Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Mosbach (Kreisstadt, Neckar-Odenwald-Kreis) 
Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
- siehe Textseite mit Texten zur jüdischen Geschichte Mosbachs aus jüdischen Periodika des 19./20. Jahrhunderts (interner Link)    
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen 
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte  
Links und Literatur   

   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)

In der bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts kurpfälzischen Oberamtsstadt Mosbach sind jüdische Bewohner vom 13. bis zum 20. Jahrhundert nachweisbar. Eine jüdische Gemeinde bestand in der an der Verbindungsstraße zwischen Heidelberg und Würzburg liegenden Stadt schon im Mittelalter. Sie wurde mehrfach schwer von Verfolgungen getroffen. Während der Rindfleischverfolgung wurden am 28. Juli 1298 55 Juden ermordet, weitere Verfolgungen fanden im März/April 1343 und in den Pestjahren 1348/49 statt. 1381 wurde wieder ein Jude in der Stadt genannt. Im 15. und 16. Jahrhundert waren vereinzelt Juden in der Stadt.
    
Die Entstehung der neuzeitlichen Gemeinde geht in das 17./18. Jahrhundert zurück. 1689 flohen aus dem durch französische Truppen zerstörten Mannheim mehrere Familien nach Mosbach. 1698 wurde ihnen "jeder ehrliche Handel" gestattet. 1743 zahlten in Mosbach 17 jüdische Familien Steuern. Im 19. Jahrhundert wuchs die Zahl der jüdischen Einwohner von 100 im Jahre 1825 auf 229 im Jahr 1871 an, um danach wieder zurückzugehen. 
   
Seit 1827 war Mosbach Sitz eines Bezirksrabbinates. Die jüdischen Familien lebten in früheren Jahrhunderten hauptsächlich vom Handel mit Vieh, Wein, Getreide und Salz. Im 19. Jahrhundert beteiligten sie sich an der Industrialisierung der Stadt. 
  
Um 1933 gehörten jüdischen Familien eine Zigarrenfabrik, eine Bauereiartikelfabrik, Weinhandlungen, Getreide- und Mehlhandlungen, Textilwarengeschäfte, Vieh- und Pferdehandlungen, Metzgereien und andere Gewerbebetriebe, dazu eine Arzt- und eine Zahnarztpraxis.   
  
Auf Grund der Judenverfolgungen und -ermordungen in der NS-Zeit kamen von den 1933 in Mosbach wohnhaften 134 jüdischen Personen mindestens 38 ums Leben. 
    
Von den in Mosbach geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Irma Adler geb. Ehrlich (1898), Nehemias Hermann Altmann (1860), Lea Birnbaum geb. Spielmann (1884), Marylla Birnhaum (1912), Rosa Blumenthal geb. Friedmann (1885), Sophie Braun geb. Bär (1876), Fritz Dilsheimer (1902), Lore Dilsheimer geb. Kohlmann (1915), Adolf Ehrlich (1877), Gertrud (Gida) Falkenstein (1896), Frieda Frank geb. Reuter (1881), Julius Frank (1905), Ruth Frank geb. Güthermann (1913), Claire Goldschmidt geb. Kaufmann (1914), Edith Greilsheimer (1934), Elfriede Greilsheimer (1931), Julius Greilsheimer (1890), Karoline Greilsheimer geb. Schlesinger (1905), Lore Greilsheimer (1934), Heinrich Grünhut (1883), Fanny Günzburger geb. Weil (1863), Frieda Hanft (1883), Selma Hanft (1881), Rosel Heimann geb. Reuter (1894), Emma Heppenheimer geb. Baer (1861), Betty Hirsch geb. Eisemann (1858), Therese Istel geb. Kaufmann (1860), Harry Katz (1930), Helene Katzmann geb. Siegel (1876), Gustav Kaufmann (1878), Henriette Kaufmann geb. Baer (1881), Klara Kaufmann (1814), Lina Kaufmann (1911), Rosa Kaufmann geb. Strauß (1878), Albert Ladenburger (1868), Gertrud Levita (1884), Isak Marx (1866), Zerline Levita (1916), Selma Lippmann geb. Baer (1886), Bertha Löbmann geb. Gotthilf (1871), Isak Marx (1866), Siegfried Marx (1893), Sofie Marx (1898), Sara Oppenheim geb. Siegel (1883), Siegfried Reuter (1901) Henriette Roos geb. Kaufmann (1866), Lina Rosenbusch geb. Haymann (1873), Joseph Rosenfeld (1893), David Rothschild (1874), Heinrich Rothschild (1869), Marianne (Marie) Schlössinger (1926), Erna Schneemann (1907), Friedrich Siegel (1875), Simon Siegel (1866), Walter Josef Siegel (1923), Therese Strauss geb. Eisenmann (1867), Bronislaw Wolgowolski (1922), Milly Würzburger gen. Strauß (1906),Wilhelm Würzburger (1898).                   
   
Unter den jüdischen Persönlichkeiten der Stadt ist vor allem Rabbiner Dr. Leopold Löwenstein (1843-1923) zu nennen, der u.a. mehrere Werke zur Geschichte der Juden in Baden verfasste und von der Stadt Mosbach zu ihrem ersten Ehrenbürger ernannt wurde.
   
   
 

Zur Geschichte des Betsaales / der Synagoge

Bereits im 13. Jahrhundert war vermutlich – auf Grund der Größe der Gemeinde (55 Ermordete während der Rindfleischverfolgung 1298) – ein Betsaal oder eine Synagoge vorhanden. Ihr Standort ist nicht mehr bekannt.   
     
Im 18. Jahrhundert waren Betsäle in jüdischen Privathäusern vorhanden, deren Standort nicht mehr bekannt ist.   
      
Ende des 18. Jahrhunderts oder Anfang des 19. Jahrhunderts wurde in der Frohndbrunnengasse (hinter Durchgang zwischen Hauptstraße 42 und 44) eine Synagoge erbaut. Zur Baugeschichte konnten aus dieser Zeit bislang keine Quellen gefunden werden. Am 22. Februar 1846 wurde in einer Gemeindeversammlung mehrheitlich beschlossen, die Inneneinrichtung der Synagoge zu erneuern. Bis dahin waren sogenannte "Ständer" (Betpulte) vorhanden, die von den Gemeindegliedern käuflich erworben waren. In einem dafür bestimmten Kaufbuch wurden die Inhaber dieser "Ständer" festgehalten. Da der Platz im Betsaal auf Grund der zunehmenden Zahl von Gemeindegliedern nicht mehr für neue Ständer ausreichte, wollte man feste Bänke (Subsellien) anschaffen. Pläne und Kostenüberschlag wurden angefertigt. Das Bezirksamt Mosbach genehmigte die Veränderung der Inneneinrichtung. Auf einer weiteren Gemeindeversammlung im Juni 1847 protestierten allerdings Siesel Eisenmann, Joseph Löb Eisenmann, Löb Lyon und Lippmann Rothschild entschieden gegen die Subsellien. Sie warfen der Gemeindeversammlung vor, dass durch deren "Neuerungssucht" ihr Eigentum beschädigt werde. Der Synagogenrat wandte sich gegen diese Vorwürfe. Allein der fehlende Platz fordere die Neueinrichtung. Das Ergebnis der Auseinandersetzung war, dass sich zunächst gar nichts veränderte. Erst im Mai 1850 beschäftigte sich wieder eine Gemeindeversammlung mit der Anschaffung der Subsellien und beschloss mehrheitlich unter dem vergeblichen Protest Siesel Eisenmanns die Neuanschaffung der festen Bänke für die Synagoge.        
         
Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge zerstört. Angehörige des Mosbacher SS-Zuges drangen in die Synagoge und die beiden noch in jüdischem Besitz befindlichen Geschäfte ein. Sie demolierten die Einrichtungen. Das zerschlagene Mobiliar und die Kultgegenstände (einschließlich der Torarollen) aus der Synagoge wurden auf dem Marktplatz verbrannt. Auf der Spitze des Brandhaufens war eine Torarolle, bekleidet mit dem Talar und dem Zylinder des Rabbiners. Die Hitler-Jugend, die Schulkinder und eine große Menschenmenge sahen zu. Die Synagoge wurde kurz danach angezündet, die Ruine in den Tagen darauf abgebrochen. Der Platz wurde danach als Holzlagerplatz benutzt; in den 1950er Jahren wurden hier Garagen erbaut. 
  
An einer dieser Garagen aus den 1950er-Jahren befand sich seit 1969 eine Gedenktafel für die Synagoge. 1985/86 wurde der Platz als Gedenkstätte neu gestaltet (Abbruch der Garagen; neuer Gedenkstein).    
    


Fotos 
Historische Fotos / Darstellungen: 

Fotos der Synagoge vor 1938 
sind nicht bekannt
Mosbach Synagoge 005.jpg (81290 Byte)
    Blick in die Frohndbrunnengasse (Richtung Hauptstraße). Links die Synagoge (Skizze von Ludwig Scharf 30. August 1926)
   
Die Ereignisse im Zusammenhang mit der Pogromnacht 1938 in Mosbach 
(Quelle: u.a. veröffentlicht bei Hundsnurscher/Taddey s. Lit. und J. Held Vortrag s. Lit.)
Mosbach 1938 06.jpg (50070 Byte) Mosbach 1938 05.jpg (8642 Byte)
   Die Feuerwehr verhindert ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbarhäuser Die Synagoge brennt
     
Mosbach 1938 04.jpg (12877 Byte) Mosbach 1938 07.jpg (61144 Byte) Mosbach 1938 02.jpg (76330 Byte)
Das Synagogeninventar auf dem Marktplatz Öffentliche Verbrennung des Synagogeninventars
   

Fotos nach 1945/Gegenwart:

Foto vor 1967:
(Quelle: J. Held, Vortrag s. Lit.)
Mosbach Synagoge 100.jpg (7883 Byte)
  Die auf dem Synagogengrundstück erbauten Garagen - noch ohne Gedenktafel
   
Fotos 1983:
(Fotos: Hahn)
Mosbach Synagoge 112.jpg (68928 Byte) Mosbach Synagoge 110.jpg (51808 Byte) Mosbach Synagoge 111.jpg (69434 Byte)
1967 wurde an den Garagen eine Gedenktafel angebracht Das Synagogengrundstück Text der Gedenktafel
     
Fotos 1987:
(Fotos: links oben aus Held Vortrag s. Lit.; die anderen Fotos Hahn)
Mosbach Synagoge 103.jpg (13534 Byte) Mosbach Synagoge 120.jpg (62484 Byte)
  Die Einweihung der neuen Gedenkstätte am Synagogenplatz Die neue Gedenkstätte am Synagogenplatz
     
Mosbach Synagoge 121.jpg (41702 Byte) Mosbach Synagoge 122.jpg (65512 Byte)
  Der Gedenkstein für die Synagoge Die neue Gedenktafel
     
Fotos 2003:
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 5.9.2003 bzw. Fotos mit *) vom 5.12.2003)
Mosbach Synagoge 155.jpg (56066 Byte) Mosbach Synagoge 154.jpg (57990 Byte)
   Innerhalb des historischen Rundganges durch Mosbach ist der Synagogenplatz eine der 12 Stationen Hinweis zum Synagogenplatz am Eingang der Frohndbrunnengasse
     
Mosbach Synagoge 151.jpg (84548 Byte) Mosbach Synagoge 213.jpg (84749 Byte) Mosbach Synagoge 150.jpg (54941 Byte)
Straßenschild "Synagogenplatz" Der Synagogenplatz - links unter dem Baum der Gedenkstein für die Synagoge* Erläuterungen am Synagogenplatz zur jüdischen Geschichte in Mosbach
     
Mosbach Synagoge 210.jpg (66931 Byte) Mosbach Synagoge 211.jpg (59718 Byte) Mosbach Synagoge 212.jpg (64140 Byte)
Der Synagogenplatz mit dem Gedenkstein

  
   

Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte 

Juni 2009Neue Publikation (2008) zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Mosbach
Mosbach Bald 010.jpg (8592 Byte)Foto von Peter Lahr mit Untertext: "Ich habe nicht geglaubt, dass nach so vielen Jahren noch ein Heft erscheinen wird", zeigte sich Balduin Herter selbst überrascht über das Erscheinen seines Buchs über die Judengemeinde von Mosbach.    
Artikel von Peter Lahr in der "Rhein-Neckar-Zeitung" vom 13. Juni 2009 (Artikel): 
"Eine Verpfändung markiert den Anfang  
Über 20 Jahre unermüdlicher Forscherfleiß stecken in diesen 130 Seiten. Balduin Herter dokumentiert "Die Judengemeinde von Mosbach 1297 bis 1940" und verfasste damit den vierten Band der von der Stadt herausgegebenen Reihe "Mosbach im 3. Reich". 
Wie ambivalent die Geschichte der Juden in Mosbach ist, zeigen bereits die beiden ältesten Hinweise aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Über eine Verpfändung der Stadt "mit Christen und Juden" berichtet eine Urkunde von 1297. Ein Jahr darauf listet eine hebräische "Gedenkliste" die Namen von 60 Männern, Frauen und Kindern auf, die Opfer des Ritters Rindfleisch und seiner Männer wurden. Mosbach gilt seitdem als "Hadomin", als Blutstätte.  
Die wechselvolle Geschichte der jüdischen Gemeinde, der 1880 an die 200 Mitglieder angehörten, verfolgt das Buch vom Mittelalter bis zur Weimarer Republik. Es berichtet vom Alltagsleben, von Händlern und Stadträten, von der ältesten greifbaren Synagoge des 19. Jahrhunderts und vom jüdischen Friedhof, der erstmals für das 16. Jahrhundert verbürgt ist. Das detailreich geschriebene und gut recherchierte Werk endet jedoch nicht mit der Shoa. Es endet nicht mit dem 22. Oktober 1940, als die letzten 13 Personen jüdischen Glaubens aus Mosbach in das französische Lager Gurs verschleppt wurden. Balduin Herter und seine Mitstreiter, darunter Peter Wendel, Reinhard Wolf, Gerhardt Langguth und Dr. Rudolf Kamp, haben auch vieles darüber zusammengetragen, wie mit dem jüdischen Erbe bis heute vor Ort umgegangen wird. Es sei ja bezeichnend, dass die Bereitschaft, sich diesem Kapitel der Stadtgeschichte zu stellen, erst Mitte der 1980er-Jahre zu einem entsprechenden Gemeinderatsbeschluss führte. Die von der VHS gebildeten Arbeitskreise veröffentlichten bereits vor Jahren Bände über die Machtergreifung sowie die Deportation und Ermordung von 262 Bewohnern der Johannes-Anstalten. Und sie ließen Zeitzeugen zu Wort kommen.   
Balduin Herter legt nun nicht nur eine Chronologie der 650 Jahre währenden Geschichte jüdischen Lebens in einer deutschen Kleinstadt vor. Er setzt darüber hinaus Schwerpunkte. So dokumentiert Herter ausführlich den Synagogenbrand vom 10. November 1938. Doch er zeigt auch das bislang einzige bekannte Foto der Synagoge, ein Luftbild. Er folgt den Lebensspuren von Auswanderern und schildert die Lebensläufe dreier herausragender jüdischer Persönlichkeiten. Mit den Biographien des Kunsthistorikers und Rembrandt-Experten Prof. Dr. Julius Held sowie der Bezirksrabbiner Dr. Leopold Löwenstein und Julius Greilsheimer wird die Ambivalenz des Themas schnell wieder konkret. 
Die Wertschätzung, die auch christliche Mitbürger Dr. Leopold Löwenstein entgegenbrachten, führte dazu, dass ihn der Gemeinderat 1923 einstimmig zum Ehrenbürger erklärte. Prof. Dr. Julius Held rettete sein Leben, indem er 1934 in die USA emigrierte. Bezirksrabbiner Julius Greilsheimer – Nachfolger von Löwenstein – wanderte zwar 1939 nach Holland aus. Doch wird die gesamte Familie über Westerbork nach Auschwitz verschleppt. Karoline Greilsheimer erwartete damals ihr viertes Kind. Nicht nur, dass im Andenken an die "Märtyrer von Mosbach und Umgebung" 1947 in Gan Jiskor (Israel) ein Hain von 100 Bäumen gepflanzt wurde, erfährt der Leser. Auch die erste Mosbacher Gedenktafel, die 1965 der Kreisjugendring aufstellte, ist dokumentiert – sowie die weitere Gestaltung des Synagogenplatzes. 
Das Urteil des Schwurgerichts von 1949 zum Synagogenbrand, eine Liste der jüdischen Einwohner aus dem Jahr 1933 sowie ein ausführliches Literaturverzeichnis runden das Werk ab.
Info: Balduin Herter, Mosbach im 3. Reich, 4. Heft, Die Judengemeinde von Mosbach 1297 bis 1940. Hg.: Große Kreisstadt Mosbach, 2008. 130 S., zahlr. Schwarz-Weiß-Abb., 5 €. 

   

Links und Literatur

Links:

Website der Stadt Mosbach mit Seite zur Geschichte der Stadt 

            Im Mosbacher Stadtmuseum gibt es eine Fotoausstellung zur Verfolgung der jüdischen Bürger während der NS-Zeit.

Literatur:

Franz Hundsnurscher/Gerhard Taddey: Die jüdischen Gemeinden in Baden. 1968. S. 203ff.
Germania Judaica II,2 S. 548f; III,2 S. 884-885.
zu Leopold Löwenstein: Mitteilungen der städtischen Sammlungen Mosbach 6 (1974) S. 5f.
"Als die Synagogen brannten...", in: Landkreis Mosbach. Informationsdienst für Kommunalpolitik, Wirtschaft und Kultur 20 (1963) S. 5.
Martin Runow: Die Stiftung eines Capitals … zur Errichtung eines Rabbinats zu Mosbach, in: Der Odenwald 44 1997 S. 60-68.
Mosbach JSH1.jpg (49445 Byte)Vortrag von 1994: Julius Held: The Holocaust – from a Distance (Schwerpunkt Mosbach) - Unterseite (htm-Datei).  
zu Julius Held: Art. von Ulrike Wendland: in: Biographisches Handbuch deutschsprachiger Kunsthistoriker im Exil. 1999 Bd. 1 S. 284-289.  Siehe englische Seite
Julius Held starb am 22. Dezember 2002.
Rudolf Landauer, Reinhart Lochmann: Spuren jüdischen Lebens im Neckar-Odenwald-Kreis. Herausgegeben vom Landratsamt NOK, 2008, ISBN: 978-3-00-025363-8. 200 S., 284 Fotos, 19,90 Euro.  Informationen zu dieser Publikation auf Seite zum Friedhof Mosbach.
Balduin Herter: Mosbach im 3. Reich, 4. Heft, Die Judengemeinde von Mosbach 1297 bis 1940. Hg.: Große Kreisstadt Mosbach, 2008. 130 S., zahlr. Schwarz-Weiß-Abb., 5 €.   

            


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Mosbach  Baden.  A Jewish community existed by the 13th century. Fifty-five Jews were murdered in the Rindfleisch massacres of 1298. The community was again attacked in 1343 and wiped out in the Black Death persecutions of 1348-49. Few Jews lived there until the early 18th century, when the community began to grow despite residence restrictions. They numbered 16 families in 1775. In 1782, Jews obtained the salt monopoly for the entire Palatinate. After annexation to Baden in 1806, restrictions were gradually removed. In 1827, Mosbach became the seat of the district rabbinate, with jurisdiction over 14 communities. A synagogue was built in 1860 and a Jewish elementary school was in operation in 1830-76. The outstanding rabbi in the period was the Conservative Leopold Loewenstein (1843-1924), who also published important historical works on the Jews of Baden. The Jewish population reached a peak of 229 in 1871 and then declined steadily to 134 (total 4,848) in 1933. At the outset of the Nazi era, Jews operated three factories and 14 business establishments. In all, 107 left in 1933-40, most emigrating from Germany. On Kristallnacht (9-10 November 1938), the synagogue was burned down, Jewish homes were vandalized, and eight Jewish men were sent to the Dachau concentration camp. Sixteen Jews were deported to the Gurs concentration camp on 22 October 1940. Another 26 were sent to the camps from their places of refuge after leaving Mosbach. Of those deported, 39 perished.  
   

  

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 13. Juli 2009