Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Karlsruhe 
Betsäle / Synagogen bis 1938/40

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)

In Karlsruhe besteht eine jüdische Gemeinde seit der Zeit kurz nach Gründung der Stadt (1715), unterbrochen von 1940 bis 1945. Schon im ältesten Bürgerverzeichnis der Stadt sind einige Juden aufgeführt. Um 1730 gab es in der Stadt etwa 100 Juden, im Jahr 1800 war die Gemeinde auf 530 Mitglieder angewachsen. An dem im 19. Jahrhundert aufblühenden wirtschaftlichen Leben der Stadt und an der Industrialisierung waren zahlreiche jüdische Firmen beteiligt wie die Papierfabriken Vogel und Bernheimer, die Kunstwollfabriken Vogel und Schnurmann, die Lederfabrik Hermann und Ettlinger sowie der Warenhauskonzern der Geschwister Knopf. Außerdem gab es vier jüdische Bankhäuser. Aber auch in allen anderen Wirtschaftsbereichen waren Juden vertreten Sie stellten 1928 26 % der Ärzte und 40 % der Rechtsanwälte der Stadt. Die höchste Zahl jüdischer Einwohner wurde um 1925 mit 3.386 Personen erreicht (2,3 % der Einwohnerschaft).
1933 wohnten in Karlsruhe 3.119 jüdische Einwohner. Von den 1.375 Juden, die im Mai 1939 noch in Karlsruhe wohnten, wurden im Oktober 1940 894 nach Gurs deportiert, wo ein großer Teil den Strapazen des Lagerlebens erlag. Weitere wurden von Gurs aus oder direkt aus Karlsruhe in die Vernichtungslager des Ostens deportiert und wurden ermordet. Mindestens 1.421 der Karlsruhe Juden starben während dem Holocaust.

Nach 1945 entstand eine im Vergleich zur Vorkriegszeit wesentlich kleinere Gemeinde, die um 1990 ungefähr 400, 2002 über 600 Mitglieder hatte (siehe folgende Seite).
   

  
Zur Geschichte der Betsäle / Synagogen 

Schon vor 1725 hatte die in Karlsruhe entstandene jüdische Gemeinde ein Haus nebst Hof und Garten in der Kronenstraße erworben, wo die Synagoge und ein rituelles Bad (Badhaus) erbaut wurden. 

Als diese erste Synagoge der wachsenden Gemeinde nicht mehr ausreichte, beauftragte sie einen gerade aus Italien zurückgekehrten, jungen und vielversprechenden Architekten mit dem Bau einer neuen Synagoge, den Sohn eines Karlsruher Zimmermeisters: Friedrich Weinbrenner. Markgraf Karl Friedrich genehmigt am 2. Juni 1798 den Bau der Synagoge, der wenige Tage später mit der Grundsteinlegung am 10. Juni 1798 begonnen werden konnte. Die Synagoge war Weinbrenners erste größere Bauaufgabe in Karlsruhe. Zwei Pylonen nach ägyptischer Art flanierten ein Portal, dessen Spitzbogenmuster in der Arkadenreihe darüber wiederkehrte. Über einen langgestreckten, von dorischen Säulen umgebenen Hof lenkte der Weg zum Haupteingang. 1800 konnten bereits die ersten Gottesdienste in der neuen Synagoge stattfinden. Die feierliche Einweihung war jedoch erst 1806 im Beisein des Markgrafen Karl Friedrich. Die Gottesdienste wurden in der neuen Synagoge in traditioneller Weise abgehalten, was jedoch vielen zunehmend liberal gesonnenen jüdischen Familien der Stadt immer weniger zusagte. Nach dem Vorbild des Berliner und Hamburger "Israelitischen Tempelvereins" schlossen sich daher im Frühjahr 1819 zehn jüdische Familien zu einem Karlsruher "Tempelverein" zusammen. Ihr Ziel war - nach dem damaligen Bericht in einer jüdischen Zeitung -, "ihren, durch den Druck vergangener Jahrhunderte in seiner Heiligkeit und ehrwürdigen hohen Bedeutung gesunkenen Kultus zu reinigen, die Gebete... in deutscher Muttersprache zu verrichten, und durch zweckmäßige Predigten das Gemüt der Andächtigen erbauen zu lassen" (Sulamith 1819 S. 339f). Da diese Zielsetzung den konservativ geprägten Familien zu weit ging, begann schon damals ein Streit, der 1869 zur Abspaltung der jüdisch-orthodoxen Gemeinde führte. 

Am Abend des 29. Mai 1871 ging die Weinbrennersche Synagoge in Flammen auf; das Feuer hatte von einem aus Holz gebauten Nachbarhaus übergegriffen. Es war der größte Brand in der Geschichte Alt-Karlsruhes. Die Flammen wüteten bis in die Mittagsstunden des folgenden Tages. Bis zur Fertigstellung eines Neubaus mussten die Gottesdienste der jüdischen Gemeinde für vier Jahre im oberen Saal des israelitischen Krankenhauses stattfinden, an den hohen Feiertagen im größeren Saal der "Eintracht". 

Die Pläne zum Neubau einer Synagoge gehen bereits in die Jahre zurück, als die Weinbrennersche Synagoge noch stand. 1862 wurde der Abbruch des Weinbrennerbaus und ein von Baurat Prof. Josef Durm zu erbauender Neubau für 60.000 Gulden erwogen. Der Brand der Weinbrennerschen Synagoge veränderte die Planungen um den Synagogenneubau völlig. Nun stand der Ausführung der Pläne von Durm nichts mehr im Wege. Allerdings sollte der von ihm geplante Bau inzwischen etwa 100.000 Gulden kosten. Im März 1872 begannen die Ausgrabungsarbeiten für die Synagoge und die sie flankierenden Nebengebäude in der Kronen- und Kaiserstraße. Kurz vor Fertigstellung des Neubaus genehmigte der Karlsruher Bürgerausschuss die Bewilligung einer Bauprämie als Zuschuss an die Bauherrschaft, die Israelitische Stadtgemeinde. Zur Einweihung der Synagoge am 12. Mai 1875 kamen neben Vertretern der israelitischen Gemeinden, der Kirchen und der Stadt auch das Großherzogspaar, die Prinzessin Wilhelmine, die Fürstin Hohenlohe-Langenburg und mit ihnen die Abordnungen der Militär- und Zivilbehörden. Rabbiner Dr. Adolf Schwarz hielt die Festpredigt. Nur wenige wussten, das seine Predigt eine Prüfungsarbeit für das Amt des Stadtrabbiners war. Und da sie so eindrücklich vorgetragen worden war und die Gemeinde begeisterte, wurde Dr. Schwarz ab dem 1. Juni 1875 für 18 Jahre Stadtrabbiner in Karlsruhe. Die neue Synagoge hatte auch eine Orgel, was letztlich zum Bruch mit den Orthodoxen in der jüdischen Gemeinde und zu deren Entschluss zum Bau einer eigenen Synagoge führte. 

59 Jahre, nachdem die Synagoge Weinbrenners durch einen großen Brand zerstört worden war, ging auch die Synagoge Durms in Flammen auf. Beim Novemberpogrom 1938 wurde sie von NSDAP-Partei-Mitgliedern in Brand gesetzt. Die Feuerwehr war zur Stelle, aber sie hatte den Befehl erhalten, nur dann einzugreifen, wenn eines der benachbarten Häuser von den Flammen erfasst werden sollte. 

Bis Anfang 1939 wurde die ausgebrannte Ruine auf Kosten der jüdischen Gemeinde abgetragen. Man plante, das Grundstück der Synagoge zum Bau einer Großgarage zu verwenden. Die Steine wurden vor allem zum Straßenbau in der Friedrichstaler Allee verwendet. 

Die jüdische Gemeinde konnte 1939 und bis zur Deportation der Juden nach Gurs im Oktober 1940 ihre Gottesdienste noch in den früheren Sitzungsräumen des jüdischen Gemeindehauses in der Herrenstraße 14 abhalten. Dieser Betsaal wurde auch nach 1945 ein erster Mittelpunkt des erneuerten Gemeindelebens (siehe folgende Seite). 

Auf dem mit einer Mauer aus Kalksteinquadern abgeschlossenen Synagogengrundstück in der Kronenstraße wurde 1963 zum 25. Gedenktag der Zerstörung der Synagoge eine bronzene Gedenktafel angebracht. Der leere Platz wird heute vor allem von den fünf hier angepflanzten Pappeln geprägt.


Die Betsäle/Synagoge der Israelitischen Religionsgesellschaft
 

Neben der liberal eingestellten Gemeinde bestand von 1868 bis 1937 eine kleine orthodox-jüdische Gemeinde ("Israelitische Religionsgesellschaft"). Sie feierte ihre Gottesdienste zunächst in Privathäusern, zuletzt bis 1881 im Haus Ritterstraße 2. 1881 konnte sie ein eigenes Gemeindezentrum mit Synagoge, Gemeindehaus und rituellem Bad auf dem Grundstück Karl-Friedrich-Straße 16 erstellen. 

Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge innen mit Öl begossen und angezündet. Sie brannte völlig aus. Einige Kultgegenstände konnten beschädigt geborgen werden. Die Gemeinde musste für den Abbruch der Ruine selbst sorgen. Das Gemeindehaus und das rituelle Bad konnten zunächst weiterhin benutzt werden. Nach 1945 wurde das Grundstück neu überbaut, die ehemalige orthodoxe Synagoge befand sich an der Stelle des heute rückwärtigen Teiles der Druckerei G. Braun. Eine Gedenktafel ist vorhanden.
  


Fotos 
Die Synagogen im Bereich Kronenstraße 15

Die 1798-1806 erbaute Synagoge, 
1871 abgebrannt (Architekt Friedrich Weinbrenner)
 
Karlsruhe Synagoge w001.jpg (69390 Byte) Karlsruhe Synagoge Modell.jpg (14200 Byte) Karlsruhe Synagoge 025.jpg (61147 Byte)
Außenansicht Modell der Synagoge Weinbrenners im Stadtmuseum Karlsruhe Innenhof der Synagoge (um 1810)
     
Die 1872-1875 erbaute Synagoge 
(Architekt Josef Durm)
(Quelle: Zives s. Lit. S. 52-55 bzw. GLA Karlsruhe)
Karlsruhe Synagoge Kro002.jpg (86374 Byte) Karlsruhe Synagoge Kro001.jpg (85630 Byte)
  Außenansicht Innenansicht
      
Die Zerstörung in der Pogromnacht 1938 und der Abbruch der Synagoge Karlsruhe Synagoge n010.jpg (91000 Byte)  
  Abbrucharbeiten der zerstörten Synagoge  
     
Der Synagogenplatz und um 1985 Karlsruhe Synagoge n101.jpg (100844 Byte) Karlsruhe Synagoge n100.jpg (91786 Byte)
Der Synagogenplatz Die Gedenktafel
     
2002/03: 
Die Gedenkstätte für die zerstörte Synagoge 
(linkes Foto: A. Winkler)
ka syn.jpg (93517 Byte) Karlsruhe Mahnwache 2002.jpg (25692 Byte)
   Gedenkstätte im Sommer 2003 Mahnwache zum Gedenktag der Synagogenzerstörung 9.11.2002
(Quelle und weitere Informationen zu diesem Projekt: hier anklicken) 
 

   
Die orthodoxe Synagoge Karl-Friedrich-Straße

Die 1881 erbaute orthodoxe Synagoge (Architekt
Gustav Ziegler)
Karlsruhe Synagoge orth02.jpg (87218 Byte) Karlsruhe Synagoge orth01.jpg (153412 Byte)
Außenansicht Innenansicht
     
Die Zerstörung in der Pogromnacht 1938 und der Abbruch der Synagoge Karlsruhe Synagoge 030.jpg (95129 Byte)  
  Die völlig ausgebrannte Synagoge   
     
Fotos 2003:
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 9.12.2003)
Karlsruhe Synagoge o141.jpg (56326 Byte) Karlsruhe Synagoge o140.jpg (35838 Byte)
Gebäudekomplex der Druckerei Braun anstelle der orthodoxen Synagoge Gedenktafel im Eingangsbereich

 

Links und Literatur

Links:

Website der Stadt Karlsruhe  Hier auch Informationsseite zu den Bauten Friedrich Weinbrenners in Karlsruhe  
Website der Jüdischen Gemeinde Karlsruhe 
Kurze Informationsseite zur jüdischen Geschichte Karlsruhe bei jgm-net.de   
Biografie des jüdischen Lehrers in Karlsruhe Adolf Heimberger 

Literatur (Auswahl, weitere Literatur ist genannt in den Werken von Werner und Schmitt):

Franz Hundsnurscher/Gerhard Taddey: Die jüdischen Gemeinden in Baden. 1968. S. 143-150.
Jael Paulus: Die jüdische Gemeinde Karlsruhe, in: Juden in Baden 1809-1984, 175 Oberrat der Israeliten Badens. 1984. S. 227-234.
Josef Werner: Hakenkreuz und Judenstern. Das Schicksal der Karlsruher Juden im Dritten Reich. 1988. 1990² (Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Band 9).
Heinz Schmitt (Hg.) unter Mitwirkung von Ernst Otto Bräunche und Manfred Koch: Juden in Karlsruhe. Beiträge zu ihrer Geschichte bis zur nationalsozialistischen Machtergreifung. Karlsruhe 1988. 1990² (Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Band 8).
Franz-Josef Ziwes (Hg.): Badische Synagogen. 1997 S. 52-55.

    


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Karlsruhe  Baden. Jews arrived with a promise of equal rights when the city was founded in 1715 as the new capital of Baden-Durlach. Among the settlers was Josef Jaakov of Ettlingen, founder of the well-known Ettlingen family, and the Court Jew Emanuel Reutlinger. Under the count's general and personal letters of protection the community grew rapidly to 282 members in 1733. In 1724, Salomon Mayer (d. 1774), son-in-law of the prominent Court Jew Marx Model of Pforzheim, was appointed community head (parnas), subsequently founding a yeshiva. With the publication of the edicts of Baden in 1807-09, most Jews were granted full civil rights and a Central Council (Oberrat) for Baden Jews was established in Karlsruhe. In 1806 a new synagogue was consecrated and in 1827 the city became the seat of the district rabbinate. A Jewish elementary school was opened in 1816, enrolling 100 children within a few years as the Jewish population grew steadily through the century, rising from 893 in 1825 to 2,577 in 1900 (total 107,765). In addition to being the seat of Jewish institutions serving all of Baden, the community maintained a broad range of social and cultural activities, with the Central Union (C.V.) and B'nai B'rith imbuing the spirit of Liberalism. The Reform movement made its first inroads in 1819 when ten families formed a Temple society on the Hamburg model and instituted Reform prayer. In 1869, after an organ was introduced into the synagogue, 24 Orthodox families founded an Adass Jeshurun congregation, with its own elementary school and the only Jewish kindergarten in Baden. After the split in the congregation, Dr. Meier Appel (1851-1919) became chief rabbi, serving also as chairman of the Association of Liberal German Rabbis from 1899. Among Jewish public figures the most prominent was Moritz Ellstätter, Baden's minister of finance in 1878-93. In 1900, Dr. Nathan Stern was appointed to the Baden Supreme court and in 1914 became president of the Mannheim District Court (the first Jew in Germany to hold such a position). The Seligmann factories employed 800 workers and other Jewish factories produced paper, synthetic wool, and malt and processed leather and metals. Jews were also leading wholesalers (felt, books) and from the 18th century, operated Hebrew printing presses. They were also active in the professions and the arts. Hermann Levi was named Court Conductor in 1864. Prof. Richard Willstaetter won the Nobel Prize for chemistry in 1915. Though Jews participated fully in public life, it was often in the face of antisemitism, with particular outbursts in the Hep! Hep! riots of 1819 and the revolutionary disturbances of 1848. After Worldwar I the East European component of the community grew to 22 %, constituting a lower economic class aided by the rest of the community. Many national conferences of Jewish organizations took place in Karlsruhe, including Zionist youth in 1932. The focus of the community's cultural life was the Bialik Lehrhaus for adult education, where lectures, courses, concerts, and exhibitions were held. In the Weimar period the Jews maintained their leading economic position. The Knopf chain of department stores had its main branch in Karlsruhe; Jews owned four banks and 26 % of the city's doctors and 40 % of its lawyers were Jews. Dr. Ludwig Marum was Baden's minister of Justice and Karlsruhe's representative in the Reichstag in 1928-32. In 1925 the community reached a peak population of 3,386, but from that point the birthrate declined steeply and a trend of negative natural increase set in. Antisemitism intensified after Worldwar I, with anti-Jewish food riots in 1920 and a swastika-painting outburst in 1926.

In 1933, there were 3,199 Jews in the city. The Liberals controlled the community council with 16 of 28 seats. The community maintained two old age homes and a hospital and operated numerous welfare services (societies for the distribution of food and fuel, for the support of the widows, for assistance to the sick, etc.). With the onset of Nazi rule, judges, teachers, doctors, and officals were fired from the public service and Jewish bussinessmen were forced to liquidate. The last Jewish bank was sold in 1939. The community continued its social and educational services and rendered assistance towards emigration. In 1936, 500 Jews were enrolled in courses at the Bialik Lehrhaus, with such lecturers as Martin Buber making appearances. The community also published a biweekly newspaper, the Israelitisches Gemeindeblatt, and operated an elementary school enrolling 225 children in 1938-39. Both the Zionists and the Hilfsverein had offices promoting emigration, with the ICA and Jewish Agency offering active assistance. In September 1936 a group of 680 youngsters from Karlsruhe and other places in Germany left for Palestine within the framwork of Youth Aliya. In all, at least 2,000 of Karlsruhe's Jews emigrated in 1933-39. On 28 Ocotber 1938, all Jewish men of Polish extraction were expelled to the Polish border, their families joining them later and most ultimately perishing in the ghettoes and concentration camps. On Kristallnacht (9-10 November 1938), the Adass Jeshurun synagogue was burned to the ground, the main synagogue was damaged, and Jewish men were taken to the Dachau concentration camp after being beaten and tormented. Deportations commenced on 22 October 1940, when 893 Jews were loaded onto trains for the three-day journey to the Gurs concentration camp in France. Another 387 were deported in 1942-45 to Izbica in the Lublin district (Poland), Theresienstadt, and Auschwitz. Of the 1,280 Jews deported directly from Karlsruhe, 1,175 perished. Another 138 perished after deportation from other German cities of occupied Europe. In all 1,421 of Karlsruhe's Jews died during the Holocaust. A new community was formed after the war by surviving former residents, wth a new synagogue erected in 1971. It numbered 359 in 1980.
    

  

                   
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Stand: 02. August 2009