Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Offenbach am Main (Kreisstadt, Hessen)
Texte/Berichte zur jüdischen Geschichte der Stadt

Hier: zur Geschichte des Rabbinates / Provinzialrabbinates im 19./20. Jahrhundert in Offenbach 
sowie: zur Geschichte der jüdischen Lehrer und der Schule sowie anderer Kultusbeamten der Gemeinde 

Die nachstehend wiedergegebenen Texte mit Beiträgen zur jüdischen Geschichte in Offenbach wurden in jüdischen Periodika gefunden. Bei Gelegenheit werden weitere Texte eingestellt. Neueste Einstellung am 13.2.2014.   
      
Hinweis: die Texte auf dieser Seite müssen teilweise noch abgeschrieben und mit Anmerkungen versehen werden, können jedoch durch Anklicken der Textabbildung bereits gelesen werden.
    
      
   
  
Übersicht:

Aus der Geschichte des Rabbinates in Offenbach  
-  Über die Hochzeit des Offenbacher Rabbiners Michel Bär Oppenheim mit Blümle geb. Oppenheim (1701; Bericht von 1901)   
-  Kritischer Kommentar aus orthodox-konservativer Sicht zu einem "Hirtenbrief" des Rabbiners Dr. Salomon Formstecher (1879) 
Zum Tod von Rabbiner Dr. Salomon Formstecher (1889)  
Ausschreibung der Rabbinatsstelle nach dem Tod von Rabbiner Dr. Formstecher (1889)   
-  Buchbesprechung des "Lehrbuches für den Unterricht" von Rabbiner Dr. Israel Goldschmidt (1896)  
-  25-jähriges Dienstjubiläum und silberne Hochzeit von Rabbiner Dr. Israel Goldschmidt (1901)   
Publikationen von Rabbiner Dr. Israel Goldschmidt (1901 / 1902)  
Besinnung zum Pessachfest von Rabbiner Dr. Max Dienemann (1921)  
Rabbiner Dr. Max Dienemann wird "in Schutzhaft genommen" (1933)   
Rabbiner Dr. Max Dienemann wurde aus der "Schutzhaft" entlassen (1934)    
Zum Tod von Rabbiner Dr. Max Dienemann (1940)     
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer und der Schule sowie anderer Kultusbeamten der Gemeinde 
-  Ausschreibung der Stelle eines als Rabbiner autorisierten Kultusbeamten in der "orthodoxen Genossenschaft" (1862)     
-  Ausschreibung der Stelle des 1. Kantors und Religionslehrers (1865)  
-  Ausschreibungen der Stelle des Kantors und Religionslehrers (1872 / 1873)   
-  Ausschreibungen der jüdischen Elementarlehrerstelle (1876)   
-  Definitive Anstellung von Lehrer Gabriel an der Volksschule (1892)  
Lehrer Schwarzschild in Offenbach ist der erste jüdische Lehrer im höheren Schulwesen in Hessen (1901)    
-  25-jähriges Ortsjubiläum von Lehrer Gabriel (1918)   
-  Kantor Adolf Vogel tritt in den Ruhestand (1916)       
-  70. Geburtstag von Kantor Adolf Vogel (1919) 

         
         
         
Aus der Geschichte des Rabbinates in Offenbach 
       
Übersicht über die Rabbiner vom 18. Jahrhundert bis 1938: 
   
-  von 1707 bis 1750 Rabbiner Michel Oppenheim(er) aus Frankfurt (siehe Bericht zu seiner Hochzeit unten): er unterstand noch dem Oberrabbinat in Friedberg.
-  um 1752 wird ein Rabbiner Jecheskel genannt.        
-  von 1769 bis 1778 Rabbiner Abraham Bing (geb. 1752 in Bacharach, gest. 1841 in Würzburg): studierte bei Rabbinern in Frankfurt, wo er zunächst Talmudlehrer war; seit 1769 Klausrabbiner in Offenbach, danach Jeschiwaleiter und Dajan in Frankfurt, 1798 fürstbischöflich-würzburgischer Landesrabbiner mit Sitz in Heidingsfeld, seit 1814 in Würzburg.
Zur Zeit von Rabbiner Abraham Bing wird als Dajan in Offenbach (um 1770 bis 1779) Rabbiner Salman Jekutiel Posen genannt (geb. 1793 in Friedberg), der seit 1779 Oberrabbiner in Friedberg wurde.   
-  um 1782 bis 1786 Rabbiner Aron Schloss: stammte aus Frankfurt am Main, wo er auch nach 1786 wieder tätig war. Im Einwohnerverzeichnis von Offenbach von 1784 wird an der Spitze der Liste der Offenbacher Juden "Ober Rabbiner Schloß" genannt.  
-  um 1790 bis um 1797 Rabbiner Anschel (Ascher) Metz (geb. vermutlich in Metz, gest. vermutlich in Offenbach); war in Offenbach Rabbiner und Leiter des Lehrhauses; Vater der Offenbacher Rabbiner Eisik und Gottlieb Metz. 
Am Offenbacher Lehrhaus waren auch tätig: Rabbiner Joseph Metz (gest. 1796 in Offenbach), vermutlich ein naher Verwandter von Rabbiner Anschel Metz und  Rabbiner Jakob Namburg (gest. 1811 in Offenbach), der vor 1800 Stiftsrabbiner am Lehrhaus wurde.  
-  bis 1821 als Nachfolger seines Vater (s.o.) Rabbiner Eisik Metz (geb. 1772 vermutlich in Metz, gest. 1852 in Hamburg): war wie sein Vater Rabbiner in Offenbach und Leiter des Lehrhauses; 1821 nach Hamburg in die Talmud-Tora-Schule berufen; 1849 bis 1851 Rabbinatsverweser in Hamburg. 
-  1821 bis 1842 Rabbiner Gottlieb Metz (geb. 1778 vermutlich in Metz, gest. 1842 in Offenbach): war seit 1821 Oberrabbiner in Offenbach; sollte hier auch deutsche Predigten abhalten; da die Vorsteher jedoch unzufrieden war, stellten sie im Oktober 1832 Salomon Formstecher als Prediger an.   
-   von 1842 bis 1889 Rabbiner Dr. Salomon Formstecher (geb. 1808 in Offenbach, gest. 1889 ebd.): studierte in Gießen; seit 1832 Prediger und Religionslehrer in Offenbach; in dieser Zeit Rabbinatsprüfung in Darmstadt; seit April 1842 großherzoglicher Rabbiner in Offenbach; 1882 Ritterkreuz 1. Klasse und Orden Philipps des Großmütigen; Ehrenbürger der Stadt Offenbach.  
-   von 1890 bis 1919 Rabbiner Dr. Israel Goldschmidt (geb. 1849 in Diósberény, Ungarn), gest. 1924 in Offenbach): studierte an verschiedenen Jeschiwot, u.a. Eisenstadt, nach 1869 in Berlin und Breslau; 1876 Rabbiner in Obornik, Posen; 1878 Rabbiner in Brieseln, Westpreußen, 1880 bis 1887 Rabbiner in Weilburg a.d. Lahn, 1887 Landrabbiner im Fürstentum Birkenfeld (Hoppstädten), seit 1890 in Offenbach. 
-   von 1920 bis 1938 Rabbiner Dr. Max Dienemann (geb. 1875 in Krotoschin, Posen; gest. 1939 in Tel Aviv): studierte nach 1894 in Breslau; zunächst Religionslehrer in Breslau; 1903 bis 1919 Rabbiner und Religionslehrer in Ratobor, Oberschlesien; November 1920 bis 1938 Bezirksrabbiner in Offenbach); nach dem Novemberpogrom 1938 in das KZ Buchenwald verschleppt; Ende Dezember 1938 über England nach Palästina emigriert, wo er im März 1939 eingetroffen ist, aber bereits wenige Tage später am 10. April 1939 verstarb.        
   
   
   
   
Über die Hochzeit des Offenbacher Rabbiners Michel Bär Oppenheim(er) mit Blümle geb. Oppenheim (1701; Bericht von 1901)
    

Offenbach Israelit 26091901.jpg (296418 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 26. September 1901:       
Offenbach Israelit 26091901a.jpg (89041 Byte)    

   
Kritischer Kommentar aus orthodox-konservativer Sicht  zu einem "Hirtenbrief" des Rabbiners Dr. Salomon Formstecher (1879)  

Offenbach Israelit 11061879a.jpg (325058 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. Juni 1879:    
Offenbach Israelit 11061879b.jpg (382461 Byte)  
  
Offenbach R Formstecher 100.jpg (42439 Byte)  Offenbach R Formstecher 101.jpg (53630 Byte) links: Rabbiner Dr. Salomon Formstecher (1808-1889), Rabbiner in Offenbach von 1842 bis 1889.
das rechte Fotos zeigt seinen Grabstein im jüdischen Teil des städtischen Friedhofes in Offenbach.  
(Fotos aus: Arnsberg Bilder S. 172) 

     
Zum Tod von Rabbiner Dr. Salomon Formstecher (1889)       

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 2. Mai 1889: "Bonn, 5. Mai (1889). Man schreibt aus Offenbach, 25. April (1889). Gestern verstarb dahier in dem hohen Alter von 81 Jahren Herr Rabbiner Dr. Salomon Formstecher, der 57 Jahre an der Spitze unserer israelitischen Gemeinde gestanden hat. Der Verblichene erfreute sich bis in die jüngste Zeit vollster Gesundheit und seltener Rüstigkeit. Er wurde am 27. Juli 1808 dahier geboren, war also ein Offenbacher Kind. Am 1. Oktober 1832 übernahm er das Amt, welches er bis zu seinem Lebensende bekleidet hat. Bald nach seinem Amtsantritt hat er in seiner Gemeinde den neuzeitlichen Formen des Gottesdienstes Eingang verschafft; Offenbach war eine der ersten deutschen Städte, in denen Synagoge, Orgel und Chorgesang, allwöchentlich Predigt und Konfirmation eingeführt wurde. Auch auf das Schulwesen übte der Verstorbene insofern bedeutenden Einfluss aus, als er in seinen jüngeren Jahren nicht nur selbst Religionsunterricht erteilte, sondern auch eine Nachhilfe-Anstalt für Realschüler leitete, in welcher er sehr gute Erfolge erzielte. Formstecher erfreute sich in seiner Gemeinde wie in der ganzen Stadt der größten Beliebtheit, wofür namentlich sein 50-jähriges Amtsjubiläum am 1. Oktober 1882 das glänzendste Zeugnis lieferte. Es wurde ihm damals von der Stadt Offenbach das Ehrenbürgerrecht verliehen; der Verein für Naturkunde ernannte ihn zu seinem Ehrenmitglied und der Großherzog verlieh ihm das Ritterkreuz erster Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen. Die ganze Stadt nahm an seinem Jubelfest regesten Anteil und auch Frankfurt war bei demselben durch die Herren Geheimer Justizrat Dr. jur. Fuld, Vorsteher der israelitischen Gemeinde, Ernst Rosenberg, erster Vorsitzender der Loge 'Zum Frankfurter Adler' und Hermann Roth vertreten. Möge ihm die Erde leicht sein. Ehre seinem Andenken! (Auch wir betrauern in dem Dahingeschiedenen einen aufrichtigen und warmen Freund. Was seine literarische Tätigkeit betrifft, so ist sein Hauptwerk: 'Die Religion des Geistes, eine wissenschaftliche Darstellung des Judentums nach seinem Charakter, Entwicklungsgange und Berufe in der Menschheit'  (Frankfurt am Main 1841). Außerdem veröffentlichte er zwölf Predigten (Würzburg 1833) und ein Andachtsbüchlein zur Erweiterung und Ausbildung der ersten religiösen Gefühle und Begriffe (Offenbach 1836). Obschon also seine literarischen Arbeiten bereits einer älteren Zeit angehören, hatte sich doch Formstecher die regeste Teilnahme an allen Erscheinungen auf dem Gebiete des Judentums bewahrt, und war zum Beispiel ein eifriges Mitglied aller Rabbinerversammlungen."             

     
Ausschreibung der Rabbinatsstelle nach dem Tod von Rabbiner Dr. Formstecher (1889)     

Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom  13. Juni 1889: "Rabbinatsstelle. Die durch das Ableben des seitherigen Rabbiners Herr Dr. Formstecher erledigte Stelle ist wieder zu besetzen und wollen Bewerber ihr Gesuch bei Seiner königlichen Hoheit dem Großherzog einreichen. Der feste Gehalt der Stelle wird den Betrag von 4.000 Mark nicht übersteigen und erteilt nähere Auskunft  
Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde Offenbach am Main. 
In Vertretung: Heinrich Merzbach"             

 
Buchbesprechung des "Lehrbuches für den Unterricht" von Dr. Israel Goldschmidt (1896)   

Offenbach Main AZJ 22051896.jpg (173110 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 22. Mai 1896:      

 
25-jähriges Dienstjubiläum und silberne Hochzeit von Rabbiner Dr. Israel Goldschmidt (1901)   

Offenbach Israelit 11071901.jpg (24226 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. Juli 1901:      

  
Publikationen von Rabbiner Dr. Israel Goldschmidt (1901 / 1902)    

Offenbach Israelit 10101901.jpg (43010 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 10. Oktober 1901:       
 
Offenbach Main Israelit 24071902.jpg (110561 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24. Juli 1902:  

       
Besinnung zum Pessachfest von Rabbiner Dr. Max Dienemann (1921)    

Offenbach AZJ 15041921.jpg (351619 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 15. April 1921:       
Offenbach AZJ 15041921a.jpg (313051 Byte)   

    
Rabbiner Dr. Max Dienemann wird "in Schutzhaft genommen" (1933)  
Anmerkung: Rabbiner Dr. Dienemann kam in "Schutzhaft", nachdem er in einem Vortrag über die Herrschaft des Herodes geäußert hatte, dass es für das Judentum gleichgültig sei, ob es von einem französischen General oder dem Polizeipräsidenten regiert würde.     

Offenbach Israelit 21121933.jpg (43495 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 21. Dezember 1933: "Frankfurt am Main. Nach einer Meldung des W.S.N.-Büros wurde der Rabbiner  von Offenbach, Dr. Dienemann, in Schutzhaft genommen, und zwar wegen einer Äußerung in einem Vortrag in der Jüdischen Kultusgemeinde, in der eine Beleidigung des Polizeipräsidenten erblickt wurde. Nach Mitteilung des W.S.N.-Büros wurde die Überführung ins Konzentrationslager gegen Dr. Dienemann beantragt."          
 
Offenbach R Dienemann 100.jpg (51528 Byte)links: Rabbiner Dr. Max Dienemann (1875-1939): Rabbiner in Offenbach von 1919 bis 1938.
(Foto aus: Arnsberg Bilder S. 172)      

    
Rabbiner Dr. Max Dienemann wurde aus der "Schutzhaft entlassen (1934)      

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. Januar 1934:      

     
Zum Tod von Rabbiner Dr. Max Dienemann (1940)    

Artikel in der "Jüdischen Weltrundschau" vom 9. Mai 1940: "Rabbiner Dr. Max Dienemann zum Gedenken.    

  
  
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer und der Schule sowie anderer Kultusbeamten der Gemeinde 
Ausschreibung der Stelle eines als Rabbiner autorisierten Kultusbeamten in der "orthodoxen Genossenschaft" (1862)   

Offenbach Israelit 17121862.jpg (66392 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. Dezember 1862:     

  
Ausschreibung der Stelle des 1. Kantors und Religionslehrers (1865)   

Offenbach AZJ 07031865.jpg (53615 Byte)Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 7. März 1865: "Vakante Stelle. Bei der israelitischen Gemeinde zu Offenbach am Main soll die Stelle eines musikalisch gebildeten, 1. Kantors, welcher einen mehrstimmigen Chor einzuüben und zu leiten und Religionsunterricht zu erteilen hat, für eine jährliche Besoldung von Gulden 800, besetzt werden. Außer diesem Gehalt bietet sich Gelegenheit zum Erteilen von Privatunterricht dar. Anmeldungen mit beigefügten Zeugnissen sind einzusenden dem Vorstande der israelitischen Religionsgemeinde zu Offenbach am Main."  

   
Ausschreibungen der Stelle des Kantors und Religionslehrers (1872 / 1873)  

Offenbach Israelit 28081872.jpg (61980 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 28. August 1872:     
 
Offenbach AZJ 25111873.jpg (54920 Byte)Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 25. November 1873: "Die bisher provisorisch verwaltete Stelle eines musikalisch gebildeten Kantors, Baal Kore (Vorbeters) und Religionslehrers in der israelitischen Religionsgemeinde Offenbach, mit einem jährlichen Einkommen von 900-1.000 Gulden, soll von nun an definitiv besetzt werden. Geeignete Bewerber, welche die fragliche Stelle übernehmen wollen, sind gebeten, ihre Gesuche bei dem Gemeindevorstand einzureichen und ihre Zeugnisse beizufügen. Offenbach am Main, im November 1873. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde Offenbach. Adolf Straus."  

      
Ausschreibung der jüdischen Elementarlehrerstelle (1876)   
Anmerkung: Die Stelle wurde sowohl in der orthodoxen Zeitschrift "Der Israelit" wie in der liberal geprägten "Allgemeinen Zeitung des Judentums" ausgeschrieben.

Offenbach Israelit 08031876.jpg (75344 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 8. März 1876: "An der hiesigen städtischen Kommunalschule soll ein seminaristisch gebildeter Elementarlehrer, israelitischen Konfession, angestellt werden und haben wir den Auftrag erhalten, die Stelle auszuschreiben. Bewerber mit guten Zeugnissen versehen, wollen sich unter Einsendung derselben an uns wenden und erklären wir uns gerne zur Erteilung weiterer Auskunft, bezüglich Gehaltsverhältnis etc. etc. bereit. 
Offenbach am Main, den 20. Februar 1876. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde.
."      
 
Offenbach AZJ 14031876.jpg (50803 Byte)Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 14. März 1876: "An der hiesigen städtischen Kommunalschule soll ein seminaristisch gebildeter Elementarlehrer, israelitischen Konfession, angestellt werden und haben wir den Auftrag erhalten, die Stelle auszuschreiben. Bewerber mit guten Zeugnissen versehen, wollen sich unter Einsendung derselben an uns wenden und erklären wir uns gerne zur Erteilung weiterer Auskunft, bezüglich Gehaltsverhältnis etc. etc. bereit. 
Offenbach am Main, den 20. Februar 1876. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde."
 

       
Definitive Anstellung von Lehrer Gabriel an der Volksschule (1892)  

Offenbach israelit 28011892.jpg (63907 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 28. Januar 1892: "Offenbach am Main. Der hier seit einer Reihe von Jahren an der Volksschule wirkende Lehrer Gabriel wurde dieser Tage durch hohes Dekret definitiv an genannter Anstalt angestellt. Es ist dies schon der oft geführte Beweis, dass das hessische Schulministerium nicht zurückschreitet. Diese Anstellung hat noch dadurch Bedeutung, dass die Vergebung der Offenbacher Schulstellen der Präsitation des Fürsten Ysenburg-Birstein bedürfen, der also auch hier nicht hindernd in den Weg getreten ist."         

    
Lehrer Schwarzschild in Offenbach ist der erste jüdische Lehrer im höheren Schulwesen in Hessen (1901)        

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 25. Januar 1901: "Wie dem 'Mainzer Journal' mitgeteilt wird, hat jüngst der erste israelitische Lehrer im höheren Schulwesen Hessens seine Anstellung gefunden, und zwar Herr Schwarzschild als Oberlehrer am Offenbacher Gymnasium. Damit ist denn wohl noch auf einem anderen Gebiete als im hessischen Justizdienst die Gleichberechtigung aller Konfessionen überzeugend dargetan".       

 
Vermächtnis von Prokurist Emil Grünebaum  -  25-jähriges Ortsjubiläum von Lehrer Gabriel (1918)    

Offenbach FrfIsrFambl 22021918.jpg (113498 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 22. Februar 1918: "Offenbach am Main. Der im Januar verstorbene Prokurist Emil Grünebaum hat, außer einigen kleinen Legaten, sein Vermögen zur Hälfte der israelitischen Gemeinde und zur anderen Hälfte der Stadt zu wohltätigen Zwecken vermacht. - Ein in unserer Zeit besonders wohltuendes Zeichen der Wertschätzung des israelitischen Religionsunterrichts ist von hier zu melden: Am 1. Februar waren es 26 Jahre, seitdem Lehrer Gabriel den israelitischen Religionsunterricht an der hiesigen Goetheschule (Privat-Realschule unter Staatsaufsicht) erteilt. Aus diesem Anlass erhielt er von der Direktion folgendes Schreiben: Sehr geehrter Herr Kollege! Heute vor 25 Jahren übernahmen Sie den israelitischen Religionsunterricht an unserer Anstalt. Dieses Ereignis veranlasst uns, Ihnen für Ihre vorbildliche Pflichttreue und segensreiche Wirksamkeit während dieser Zeitspanne unseren herzlichsten Dank auszusprechen. Als äußeres Zeichen unserer Anerkennung erlauben wir uns, Ihnen beigefügtes Andenken (Kostbare Bowle mit Widmung) zu überreichen. Mit dem aufrichtigen Wunsche, dass das bisherige freundschaftliche Verhältnis zwischen Ihnen und uns auch fernerhin bestehen möge und Sie mit dauernder Berufsfreudigkeit noch ungezählte Jahre zum Wohl der Schule wirken können, grüßen Sie hochachtungsvoll Ihre ergebenen..."        

 
Kantor Adolf Vogel tritt in den Ruhestand (1916)   

Offenbach FrfIsrFambl 11081916.jpg (34326 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 11. August 1916: "Offenbach am Main. Kantor Vogel ist nach mehr als 50-jähriger Tätigkeit, wovon 34 Jahre auf unsere Gemeinde entfallen, in den Ruhestand getreten. Die Pensionskasse erfolgt durch die hessische Beamten-Fürsorgekasse. Möge Herrn Vogel ein langer, heiterer Lebensabend beschieden sein."   .        

 
70. Geburtstag von Kantor Adolf Vogel (1919)   

Offenbach FrfIsrFambl 03011919.jpg (29580 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 3. Januar 1919: "Offenbach am Main. Am 11. Januar feiert unser pensionierter Kantor, Herr Adolf Vogel, in voller körperlicher und geistiger Rüstigkeit den 70. Geburtstag. Die Gemeinde rüstet sich, den Ehrentag des allgemein beliebten Beamten festlich zu begehen.        

   

   

   

   

   

   

 

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Stand: 13. Februar 2014