Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Bretten (Kreis Karlsruhe) 
Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge

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Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen
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Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)

In Bretten bestand eine jüdische Gemeinde im Mittelalter und in der Neuzeit bis 1938. Im Mittelalter werden erstmals erstmals 1264 Juden genannt. Die Judenverfolgung während der Pestzeit 1349 zerstörte die Gemeinde. 1380 bis 1391 waren wieder einige Juden in der Stadt. 
   
Die Entstehung der neuzeitlichen Gemeinde geht in die Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg zurück. Die höchste Zahl jüdischer Einwohner wurde um 1895 mit 265 Personen erreicht. 
   
1827 wurde Bretten Sitz eines Bezirksrabbinates. 1874 übernahm der Heidelberger Rabbiner, später der von Bruchsal, zusätzlich das Amt des Brettener Bezirksrabbiners.

Nach den Deportationen in der NS-Zeit kamen von den 1933 in Bretten wohnhaften 114 jüdischen Personen mindestens 23 ums Leben.
      
   
   

Zur Geschichte des Betsaales / der Synagoge 

Über mittelalterliche Einrichtungen ist nichts bekannt. 

Seit dem 17. Jahrhundert fanden die Gottesdienste jeweils in einem Betsaal eines jüdischen Privathauses statt, am Anfang des 19. Jahrhunderts im Haus des Jacob Marx. 1803 hatte sich die israelitische Gemeinde verpflichtet, innerhalb von drei Jahren eine Synagoge zu errichten und den Betsaal an Familie Marx zurückzugeben. Es dauerte jedoch noch fast zwei Jahrzehnte,  bis die Gemeinde in der Lage war, die Mittel für den Synagogenbau aufzubringen. Jacob Marx hatte den Betsaal zunächst unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Nachdem bis September 1806 die Gemeinde ihrer Selbstverpflichtung nicht nachgekommen war, wurde ein Mietzins für die Haltung der Gottesdienste im Marx’schen Haus in Höhe von 50 Gulden jährlich vereinbart. Nachdem Jacob Marx gestorben war, wurde die Miete an seine Witwe bezahlt, die 1822 in Gernsbach wohnte.   
     
Am 20. Februar 1822 wurde in einer Gemeindeversammlung beschlossen, den Synagogenbau durchzuführen. Landbaumeister Schwarz aus Bruchsal beriet die Gemeinde. Die Arbeiten zu der auf 5.040 Gulden veranschlagten Synagoge wurden noch im Februar 1822 an die Werkmeister Auchter und Kohler von Eppingen versteigert. Bei der am Engelsberg erbauten Synagoge handelte es sich insgesamt um äußerlich sehr schlichten Bau, der nur durch seinen Eingang und die hohen Fenster als ein besonderes Bauwerk erkennbar war. Das Gebäude fügte sich in die Bauweise der Umgebung ein. Lediglich das große Walmdach überragte die umliegenden Häuser.  Seit Frühjahr 1827 lebte die Gemeinde einige Zeit in großer Sorge, da bereits mehrfach – auch einmal während eines Gottesdienstes – Steine und Erdschollen durch die Fenster geworfen wurden. Vorsteher Moses Weingärtner gab am 27. April 1827 einen diesbezüglichen Bericht an das Bezirksamt ab. Es sei an den großen Fenster wie auch an dem auf der Ostseite befindlichen Halbmondfester ein Schaden in Höhe von 3 Gulden 12 Kreuzern entstanden. Auch im August 1829 wurden während des Gottesdienstes mehrere Fenster in der Synagoge eingeworfen. Diesmal konnten die Täter aufgegriffen werden. Es handelte sich um vier sieben- und achtjährige Jungen, die für ihre Taten nach einer Verhandlung vor dem Bezirksamt bestraft wurden. Vor der versammelten Schuljugend erhielt jeder von ihnen vom evangelischen Schullehrer vier Rutenstreiche. Auch hatte ihre Eltern für den angerichteten Schaden 4 Gulden 36 Kreuzer zu bezahlen.
      
Eine größere Umbaumaßnahme stand 1862 in der Synagoge an. Bis dahin waren Betpulte vorhanden, die man auf Grund eines Gemeindebeschlusses vom 19. Juni 1862 durch feste Bankreihen (Subsellien) ersetzen wollte. Der damalige Brettener Rabbiner Elieser Liberles sah in dieser Anschaffung "nicht allein ein Bedürfnis zur besseren Handhabung der Synagogenordnung, sondern vom religiösen Standpunkt her [sei es auch] sehr wünschenswert und zweckmäßig, zumal an hohen Festtagen, an welchen wir nach Religionsvorschrift öfters nach Osten stehen müssen, was bei der dermaligen Einrichtung oft große Störung verursachte durch das Herumrücken der Ständer von ihren Plätzen". Neben dieser Begründung schrieb Rabbiner Liberles Ende Juli 1862 an das Bezirksamt noch einzelne Bestimmungen über die Ausführung der Subsellien. Unter anderem war ihm wichtig, dass die Sitze zurückgeschlagen werden können und "gehöriger Raum vorhanden bleibe", um den Umgang mit den Torarollen zu ihrer Verlesung machen zu können.  
     
Von Januar bis Juli 1929 wurde die Synagoge vollständig renoviert (siehe Bericht unten).
   

Um die Synagoge befanden sich auch die übrigen Einrichtungen der Gemeinde: die Schule (jüdische Konfessionsschule 1835 bis 1876), das Rabbinat (Engelsberg 6) und das rituelle Bad (Badhaus 1893 als Hintergebäude dieser Häuser erbaut). In einem der beiden Wohngebäude Engelsberg 6 (Rabbinat?) befand sich ein Betsaal, der im Winter für die Gottesdienste benutzt wurde.

In der Pogromnacht 1938 wurde die Synagoge am Morgen des 10. November 1938 von SA- und SS-Angehörigen durch Brandstiftung vollständig zerstört. Mit mehreren Kanistern Benzin, die bei einer örtlichen Tankstelle besorgt wurden, ist der Brand gelegt worden. Dabei wurden alle kultischen Gegenstände zerstört, unter anderem 25 wertvolle Torarollen und der Tora-Silberschmuck. Obwohl Nachbargebäude gefährdet und durch den Brand auch beschädigt worden waren, erlaubten die örtlichen Naziführer zunächst nicht, dass die Feuerwehr eingriff. Am Nachmittag gegen 14 Uhr wurden alle inzwischen verhafteten jüdischen Männer unter Bewachung von SA und SS vor dem Rathaus aufgestellt und vom Bezirkspropagandaleiter mit Musik durch die Stadt geführt. Auf dem Rückweg über den Promenadenweg mussten sie an der bereits ganz zerstörten Synagoge Halt machen, wo der Bezirkspropagandaleiter eine Hetzrede gegen den jüdischen Glauben hielt. Das israelitische Gemeindehaus Engelsberg 6 wurde am 10. November 1938 demoliert. 

1948 fand vor der Karlsruher Strafkammer ein Prozess zu den Ereignissen in der Pogromnacht in Bretten statt. Dabei waren allerdings nur zwei Männer der Stadt, u.a. ein früherer SS-Oberscharführer angeklagt. Verschiedene Zeugen, die bei früheren Vernehmungen sehr belastende Aussagen gemacht hatten, machten im Zusammenhang des Prozesses nur noch Angaben, mit denen das Gericht nichts anfangen konnte. Nur ein Zeuge blieb bei seinen Beschuldungen, sodass einer der Angeklagten wegen Landfriedensbruch zu fünf Monaten, der andere zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt wurden. Beide bestritten die Tat und legten Berufung ein. 

Das Synagogengrundstück wurde nach 1945 mit einem Geschäftshaus neu überbaut. An dem hierzu angelegten Parkplatz erinnerte seit November 1979 ein Gedenkstein an die Synagoge und die jüdische Gemeinde. 1988 wurde ein neuer Gedenkstein aufgestellt (Standort: direkt an der Strasse Engelsberg).

 
Fotos/Pläne 
Pläne

Bretten Synagoge Plan 01.jpg (48172 Byte)

Bretten Synagoge Plan 02.jpg (70369 Byte)

Die im Besitz der israelitischen Gemeinde Bretten neben der Synagoge (rechts eingezeichnet) befindlichen Gebäude Engelsberg 6 (Einschätzungsverzeichnis von 1938): 
1: Wohnhaus mit Betsaal (zwei Geschosse), 2: Wohnhaus (zwei Geschosse), 3: Badhaus (rituelles Bad, ein Geschoss), 4: Abortgebäude (ein Geschoss)
Kartenausschnitt aus einem Stadtplan 1988 (Dokumentation der Melanchthonschule s. Lit.): Eintragung des auf dem ehemaligen Synagogengrundstück erbauten Gebäudes der Sparkasse und Markierung des Standortes der ehemaligen Synagoge
   

Historische Fotos: 
(Quelle: obere Fotos vom Stadtarchiv Bretten; darunter Foto in Stude s. Lit. S. 322)

Bretten Synagoge 001.jpg (54834 Byte) Bretten Synagoge 003.jpg (64227 Byte) Bretten Synagoge 004.jpg (62311 Byte)
Die Synagoge in Bretten (Vergrößerung aus einer Luftaufnahme)  Deckenbeleuchtung im Betsaal nach der Renovierung (1929) Blick zum Toraschrein
     
  Bretten Synagoge 005.jpg (58347 Byte)  
  Der Toraschrein (Quellenangabe in der Dokumentation Melanchthon-Gymnasium s.Lit.: "Geschenk von Karl Veis")    


Fotos nach 1945/Gegenwart:  

Fotos um 1985:
(Fotos: Hahn)
Bretten Synagoge 010.jpg (78470 Byte) Bretten Synagoge 011.jpg (110052 Byte)
  Der ehemalige Synagogenstandort Sehr versteckt am Rande des Parkplatzes: eine Gedenktafel
      
Fotos 2003/04: 
(Fotos: Hahn; Foto in der 2. Reihe links ist vom 18.11.2004)
Bretten Synagoge 153.jpg (55070 Byte) Bretten Synagoge 150.jpg (76065 Byte)
  Blick zum ehemaligen Synagogenstandort Standort von der Straße Engelsberg gesehen. Links der Gedenkstein
     
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  Der Gedenkstein für die ehemalige Synagoge Bretten Die Gedenktafel

 

Text

Zur Synagogenrenovierung 1929 aus Unterlagen von Nathan Veis und Carl Veis sowie aus Zeitungsausschnitten 
(aus Mitteilungsblatt der Stadt Bretten vom 25. Oktober 1979):

Synagogenrenovierung 1929

"Im Laufe der Jahre hatte der bauliche Zustand notgelitten und eine Neuherrichtung war notwendig geworden. Trotz der beschränkten Mittel, die der Gemeinde zur Verfügung standen, beschloss man, dem Inneren des Gotteshauses ein Gewand zu verleihen, wie es der Heiligkeit des Ortes entsprach. Daneben sollte auch künstlerischen Gesichtspunkten Rechnung getragen werden.

Für die praktische Durchführung des Planes war insbesondere Herr Karl Veis tätig. Er ermöglichte dessen Verwirklichung vor allem dadurch, dass er durch eine großangelegte und eifrige Werbetätigkeit einen beträchtlichen Teil der Bausumme aufbrachte. Auch der Oberrat der Badischen Israeliten machte eine namhafte Schenkung. Der Rest des erforderlichen Betrages wurde durch Darlehen bestritten. Im ganzen waren 18 000 Mark notwendig.

Die Bauleitung wurde Herrn Stadtbaumeister Gumbel übertragen. Die Vorschläge für die Deckenbemalung stammten von Herrn Bezirksrabbiner Dr. Grzymisch. Die Entwürfe - sie versinnbildlichten Sabbat und Festtage - zeichnete Herr Kunstmaler Kitschger, Karlsruhe; es war die letzte künstlerische Arbeit des nunmehr verstorbenen Malers. Herr Kunstmaler Bickel, Bretten, führte die Deckenbemalung nach den Entwürfen aus. Ortsansässige Handwerber hatten die Bauarbeiten übernommen. Mit den Arbeiten wurde am 2. Januar beginnen, in den ersten Tagen des Julis waren sie vollendet.

Die Einweihungsfeier der Synagoge Juli 1929 (aus "Brettener Zeitung")

In Anwesenheit einer großen Zahl geladener Gäste, unter denen man die Vertreter aller weltlichen und geistlichen Behörden bemerkte, beging unsere jüdische Gemeinde am gestrigen Sonntag die Einweihung ihres neu hergerichteten Gotteshauses. Eine wirklich gediegene Auswahl musikalischer Darbietungen verlieh der ganzen Feier einen würdigen und stimmungsvollen Rahmen. Nach einem kurzen Vorspiel sang Herr Oberkantor Metzger das Bouruch habah". Hier wie in der späteren "Arie aus Elias" kam die strahlende, in allen Lagen ausgeglichene Stimme des Solisten voll zur Geltung, aufs beste unterstützt von der geradezu idealen Akustik des Raumes. Am Harmonium war ihm Herr Musikdirektor Munz, wie immer, ein trefflicher Begleiter. Nur schade, dass in unserer Stadt ein so edler Kunstgenuss allzu selten ist. Auch der Chor unter Leitung von Herrn Robert Ganter überraschte durchweg, obwohl zahlenmäßig klein, mit recht beachtlichem Können. Nach dem feierlichen Ausheben und Umzug der Tora hielt Herr Bezirksrabbiner Dr. Grzymisch die Festpredigt. Er gedachte eingangs des segensreichen Wirkens des verstorbenen Rabbiners Schlessinger und sprach dann in eindringlichen Worten über das Wesen und die Bedeutung des jüdischen Gotteshauses. Des weiteren umriss er noch den erziehlichen Gedanken, der dem Judentum schon Jahrtausende hindurch lebendig innewohnt und am Werk ist, seine Anhänger zum höchsten und reinsten Menschentum emporzuführen. Mit dem Dank an den Bauleiter Herr Stadtbaumeister Gumbel und seine treuen Helfer, einem Gebet, dem ein Nachspiel auf dem Harmonium folgt, klang die schöne Feier aus.

Hierauf hatte man Gelegenheit, den in allen Teilen fein abgestimmten Raum zu besichtigen. Sowohl die Abstufung der einzelnen Farbtöne, wie auch die Wirkung der geschmackvollen Lichtspender, sind zu vollem Einklang gebracht. Die gesamte Raumgestaltung macht ihrem Schöpfer alle Ehre. Zum Schluss erklärte sich Herr Dr. Grzymisch in dankenswerter Weise bereit, die an der Decke angebrachten symbolischen Darstellungen der jüdischen Wochen mit den alljährlichen Feiertagen sowie die hübschen Schriftzeichen des Frieses zu deuten. Er ist ja selbst, wie Herr N. Veis lobend hervorhob, der geistige Urheber all dieser Dinge. Die malerischen Entwürfe dazu stammen von dem bekannten, erst vor kurzem verstorbenen Kirchenmaler M. Kitschger und sind von unserem heimischen Kunstmaler Bickel farbenfroh und gediegen ausgeführt worden. Alles in allem darf man unsere jüdische Gemeinde zu diesem herrlichen Gotteshaus wirklich beglückwünschen. Aber auch für unsere Heimatstadt bedeutet dieser Bau einen weiteren Anziehungspunkt.

 

Links und Literatur

Links:

Website der Stadt Bretten
Zur Seite über den jüdischen Friedhof in Bretten (interner Link)

Literatur:

Franz Hundsnurscher/Gerhard Taddey: Die jüdischen Gemeinden in Baden. 1968. S. 53-54..
Germania Judaica III,1 S. 168.

Gottfried Ginter: Chronik von Bretten. Aus der Geschichte der Stadt zur 1200-Jahr-Feier. 1967.

Alfons Schäfer: Urkunden, Rechtsquellen und Chroniken der Stadt Bretten. Reihe: Brettener stadtgeschichtliche Veröffentlichungen (Hg. Stadt Bretten) Bd. 1. Bretten 1967.

ders.: Geschichte der Stadt Bretten von den Anfängen bis zur Zerstörung im Jahr 1689. Reihe: Brettener stadtgeschichtliche Veröffentlichungen (Hg. Stadt Bretten) Bd. 2. Bretten 1977. S.102-105,304f

Hansjörg Ebert: Die Machtergreifung des Nationalsozialismus in der badischen Kleinstadt Bretten. Strukturen - Ereignisse - Auswirkungen. Staatsexamensarbeit Universität Mannheim. 1984. S.133-152 (mschr.).

"Reichskristallnacht" am 10. November 1938 in Bretten. Ereignisse und Vorgeschichte. Dokumentation zur Ausstellung (hg. vom Melanchthon-Gymnasium Bretten) 2 Bände. 1988.

Jürgen Stude: Geschichte der Juden im Landkreis Karlsruhe. 1990.

Maria Halbritter: Die jüdische Gemeinde in Bretten. Einblicke in ihre Geschichte. In: Brettener Jahrbuch für Kultur und Geschichte N.F. 1. 1999 S.112-140 (erstmals in: Badische Heimat 1990).

Alfred Straub: Geschichte der Stadt Bretten in neuerer Zeit. Reihe: Brettener stadtgeschichtliche Veröffentlichungen (Hg. von der Stadt Bretten) Bd. 3. Bretten 1990.

   


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Bretten  Baden. Jews were present in the early 14th cent. Some lost their lives in the Armleder massacres of 1336-39 and all were slaughtered in the Black Death persecutions of 1348-49. A viable Jewish settlement was only reestablished after the Thirty Years War. In 1710 the Jews were granted a letter of protection. A synagogue was erected in 1822 and in 1827 Bretten became the seat of the district rabbinate with jurisdiction over 20 communities. A Jewish elementary school operated in 1835-62. In anti-Jewish riots during the 1848 revolution, Jewish homes were destroyed. The Jewish population reached a peak of 263 in 1900 (total 4,781). In the early 20th century, most Jews were cattle traders and shopkeepers, with the Jewish population falling to 114 by 1933 but augmented by new arrivals in the Nazi era. Community life expanded and the Zionist youth movements became active. On Kristallnacht (9-10 November 1938), the synagogue was burned down, Jewish stores destroyed, and Jewish men sent to the Dachau concentration camp. In all, 76 Jews emigrated in 1937-40, as did many of the 36 who moved to other German cities in the period. The last 18 were deported to the Gurs concentration camp on 22 October 1940.
       

                   
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Stand: 20. Juli 2009