Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Wiesbaden (Hessen)
Texte/Berichte zur jüdischen Geschichte der Stadt im 19./20. Jahrhundert 
    
Allgemeine Texte sowie Berichte aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben im 19./20. Jahrhundert 

Die nachstehend wiedergegebenen Texte mit Beiträgen zur jüdischen Geschichte in Wiesbaden wurden in jüdischen Periodika gefunden. 
Bei Gelegenheit werden weitere Texte eingestellt. Neueste Einstellung am 17.11.2014.   
     
Hinweis: die meisten Texte auf dieser Seite müssen noch abgeschrieben und teilweise mit Anmerkungen versehen werden, können jedoch durch Anklicken der Textabbildung bereits gelesen werden
 
    
    
Übersicht:    

Allgemeine Texte 
-  Von der Schönheit Wiesbadens (1856)  
Der Privatier Phil. Zimmer (evangelisch) vermacht größere Summen auch den jüdischen Gemeinden der Stadt (1890)  
-  Vorstellung einer Publikation zur Geschichte der Juden in Wiesbaden (1891)  
-  Anlässlich der Gründung eines antisemitischen Vereins in Wiesbaden: Aufruf gegen nicht reelle Geschäftspraktiken und jüdischen und christlichen Geschäftsleuten (1892)  
-  Abweisung eines jungen jüdischen Kaufmann bei der Bewerbung zum militärischen Freiwilligendienst (1904)   
-  Schlagfertiger Fremdenführer in Wiesbaden (1909)   
-  Der jüdische Händler Citronenbaum aus Mainz erscheint am zweiten jüdischen Neujahrstag nicht vor Gericht in Wiesbaden (1912)  
-  Der Hetzpastor von Borkum Ludwig Münchmeyer hält in Wiesbaden einen antijüdischen Vortrag (1920)  
Schwere Zusammenstöße zwischen jüdischen Frontsoldaten und Nationalsozialisten (1927)  
Der Besitzer des Hotels "Frankfurter Hof" zeigt seine antisemitische Gesinnung (1927)  
-  Chassidische Führer zu Besuch in Wiesbaden (1928)  
-  Ausflug einer jüdischen Jugendgruppe aus Frankfurt nach Wiesbaden (1928)   
-  Verbot des Aufmarsches von Hakenkreuzlern (1929)  
In Wiesbaden herrscht abgesehen von kleinen Zwischenfällen "Ruhe und Ordnung" (April 1933) 
-  Gemeindebeschreibung der jüdischen Gemeinde Wiesbaden mit Beschreibung der Synagoge(n) (1936!)   
Berichte aus dem jüdischen Gemeindeleben  
-  Bei der Einweihung der Bonifatius-Kirche wurden die Vertreter der jüdischen Gemeinde zunächst nicht eingeladen (1849) 
-  Vortrag von Rabbiner Dr. Silberstein über "Gabriel Rießer" (1895)  
-  Ein 16-jähriges jüdischer Schüler ließ sich durch einen evangelischen Mitschüler taufen (1898)  
-  Verschiedene Mitteilungen: 40-jähriges Jubiläum von Rabbiner Dr. Kahn - ein jüdisches Krankenhaus wird geplant - der Synagogengesangverein hat eine Restauration gemietet (1910) 
Über das jüdische Gemeindeleben in Wiesbaden (1927)  
-  Veränderungen im Wahlrecht der Israelitischen Kultusgemeinde (1928)  
-  Veranstaltungen zur Jahrzeit von Oberrabbiner Kuk (1936)   
Berichte aus dem jüdischen Vereinsleben  
Der Synagogenchorverein verschönert ein Fest der deutsch-katholischen Gemeinde (1870)      
-  50. Stiftungsfest des Israelitischen Männerkrankenvereins (1885)   
-  Jahresbericht des "Israelitischen Unterstützungsvereins" (1886)  
-  Über den neu gegründeten Waisen-Unterstützungsfond (1889) 
1
8. Jahresbericht des "Israelitischen Unterstützungsvereins" (1888/ 1889)  
-  Gesellige Feier des Synagogengesangvereins (1889)  
19. Jahresbericht des "Israelitischen Unterstützungsvereins" (1889/90)   
-  25-jähriges Bestehen des Israelitischen Frauenvereins (1896)  
-  Jahresbericht des "Israelitischen Unterstützungsvereins" (1898) 
Vortrag von Rabbiner Dr. Silberstein im Synagogen-Gesangverein (1902)  
33. Jahresbericht des "Israelitischen Unterstützungs-Vereines" (1904)  
-  Jahresbericht des "Israelitischen Unterstützungsvereins" (1906)  
-  Musikabend des Vereins für jüdische Geschichte und Literatur (1907)  
Gründung einer Ortsgruppe des "Verbandes der Sabbatfreunde" (1907)  
-  Diskussionsabend der Zionistischen Ortsgruppe (1908) 
-  75-jähriges Bestehen des Israelitischen Männerkrankenvereins (1910)  
-  Jahresbericht des "Israelitischen Unterstützungsvereins" (1910)  
-  Jahresbericht des "Israelitischen Unterstützungsvereins" (1911)  
-  Versammlung der Zionistischen Ortsgruppe (1911)  
-  Vortrag mit Debatte über den "Untergang der deutschen Juden" in der Zionistischen Ortsgruppe (1912)  
-  Veranstaltungen der Zionistischen Ortsgruppe (1912) 
-  Vortragsabend der Zionistischen Ortsgruppe (1912)  
-  50-jähriges Bestehen des Synagogengesangvereins (1913)  
-  Jahresbericht des "Israelitischen Unterstützungsvereins" (1914) 
Ereignisse und Aktivitäten in der jüdischen Gemeinde zu Kriegsbeginn (1914)  
Festschrift zur Fünfzigjahrfeier des Synagogen-Gesangvereins (1914)    
-  Gedenkveranstaltung für Rabbi Akiba Wreschner (1915)  
-  Ein ritueller Mittagstisch und das jüdische Altersheim wurden eingerichtet (1924)   
-  Winterprogramm der Agudas Jisroel-Gruppe (1925)  
Über das jüdische Gemeindeleben im Winter 1925/1926 (1926)    
-  Damenschiur der Agudas Jisroel mit Lehrer Hes (1926) 
Erfolg im Fußball des jüdischen Fußballvereins Hakoah Wiesbaden (1927)  
Vortragsabend der Ortsgruppe der "Vereinigung für liberales Judentum" (1927)  
-  Über den jüdischen Sportklub Hakoah Wiesbaden (1928)  
Bezirksrabbiner Dr. Lazarus referiert über Martin Luther (1928)  
Stiftungsfest der Chewra Kadischa (1928)  
Bericht aus dem jüdischen Gemeindeleben - Vorträge des Jüdischen Lehrhauses und weitere Veranstaltungen (1928)  
Über die Chanukka-Feier der "Vereinigung jüdischer Frauen" (1930, Artikel vom Januar 1931)  
Veranstaltung der Ortsgruppe der Vereinigung für das liberale Judentum (1931)  
Bericht aus dem jüdischen Gemeindeleben - Vorträge des Jüdischen Lehrhauses (1931) 
-  Abschlussprüfung in den Jugendgruppen der Agudas Jisroel (1935)   
-  Generalversammlung des Verbandes polnischer Staatsangehöriger (1936) 
-  Tagung der Ortsgruppen Südwestdeutschlands der Polnischen Staatsbürger (1936)  
Anzeige für eine Kundgebung des Keren Hajessod in der Synagoge in Wiesbaden (1936)     
Sonstiges    
-  Sitzung des "Synagogenrates", eines Gremiums der drei Rabbinatsbezirke des früheren Herzogtums Nassau (1890) 
Karte aus Wiesbaden - Gruß aus dem Ratskeller (1906)  
-  Bericht eines Kurgastes aus Wiesbaden (1925)  

       
       
Allgemeine Texte       
Von der Schönheit Wiesbadens (1856)    
Hinweis: der Bewunderer Wiesbadens sieht den 1851 durch Landesbaumeister Philipp Hoffmann (der später auch die Synagoge baute) erstellten griechischen Tempel im Mittelpunkt des Neroparks des Neroberges. Auch die 1847 bis 1851 gleichfalls von Philipp Hoffmann am Neroberg erbaute Russisch-Orthodoxe Kirche hatte fünf goldene Kuppeln.       

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 24. November 1856:      

        
Der Privatier Phil. Zimmer (evangelisch) vermacht größere Summen auch den jüdischen Gemeinden der Stadt (1890)         

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 11. Juli 1890: "Wiesbaden, im Juli (1890). Vor einiger Zeit starb dahier der hiesige Privatier Phil. Zimmer, ein evangelischer Christ, der außer mehreren interkonfessionellen Wohltätigkeitsvereinen, die er mit einem Legate von je 500 Mark bedachte, auffallender Weise auch den 'beiden israelitischen Kultusgemeinden' dahier je 500 Mark vermachte. Auffallend ist dieses Vermächtnis deshalb, weil der Verblichene weder der evangelischen, noch der katholischen Kirchengemeinde etwas vermachte, und auch die übrigen hier vorhandenen religiösen Gemeinschaften leer ausgingen. (Wie ich höre, war seine im Tode vorausgegangene Ehegattin eine getaufte Jüdin)."    

 
Vorstellung einer Publikation zur Geschichte der Juden in Wiesbaden (1891)      

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. Juni 1891:       
Wiesbaden Israelit 11061891f.jpg (122457 Byte)   

    
Anlässlich der Gründung eines antisemitischen Vereins in Wiesbaden: Aufruf gegen nicht reelle Geschäftspraktiken unter jüdischen und christlichen Geschäftsleuten  (1892)   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 14. November 1892:       

  
Abweisung eines jungen jüdischen Kaufmanns bei der Bewerbung zum militärischen Freiwilligendienst (1904)    

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. April 1904:      

   
Schlagfertiger Fremdenführer in Wiesbaden (1909)       

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom  26. August 1909:     


Der jüdische Händler Citronenbaum aus Mainz erscheint am zweiten jüdischen Neujahrstag nicht vor Gericht in Wiesbaden (1912)   

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 2. Oktober 1912:        

 
Der Hetzpastor von Borkum Ludwig Münchmeyer hält in Wiesbaden einen antijüdischen Vortrag (1920)   
Anmerkung: es handelt sich um Ludwig Münchmeyer (geb. 1885 in Hoyel, gest. 1947 in Böblingen); als evangelischer Pastor auf der ostfriesischen Nordseeinsel Borkum (seit 1920) tat er sich durch besonders aggressive antisemitische Hetzreden hervor. 1925 eröffnete das Landeskirchenamt der Hannoverschen Landeskirche ein Disziplinarverfahren gegen Münchmeyer; 1929 wurde er aus dem Kirchendienst mit allen Konsequenzen entlassen. 1928 wurde Münchmeyer "Reichsredner" der NSDAP, 1930 zog er in den Reichstag ein, in dem er bis Mai 1945 verblieb. Bis zu seinem Tod blieb Münchmeyer unbelehrbarer Nationalsozialist.
Vgl. Wikipedia-Artikel Ludwig Münchmeyer.    

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 14. Februar 1920:        

  
Schwere Zusammenstöße zwischen jüdischen Frontsoldaten und Nationalsozialisten (1927)     

Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom 28. Januar 1927:         

  
Der Besitzer des Hotels "Frankfurter Hof" zeigt seine antisemitische Gesinnung (1927)     

Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom 28. Januar 1927:         

    
Chassidische Führer zu Besuch in Wiesbaden (1928)      

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. Juli 1928:      

   
Ausflug einer jüdischen Jugendgruppe aus Frankfurt nach Wiesbaden (1928)        

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. November 1928:      

 
Verbot des Aufmarsches von Hakenkreuzler (1929)    

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom  11. April 1929:     


In Wiesbaden herrscht abgesehen von kleinen Zwischenfällen "Ruhe und Ordnung" (April 1933)     

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 7. April 1933:      

    
Gemeindebeschreibung der jüdischen Gemeinde Wiesbaden mit Beschreibung der Synagoge(n) (1936!)     

Wiesbaden GblIsrGF Juni 1936 358.jpg (493164 Byte)Artikel im "Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt" vom Juni 1936 S. 358-359: "Wiesbaden. Hauptstadt des Regierungsbezirks Wiesbaden, nach Einverleibung von Sonnenberg, Bierstadt, Erbenheim, Biebrich, Schierstein, Frauenstein und Dotzheim, die alle eigene, zum Teil alte, Judensiedlungen besaßen, heute 165.000 Einwohner, darunter etwa 2.000 Juden (um 1930 rund 3.200). Zur Römerzeit 'Aquae Mattiacae', 'Mattiakische Quellen' nach der Völkerschaft der Mattiaker, römischer Badeort und bürgerliche Niederlassung. Zur Zeit Karls des Großen als 'Wisibada', Wiesenbad, Vorort des Königs-Sondergaues. Kommt 1150 an die Gaugrafen von Nassau. Im 14. Jahrhundert wird es wieder Badeort, und seine beiden Geschlechtern gemeinsam offenen Bäder erregen manches Ärgernis. Mehrfach kriegsverheert, sieht es gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges Hasen und Rebhühner auf seinem Marktplatz nisten. Langsam zuerst, schneller seit 1816, als Wiesbaden Hauptstadt von Nassau geworden war, geht es aufwärts, noch schneller in preußischer Zeit. -
Vereinzelte Juden wohnen seit dem 14. Jahrhundert hier. Der erste 1385 namentliche erwähnte, heißt Kirsan (Gerson); 1427 wird der Jude Gebhardt als Hausbesitzer genannt. Die Zahl wächst. Die erste heute noch nachweisbare Judenwohnung ist die des Juden Joseph, der 1573 mit Frau, Sohn und Begleitung im Badhaus zum Helm (heute Hotel goldene Kette), Goldgasse 1, Wohnung nimmt, rituell lebt, eigene Betstube einrichtet. Auch jüdische Badegäste gibt es damals schon und einen jüdischen Glaser Gump, der in der Metzgergasse, der heutigen Wagemannstraße, wohnt, mit Glas und Nägeln handelt mund sogar Kredit gewährt. Einige Jahrzehnte, man weiß nicht warum, ist Weisbaden judenfrei, aber 1620 nimmt die Bevölkerung eine Anzahl Judenfamilien, die vor den Spaniern aus Eppstein fließen mussten, freundlich auf. Das 'Judenbad' wird der Stern. Nach ihm gibt's zwei Judenbäder: Die 'Zwei Böcke', noch heute in der Häfnergasse, und den 'halben Mond'. Die Seelenzahl der Gemeinde wie die der jüdischen Kurgäste wächst, obwohl die Wiesbadener K'hllah neben der Idsteiner (Wiesbaden gehört zur Herrschaft Nassau-Idstein) noch an Bedeutung zurückbleibt. Der erste uns bekannte Rabbiner von Idstein und Wiesbaden ist R. David Grünhut, der gleich seinen Kollegen von Hanau, Darmstadt und anderen Landgemeinden in Frankfurt wohnt. Er ist hier Leiter der Oppenheimerschen Jeschiwah, ist Kabbalist und Freund von Johann Jacob Schudt, der sich in seinem berühmten Buch 'Jüdische Merkwürdigkeiten' auf ihn als den 'mir durch öftere Konversation familiare' R. David Grünhut beruft. Zur Bibelübersetzung des unerbittlichen Judenfeindes Prof. Andreas Eisenmenger ('Entdecktes Judentum' stammt von ihm) schreibt R. David eine Vorrede! Noch interessanter sein Nachfolger R. Hirsch Henoch Frenkel, Freund des Rabbi Chajim Bacharach, Rabbiners von Koblenz (Grab auf dem alten Wormser Friedhof). Frenkel, ebenfalls Kabbalist, geht 1709 als Oberrabbiner nach Ansbach, kommt 1812, der Unredlichkeit und Zauberei beschuldigt, ins Gefängnis, und wird nach 24 Jahren, 74-jährige, entlassen (Carmoli: 'Der Gefangene', im 'Israelit' 1868). Großes Aufsehen erregt um 1720 der Fall von Heinrich Tileman König, Bürgern und Wagnern', der sich trotz Gefängnis und sonstiger Repressalien öffentlich zum Judentum bekennt, ohne allerdings Jude zu werden. 1724 wird das Bad zum 'Rebhuhn', der heutige 'Pariser Hof' in der Spiegelgasse, eröffnet: Der 'Rebhinkel', das bald auch eine Betstube enthält. Der Friedhof auf dem Kuhberg (heute 'Schöne Aussicht') wird erweitert. Ähnlich wie in Frankfurt zwischen den Kann und Drach wütet in Wiesbaden um die Mitte des 18. Jahrhunderts ein Gemeindekrieg, eine Folge allgemeiner Jagd um Aufnahme jüdischer Kurgäste. Der Polizeidirektor entscheidet: da den jüdischen 'Honoratioren', den 'sogenannten Fürsten des Volkes', die Einkehr in bessere christliche Badhäuser freisteht, und das 'Rebhuhn' den übrigen genüge, bestehe keine Wohnungsnot für jüdische Kurgäste; vorübergehend Durchreisende können logieren, wo sie wollten, auch bei jüdischen Privatleuten. Rabbiner von 'Wiesbaden und Idstein' ist damals, 1760-1790, R. Abraham Joseph aus 'Tennenlohe' in Mittelfranken, der durch Heirat zugleich Badhausbesitzer wird und beide Berufe seinem Sohne Rabbi Heyum (Chajim) Abraham 'Dentla' vererbt. Sein Enkel Abraham Moses 'Tendlau' stirbt 1878 als Privatgelehrter und mit Recht 'vielgelesener' Schriftsteller in Frankfurt; ein letzter männlicher Nachkomme der Manneslinie lebt noch in Wiesbaden. 1832 bis 1838 wirkt als erster modern gebildeter Rabbiner der Gemeinde Wiesbaden Abraham Geiger und legt hier die wissenschaftliche Grundlage für das liberale Judentum sowohl mit seiner Zeitschrift 'Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologen' wie mit der von ihm 1837 einberufenen ersten liberalen Rabbinerversammlung in der Welt. So rückt Wiesbaden für wenige Jahre in den Brennpunkt jüdischer Interesses. Geiger, Sprössling einer alten Frankfurter Familie, wird nach längerer Amtszeit in Breslau Rabbiner seiner Vaterstadt und wirkt zuletzt in Berlin, Er stellt eine neue, wichtige Beziehung zwischen den Gemeinden Frankfurt und Wiesbaden nach den schon erwähnten dar. In den folgenden Zeiten bis zum Weltkriege starker Aufschwung der Gemeinde wie der Stadt, der wohl zum Bau einer stattlichen Synagoge und Anlage eines neuen schönen Friedhofs, 1891, nicht aber zur Erwerbung oder zum Bau eines Gemeindehauses oder auch nur eines dazu geeigneten Grundstückes führt - ein heute sehr schmerzlich fühlbarer Mangel. Stillstand während des Krieges, danach zahlenmäßig kurzer Aufstieg. Seit 1933 starke Abnahme der Seelenzahl durch Abwanderung, vor allem der Jugend, und durch Tod, zu einem gewissen Teil freilich ausgeglichen durch steten Zuzug von Rentnern und pensionierten Beamten, die allmählich den Charakter der Gemeinde prägen werden. Rabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde und des Rabbinatsbezirks Wiesbaden, der 25 Gemeinden umfasst, ist Dr. Paul Lazarus. Rabbiner der Altisraelitischen Kultusgemeinde (orthodoxe Separatgemeinde) ist Dr. Jonas Ansbacher. Auch der Begründer dieser Gemeinde, Altrabbiner Dr. Leo Kahn, lebt 95 Jahre alt, in glücklicher Rüstigkeit in Wiesbaden. Von den Bezirksgemeinden liegen Wiesbaden-Bierstadt, Wiesbaden-Biebrich und Wiesbaden-Schierstein seit der Stadterweiterung auf Wiesbadener Gebiet und verwalten sich selbst; aber einen eigenen Lehrer hat nur noch Wiesbaden-Schierstein.  
Jüdische Sehenswürdigkeiten. Die Hauptsynagoge am Michelsberg. Erbaut von Oberbaurat Hoffmann, 1869 geweiht; stattlicher maurischer Bau mit schönklingender Orgel. Zahlreiche geschmackvolle Tora-Mäntel, sehenswerter Silberschmuck; unter den Vorhängen ist auch ein Geschenk von Mainzer Frauen als Dank für freundliche Aufnahme durch die Wiesbadener Juden während der Mainzer Judenunruhen Ende des 18. Jahrhunderts segenswert. - Synagoge der Altisraelitischen Kultusgemeinde, Friedrichstraße 33, würdig und luftig, mit schönen Nebenräumen. - Ostjüdische orthodoxe Betstätte 'Talmud Tora', Blücherstraße 6, Ahawath Zion, Geisbergstraße 4, hat nur an Sabbat und Festtagen Gottesdienst. Es bestehen ein Altersheim, ein Tagesheim für Kinder, eine rituelle Mittelstandsküche, Gemeindebibliothek und die üblichen zahlreichen Vereine, von denen das Jüdische Lehrhaus, mitgegründet von Franz Rosenzweig - Frankfurt, als besonders wichtig genannt seien. Außerordentlich schön der erwähnte alte Friedhof auf der schönen Aussicht (Schlüssel beim Kastellan der Hauptsynagoge). Auf dem Neuen Friedhof an der Platterstraße eindrucksvoller Obelisk mit den Namen der Kriegsgefallenen der Gemeinde. - Die letzte Errungenschaft der Gemeinde ist die jüdische Volksschule, schräg gegenüber der Mündung der Gartenfeldstraße in die Mainzer Straße;         
Wiesbaden GblIsrGF Juni 1936 359.jpg (175449 Byte)ein Doppelhäuschen, einstöckig, inmitten eines großen Platzes, mit Vorgarten. Sie ist soeben eröffnet worden. -  
Zwei gut geleitete, rituell geführte Hotels: Kronprinz, Taunusstraße 46, und Ritter, Taunusstraße 45. Außerdem zahlreiche jüdische Pensionen und Mittagstische. 
Sehenswürdigkeiten von allgemeinem Interesse. Der Hugo-Reisinger-Brunnen, die 'Visitenkarte' der STadt, am Bahnhofsplatz; die Wilhelmstraße, an ihrem Anfang das neue Museum mit beachtenswerter naturwissenschaftlicher und Kunstsammlung; als ihr Abschluss eine der schönsten Platzanlagen Deutschlands: im Osten die großartige Kurhausanlage von Friedr. Thiersch mit einem der prunkvollsten Konzertsäle Deutschlands (Dirigent: Generalmusikdirektor Schuricht); im Süden das Deutsche Theater, früher Nassauisches Landestheater (die Wandelhalle von Baronin Oppenheim aus Dessau gestiftet und von Baurat Genzmer nach dem Muster des Foyers der Pariser großen Oper erbaut). Im Westen das Hotel 'Vier Jahreszeiten' mit architektonisch bemerkenswertem Speisesaal, 'Hotel Rose' und 'Nassauer Hof'. Eine großzügige Umgestaltung der Kuranlagen vom 'Paulinenschlösschen' über die neue Kochbrunnen-Anlage zum Kurhaus und Kurgarten hat diesen Mittelpunkt der Kurstadt glanzvoll erneut. Alte Kochbrunnenquelle und Ausschank. In der Langgasse die älteste Apotheke, 1672 gegründet: die Schützenhof-Apotheke (Max Holländer). Römertor und Heidenmauer an der Coulinstraße. Das alte Rathaus und der alte Marktbrunnen am Marktplatz, die Landesbibliothek in der Rheinstraße (150.000 Bände).    
Ausflüge
. Wiesbaden ist Hauptstadt des Taunus, in nahem Halbkreis von ihm umgeben. Immer neue Ausflüge lassen die Vielgestaltigkeit des lieblichsten deutschen Gebirges erkennen, mit seinen Hochwäldern und Langtälern, seinen hundert Heilquellen (Wiesbaden allein zählt 27), seinen 100 Burgen, seinen 'Judenköpfen' und 'Judenpfaden', die auf besondere Kapitel jüdischer Lebensnot im deutschen Mittelalter hindeuten, seinen Römerkastellen, Limesgräben und Ringwällen, die von der Weite und Macht römischer Herrschaft wie dem Opferwillen und der Freiheitsliebe der heimischen Stämme zeugen. Genannt seien einige Nahwanderungen: Neroberg (berühmter Aussichtspunkt); nahebei das Opelbad in 300 m Höhe, eine in Deutschland einzig dastehende Anlage. Platte, ca. 500 m, mit Jagdschloss (sehenswertes Treppenhaus und außerordentliche Geweihsammlung). Bierstadterhöhe mit schöner Aussicht über Wiesbaden und Mainz. Unterhalb der Bierstadterhöhe..."   

    
    
    
Berichte aus dem jüdischen Gemeindeleben   
Bei der Einweihung der Bonifatius-Kirche wurden die Vertreter der jüdischen Gemeinde zunächst nicht eingeladen (1849)   
Anmerkung: es ging um die am 19. Juni 1849 erfolgte Einweihung der römisch-katholischen St. Bonifatius-Kirche.      

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 9. Juli (1849). Wiesbaden, 17. Juni (1849). Zu der Kircheinweihungsfeierlichkeit, die auf ausdrücklichen Wunsch des Herzogs so pompös wie nur möglich vonstatten gehen soll, sind außer der römisch-katholischen Geistlichkeit von nah und fern auch die hiesigen und benachbarten evangelischen, griechisch-katholischen und anglikanischen Geistlichen eingeladen worden, die Geistlichen der deutsch-katholischen und der israelitischen Gemeinde hat man jedoch übergangen. Ob man aber die Deutsch-Katholiken und die Israeliten übergangen hat, als es sich darum handelte, der in einer Anzahl von 700 Mann hierher kommenden Geistlichkeit bei den Bürgern bequeme Quartiere zu bereiten, das ist eine andere Frage; da hat man auf keinen Glaubensunterschied Rücksicht genommen, und zur Ehre unserer Stadt sei es gesagt, die Bürger haben sich großenteils sehr tolerant bewiesen und sich freiwillig zur Beherbergung erboten und gerade geschah dies vielfach auch von jüdischen Familien. Eine trübe und erbitterte Stimmung hat es deshalb aber auch umso mehr hervorgerufen, als vor einigen Tagen das Festprogramm erschien, aus welchem man ersehen musste, dass man den deutsch-katholischen und den israelitischen Geistlichen nicht zur Feier eingeladen hat. Sofort wurden von sehr vielen Bürgern und beinahe von sämtlichen Israeliten die bereitwillig erbotene Beherbergung gekündigt und die große Mehrheit der Bürgerwehrmänner, die ebenfalls das Fest durch Spalierbilden etc. verherrlichen sollten, erklärten sich entschieden gegen eine jede Beteiligung am Feste, was gewiss im andern Falle von beinahe allen Wehrmännern ohne Frage geschehen wäre. Nun war der so unangenehm überraschte Kirchenvorstand auf einmal so klug, nachträglich noch eine Einladung zur Feier an den Herrn Rabbiner Dr. Süßkind ergehen zu lassen, an den würdigen und sehr geachteten Prediger der hiesigen deutsch-katholischen Gemeinde, Herrn Pfarrer Graf, jedoch nicht. Ersterer hat aber in einem recht freundschaftlich gehaltenen Schreiben an den Kirchenvorstand die Einladung abgelehnt, der Gemeinde jedoch alles Glück und allen Segen wünschend."      

   
Vortrag von Rabbiner Dr. Silberstein über "Gabriel Rießer" (1895)     
Anmerkung: Über Gabriel Rießer informiert u.a. der Wikipedia-Artikel Gabriel Riesser - ein Bezug zu Wiesbaden besteht nicht.    

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 20. Dezember 1895: "Auf Ersuchen des Synagogen-Gesangvereins in Wiesbaden, der sich auch die Pflege des geistigen Lebens zur Aufgabe setzt, hielt Herr Stadt- und Bezirks-Rabbiner Dr. Silberstein am 10. dieses Monats einen Vortrag 'Gabriel Rießer, ein Anwalt des Rechts', dem ein sehr zahlreiches, auch nichtjüdisches Publikum beiwohnte."       

   
Ein 16-jähriger jüdischer Schüler ließ sich durch einen evangelischen Mitschüler taufen (1898)  
Anmerkung: zu dem im Text vorkommenden Stichwort "Mortara-Fall" vgl. den Wikipedia-Artikel Edgardo Mortara      

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 4. März 1898: "Wiesbaden, 28. Februar (1898). Hier ereignete sich folgender, noch der Aufklärung bedürftige Fall: 'Ein etwa 16 Jahre alter israelitischer Schüler des hiesigen Gymnasiums veranlasste einen jüngeren Mitschüler, der evangelischen Bekenntnisses ist, ihn - den Israeliten - zu taufen, und zwar nach katholischem Ritus. Wie der evangelische Schüler dies zustande brachte, ist noch nicht bekannt. Wohl aber behauptet der 'Rheinische Kurier', dass diese Knabentaufe von katholischer Seite als gültig und in aller Form rechtens vollzogen anerkannt worden sei, und zwar trotz des Widerspruches der israelitischen Eltern des neugetauften Knaben. Es wäre also eine Art Mortara-Fall. Anders scheint die Leitung der Schule, welcher die zwei Schüler angehörten, den Vorfall aufgefasst zu haben: Beide sind sofort aus dem Schulverbande ausgeschlossen worden. Der Fall erregt großes Aufsehen in Wiesbaden."        
 
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 11. März 1898: "Wiesbaden, 6. März (1898). Wir haben bereits mitgeteilt, dass kürzlich hier ein evangelischer Gymnasiast an einem jüdischen Mitschüler durch die Taufe dessen Übertritt zum Katholizismus vollzogen hat. Trotzdem der aktiv Beteiligte erklärte, es handele sich nur um einen Dummenjungenstreich, wird von einer Anzahl Blätter ganz ernsthaft die Frage, ob die Taufe gültig sei, bejaht. Ein katholisches Blatt in Wiesbaden selbst hält mit seinen Lesern eine förmliche Katechismusstunde ab und weist nach, dass der junge Mann, weil es sich nicht um eine Nottaufe gehandelt habe, sich zwar ein fremdes Recht angemaßt habe, dass aber der Gültigkeit der Taufe nichts im Wege stehe, weil jeder Mensch, also auch ein junger Gymnasialschüler, gültig taufen könne. Auch der katholische Prälat Dr. Keller in Wiesbaden hat sich in ähnlichem Sinne ausgesprochen und folgende Darstellung des Falles gegeben: 'Der betreffende junge Mann glaubte die feste Überzeugung von der Wahrheit der katholischen Religion gewonnen zu haben und hielt sich deshalb zum Übertritt verpflichtet. Er wollte diesen jedoch mit Rücksicht auf seine Eltern, besonders seine Mutter, heimlich vollziehen und wandte sich daher an verschiedene Geistliche mit dem Ersuchen, die Taufe ohne Wissen der Eltern vorzunehmen. Da diese darauf nicht eingingen, so gewann er einen protestantischen Mitschüler, der die Taufe an ihm vollzog. Jeder Mensch kann gültig taufen. Die fragliche Taufe ist also gültig, wenn der junge Mann sie in richtiger Weise vollzogen und dabei die Absicht hatte, wirklich zu taufen. Dem katholischen Stadtpfarrer erklärte der Betreffende, er habe wirklich seinem Freunde den ausgesprochenen Wunsch erfüllen und ihn taufen wollen. Die Beschreibung seines Verfahrens bei dem Akte ließ ebenfalls alles als vorschriftsmäßig vollzogen erscheinen. Daher musste der Pfarrer die Taufe als gültig ansehen. Nachträglich gibt der junge Mann vor, er habe nicht taufen wollen, sondern sich nur einen Scherz erlaubt. Er allein kann wissen, was seine Absicht war, er allein kann daher auch mit Sicherheit die Entscheidung geben, ob die Taufe gültig ist oder nicht. Die beiden Schüler sind inzwischen durch ihre Eltern vom Gymnasium abmeldet worden.' Mit der Erklärung des jungen Mannes, er habe sich nur einen Scherz erlaubt, könnten die Akten über den etwas verworrenen Fall geschlossen werden. Auffallen muss aber, dass eine derartig vollzogene Taufe, wenn sie ernst gemeint ist, gültig sein soll. Ist der Gymnasiast etwa auch berechtigt, einen Taufschein auszustellen? Und ob die katholische Kirche den so Getauften ohne Weiteres als vollgültiges Glied ansehen würde, erscheint doch sehr zweifelhaft."     

   
Verschiedene Mitteilungen: 40-jähriges Jubiläum von Rabbiner Dr. Kahn - ein jüdisches Krankenhaus wird geplant - der Synagogengesangverein hat eine Restauration gemietet (1910)        

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 11. Februar 1910:    

  
Über das jüdische Gemeindeleben in Wiesbaden (1927)     

Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom 3. Juni 1927:          
Wiesbaden JuedWZKassel 03061927a.jpg (239344 Byte)  

 
Veränderungen im Wahlrecht der Israelitischen Kultusgemeinde (1928)      

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. Juli 1928:      


Veranstaltungen zur Jahrzeit von Oberrabbiner Kuk (= Kuuk, 1936)    
Über Oberrabbiner Abraham Isaak Kook - erster aschkenasischer Großrabbiner Palästinas (1865-1935) vgl.  den Wikipedia-Artikel Abraham Isaak Kook      

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 3. September 1936:       

  
  
  
Berichte aus dem jüdischen Vereinsleben   
Der Synagogengesangverein verschönert ein Jubelfest der deutsch-katholischen Gemeinde - die orthodoxe Gemeinde wird größer (1870)   
Hinweis: die Kritik gegenüber dem Auftreten des Synagogen-Chor-Vereins entspringt der orthodox-konservativen Sichtweise der Zeitung "Der Israelit".       

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. März 1870: "Wiesbaden, den 13. März (1870). Heute feiert die hiesige deutsch-katholische Gemeinde das Jubelfest ihres 25-jährigen Bestehens. Zur Verherrlichung der Feier trug sehr viel der hiesige Synagogen-Gesang-Verein bei. Reformsynagoge und deutsch-katholisches Bethaus unterscheiden sich ja nicht so sehr voneinander. Nihilismus auf religiösem Gebiete hier wie dort.  
Die hiesige orthodoxe Gemeinde erstarkt Gott sei Dank von Tag zu Tag. Von den 77 schulpflichtigen Kindern besuchen 39 den Religionsunterricht unseres ebenso gelehrten wie streng-religiösen Rabbiners Dr. L. Cahn, dessen Wirksamkeit bereits eine sehr segensreiche ist. Wenn, so Gott will, im nächsten Sommer so viele Kurgäste zu uns kommen werden, die Jahre lang mit tiefem Schmerz den Verfall der hiesigen israelitischen Gemeinde beobachtet haben, so werden sie sich freuen der Umwandlung, die sich hier unter göttlichem Beistande gegenwärtig vollzieht."         

 
50. Stiftungsfest des Israelitischen Männer-Kranken-Vereins (1885)     

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 17. Februar 1885:      

 
Jahresbericht des "Israelitischen Unterstützungsvereins" (1886)        

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 16. März 1886:      

   
Über den neu gegründeten Waisen-Unterstützungsfond (1889)        

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 17. Januar 1889:       


Gesellige Feier des Synagogengesangvereins (1889)      

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 17. Januar 1889:       

   

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 12. September 1889: "Der 18. Jahresbericht des Israelitischen Unterstützungsvereins zu Wiesbaden hat ein erfreuliches Wachstum zu verzeichnen. Die Zahl seiner Mitglieder vergrößert sich jährlich und beträgt jetzt 163 mit einer Summe von 2.400 Mark als Beiträgen. So fließen ihm auch recht ansehnliche Schenkungen zu. Seine Einnahmen betrugen 1888: 6.632 Mark, wovon 3.026 Mark auf den Ankauf von Wertpapieren verwendet werden. Das Vermögen besteht in 13.440 Mark. Um heute mit zwar kleinem, aber sehr erfreulichen Gegenstande zu schließen, machen wir noch auf den israelitischen Armen-Holz-Verein, der seit 1818 in segensreicher Tätigkeit besteht, und den Verein zur Ausstattung israelitischer Mädchen (seit 1886) in Homburg v. d. Höhe aufmerksam. Einigkeit macht starb und vermag deshalb in kleinen Kreisen eine segensreiche Wirksamkeit zu entfalten."      

     
19. Jahresbericht des Israelitischen Unterstützungsvereins (1889/90)   

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 4. April 1890: "Der israelitische Unterstützungsverein in Wiesbaden versendet seinen Jahresbericht für 1889. Der Verein zählt 170 Mitglieder mit Beiträgen von 12 bis 36 Mark. Das Vermögen beträgt 15.664 Mark. An Unterstützungen wurden 2.870 Mark ausgegeben."       

 
25-jähriges Bestehen des Israelitischen Frauenvereins (1896)     

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 16. März 1896:     


Jahresbericht des "Israelitischen Unterstützungsvereins" (1898)          

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 25. Februar 1898:     

    
Vortrag von Rabbiner Dr. Silberstein im Synagogen-Gesangverein (1902)     

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 5. Dezember 1902: "Wiesbaden, 30. November (1902). Am 9. dieses Monats hielt Herr Stadt- und Bezirksrabbiner Dr. Silberstein im Synagogen-Gesangverein einen einstündigen Vortrag. In fesselnder Weise zeigte der gefeierte Redner zunächst die historische Entwicklung des 'Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes', sprach über dessen Einrichtungen und zuletzt über den jüngsten Gemeinde- und Verbandstag und die Eindrücke, welche er (Redner) auf demselben empfangen hatte. Auf Anregung des Herrn Rabbiners, welchem für seinen wohldurchdachten Vortrag lebhafter Beifall gezollt wurde, wird sich demnächst innerhalb des genannten Vereins eine Sektion bilden, welche sich die Pflege der Jüdischen Geschichte und Literatur zur besonderen Aufgabe stellt."            

     
33. Jahresbericht des Israelitischen Unterstützungs-Vereines (1904)        

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 8. April 1904: "Wiesbaden, 4. April (1904). Aus dem 33. Jahresbericht des hiesigen Israelitischen Unterstützungs-Vereins ist zu ersehen, dass die Ausgaben des Vereins gegen das Vorjahr sich in fast allen Zweigen seiner Tätigkeit vermehrt haben, während die Einnahmen nicht dementsprechend gewachsen sind. Der Umstand schon, dass durch dessen Tätigkeit der Hausbettel seitens israelitischer Hilfsbedürftiger in hiesiger Stadt vollständig aufgehört hat, sollte alle diejenigen wohlhabenden Gemeindeangehörigen, welche noch nicht Mitglieder unseres Vereins sind, zu baldigstem Eintritt veranlassen. Je größer die demselben zur Verfügung stehenden Mittel sind, desto nachdrücklicher kann unseren armen Glaubensgenossen Hilfe geleistet werden. In der im Dezember vorigen Jahres stattgehabten Mitgliederversammlung ist der bisherige Vorstand wiedergewählt worden. Die Einnahmen betrugen 13.782,28 Mark, die Ausgaben 12.665 Mark, das Vereinsvermögen 28.617,34 Mark. Im vergangenen Sommer konnte der Verein 17 Kinder unbemittelter Eltern in die Sommerfrische senden. Der Vorstand besteht aus folgenden Herren: Moritz Heimerdinger, Vorsitzender, Moritz Elsberg, Kassierer, Bernhard Groedel, Mayer Baum, Seligmann Blumenthal, Saly Hamburger, Simon Heß, Abraham Marxheimer, M. D. Strauß, Benedict Straus, Schriftführer."       


Jahresbericht des "Israelitischen Unterstützungsvereins" (1906)       

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 20. April 1906:     

  
Musikabend des Vereins für jüdische Geschichte und Literatur (1907)      

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 8. März 1907:          

    
Gründung einer Ortsgruppe des "Verbandes der Sabbatfreunde" (1907)       

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. Oktober 1907:     


Diskussionsabend der Zionistischen Ortsgruppe (1908)       

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 4. Dezember 1908:    


75-jähriges Bestehen des Israelitischen Männerkrankenvereins (1910)        

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 11. Februar 1910:     

   
Jahresbericht des "Israelitischen Unterstützungsvereins" (1910)        

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 31. März 1910:      

  
Jahresbericht des "Israelitischen Unterstützungsvereins" (1911)    

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 9. Juni 1911:      


Versammlung der zionistischen Ortsgruppe (1911)       

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 1. Dezember 1911:     

  
Vortrag mit Debatte über den "Untergang der deutschen Juden" in der Zionistischen Ortsgruppe (1912)      

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 7. Juni 1912:    

   
Veranstaltungen der zionistischen Ortsgruppe (1912)      

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 25. Oktober 1912:         

  
Vortragsabend der zionistischen Ortsgruppe (1912)     

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 29. November 1912:        

  
50-jähriges Bestehen des Synagogengesangvereins (1913)       

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 21. Februar 1913: 
 
Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 31. Oktober 1913:   
 
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 7. November 1913:    

     
Jahresbericht des Israelitischen Unterstützungsvereins (1914)      

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 3. April 1914:       

         
Ereignisse und Aktivitäten in der jüdischen Gemeinde zu Kriegsbeginn (1914)    

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 2. Oktober 1914: "Wiesbaden, 25. September (1914). Wie in anderen Gemeinden fand auch hier bald nach dem Kriegsausbruch ein überaus starb besuchter Bittgottesdienst statt, an dem auch die jüdische Mannschaft der hiesigen Garnison teilnahm. Herr Rabbiner Dr. Kober hatte neu eingetretene Militärpersonen auf den Eid vorbereitet und veranstaltete am vorletzten Freitag abends für die noch hier befindliche jüdische Mannschaft einen Militärgottesdienst. In den zahlreichen Lazaretten hiesiger Stadt befinden sich auch jüdische Verwundete, die von unserem Rabbiner regelmäßig besucht werden. Gleich nach Kriegsausbruch hat der jüdische Frauen-Krankenverein unter seinen Mitgliedern 2.287 Mark aufgebracht und dem Kreiskomitee zum Roten Kreuz zur Verfügung gestellt. Auch der Verein 'Gemilus Chesed' hat 500 Mark für denselben Zweck aufgebracht. Der Verein zur Errichtung eines israelitischen Krankenhauses und Schwesternheims hat seine Räume der Militärbehörde zu Lazarettzwecken zur Verfügung gestellt und seine Schwestern mit den anderen Schwestern der Großloge zur Marinestation nach Kiel gesandt. Die Nassauloge U.O.B.B. hat sich mit dem israelitischen Unterstützungsverein zusammengetan, um den armen jüdischen Familien während der Kriegszeit hilfreich zur Seite zu stehen. Die Nassauloge hat außerdem für etwa 1000 Mark für unbemittelte Glaubensgenossen in Stadt und Bezirk Versicherungsscheine der Nassauischen Kriegsversicherung gekauft. Der israelitische Waisenunterstützungsverein hat 1000 Mark der Nationalstiftung für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen überwiesen. Dass außerdem die jüdische Privatwohltätigkeit im Dienste der Allgemeinheit sehr rege ist und zahlreiche Männer, Frauen, Mädchen und Kinder unserer Gemeinde im Dienste der allgemeinen Kriegsfürsorge stehen, bedarf wohl keines besonderen Hinweise."       

    
Festschrift zur Fünfzigjahrfeier des Synagogen-Gesangvereins (1914)    

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 16. Oktober 1914: "Festschrift zur Fünfzigjahrfeier des Synagogen-Gesangvereins zu Wiesbaden. 1863-1913. I. Zur Geschichte der Juden Wiesbadens in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Von Dr. Adolf Kober. 2. Rückblick auf die fünfzigjährige Tätigkeit des Synagogen-Gesangvereins. Von Benedict Straus. (Der ersten Teil dieser Festschrift ist auch in einem Separatdruck erschienen.) 
Die Schrift zerfällt, wie der Titel besagt, in zwei Teile. Auf den zweiten Teil kann ich nur kurz eingehen. Ich will nur bemerken, dass die Bemühungen für einen modernen Chorgesang mit einem Schreiben beginnen, das mein Vater 1836 an den Synagogenvorstand richtete, einen Chorgesang einzuführen, wobei er den Vorschlag machte, die Schüler der Religionsschule zu Chorsängern heranzubilden. Sonst sind die Mitteilungen über den Synagogen-Gesangverein zwar interessant genug, aber doch mehr von lokaler Bedeutung, sodass sie für den größten Teil unserer Leser nicht wichtig genug sind. Dagegen ist der erste Teil von allgemeinem Interesse, weil es sich hier nicht bloß um die Geschichte einer einzelnen Gemeinde, sondern um die der Judenschaft von ganz Nassau handelt, und die Ereignisse vom Anfange des 19. Jahrhunderts bis ums Jahr 1850 dargestellt werden. Diese Ausführungen beginnen mit einer Bittschrift der Judenschaft aus dem Jahre 1807, einen Rabbiner anzustellen, einem höchst wichtigen Dokument. Die langen Verhandlungen bis zur Anstellung meines Vaters sind merkwürdig genug. Bei diesem Punkte geht der Verfasser nicht ins einzelne, sondern verweist auf meine Darstellung in dem meinem Vater gewidmeten Gedenkbuche. Ich konstatiere nur mit Vergnügen, dass Kober, entgegen den orthodoxen Ausstreuungen, daran festhält, dass Geiger 'ohne persönliches Verschulden' seine Stellung aufgab (S. 25). Dann folgt die Würdigung des Rabbiners Süßkind und manches andere. Es ist ein sehr lehrreicher Beitrag für die Provinzialgeschichte der Juden, die in einfacher Sprache sehr merkwürdige Verhältnisse illustrier. L.G. = Sohn von Rabbiner Dr. Abraham Geiger".       

 
Gedenkveranstaltung für Rabbi Akiba Wreschner im Talmud-Thora-Verein (1915)    
Anmerkung: es ist unklar, welcher der verschiedenen Rabbinen Wreschner mit "Akiba W." gemeint ist.   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. März 1915:      


Ein ritueller Mittagstisch und das jüdische Altersheim wurden eingerichtet (1924)     

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. Mai 1924:      

    
Winterprogramm der Agudas Jisroel-Gruppe (1925)     

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. Oktober 1925:      

       
Über das jüdische Gemeindeleben im Winter 1925/1926 (1926)        

Artikel in der "Jüdisch-liberalen Zeitung" vom 29. Januar 1926:         

 
Damenschiur der Agudas Jisroel mit Lehrer Hes (1926)     

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. März 1926:     

      
Erfolg im Fußball des jüdischen Fußballvereins Hakoah Wiesbaden (1927)     

Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom 27. Mai 1927:         

 
Vortragsabend der Ortsgruppe der "Vereinigung für liberales Judentum" (1927)     

Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom 23. Dezember 1927:        

 
Über den jüdischen Sportklub Hakoah Wiesbaden (1928)       

Artikel im "Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt" vom Januar 1928:       

  
Bezirksrabbiner Dr. Lazarus referiert über Martin Luther (1928)          

Artikel in der "Jüdisch-liberalen Zeitung" vom 9. März 1928: "Wiesbaden (Aus dem Gemeindeleben). Zum Abschluss des Zyklus 'Religionsstifter, ihr Leben und ihre Bedeutung für die Gegenwart' sprach Bezirksrabbiner Dr. Lazarus vor ca. 400 Hörern, Juden und Christen, über 'Luther'. Ausgehend von einer kulturgeschichtlichen Skizze des 16. Jahrhunderts, dem Zeitalter der Erfindungen und Entdeckungen, streifte Redner zu Beginn nur kurz Luthers Stellung zu den Juden, die nach einer Periode der Gleichgültigkeit dazu übergeht, die Juden für das neue Evangelium zu gewinnen; als der erwartete Erfolg nicht eintritt, ändert Luther seine Haltung zu den Juden, die nunmehr eine gehässige und überaus feindselige wird. (S. Reinhold Lewin 'Luthers Stellung zu den Juden', Berlin 1911). Der Vortragende geht dann über zu seiner eigentlichen Aufgabe, Luthers Stellung innerhalb der christlichen Kirche darzustellen, das Nee an ihm darzutun und seine Haltung im Gesamtbild der modernen Kultus zu bewerten, um abschließend dann demgegenüber: die Anschauung des Judentums zu betonen. Die deutsche Reformation war nichts weniger als eine einheitliche Bewegung; sie war die Resultante aus vier Komponenten: der reiigiösen, der nationalen, der wirtschaftlichen und der wissenschaftlichen. Das Gemeinsame, das alle diese so verschiedenartigen Richtungen zu einer Einheit verknüpfte, war die Berufung auf die Bibel. Als eine durch und durch mittelalterliche Erscheinung, als tyischer Übergangsmensch an der Wende einer neuen Zeit, stellt Luther den letzten großen Mönch dar, den Europa gesehen hat. Das Neue an ihm war nach Ansicht des Redners: Rückkehr zur Bibel als der einzigen Autorität gegenüber der Auslegung durch die katholische Kirche, Wiedererweckung des Gedankens des allgemeinen Priestertums, Hineinschiebung des Gewissens als der entscheidenden Macht gegenüber der Entscheidung durch den Priester. Diese Elemente stellen eine nachträgliche Rechtfertigung des jüdischen Standpunktes dar. 
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Stiftungsfest der Chewra Kadischa (1928)       

Artikel in der "Jüdisch-liberalen Zeitung" vom 26. März 1928:        

 
Bericht aus dem jüdischen Gemeindeleben - Vorträge des Jüdischen Lehrhauses und weitere Veranstaltungen (1928)     

Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom 19. Oktober 1928:         

      
Über die Chanukka-Feier der "Vereinigung jüdischer Frauen" (1930, Artikel vom Januar 1931)   

Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom 23. Januar 1931:         

 
Veranstaltung der Ortsgruppe der Vereinigung für das liberale Judentum (1931)      

Artikel in der "Jüdisch-liberalen Zeitung" vom 28. Januar 1931:     

    
Bericht aus dem jüdischen Gemeindeleben - Vorträge des Jüdischen Lehrhauses (1931)       

Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom 9. Oktober 1931:        


Abschlussprüfung in den Jugendgruppen der Agudas Jisroel (1935)  
Anmerkung: Pirchim-Gruppen werden auch Pirche Agudas Jisroel (bzw. Esra Pirche Audath Jisroel u.ä.) genannt, ein Teil der Jugendorganisation der Agudas Jisroel. Vgl. Wikipedia-Artikel Jüdische Jugendbewegung.   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 16. Mai 1935:     

   
Generalversammlung des Verbandes polnischer Staatsangehöriger (1936)      

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. Oktober 1936:        
 
Hinweis: im Frühjahr 1936 fand in Wiesbaden bereits eine Tagung der Ortsgruppen Südwestdeutschlands der Polnischen Staatsbürger statt:  
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 18. Juni 1936:     

 
Anzeige für eine Kundgebung des Keren Hajessod in der Synagoge in Wiesbaden (1936)  

Wiesbaden JuedNationalzeitung 08051936.jpg (154169 Byte)Anzeige in der "Jüdischen Nationalzeitung" vom 8. Mai 1936: 
"Jubiläums-Kundgebungen 
des Keren Hajessod
....
Wiesbaden
Mittwoch, den 13. Mai 1936, 20.30 Uhr. 
Dr. Marxheimer - Rabbiner Dr. Lazarus   Begrüßungen.  
Dr. Michael Traub, Berlin: Das jüdisch-arabische Problem und die englische Mandatspolitik.  
Israelitische Kultusgemeinde Wiesbaden."    

 
Bericht über eine Vortrag von Dr. Ludwig Feuchtwanger im Jüdischen Lehrhaus (1936)   

Wiesbaden JuedNationalzeitung 05051936.jpg (166391 Byte)Artikel in der "Jüdischen Nationalzeitung" vom 5. Mai 1935: "Wiesbaden. Im Jüdischen Lehrhaus hielt den Schlussvortrag 'Die Schicksalsstunde der jüdischen Religion' Dr. Ludwig Feuchtwanger. Er ging von den trennenden Prinzipien des gesetzestreuen Judentums sowie des religiösen Liberalismus aus und besprach die verschiedenen Bestrebungen des religiösen Zionismus. Den größten Nachdruck legte er auf den Gestalt- und Bedeutungswandel des traditionsgebundenen Judentums. Nach der Emanzipation suchte man Weltaufgeschlossenheit mit Thoratreue vereinbar zu machen. Dieser Versuch scheiterte; die gesetzesfreie und die gesetzestreue Richtung näherten sich infolgedessen unbewusst und ohne es selbst zu wollen einander von innen heraus. Der Hauptteil des Vortrages enthielt den Versuch, die jüdisch-religiösen Richtungen mit der europäischen Rangordnung der Werte zu vergleichen."   

   
   
   
Sonstiges     
Sitzung des "Synagogenrates", eines Gremiums der drei Rabbinatsbezirke des früheren Herzogtums Nassau (1890)        

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 1. August 1890:        

   
Karte aus Wiesbaden - Gruß aus dem Ratskeller (1906)    

Quelle: aus der Sammlung von 
Peter Karl Müller, Kirchheim / Ries  
Wiesbaden Karte 740.jpg (224328 Byte) Wiesbaden Karte 740a.jpg (208874 Byte)

Die Karte mit dem Gruß aus dem Ratskeller Wiesbaden ist das Zeugnis einer Einladung zu einem die Religionsgrenzen überwindenden gemeinsamen Umtrunk im "Ratskeller zu Wiesbaden" mit dem Text: "Ob Heide, Jud oder Christ. Herein was durstig ist". Die Karte wurde am 13. April 1904 von Wiesbaden nach Hamburg St. Pauli an den Bildhauer A. Schienemanns geschrieben. Die Zeichnung stammt vom Wiesbadener Maler Kaspar Kögler, der den Ratskeller in Wiesbaden mit launigen Gemälden versehen hat. In der NS-Zeit wurde die Malereien - obwohl unter Denkmalschutz stehend - übertüncht (Informationen aus dem Wikipedia-Artikel "Neues Rathaus (Wiesbaden)"    

  
Bericht eines Kurgastes aus Wiesbaden (1925)         

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 10. September 1925:        
Wiesbaden Israelit 10091925a.jpg (132036 Byte)  

     

     

      

      

     
     
     
       

 

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Stand: 12. November 2014