Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


Eingangsseite

Aktuelle Informationen

Jahrestagungen von Alemannia Judaica

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft

Jüdische Friedhöfe 

(Frühere und bestehende) Synagogen

Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region

Bestehende jüdische Gemeinden in der Region

Jüdische Museen

FORSCHUNGS-
PROJEKTE

Literatur und Presseartikel

Adressliste

Digitale Postkarten

Links

 

    
zurück zur Übersicht "Synagogen in der Region"  
zu den Synagogen in Baden-Württemberg  


Mühringen (Stadt Horb am Neckar, Landkreis Freudenstadt) 
Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge 
  

Hinweis: die Seite zum Mühringen muss noch überarbeitet werden.   
 
Übersicht:  

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Siehe weitere Seite mit Berichten zur jüdischen Geschichte in Mühringen  
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen 
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte   
Links und Literatur   

 

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)  
    
In dem bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zum Ritterkanton Neckar-Schwarzwald gehörenden Mühringen bestand eine jüdische Gemeinde bis 1939. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 16. Jahrhunderts zurück. Erstmals wird 1570 Baruch Jud zu Mühringen genannt. 
  
1722 zählte die Gemeinde 19 Familien mit 47 Personen, 1744 war sie auf 50 Familien angewachsen. 
  
Im 18. Jahrhunderte erlangte Mühringen als ein religiöser Mittelpunkt für die Juden in Südwestdeutschland eine große Bedeutung. Die Gemeinde war Sitz eines Rabbinats, wo unter anderem bekannte Rabbiner wie Nathanael Weil (später Oberrabbiner in Karlsruhe) oder David Dispecker wirkten. 
   
Die höchste Zahl jüdischer Einwohner wurde um 1846 mit 512 Personen in etwa 110 Familien erreicht. Die Familien lebten überwiegend vom Handel mit Vieh, Landesprodukten und anderen Waren. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ging die Zahl der Juden am Ort durch Aus- und Abwanderung schnell zurück, sodass 1900 nur noch 130 jüdische Einwohner gezählt wurden. Das Rabbinat wurde 1911/14 von Mühringen nach Horb verlegt.  
   
1933 lebten noch 45 jüdische Personen in Mühringen. In den folgenden Jahren ist ein Teil von Ihnen auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien vom Ort verzogen. Die letzten der jüdischen Einwohner wurden 1941 bis 1943 deportiert.    
       
Von den in Mühringen geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem, ergänzt durch Gedenkbuch Baden-Württemberg 1969*): Hildegard Adler geb. Lewin (geb. 1910), Sofie Berlizheimer (geb. 1898), Clara Dreyfuss geb. Dessauer (geb. 1865), Salomon Elsässer (geb. 1874), Sofie (Sara) Elsässer geb. Schwarz (geb. 1882), August Eppstein geb. Schwarz (geb. 1876)*, Ludwig Eppstein (geb. 1870)*, Emma Feigenheimer geb. Schwarz geb. 1883), Heinz Feigenheimer (geb. 1916), Erna Fleischmann (geb. 1911), Berta Frank geb. Elsässer (geb. 1878), Reinhold Friedmann (geb. 1898), Charlotte Goldschmidt geb. Bach (geb. 1859), Klara Haarburger geb. Levi (geb. 1879)*, Max Haarburger (geb. 1874), Oskar Hauser (geb. 1888), Julius Josephson (geb. 1881), Moritz Kalbkopf (1862)*, Jenny (Jeanette) Kirchheimer geb. Löwenthal (geb. 1884), Siegfried Levi (geb. 1877)*, Rudolf Löwenthal (geb. 1858), Therese Löwenthal (geb. 1886), Peppi Oppenheimer (geb. 1865)*, Thekla Oppenheimer (geb. 1869)*, Philippine Reinauer (geb. 1860), Julius Rosenfeld (geb. 1874), Max Rosenfeld (geb. 1866), Max Rosenfeld (geb. 1884), Sophie Rosenfeld geb. Gumprich (geb. 1890), Rosa Schattenfeld geb. Eppstein (geb. 1872), Martha Schwarz (geb. 1897), Thekla Schwarz geb. Schwarz (geb. 1893), Karl Steinharter (geb. 1880), Jenny Stern geb. Hauser (geb. 1868), Lina Wolf geb. Rosenthal (geb. 1888), Klementina Wolf geb. Levi (geb. 1882).
    
   
  

Zur Geschichte des Betsaales / der Synagoge   
   
Die Gottesdienste wurden zunächst in einem Betsaal in einem der jüdischen Privathäuser abgehalten. Eine erste Synagoge wurde 1728 erbaut. Diese war nach der Rabbinatsbeschreibung von 1875 des Rabbiners Michael Silberstein noch "klein und unansehnlich". 1807 bis 1810 wurde an derselben Stelle eine neue Synagoge erbaut, über die in bei Silberstein zu lesen ist: "Die Synagoge zu Mühringen ist im Jahre 1807 bis 1810 mit einem Kostenaufwand von ca. 20.000 Gulden errichtet worden. Im modernen Rundbogenstiel gebaut, enthält sie an der Decke eine ovale, tief eingehend gewölbte Kuppel. Eine kleine, unansehnliche Vorhalle führt mittelst einer auf der Westseite befindlichen Tür in die Synagoge selbst, in der hölzerne Säulen die für die Frauen bestimmten drei Galerien tragen. Vor der Heiligen Lade, die sich über der Ostseite befindet, ist ein etwas beschränkter Platz, der, durch zwei Türchen abgeschlossen, als Kanzel diente. Am Fuße der Kanzel resp. der Heiligen Lade, zu der fünf hölzerne Stufen führen, stehen drei Betpulte, von denen das mittlere für den Vorbeter und das rechts stehende für den Rabbiner bestimmt ist. Das links befindliche ist unbenutzt. Hinter diesen drei Betpulten befinden sich die Plätze für die Chorsänger, sowie die Bänke für die Katechumenen. An diese schließt sich der in der Mitte der Synagoge befindliche sehr große Almemor an. Rings um denselben, sowie an den vier Seiten der Synagoge sind Betpulte und Bänke angebracht. Gegenwärtig fasst die Synagoge etwa 500 Personen, bei einer zweckmäßigeren Einrichtung könnte sie aber leicht 1.200 Personen Raum gewähren...".  
      
Die erhaltenen Fotos der Synagoge zeigen die Mühringer Synagoge als charakteristischen Synagogenbau des 18. Jahrhunderts: ein Langbau mit Walmdach und schmalen hohen Fenstern an den Seiten, zwei weitere Fenster in der nach Osten ausgerichteten Wand für den Toraschrein und einen Oculus darüber. Von der Inneneinrichtung liegt leider kein Foto des Toraschreines und der im Bericht von Silberstein erwähnten Kanzel vor. Die Innenaufnahme von ca. 1930 zeigt auf der linken Seite den leicht erhöhten Almemor und die umlaufende Frauenempore, die auf Säulen abgestützt war. Der Leuchter könnte einer der beiden 1889 von Baron von Münch zu Hohenmühringen gestifteten silbernen Leuchter sein. Nachdem damals der Baron der katholischen Gemeinde einen neuen Hochaltar bezahlte, erhielt die Synagogengemeinde für Ihr Gotteshaus eine Spende von 1.000 Mark zur Anschaffung von zwei neuen silbernen Leuchtern.  
      
1885 wurde die Mühringen Synagoge umgebaut und renoviert. Rabbiner Silberstein hatte in seiner Rabbinatsbeschreibung schon die Anregung gegeben, die "anachronistischen Ständer" (bewegliche Betpulte) durch feste Bankreihen zu ersetzen und den übergroßen Almemor durch einen passenden Vorbetertisch zu ersetzen. Da die Schreinerarbeiten mit 1.169 Mark den höchsten Betrag beim Umbau ausmachten, wird diese Anregung aufgenommen worden sein. Der auf der Innenaufnahme von ca. 1930 sichtbare Almemor wird damals aufgestellt worden sein. Gleichfalls werden Bänke die alten Betpulte ("Ständer") ersetzt haben.  
     
Nachdem zwischen 1933 und 1937 die Zahl der jüdischen Einwohner Mühringens von 45 auf 20 zurückgegangen war, wurden im Gemeinderat im Dezember 1937 Überlegungen angestellt, die Synagoge, die "in absehbarer Zeit... frei sein wird", zu erwerben. Man könnte den Betsaal zur Turnhalle umgestalten und Räume für die HJ (Hitlerjugend) und den BDM ("Bund deutscher Mädel") einrichten. Beim Novemberpogrom 1938 wurde im Synagogengebäude von unbekannten SA-Männern Brand gelegt. Die von Nachbarn alarmierte Feuerwehr Mühringens konnte den Brand, der im Bereich des Toraschreines gelegt worden war, kurze Zeit später wieder löschen. Toraschrein sowie ein Teil der Bänke und Fenster wurden durch den Brand zerstört. Die Kultgegenstände konnten teilweise von den noch in Mühringen lebenden Juden gerettet werden. Sie wurden vermutlich noch an die Stuttgarter Gemeinde übergeben. Im Juni 1943 ging die Synagoge in den Besitz des Finanzamtes Horb über, das sie an die Waffenfabrik Mauser (Oberndorf) für ein Lager von Gewehrschäften vermietete. Durch Artilleriebeschuss erfuhr das Gebäude gegen Kriegsende einige Schäden.  
   
1950 bis 1952 wurden zunächst verschiedene kleinere Reparaturen vorgenommen. Im Dezember 1954 kam das Gebäude für 5.000.- DM in den Besitz der Gemeinde Mühringen. Auf Grund der fortschreitenden Baufälligkeit wurde das Betreten der Synagoge verboten. 1960 ist die ehemalige Synagoge abgebrochen worden. An ihrer Stelle befinden sich heute ein Parkplatz und eine Grünlage mit einem 1983 errichteten kleinen Gedenkstein (am Aufgang zum Rathaus/Grundschule oberhalb der Spielstraße).
   


Fotos 
Historische Fotos/Plan: 
(Quellen: obere Zeile Fotos aus: Jüdische Gotteshäuser und Friedhöfe in Württemberg 1932; Plan aus: S. Kullen, Reichsritterschaft und Siedlungsbild. S. 243; die anderen Fotos sind veröffentlicht in den Büchern: 1200 Jahre Mühringen. Ein Geschichts- und Heimatbuch. 1986 S.8f.88.107 und Gräber im Wald s.Lit. 2003 S.57.64.99)  

Muehringen Synagoge1932.jpg (169030 Byte) Muehringen Synagoge 001.jpg (89425 Byte) Muehringen Plan 01.jpg (51417 Byte)
Die Synagoge 
in Mühringen  
Innenansicht 
der Synagoge  
Plan von Mühringen mit eingezeichnet
 jüdischen Häusern und Synagoge 
     
Muehringen Synagoge 180.jpg (73993 Byte) Muehringen Synagoge 181.jpg (73798 Byte) Muehringen Synagoge 184.jpg (84387 Byte)
Alte Ansichten von Mühringen mit der Synagoge   Mühringen um 1830, gezeichnet von 
Joseph Schott. Die Synagoge ist rechts 
des Kirchturmes zu sehen  
   
   
  Muehringen Synagoge 183.jpg (61527 Byte)  
Die ca. 1920 entstandene Foto zeigt das Gasthaus zum Löwen (mit der Familie der Inhaberin und des Ortsbüttels) 
und am linken Bildrand das anschließende Gebäude der Synagoge. 


Fotos nach 1945/Gegenwart:  

Foto aus den 1950er-Jahren
(Quelle: Buch "Gräber im Wald" 
s. Lit. S.66)
Muehringen Synagoge 182.jpg (124593 Byte)
  Die Fenster der Synagoge wurden teilweise durch Bretter ersetzt  
   
Fotos um 1985:
(Fotos: Hahn)  
Muehringen Synagoge 105.jpg (92092 Byte) Muehringen Synagoge 104.jpg (106321 Byte)
  Am ehemaligen Synagogenstandort 
mit Gedenkstein
Gedenktafel auf Gedenkstein
      
Fotos 2003:
(Fotos: Hahn, 
Aufnahmedatum 11.8.2003)
Muehringen Synagoge 150.jpg (82724 Byte) Muehringen Synagoge 151.jpg (61440 Byte)
   Wie oben; der Gedenkstein ist inzwischen von dem oben noch 
kleinen Gebüsch überwachsen

   
   
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte   

November 2011: In Horb und Stadtteilen (auch Mühringen) wurden "Stolpersteine" verlegt    
Artikel von Marion Tischbein im "Schwarzwälder Boten" vom 28. November 2011: "Stolpersteine erinnern an Juden. 
Horb
- Zum 70. Jahrestag der Deportation von 53 Rexinger Juden 1941 nach Riga wurden am Samstag an verschiedenen Orten im Horber Stadtgebiet die ersten Stolpersteine für die in der NS-Zeit ermordeten Bürgerinnen und Bürger gelegt..."   
Link zum Artikel - auch eingestellt als pdf-Datei      
Zum selben Ereignis liegt auch ein Artikel aus der "Neckar-Chronik" vom 28. November 2011 vor: "Gegen das Vergessen - Stolpesteine erinnern an das Schicksal einstiger jüdischer Mitbürger..."   
Link zum Artikel - auch eingestellt als pdf-Datei
 
September 2012: Weitere Verlegung von "Stolpersteinen" in Horb und Stadtteilen   
Artikel in der "Neckar-Chronik" (Südwest Presse, Lokalteil Horb) vom 18. September 2012: "Stolpersteine für Horber Bürger
Im Gedenken an Opfer der Nazi-Diktatur: Am Samstag wurde an die Schicksale von 15 Menschen erinnert
Nicht jeder Stolperstein, der am Samstag in Horb verlegt worden ist, erinnert an frühere jüdische Bürger. Der erste Stein, den der Kölner Künstler Gunther Demnig am Samstag in der Hirschgasse ins Straßenpflaster legte, war für die junge christliche Horberin Maria Leins..." 
Link zum Artikel     
Artikel von Marion Tischbein im "Schwarzwälder Boten" vom 16. September 2012: "Menschen-Schicksale dem Vergessen entrissen..."
Aus dem Artikel:  "...Im Haus Nr. 33 in Mühringen, heute Schlossstraße 12 wohnten die Schwestern Peppi und Thekla Oppenheimer. Im August 1942 wurden die Schwestern nach Theresienstadt deportiert. Im September wurde Thekla Oppenheimer mit 2000 weiteren Häftlingen aus Theresienstadt in das Vernichtungslager Treblinka gebracht und ermordet. Ihre Schwester Peppi war zu schwach für den Transport nach Treblinka, sie starb am 30. September 1942 mit 72 Jahren. In ihrer "Todesfallanzeige", die im Archiv von Theresienstadt noch erhalten ist, wird Altersschwäche als Todesursache angegeben. Zwei weitere Gedenksteine wurden vor dem Haus Schlossstraße 1 zum Gedenken an Salomon und Sofie Elsässer verlegt. Auch sie wurden im August 1942 nach Theresienstadt verschleppt und dann im September im Vernichtungslager Treblinka ermordet..." 
Link zum Artikel   
  

    
    

Links und Literatur  

Links:  

Website der Stadt Horb am Neckar  
Website der aus Mühringen stammenden Familie Berlitz(heimer): www.berlitz.com   
Zur Seite über den jüdischen Friedhof in Mühringen (interner Link)  

Literatur:  

Paul Sauer: Die jüdischen Gemeinden in Württemberg und Hohenzollern. 1966. S. 129ff.  
Hans Peter Müller: Die Juden in der Grafschaft Hohenberg, in: Der Sülchgau 25 (1981) S.36-43.  
ders.: Die jüdische Gemeinde, in: 1200 Jahre Mühringen. 1986, S.135-145.  
Emily C. Rose: Als Moises Katz seine Stadt vor Napoleon rettete: meiner jüdischen Geschichte auf der Spur. 1999; englisch: Portraits of Our Past: Jews of the German Countryside. 2001.  
Art.: "Rätsel um den berühmten Sprachlehrer Berlitz ist gelöst" in: Esslinger Zeitung vom 10. März 2001.  
Muehringen Buch 02.jpg (56067 Byte)Gräber im Wald. Lebensspuren auf dem jüdischen Friedhof in Mühringen. Dokumentation des Friedhofes, der über 300 Jahre in Mühringen ansässigen jüdischen Gemeinde und des Rabbinats Mühringen. Hg. vom Stadtarchiv Horb und vom Träger- und Förderverein Ehemalige Synagoge Rexingen (= Jüdische Friedhöfe der Stadt Horb Band II). Horb 2003.  
Joseph Walk (Hrsg.): Württemberg - Hohenzollern - Baden. Reihe: Pinkas Hakehillot. Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust (hebräisch). Yad Vashem Jerusalem 1986. S. 110-112.   
synagogenbuch-1.jpg (32869 Byte)Joachim Hahn / Jürgen Krüger: "Hier ist nichts anderes als Gottes Haus...". Synagogen in Baden-Württemberg. Band 1: Geschichte und Architektur. Band 2: Orte und Einrichtungen. Hg. von Rüdiger Schmidt, Badische Landesbibliothek, Karlsruhe und Meier Schwarz, Synagogue Memorial, Jerusalem. Stuttgart 2007.    
  
  

  
    


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel. 

Muehringen  Wuerttemberg. Jews arrived during the Reformation and the community enjoyed steady growth and economic prosperity from the mid-18th century, reaching a peak population of 512 in 1854. Muehringen was a center for the Jewish communities of southwest Germany, becoming the seat of the district rabbinate in 1832 while its ancient cemetery, the largest and most beautiful in Wuerttemberg, served Jews far and wide. A synagogue was dedicated in 1728 and a Jewish public school in 1825. Emigration reduced the Jewish population sharply in the second half of the 19th century. 
In 1933, 45 Jews remained (total 608), mostly engaged in the cattle trade. Good relations prevailed with the local population, which resisted Nazi measures. On Kristallnacht (9-10 November 1938), when the synagogue was set on fire by SA troops, it was saved by the local fire department. Sixteeen Jews emigrated to the Unites States and 11 were expelled and perished.   
    

  

                   
vorherige Synagoge  zur ersten Synagoge nächste Synagoge  

                

 

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an Alemannia Judaica (E-Mail-Adresse auf der Eingangsseite)
Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 18. September 2012