Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Frankfurt am Main
Westend - Synagoge 

Übersicht:   

Zur Geschichte der Synagoge  
Berichte zur Geschichte der Synagoge 
Die Westend-Synagoge geht ihrer Vollendung entgegen (1910)  
Zur Einweihung der neuen Westend-Synagoge (1910)   
Über die neue Westend-Synagoge - Baubeschreibung (1910) 
In der Westend-Synagoge entstehen große Heizkosten (1920)      
Fotos / Darstellungen  
Einzelne Presseberichte zur Westend-Synagoge   
Links und Literatur   

   

Zur Geschichte der Synagoge 
  
Bei der Frankfurter Westend-Synagoge handelt es sich um die einzige der Synagogen Frankfurts, die die Brandstiftungen während der Pogromnacht im November 1938 überstanden hat, da das Feuer gelöscht werden konnte. Das Gebäude ist bis heute ein wesentlicher Bestandteil der für den Stadtteil typischen gründerzeitlichen Blockrandbebauung. 
 
Die Synagoge Westend war seit ihrer Einweihung 1910 das wichtigste Zentrum jüdischen Gemeindelebens in den westlichen Stadtbereichen Frankfurts. Sie löste in dieser zentralen Funktion die 1893 eingeweihte Synagoge in der Unterlindau ab, die jedoch als weiteres Zentrum jüdischen Gemeindelebens bis 1938 bestehen blieb. 
 
Der Bau der Westend-Synagoge wurde nach den Plänen des Architekten Franz Röckle 1908 bis 1910 durchgeführt. Die Einweihung war am 28. September 1910. Die Synagoge bot im Innenraum und auf der Empore ursprünglich für etwa 1.200 Besucher Platz, dazu 40 Plätze für den Chor auf der Sängerempore. In einem Nebengebäude zur Synagoge wurden Verwaltungsräume eingerichtet, dazu eine Wochentagssynagoge, Rabbinerwohnungen und vier Schulsäle für den Religionsunterricht. Der gesamte Bau wurde in Formen der frühen Moderne gestaltet.  
  
Beim Novemberpogrom 1938 und bei Bombenangriffen des Zweiten Weltkrieges (vor allem im März 1944) wurde das Gebäude stark beschädigt, aber nicht zerstört. Während des Krieges war das Gebäude als Möbellager für bombengeschädigte Frankfurter Familien sowie als Kulissenlager für die Oper Frankfurt zweckentfremdet worden.
  
Kurz nach Kriegsende wurde am 12. September 1945 der erste Gottesdienst in der noch schwer beschädigten Synagoge abgehalten. 1950 wurde die Synagoge nach einer zweijährigen Renovierung wiedereingeweiht (Architekten: Max Kemper, Werner Hebebrand in Zusammenarbeit mit Hans Leistikow). Dabei wurde der ornamentale und vielfarbige Stuck reduziert. Ein neuer Toraschrein und eine Bima im Zentrum des Raumes entstanden. 1988 bis 1994 wurde die Synagoge durch den Architekten Henryk Isenberg denkmalgerecht restauriert. Nun wurden die Reste der alten Dekoration wieder freigelegt beziehungsweise restauriert, sodass der Raum sich heute wieder dem ursprünglichen Eindruck annähert. 
 
Die Gottesdienste in der Westend-Synagoge wurden die Gottesdienst seit 1950 nach orthodoxem Ritus abgehalten. Sie ist Synagoge unterschiedlicher religiöser Richtungen des Judentums. Auch derzeit (2012) werden im eigentlichen Synagogenbau mit der repräsentativen Kuppel die Gottesdienste der orthodoxen Hauptgemeinde abgehalten. Im ehemaligen Trausaal rechts des Toraschreines hat die Chabad-Gemeinde ein Talmudseminar eingerichtet. In einem Raum links des Toraschreines treffen sich seit 2007 die liberale Gemeindeglieder des Egalitären Minyan mit Rabbinerin Elisa Klapheck.    
 
2012/13 wird der Vorplatz neu gestaltet. Bis dahin hatte ein Gewirr von Absperrungen und Barrieren die Synagoge vor Anschlägen geschützt. Im Zuge der Umgestaltung des Vorplatzes wurden die Betonbarrieren und andere Sicherheitseinrichtungen entfernt. Die begehbaren Flächen um die Synagoge wurden vergrößert und mit drei Stufen eingefasst.  
   
   
   
Berichte zur Geschichte der Synagoge 
    
Die Westend-Synagoge geht ihrer Vollendung entgegen (1910)      

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 11. März 1910: "Frankfurt am Main, 6. März (1910). Die sechste Synagoge in unserer Stadt, die im Frankfurter 'Tiergartenviertel', in der Königsteinerstraße im Westend errichtet wird, geht jetzt ihrer Vollendung entgegen. Dieses neue Gotteshaus, das neben den Synagogen in der Börnestraße, am Sandweg, der Löwen-, Schützenstraße und derjenigen an der Unterlindau, auch in architektonischer Hinsicht eine Zierde der Stadt zu werden verspricht, wird 1200 Plätze enthalten und eine Sängerempore für 40 Personen. In einem Nebengebäude werden die Verwaltungsräume, die Wochentagssynagoge, Rabbinerwohnungen und vier Schulsäle für Religionsunterricht eingerichtet. Das Nebengebäude soll bereits am 1. April in Benutzung genommen werden."      

  
Zur Einweihung der neuen Westend-Synagoge (1910)    

Frankfurt FrfIsrFambl 30091910.jpg (309466 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 30. September 1910: "Frankfurt am Main. Franz Roeckle hatte mit der neuen Westend-Synagoge, deren Einweihung gestern Abend stattfand, eine schwierige Aufgabe zu lösen, denn der von verhältnismäßig schmalen Straßen begrenzte Platz und die Forderung zahlreicher Nebenräume gaben sehr ungünstige Bedingungen für ein machtvoll wirkendes Gotteshaus. Roeckle hat im Rahmen des Gegebenen das Mögliche geschaffen. Der graue Muschelkalk, die durchdachte organische Gliederung und die mächtige Kuppelwölbung vereinen sich zu einem seiner Bestimmung treuen Gesamtbilde. Im Inneren war die Aufgabe leichter, und so ist der mächtige Synagogenraum - er hat in seiner Kuppel eine Höhe von 27 Metern und bietet Raum für 1200 Beter - künstlerisch geradezu ein Vollendetes. Wie genial hier der Übergang von der Bogen- zur Kuppelwölbung, wie unübertrefflich der Farben Harmonie, um weihevolle Stimmung zu erwecken! Aber auch einen jüdischen Charakter - wenn man überhaupt von einem solchen reden kann - hat der Erbauer der Synagogenhalle zu geben verstanden; dass die christliche Orgel über dem Oraun-Hakaudesch (Toraschrein) gerade in diesem Raume ohne jeden Anklang an christliche Kirchenbauart umso störender empfunden wird, ist nicht Schuld des Baumeisters. 
Zur Einweihung war die von dem gewaltigen Kronleuchter und von den elektrischen Flammen der Wände lichtdurchströmte Halle bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Zuhörerraum war in drei Bankreihen geteilt. Rechts und in der Mitte die Herren in Zylinder und links die Frauen in Federhüten. In der Mitte, auf der ersten Bankreihe die Spitzen der Staats- und städtischen Behörden.    
Die Feier eröffnete ein Orgelpräludium. Es folgte eine Ansprache Justizrats Blau, des Präsidenten der Gemeinde. Er begann mit den Psalmworten: 'Um meiner Brüder und Genossen willen ruft ich dir den Friedensgruß zu, um dieses Gotteshauses willen wünsche ich Dir ewiges Heil.' Redner entbietet Gruß den Gästen und dankt dem Schöpfer des schwierigen Bauwerkes, Architekt Röckle, und all denen, die zur Errichtung des schönen Gotteshauses helfend beitrugen. Alsdann legt er die 'Weltanschauung vom Glauben an die Zweckmäßigkeit alles Werdens und Geschehens und an ein einziges, ewiges Wesen als Zwecksetzer von Anbeginn' dar und fährt dann fort: Es herrscht bei uns Juden über die Art des Kultus Meinungsverschiedenheiten, und während die einen an allen seit alten Zeiten bestehenden Formen treulich festhalten und nicht geändert wissen wollen, sind die anderen für Änderungen im modernen Sinne. Die Gemeindeverwaltung als Vertreterin der Gesamtheit hat sich bloß neutral zu verhalten und dem gerecht zu werden. Sie hat deshalb bereits vor einem Jahrzehnt durch Erwerbung eines Grundstücks vorgesorgt und so steht jetzt der Neubau im Westend da. In diesem neuen Gotteshause ist besonders für die deutsche Muttersprache Sorge getragen und die hebräischen Gebete sind entsprechend den Bedürfnissen der Zeit noch mehr beschränkt worden. Das neue Gebethaus steht als ein Wahrzeichen da, dass das Judentum den Anspruch erhebt, zu leben, um der Menschheit zu dienen getreu der Parole: Treu-deutsch und jüdisch zugleich.   
Es folgt darauf das Anzünden des ewigen Lichtes durch Rabbiner Dr. Seligmann; darauf spricht Rabbiner Dr. Lazarus in eindrucksvoller Weise das Weihegebet, worauf das Einholen der Tora-Rollen geschieht, begleitet vom Chorgesang und Sologesang des Vorbeters Scheuermann."     
Frankfurt FrfIsrFambl 30091910a.jpg (231456 Byte)In der ihm eigenen meisterhaften, hinreißenden Weise hielt darauf Rabbiner Dr. Seligmann die Predigt. Diese gipfelte in zwei Grundgedanken. An den Satz 'Seh eli weanwehu, elaukei owi waaraumemenu' (2. Mose 15,2: 'das ist mein Gott und ich will ihn preisen, er ist meines Vaters Gott, ich will ihn erheben') anknüpfend, wies der Redner auf den Gegensatz zwischen 'Elaukei owi' (meines Vaters Gott), dem nationalen von altersher überlieferten Gotte, und dem 'Eli' den modernen persönlichen Gott des heutigen Juden, hin. In begeisternden Ausführungen charakterisierte der Redner den 'Elaukei owi', den Gott der Ahnen, und schilderte die sittliche Grüße und ideale Erhabenheit des Judentums, wie es die Propheten und Psalmisten verkündet haben. Dieser Teil seiner Predigt, den der Redner dem 'Elaukei owi' widmete, riss durch die elementare Wucht des Vortrages, durch das feurige Gefühl, von dem er getragen wurde, die Zuhörer hin und versetzte sie in große Begeisterung. Dann zum 'Eli', dem modernen individuellen Gotte übergehend, suchte der Redner durch lange Argumente die Berechtigung des modernen, reformierten Judentums zu beweisen, dem diese neue Synagoge zu dienen bestimmt sei. Er betont, in seinem neuen Gebetbuche alle wichtigen Gebete beibehalten und nur die nebensächlichsten fortgelassen zu haben; als Gebetssprache sei das Deutsche dem Hebräischen vorgezogen worden, vor allem deshalb, weil dies den Bedürfnissen der des Hebräischen unkundigen Beter, sodann aber dem deutschen Empfinden entspreche.   
Dieser Teil seiner Ausführungen klang im Gegensatz zu dem vorhergehenden etwas gezwungen und gekünstelt und wurde auch von den Zuhörern etwas kälter aufgenommen; man konnte sich des Gefühls nicht erwehren, dass der Redner sich im gewissen Sinne zu rechtfertigen suchte.   
In der anderen Hälfte seiner Rede trat der Redner den Behauptungen entgegen, die das Judentum als materialistisch hinstellen wollen. Das jüdische Volk habe seit jeher und durch die ganze Zeit des Goluth (Diaspora) hindurch trotz furchtbarer Verfolgungen seinen Idealismus bis auf den heutigen Tag bewahrt; und wozu die anderen Völker Regierung, Heer und Flotte bedürfen, die Erhaltung der nationalen Güter, das brachten wir einzig und allein mit unserem Idealismus fertig. Und auch dieser Synagogenbau, zu dem so viele großherzig beigesteuert haben, ist ein beredtes Zeugnis dafür, dass auch heute noch unter den Juden der Idealismus nicht erloschen sei.  
Nach der Predigt tritt der Kantor Naumow aufs Almemor, und vom Chor begleitet, trägt er verschiedene deutsche Gesänge und Sätze aus dem Keduschohgebet vor.  
Mit einem Gebet für Kaiser und Vaterland durch Rabbiner Dr. Salzberger und dem Chorgesang 'Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre' schloss die Feier."      


Über die neue Westend-Synagoge - Baubeschreibung (1910)       

Frankfurt AZJ 14101910a.jpg (330696 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 14. Oktober 1910:  "Frankfurt am Main, 6. Oktober (1910). Abseits vom Verkehr unserer großen Straßenzüge ist in den letzten beiden Jahren ein Bau entstanden, der jetzt bedeutungsvoll in die Reihe der Bauwerke eintritt, die das architektonische Bild Frankfurts bestimmen: die neue Westend-Synagoge, die die israelitische Gemeinde an der Kreuzung der Königsteiner und der Altkönigstraße hat errichten lassen. Die Synagoge, die ihre Front der Königsteiner Straße zuwendet, zeigt sich als kuppelüberwölbter Zentralbau, dem ein Vorhof vorgelagert ist und um den in wirkungsvollen Giebelfronten Vorhalle, Seitenschiffe und ein die Estrade der Kultushandlungen und den geräumigen Trausaal enthaltender Bauteil geschart sind. In die Ecken dieser Giebelbauten sind in kleineren Proportionen Räume für die Garderobe, Zimmer für die Vorsteher, den Rabbiner, den Kantor angebracht; auf jenem schmäleren Teile des Grundstücks, der die Konigsteiner Straße entlang zieht, schließt sich das Gemeindehaus an die Synagoge an. Der Eindruck des Außenbaus ist voll gehaltener Ruhe, ernst, würdig und vor allem durchaus organisch. Die Formen sind groß und einfach, keine überflüssige Dekoration zieht die Aufmerksamkeit von den reinen, tektonischen Linien ab. Lisenen gliedern die Fronten, Medaillons mit heraldisch stilisierten Löwen, die die Symbole des jüdischen Glaubens halten, beleben die Giebel. Man versteht ohne weiteres, dass hier der Innenbau aus sich heraus die Außenform bestimmt hat. Das Material des Bauwerks ist Muschelkalk, der in seiner porösen Oberfläche etwas von der Belebtheit einer Epidermis hat. Eine wuchtig drückende, kuppelüberwölbte kleine Vorhalle nimmt den Eintretenden auf, der einen kleinen, von einem nicht minder wuchtigen, pyramidalen Brunnen beherrschenden Hof überschreitet und in die Synagoge eintritt. Sobald er die Promenadenhalle der Synagoge durchschritten, steht er unter dem großen, dem überwältigenden Eindruck der Kuppelform. Ein Gefühl des Freiseins, der Erhebung in ungemessene Weite überkommt ihn, wie es eben nur der Zentralbau, der das Gefühl nicht in bestimmende, begrenzende Linien bannt, zu geben vermag. Der farbige Eindruck des Baus wird durch den Akkord von Blau und Gelb bestimmt. Säulen, die mit gelbem Marmor überzogen und deren Kapitäle blau und gelb bemalt sind, tragen die Emporen der Seitenschiffe und der Wandelhalle. Die Wände sind mit gelbem und grauem (also für blau vikarierendem) Marmor in geometrischer, triangulärer Konfiguration überzogen. Die Wölbungen und Wände der Emporen, die Zwickelfelder zeigen eine Verputzfläche von kräftigem Braun, von dem sich bei den Emporen sparsame Ornamentfleckchen, bei den Zwickelfeldern goldleuchtend die lapidaren Buchstaben hebräischer Inschriften abheben. Die Kuppel ist in blau und braun, ebenfalls durch Verputzarbeit, kassettiert. Goldschimmernd, leicht und frei schwebt der Lüster, in konzentrischen Kreisen der Lichter nach unten sich verjüngend und in seinem Feuer von farbigen Glassteinen gesteigert, in den Raum herab. Wuchtig breite Ornamentlinien, deren Blau durch ein lichtes Grün vertieft wird und deren Braun in Gold aufstrahlt, bringen die tektonischen Linien des Raumes zur Anschauung, begleiten die Brüstung und Wölbung, die die Emporen abschließt, bilden zusammen mit einer Kette gelber Fenster den Kranz, auf dem die Kuppel aufsitzt. Nur im Grunde, dort, wohin die Blicke sich richten, wo der Rabbiner predigt und der Vorhang die Torarollen verhüllt, ist das Gelb zu einem feierlichen Weiß aufgelichtet, im Marmor des Pults und der Säulen und in der Bemalung der Brüstung, und bildet zusammen mit dem Golde einen festlichen Zweiklang. Trotzdem der Bau in seinem konstruktiven Bestande durchaus ein Werk der modernen Zeit, ein Werk moderner Eisenbetonkonstruktion ist, sucht er, - und das Recht wird man ihm nicht bestreiten dürfen, - in seiner dekorativen Ausgestaltung eine Fühlung mit altjüdischer Tradition zu gewinnen. Einen spezifisch jüdischen Stil hat es wohl kaum gegeben. Zur Zeit des jüdischen Nationalstaats mögen die Einflüsse ägyptischer und assyrischer Kultur die Formen jüdischer Tempelarchitektur bestimmt     
Frankfurt AZJ 14101910b.jpg (290493 Byte)haben. Die große Zeit der Tanaim sah den Dekorationsüberschwang römisch-hellenistischer Baukunst. Die jüdische Scholastik des Mittelalters spann die feinen Maschen ihrer logischen Gewebe unter der labyrinthischen Filigranarbeit islamischer Ornamentation. In der schlimmen Zeit der historischen Baustile, da das Christentum seine Kirchen mühsam verstandesmäßig den Bauwerken einer entschwundenen Glaubenszeit nachbildete, hat das Judentum auf diese Schmuckformen maurischer Moscheen zurückgegriffen und auch noch in neuerer Zeit, da man gelernt hatte, einen Raum aus den Gesetzen seines Zweckes und seines Materials zu gestalten, mochte man dieser Formen zu einer spezifischen Charakterisierung des Synagogenbaus nicht entbehren. Die neue Westendsynagoge hat auf diese dem jüdischen Mittelalter entlehnten Formen völlig Verzicht geleistet und hat dafür Anregungen der frühen Zeit des jüdischen Altertums, der wuchtig ernsten Welt der ägyptisch-assyrischen Baukunst entnommen. Die Pfeiler der Vorhalle, die Säulen im Gotteshause selbst, können an ägyptische Formen die Erinnerung wecken; auch der Farbenzweiklang von blau und gelb könnte durch die Farbenstimmung ägyptischer Tempelbauten veranlasst sein. In der baulichen Ausgestaltung scheint mir nur ein Teil nicht völlig geglückt: das ist die Vorhalle, die den Besucher aufnimmt und die von einer zu ihrem Zweck in gar keinem Verhältnis stehenden Wucht der Formen ist. Der Charakter des Baus ist der eines großen festlich-feierlichen Raumes, fast möchte man unter dem Eindruck dieser farbenstarken Ornamentik sagen eines Prunkraumes, dessen Bestimmung es ist, eine Menge zur Einheit einer Betrachtung zusammenzuschließen und ihren Sinn vom Alltäglichen emporzuheben. - Die Einweihung des herrlichen Gotteshauses fand unter großer Beteiligung statt. In der ersten Bankreihe saßen die Vertreter der Behörden, darunter Regierungspräsident von Meister - Wiesbaden, Polizeipräsident Scherenberg, Oberbürgermeister Dr. Adickes, Handelskammerpräsident Geheimrat Andrege, Eisenbahndirektionspräsident Neuleaux, Landgerichtspräsident Dr. Colnot, Oberstaatsanwalt Dr. Hupertz, Oberpostdirektor Maier, Rektor der Akademie Dr. Freudenthal, die Stadtverordneten-Vorsitzenden Gemeinrat Dr. Friedleben und Dr. Hertz. Sie und die übrigen Gäste begrüßte der Vorsitzende des Gemeindevorstandes, Justizrat Dr. Blau, mit dem Wort des Psalmisten: 'Um meiner Brüder und Genossen willen rufe ich Dir den Friedensgruße zu, um dieses Gotteshauses willen wünsche ich Dir ewiges Heil'. Die Ansprache brachte, nach einem Dank für den Schöpfer des Bauwerks, Architekt Rückle und seine Helfer, eine Darlegung der Weltanschauung, der die neue Synagoge geweiht ist. Über die Art des Kultus bestehen Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Judentums. Die Gemeindeverwaltung als Hüterin der gemeinsamen Weltanschauung sucht allen Richtungen gerecht zu werden. Sie hat deshalb, als die Hauptsynagoge, in deren Gottesdienst die moderne Richtung zum Ausdruck kommt, auf die Dauer dem Bedürfnis nicht genügte, bereits vor einem Jahrzehnt durch Erwerbung eines Grundstücks im Westen vorgesorgt und jetzt den Neuabu errichtet. Außen und innen fertig steht das neue Haus da, als ein Wahrzeichen, dass das Judentum den Anspruch erhebt, zu leben, um der Menschheit zu dienen, und dass es seine Mitglieder zur reinsten Vaterlandsliebe und zur treuesten Erfüllung ihrer Bürgerpflichten erzieht, getreu der Parole: Treu-deutsch und jüdisch allezeit. Die religiösen Zeremonien - Anzünden des ewigen Lichts, Weihgebet und Einholen der Torarollen - vollzogen die Rabbiner Dr. Seligmann und Dr. Lazarus. Dazu ertönten von der goldverzierten Empore herab die mächtigen Akkorde der schönen Orgel und eines wohlgeschulten Chors, unterbrochen von den Solosängen der Vorbeter Scheuermann und Naumow. Die Festrede hielt Rabbiner Dr. Seligmann. Mit einem von Rabbiner Dr. Salzberger gesprochenen Gebet für Kaiser und Vaterland und dem machtvollen Schlusschor: 'Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre' schloss die erhebende Feier."      

 
Bekanntgabe von Gottesdienstzeiten zu den hohen Feiertagen (1914)     

Frankfurt Frf IsrFambl 18091914.jpg (273582 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 18. September 1914:   

  
Bekanntgabe von Gottesdienstzeiten zu den hohen Feiertagen (1918)           

Frankfurt FrfIsrFambl 06091918as.jpg (383525 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 6. September 1918:    


In der Westend-Synagoge entstehen große Heizkosten (1920)       

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 18. November 1920:  Von der Israelitischen Gemeinde. Die Kälte in der Synagoge Königsteiner Straße macht sich wohl im Winter doppelt bemerkbar. Die Wärmezufuhr durch Heizung des Hauptraumes im Winterhalbjahre erfordert einen Kostenaufwand von 80.000 Mark, der wie in der letzten Sitzung des Ausschusses mitgeteilt wird, zum Teil von Gemeindemitgliedern gedeckt wird. Es wurde außerdem in der gleichen Sitzung..."      

    
Über eine religiöse Weihestunde mit Rabbiner Dr. Freudenthal aus Nürnberg in der Westend-Synagoge (1929)    

Artikel in der "Jüdisch-liberalen Zeitung" vom 8. März 1929:  "Frankfurt am Main (Religiöse Weihestunde in der Westend-Synagoge). In manchen Gemeinden des Rheinlandes, auch in Nürnberg, seit kurzem in München, ist es üblich geworden, in den Synagogen an Sonntagvormittagen oder -nachmittagen Vorträge von Rabbinern der eigenen, auch auswärtigen Gemeinden, in gewissen Abständen zu veranstalten. Man will damit einem doppelten Zweck dienen. Juden und Jüdinnen, denen beruflicher Zwang den Besuch des Gotteshauses am Sabbat verwehrt, will man wenigstens in diesem knappen Ausmaße religiös-jüdische Belehrung und Erbauung bieten. Nichtjuden sollen Gelegenheit haben, in einer ihnen verständlichen Form die religiöse Welt des Judentums, frei von den Verzerrungen antisemitischer Einstellung, kennen zu lernen. Bei uns in Frankfurt hat vor Jahren an den Sonntagnachmittagen im Winterhalbjahr, auch im Hinblick auf den erstgenannten Zweck, der selige Rabbiner Nobel unter starker Beteiligung aus allen Teilen der Gesamtgemeinde seine bekannten Lehrvorträge gehalten. Am Sonntagnachmittag, 17. Februar, fand sich nun in der Westend-Synagoge um 5 Uhr ein großer Kreis von Interessierten zusammen. Man sah nicht nur die gewöhnlichen Synagogenbesucher. Manch einer, der, obschon er Jude, sonst nie ein jüdisches Gotteshaus betriff, war erschienen. Und dieser und jener Christ hatte den Weg zu unserem herrlichen Tempel in der Freiherr-vom-Stein-Straße gefunden. Ein Lied erklingt von der Höhe der Orgelempore. Prof. Dr. Iggersheimer sang, seine Zuhörer innig ergreifend, das 'Gebet', vertont von Hugo Wolf. Dann schritt Seine Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Freudenthal aus Nürnberg zu dem vor dem Vorbetertisch aufgestellten Rednerpult. Dass es ein auswärtiger Rabbiner war, der in einem unserer Gotteshäuser nunmehr das Wort ergriff, bedeutete die Erfüllung des schon längst gehegten Wunsches, durch einen Austausch bewährter Kanzelredner erneute Anregung in die Gemeinden, auch in unsere, zu bringen. Und wahrlich, wir waren nicht enttäuscht. In lebendiger, klarer, anschaulicher, zu Herzen gehender Weise zeigte uns Rabbiner Freudenthal 'Wege der Frömmigkeit', wie sie das Judentum gesucht, gefunden und beschritten hat, indem er helles Licht auch auf die verdunkelten Darstellungen jüdischer Religiosität, wie sie von christlicher Seite mannigfach gegeben werden, zu werfen verstand. Erhebung, Belehrung, Aufklärung boten seine Ausführungen, denen die Zuhörer mit gespannter Aufmerksamkeit folgten. Diese erste 'Religiöse Weihestunde' fand die Deutung ihres Sinnes und ihre Erfüllung. Fünf Gellert-Lieder, vertont von Beethoven, schlossen sich dem Vortrag auch inhaltlich an und sicherten in der Schönheit ihrer Darbietung, die wir wiederum in der Sangeskunst des Prof. Dr. Igersheimer  und seinem feinfühligen Begleiter Herr Organisten Würzburger verdanken, einen harmonievollen Ausklang. Unter rauschenden Orgeltönen verließ die innig bewegte Menge, die den Hauptraum der Synagoge fast bis auf den letzten Platz gefüllt hatte, das Gotteshaus. In allen war wohl der Wunsch einer baldigen Wiederkehr solcher Stunde lebendig. Dank denen insgesamt, die an ihrer Gestaltung mitgewirkt haben."       

     
Bekanntgabe der Gottesdienstzeiten in den Frankfurter Synagogen (1928)      

Anzeige in der "Jüdisch-liberalen Zeitung" vom 10. Februar 1928:     

 
Bekanntgabe der Gottesdienstzeiten zu den hohen Feiertagen (Oktober / November 1938)  
Anmerkung: die Gottesdienste ab dem 9./10. November 1938 konnten auf Grund des Novemberpogroms 1938 nicht mehr stattfinden!   

Frankfurt GblIsrGF Nov1938 22.jpg (221149 Byte)Artikel im "Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt" vom November 1938:      

 
   
          
Adresse/Standort der Synagoge   Freiherr-vom-Stein-Straße 30-32  (früher: Königsteiner Straße / Altkönigstraße)       
   
   
Fotos   

 Historische Abbildung 
der Westend-Synagoge
 
 Frankfurt Syn Westend 031.jpg (93151 Byte)    Frankfurt Syn Westend 031a.jpg (467136 Byte)
   Blick auf die Westend-Synagoge von Südwesten, links das Verwaltungs- und Schulgebäude,
 rechts die Synagoge mit ihrer hohen Kuppel. Foto rechts aus:
 http://www.vor-dem-holocaust.de/ unter "Frankfurt")  
     
     
Die Westend-Synagoge 
im Sommer 2012
 
(Fotos: Hahn,
 Aufnahmedatum 20.8.2012)   
Frankfurt Syn Westend 12010.jpg (204306 Byte) Frankfurt Syn Westend 12013.jpg (253338 Byte)
   Blick auf die Westend-Synagoge 
von Westen, im Vordergrund die Vorhalle 
 Blick auf die Westend-Synagoge 
von Südosten  
   Das Foto oben in hoher Auflösung   Das Foto oben in hoher Auflösung   
     
  Frankfurt Syn Westend 12011.jpg (135885 Byte) Frankfurt Syn Westend 12012.jpg (150189 Byte)
   Blick auf das Gebäude von Süden   Löwe mit Gebotstafeln 
  Das Foto oben in hoher Auflösung  Das Foto oben in hoher Auflösung   
     
  Innenaufnahmen in hoher Auflösung siehe Wikipedia-Artikel "Westend-Synagoge"  
     
Innenaufnahmen der Westend-Synagoge 
(Quelle: übernommen aus www.synagogen.info; Fotos von 2002 von Borislav Davidkov, Frankfurt;
 Foto zweite Zeile rechts von Ulrich Knofinke, Braunschweig) 
Frankfurt Syn Westend 043.jpg (85893 Byte) Frankfurt Syn Westend 044.jpg (84598 Byte) Frankfurt Syn Westend 042.jpg (75641 Byte)
Im Vorhof - Blick zum Eingangsgebäude   Im Vorhof: Blick zur Synagoge  Der Kronleuchter 
     
Frankfurt Syn Westend 046.jpg (76407 Byte) Frankfurt Syn Westend 048.jpg (82422 Byte) Frankfurt Syn Westend 040.jpg (74069 Byte)
Blick nach Osten - zum Toraschrein  Blick auf den Toraschrein Blick zum Toraschrein
     
Frankfurt Syn Westend 041.jpg (87808 Byte) Frankfurt Syn Westend 045.jpg (71948 Byte) Frankfurt Syn Westend 047.jpg (74731 Byte)
Seitenschiff   Der Hauptraum mit dem Kronleuchter - 
Blick nach Westen 
Hauptraum 
gegen Norden 
   
     
     

  
  

Die Westend-Synagoge Frankfurt im Film:    

Frankfurt Westend Synagoge 360.jpg (135179 Byte)Die Westend-Synagoge in Frankfurt ist online auch in 3D zu sehen: Link zu synagogues360.org zur Westend-Synagoge   

  
  
Einzelne Presseberichte zur Westend-Synagoge    

November 2006: Zur Geschichte der Westend-Synagoge - Artikel zum Gedenktag der Pogromnacht 1938  
Artikel von Hans Riebsamen in der "Frankfurter Allgemeinen" vom 8. November 2006: "Synagogen. Dem Abriss entgangen. Alle vier großen Synagogen in Frankfurt sind in der Pogromnacht vom 9. November 1938 gestürmt und angezündet worden. Nur die Westend-Synagoge ist danach nicht abgerissen worden und hat überdauert. Die Westend-Synagoge ist erstaunlicherweise nach dem 9. November 1938 nicht abgerissen worden wie die anderen drei großen Synagogen in Frankfurt. Wie die 1860 eingeweihte Hauptsynagoge an der damaligen Börnestraße an der ehemaligen Judengasse, die am Ende von den Liberalen in der Einheitsgemeinde, der Israelitischen Gemeinde, genutzt worden war.
Wie die außen im Stil der italienischen Renaissance gehaltene und innen nach orthodoxem Ritus gestaltete Börneplatz-Synagoge, vollendet 1882 und Versammlungshaus der Orthodoxen in der Einheitsgemeinde. Und wie die Synagoge an der Friedberger Anlage, gebaut 1907 für die besonders streng orthodoxen Mitglieder der Israelitischen Religionsgesellschaft, die nicht der Frankfurter Einheitsgemeinde angehören wollten..." 
Link zum Artikel     
 
September 2010: Zum hundertjährigen Bestehen der Westend-Synagoge 
Artikel von Hans Riebsamen in der "Frankfurter Allgemeinen": 100 Jahre Westend-Synagoge. Früher von Nazis bedroht, heute von Terroristen 
1910 gründeten liberale Juden in Frankfurt die Westend-Synagoge. In der Nazizeit auf wundersame Weise der Vernichtung entgangen, muss das Gotteshaus dieser Tage vor Terroristen geschützt werden. Gefeiert wird das Jubiläum dennoch. 
Heute vor 100 Jahren wurde die Westend-Synagoge geweiht. Gefeiert wird, weil der jüdische Kalender etwas kompliziert ist, allerdings erst in einem Monat, am 24. Oktober. Damals, 1910, als der Frankfurter Oberbürgermeister Franz Adickes, der Nobelpreisträger Paul Ehrlich und der Religionsphilosoph Hermann Cohen ihre Zylinder vor der großen Leistung der hiesigen jüdischen Gemeinde zogen, hat sich niemand vorstellen können, dass dieses Gotteshaus ein Jahrhundert später gegen Terroristen verbarrikadiert werden muss..."  
Link zum Artikel     
Artikel von Salomon Korn in der "Frankfurter Allgemeinen" vom 26. Oktober 2010: "Die Frankfurter Westend-Synagoge
Eine Zuflucht in der Schwere unserer Tage 

Vor hundert Jahren wurde die Frankfurter Westend-Synagoge geweiht. In seinem Festvortrag beschreibt Salomon Korn die wechselvolle Geschichte eines Bauwerks, das die beiden religiösen Hauptrichtungen des Judentums unter einem Dach vereint. 
Die Geschichte der 1910 geweihten Westend-Synagoge umspannt ein Jahrhundert, ragt aber in drei Jahrhunderte hinein. Keine andere Frankfurter Synagoge durchlief in ihrer Geschichte so viele Zeitenwenden, Umbrüche und Neuanfänge wie dieses Gotteshaus. Und keine andere Synagoge in Frankfurt, ja in Deutschland, wurde vier Mal eingeweiht.
Baugestalt und Dekor der Westend-Synagoge gehen auf den Historismus des 19. Jahrhunderts zurück, auf eine Architekturströmung, die sich - dem restaurativen Geist der Zeit folgend - aus dem Formenschatz vergangener Epochen bediente. Im Jahrhundert europäischer Nationalstaatenbildung kamen jedem Baustil jeweils unterschiedliche Bedeutungen und Botschaften zu. Sie dienten vor allem weithin sichtbaren Bekenntnissen im öffentlichen Raum zum jeweiligen Souverän, sei es Herrscher, Kirche oder Vaterland..." 
Link zum Artikel    
  
August 2012: Neuer Eingangsbereich für die Synagoge  
Artikel in der "Frankfurter Rundschau" vom 9. August 2012: "Frankfurt - Jüdische Gemeinde - Synagoge mit neuem Entree. Die Betonsperren, die zurzeit die Westend-Synagoge vor terroristischen Angriffen schützen, sollen einer neuen Treppenanlage weichen. Das jüdische Gotteshaus soll so einen würdigeren Rahmen erhalten. 
Seit vielen Jahren treffen sich die Mitglieder der Jüdischen Gemeinde hinter Betonsperren, wenn sie am Sabbat zum Beten in die Westend-Synagoge gehen. Diese Sperren in der Freiherr-vom-Stein-Straße sollen Sicherheit gegen terroristische Attacken bieten, sie halten aber alle Außenstehenden auf Abstand und isolieren das jüdische Leben. Jetzt will die Stadt aus der dem Verkehr entzogenen Fahrbahn einen gepflasterten Vorplatz für das über 100 Jahre alte Gebäude machen. Statt der Beton-Abweiser kommt 'eine dreistufige Treppenanlage' an den Rand. Außerdem sollen zwei Dutzend Betonkuben gesetzt werden, die 'die Fläche zur Straße gliedern'...". 
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Artikel in der "Frankfurter Neuen Presse" vom 9. August 2012: "Neues Entree für die Synagoge. Für zwei Millionen Euro werden die Straße und der Vorplatz umgestaltet...."   
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September 2012: Über eine Foto-Ausstellung des Fotografen Rafael Herlich   
Artikel von Hans Riebsamen in der "Frankfurter Allgemeinen" vom 3. September 2012: "Westend-Synagoge. Orthodoxe, Liberale und ganz Fromme 
Die Westend-Synagoge hat Geschichte geschrieben. Seit vielen Jahren fängt der Fotograf Rafael Herlich die besonderen Momente in diesem Tempel ein. 
Er hat die Besuche der Politiker in der Westend-Synagoge mit seiner Kamera festgehalten. Jenen des Bundeskanzlers Helmut Kohl oder den des Bundespräsidenten Johannes Rau noch in Schwarz-Weiß. Daran lässt sich ablesen, dass Rafael Herlich schon lange der Dokumentarist der hiesigen Jüdischen Gemeinde und damit auch ihres Gotteshauses ist. Der bärtige Mann mit der Kamera ist der bedeutendste Bild-Chronist jüdischen Lebens nicht nur in Frankfurt, sondern in der ganzen Republik. Kein ordinärer Knipser, sondern ein Lichtkünstler, der Gemälde des Judentums mit seiner Kamera malt.
Bei den Jüdischen Kulturwochen, die noch bis Sonntag dauern, zeigt Herlich in einer Ausstellung im Ignatz-Bubis-Gemeindezentrum ausschließlich Aufnahmen, die er in der Westend-Synagoge gemacht hat..."   
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Links und Literatur   

Links:  

Website der Stadt Frankfurt am Main mit Seite zur Westend-Synagoge   

Website der jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main 

Website des Zentralrates der Juden in Deutschland mit Seite zur Westend-Synagoge 

Website Frankfurt 1933-1945 mit Seite zur Westend-Synagoge    

Wikipedia-Artikel Westend-Synagoge  

Website des Jüdischen Museums der Stadt Frankfurt am Main   

Website des Fritz Bauer Instituts  

Webportal HS 010.jpg (66495 Byte)Webportal "Vor dem Holocaust" - Fotos zum jüdischen Alltagsleben in Hessen mit Fotos zur jüdischen Geschichte in Frankfurt 

Website des Projektes Frankfurt am Main 1933-1945  

Website http://www.juedisches-leben-frankfurt.de/     

Literatur:  

Rachel Heuberger (Hrsg. im Auftrag der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main): 100 Jahre Westend-Synagoge Frankfurt am Main 1910-2010. Frankfurt am Main 2010. ISBN 978-3-00-032425-3.  Publikation ist online zugänglich
weitere Literaturangaben vgl. Zusammenstellung im Wikipedia-Artikel Westend-Synagoge  

   
     

                   
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Stand: 14. Dezember 2016