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Jahrestagungen von Alemannia Judaica Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (Frühere und bestehende) Synagogen Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region Bestehende jüdische Gemeinden in der Region
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Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde In dem bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zur
Markgrafschaft Ansbach gehörenden Goldbach bestand eine jüdische Gemeinde bis
1873. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 16./17. Jahrhundert zurück. 1594
wird erstmals ein Jude am Ort genannt (Jud Daniel), der vier Jahre später in Crailsheim
aufgenommen wurde. Die Zahl der erlaubten jüdischen Haushalte scheint zunächst
auf vier, dann auf sechs begrenzt gewesen zu sein. Erst Mitte des 18.
Jahrhunderts waren es acht jüdische Haushaltungen. Die höchste Zahl jüdischer
Einwohner wurde um 1858 mit 113 Personen erreicht. In den folgenden Jahren ging
die Zahl durch Abwanderung in die Städte schnell zurück. 1886 wurden nur noch
vier jüdische Personen gezählt. Zur Geschichte des Betsaales / der Synagoge Auf Grund der geringen Zahl der jüdischen
Einwohner war noch im 17. Jahrhundert nicht an die Einrichtung eines Betsaales
zu denken. 1748 kaufte die Judenschaft des Ortes jedoch das halbe Haus
des 1748 nach Lehrberg gezogenen Joseph Samuel für 60 Gulden, um es zu einer
"Judenschule" umzubauen. Es war aber als Synagoge nicht geeignet. So
tauschte man das Haus gegen den anstoßenden Garten, der dem Juden Marx gehörte.
Dieser erhielt zusätzlich zum Haus einen Betrag von 20 Gulden. Nun besaß die
Gemeinde ein passendes Grundstück und konnte noch im selben Jahr eine kleine
Synagoge erbauen. Für die Erlaubnis, Gottesdienst zu feiern, war eine jährliche
Konzessionsabgabe von 45 Kreuzern zu entrichten. Einige Jahre später baute man
eine Schullehrerwohnung zur Synagoge dazu. Im Synagogengebäude befand sich auch
ein Backofen zur Herstellung der Mazzen (1815 genannt). Die Goldbacher Synagoge ist bereits um 1860 geschlossen worden, nachdem die Goldbacher Gemeinde mit der Crailsheimer verbunden wurde. 1862 bemühten sich die Goldbacher Juden zwar nochmals darum, eine Erlaubnis für eigene Gottesdienste am Ort zu bekommen, sie wurde jedoch nicht erteilt. Nach Auflösung der jüdischen Gemeinde 1873/74 (es gab es damals nur noch wenige jüdische Einwohner) wurde das Synagogengebäude verkauft und zu einem bis heute erhaltenen Wohnhaus umgebaut (Goldbacher Hauptstraße 110, ohne den Teil mit erhöhtem Giebel).
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