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zu den Synagogen in
Baden-Württemberg
Mosbach (Kreisstadt,
Neckar-Odenwald-Kreis)
Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In der bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts kurpfälzischen
Oberamtsstadt Mosbach sind jüdische Bewohner vom 13. bis zum 20. Jahrhundert
nachweisbar. Eine jüdische Gemeinde bestand in der an der Verbindungsstraße
zwischen Heidelberg und Würzburg liegenden Stadt schon im Mittelalter. Sie
wurde mehrfach schwer von Verfolgungen getroffen. Während der
Rindfleischverfolgung wurden am 28. Juli 1298 55 Juden ermordet, weitere
Verfolgungen fanden im März/April 1343 und in den Pestjahren 1348/49 statt.
1381 wurde wieder ein Jude in der Stadt genannt. Im 15. und 16. Jahrhundert
waren vereinzelt Juden in der Stadt.
Die Entstehung der neuzeitlichen Gemeinde geht in das
17./18. Jahrhundert zurück. 1689 flohen aus dem durch französische Truppen
zerstörten Mannheim mehrere Familien nach Mosbach. 1698 wurde ihnen "jeder
ehrliche Handel" gestattet. 1743 zahlten in Mosbach 17 jüdische Familien
Steuern. Im 19. Jahrhundert wuchs die Zahl der jüdischen Einwohner von 100 im
Jahre 1825 auf 229 im Jahr 1871 an, um danach wieder zurückzugehen.
Seit 1827
war Mosbach Sitz eines Bezirksrabbinates. Die jüdischen Familien lebten in früheren
Jahrhunderten hauptsächlich vom Handel mit Vieh, Wein, Getreide und Salz. Im
19. Jahrhundert beteiligten sie sich an der Industrialisierung der Stadt.
Um
1933 gehörten jüdischen Familien eine Zigarrenfabrik, eine
Bauereiartikelfabrik, Weinhandlungen, Getreide- und Mehlhandlungen,
Textilwarengeschäfte, Vieh- und Pferdehandlungen, Metzgereien und andere
Gewerbebetriebe, dazu eine Arzt- und eine Zahnarztpraxis.
Auf Grund der Judenverfolgungen und -ermordungen in der
NS-Zeit kamen von den 1933 in Mosbach wohnhaften 134 jüdischen Personen
mindestens 38 ums Leben.
Von den in Mosbach geborenen und/oder längere Zeit am Ort
wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Irma Adler geb. Ehrlich
(1898), Nehemias Hermann Altmann (1860), Lea Birnbaum geb. Spielmann (1884),
Marylla Birnhaum (1912), Rosa Blumenthal geb. Friedmann (1885), Sophie Braun
geb. Bär (1876), Fritz Dilsheimer (1902), Lore Dilsheimer geb. Kohlmann (1915),
Adolf Ehrlich (1877), Gertrud (Gida) Falkenstein (1896), Frieda Frank geb.
Reuter (1881), Julius Frank (1905), Ruth Frank geb. Güthermann (1913), Claire
Goldschmidt geb. Kaufmann (1914), Edith Greilsheimer (1934), Elfriede
Greilsheimer (1931), Julius Greilsheimer (1890), Karoline Greilsheimer geb.
Schlesinger (1905), Lore Greilsheimer (1934), Heinrich Grünhut (1883), Fanny
Günzburger geb. Weil (1863), Frieda Hanft (1883), Selma Hanft (1881), Rosel
Heimann geb. Reuter (1894), Emma Heppenheimer geb. Baer (1861), Betty Hirsch
geb. Eisemann (1858), Therese Istel geb. Kaufmann (1860), Harry Katz (1930),
Helene Katzmann geb. Siegel (1876), Gustav Kaufmann (1878), Henriette Kaufmann
geb. Baer (1881), Klara Kaufmann (1814), Lina Kaufmann (1911), Rosa Kaufmann
geb. Strauß (1878), Albert Ladenburger (1868), Gertrud Levita (1884), Isak Marx
(1866), Zerline Levita (1916), Selma Lippmann geb. Baer (1886), Bertha Löbmann
geb. Gotthilf (1871), Isak Marx (1866), Siegfried Marx (1893), Sofie Marx
(1898), Sara Oppenheim geb. Siegel (1883), Siegfried Reuter (1901) Henriette
Roos geb. Kaufmann (1866), Lina Rosenbusch geb. Haymann (1873), Joseph Rosenfeld
(1893), David Rothschild (1874), Heinrich Rothschild (1869), Marianne (Marie)
Schlössinger (1926), Erna Schneemann (1907), Friedrich Siegel (1875), Simon
Siegel (1866), Walter Josef Siegel (1923), Therese Strauss geb. Eisenmann
(1867), Bronislaw Wolgowolski (1922), Milly Würzburger gen. Strauß
(1906),Wilhelm Würzburger
(1898).
Unter den jüdischen Persönlichkeiten der Stadt ist vor
allem Rabbiner Dr. Leopold Löwenstein (1843-1923) zu nennen, der u.a.
mehrere Werke zur Geschichte der Juden in Baden verfasste und von der Stadt
Mosbach zu ihrem ersten Ehrenbürger ernannt wurde.
Zur Geschichte des Betsaales / der Synagoge
Bereits im 13. Jahrhundert war
vermutlich – auf Grund der Größe der Gemeinde (55 Ermordete während der
Rindfleischverfolgung 1298) – ein Betsaal oder eine Synagoge vorhanden. Ihr
Standort ist nicht mehr bekannt.
Im 18. Jahrhundert waren Betsäle in jüdischen
Privathäusern vorhanden, deren Standort nicht mehr bekannt ist.
Ende des 18. Jahrhunderts oder Anfang des 19. Jahrhunderts
wurde in der Frohndbrunnengasse (hinter Durchgang zwischen Hauptstraße 42 und
44) eine Synagoge erbaut. Zur Baugeschichte konnten aus dieser Zeit
bislang keine Quellen gefunden werden. Am 22. Februar 1846 wurde in einer
Gemeindeversammlung mehrheitlich beschlossen, die Inneneinrichtung der Synagoge
zu erneuern. Bis dahin waren sogenannte "Ständer" (Betpulte)
vorhanden, die von den Gemeindegliedern käuflich erworben waren. In einem dafür
bestimmten Kaufbuch wurden die Inhaber dieser "Ständer" festgehalten.
Da der Platz im Betsaal auf Grund der zunehmenden Zahl von Gemeindegliedern
nicht mehr für neue Ständer ausreichte, wollte man feste Bänke (Subsellien)
anschaffen. Pläne und Kostenüberschlag wurden angefertigt. Das Bezirksamt
Mosbach genehmigte die Veränderung der Inneneinrichtung. Auf einer weiteren
Gemeindeversammlung im Juni 1847 protestierten allerdings Siesel Eisenmann,
Joseph Löb Eisenmann, Löb Lyon und Lippmann Rothschild entschieden gegen die
Subsellien. Sie warfen der Gemeindeversammlung vor, dass durch deren "Neuerungssucht"
ihr Eigentum beschädigt werde. Der Synagogenrat wandte sich gegen diese Vorwürfe.
Allein der fehlende Platz fordere die Neueinrichtung. Das Ergebnis der
Auseinandersetzung war, dass sich zunächst gar nichts veränderte. Erst im Mai
1850 beschäftigte sich wieder eine Gemeindeversammlung mit der Anschaffung der
Subsellien und beschloss mehrheitlich unter dem vergeblichen Protest Siesel
Eisenmanns die Neuanschaffung der festen Bänke für die Synagoge.
Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge zerstört.
Angehörige des Mosbacher SS-Zuges drangen in die Synagoge und die beiden noch
in jüdischem Besitz befindlichen Geschäfte ein. Sie demolierten die
Einrichtungen. Das zerschlagene Mobiliar und die Kultgegenstände (einschließlich
der Torarollen) aus der Synagoge wurden auf dem Marktplatz verbrannt. Auf der
Spitze des Brandhaufens war eine Torarolle, bekleidet mit dem Talar und dem
Zylinder des Rabbiners. Die Hitler-Jugend, die Schulkinder und eine große
Menschenmenge sahen zu. Die Synagoge wurde kurz danach angezündet, die Ruine in
den Tagen darauf abgebrochen. Der Platz wurde danach als Holzlagerplatz benutzt;
in den 1950er Jahren wurden hier Garagen erbaut.
An einer dieser Garagen aus den 1950er-Jahren befand
sich seit 1969 eine Gedenktafel für die Synagoge. 1985/86 wurde der Platz als
Gedenkstätte neu gestaltet
(Abbruch der Garagen; neuer Gedenkstein).
Fotos
Historische Fotos / Darstellungen:
Fotos der Synagoge vor 1938
sind nicht
bekannt |
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Blick in die Frohndbrunnengasse
(Richtung Hauptstraße). Links die Synagoge (Skizze von Ludwig Scharf 30.
August 1926) |
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Die Ereignisse im Zusammenhang mit der
Pogromnacht 1938 in Mosbach
(Quelle: u.a. veröffentlicht bei
Hundsnurscher/Taddey s. Lit. und J. Held Vortrag s. Lit.) |
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Die Feuerwehr verhindert ein
Übergreifen der Flammen auf die Nachbarhäuser |
Die Synagoge brennt |
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| Das Synagogeninventar auf dem
Marktplatz |
Öffentliche Verbrennung des
Synagogeninventars |
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Fotos nach 1945/Gegenwart:
Foto vor 1967:
(Quelle: J. Held, Vortrag s. Lit.) |
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Die auf dem
Synagogengrundstück erbauten Garagen - noch ohne Gedenktafel |
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Fotos 1983:
(Fotos: Hahn) |
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| 1967 wurde an den Garagen eine
Gedenktafel angebracht |
Das Synagogengrundstück |
Text der Gedenktafel |
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Fotos 1987:
(Fotos: links oben aus Held Vortrag s. Lit.; die anderen
Fotos Hahn) |
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Die Einweihung der neuen
Gedenkstätte am Synagogenplatz |
Die neue Gedenkstätte am
Synagogenplatz |
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Der Gedenkstein für die
Synagoge |
Die neue Gedenktafel |
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Fotos 2003:
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 5.9.2003 bzw. Fotos
mit *) vom 5.12.2003) |
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Innerhalb des historischen
Rundganges durch Mosbach ist der Synagogenplatz eine der 12 Stationen |
Hinweis zum Synagogenplatz am
Eingang der Frohndbrunnengasse |
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| Straßenschild
"Synagogenplatz" |
Der Synagogenplatz - links
unter dem Baum der Gedenkstein für die Synagoge* |
Erläuterungen am
Synagogenplatz zur jüdischen Geschichte in Mosbach |
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| Der
Synagogenplatz mit dem Gedenkstein |
Erinnerungsarbeit
vor Ort - einzelne Berichte
| Juni 2009:
Neue Publikation (2008) zur Geschichte der
jüdischen Gemeinde in Mosbach |
Foto
von Peter Lahr mit Untertext: "Ich habe nicht geglaubt, dass nach so vielen Jahren noch ein Heft erscheinen wird", zeigte sich Balduin Herter selbst überrascht über das Erscheinen seines Buchs über die Judengemeinde von Mosbach.
Artikel von Peter Lahr in der "Rhein-Neckar-Zeitung" vom 13.
Juni 2009 (Artikel):
"Eine Verpfändung markiert den Anfang
Über 20 Jahre unermüdlicher Forscherfleiß stecken in diesen 130 Seiten. Balduin Herter dokumentiert "Die Judengemeinde von Mosbach 1297 bis 1940" und verfasste damit den vierten Band der von der Stadt herausgegebenen Reihe "Mosbach im 3. Reich".
Wie ambivalent die Geschichte der Juden in Mosbach ist, zeigen bereits die beiden ältesten Hinweise aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Über eine Verpfändung der Stadt "mit Christen und Juden" berichtet eine Urkunde von 1297. Ein Jahr darauf listet eine hebräische "Gedenkliste" die Namen von 60 Männern, Frauen und Kindern auf, die Opfer des Ritters Rindfleisch und seiner Männer wurden. Mosbach gilt seitdem als "Hadomin", als Blutstätte.
Die wechselvolle Geschichte der jüdischen Gemeinde, der 1880 an die 200 Mitglieder angehörten, verfolgt das Buch vom Mittelalter bis zur Weimarer Republik. Es berichtet vom Alltagsleben, von Händlern und Stadträten, von der ältesten greifbaren Synagoge des 19. Jahrhunderts und vom jüdischen Friedhof, der erstmals für das 16. Jahrhundert verbürgt ist. Das detailreich geschriebene und gut recherchierte Werk endet jedoch nicht mit der Shoa. Es endet nicht mit dem 22. Oktober 1940, als die letzten 13 Personen jüdischen Glaubens aus Mosbach in das französische Lager Gurs verschleppt wurden. Balduin Herter und seine Mitstreiter, darunter Peter Wendel, Reinhard Wolf, Gerhardt Langguth und Dr. Rudolf Kamp, haben auch vieles darüber zusammengetragen, wie mit dem jüdischen Erbe bis heute vor Ort umgegangen wird. Es sei ja bezeichnend, dass die Bereitschaft, sich diesem Kapitel der Stadtgeschichte zu stellen, erst Mitte der 1980er-Jahre zu einem entsprechenden Gemeinderatsbeschluss führte. Die von der VHS gebildeten Arbeitskreise veröffentlichten bereits vor Jahren Bände über die Machtergreifung sowie die Deportation und Ermordung von 262 Bewohnern der Johannes-Anstalten. Und sie ließen Zeitzeugen zu Wort kommen.
Balduin Herter legt nun nicht nur eine Chronologie der 650 Jahre währenden Geschichte jüdischen Lebens in einer deutschen Kleinstadt vor. Er setzt darüber hinaus Schwerpunkte. So dokumentiert Herter ausführlich den Synagogenbrand vom 10. November 1938. Doch er zeigt auch das bislang einzige bekannte Foto der Synagoge, ein Luftbild.
Er folgt den Lebensspuren von Auswanderern und schildert die Lebensläufe dreier herausragender jüdischer Persönlichkeiten. Mit den Biographien des Kunsthistorikers und Rembrandt-Experten Prof. Dr. Julius Held sowie der Bezirksrabbiner Dr. Leopold Löwenstein und Julius Greilsheimer wird die Ambivalenz des Themas schnell wieder konkret.
Die Wertschätzung, die auch christliche Mitbürger Dr. Leopold Löwenstein entgegenbrachten, führte dazu, dass ihn der Gemeinderat 1923 einstimmig zum Ehrenbürger erklärte. Prof. Dr. Julius Held rettete sein Leben, indem er 1934 in die USA emigrierte. Bezirksrabbiner Julius Greilsheimer – Nachfolger von Löwenstein – wanderte zwar 1939 nach Holland aus. Doch wird die gesamte Familie über Westerbork nach Auschwitz verschleppt. Karoline Greilsheimer erwartete damals ihr viertes Kind. Nicht nur, dass im Andenken an die "Märtyrer von Mosbach und Umgebung" 1947 in Gan Jiskor (Israel) ein Hain von 100 Bäumen gepflanzt wurde, erfährt der Leser. Auch die erste Mosbacher Gedenktafel, die 1965 der Kreisjugendring aufstellte, ist dokumentiert – sowie die weitere Gestaltung des Synagogenplatzes.
Das Urteil des Schwurgerichts von 1949 zum Synagogenbrand, eine Liste der jüdischen Einwohner aus dem Jahr 1933 sowie ein ausführliches Literaturverzeichnis runden das Werk ab.
Info: Balduin Herter, Mosbach im 3. Reich, 4. Heft, Die Judengemeinde von Mosbach 1297 bis 1940. Hg.: Große Kreisstadt Mosbach, 2008. 130 S., zahlr. Schwarz-Weiß-Abb.,
5 €. |
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Links und Literatur
Links:
Im Mosbacher Stadtmuseum gibt es eine Fotoausstellung zur Verfolgung der jüdischen
Bürger während der NS-Zeit.
Literatur:
 | Franz Hundsnurscher/Gerhard Taddey: Die jüdischen Gemeinden in Baden.
1968. S. 203ff. |
 | Germania Judaica II,2 S. 548f; III,2 S. 884-885. |
 | zu Leopold Löwenstein: Mitteilungen der städtischen Sammlungen Mosbach 6
(1974) S. 5f. |
 | "Als die Synagogen brannten...", in: Landkreis Mosbach.
Informationsdienst für Kommunalpolitik, Wirtschaft und Kultur 20 (1963) S.
5. |
 | Martin Runow: Die Stiftung eines Capitals … zur Errichtung eines
Rabbinats zu Mosbach, in: Der Odenwald 44 1997 S. 60-68. |
 | Vortrag von 1994: Julius Held: The Holocaust – from a Distance
(Schwerpunkt Mosbach) - Unterseite
(htm-Datei). |
 | zu Julius Held: Art. von Ulrike Wendland: in: Biographisches Handbuch
deutschsprachiger Kunsthistoriker im Exil. 1999 Bd. 1 S. 284-289.
Siehe englische
Seite.
Julius Held starb am 22. Dezember 2002. |
 | Rudolf Landauer, Reinhart Lochmann: Spuren jüdischen Lebens im Neckar-Odenwald-Kreis. Herausgegeben vom Landratsamt NOK, 2008, ISBN: 978-3-00-025363-8. 200 S., 284 Fotos, 19,90 Euro.
Informationen zu dieser Publikation auf Seite
zum Friedhof Mosbach. |
 | Balduin Herter: Mosbach im 3. Reich, 4. Heft, Die Judengemeinde von Mosbach 1297 bis 1940. Hg.: Große Kreisstadt Mosbach, 2008. 130 S., zahlr. Schwarz-Weiß-Abb.,
5 €. |

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Mosbach
Baden. A Jewish community existed by the 13th century. Fifty-five Jews
were murdered in the Rindfleisch massacres of 1298. The community was again
attacked in 1343 and wiped out in the Black Death persecutions of 1348-49. Few
Jews lived there until the early 18th century, when the community began to grow
despite residence restrictions. They numbered 16 families in 1775. In 1782, Jews
obtained the salt monopoly for the entire Palatinate. After annexation to Baden
in 1806, restrictions were gradually removed. In 1827, Mosbach became the seat
of the district rabbinate, with jurisdiction over 14 communities. A synagogue
was built in 1860 and a Jewish elementary school was in operation in 1830-76.
The outstanding rabbi in the period was the Conservative Leopold Loewenstein
(1843-1924), who also published important historical works on the Jews of Baden.
The Jewish population reached a peak of 229 in 1871 and then declined steadily
to 134 (total 4,848) in 1933. At the outset of the Nazi era, Jews operated three
factories and 14 business establishments. In all, 107 left in 1933-40, most
emigrating from Germany. On Kristallnacht (9-10 November 1938), the
synagogue was burned down, Jewish homes were vandalized, and eight Jewish men
were sent to the Dachau concentration camp. Sixteen Jews were deported to the
Gurs concentration camp on 22 October 1940. Another 26 were sent to the camps
from their places of refuge after leaving Mosbach. Of those deported, 39
perished.

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