und mitessen. Wir sehen, dass das 'jüdische Herz' auch in diesem Hause eine große Rolle spielt.  
Der Allgütige möge ihm das viele Gute reichlich vergelten und ihn segnen. Er lasse ihn ein hohes Alter erreichen zur Ehre seiner Gemeinde, wie des Judentums überhaupt, sowie zum Heil und zum Glücke der leidenden Menschheit."         

      
Zum Tod des Oberlehrers i.R. Alexander Elsässer (1893)
  
Anmerkung: Lehrer Alexander Elsässer ist am 21. Dezember 1817 in Freudental geboren. Er ließ sich von 1835 bis 1838 am Lehrerseminar in Esslingen ausbilden und war anschließend als Lehrer tätig: von 1837 bis 1839 in Korb, 1839 bis 1840 in Lehrensteinsfeld, 1841 bis 1852 in Oberdorf, 1852 bis 1863 in Jebenhausen, 1863 bis 1880 in Laupheim. Alexander Elsässer wurde im jüdischen Friedhof Crailsheim beigesetzt.     

Crailsheim Israelit 09021893.jpg (33679 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 9. Februar 1893: "Stuttgart. In Crailsheim starb dieser Tage der in den weitesten Kreisen bekannte pensionierte Oberlehrer Alexander Elsässer, früher in Laupheim. Derselbe war ein wissenschaftlich und talmudisch gebildeter Herr mit außerordentlicher pädagogischer Begabung. Er war in früheren Jahren schriftstellerisch sehr tätig und für seine bedeutenden pädagogischen Leistungen von der Oberschulbehörde öfters belobt worden."    

      
Zum Tod von Hannchen Süßfeld (1905)
  
Anmerkung: Hanna (Hannchen, Hendel) Süßfeld geb. Kahn ist am 12. November 1835 in Hengstfeld als Tochter des Handelsmannes Abraham Kahn und seiner Frau Behla geb. Jandorf geboren. Sie war seit 1860 (in Hengstfeld) verheiratet mit dem Handelsmann Rufen Moses Süßfeld, der am 22. April 1836 in Hengstfeld als Sohn des Handelsmannes Moses Hirsch Kahn und seiner Frau Lea geb. Jandorf geboren ist. Das Ehepaar hatte acht Kinder, von denen - wie im Text genannt, mehrere schon gestorben sind (zum Zeitpunkt des Todes von Hannchen Süßfeld lebten noch drei ihrer Kinder): Bertha (1861-1913), Hirsch (1863-1868), Lea (1866-1868), Mina (1868-1869), Lippmann (1869-1886), Abraham (1871-1888), Louis (1873), Gida (1876). Der Ehemann Rufen Moses Süßfeld starb am 23. Oktober 1913. Beide wurden im jüdischen Friedhof in Crailsheim beigesetzt.     

Crailsheim FrfIsrFambl 08061905.jpg (109100 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 8. Juni 1905: "Crailsheim in Württemberg. Am Montag, den 29. Mai wurden die sterblichen Überreste der im 69. Lebensjahre verstorbenen Frau Hannchen Süßfeld unter großem Gefolge zur letzten Ruhe geleitet. Am Grabe sprach zuerst Herr Lehrer Strauß - Crailsheim. Er entwarf ein wahrheitsgetreues Bild der Verstorbenen, er pries ihre Wohltätigkeit, niemals habe ein Armer sie vergebens um etwas gebeten, und er rühmte ihre Frömmigkeit - mit echt jüdischer Geduld habe sie alles ertragen, was ihr auferlegt ward, und auch den schwersten Schlag, den Verlust dreier Kinder habe sie durch treues Gottvertrauen überwunden.  
Hiernach ergriff Herr Rabbiner Dr. Berlinger - Braunsbach das Wort. Auch er rühmte die Frömmigkeit und den edlen Sinn der Verstorbenen. Das Wort eines Weisen 'man solle sich nicht zu sehr freuen, wenn ein Mensch geboren würde, denn man wisse nicht, was ihm beschieden sei; man solle aber auch nicht zu sehr trauern, wenn ein Mensch sterbe, denn er trete in eine bessere Welt', könne man auf die Verstorbene anwenden, denn sie habe viel Kummer auf Erden gehabt, aber auch ein unerschütterliches Gottvertrauen und so sei ihr Tod ein Eintritt in das viel schönere und bessere Leben, des Jenseits, in dem sie den Lohn für ihr pflichtgetreues Erdenleben empfangen werde."      

     
25-jähriges Vorsteher-Jubiläum von David Friedmann und Moses Grünsfelder (1908)
   

Crailsheim Israelit 31121908.jpg (125982 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 31. Dezember 1908: "Crailsheim, 17. Dezember (1908).  Am 12. Dezember (1908) feierten die Herren David Friedmann und Moses Grünsfelder ihr 25-jähriges Kirchenvorsteher-Jubiläum. Aus diesem Anlass versammelten sich die Gemeindemitglieder um ihre lieben Jubilare, um einige fröhliche und vergnügte Stunden in ihrem Kreise zu verbringen. Der Vorsitzende der Festversammlung, Herr Kirchenvorsteher Josua Stein, begrüßte die Erschienenen mit herzlichen Worten. Sodann ergriff Herr Vorsänger und Schullehrer Straus sen. das Wort, der die ersprießliche Wirksamkeit der beiden Jubilare um das Gemeindewohl feierte, ihnen als Anerkennung für ihre treuen Dienste ein prachtvoll ausgearbeitetes Diplom überreichte und mit einem Hoch auf das Jubelpaar seine beifällig aufgenommene Festrede schloss. Ein humoristisches Gedicht wurde zu Ehren des Abends von Herrn Lehrer Straus jun. vorgetragen, das den vollen Beifall der Anwesenden fand. Der Synagogenchor erfreute durch seine schönen, exakt eingeübten und vorgetragenen Lieder die erschienenen Gäste, die mit ihrem Beifall auch nicht geizten. Herr Berthold Stein brachte seine Wünsche im Auftrage der beiden Vereine 'Einklang' und 'Gemeindeverein' dar und Herr Jakob Essinger leerte sein Glas auf das Wohl des Seniors des Synagogenchors, Herrn Ludwig Friedmann. - Die beiden Herren dankten für ihnen gewordene Ehrung und wünschten der Gemeinde fernerhin alles Gute. Mögen diese beiden Männer noch lange gesund erhalten zum Glücke unserer Gemeinde."        

      
Zum Tod von M. Rosenfeld (1910)
   

Crailsheim FrfIsrFambl 07101910.jpg (40337 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 7. Oktober 1910: "Crailsheim. Mit dem im 84. Lebensjahre verschiedenen Privatier M. Rosenfeld ist ein Mann dahingegangen, der früher im kommunalen Leben unserer Stadt eine führende Stellung eingenommen hat. So war er Obmann des Bürgerausschusses und Vorsitzender des Aufsichtsrats des Gaswerks."   

      
Zum Tod von Leopold Levigard (1911)
   

Crailsheim FrfIsrFambl 10111911.jpg (52027 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 10. November 1911: "Crailsheim. Hier verschied nach langem Leiden im Alter von 52 Jahren Leopold Levigard, früher Teilhaber der Firma Brüder Landauer. In dem so früh Verstorbenen hat die hiesige Judenheit einen Mann verloren, auf den sie stolz sein durfte. Denn er war in seiner jüdischen Lebensführung und in der Gradheit seines Wesens ein Vorbild. Wie hoch er allgemein geachtet wurde, tat sich bei seinem letzten Wege kund; die ersten Honoratioren unserer Stadt hatten es sich nicht nehmen lassen, ihm das letzte Geleite zu geben."   

   
Zum Tod von Babette Straus geb. Sahm, Frau von Oberlehrer a.D. D.J. Straus (1923) 
  

Crailsheim Israelit 08031923.jpg (47452 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 8. März 1923: "Crailsheim, 18-. Februar (1923). Am Sonntag, 25. Schwat, wurde unter sehr großer Beteiligung, auch der nichtjüdischen Bevölkerung, die Gattin des Herrn Oberlehrer a.D. J. Straus, Babette geb. Sahm, im 66. Lebensjahre zur ewigen Ruhe gebracht. Die Verewigte war eine Frau von seltener Herzensgüte und echter Frömmigkeit und erfreute sich großer Beliebtheit und Achtung in allen Bevölkerungskreisen. Mit ihrem 70-jährigen Gatten, ihren fünf Söhnen und sechs Töchtern betrauert unsere ganze Gemeinde den herben Verlust. Ihre Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens."      

   
Im Ersten Weltkrieg hatte Therese Kraemer acht Söhne im Feld (1924)      

Zwesten CV-Ztg 24041924.jpg (155271 Byte) Artikel in der "CV-Zeitung" (Zeitschrift des "Central-Vereins") vom 24. April 1924: "1000 Mark Belohnung setzte 
im 'Münchener Beobachter' der bekannte deutschvölkische Führer Dietrich Eckardt für den aus, der ihm eine jüdische Mutter benennen würde, die drei Söhne auch nur drei Wochen im Schützengraben aufzuweisen hätte. Durch diese höhnische Auslobung wollte Eckardt 'beweisen', dass die jüdischen Soldaten im großen Kriege ihre Pflicht schmählich vernachlässigt hätten und sich, wie er und seine Freunde tagtäglich verbreiten, in der Etappe statt im Schützengraben breit machten. 
Eckardt erlebte einen bösen Reinfall!  
Rabbiner Dr. Freund in Hannover benannte zwanzig Mütter seiner Gemeinde, die den Anforderungen entsprachen. Und als Eckardt sich die 1000.- Mark zu zahlen weigerte, verurteilte ihn das Landgericht München zur Zahlung. Die Beweisaufnahme ergab, dass in Hannover allein 20 jüdische Familien vorhanden waren, die drei Söhne und mehr drei Wochen gleichzeitig im Felde hatten und aus anderen Orten Deutschlands wurde eine lange Liste von jüdischen Familien vorgelegt, welche gleichzeitig sieben, ja sogar acht Söhne vor dem Feinde hatten.  
Die Liste begann: Frau Therese Kraemer in Crailsheim hatte acht Söhne im Felde. 
Frau David Hirschberg in Zwesten, Post Borken, hatte sieben Söhne im Felde.  
Familie L. Caminer in Charlottenburg, Kurfürstendamm 61, hatte sieben Söhne im Felde.  
Frau Delphine Loeb in Worms, Karmeliterstraße 2, hatte sechs Söhne im Felde. 
Familie Samuel Wolf in Aurich hatte sechs Söhne im Felde.  
Familie Arnold Visser in Emden, Etzardstraße 4, hatte sechs Söhne im Felde. 
Familie Meyer in Steinfurt hatte sechs Söhne im Felde. 
Familie Marx in Linz am Rhein hatte sechs Söhne im Felde. 
Simon Freising aus Sülzburg hatte fünf Söhne im Felde."       

             
Zum Tod von Julie Goldstein (1926) 
 
Anmerkung: Ehefrau von Lazarus Haenlein Goldstein; weitere Informationen zu ihm und seiner Familie siehe unten (Karte von 1894).  

Crailsheim Israelit 18051926.jpg (126635 Byte) Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 18. Mai 1926: "Crailsheim, 24. April (1926). Am Samstag, den 17. dieses Monats durcheilte unsere Gemeinde die traurige Nachricht, Frau Julie Goldstein, die Gattin des Vorsitzenden des hiesigen israelitischen Vorsteheramts, Herr L. H. Goldstein, sei plötzlich verschieden. Sie war eine echte wackere Frau im wahrsten Sinne des Wortes. Eine geborene Crailsheimerin, war sie schon im Elternhause zu einem frommen und gottesfürchtigen Lebenswandel erzogen worden und beherzigte stets die dort empfangenen Lehren. Ihre außergewöhnlichen Kenntnisse der jüdischen Pflichten, verbunden mit aufrichtiger Frömmigkeit und Herzensgüte, erwarben ihr hohe Achtung bei allen, die sie kannten. An keinem Sabbat und Feiertag versäumte sie es, an der Seite ihres Gatten das Gotteshaus zu besuchen. Als langjährige Schriftführerin und Kassiererin des israelitischen Frauenvereins leitete sie die diesbezüglichen Geschäfte mit ihrer gewohnten Pünktlichkeit und Gewissenhaftigkeit. Aber auch bei jeder freudigen und traurigen Gelegenheit war sie eine der ersten. Ihrem Manne war sie nicht nur eine treue Lebensgefährtin in Freud und Leid, eine tapfere Kameradin in gesunden, und eine gewissenhafte und aufopfernde Pflegerin in kranken Tagen, sondern auch eine treue Gehilfin bei den Berufs- und den verschiedenen ehrenamtlichen Pflichten in und außerhalb der Gemeinde. Kein Armer ging hungrig aus ihrem Hause. Herr Lehrer Silbermann entwarf am Grabe in meisterhaften Worten ein getreues Lebensbild dieser seltenen Frau. Der stellertretende Vorsitzende des israelitischen Vorsteheramtes, Herr Maschinenfabrikant Berthold Stein, hob in zu Herzen gehenden Worten, im Auftrage des israelitischen Frauenvereins hervor, was die Verblichene für denselben geleistet hatte. Möge ihre reine Seele vereinigt werden im Bunde des ewigen Lebens. Ihre Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens."        
 
Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Mai 1926:  

            
Zum Tod des Gemeindebeamten Hermann Levy (1927)         

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. März 1927:          

            
80. Geburtstag von Bertha Landauer (1927)
   

Crailsheim Israelit 23061927.jpg (82700 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Juni 1927: "Crailsheim, 16. Juni (1927). Frau Bertha Landauer, welche dieser Tage ihren 80. Geburtstag in völliger körperlicher und geistiger Frische feierte, durfte an diesem Tage außerordentlich viele Ehrungen und freudige Teilnahme seitens der jüdischen und nichtjüdischen Bevölkerung als auch seitens Bekannter aus Nah und Fern entgegennehmen. Ihre Frömmigkeit und ihr Gottvertrauen haben sie auch die Gnade Gottes sichtbar erfahren lassen. An dem Festen konnten vier Söhne und zwei Töchter nebst Gattinnen, Gatten und zahlreichen Enkelkindern teilnehmen, während eine Tochter in Amerika verheiratet ist. Der israelitische Synagogenchor brachte am Vorabend Frau Landauer ein wohlgelungenes Ständchen. Möge diese wackere Frau sich eines lichtvollen Greisenalters erfreuen. (Alles Gute) bis 100 Jahre."     

       
Theodor Rosenfeld wird für seine Bemühungen um den Ausbau des ADAC ausgezeichnet (1927)        

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. August 1927:        

       
60-jähriges Betriebsjubiläum der Eisenhandlung J. B. Stein (1927)      

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. September 1927: "Crailsheim. Am 1. Juli waren es 60 Jahre, dass die Firma J.B. Stein, Eisenhandlung, hier, Langestraße gegründet worden ist. Der frühere Inhaber, Herr Josua Stein, konnte vor kurzem seinen 83. Geburtstag begehen. Herr Stein ist noch in voller Frische in dem Geschäft tätig. Aus der Firma gingen in Laufe der Jahre die Firmen Brüder Stein in der Langestraße, Maschinenfabrik J. Berthold Stein und Albert Stein, Wilhelmstraße, hervor, die sich weit über unseren Bezirk hinaus eines guten Rufes und wohlbegründeten Ansehens erfreuen. Den der Firma anlässlich ihres Jubiläums von allen Seiten zugehenden Glückwünschen schließen auch wir uns an."          

                
Zum Tod der Lehrerswitwe Jeanette Cohn geb. Wassermann (1928)
 
Anmerkung: Jeanette Cohn geb. Wassermann (geb. 27. August 1854, gest. 12. März 1928) wurde neben ihrem Mann beigesetzt: Manuel (Menachem, Mendel) Cohn (geb. 27. August 1854, gest. 12. März 1928), Sohn von Schalom Dow Cohn aus Wadislawow / Russisch Polen. Jeanette geb. Wassermann war die Tochter von Hirsch Zwi Wassermann und seiner Frau Idel geb. Gutmann in Hengstfeld. Sie hatte 1882 den Mendel Cohn geheiratet, der damals Religionslehrer und Vorsänger in Hengstfeld war. In Hengstfeld kamen die beiden Kinder Hermann (1883), und Hugo (1884) zur Welt.    

Crailsheim Israelit 22031928.jpg (76187 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. März 1928: "Crailsheim in Württemberg, 14. März (1928). Unter großer Beteiligung von nah und fern wurde heute, nachdem die Überführung von Nürnberg aus erfolgt war, die Lehrerswitwe Jeanette Cohn geb. Wassermann, an der Seite des ihr im Tode vorausgegangenen Gatten - das Andenken an den Gerechten ist zum Segen - zu ihrer letzten Ruhe bestattet. Plötzlich und unerwartet hatte sie in der Nacht zum 20. Adar der Tod überrascht, tiefbetrübte Kinder, Schwiegerkinder und Enkel, sowie einen trauernden Freundeskreis zurücklassend. Bis vor 5 Jahren stand sie ihrem streng religiösen und gelehrten Gatten als mustergültige Lebensgefährtin treu und würdig zur Seite und war ihren Kindern zu Vorbild wahrer Tugend und echter Frömmigkeit. Am Grabe entwarf Herr Lehrer Silbermann - Crailsheim ein getreues Bild dieser wahrhaft jüdischen Frau, und der Schwiegersohn, Herr Lehrer Trepp, Quakenbrück, sprach im Namen der Familie herzliche Worte des Abschieds. Ihre Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens."      

       
Lazarus Haenlein Goldstein legt sein Amt als Gemeindevorsteher nieder (1928)          

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Mai 1928:            

        
An Stelle von L. H. Goldstein wird Adolf Heinsfurter in das Vorsteheramt gewählt (1928)        

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Juni 1928:             

      
70. Geburtstag von Julius Gutmann (1928)         

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom  16. Dezember 1928:         

      
Bei der Gemeinderatswahl wird David Stein gewählt (1929)           

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Januar 1929:              

      
85. Geburtstag von Josua Stein (1929)       

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Juni 1929:            
 
Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. Juli 1929:    

       
Fabrikant Berthold Stein und Kaufmann Hermann Hilb werden als Gemeindevorsteher wiedergewählt (1930)     

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Januar 1930:           

       
Zum Tod von Bertha Landauer (1930)
   

Crailsheim Israelit 23011930.jpg (93105 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Januar 1930: "Crailsheim, 15. Januar (1930). Eine ehrwürdige Greisin, eine Zierde unserer Gemeinde, haben wir zu Grabe getragen. Frau Bertha Landauer hat im Alter von 82 Jahren das Zeitliche gesegnet. Sowohl in der Gemeinde Michelbach an der Lücke, wo sie 50 Jahre gelebt hat, als auch hier, hat sie die größte Liebe und Verehrung genossen. Sie war Mutter von sieben Kindern, welchen sie eine ausgezeichnete Erziehung zuteil werden ließ und welche das Alter der Mutter nach Kräften verschönt haben. Bis wenige Monate vor ihrem Tode wurde Frau Landauer wegen ihrer Rüstigkeit und ihrer Geistesfrische allgemein bewundert. Ihr lebhafter Geist erfasste alles Moderne, ohne dass sie dabei den Weg ihres strengen Glaubens und ihres rituellen Lebenswandels verlassen hätte. - Ihr Haus war immer ein Zufluchtsort für Arme und Sorgenvolle und viele derselben werden ihrer stillen Wohltäterin Tränen der Dankbarkeit nachweinen. - Ihr Andenken verbleibe im Segen. Ihre Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens. M. St."     
 
Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Februar 1930:      

        
Berthold Rosenfeld ist aus dem Vorsteheramt zurückgetreten (1930)        

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Februar 1930:            

          
Dr. Königsberger wurde zum Vorsteher gewählt (1930)       

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. März 1930:           

         
Zum Unfalltod von Willy Goldstein (1930)         

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. März 1930:            

         
86. Geburtstag von Josua Stein (1930)        

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. Mai 1930:         

          
75. Geburtstag von Lazarus Haenlein Goldstein (1930)       

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. Juni 1930:            

         
Frau Therese Krämer verlässt Crailsheim (1930)       

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. August 1930:             

         
80. Geburtstag von Hannchen Kaufmann (1930)       

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom  1. November 1930:        

         
Theodor Rosenfeld wird zum Ehrenvorsitzenden der Motorfahrervereinigung Crailsheim ernannt (1930)       

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 15. November 1930:           

                         
60. Geburtstag von Gemeindevorsteher Berthold Stein (1931)        

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Mai 1931:          
 
Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. Juni 1931:     

          
Silberne Hochzeit von Samuel Stein und Mathilde geb. Löwenstein (1931)            

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. Mai 1931:           

            
Zum Tod von Josua Stein sowie zum Tod seines Schwiegersohnes Julius Schlesinger (1932)       

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. November 1932:         

              
Zum Tod von David Heinsfurter (1932)       

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Dezember 1932:         

         
82. Geburtstag von Metzgermeister Jakob Essinger (1933)       

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Januar 1933:           

           
Dr. med. Königsberger wird in das Vorsteheramt gewählt (1933)      

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. September 1933:         

           
Zum Tod von Frida Königsberger geb. Reinemann, Ehefrau von Dr. med. Königsberger (1933)        

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. September 1933:             

      
Zum Tod von Marie Rosenfeld geb. Neumeyer (1933)       

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. Oktober 1933:          

          
Zum Tod von Friedericke Löwenberger geb. Stern sowie zum 50. Geburtstag von Sam Friedmann (1934)      

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. März 1934:         

        
Zum Tod von Josef Goldstein (1935)      

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. März 1935:         

       
Zum Tod von Simon Schloßberger (1935)    

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. März 1935:        

         
80. Geburtstag von Lazarus H. Goldstein (1935)      

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 17. Juni 1935:          

    
    
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen
   
Verkauf eine Bäckerei (1878)
    

Crailsheim Israelit 17041878.jpg (65028 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. April 1878: "Verkauf einer Bäckerei. 
Unterzeichneter ist gesonnen, Gesundheitsrücksichten halber seine Bäckerei zu verkaufen. In 30-jähriger Geschäftsführung hat Unterzeichneter sich des frequentesten Besuches von Seiten der ganzen hiesigen Bevölkerung, ohne Unterschied der Konfession zu erfreuen gehabt. Zu bemerken ist noch, dass hier eine jüdische Gemeinde von 70-80 Familien ist, und dass ein tüchtiger Bäcker seine ganz sichere Existenz finden wird. Das Geschäftshaus ist in der schönsten Lage der Stadt, auf dem Marktplatz und befindet sich im besten Zustande. Zahlungsbedingungen günstig. Kaufliebhaber sind höflichst eingeladen, und kann jeden tag ein Kauf mit mir abgeschlossen werden. 
Crailsheim (Oberamtsstadt) in Württemberg. Hirsch Rosenfeld, Bäcker."       

     
Anzeige des (zumindest teilweise) rituell geführten "Gasthofes zum Lamm" (1881)
   

Crailsheim Israelit 26101881.jpg (56630 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 26. Oktober 1881: "Crailsheim (Württemberg). 
Nachdem ich von Herrn Lindner dahier den 'Gasthof zum Lamm' käuflich erworben habe, erlaube ich mir hiermit meinen Gasthof zur Abhaltung von israelitischen Familienfesten, Verlobungen, Hochzeiten etc. etc. ergebenst zu empfehlen, indem es mein eifrigstes Bestreben sein wird, meine geehrten Gäste aufmerksam und billig zu bedienen. 
In meinem Gasthof befindet sich eine besondere, nach den rituellen Vorschriften eingerichtete jüdische Küche, welche ausschließlich nur für Israeliten zur Verfügung steht und niemals zu einem anderen Zwecke benützt wurde respektive benützt wird. 
Um recht zahlreichen Besuch bittet hochachtungsvollst 
K. Schlagenhauff, Besitzer des 'Gasthof zum Lamm'."        

      
Anzeige des Manufakturwarengeschäftes L.H. Goldstein (1890)
  
Anmerkung: vgl. zu Lazarus Haenlein Goldstein das Dokument und die Anmerkungen unten.  

Crailsheim Israelit 18091890.jpg (56265 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 18. September 1890: 
"Ladnerin-Gesuch. 
Für mein Samstags und Feiertage geschlossenes Manufakturwarengeschäft wird eine tüchtige, mit der Branche vertraute Verkäuferin zu möglichst baldigem Eintritt gesucht. Kenntnisse im Weißnähen wären erwünscht. Familienanschluss gerne gestattet. Offerten mit Gehaltsansprüchen sehe entgegen. 
L. H. Goldstein, Crailsheim (Württemberg)."        

      
Anzeige von Jeidel Goldstein (1890)
   

Crailsheim Israelit 27101890.jpg (39521 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 27. Oktober 1890: "Haushälterin-Gesuch
Zur Führung des Haushaltes wird für einen älteren Mann ein älteres, tüchtiges Mädchen oder Witwe gesucht. Süddeutsche bevorzugt. Hoher Lohn, familiäre Behandlung. 
Jeidel Goldstein
, Crailsheim (Württemberg)."        

         
Anzeige des Hotels Faber (1891)
   

Crailsheim Israelit 16031891.jpg (64417 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 16. März 1891: "Crailsheim (Württemberg). 
Meinen, an hiesigem, als Zentralpunkt von vier Bahnen zu Familienzusammenkünften besonders geeigneten Platze ganz neu und komfortabelst eingerichteten 
Saal nebst besonderer Küche für israelitische Zwecke 
empfehle ich angelegentlichst zu Hochzeiten etc. mit dem Bemerken, dass Geschirre und Bestecke von dem israelitischen Lehrer, Herrn Königsberger, unter Verschluss genommen sind, welcher auch gerne zu jeder Auskunft bereit ist. 
Fr. Faber, zum 'Hôtel Faber.'"       

        
Verkauf einer Metzgerei (1891)
     

Crailsheim Israelit 26031891.jpg (92600 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 26. März 1891: 
"Crailsheim (Württemberg). 
Metzgerei- und Wurstlerei-Verkauf. 
Durch Ableben meines seligen Mannes, Moses D. Mezger, gewesener Metzger hier, wird wegen Teilung des Nachlasses am Dienstag, 7. April dieses Jahres, morgen 10 Uhr, das Wohnhaus mit Metzgereieinrichtung, gerichtlicher Anschlag M. 8500, erstes Angebot Mark 8050, im öffentlichen Aufstreich zum letzten Mal verkauft. Da das Anwesen in der schönsten und besten Lage der Stadt sich befindet und hier nur ein jüdischer Metzger bei einer jüdischen Mitgliederzahl von ca. 80 Familien ist, so wäre einem tüchtigen Metzger und Wurstler günstige Gelegenheit geboten, sich hier eine gute und sichere Existenz zu gründen. Kaufsliebhaber sind freundlichst eingeladen und bin bereit, nähere Auskunft zu erteilen. 
M. Mezger Witwe."         

      
Anzeige von S. Mezger (1898)    

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 20. September 1898: "Ein tüchtiger 
Metzger- und Wurstler-Gehilfe
 
aus achtbarer Familie, sucht sich sofort oder später zu verändern. Näheres 
S. Mezger,
Crailsheim, Württemberg."       

       
Anzeige der Getreidehandlung M. Rosenfeld u. Co. (1899)
   

Crailsheim Israelit 18091899.jpg (42314 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 18. September 1899: 
"Getreide-Branche
Lehrling oder Volontär gesucht, zum sofortigen Eintritt. Demselben ist Gelegenheit geboten, sich in der Getreide-Branche, Korrespondenz und doppelten Buchhaltung auszubilden. Freie Kost und Logis im Hause. 
M. Rosenfeld u. Co., 
Crailsheim
in Württemberg."       

       
Anzeige von Moritz Rosenfeld (1902)      

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. Dezember 1902: 
"Stelle-Gesuch
Ein selbstständiger, militärfreier Metzger, sehr tüchtig, sucht, gestützt auf prima Zeugnisse anderweitig Stellung, da derselbe im Aushauen sowie in der Wurstlerei erfahren ist. Derselbe eignet sich auch als Geschäftsführer
Offerten an Moritz Rosenfeld
Crailsheim (Württemberg)."       

           
Anzeige des Manufaktur- und Modewarengeschäftes Julius Schlessinger (1900)
   

Crailsheim Israelit 31101900.jpg (39184 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 31. Oktober 1900:  
"Suche per sofort einen 
Lehrling
 
für mein am Samstag und Festtage geschlossenes Manufaktur- und Modewaren-Geschäft. 
Julius Schlessinger, 
Crailsheim (
Württemberg)."   

      
Anzeige des Metzgermeister Max Mezger (1904)       

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 9. Mai 1904: 
"Suche für meine Metzgerei und Wurstllerei einen ordentlichen 
Lehrjungen
. Samstags und Feiertage geschlossen. 
Max Mezger
, Crailsheim (Württemberg)."     

       
Anzeige von David Pappenheimer (1907)   

Anzeige im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 7. Juni 1907: "Suche zuverlässiges 
Mädchen
zu einem Kinde und das der Führung eines Haushaltes vorstehen kann. 
David Pappenheimer, Crailsheim
."     

         
Anzeige von Lazarus Haenlein Goldstein (1908)
  
Anmerkung: vgl. zu Lazarus Haenlein Goldstein das Dokument und die Anmerkungen unten.    

Crailsheim Israelit 25061908.jpg (40193 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 25. Juni 1908: 
"Manufakturist
Für einen tüchtigen, jungen Mann, 18 Jahre alt, in allen Zweigen gut ausgebildet, suche Commisstelle. 
L. H. Goldstein, 
Crailsheim."
         

     
Anzeige des Eisen-, Eisenwaren- und Farbengeschäftes Josua B. Stein (1912)   

Crailsheim FrfIsrFambl 26071912.jpg (25487 Byte)Anzeige im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 26. Juli 1912:  
"Lehrling 
mit guter Schulbildung für mein Eisen-, Eisenwaren- und Farbengeschäft per 1. September gesucht. 
Josua B. Stein, 
Crailsheim
(Württemberg)."     

    
Anzeige von Jeni Levy geb. Rohrheimer (1925)
  

Crailsheim Israelit 23071925.jpg (37492 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Juli 1925: "Tachrichim, Sargenes 
usw. mit und ohne Lieferung des Stoffes auch für Wiederverkäufer. 
Jeni Levy geb. Rohrheimer, Crailsheim (Württemberg) Fronbergstraße 14."       

       

Artikel in der "Gemeindezeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. Dezember 1934: 
"Statt Karten. Hilde Kohn - Sally Blum. 
Verlobte. Stuttgart / Crailsheim (Württemberg) - Groß-Zimmern (Hessen)".         

   
Todesanzeige / Danksagung zum Tod von Simon Schlossberger (1935)  

Anzeige in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 1. April 1935: "Statt Karten
Für alle Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange meines teuren Gatten, unseres guten Vaters, Großvaters, Bruders, Schwagers und Schwiegervaters Simon Schlossberger sprechen wir unseren tief empfunden Dank aus. 
Familien Schloßberger und Einstein.
 Crailsheim, Augsburg, Nürnberg, Ellwangen, 12. März 1935".   

     
     
Weitere Dokumente 
(aus der Sammlung von Peter Karl Müller, Kirchheim /Ries; Anmerkungen von Peter Karl Müller)   

Karte von Sophie Gundelfinger 
aus Crailsheim nach Heilbronn (1880) 
Crailsheim Dok 870.jpg (128381 Byte) Crailsheim Dok 870a.jpg (128677 Byte)

Heilbronn Dok 14010.jpg (114396 Byte) Eine Sophie Gundelfinger in Crailsheim ist aus den vorliegenden Publikationen nicht bekannt. Es könnte sich um Sophie Gundelfinger geb. Gundelfinger (1817-1903) handeln, die mit Benjamin  Gundelfinger (1818-1904) verheiratet war; beide stammten aus Michelbach a.d.Lücke und lebten eventuell um 1880 in Crailsheim. Die Karte wurde nach Heilbronn an J. Prager geschickt, Inhaber eines Tuch- und Modewarengeschäftes (siehe Anzeige links). 

     
Karte des Lazarus Haenlein Goldstein 
nach Berlin (1894)
    
Crailsheim Dok 275.jpg (180396 Byte) Crailsheim Dok 275a.jpg (187188 Byte)

Der Absender ist Lazarus Haenlein Goldstein (geb. 18. Juni 1855 in Goldbach): ab 1863 wohnhaft in Crailsheim; 1878 Eröffnung eines eigenen Geschäftes ( Hemdengeschäft verbunden mit Weißwaren), zuerst im Gasthaus zum Löwen. Am 1. Juni 1880 Eröffnung eines neuen Ladens in der Schulstraße und Erweiterung seines Warensortiments; am 7. April 1886 Heirat mit Auguste geb. Wertheimer in Öhringen; am 2. Oktober 1886 Verleihung des Crailsheimer Bürgerrechts; am 15. Dezember 1886 stirbt seine Frau Auguste bei der Geburt des Sohns Willy; 1888 Erwerb eines Hauses (zuerst nur eine Hälfte) in der Lange Straße 27 und erneuter Umzug des Geschäftes dahin. Am 18. Juni 1906 zweite Heirat mit Julie Kohn (gest. 1926, siehe Bericht oben). Am 4. März 1930 Tod seines Sohnes Willy. Noch im selben Jahr überschreibt er das Geschäft an seine beiden Enkel und übergibt den Laden der Schwiegertochter. 20. August 1942 - Transport ins Sammellager nach Stuttgart; zwei Tage später Transport nach Theresienstadt. 10. September 1942 - Tod in Theresienstadt.
(Informationen aus der Publikation von Simon Eberle und Christian Meiser: "Lazarus Haenlein Goldstein. Das Leben eines Crailsheimer Juden"; Diese Publikation ist online zugänglich). 

     
 Postkarte an die Eisenhandlung Leopold Lämmle (Bretten), 
zur Zeit bei J. Grünsfelder in Crailsheim (1897)
  
 Crailsheim Dok Gruensfelder 010.jpg (183817 Byte)  Crailsheim Dok Gruensfelder 010a.jpg (144240 Byte)

Die obige Postkarte war ursprünglich nach Bretten adressiert, um dann als Nachsendung in Crailsheim anzukommen (versandt am 27. August 1897). Empfänger war Leopold Lämmle, der in Bretten eine Eisenhandlung betrieb, sich seinerzeit aber in Crailsheim bei J. Grünsfelder (Crailsheim, Seiler Straße) aufhielt. Dabei handelt es sich um Jakob Grünsfelder. Der Handelsmann Jakob Grünsfelder wurde am 29. Juli 1847 in Michelbach an der Lücke geboren und war verheiratet mit Sidonie (Cilly) Grünsfelder geb. Stern, Grab auf jüdischem Friedhof Crailsheim), geboren am 6. November 1850 gleichfalls in Michelbach an der Lücke. Das Ehepaar heiratete am 19. August 1872 in Braunsbach und hatte drei Kinder - Rosa Grünsfelder (geb. 2. Mai 1874), David Grünsfelder (geb. 1. Juli 1875) und Max Grünsfelder (geb. 22. Juli 1876). 
In Bretten gab es das Eisen- und Maschinengeschäft M. A. Laemle (vgl. Bretten, Textseite, interner Link).  
Text auf der Rückseite: "Loffenau, den 27. August 1897. Geehrter Herr Lämle. Theile Ihnen mit, daß ich unmöglich am 29. August nicht kommen kann. Indem daß ich krank nach Hause gekommen bin werde ich gleich keine Stelle annehmen, denn ich muß wenigstens einige Woche zu Hause bleiben und mich wieder erholen. Es grüßt Sie ergebenst - Maril Adam."   

      
Ansichtskarten Crailsheim: Lange Straße mit der 
Eisen & Spezerei-Waren-Handlung von Josua B. Stein (1901/1908)
   
Crailsheim Dok 2017050.jpg (296582 Byte)  Crailsheim Dok 2017050a.jpg (127319 Byte)   Crailsheim Dok 2017050b.jpg (115165 Byte) 
     
   Crailsheim Dok 052017.jpg (448564 Byte) Crailsheim Dok 052017a.jpg (245025 Byte) 

Die Ansichtskarten - oben eine historische Metz-Aufnahme aus dem Jahr 1901, Verlag Gebr. Metz, Tübingen, unten eine Karte von Reinicke & Rubin in Magdeburg (versandt von Crailsheim nach Sichertshausen am 21.1.1908) - zeigen die Lange Straße in Crailsheim im Jahr 1901 mit der Eisen & Spezerei-Waren-Handlung von J. B. Stein. 
Josua B. Stein (geb. 29. Mai 1844 in Crailsheim als Sohn von Bär Stein aus Ingersheim und seiner Frau Rike geb. Angerer aus Fürth; gest. 28. September ebd.) war verheiratet mit Karoline geb. Mezger (geb. 4. Februar 1849 in Goldbach). Das Ehepaar hatte acht Kinder: Natalie Nanette, Berthold, David, Sidonie, Albert, Adolf, Ricke und Mina. Josua Stein war der Gründer der Firma J. B. Stein. 1928 gliederte J. B. Stein seinem Unternehmen (Maschinenfabrik) eine Autowerkstätte an. 1927 feierte die Eisenhandlung J. B. Stein ihr 60-jähriges Betriebsjubiläum. Aus dieser Firma gingen die Firmen Brüder Stein in der Langestrasse, Maschinenfabrik J. Berthold Stein und Albert Stein, Wilhelmstrasse hervor. Über 20 Jahre war Josua Stein Mitglied des Vorsteheramtes der israelitischen Gemeinde. Viele Jahre war er auch als Gemeinderat der Stadt Crailsheim aktiv. Auch als Vorsitzender des Aufsichtsrates der der Gewerbe- und Landwirtschaftsbank und als langjähriger ständiger Schöffe beim Amtsgericht brachte er sich zum Gemeinwohl der Stadt Crailsheim ein. Am 29. Mai 1929 feierte der Seniorchef der Eisenfirma Josua Stein seinen 85. Geburtstag bei bester Gesundheit. Josua Stein wurde zum Ende des jüdischen Jahres 5692 (1932) zu Grabe getragen. 
Berthold Stein feierte am 26. April 1931 seinen 60. Geburtstag und konnte dabei schon auf eine 20-jährige Arbeit im Israelitischen Vorsteheramt zurückblicken. 1924 bis 1929 gehörte Berthold Stein auch der Israelitischen Landesversammlung an. Berthold Stein starb am 28. Juni 1938 an den Folgen der ihm im KZ Dachau zugefügten schweren Misshandlungen. An sein Schicksal erinnert ein Stolperstein.
David Stein wurde am 22. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und am 26. September weiter ins Vernichtungslager Treblinka, wo er ermordet wurde. An David Stein und seine Tochter Mina erinnern Stolpersteine in der Kapellengasse 6.
Natalie Nanette Israel geb. Stein wurde im September 1942 im Vernichtungslager Treblinka ermordet, Adolf Stein wurde im Juli 1942 im KZ Auschwitz ermordet.
Quellen (außer den Texten auf dieser Seite (siehe Presseartikel aus jüdischen Periodika oben): http://www.crailsheim-zeitgeschichte.de/1924-1/ 
http://www.stadtarchiv-crailsheim.de/fileadmin/images/web/stadtarchiv/projekte/stolpersteine/Broschuere_2_Stolpersteine_2014-05_web.pdf 
http://www.stadtarchiv-crailsheim.de/fileadmin/images/web/stadtarchiv/projekte/opferbuch/Stein_David__1_.pdf 
http://www.swp.de/crailsheim/lokales/crailsheim/100-jahre-erster-weltkrieg-_8_-antisemiten-hetzen-gegen-juedische-buerger-10558554.html  
https://www.geni.com/people/Josua-Stein/6000000027404054289     

     
Ansichtskarte Crailsheim: Lange Straße mit dem 
Geschäft von Lazarus Haenlein Goldstein und dem 
Eisengeschäft von Josua B. Stein (ca. 1915)
    
Crailsheim PK 17010.jpg (212857 Byte) Crailsheim PK 17010a.jpg (280636 Byte)

Die Ansichtskarte mit der Langen Straße in Crailsheim zeigt rechts das Modewaren-, Weißwaren- und Aussteuergeschäft von Lazarus Haenlein Goldstein (ca. 1915; Angaben zu seiner Person und Familie siehe oben). Gleichfalls zu sehen ist rechts davon das Eisen-Geschäft von Josua B. Stein (weitere Informationen siehe oben zu Karte von 1901).  

     

    

    

    

    

    

    

    

    

    

 

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Stand: 11. Mai 2017