Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Schwäbisch Hall (Kreisstadt) 
Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Aus der Geschichte des Rabbinates in Schwäbisch Hall     
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer   
Aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben   
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde   
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen      
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen
Links und Literatur   
     

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Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)

In der bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts freien Reichsstadt Schwäbisch Hall bestand eine jüdische Gemeinde im Mittelalter und im 19./20. Jahrhundert.   
Im Mittelalter wird eine jüdische Gemeinde erstmals 1241/42 genannt. Bei der Judenverfolgung während der Pestzeit wurde die Gemeinde 1349 vernichtet. Seit 1373 (bis 1393) und bis 1415 werden wieder Juden in der Stadt genannt.   
    
Im 19. Jahrhundert wurden erst seit 1864 Juden in Schwäbisch Hall aufgenommen. Die Gemeinde bestand bis 1939. 
    
Die höchste Zahl jüdischer Einwohner wurde um 1880 mit 263 Personen erreicht, danach ging sie langsam zurück (1900: 187, 1910 156 Personen). 
 
Zunächst gehörte die Gemeinde zum Bezirksrabbinat in Braunsbach, bis dessen Sitz 1914 nach Schwäbisch Hall verlegt wurde. 
     
Die jüdischen Bürger betätigten sich vorwiegend in Handel und Gewerbe. Neben einigen Viehhandlungen gehörte ihnen bis nach 1933 eine Zigarrenfabrik, mehrere Manufaktur- und Kurzwarengeschäfte, ein Tuch- und Modewarengeschäft, zwei Metzgereien und Gastwirtschaften, eine Lederhandlung und eine Reißwollfirma. 
      
Auf Grund der Judenverfolgungen und -ermordungen in der NS-Zeit kamen von den 1933 in Schwäbisch Hall und Steinbach wohnhaften 115 jüdischen Personen mindestens 20 Personen ums Leben. 
        
Von den in Schwäbisch Hall geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"):  Adolfine Adler (1894), Johanna Adler geb. Weil (1871), Mathilde Adler (1895), Rosa Adler (1880), Jeanette Bacher geb. Frei (1875), Käthe Blömendal geb. Hähnlein (1890), Sofie Falkenstein geb. Hähnlein (1886), Johanna Frey (1872), Julius Hähnlein (1880), Lina Hähnlein (1883), Max Hähnlein (1883), Nanny Hammerschlag geb. Oppenheimer (1883), Fanny Hecht geb. Marx (1884), Max Hessenthaler (1867), Gertrud Kahn (1903), Luzie Kapp (1900), Rosa Kapp geb. Obenheimer (1871), Friederike Kern geb. Reis (1871), Heinrich Kleibömer (1906), Willi Kownator (1908), Berta Levy geb. Hähnlein (1892), Gusta Lewkowicz geb. Rosenberg (1899), Salomon Lewkowicz (1898), Ignatz Lieblich (1898), Frida Lippmann geb. Oppenheimer (1887), Emil Obenheimer (1897), Lina Obenheimer geb. Würzburger (1870), Rosa Oberdorfer geb. Oppenheimer (1872), Jakob Ornstein (1903), Karoline Pfeiffer (1891), Maier Pfeiffer (1888), Max Reis (1874), Berta Reiss (1869), Jakob Rosenthal (1886), Frida Stern geb. Wertheimer (1897), Lydia Stoppelmann geb. Marx (1883), Alfred Weinberg (1881), Hedwig Weitzner (1903), Richard Wertheimer (1906), Salomon (Salo) Wertheimer (1896), Heinrich Wolf (1873), Berthold Wolff (1879), Hedwig Wolff (1876), Karoline Wolff (1878), Maier Max Wolff (1872), Mathilde Wolff (1872).  
    

  
Nach 1945:
In Schwäbisch Hall befanden sich von 1945 bis Anfang 1949 drei Lager für "Displaced Persons" ("Warszawa Kriegsopfer Siedlung", "Lwow & Pol. School, Kocherfeld", "Nowa Lodz, Ziegeleiweg"), wo insgesamt über 1.300 jüdische Personen aus verschiedenen Ländern untergebracht waren. Diese Personen blieben nur vorübergehend in Schwäbisch Hall und sind nach 1948 überwiegend nach Israel ausgewandert.   
 
Nach 1990:
In Schwäbisch Hall sind inzwischen wieder jüdische Personen überwiegend aus den GUS-Ländern zugezogen. Die Neugründung einer Gemeinde (zunächst jedoch Filialgemeinde zu Stuttgart) wird angestrebt (Stand 2009).   
   
    
 

       
    
   
   

Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
    
Aus der Geschichte des Rabbinates in Schwäbisch Hall 

70. Geburtstag von Bezirksrabbiner Dr. Jakob Berlinger (1936)   

SchwHall Israelit 07051936.jpg (32616 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 7. Mai 1936:     

    
    
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer 
 
Ausschreibungen der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet 1919 / 1920 / 1923   

SchwHall Israelit 09011919.jpg (40352 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 9. Januar 1919:      
  
SchwHall Israelit 19081920.jpg (39866 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom  19. August 1920:   
   
SchwHall Israelit 02081923.jpg (36967 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 2. August 1923:     

   
Lehrer Nathan Hähnlein wirbt für sein Pensionat (1876 / 1877)   
Anmerkung: Lehrer Nathan Hähnlein ist am 19. April 1846 in Laudenbach geboren. Er ließ sich von 1862 bis 1864 am Esslinger Lehrerseminar ausbilden und war seit 1869 Lehrer in Schwäbisch Hall, wo er 1918 gestorben ist. 

SchwHall Israelit 08031876.jpg (48828 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 8. März 1876:      
    
SchwHall Israelit 05091877.jpg (53934 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 5. September 1877:          

    
25-jähriges Ortsjubiläum von Lehrer Nathan Hähnlein (1894)  

SchwHall Israelit 13091894.jpg (371325 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 13. September 1894:      
SchwHall Israelit 13091894a.jpg (127527 Byte)  


70. Geburtstag von Lehrer Nathan Hähnlein (1916)  

SchwHall FrfIsrFambl 28041916.jpg (15774 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 28. April 1916:       

   
             
Aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben
    
Pfarrer Traub hält einen Vortrag über den "Blutaberglauben" (1900)      

SchwHall Israelit 25101900.jpg (164368 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 25. Oktober 1900:      

  
Gründung eines Beth HaMidrasch durch Heinrich Herz (1902)  

SchwHall Israelit 30011902.jpg (32880 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. Januar 1902:       

   
Bericht von einer Tagung der Aguda in Schwäbisch Hall (1924)  

SchwHall Israelit 25091924.jpg (333386 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 25. September 1924:      

   
Jüdische Händler sind vom Pferde- und Viehmarkt ausgeschlossen (1937) 
  

SchwHall Israelit 25021937.jpg (29208 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 25. Februar 1937:       

   
    
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde   
Wahl von Heinrich Herz in den Bürgerausschuss (1900)
   

SchwHall Israelit 20121900.jpg (173696 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 20. Dezember 1900:       


25-jähriges Amtsjubiläum des Gemeindevorstehers Heinrich Herz (1909)   

SchwHall Israelit 28011909.jpg (207071 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 28. Januar 1909:      

    
Zum Tod von Heinrich Herz (1915)  

SchwHall Israelit 22041915.jpg (67659 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. April 1915:       
    
SchwHall Israelit 29041915.jpg (238029 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. April 1915:      

  
Zum Tod von Kathinka Herz, der Frau von Moses Herz (1931)      

SchwHall Israelit 19111931.jpg (95507 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. November 1931;       


60. Geburtstag von Moses Herz (1938)      

SchwHall Israelit 31031938.jpg (99254 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 31. März 1938:     

     
    
Anzeigen und Dokumente zu jüdischen Gewerbebetrieben
  

Anzeige der Restauration des Metzgers Raphael Marx (1881) 
     

SchwHall Israelit 01061881.jpg (32313 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 1. Juni 1881:      

   
Werbung für das Israelitische Mädchen-Pensionat von Karoline Maier (1884)   

SchwHall Israelit 28011884.jpg (67198 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 28. Januar 1884:     

Anzeige der Restauration & Wurstlerei von Joseph Pfeiffer (1900)   

SchwHall Israelit 01021900.jpg (46753 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 1. Februar 1900:       

    
Anzeige von Heinrich Herz (1900)    

SchwHall Israelit 31121900.jpg (38617 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 31. Dezember 1900:      

  
Hochzeitsanzeige von Karl Kahn und Rahel geb. Hirschberg - Feier im Hotel Pfeiffer (1922)
   

SchwHall Israelit 16021922.jpg (33254 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 16. Februar 1922:      

  
Hochzeitsanzeige von Leopold Plaut und Bertl geb. Wißmann (1922)  

SchwHall Israelit 11041922.jpg (32063 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. April 1922:       

   
Anzeige des koscheren Wurstversandes von Louis Rothschild (1925)  

SchwHall Israelit 21051925.jpg (38666 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 21. Mai 1925:      

  
Geburtsanzeige für Sara Pfeiffer (1931)    

SchwHall Israelit 19021931.jpg (30025 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. Februar 1931:       


Dokument zur Fa. Gebr. Flegenheimer, Schwäbisch Hall   
(Aus der Sammlung Peter Karl Müller, Kirchheim/Ries)

Briefumschlag eines Schreibens der Fa. Gebr. Flegenheimer, Schwäbisch Hall  (1894) SchwHall Dok 120.jpg (123894 Byte)
Den Gebr. Flegenheimer gehörte in Schwäbisch Hall ein Manufaktur- und Kurzwarengeschäft; das Schreiben geht an einen Gerichtsvollzieher in Wengen (heute Sulzbach-Laufen), ehem. Oberamt Gaildorf 


    
  

Zur Geschichte des Betsaals /der Synagoge 

Das Wohngebiet des Mittelalters lag auf dem südlichen Gelände des zugeschütteten "Blockgassenkochers" zwischen Haal und Steinernem Steg, begrenzt von der Haalstraße im Norden, dem Haalplatz im Westen, der Stadtmauer am Kocher im Süden und der Straße zum Unterwöhrdstor im Osten. In diesem Wohngebiet lag die Synagoge ("Judenschule", 1356 genannt) an der Stelle des späteren Schlachthauses (heutiges Grundstück Haalstraße 8-9). 

Die im 19. Jahrhundert zugewanderten jüdischen Personen besuchten zunächst die Gottesdienste in Steinbach. Im Dezember 1892 kaufte die Gemeinde Räume für einen Betsaal in der Oberen Herrngasse 8. Am 22. September 1893 fand die Einweihung des Betsaales statt. An Festtagen wurden bis 1935 weiterhin die Gottesdienste in Steinbach gefeiert. Der Betsaal lag hinter einem erdgeschossigen Laden am westlichen Giebel des Gebäudes, der eigentlich schon zur Unteren Herrngasse gehört. Vor dem Frauenbereich befand sich ein Schulsaal. Auch eine kleine Wohnung für den Vorbeter war eingerichtet. 

Beim Novemberpogrom 1938 demolierten unter Anführung der örtlichen Parteifunktionäre Angehörige der SS, SA und des NSKK (Nationalsozialistisches Kraftfahrkorps) den Betsaal, zerschlugen dessen Inneneinrichtung und verbrannten Inventar und Kultgegenstände auf dem Marktplatz. 
Das Gebäude blieb erhalten, seit 1985 ist eine Hinweistafel angebracht. Auf dem Marktplatz (Platz unterhalb der St.-Michaels-Kirche) wurde außerdem an der Stelle der Verbrennung ein großer Davidstern mit erklärendem Text angebracht.

Fotos 
Historische Fotos: 

Historische Fotos sind nicht bekannt, eventuelle Hinweise bitte an
den Webmaster von Alemannia Judaica, Adresse siehe Eingangsseite


Fotos nach 1945/Gegenwart:  

Fotos Dezember 1983:
(Fotos: Hahn)
   
SchwHall Synagoge 102.jpg (58722 Byte) SchwHall Synagoge 101.jpg (64149 Byte) SchwHall Synagoge 100.jpg (52482 Byte)
Blick zum Haus des Betsaals in der Oberen Herrngasse Das Haus des Betsaals Die Eingangstüre - eine Gedenktafel war damals noch nicht angebracht
     
Fotos 2003/04:
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 9.9.2003; untere Zeile am 1.8.2004)
SHA Betsaal 001.jpg (67077 Byte) SHA Betsaal 004.jpg (64970 Byte)
  Das Haus des Betsaals Andere Blickrichtung
     
SHA Betsaal 002.jpg (56487 Byte) SHA Betsaal 003.jpg (55922 Byte) SHA Rabbinat 004.jpg (69594 Byte)
Eingangstüre Gedenktafel Das ehemalige Rabbinat in der Oberen Herrngasse 1
     
SHA Rabbinat 003.jpg (43656 Byte) SHA Rabbinat 002.jpg (40928 Byte) SHA Rabbinat 001.jpg (35009 Byte)
Eingang in das Rabbinatsgebäude Spuren der Mesusa an beiden Türen des ehemaligen Rabbinatsgebäudes
   
Schwaebisch Hall Synagoge 212.jpg (48097 Byte) Schwaebisch Hall Synagoge 210.jpg (53422 Byte) Schwaebisch Hall Synagoge 211.jpg (60031 Byte)
Gedenkinschrift an der Stelle, wo das Inventar des Betsaales beim Novemberpogrom 1938 verbrannt wurde (auf linkem Foto rechts der für die Freilichtspiele aufgestellten Stühle)

   
   

Links und Literatur

Links:

Website der Stadt Schwäbisch Hall    

Literatur: 

Paul Sauer: Die jüdischen Gemeinden in Württemberg und Hohenzollern. 1966. S. 161ff.
Germania Judaica II,2 S. 750-753; III,2 S. 1340-1343.
Gerd Wunder: Die Bürger von Hall. Sozialgeschichte einer Reichsstadt 1216-1802. 1980. S. 94-99.
Ilse Wendnagel: Zur Geschichte der Juden in Schwäbisch Hall vom Mittelalter bis zur Gegenwart (maschinenschriftlich). 
Michael Sylvester Koziol: "Das ist ein politischer Brand!". Die "Reichskristallnacht" in Schwäbisch Hall und Braunsbach. (Hg. Stadt Schwäbisch Hall) Schwäbisch Hall 1988.
Gerhard Taddey: Kein kleines Jerusalem. Geschichte der Juden im Landkreis Schwäbisch Hall. 1992.
Eine Reise in die Vergangenheit. Dokumentation zum Besuch ehemaliger jüdischer Bürger von Schwäbisch Hall. 1985.


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Schwaebisch Hall  Wuerttemberg. A Jewish quarter is known from the 13th century. Jews were victims of the Black Death persecutions of 1348-49 and were expelled in 1379. Although reestablished in 1401 numerous restrictions kept the community down to a handful of Jews until the 19th century. A synagogue decorated with wooden engravings was built in 1738-39. Under Wuerttemberg rule from the early 19th century, the community grew to 263 in 1880 (total 9,222), absorbing Jews from neighboring Unterlimburg and Steinbach. In 1933, there were 115 Jews in Schwaebisch Hall. Jewish businesses included a cigarette factory. Virulent anti-Jewish agitation commenced at the outset of Nazi rule. On Kristallnacht (9-10 November 1938), the local prayer house along with Jewish stores and residences were vandalized and the Steinbach synagogue was burned. About 90 Jews managed to emigrate; 22 perished after expulsion to the east in late 1941 and 1942. Late in the war 800 mostly Jewish detainees were kept in a labor camp branch of the Dachau concentration camp at the local airfield. After the war a mass grave was discovered in the vicinity. Sixteen hundred Jewish Displaced Persons were held from late 1946 until 1948 in three transit camps on the outskirts of the city and during their stay they organized a community. Most left for Israel in 1948. 
     

 

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 12. August 2009