Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Esslingen (Kreisstadt) 
Jüdische Geschichte /  Betsaal / Synagoge

Es bestehen:

eine weitere Seite mit Texten zur jüdischen Geschichte in Esslingen 

eine weitere Seite mit Texten zur Geschichte des Waisenhauses "Wilhelmspflege" in Esslingen 
eine Seite zum alten jüdischen Friedhof in Esslingen  
eine Seite zum neuen jüdischen Friedhof in Esslingen 

     
Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen 
Erinnerungsarbeit vor Ort - einige Mitteilungen und Berichte 
Links und Literatur   

    

Hinweis auf eine aktuelle Ausstellung mit Veranstaltungen Januar / Februar 2010:   

Esslingen Galerie 2010.jpg (120436 Byte) 
Oben: das Programm zur Ausstellung - Vorträge 
(bitte anklicken)

   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)

In der ehemaligen freien Reichsstadt Esslingen bestand eine jüdische Gemeinde zunächst im Mittelalter. Erstmals wird 1241/42 eine jüdische Gemeinde genannt, die in der Judenverfolgung während der Pestzeit 1348 vernichtet wurde. In der zweiten Hälfte des 14 Jahrhunderts entstand wiederum eine Gemeinde, doch verließen nach dem Städtekrieg um 1455 die meisten Juden die Stadt auf Grund der schlechten Wirtschaftslage. Eine dritte Gemeinde war im 16. Jahrhundert von 1530 bis zur Ausweisung der Juden 1544. 
   
1806 wurden mehrere jüdische Familien aus Wankheim in der Stadt aufgenommen, zu denen bald weitere dazukamen. Die höchste Zahl jüdischer Einwohner wurde um 1880 mit 164 Personen erreicht (1900 133, 1910 163). 
  
Neben der jüdischen Gemeinde der Stadt waren in den folgenden Jahrzehnten für das jüdische Leben in der Stadt von großer Bedeutung: die Ausbildung jüdischer Lehrer am Lehrerseminar der Stadt (seit 1819) sowie das Israelitische Waisenhaus Wilhelmspflege (1841 bis 1939). 
   
Die jüdische Gemeinde gehörte seit 1832 zum Bezirksrabbinat Stuttgart. Jüdische Unternehmer leisteten wichtige Beiträge im Zusammenhang mit der Industrialisierung der Stadt. Bis Anfang der 1930er-Jahre gehörten mehrere Geschäfte, Handlungen und Industrieunternehmen jüdischen Familien.    
   
Auf Grund der Judenverfolgungen und -ermordungen in der NS-Zeit kamen von den 1933 in Esslingen wohnhaften 142 jüdischen Personen mindestens 38 ums Leben, nicht eingerechnet die nach 1933 noch im Waisenhaus zugezogenen Kinder, von denen gleichfalls viele ermordet wurden.   
   

Nach 1945 sind nur wenige Familien auf längere Zeit wieder zugezogen. Erst seit den 1990er-Jahren ist ein größerer Zuzug durch Personen aus den GUS-Ländern festzustellen, doch kam es bislang nicht zur Gründung einer neuen jüdischen Gemeinde. Zur Zeit (2004) leben in Esslingen und der unmittelbaren Umgebung etwa 250 jüdische Personen, die zur Israelitischen Religionsgemeinschaft in Stuttgart gehören.
    
    

Zur Geschichte der Synagogen 

Mittelalter. Im Mittelalter lebten die jüdischen Familien während der Zeit der ersten Gemeinde nicht isoliert in einem Wohnviertel, sondern in der ganzen Stadt, teilweise in Steinhäusern oder sonst in bevorzugter Lage, zum Beispiel in der Pliensau.   
      
Von den Synagogen der mittelalterlichen Gemeinden weiß man nur wenig. Erstmals wird 1268 eine Synagoge genannt, die ihren Standort zwischen dem heutigen Hafenmarkt und der Strohstraße hatte. Sie teilte das Schicksal der jüdischen Familien bei der Verfolgung in der Mitte des 14. Jahrhunderts: Als es während der Pestzeit auch in Esslingen zu Ausschreitungen gegen Juden kam, flohen diese am 27. Dezember 1348 in ihre Synagoge und kamen in den Flammen des angezündeten Gotteshauses ums Leben. Als in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wiederum eine jüdische Gemeinde entstand, konnte eine neue Synagoge auf einem Platz hinter dem Gebäude Ritterstraße 5 erbaut oder eingerichtet werden. Auch von diesem Gebäude ist nichts erhalten. Die dritte jüdische Gemeinde, die von 1530 bis 1542 in Esslingen bestand, wird gleichfalls einen Betsaal eingerichtet haben, vermutlich in einem der Gebäude im Bereich der heutigen "Schmalen Gasse", die bis 1937 in Erinnerung an diese Episode jüdischer Geschichte in Esslingen "Judengasse" hieß.    
       
19./20. Jahrhundert. Bald nach der Aufnahme jüdischer Familien 1806 in Esslingen konnte sich die neu entstehende Gemeinde ihre Einrichtungen geschaffen. In dem im August 1806 geschriebenen Schutzbrief war auch die "Errichtung einer Schule zum Privatgottesdienst" durch die jüdischen Familien vorgesehen. Vermutlich schon im kommenden Jahr (1807) oder wenig später wurde ein Raum für Gottesdienste in einem der jüdischen Häuser gemietet. Es ist jedoch nicht bekannt, bei wem und wo sich dieser Raum befand. Handwerker-Rechnungen aus den Jahren 1809 bis 1813 geben Informationen zur Einrichtung dieses ersten Betsaales. So ist in einer Schreiner-Rechnung von 1809 von einem "Gitter" die Rede. Vermutlich handelte es sich um ein hölzernes Gitter zur Abtrennung eines Frauenabteils im Betsaal. In einer Schreiner-Rechnung vom März 1813 werden "2 Ständerlin" genannt, woraus man schließen kann, dass es im ersten Betsaal der Esslinger Gemeinde im 19. Jahrhundert traditionell noch keine festen Bänke, sondern die auch sonst verbreiteten, beweglichen Stehpulte gab. 
       
1818 wurde der israelitischen Gemeinde ihr bisheriger Betsaal gekündigt, was sie zunächst in große Bedrängnis brachte. Glücklicherweise konnte man Anfang 1819 ein zweistockiges mittelalterliches Gebäude im Heppächer erwerben, das ehemalige Zunfthaus der Schneider. Der Umbau dieses Hauses zu einem jüdischen Gemeindezentrum mit Betsaal, Unterrichtsraum, Vorbeterwohnung wurde bis September 1819 abgeschlossen. Viele Jahre lang hatte die Gemeinde die Schulden für diesen – ihre finanziellen Möglichkeiten fast übersteigenden - Hauserwerb abzuzahlen. Doch hat sich der Betsaal in diesem Gebäude bewährt: fast 120 Jahre wurden in ihm die Gottesdienste der Gemeinde gefeiert. Immer wieder erhielt die Synagoge auch Spenden zur Innenausstattung. 1860 wurde in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" berichtet, dass der christliche Metalldreher Jacob Schweizer der israelitischen Gemeinde "zwei sehr hübsche Gefäße, eine Kanne und einen Becher" geschenkt habe. 1863 wurde in der Esslinger Synagoge die Stuttgarter Liturgie mit deutschem Gebet, Choralgesang und Harmoniumbegleitung eingeführt. 

Bericht von 1863 - die "Stuttgarter Liturgie" wird eingeführt 

Esslingen AZJ 27011863.jpg (31444 Byte)Artikel in "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 27. Januar 1863: "Auch in Esslingen und Ludwigsburg ist die Stuttgarter Liturgie eingeführt worden, die aber in den größeren Gemeinden das Landes noch nicht zur Geltung gekommen ist."   

1889/90 wurde eine umfassende Renovierung des Gebäudes vorgenommen. Unter anderem musste das Dach neu gedeckt werden. Der Betsaal im ersten Stock erhielt eine völlig neue Einrichtung und Bestuhlung. Dabei wurde im Gegensatz zu früher den Kindern aus der Gemeinde und dem Waisenhaus der Platz in der Mitte und nicht mehr am Rande mit je 25 Sitzgelegenheiten für Mädchen und Knaben zugewiesen. Für die Erwachsenen wurden jeweils 30 Platze für Männer und Frauen geschaffen. Eine große Spendenaktion in der Gemeinde ermöglichte die Neuanschaffung des Schmucks der Torarollen und anderer Gegenstände.   
      

In dem 1913 fertig gestellten Neubau des Israelitischen Waisenhauses Wilhelmspflege in der Mülbergerstraße 146 stand für die Andachten, Gottesdienste und Feiern ein würdig eingerichteter Betsaal zur Verfügung. In ihm befanden sich ein Toraschrein mit drei Tora-Rollen und vom Vorbeterpult bis zum Ewigen Licht alle in einer Synagoge gebräuchlichen Einrichtungsgegenstände. Jungen und Mädchen saßen auf Bänken voneinander getrennt. Für die musikalische Gestaltung der Andachten und Gottesdienste war ein Harmonium vorhanden. An den Wänden hingen große vierspaltige Pergamenttafeln in Ebenholzrahmen, auf denen die Namen aller, die für die Erhaltung des Hauses gespendet hatten, verzeichnet waren. Gleichfalls fanden sich auf einer weiteren Tafel die Namen der Spender, für die zur "Jahrzeit" das Trauergebet gesprochen wurde. 

Beim Novemberpogrom 1938 fand am Mittag des 10. November 1938 eine von der NSDAP Esslingen initiierte Kundgebung "gegen die Juden" statt. Ein Großteil der mehreren hundert Kundgebungsteilnehmer ist im Anschluss an die Versammlung vom Marktplatz zur Synagoge im Heppächer und zum jüdischen Waisenhaus oberhalb der Burg gezogen, um beide Gebäude aufs schlimmste zu demolieren, zu plündern und zahlreiche Einrichtungsgegenstände sowie Bücher, Dokumente, Kultgegenstände u.a.m. zu verbrennen. Schreckliche Szenen spielten sich vor allem beim Waisenhaus ab, wo die anwesenden Kinder bedroht und ihre Lehrer teilweise bewusstlos geschlagen wurden. Beendet wurden die Aktionen auf Grund des Auftretens des Kreisleiters Eugen Hund, der sich gegenüber der Demolierung der Synagoge und des Waisenhauses ablehnend verhielt. Er wurde beim Synagogenprozess vor dem Landgericht Stuttgart 1951 auf Grund seines Verhaltens bei diesen Ereignissen freigesprochen. 

Nach Kriegsende konfiszierte amerikanisches Militär das Synagogengebäude im Heppächer, das seit 1941 als Heim der Hitlerjugend gedient hatte, und richtete darin von Juli 1945 bis April 1946 erneut eine Synagoge ein. In den folgenden Jahren wurde das Gebäude insbesondere zu Wohnzwecken und als Kindertagesstätte genutzt. 1949 bis 1986 war es Haus des Kreisjugendringes Esslingen beziehungsweise "Jugendhaus Stadtmitte". Seitdem befindet sich eine private Galerie ("Galerie im Heppächer") in diesem Gebäude. Mehrere Gedenk- und Hinweistafeln sind angebracht.   
      


Fotos 
Erinnerung an die mittelalterliche Synagoge 

Esslingen Machsor 01.jpg (42389 Byte) In dem um 1290 geschriebenen "Esslinger Machsor" findet sich zu einem Gebetstext zum ersten Tag des Passahfestes die Zeichnung eines Gebäudes, das eine mittelalterliche Synagoge zeigen könnte


Die Synagoge im Heppächer 1819-1938
Historisches Foto: 
(Quelle: Jüdische Gotteshäuser und Friedhöfe in Württemberg. 1932 S. 73)

Esslingen Synagoge 001.jpg (88025 Byte)

Esslingen Betsaal 02.jpg (51588 Byte) Esslingen Betsaal 01.jpg (85114 Byte)
Das jüdische Gemeindezentrum in Esslingen 1819-1938 mit der Synagoge (Betsaal) im 1. Stock Plan des Betsaales im 1. Stock nach dem Umbau 1889 Schreinerzeichnung im Blick auf die Restaurierung des Betsaales 1889 mit Blick auf Toraschrein, Vorsteherpult und Leuchter.


Fotos nach 1945/Gegenwart: 

Fotos Dezember 1983:
Die ehemalige Synagoge dient als Jugendhaus Stadtmitte
Esslingen Synagoge 100.jpg (65686 Byte) Esslingen Synagoge 101.jpg (71053 Byte)
   Blick von der Straße 
Im Heppächer
Von der Zeit des Gebäudes als Synagoge ist noch die Eingangstür von 1889 erhalten.
     
Esslingen Synagoge 103.jpg (75936 Byte) Esslingen Synagoge 102.jpg (41332 Byte) Esslingen Synagoge 104.jpg (57766 Byte)
Die hölzerne Gedenktafel ist bereits 1945 oder wenig später angebracht worden "Disco" in der ehemaligen Synagoge Tafeln am Eingang
     
Fotos 2003:
(Fotos: Hahn; Aufnahmedatum 12.8.2003)
  
Esslingen Synagoge 151.jpg (54547 Byte) Esslingen Synagoge 150.jpg (52245 Byte) Esslingen Synagoge 154.jpg (34912 Byte)
Blick von der Straße 
Im Heppächer
Seitenansicht des Gebäudes Die hölzerne Gedenktafel wurde 2003 auch rot gestrichen
     
Esslingen Synagoge 152.jpg (52000 Byte) Esslingen Synagoge 153.jpg (50686 Byte) Esslingen Synagoge 155.jpg (24690 Byte)
Blick zum Giebel. Im ersten Stock war der Betsaal Eingangsbereich Hinweistafeln
     
Fotos rechts: Aufnahmedatum 11.11.2003 Esslingen Synagoge 190.jpg (32252 Byte) Esslingen Synagoge 191.jpg (30191 Byte)
  Im ehemaligen Betsaal im 1. Stock, an den keine Spuren mehr erinnern.


Die Betsäle im Waisenhaus "Wilhelmspflege"

Esslingen Altes Waisenhaus 01.jpg (58047 Byte) Esslingen Neues Waisenhaus 01.jpg (73915 Byte) Esslingen Waisenhaus Plan.jpg (61011 Byte)
Im Alten Waisenhaus in der Entengrabenstraße befand sich seit dem Umbau 1880/81 ein separater Betsaal, der teilweise auch von der Stadtgemeinde genutzt wurde Im neuen Waisenhaus oberhalb der Burg (fertiggestellt 1913) befand sich gleichfalls ein Betsaal, der 1938 verwüstet wurde Plan des neuen Waisenhauses - Erdgeschoss - mit Eintragung des Betraumes 
     
Das ehemalige alte Waisenhaus - neuere Fotos
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 27.9.2003)
Esslingen Waisenhaus 253.jpg (68970 Byte)
      Hinweistafel
     
Esslingen Waisenhaus 250.jpg (55338 Byte) Esslingen Waisenhaus 251.jpg (55462 Byte) Esslingen Waisenhaus 252.jpg (43088 Byte)
Blick von der Entengrabenstraße Blick auf das ehemalige alte Waisenhaus von Süden/Südosten; auf der großen Terrasse des Anbaus stand einst zum Laubhüttenfest die Sukka (Laubhütte) der Waisenhausbewohner
   
Das ehemalige neue Waisenhaus (Theodor-Rothschild-Haus) - neuere Fotos
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 11.11.2003)
Esslingen Waisenhaus n186.jpg (88283 Byte)
    Hinweistafel
     
Esslingen Waisenhaus n182.jpg (63288 Byte) Esslingen Waisenhaus n183.jpg (40684 Byte) Esslingen Waisenhaus n180.jpg (74205 Byte)
Blick von der Esslinger Burg zum ehemaligen Waisenhaus Hinweistafel auf die (jüdischen) Architekten aus Stuttgart: Oskar Bloch und Ernst Guggenheimer Erinnerungstafel an die Hausmutter Wilhelmine (Ina) Rothschild geb. Herzfeld
     
Esslingen Waisenhaus n184.jpg (47501 Byte) Esslingen Waisenhaus n187.jpg (62679 Byte) Esslingen Waisenhaus n185.jpg (44702 Byte)
Blick von der Gartenseite auf die Südseite - der Vorbau markiert den Speisesaal Blick von der Ostseite - der Vorbau (hinter dem Container) markiert den Standort des Betsaales Früherer Haupteingang zum Waisenhaus
     
   Esslingen Waisenhaus n181.jpg (60691 Byte)   
   Symbol des sich aufopfernden Pelikans über dem Haupteingang   

    
   
Erinnerungsarbeit vor Ort - einige Mitteilungen und Berichte       

rechts: Programm: Veranstaltungen in Esslingen zum Gedenken "70 Jahre 9. November 1938" Esslingen Nov2008 011.jpg (54602 Byte) Esslingen Nov2008 010.jpg (87589 Byte)
        

Das Programm des Vereins "Freunde jüdischer Kultur Esslingen e.V. September 2008 bis Februar 2009": bitte anklicken       Website des Vereins 

 

 

Links und Literatur

Links:

Website der Stadt Esslingen 
Esslingen Synagoge 130.jpg (23675 Byte) KUNST im heppächer: logo links oder hier anklicken 
Übersicht über die in den "Central Archives for the History of the Jewish People" (CAHJP) in Jerusalem vorhandenen Archivalien der jüdischen Gemeinde Esslingen: pdf-Datei hier anklicken

Literatur:

Esslingen BKoe 01.jpg (21550 Byte) Eberhard Kögel: Habt ihr scho gedeild? Erinnerungen an den jüdischen Viehhandel in Esslingen. Hg. von Denk-Zeichen e.V. Esslingen. Verlag Medien und Dialog Haigerloch 2006. 
  
Paul Sauer: Die jüdischen Gemeinden in Württemberg und Hohenzollern. 1966. S. 73-78.
Germania Judaica III,1 S. 334ff.
Joachim Hahn: Jüdisches Leben in Esslingen. Geschichte, Quellen und Dokumentation. (Esslinger Studien. Schriftenreihe Band 14). Sigmaringen 1994 (mit weiterer bis dahin erschienener Literatur).
"Tröstet Euch, uns geht es gut". Theodor Rothschild. Ein jüdischer Pädagoge zwischen Achtung und Ächtung. (Hg. Kulturreferat der Stadt Esslingen und Stadtmuseum Esslingen). Plochingen 1998.
Thomas Schild: Jüdisches Esslingen. Einladung zu einem Rundgang. Verlag Medien und Dialog Haigerloch 2003. 
dazu Artikel in der Esslinger Zeitung vom 2.9.2003 mit Foto (jeweils anklicken)
   


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Esslingen  Wuerttemberg. Jews settled in the early 13th century and within 50 years constituted perhaps the largest Jewish community in Wuerttemberg. Most were burned alive in the synagogue during the Black Death persecutions of 1348-49 and few Jews lived there until the community was reestablished in 1806 under the protection of King Frederick. A synagogue was built in 1817 and a Jewish school opened in 1828. The Jews never constituted more than 1 % of the general population, with a peak of 166 in 1880. They were active in the town's important glove industry and for the most part belonged to the middle class. The persecution of the Nazi era led most of Esslingen's Jews (142 in 1933) to emigrate, mainly to the United States, England and Palestine. The community was best known for the Jewish orphanage operating there with its educational facilities from 1842. Its importance grew in the Nazi era, as it also served as a training center for young people preparing to emigrate and as a teacher's seminar. Of the 78 children under its care in 1938, ten are known to habe been deported to Auschwitz in August 1942.  
  

     

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 14. Januar 2010