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Jahrestagungen von Alemannia Judaica Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (Frühere und bestehende) Synagogen Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region Bestehende jüdische Gemeinden in der Region
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Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde In
dem bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts reichsritterschaftlichen Wankheim
bestand eine jüdische Gemeinde bis 1882. Ihre Entstehung geht in die zweite Hälfte
des 18. Jahrhunderts zurück. David Dessauer aus Nordstetten erhielt von den
Grundherren Wankheims, den Herren von Saint-André die Erlaubnis zur
Niederlassung. Ihm folgten mehrere Familien aus Unterdeufstetten,
Braunsbach und Haigerloch. Zur Geschichte des Betsaales / der Synagoge Bald nach ihrer Niederlassung
stellten die jüdischen Familien einen Lehrer und Vorsänger an, der ihren
Kindern den Religionsunterricht erteilte und mieteten einen Raum, den sie als Betsaal
nutzten. Dieser war in einem der von der Herrschaft gemieteten "Judenhäuser"
eingerichtet. Nachdem 1827 eine jüdische Elementar- und Religionsschule
begründet werden konnte und ein geprüfter Lehrer und Vorsänger angestellt
werden musste, strebte die Gemeinde danach, eine Synagoge anstelle des
bescheidenen Betsaales zu erbauen. Bezirksrabbiner Dr. Silberstein schrieb über
die Anstrengungen, die die jüdische Gemeinde im Blick auf den Bau einer
Synagoge unternommen hat: "Es ist rührend zu schauen, welche großen Opfer
nicht nur an Geld, sondern auch an Zeit und Mühe die wenigen fast durchgängig
unbemittelten Gemeindegenossen sich auferlegten, um ein zeitgemäßen
Anforderungen entsprechendes Gotteshaus sich zu errichten. Teils durch
freiwillige Kontributionen, die sich die Gemeindegenossen auferlegten, teils
durch Kollekten in israelitischen Gemeinden des Landes, denen sich einige
Mitglieder selbstverleugnend unterzogen, sowie durch den Erlös aus den
Synagogenplätzen wurden die Kosten für die neue Synagoge und ein damit
verbundenes Gemeindehaus, das die Schule und Lehrer- später
Kirchendienerwohnung enthielt, aufgebracht und der Rest durch ein Darlehen
gedeckt. 1834 waren erstmals die Behörden von der Notwendigkeit eines
Synagogenbaus in Wankheim zu überzeugen. Vor allem das Oberamt Tübingen hatte
große Bedenken, da für Synagoge und Schule Kosten in Höhe von 3.400 Gulden
veranschlagt wurden. Dann kam die Genehmigung und von März 1835 wurde gebaut.
Schon am 15. Oktober 1835, dem letzten Tag des Laubhüttenfestes (Schemini
Azeret) konnte die Gemeinde ihre neue Synagoge feierlich einweihen. Die Finanzierung brachte dann doch die befürchteten großen
Schwierigkeiten. Eine 1835 durchgeführte Kollekte ergab, obwohl auch "einige
milde Gaben christlicher Wohltäter" eingingen, nur 195 Gulden. So wurde schließlich
ein im Besitz der jüdischen Gemeinde befindlicher Acker für 200 Gulden
verkauft. Die Herrschaft erlaubte den Verkauf eines weiteren, ihr gehörigen
Grundstückes, was 107 Gulden einbrachte. Das bisherige Schullokal wechselte für
100 Gulden den Besitzer. Schließlich gewährte der König 1843 noch einen Beitrag von 400
Gulden. Der Rest ist durch Aufnahme eines Darlehens aufgebracht worden, womit
sich die Gemeinde für viele Jahre eine Schuldenlast aufbürdete. Der Standort der Synagoge war auf dem Grundstück zwischen
den heutigen Häusern Heerstraße 1 und 7. Lange sollte das unter viel Aufwand erbaute Gebäude nicht als Gotteshaus dienen. Ab 1850/60 verzogen mehrere Familien in umliegende Städte (vor allem nach Tübingen, aber auch Reutlingen, Nürtingen, Stuttgart). Im Mai 1882 wurde dann auf Antrag des Israelitischen Kirchenvorsteheramtes Wankheim von der Israelitischen Oberkirchenbehörde beschlossen, den Sitz der die Wohnorte Wankheim, Reutlingen und Tübingen umfassenden jüdischen Gemeinde nach Tübingen zu verlegen. Kurz zuvor war schon der Abbruch der Wankheimer Synagoge und der Bau einer neuen Synagoge in Tübingen von der Oberkirchenbehörde genehmigt worden. Nachdem am Schabbat, dem 8. April 1883 ein feierlicher Abschiedsgottesdienst in der Synagoge in Wankheim stattfand, wurde diese abgebrochen und mit dem Bau der neuen Synagoge in Tübingen begonnen. Hinweis auf die Predigten von Rabbiner Dr. Silberstein: Letzter Gottesdienst in der Synagoge Wankheim - Predigt zur Einweihung der Synagoge Tübingen (1883)
Links:
Literatur:
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