Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Frankfurt am Main 
Hauptsynagoge Börnestraße 
(ehem. Judengasse; heute Bereich Kurt-Schumacher-Straße 41) 

Übersicht:

Zur Geschichte der Synagoge  
Berichte zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen    
Links und Literatur   

  Hinweis: an dieser Seite wird noch gearbeitet. 
   
  
Zur Geschichte der Synagoge   
  
Der Rat der Stadt Frankfurt hatte 1460 beschlossen, die Juden der Stadt in ein Ghetto am Wollgraben umzusiedeln und dort für sie Häuser zu erbauen, deren Kosten allerdings ab 1463 oder 1465 von den Juden selbst zu übernehmen waren. Hier konnten sie - an der Ostseite der Gasse - neben anderen jüdisch-öffentlichen Gebäuden (u.a. Tanzhaus, Hospital, Wirtshaus, Gemeindehaus, Ritualbad) auch eine Synagoge erstellen. Zum Bau der Synagoge war - da damals ein Neubau von Synagogen seitens der Kirche verboten war - eine Einwilligung des Papstes einzuholen. 
 
Eine Synagoge in der Judengasse wird 1463 erstmals genannt. Sie entstand also unmittelbar nach der Einrichtung des Ghettos lag auf der Ostseite etwa in der Mitte der Judengasse. 
  
Nach einer 1912 aufgefundenen Portalinschrift mit der Aufschrift (in Übersetzung): "Viel größer ist das letzterbaute Haus als das erste" und der Jahreszahl 1650 wurde Mitte des 17. Jahrhunderts eine neue Synagoge erstellt.   
  
1711 wurde die Synagoge in der Judengasse beim großen Brand zerstört. Beim Wiederaufbau der Judengasse wurde an derselben Stelle - nach der 1912 aufgefundenen Portalinschrift - 1712 eine neue Synagoge erstellt. Sie war in den folgenden Jahrzehnten Mittelpunkt des gottesdienstlichen Lebens der Frankfurter Juden. Unmittelbar neben der Synagoge wurde mit der Zeit ein weiterer Betraum erstellt, sodass ein Nebeneinander zwischen einer "Altschul" und einer "Neuschul" bestand.
  
Seit Mitte der 1830er-Jahre bestanden Pläne zum Bau einer neuen Synagoge, doch dauerte es zwei Jahrzehnte, bis diese umgesetzt werden konnten. 1843 hatte der Vorstand der jüdischen Gemeinde einen Vertrag mit dem Haus Rothschild geschlossen, wonach dieses den sehr hohen Betrag von 200.000 Gulden zum Bau einer neuen Synagoge der Gemeinde zu schenken bereit war. Als jedoch wenige Monate später der Vorstand den Rabbiner Leopold Stein ohne vorherige Absprache mit Oberrabbiner Trier zum zweiten Rabbiner in Frankfurt wählte und sich dadurch die Spannungen in der Gemeinde zwischen konservativ und liberal gesonnenen Kreisen sich zuspitzten, nahm das Haus Rothschild die Zusage zur Finanzierung des Synagogenbaus zurück. Dadurch verzögerte sich der Neubau um weitere Jahre.   

1854 wurde die 1712 erbaute Synagoge abgebrochen.  
 
1855 bis 1860 wurde durch den Frankfurter Architekten Johann Georg Kayser (1817-1875) eine neue Synagoge erbaut. Am 28. Juni 1855 war die Grundsteinlegung. Die Einweihung erfolgte am 23. März 1860 durch Rabbiner Leopold Stein. 
 
Mitte der 1880er-Jahre wurden die alten Gebäude der Judengasse um die Synagoge abgebrochen, sodass die Synagoge seitdem freistand. In dieser Zeit wurde die Umbenennung der "Judengasse" in die "Börnestraße" vorgenommen (1885). 
 
1912 erfolgte durch Architekt Fritz Epstein (Frankfurt am Main) eine umfassende Renovierung der Synagoge. Dabei wurden im Schutt der Kellerräume mehrere interessante Funde der Vorgängerbauten gemacht (siehe Berichte unten von 1912), darunter Schlusssteine der 1711 abgebrannten Synagoge, Türstürze des 1712 erbauten Synagoge und ein "Chuppa-Stein" (Hochzeitsstein). Diese Fundstücke wurden im Eingangsbereich der Synagoge eingemauert. Im Inneren erfolgte unter anderem eine farbenfrohe Neubemalung. Seit den Hohen Feiertagen im Herbst 1912 war die Synagoge wieder geöffnet.    
  
Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge in Brand gesetzt. Die Brandruine wurde im Januar 1939 abgebrochen. Die Abbruchsteine wurden zur Einfriedung des Hauptfriedhofes verwendet. 
 
An die Hauptsynagoge erinnert eine Gedenktafel an der Rückseite des Gebäudes Kurt-Schumacher-Straße 41.   
  
   
  
  
Berichte zur Geschichte der Synagoge   
  
- es sind noch nicht alle Texte abgeschrieben, können jedoch durch Anklicken der Textabbildungen gelesen werden - 
 
  

Zum Plan der Vergrößerung der Hauptsynagoge (1838)         

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 2. Januar 1838: "Frankfurt am Main, Ende Dezember (1837). Vergrößerung der Hauptsynagoge. Der hiesige Vorstand der israelitischen Gemeinde hat schon mehrere Male den Versuch gemacht, die Hauptsynagoge verschönern zu lassen, sie durch Vereinigung derselben mit einem hart anstoßenden Betsaale in ein Gotteshaus von würdigem Äußern umzuschaffen, und dadurch einer progressiven Verbesserung des Kultus den Weg zu bahnen. Der letzte Versuch dieser Art, welcher erst vor wenigen Monaten gemacht wurde, hatte besonders den Beifall der meisten Gemeindemitglieder, und von allen Seiten kam man dem Vorstande mit dem Anerbieten ansehnlicher Beiträge entgegen. Es misslang nur durch den Widerstand des Rabbinats, welches in einem darüber abgegebenen Gutachten erklärte, es sei durch das Gesetz d.h. durch den Schulchan Aruch verboten, aus zwei Betsälen einen einzigen zu machen. Es wird demnach mit dem hiesigen israelitischen Kultus, bis auf Weiteres, beim Alten verbleiben, denn in öffentlichen Religionsangelegenheiten stehen die Juden hier, wie überall, nicht durch eigenen, sondern durch obrigkeitlichen Willen, unter der Herrschaft der Rabbiner. Wohin dies indessen führen muss, braucht die Zeit erst nicht zu zeigen. Die Anzahl derjenigen, die sich dem Gottesdienste gänzlich entziehen, nimmt mit jedem Jahre bedeutend zu, nicht weil das Bedürfnis echt religiöser Erbauung nciht gefühlt wird, sondern weil die Synagogen in ihrer jetzigen Gestaltung durchaus nicht geeignet sind, dieses Bedürfnis zu befriedigen. Der Talmud wird hier auf eine Weise abgeschafft, die ihre Wirkung durchaus nicht verfehlen kann: er wird nicht mehr gelehrt und ein einstiger Rabbiner wird hier den Vorteil genie0ßen, dass er, ohne selbst viel von dem bändereichen Codex zu verstehen, für einen großen Lamden gelten kann. Desto schwieriger wird es ihm aber sein, mit oberflächlichen Kenntnissen und doppeldeutigen Prinzipien die Achtung der Gemeinde zu erwerben; man ist des religiösen Provisoriums, in dem wir schon so lange begriffen sind, müde, und dringt mit Ernst auf eine mit Aufrichtigkeit und Bewusstsein eingeführte bessere Gestaltung. Den 10. Dezember 1837.  Dr. M. Creizenach."      

     
Lehrer Dr. Creizenach äußert sich über Gottesdienst und Andacht in der Synagoge (1838)       

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 2. Januar 1838: "Aus Frankfurt am Main. Die Andachtsübungen in unserm deutschen Betsaale haben, wenn man nur das von ihnen verlangt, wozu sie ursprünglich eingeführt wurden, einen ziemlich gedeihlichen Fortgang. Sie verbreiten nützliche Ansichten, erhöhen die Anhänglichkeit der Gemeinde für den israelitischen Glauben und wirken überhaupt auf das sittliche und das religiöse Leben heilsam ein. Man wirft ihnen vor, dass sie keinen regelmäßigen Gottesdienst bilden, und darin besteht eben ihr Verdienst. Man will hier keinen erneuerten Kultus, und zwar nicht aus Indifferentismus, sondern weil man mit recht der Ansicht ist, dass man mit Versuchen dieser Art warten müsse, bis sich einmal die neueren Rabbiner mit mehr Freimütigkeit über das israelitische Ritualwesen ausgesprochen haben. Es kann kein vernünftiger Jude mehr die Predigten eines Rabbiners anhören, der durch Lehre und Leben den Talmud sanktioniert, von dem er, wenn die Lehre nicht ein bloßes Spiel sein soll, für einen Ketzer, einen Freigeist, einen Sünder Israels gehalten wird. Man wirft unsern Predigern Gleisnerei vor, man fragt, warum sie immer ausschließlich von den natürlichen Pflichten aller Menschen, fast nie aber von den Observanzen sprechen, die den Juden eigentümlich sind, um unumwunden zu erklären, was der Juden Pflichten sei und was nicht. Freilich kann man bei Erörterungen dieser Art keine schönen Perioden bilden, und nicht die Herzen mächtig anregen, aber ist es denn so nötig, dass das an jedem Sabbat geschehe? Ist die Synagoge denn bloß zur Erbauung und nicht auch zur Belehrung bestimmt? So lange die im religiösen Bewusststein der Israeliten eingetretene Zerrüttung nicht gehoben ist, sodass die Lehre nicht mit dem Leben, oder umgekehrt, in Harmonie gebracht ist, bleibt jede Modernisierung des Synagogendienstes eine bittere Ironie. Die Ansicht, dass man das Ritualwesen ignorieren müsse, damit es geräuschlos in Verfall komme, ist verwerflich und leichtsinnig, denn, wäre es auch erlaubt, mit religiösen Angelegenheiten so zu erfahren, so bürgt doch nichts dafür, dass nur gerade derjenige Teil des Gebäudes einstürzen werde, den man angetragen wissen möchte. Man höre daher auf, wegen unerheblicher Synagogenreformen die Gemüter zu entzweien, und bringe zuerst mehr Klarheit in das System unserer religiösen Pflichten, und die Einführung einer zweckmäßigen Synagogenordnung wird dann nicht mehr an große Schwierigkeiten stoßen. Dr. M. Creizenach."         


Lehrer Dr. M. Creizenach äußert sich über die notwendigen Veränderungen in den Synagogen der Gemeinde (1838)     

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 12. April 1838:     
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Ein neues Schul- und Gemeindehaus sowie eine neue Synagoge sollen gebaut werden (1843)        

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit des 19. Jahrhunderts" vom 11. Juni 1843:   
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Rabbiner Stein ist eingetroffen - der Synagogenbau wird vorläufig nicht realisiert - Prüfungen in der Gemeindeschule durch Oberlehrer Dr. Heß (1844)         

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 1. April 1844: "Frankfurt am Main, 17. März (1844). Ich habe Ihnen heute wenig Neues zu berichten. Der Rabbiner Stein ward erwartet, soll aber, wie es heißt, vorläufig nicht predigen. Aus dem Synagogenbau wird nichts, und es könnte noch lange dauern, ehe wir dahin kommen. - Ende dieses Monats wird in der hiesigen Gemeindeschule öffentliche Prüfung sein; der Oberlehrer Dr. Heß ladet dazu durch ein Programm ein, in welchem er über das Verhalten der Eltern zur Schule spricht. Wenn man glaubt, dass darin von Religion, von häuslicher religiöser Erziehung gesprochen wird, wie man es wohl erwarten könnte, irrt man sehr. Vielmehr wird das wenn auch praktische doch langweilige Thema über das Benehmen der Eltern, dem Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler gegenüber, auf eine unerquickliche Weise breit getreten. Ich kann nicht begreifen, dass man hier noch nicht die Überzeugung gewonnen hat, dass diese Schule das unzweckmäßigste Institut ist, das besteht: grade hier, wo der Judenhass noch so mächtig, sollte man darauf bedacht sein, die Separatschulen aufzuheben, damit die Jugend wenigstens den Hass verlerne. Freilicht fürchtet man die ersten Stadien! Ich habe mir übrigens vorgenommen, gelegentlich einmal dieses Thema ausführlich zu behandeln. -  x.x. 
Seit gestern ist Herr Dr. Stein hier, Montag wird er verpflichtet, und Pfingsten seine Stelle antreten. Möge es ihm gelingen, alles Feindliche zu versöhnen!  x.x."     

 
Rabbiner Trier möchte von seinem Amt zurücktreten - die alte Synagoge wird restauriert - Spende für das "Versorgungshaus" (1844)      

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 6. Mai 1844: "Frankfurt am Main, 22. April (1844). Der Rabbiner Herr Trier hatte seine Demission eingereicht, die aber nicht angenommen worden, weil er bloß auf seinen fixen Gehalt Verzicht leisten, aber Sitz und Stimme bei Kultusfragen ff. behalten wollte. - Der alte Tempel wird restauriert, damit er wenigstens ein etwas besseres Ansehen erhalte. - Zu dem 'Versorgungshause' hat Rothschild 10.000 Fl. gezeichnet."       

 
Herr von Rothschild hat seine Schenkung für die Synagoge zurückgenommen - Rabbiner Trier verlässt die Gemeinde (1844)     

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 27. Mai 1844: "Frankfurt am Main, im Mai (1844). Mit Beseitigung alles Zeitungsgeschwätzes steht fest: 1) dass Herr von Rothschild die Schenkung von 200.000 Gl. zu einer Synagoge zurückgenommen, weil die Bedingungen bei der Rabbinerwahl nicht eingehalten worden; 2) dass der Rabbiner Herr Trier seine Dimission genommen und auf die Pension verzichtet hat."     

 
Das Haus Rothschild zieht die Unterstützung für den Synagogenneubau zurück (1844)        

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 3. Juni 1844: "Frankfurt am Main, im Mai (1944). Wieder ein Jahr getäuschter Hoffnung vorüber! Als es Anfangs vorigen Jahres sehr düster an unserem Horizonte aussah, erfreute uns der Maimonat mit einem klareren Himmel, und mit den schönen grünen Fluren sollte sich auch die Natur unseres Synagogenwesens verjüngen und erneuen. Es ward uns nämlich die frohe Kunde, dass das Haus Rotschild eine neue Synagoge (auf der Stelle der beiden Alt- und Neuschule) nebst der ganzen innern Einrichtung auf eigene Kosten erbauen wolle und zu diesem Behufe mit dem Vorstande der hiesigen Gemeinde einen ziemlich detaillierten Vertrag einging. Die desfallsige Unterhandlung ging Anfangs langsam vonstatten und drohte wieder abgebrochen zu werden, als die Ankunft des Herrn Salomon von Rothschild dem prekären Zustande ein Ende machte, und der quest. Vertrag wurde unterschrieben und besiegelt. - Abgesehen nun von dem heiligen Zweck der Sache selbst, war besonders das Auge des Herren von Rothschild darauf gerichtet, dass auch im Gefolge des neuen Gotteshauses Friede und Eintracht, - ein herrliches Zwillingspaar! - die leider seit langer Zeit hiesigen Orts nicht mehr zu finden sind, wieder in unsern Mauern einkehren möge, und Frankfurt sein früheres Prädikat - Stadt und Mutter in Israel wieder erlange. Und was war wohl geeigneter dieses schöne Ziel zu erreichen, als die längst ersehnte Aufnahme eines zweiten Rabbiners zur kräftigen Unterstützung unseres Oberrabbiners Herrn Trier und zur Ausführung der wesentlichen Verbesserungen und Anordnungen, die zugleich mit der Erbauung einer neuen Synagoge bei uns ins Leben treten sollten! Nun, dieser Gegenstand war, wenigstens damals, zur Zufriedenheit Aller erledigt, ein neuer Rabbiner sollte und musste regulativmäßig aufgenommen werden, auch dass derselbe unserem Oberrabbiner eine persona grata sei, dafür war eben im Kontrakt durch eine besondere Klausel ($ 6) gesorgt. Indes 'die Zeiten ändern sich und wir in ihnen'; denn gerade ein Jahr nach der Unterzeichnung besagten Vertrags (12. Mai 1843) ließ das Haus Rothschild solchen vom Vorstande der hiesigen Gemeinde zurückfordern und erhielt ihn. Warum?     
Frankfurt AZJ 03061844b.jpg (383392 Byte)und woher diese Sinnesänderung? - Lesen Sie die Oberpostamts-Zeitung vom 10. dieses Monats, darin heißt es: 'Dass Herr Anselm von Rothschild im Auftrag seines Vaters, in Folge der Wendung, welche einige wichtige Gemeindeangelegenheiten neuerdings angenommen hätten, die zum Anbau einer neuen Synagoge bestimmte Schenkung von 150.000 Fl. (?) zurücknehme; der der Vorstand darauf ohne Widerspruch (!!) einging und an den Herrn von Rothschild die Schenkungsurkunde aushändigte.' Wir fragen aber, kann ein Vertrag zwischen einer Behörde und einem so bedeutenden Hause so ohne Widerspruch zurückgefordert, kann ein Vorstand einer Gemeinde so ohne Widerspruch auf eine so bedeutende und großartige Schenkung verzichten? Ein einziges Wort gibt uns den Schlüssel zur Antwort, es heißt: Reformverein! Man erlasse uns die nähere Auseinandersetzung, genug, es wurde auf ein Mittel gesonnen, jenen Vertrag zu annullieren, und es gelang leider nur zu gut. Es ist nämlich bekannt, dass die Absicht und der Zweck des Herrn von Rothschild nicht allein war, uns etwas zu geben, wenn auch in schönerer Form, was wir bereits besitzen, sondern vorzüglich und hauptsächlich uns das zu verschaffen, was wir so sehr entbehren: Einigkeit und Friede. An letztere war nicht mehr zu denken, nachdem der Vorstand den Herrn Leopold Stein als Rabbiner hier aufnahm, ohne unserm Herrn Oberrabbiner vorher im Mindesten etwas davon mitzuteilen und trotz der spätern Protestation des Letztern gegen dessen Aufnahme. Herrn von Rothschild schmerzte es sehr, dass man mit ihm so verfahren und er beschwerte sich auch darüber, konnte aber die res facta nicht wieder ungeschehen machen. Und so war er genötigt, da seine edle Absicht vereitelt ward, dasjenige zu tun, was unter solchen Verhältnissen zu tun war: seinen Vertrag zurückzufordern. Wäre nun Herr von Rothschild nicht in seinem Rechte, wie durfte der Vorstand eine so großartige Schenkung wieder aus Händen geben, ohne sich dem Vorwurfe der Gleichgültigkeit oder der Verschleuderung Preis zu geben?   
Wie wir vernehmen soll nunmehr statt eines Neubaues eine Reparatur im Innern bloß vorgenommen werden. Vor fünf Jahren kamen 175 Gemeindeglieder (darunter Rotschild und das ganze Rabbinat) beim Vorstand ein, man möge die beiden Synagogen reparieren lassen und zwar auf ihre Kosten. Die Antwort lautete: es sei nicht tunlich: man müsse eine neue Synagoge bauen. - Und jetzt? - Genug! durch diese kurze Relation werden die Leser Ihres geschätzten Blattes diejenigen Zeitungsartikel über obigen Gegenstand, der von den sogenannten 'Reformfreunden' so sehr zum Präjudiz des Herrn von Rothschild ausgebeutet wird, gehörig zu würdigen wissen. Schließlich ersuchen wir Sie zur völligen Beleuchtung dieser höchst wichtigen Angelegenheit, die so viele Hoffnungen zu Grabe getragen, der anbei erfolgenden copia authentica des besagten Vertrags  womöglich in ihrem Blatte einen Raum zu vergönnen.  L.   
Copia.  Im Namen Gottes!  Zur Verherrlichung der Religion unserer Väter, zur würdigen Herstellung der jüdischen Gottesverehrung und zum ewigen Zeichen ihrer Religiosität haben die Herren Gebrüder Freiherren Anselm Meyer und Salomon Meyer von Rothschild das Haus ihres seligen Bruders Herrn Freiherrn Nathan Meyer von Rothschild in London und dem Herren Freiherren Karl Meyer und James Meyer von Rothschild beschlossen, für die israelitische Gemeinde zu Frankfurt am Main ein Gotteshaus zu erbauen und einzurichten und dasselbe nach Aufwendung aller hierfür erforderlichen Kosten dieser Gemeinde zu freiem unwiderruflichem Eigentume einzuräumen, zu übertragen und zu überlassen.   
Die Herren Freiherren von Rothschild machen auf gar keine Bevorzugung in der Synagoge noch auf Freiplätze in derselben Anspruch, wogegen die Gemeinde sich verpflichtet zum Seelenheil des verewigten Herrn Freiherrn Meyer Anschel von Rothschild, des seligen Herrn Vaters der Gründer dieser Synagoge und zum ewigen Andenken an denselben ein ewiges Licht in derselben zu stiften und bei der jährlichen Wiederkehr des Gedächtnistages seines erfolgten Hinscheidens durch den ersten Rabbiner nach Ablesung eines Kapitels aus der Mischna auf Kosten der Gemeinde das Kaddisch-Gebet für denselben auf ewige Zeiten halten zu lassen, was in die Gemeindebücher einzutragen ist. - 
Damit dieses Gotteshaus in dem religiösen Geiste, welcher sie bei dessen Gründung beseelt, aufgeführt und eingerichtet werden, wünschen die Herren Freiherren     
Frankfurt AZJ 03061844c.jpg (366100 Byte)von Rothschild, dass der ehrwürdige Herr Rabbiner, welchem die Seelsorge der israelitischen Gemeinde anvertraut ist, dem Bau und der inneren Einrichtung dieses Gotteshauses seine besondere Aufmerksamkeit widme, denselben unter seine Obhut nehme und die Erbauer mit seinem weisen Rat dabei unterstütze.   
Diesen religiösen Absichten entsprechend haben daher die Herren Freiherren von Rothschild über den Ort, die Art und das Innere des Baues folgende Bestimmungen getroffen:  
1) Das neue Gotteshaus der israelitischen Gemeinde ist an der Stelle der beiden Hauptsynagogen, zu deren Abbruch der Herr Rabbiner bereits seine Zustimmung gegeben hat, aufzurichten und in einem seinem Zwecke entsprechenden würdigen Stile aufzuführen.  
2) Es soll eine Interimssynagoge eingerichtet werden, um während der Dauer des Neubaues, am Sabbat und an Festtagen den Gottesdienst darin zu halten.  
3) Am Sabbat und an Festtagen darf weder am Abbruch der alten noch am Bau der neuen Synagoge gearbeitet werden.  
4) Die Vorbereitung und Ausführung des Neubaues und der inneren Einrichtung des neuen Gotteshauses wird einem Komitee übertragen, dessen Mitglieder zur einen Hälfte von dem vereinten Vorstand und Ausschuss der Gemeinde, zur andern Hälfte von dem Herrn Rabbiner gewählt werden.   
Der Plan für den Bau und die innere Einrichtung ist vor dessen Ausführung dem Vorstande und Ausschuss der Gemeinde und dem Herrn Rabbiner zur Genehmigung vorzulegen.   
5) Die den Kultus und die Liturgie in dem neuen Gotteshaus betreffenden Anordnungen sind der Prüfung und Genehmigung des Herrn Rabbiners, welcher dabei die geistliche Autorität vertritt zu unterwerfen. derselbe wird es sich angelegen sein lassen, alles, was zur Verbesserung und zur Veredlung des Gottesdienstes beitragen kann, zu befördern und eintreten zu lassen. Der Vorstand und Ausschuss der Gemeinde werden hierbei nach Anleitung des Regulativs vom Jahr 1839, dessen Vorschriften ausdrücklich vorbehalten werden, unter Autorisation der betreffenden verehrlichen Staatsbehörde verfahren. 
6) Um den in Jahren vorgerückten Rabbiner, welchen der Allmächtige der Gemeinde noch lange erhalten möge, in seiner Amtsführung zu erleichtern, ist ihm ein zweiter Rabbiner an die Seite zu setzen, und bei dieser wichtigen Wahl auf einen Mann Bedacht zu nehmen, von welchem zu erwarten ist, dass er diesem schweren Amte gewachsen sei, und in Eintracht und Einklang mit dem Herrn Rabbiner die Seelsorge führe, für das Wohl und Heil der Gemeinde zu wahren und zu erhalten trachte. Es versteht sich dabei von selbst, dass der vereinte Vorstand und Ausschuss bei dieser Wahl regulativmäßig verfahren werden.
7) Für die Frauen ist nach altherkömmlicher Sitte ein mit einem eigenen Eingange in die Synagoge versehener Chor zu errichten und darauf Bedacht zu nehmen, dass dieselben in stiller, ungestörter Andacht an dem Gottesdienste teilnehmen können.  
8) Mit der Synagoge ist ein Frauenbad mit passender, zweckmäßiger Einrichtung und die sonstige Gebäulichkeiten für den Dienst der Synagoge zu verbinden.   
Das Ausrufen der Mizwos, bei welchen ohne Unterschied des Ranges und Vermögens eine Reihenfolge eintreten soll, ist in der neuen Synagoge abzuschaffen, und für die Anstellung eines tüchtigen und qualifizierten Vorsängers zu sorgen.  
9) Den Eigentümern von Sitzen in der Männer- und Frauen-Synagoge sind entsprechende Plätze in dem neuen Gotteshause mit denselben Berechtigungen anzuweisen, unter welchen sie diese Plätze in der alten Synagoge besessen haben. 
Im Namen der israelitischen Gemeinde und kraft der in dem Regulativ enthaltenen, durch vorschriftsmäßige Wahl und hochobrigkeitliche Bestätigung übertragenen Amtsbefugnisse, nimmt der Vorstand und Ausschuss das großartige Anerbieten der Herren Gebrüder Freiherren von Rothschild mit allen vorstehenden Bestimmungen und Modalitäten an, und erfleht den Segen des Himmels für dieses große, gottgefällige Werk und seine großmütige, gottergebene Urheber. Möge dasselbe zum Frommen und Gedeihen unserer Gemeinde gereichen, wie es ein Denkmal des religiösen Sinnes und der Gottesfurcht seiner edlen Urheber sein und bleiben wird!    
Frankfurt AZJ 03061844d.jpg (46172 Byte)Dessen zu wahrer Urkunde wurde vorstehende Bestimmung in doppelter Urschrift ausgefertigt, unterschrieben und besiegelt. 
So geschehen zu Frankfurt a.M. den 12. Mai 1843. 
(L.S.)  A. M. v. Rothschild.  
(L.S.) Sal. M. v. Rothschild ins einem Namen und im Namen seiner abwesenden Brüder.  
(L.S.) Der vereinte Vorstand und Ausschuss der israelitischen Gemeinde. 
gez. Dr. Martin Emden. gez. Moritz Löb. Getz,  gez. S. J. Cahn.  gez. Adolph S. Maas.  
Für die Richtigkeit der Abschrift  Jakob Wimpfen, Protokollführer."    

 
Eine neue Synagoge und ein Versorgungshaus sollen gebaut werden (1844)     

Frankfurt Der Orient 06081844.jpg (50793 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Orient" vom 6. August 1844:  "Frankfurt am Main, 23. Juli (1844). Die Gemeinde lässt nun auf eigene Kosten eine Synagoge und ein Versorgungshaus erbauen. Auch tritt eine Stiftung für jüdische Lehrer, wie für die Witwen und Waisen derselben unter dem Namen Creizenach-Stiftung ins Leben. - Nachdem der Vorstand die Unterstützung des Gesuchs wegen der Wechselzahlung am Sonnabende verweigert, hat der Rabbiner Stein der Petition das Wort geredet."         


In der Synagoge wird eine Orgel aufgestellt (1844)       

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 4. November 1844: "Frankfurt am Main, 26. Oktober (1844). Auf Betrieb Stein's hat die fast älteste aller deutschen Synagogen eine Orgel erhalten. - Man bereitet sich hier vor, im Sommer 1845 die zweite Rabbinerversammlung hier zu bewirten".     

 
Die alte Synagoge reicht nicht mehr aus (1845)      

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit des 19. Jahrhunderts" vom 9. Februar 1845: "Frankfurt am Main, im Januar (1845). Dieser Tage fanden in der hiesigen großen Synagoge wieder zwei Trauungen öffentlich statt, bei welcher Gelegenheit sich die Unzweckmäßigkeit und Unzulänglichkeit dieses Gebäudes für vergleichende Verrichtungen, überhaupt für den Gottesdienst nach neuerem Zuschnitte sehr fühlbar machte. Der Gemeindevorstand denkt ernstlich an einen Neubau, welchem jedoch große Hindernisse im Wege stehen; eine vom Vorstande desfalls erlassene Bekanntmachung hat allgemeine Missbilligung erfahren, weil man sich in die privatrechtlichen Zuständigkeiten der dermaligen Sessel-Inhaber Eingriffe erlauben will, die sich juristisch nicht rechtfertigen lassen, und eine reiche Quelle von Prozessen werden dürften; auf diesem Wege kommt man schwerlich zum Ziele. Jedenfalls wäre erst abzuwarten, was die Rabbiner-Versammlung hinsichtlich der Liturgie bestimmen wird."       


Eine neue Synagoge soll alsbald gebaut werden (1845)      

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit des 19. Jahrhunderts" vom 9. März 1845:     
   


Bedeutende Spende für die neue Synagoge von Bankier B. H. Goldschmidt (1852)     

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 8. November 1852:    

   
Für den Neubau der Synagoge sind hohe freiwillige Beiträge eingegangen (1853)     

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 14. Februar 1853:    

  
Über das Synagogenbau-Projekt (1853)    

Frankfurt DtrZionsw 01041853.jpg (182695 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der treue Zionswächter" vom 1. April 1853:     

  
Der Hauptsynagogenneubau soll verwirklicht werden (1853)       

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 21. November 1853: "Frankfurt, 28. Oktober (1853). Die hiesige israelitische Gemeindeverwaltung hat gestern in gemeinschaftlicher Sitzung des Vorstandes und Ausschusses den entscheidenden Beschluss gefasst, mit dem Hauptsynagogenneubaue nunmehr ernstlich voranzugehen, und zu diesem Behufe die in der Gemeinde mit vieler Bereitwilligkeit gezeichneten Gelder, unter denen bekanntlich 20.000 Gulden von Seiten des Herrn B. H. Goldschmidt und 20.000 Gulden von Seiten des Herrn von Rothschild als Geschenke obenan stehen, einzukassieren. Durch diesen bevorstehenden Bau wird unsere Stadt um ein schönes öffentliches Gebäude bereichert und findet ein dringendes religiöses Bedürfnis bei einer namhaften und achtbaren Anzahl unserer Mitbürger endlich seine Befriedigung, weshalb man ein Recht hat, sich jenes Beschlusses doppelt zu freuen."      

  
Nach dem Wochenfest soll die Grundsteinlegung für die neue Synagoge sein (1855)       

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 4. Juni 1855:  "In Frankfurt am Main soll bald nach dem Schebuothfeste die Grundsteinlegung der neuen Synagoge statthaben".     

 
Grundsteinlegung zur neuen Gemeindesynagoge (1855)       

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 6. August 1855: "Vom Rhein, im Juli (1855). In Frankfurt am Main wurde am 28. Juni unter großer Feierlichkeit der Grundstein zur Gemeindesynagoge gelegt und am 29. dieses Monats fand die Einweihung der prachtvollen Synagoge in Mannheim statt."     

   
Für die neue Synagoge wird eine Orgel gebaut (1857)        

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 20. April 1857: "Worms, im April (1860). Für die neue Synagoge in Frankfurt am Main wird eine Orgel im Werte von 8.500 Gulden gebaut."    

  
Einweihung der Synagoge (1860)   

Frankfurt AZJ 01051860.jpg (59890 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 1. Mai 1860: "Frankfurt am Main, 24. März (1860). Der Einweihung der neuen Synagoge der Reformgemeinde der hiesigen Juden, die gestern Nachmittag von 5-9 in feierlicher Weise stattfand, wohnten von christlicher Seite die beiden Herren Bürgermeister mit dem ganzen Senat bei; dann die Mitglieder des ständigen Bürgerkollegiums und das Bureau der gesetzgebenden Versammlung, sowie die Geistlichen aller Konfessionen. Auch mehrere diplomatische Persönlichkeiten und Konsuln bemerkten wir unter den von der Gemeinde zu der Feier besonders eingeladenen Gästen".      

 
Kritisches zur Orgel in der Synagoge sowie zu weiteren Neuerungen unter Rabbiner Stein (1860)   
Anmerkung: dieser Artikel erschien in der orthodox-konservativen Zeitschrift "Der Israelit"    

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 27. Juni 1860: "Frankfurt am Main, im Juni (1860). Wenn Sie, geehrter Herr Redakteur, mit Recht auf die Fortschritte hinweisen, welche das orthodoxe Judentum seit einem Jahrzehnt in so vielen größeren und kleineren Gemeinden gemacht; wenn Sie unter anderem auch auf unser Frankfurt, die Stadt und Mutter in Israel hinblicken, wo die Kräfte in so großem Maßstabe, sich wieder vereinigen, um dem schon halb verloren geglaubten Judentum, rein und unverfälscht, seine Berechtigung wieder zu erkämpfen; wo es in verjüngter Kraft sich entfaltet, allen glaubenstreuen Brüdern in der Nähe und Ferne zur Ermutigung und zum Troste: so ist es nicht minder erhebend und belehrend, auch einmal einen Blick zu werfen auf die entgegengesetzten Bestrebungen, für die hier nicht minder Opfer gebracht werden an Geld und Zeit. - Die hiesige israelitische Gemeinde, an deren Spitze Herr Rabbiner Stein als Geistlicher steht, hat einen neuen Tempel erbaut, und eine Orgel hergeschafft, die an Tonfülle und Wert keiner anderen in den hiesigen Kirchen nachsteht. Viele tausend Gulden hat diese Orgel, das glänzend ausgestattete Gebäude aber Hunderttausende gekostet. Dazu hat Rabbiner Stein ein neues Gebetbuch verfasst, welches ebenfalls im Druck erschienen ist. Da der vierstimmige Chor aus musikalischen Damen und Herren besteht und mithin nichts zu wünschen übrig lässt; da ferner auch der Kantor  ein beliebter Sänger und Herr Stein, als volkstümlicher Predigerin hiesiger Gemeinde anerkannt, mit einer sonoren Stimme begabt ist; da mit einem Worte hier gar nichts fehlt, was eine Gemeinde oder ein Rabbiner der reformistischen Richtung nur ersterben kann; so hat man hinreichenden Grund zu der Voraussetzung, dass das Ergebnis des glücklichen Zusammenwirkens aller Faktoren ein in jeder Beziehung    
Frankfurt Israelit 27061860a.jpg (204319 Byte)glänzendes sein müsse. Hier aber in der Frankfurter neuen Synagoge zeigt sich wieder einmal in eklatanter Weise, wie alle die äußeren Mittel, Andacht zu erregen, unwirksam bleiben, wie alle die neuerfundenen Lockspeisen doch den alten Kern von innerer Frömmigkeit nicht ersetzen können, die den echten Juden innewohnt. - Zwar war bei der Gelegenheit ihrer Einweihung die Synagoge gedrängt voll. Selbst viele Christen waren begierig, der Feierlichkeit mit beizuwohnen und die Einweihungspredigt mit anzuhören, die Herrn Stein so viel Ehre und Ruhm bringen sollte! - Allein schon am ersten Sabbat-Morgen, als ein Synagogen-Vorstandsmitglied, eine Überfüllung des Hauses befürchtend, den Gendarmen scharfe Ordre gab, niemanden ohne Eintrittskarte zuzulassen, zeigte sich ein so schwacher Zudrang von Andächtigen, dass dasselbe umsichtige Synagogen-Vorstands-Mitglied sich bewogen fühlte, jenes Verbot schleunigst wieder aufzuheben, damit im buchstäblichen Sinne durch Lückenbüßer aller Art die leeren Räume gefüllt worden. Geht man aber jetzt, also nur drei Monate nach der Einweihung, in die neue Synagoge, so erblickt man kaum die Hälfte der Stätten besetzt, und diese Hälfte besteht zum kleinsten Teil aus Mitgliedern der Gemeinde. Außer den besoldeten Dienern der Synagoge erblickt man unter den Besuchern meist solche, welche entweder schon gebetet haben oder überhaupt nicht beten, viele Neugierige, Arme, Soldaten, Gähnende und Singende. Die deutschen Gebete, die Rabbiner Stein abwechselnd mit den hebräischen des Kantors vorträgt, beschämen manches schöne Stückchen Piut an Länge, und wenn Herr Stein, - was mit zur Weihe und Salbung gehört - die vielverschiedenen Plätze auf- und absteigt, von denen aus er seine Gemeinde haranguiert, so wird es einem gar wunderlich und schwindlig zumute. War nun überhaupt der ganze kostspielige Bau kein Bedürfnis gewesen, so hatte er doch das Gute, dass die arbeitende Klasse etwas dabei verdient hat, obwohl die ungeheuren Summen allerdings nutzbringender hätten verwandt werden können. Bleibenderer Nutzen würde jedoch daraus erwachsen, wenn andere Gemeinden sich dieses Beispiel zu Warnung dienen ließen und zu der Einsicht gelangten, dass das Heil des Judentums nicht auf gottesdienstlichen Reformen beruht, und dass das ganze theatralische Beiwerk nicht imstande ist, die Herzen zu erwärmen, noch weniger einen denkenden Kopf auf die Dauer zu fesseln."    

   
Dank-Gottesdienst in der Synagoge für die vollständig erreichte Emanzipation (1864)       

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 26. Oktober 1864:     


Durch den Abbruch der Judengasse steht die Synagoge frei (1885)       

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 30. Juni 1885: "Die Judenstadt fällt - die Synagoge besteht.  Man schreibt aus Frankfurt am Main vom 19. Juni (1885). An der Nordseite der Gasse ist in den letzten Wochen das alte israelitische Caféhaus neben der großen Synagoge - früher hie0 es Café Sichel, zuletzt Café Stark - vollkommen niedergelegt worden. Welche Werte mögen in den alten verräucherten Räumen während der langen Zeit des Bestandes dieses Cafés, in welchem ein Teil der israelitischen Handelswelt, namentlich in früherer Zeit, verkehrte, umgesetzt worden sein! Vier Tragsteine, welche sich über den Eingängen des Cafés befanden, und andere interessante Gegenstände wurden in das historische Museum gebracht. Die ganze Seitenfront der Synagoge ist jetzt durch die Niederlegung des Cafés sichtbar. Die schön früher vorhandene Absicht, die ganze Synagoge frei zu legen, war an den übermäßigen Forderungen der Anlieger gescheitert. Wie verlautet, sollen jetzt wieder Verhandlungen mit verschiedenen Anliegern an der Rückseite wegen Ankaufs ihrer Häuser seitens der israelitischen Gemeinde stattfinden. Die rechts und links vom Rotschild'schen Stammhaus befindlichen Häuser, welche diesem zur Stütze dienen, werden erst jetzt abgebrochen. Die beiden Seiten des Hauses sollen künftig durch besondere Brandmauern abgeschlossen sein, und deren Bauwerk ist jetzt so weit gediehen, dass mit dem Abbruch der daneben befindlichen Häuser begonnen werden konnte. Das Rothschild'sche Stammhaus wird künftig allein noch den Typus der Häuser der ehemaligen Judengasse repräsentieren. Von dieser wird aber auch der Name schwinden, da sie künftig ebenso wie die Bornheimer Gasse, in welche sie ausmündet, den Namen 'Börnestraße' führen soll. An der Bornheimer Gasse sind die Straßenschilder demgemäss bereits umgeändert.  
Es liegt in diesem Vorgang, dass durch die Abtragung der alten Judengasse die Synagoge ganz offen und sichtbar gelegt wird, etwas Vorbildliches."         

 
Der Toraschrein aus der alten Synagoge wird in der Löb Reiß-Synagoge angebracht (1887)      

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 8. August 1887: "Frankfurt am Main, 7. August (1887). In der alten Frankfurter Synagoge, der sogenannten 'Altschul', befand sich ein marmorner Toraschrein, der seinerzeit beim Niederreißen der Synagoge erhalten wurde. Da derselbe ein wertvolles Kunstwerk ist, soll er in der neuen, im Religionsschulgebäude eingerichteten Löb-Reiß-Synagoge angebracht und deshalb vorher renoviert und in derselben Weise, wie er früher war, hergestellt werden. Die Frau Baronin Wilhelm von Rotschild hat zu diesem Zwecke die Summe von zweitausend und fünfhundert Mark gespendet. - 
Berichtigend sei hier bemerkt, dass das ursprüngliche Kapital der Löb Reiß-Stiftung nicht, wie es in einer unlängst von mir gemachten Mitteilung in Folge eines Druckfehlers hieß, 7000, sondern siebenzig tausend Gulden betrug."     

 
Gründung eines Vereins u.a. für die Anmietung von Gottesdiensträumen zu den hohen Feiertagen (1887)      

Frankfurt Israelit 17101887.JPG (79035 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. Oktober 1887:     

 
Renovierung der Hauptsynagoge (Börnestraße) (1912)      

Frankfurt FrfIsrFambl 12071912.jpg (81591 Byte) Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 12. Juli 1912:     


Bei der Renovierung der Hauptsynagoge (Börnestraße) wurden Inschriftensteine früherer Synagogen gefunden (1912)        

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 2. August 1912: "Bei den jetzt in Frankfurt am Main zur Ausführung gelangenden Renovationsarbeiten in der Hauptsynagoge in der Börnestraße fand man in den Kellerräumen unter Schutt vergraben hochinteressante Steine, die von früher auf diesem Platz stehenden Synagogen herstammen. Sie haben vielfach gut lesbare hebräische Inschriften, die über Zweck und Zeit genau Aufschluss geben."       


Die Hauptsynagoge an der Börnestraße wurde umgebaut und vollständig renoviert (1912)      

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 11. September 1912: "Frankfurt am Main, 8. September (1912). Die Hauptsynagoge an der Börne- und Allerheiligenstraße, die vor fünfzig Jahren errichtet wurde, ist umgebaut und vollständig renoviert worden. Das vordem etwas düstere Gebäude hat ein freundlicheres Ansehen erhalten und lässt jetzt seine in vorzüglicher Weise durchgearbeiteten, maurischen Formen wirksam in Erscheinung treten. Der Innenraum hat eine erstaunliche Änderung durchgemacht. Durch die neue Ausmalung ist ein stimmungsvoller Raum geschaffen worden, die imposanten Verhältnisse sind durch die lebhafte Farbengebung gewachsen. Die stets wechselnden Malereien sind, obschon die maurischen Architekturformen den Ausgangspunkt bildeten, in durchaus freier, farbenfroher Weise entworfen. Einen Glanzpunkt bildet die Partie am Allerheiligsten, ein Akkord von gelb, rot und blau, während die Gewölbe und Wandflächen der Mitteil und der Seitenschiffe ihren Grundton mit gesteigerter Wirkung von oben nach unten in grau und und blau haben, wobei alle Partien durch dezent angebrachte, echte Vergoldung illuminiert sind. Auch die Eingänge mit den neugeschaffenen Nebenräumen sind in der Farbe vornehm gestimmt. Interessant sind hier eingemauerte, antike Steine mit hebräischen Inschriften und Skulpturen, die sich im Schutt der Kellerräume vorgefunden haben und aus den Synagogen entstammen, die vordem am selben Platz gestanden haben. Zwei Schlusssteine sind aus der 1711 abgebrannten Synagoge. Sie sind in der späteren Synagoge wieder verwandt worden und mit nachträglich eingemeißelten Inschriften versehen, die die Freude über den gewaltigeren Neubau ausdrücken. Die Steine kommen also jetzt wieder zu ihrem Rechte. Dann sind rechts und links im Vordereingang zwei Türstürze der Eingange der 1712 erbauten Synagoge und über der Mitteltüre zum Innenraum ein sogenannter 'Chuppastein' (Hochzeitsstein) angebracht, den man nur noch selten antrifft. Nach jüdischem Brauch wurde an diesem Stein, der sich an der Außenwand der Synagoge befand, bei Trauungen ein Glas zerschellt. Die gesamten Arbeiten leitete Architekt Fritz Epstein, Frankfurt am Main. Die Synagoge wird zu Rosch haschonoh wieder in Benutzung genommen."        
 
Frankfurt Frf IsrFambl 11091912s.jpg (140458 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 11. September 1912: 

 
Über die Steinfunde in der Hauptsynagoge (Börnestraße) (1912)       

Frankfurt Frf IsrFambl 11091912.jpg (248728 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 11. September 1912: "Steinfunde in der Frankfurter Hauptsynagoge. Bei den in den letzten Monaten vorgenommenen Renovierungsarbeiten der Hauptsynagoge fanden sich unter anderen Bruchstücken (Marmorteile eines Oraun Hakaudesch = Toraschreines) verschiedene mit interessanten Inschriften versehene Steine aus der nach dem Brande von 1711 neuerrichteten Synagoge, welche 1854 niedergelegt wurde.  
Es sind dies: 
Zwei Türgewänder in Basaltstein mit hebräischer Inschrift in Hochrelief. Die erste Reihe der Inschrift nennt das Jahr der Errichtung des Baus: '1712' und die zweite lautet auf deutsch: 'Das ist das Tor Gottes, die Gerechten gehen darin ein.'  
Zwei Ringe gotischen Charakters, in rotem Mainsandstein. Diese Ringe trugen die Deckengewölberippen im Hauptschiff und waren gleichzeitig Träger der Beleuchtungskörper.  
Der eine Ring trägt auf seinen Seitenflächen in Hochreliefschrift eine Aufschrift, die in deutscher Übersetzung lautet: 'Viel großer ist dies letzterbaute Haus als das erste' und die Jahreszahl 1670. Die Zahl 1650 soll wohl andeuten, dass die 1711 abgebrannte Synagoge im Jahr 1650 erbaut worden war. Die rechtsseitige Aufschrift in weniger klassischem Hebräisch lautet: 'B'Esras Zuri ascher Scheman El Hoacharaun Wehorischaun' (Mit Hilfe meines Gottes, dessen Namen ist: Gott der ist der letzte und war der erste).  
Der andere Ring trägt die Inschrift auf seiner Untersichtsseite in vertieften Buchstaben und nimmt inhaltlich gleichfalls Bezug auf die Zerstörung der vorherigen Synagoge. Seine Inschrift lautet in Übersetzung: 'Zur Zeit der Zerstörung dieses flossen Tränen aus aller Augen. Aber da sie mich neu erstehen sahen, freuten sie sich.'  
Von nicht geringerem Interesse ist ein gleichfalls gut erhaltener Chupoh-Stein (Hochzeitsstein) in Bockenheimer Basalt. Dieser Stein befand sich im Hofe, in dem die Trauungen stattfanden. An ihm hat man das Knaß gelegt, indem man an ihm ein Glas zerbracht. Seine abgekürzte Inschrift lautet in Übertragung: 'Die Stimme der Wonne und die Stimme der Freude, die Stimme des Bräutigams und die Stimme der Braut.'  
Der letzte Fund betraf einen Sockel in rotem Sandstein. Dieser Sockel ist oben breit und nach unten in Halbrund spitz zulaufend. Er trägt in vertieften Initialen lediglich die Inschrift: 'Liruscholojim' (nach/für Jerusalem). Die Form ließ im ersten Augenblick auf eine Sammelbüchse mit der Bestimmung des Ertrags für Jerusalem schließen. Nach eingehender Erforschung jedoch dürfte es sich hier um den Stein handeln, den Jausef Aumetz auf S. 192 beschreibt. Er befand sich im Hofe zwischen Altschul und Neuschul, und in Erinnerung an das zerstörte Heiligtum in Jerusalem setzten sich die Trauernden (Awelim) nach Beendigung des Frühgottesdienstes am Sabbat einen Augenblick auf ihn nieder. Das Alter des Steines muss ein viel höheres sein als das der vorher erwähnten Steine.  G. Frohmann-Holländer".        
 
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 17. Januar 1913:  "Steinfunde in der Synagoge Börnestraße zu Frankfurt am Main. Von S. Holländer, Steinmetz.   
Bei den Renovierungsarbeiten fanden sich dieser Tage im Kellergewölbe der Synagoge Börnestraße in Frankfurt am Main unter anderen Bruchstücken (Marmorteile eines Aron Hakodesch = Toraschrein) verschiedene mit interessanten Inschriften versehene Steine aus der nach dem Brande von 1711 neu errichteten Synagoge, welche 1854 niedergelegt wurde.   
Fig. A und B
sind zwei Türgewänder in Basaltsein mit nachfolgender Inschrift in Hochrelief. Im Jahr 472 nach der kleinen Zählung (Fehler korrigiert), ausdrückend, dass der Bau im Jahre 1712 errichtet wurde; und darunter die Abbreviatur: SHLZJ"B; die punktierten Anfangsbuchstaben des: se haschaar l'adonai zadikim jovaun vau, das ist: das Tor Gottes, die Gerechten gehen darin ein.  
Figur C und D zeigen zwei Ringe gotischen Charakters in rotem Mainsandstein, welche die Deckengewölberippen im Hauptschiff der Synagoge abfingen und gleichzeitig Träger der Beleuchtungskörper waren. Ring C trägt auf seinen Seitenflächen in Hochreliefschrift die Aufschrift links: godaul hu habaijis haacharaun jausser min harischaun, d.h. 'Viel großer ist das letzterbaute Haus als das erste', mit der Interpunkten T"J gleich 1650. Die Zahl 1650 soll wohl andeuten, dass die 1711 abgebrannte Synagoge in Jahr 1650 erbaut worden war. Die rechtsseitige Aufschrift in weniger klassischem Hebräisch lautet: beesras zuri ascher schemau el haacharaun weharischaun, d.h. mit Hilfe meines Hortes, dessen NameFrankfurt AZJ 17011913b.jpg (220052 Byte) ist: der Gott, der er früher gewesen - jetzt noch ist.'  
Ring D trägt die Inschrift auf seiner Untersichtseite in vertieften Buchstaben und nimmt inhaltlich gleichfalls Bezug auf die Zerstörung der vorherigen Synagoge; die lautet (hebräisch und deutsch): 'Zur Zeit der Zerstörung dieses flossen Tränen aus aller Augen, aber da sie mich neu erstehen sehen, da freuen sie sich.' 
Von nicht geringerem Interesse ist der gleichfalls schön erhaltene Stein (Fig. §) in Bockenheimer Basalt. Er war allenthalben als der Chupohstein bekannt und befand sich im Hofe, in welchem die Trauungen stattfanden. An ihm hat man das Knaß gelegt, indem man an ihm ein Glas zerbracht.   
Seine abgekürzte Inschrift B"KW CH"K SCH"KW SCH"K lautet in Übertragung: 'Kaul sosaun wekaul simchoh kaul choson we kaul kalloh: die Stimmen der Wonne und die Stimmen der Freude, die Stimme des Bräutigams und die Stimme der Braut': 
Fig. F gibt einen roten Sandstein wieder, der in vertieften Initialen lediglich die Inschrift liruscholajim trägt. Die Form ließ im ersten Augenblick auf eine Sammelbüchse mit der Bestimmung des Ertrags für Jerusalem schließen. Nach eingehender Forschung jedoch dürfte es sich hier um den Stein handeln, den Omez Josef auf Seite 192 beschreibt. Er befand sich im Hofe zwischen Altschul und Neuschul, und in Erinnerung an das zerstörte Heiligtum in Jerusalem setzten sich die Trauernden und nach Beendigung des Frühgottesdienstes am Sabbat einen Augenblick auf ihm nieder. Das Alter dieses Steins muss ein viel höheres sein als das der vorher erwähnten."    

    
Bekanntgabe von Gottesdienstzeiten zu den hohen Feiertagen (1914)     

Frankfurt Frf IsrFambl 18091914.jpg (273582 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 18. September 1914:   

  
Bekanntgabe von Gottesdienstzeiten zu den hohen Feiertagen (1918)           

Frankfurt FrfIsrFambl 06091918as.jpg (383525 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 6. September 1918:    

 
Bekanntgabe von Gottesdienstzeiten zu den hohen Feiertagen (1938)    

Frankfurt GblIsrGF Nov1938 22.jpg (221149 Byte)Artikel im "Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt" vom November 1938:      

    
 
    
 
     
Adresse/Standort der Synagoge 
   
Alte Adresse (vor 1945): Allerheiligenstraße 79 / Börnestraße. 
Neue Adresse: im Bereich Kurt-Schumacher-Straße 41 (an der Rückseite des Gebäudes befindet sich die Gedenktafel)         
  
  
Fotos
(Quelle: (1): Scans von Abbildungen, die dem Webmaster - allerdings nur in meist niedriger Auflösung ohne weitere Quellenangaben - zur Verfügung gestellt wurden; (2): aus der Website  http://www.vor-dem-holocaust.de/, hier weitere Quellenangaben).   

 Ansichten der Judengasse mit der Hauptsynagoge (links)  

 
 Frankfurt Syn Hauptsynagoge 031.jpg (76185 Byte)  Frankfurt Syn Hauptsynagoge 044.jpg (168536 Byte)   Frankfurt Syn Hauptsynagoge 030.jpg (100706 Byte)
 (1)  (2)   (1) 
     

 Die Hauptsynagoge  

 
Frankfurt Syn Hauptsynagoge 032.jpg (71101 Byte) Frankfurt Syn Hauptsynagoge 041.jpg (786049 Byte) Frankfurt Syn Hauptsynagoge 042.jpg (96731 Byte)
(1)  (2)  (2) 
     
Frankfurt Syn Hauptsynagoge 035.jpg (64537 Byte) Frankfurt Syn Hauptsynagoge 033.jpg (28239 Byte) Frankfurt Syn Hauptsynagoge 043.jpg (113024 Byte)
(1)  (1)  (2) 
     
Innenaufnahme  Frankfurt Syn Hauptsynagoge 040.jpg (249855 Byte) Frankfurt Syn Hauptsynagoge 045.jpg (112568 Byte)
   (2)   (1) 
     
 Die Gedenktafel (Fotos: Hahn,
 Aufnahmedatum: 20.8.2012)  
   
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Blick auf die Neubebauung des Grundstückes der früheren Hauptsynagoge; an ihrer Stelle steht heute u.a. das Gebäude
 Kurt-Schumacher-Straße 41, an dessen Rückwand eine Gedenktafel an die Synagoge erinnert: "Hier stand die Hauptsynagoge 
Börnestraße, welche von Nazi-Verbrechern am 9. November 1938 zerstört wurde. Here stood the Hauptsynagogue Börnestrasse,
 which was destroyed by NaziCriminals on the 9th Day of November 1938".      
       
       
 Mauer des Hauptfriedhofes an 
der Eckenheimer Landstraße 
mit Gedenktafel
Frankfurt Friedhof Syn011.jpg (222914 Byte)  Frankfurt Friedhof Syn010.jpg (187655 Byte) 
     
      

  
   
Links und Literatur   

Links:  

Website der Stadt Frankfurt am Main    

Website ffmhist.de mit Seite zur Hauptsynagoge Börnestraße    

Wikipedia-Artikel Hauptsynagoge (Frankfurt)  

Website des Jüdischen Museums der Stadt Frankfurt am Main   

Website des Fritz Bauer Instituts  

Webportal HS 010.jpg (66495 Byte)Webportal "Vor dem Holocaust" - Fotos zum jüdischen Alltagsleben in Hessen mit Fotos zur jüdischen Geschichte in Frankfurt 

Website des Projektes Frankfurt am Main 1933-1945  

Website http://www.juedisches-leben-frankfurt.de/     

Literatur:  

 Literatur ist noch zu ergänzen  

                   
vorherige Synagoge  zur ersten Synagoge nächste Synagoge     

          

 

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Stand: 14. Dezember 2016