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zu den Synagogen in
Baden-Württemberg
Esslingen (Kreisstadt)
Jüdische Geschichte / Betsaal / Synagoge
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Oben: das Programm zur Ausstellung - Vorträge
(bitte anklicken) |
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In der ehemaligen freien Reichsstadt Esslingen bestand eine jüdische Gemeinde zunächst im
Mittelalter. Erstmals wird 1241/42 eine jüdische Gemeinde genannt, die in der
Judenverfolgung während der Pestzeit 1348 vernichtet wurde. In der zweiten Hälfte
des 14 Jahrhunderts entstand wiederum eine Gemeinde, doch verließen nach dem Städtekrieg
um 1455 die meisten Juden die Stadt auf Grund der schlechten Wirtschaftslage.
Eine dritte Gemeinde war im 16. Jahrhundert von 1530 bis zur Ausweisung der
Juden 1544.
1806 wurden mehrere jüdische Familien aus Wankheim in der
Stadt aufgenommen, zu denen bald weitere dazukamen.
Die höchste Zahl jüdischer Einwohner wurde um 1880 mit 164 Personen erreicht
(1900 133, 1910 163).
Neben der jüdischen
Gemeinde der Stadt waren in den folgenden Jahrzehnten für das jüdische Leben
in der Stadt von großer Bedeutung: die Ausbildung jüdischer Lehrer am Lehrerseminar der
Stadt (seit 1819) sowie das Israelitische Waisenhaus Wilhelmspflege (1841 bis
1939).
Die jüdische Gemeinde gehörte seit 1832 zum Bezirksrabbinat Stuttgart. Jüdische Unternehmer leisteten wichtige Beiträge im
Zusammenhang mit der Industrialisierung der Stadt. Bis Anfang der 1930er-Jahre
gehörten mehrere Geschäfte, Handlungen und Industrieunternehmen jüdischen
Familien.
Auf Grund der Judenverfolgungen und -ermordungen in der
NS-Zeit kamen von den 1933 in Esslingen wohnhaften 142 jüdischen Personen
mindestens 38 ums Leben, nicht eingerechnet die nach 1933 noch im Waisenhaus
zugezogenen Kinder, von denen gleichfalls viele ermordet wurden.
Nach
1945 sind nur wenige Familien auf längere Zeit wieder zugezogen. Erst seit den
1990er-Jahren ist ein größerer Zuzug durch Personen aus den GUS-Ländern
festzustellen, doch kam es bislang nicht zur Gründung einer neuen jüdischen
Gemeinde. Zur Zeit (2004) leben in Esslingen und der unmittelbaren Umgebung etwa
250 jüdische Personen, die zur Israelitischen Religionsgemeinschaft in
Stuttgart gehören.
Zur Geschichte der Synagogen
Mittelalter.
Im Mittelalter lebten die jüdischen Familien während der Zeit der ersten
Gemeinde nicht isoliert in einem Wohnviertel, sondern in der ganzen Stadt,
teilweise in Steinhäusern oder sonst in bevorzugter Lage, zum Beispiel in der
Pliensau.
Von den Synagogen der mittelalterlichen Gemeinden
weiß man nur wenig. Erstmals wird 1268 eine Synagoge genannt, die ihren
Standort zwischen dem heutigen Hafenmarkt und der Strohstraße hatte. Sie teilte
das Schicksal der jüdischen Familien bei der Verfolgung in der Mitte des 14.
Jahrhunderts: Als es während der Pestzeit auch in Esslingen zu Ausschreitungen
gegen Juden kam, flohen diese am 27. Dezember 1348 in ihre Synagoge und
kamen in den Flammen des angezündeten Gotteshauses ums Leben. Als in der
zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wiederum eine jüdische Gemeinde entstand,
konnte eine neue Synagoge auf einem Platz hinter dem Gebäude Ritterstraße 5
erbaut oder eingerichtet werden. Auch von diesem Gebäude ist nichts erhalten.
Die dritte jüdische Gemeinde, die von 1530 bis 1542 in Esslingen bestand, wird
gleichfalls einen Betsaal eingerichtet haben, vermutlich in einem der Gebäude
im Bereich der heutigen "Schmalen Gasse", die bis 1937 in Erinnerung an diese
Episode jüdischer Geschichte in Esslingen "Judengasse" hieß.
19./20. Jahrhundert. Bald nach der Aufnahme jüdischer
Familien 1806 in Esslingen konnte sich die neu entstehende Gemeinde ihre
Einrichtungen geschaffen. In dem im August 1806 geschriebenen Schutzbrief war
auch die "Errichtung einer Schule zum Privatgottesdienst" durch die jüdischen
Familien vorgesehen. Vermutlich schon im kommenden Jahr (1807) oder wenig später
wurde ein Raum für Gottesdienste in einem der jüdischen Häuser gemietet. Es
ist jedoch nicht bekannt, bei wem und wo sich dieser Raum befand.
Handwerker-Rechnungen aus den Jahren 1809 bis 1813 geben Informationen zur
Einrichtung dieses ersten Betsaales. So ist in einer Schreiner-Rechnung von 1809
von einem "Gitter" die Rede. Vermutlich handelte es sich um ein hölzernes
Gitter zur Abtrennung eines Frauenabteils im Betsaal. In einer
Schreiner-Rechnung vom März 1813 werden "2 Ständerlin" genannt, woraus man
schließen kann, dass es im ersten Betsaal der Esslinger Gemeinde im 19.
Jahrhundert traditionell noch keine festen Bänke, sondern die auch sonst
verbreiteten, beweglichen Stehpulte gab.
1818 wurde der israelitischen Gemeinde ihr bisheriger
Betsaal gekündigt, was sie zunächst in große Bedrängnis brachte. Glücklicherweise
konnte man Anfang 1819 ein zweistockiges mittelalterliches Gebäude im
Heppächer erwerben, das ehemalige Zunfthaus der Schneider. Der Umbau dieses
Hauses zu einem jüdischen Gemeindezentrum mit Betsaal, Unterrichtsraum,
Vorbeterwohnung wurde bis September 1819 abgeschlossen. Viele Jahre lang hatte
die Gemeinde die Schulden für diesen – ihre finanziellen Möglichkeiten fast
übersteigenden - Hauserwerb abzuzahlen. Doch hat sich der Betsaal in diesem Gebäude
bewährt: fast 120 Jahre wurden in ihm die Gottesdienste der Gemeinde gefeiert.
Immer wieder erhielt die Synagoge auch Spenden zur Innenausstattung. 1860 wurde
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" berichtet, dass der christliche
Metalldreher Jacob Schweizer der israelitischen Gemeinde "zwei sehr hübsche Gefäße,
eine Kanne und einen Becher" geschenkt habe. 1863 wurde in der Esslinger
Synagoge die Stuttgarter Liturgie mit deutschem Gebet, Choralgesang und
Harmoniumbegleitung eingeführt.
Bericht von 1863 - die "Stuttgarter Liturgie"
wird eingeführt
Artikel
in "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 27. Januar 1863:
"Auch in Esslingen und Ludwigsburg ist die Stuttgarter Liturgie
eingeführt worden, die aber in den größeren Gemeinden das Landes noch
nicht zur Geltung gekommen ist." |
1889/90 wurde eine umfassende Renovierung des Gebäudes
vorgenommen. Unter anderem musste das Dach neu gedeckt werden. Der Betsaal im
ersten Stock erhielt eine völlig neue Einrichtung und Bestuhlung. Dabei wurde
im Gegensatz zu früher den Kindern aus der Gemeinde und dem Waisenhaus der
Platz in der Mitte und nicht mehr am Rande mit je 25 Sitzgelegenheiten für Mädchen
und Knaben zugewiesen. Für die Erwachsenen wurden jeweils 30 Platze für Männer
und Frauen geschaffen. Eine große Spendenaktion in der Gemeinde ermöglichte
die Neuanschaffung des Schmucks der Torarollen und anderer Gegenstände.
In dem 1913 fertig gestellten Neubau des
Israelitischen Waisenhauses Wilhelmspflege in der Mülbergerstraße 146
stand für die Andachten, Gottesdienste und Feiern ein würdig eingerichteter
Betsaal zur Verfügung. In ihm befanden sich ein Toraschrein mit drei
Tora-Rollen und vom Vorbeterpult bis zum Ewigen Licht alle in einer Synagoge
gebräuchlichen Einrichtungsgegenstände. Jungen und Mädchen saßen auf Bänken
voneinander getrennt. Für die musikalische Gestaltung der Andachten und
Gottesdienste war ein Harmonium vorhanden. An den Wänden hingen große
vierspaltige Pergamenttafeln in Ebenholzrahmen, auf denen die Namen aller, die für
die Erhaltung des Hauses gespendet hatten, verzeichnet waren. Gleichfalls fanden
sich auf einer weiteren Tafel die Namen der Spender, für die zur "Jahrzeit" das
Trauergebet gesprochen wurde.
Beim Novemberpogrom 1938 fand am Mittag des 10.
November 1938 eine von der NSDAP Esslingen initiierte Kundgebung "gegen die
Juden" statt. Ein Großteil der mehreren hundert Kundgebungsteilnehmer ist im
Anschluss an die Versammlung vom Marktplatz zur Synagoge im Heppächer und zum jüdischen
Waisenhaus oberhalb der Burg gezogen, um beide Gebäude aufs schlimmste zu
demolieren, zu plündern und zahlreiche Einrichtungsgegenstände sowie Bücher,
Dokumente, Kultgegenstände u.a.m. zu verbrennen. Schreckliche Szenen spielten
sich vor allem beim Waisenhaus ab, wo die anwesenden Kinder bedroht und ihre
Lehrer teilweise bewusstlos geschlagen wurden. Beendet wurden die Aktionen auf
Grund des Auftretens des Kreisleiters Eugen Hund, der sich gegenüber der
Demolierung der Synagoge und des Waisenhauses ablehnend verhielt. Er wurde beim
Synagogenprozess vor dem Landgericht Stuttgart 1951 auf Grund seines Verhaltens
bei diesen Ereignissen freigesprochen.
Nach Kriegsende konfiszierte amerikanisches Militär
das Synagogengebäude im Heppächer, das seit 1941 als Heim der Hitlerjugend
gedient hatte, und richtete darin von Juli 1945 bis April 1946 erneut
eine Synagoge ein. In den folgenden Jahren wurde das Gebäude
insbesondere zu Wohnzwecken und als Kindertagesstätte genutzt. 1949 bis 1986
war es Haus des Kreisjugendringes Esslingen beziehungsweise "Jugendhaus
Stadtmitte". Seitdem befindet sich eine private Galerie ("Galerie
im Heppächer") in diesem Gebäude. Mehrere Gedenk- und Hinweistafeln sind
angebracht.
Fotos
Erinnerung an die mittelalterliche Synagoge
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In dem um 1290 geschriebenen
"Esslinger Machsor" findet sich zu einem Gebetstext zum ersten
Tag des Passahfestes die Zeichnung eines Gebäudes, das eine
mittelalterliche Synagoge zeigen könnte |
Die Synagoge im
Heppächer 1819-1938
Historisches Foto:
(Quelle: Jüdische Gotteshäuser und Friedhöfe in
Württemberg. 1932 S. 73)
Fotos nach 1945/Gegenwart:
Fotos Dezember 1983:
Die ehemalige Synagoge dient als Jugendhaus Stadtmitte |
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Blick von der Straße
Im Heppächer |
Von der Zeit des Gebäudes als
Synagoge ist noch die Eingangstür von 1889 erhalten. |
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| Die hölzerne Gedenktafel ist
bereits 1945 oder wenig später angebracht worden |
"Disco" in der
ehemaligen Synagoge |
Tafeln am Eingang |
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Fotos 2003:
(Fotos: Hahn; Aufnahmedatum 12.8.2003) |
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Blick von der Straße
Im Heppächer |
Seitenansicht des Gebäudes |
Die hölzerne Gedenktafel
wurde 2003 auch rot gestrichen |
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| Blick zum Giebel. Im ersten
Stock war der Betsaal |
Eingangsbereich |
Hinweistafeln |
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| Fotos rechts: Aufnahmedatum
11.11.2003 |
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Im ehemaligen
Betsaal im 1. Stock, an den keine Spuren mehr erinnern. |
Die Betsäle im Waisenhaus "Wilhelmspflege"
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| Im Alten Waisenhaus in der
Entengrabenstraße befand sich seit dem Umbau 1880/81 ein separater
Betsaal, der teilweise auch von der Stadtgemeinde genutzt wurde |
Im neuen Waisenhaus oberhalb
der Burg (fertiggestellt 1913) befand sich gleichfalls ein Betsaal, der
1938 verwüstet wurde |
Plan des neuen Waisenhauses - Erdgeschoss
- mit Eintragung des Betraumes |
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Das ehemalige
alte Waisenhaus - neuere Fotos
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 27.9.2003) |
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Hinweistafel |
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| Blick von der
Entengrabenstraße |
Blick auf das
ehemalige alte Waisenhaus von Süden/Südosten; auf der großen Terrasse
des Anbaus stand einst zum Laubhüttenfest die Sukka (Laubhütte) der
Waisenhausbewohner |
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Das ehemalige neue Waisenhaus
(Theodor-Rothschild-Haus) - neuere Fotos
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 11.11.2003) |
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Hinweistafel |
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| Blick von der Esslinger Burg
zum ehemaligen Waisenhaus |
Hinweistafel auf die
(jüdischen) Architekten aus Stuttgart: Oskar Bloch und Ernst Guggenheimer |
Erinnerungstafel an die
Hausmutter Wilhelmine (Ina) Rothschild geb. Herzfeld |
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| Blick von der Gartenseite auf
die Südseite - der Vorbau markiert den Speisesaal |
Blick von der Ostseite - der
Vorbau (hinter dem Container) markiert den Standort des Betsaales |
Früherer Haupteingang zum
Waisenhaus |
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Symbol des sich aufopfernden
Pelikans über dem Haupteingang |
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Erinnerungsarbeit
vor Ort - einige Mitteilungen und Berichte
| rechts: Programm: Veranstaltungen
in Esslingen zum Gedenken "70 Jahre 9. November 1938" |
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Das Programm des Vereins
"Freunde jüdischer Kultur Esslingen e.V. September 2008 bis Februar
2009": bitte
anklicken Website des
Vereins
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
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Eberhard Kögel: Habt
ihr scho gedeild? Erinnerungen an den jüdischen Viehhandel in Esslingen.
Hg. von Denk-Zeichen e.V. Esslingen. Verlag Medien und Dialog Haigerloch
2006.
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 | Paul Sauer: Die jüdischen Gemeinden in Württemberg und
Hohenzollern. 1966. S. 73-78. |
 | Germania Judaica III,1 S. 334ff. |
 | Joachim Hahn: Jüdisches Leben in Esslingen. Geschichte, Quellen
und Dokumentation. (Esslinger Studien. Schriftenreihe Band 14). Sigmaringen
1994 (mit weiterer bis dahin erschienener Literatur). |
 | "Tröstet Euch, uns geht es gut". Theodor Rothschild. Ein
jüdischer Pädagoge zwischen Achtung und Ächtung. (Hg. Kulturreferat der
Stadt Esslingen und Stadtmuseum Esslingen). Plochingen 1998. |
 | Thomas Schild: Jüdisches Esslingen. Einladung zu einem Rundgang.
Verlag Medien und Dialog Haigerloch
2003.
dazu Artikel in der Esslinger
Zeitung vom 2.9.2003 mit Foto
(jeweils anklicken)
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Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Esslingen Wuerttemberg.
Jews settled in the early 13th century and within 50 years constituted perhaps
the largest Jewish community in Wuerttemberg. Most were burned alive in the
synagogue during the Black Death persecutions of 1348-49 and few Jews lived
there until the community was reestablished in 1806 under the protection of King
Frederick. A synagogue was built in 1817 and a Jewish school opened in 1828. The
Jews never constituted more than 1 % of the general population, with a peak of
166 in 1880. They were active in the town's important glove industry and for the
most part belonged to the middle class. The persecution of the Nazi era led most
of Esslingen's Jews (142 in 1933) to emigrate, mainly to the United States,
England and Palestine. The community was best known for the Jewish orphanage
operating there with its educational facilities from 1842. Its importance grew
in the Nazi era, as it also served as a training center for young people
preparing to emigrate and as a teacher's seminar. Of the 78 children under its
care in 1938, ten are known to habe been deported to Auschwitz in August 1942.

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