Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Bruchsal (Kreis Karlsruhe) 
Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge

Übersicht:

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Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)   
   
In der bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zum Bistum Speyer gehörenden Stadt Bruchsal bestand eine jüdische Gemeinde im Mittelalter und in der Neuzeit bis 1938. Im Mittelalter wurden 1288 erstmals Juden genannt. Die Verfolgung in der Pestzeit 1348 zerstörte die Gemeinde. 1381 wurde wieder ein Jude aufgenommen, weitere konnten in den folgenden Jahren zuziehen. Im 15. und 16. Jahrhundert schweigen die Quellen. Vermutlich waren in dieser Zeit nur vereinzelt Juden in der Stadt. Vermutlich waren in dieser Zeit nur vereinzelt Juden in der Stadt. 
      
Erst seit der Zeit des Dreißigjährigen Krieges lebten wieder Juden in Bruchsal (erste Nennung 1619). 1685 wurden 18 jüdische Familien in der Stadt gezählt, 1740 11 Familien. 
   
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde bereits im Mittelalter eine Synagoge. Die neuzeitliche Gemeinde hat zunächst einen Betsaal, später Synagogen (s.u.), eine jüdische Schule (Konfessionsschule bis 1876, danach Religionsschule; vermutlich im Gebäude des Rabbinates Huttenstraße 2), ein rituelles Bad (Stadtgrabenstraße 17; bezog sein Wasser aus dem Saalbach; Abschluss in Richtung des Stadtgrabens; durch Kriegszerstörung nicht erhalten). Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden bis 1632 in Worms, danach auf dem Friedhof an der Gemarkungsgrenze zwischen Bruchsal und Obergrombach beigesetzt. 1879 wurde als Teil des städtischen Friedhofes in Bruchsal ein jüdischer Friedhof im Bereich der Stadt angelegt. 1827 wurde Bruchsal Sitz eines Bezirksrabbinates
Rabbiner in Bruchsal waren: Übersicht siehe auf der Textseite.   
         
Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Bruchsaler Juden von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Stadt. So war der Tabak- und Hopfengroßhandel fast ausschließlich in ihrer Hand. Mehrere wichtige Industriebetriebe wurden von jüdischen Unternehmern gegründet. 

1888 wurde in Bruchsal der "Israelitische Landeswaisenverein für Baden" gegründet. Zweck und Arbeitsgebiet war die Erziehung unbemittelter Waisenkinder. Der Verein hatte auch in der Folgezeit seinen Sitz in Bruchsal (1932 Vorsitzender: Jacob Oppenheimer). Texte zur Arbeit des Israelitischen Landeswaisenvereins siehe Textseite.  

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: 1814 128 jüdische Einwohner, 1825 178 (2,6 % von insgesamt 6.853 Einwohnern), 1842 256 (3,2 % von 7.962), 1862 325 (3,9 % von 8.270), 1875 609 (5,6 % von 10.811), 1880 730 (6,4 % von 11.373), Höchstzahl um 1885 mit 752 Personen, 1895 743 (5,9 % von 12.614), 1900 741 (5,5 % von 13.555), 1910 711 (4,6 % von 15.391).   
 
Im Ersten Weltkrieg fielen aus der jüdischen Gemeinde 16 Männer. Ihre Namen stehen auf dem Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges auf dem städtischen Friedhof.   
 
Um 1925, als zur Gemeinde 603 Personen gehörten (3,7 % von 16.469), waren die Vorsteher der jüdischen Gemeinde R. Schlossberger, Karl Marx, B. Bravmann, L. Einstein, B. Kauffmann, Albert Maier, Paul Odenheimer und S. Weinberger. Zur Repräsentanz gehörten Jakob Oppenheimer, Heinrich Dreyfuß, Julius Marx, Max Strauß und Aron Wolf. Rabbiner war der bereits genannte Dr. Siegfried Grzymisch. Als Religionslehrer war B. Bravmann angestellt, als Synagogendiener S. Sandler. Der Religionsunterricht an den Schulen wurde durch Hauptlehrer Prager und Religionslehrer Bravmann erteilt; der Religionsunterricht an den höheren Schulen durch den Rabbiner. An jüdischen Vereinen gab es den Israelitischen Frauenverein e.V. (gegründet 1872; 1924/32 unter Leitung von Hedwig Oppenheimer mit etwa 200 Mitgliedern; Zweck und Arbeitsgebiete: Familienfürsorge, Kranken- und Wöchnerinnenfürsorge, Gewährung von Holz und Kohlen, Ausbildungshilfen), den Israelitischen Armenverein (gegründet 1900; 1924 unter Leitung von R. Schloßberger und Synagogenrat L. Einstein, 1932 unter Leitung von Max Straus mit 125 Mitgliedern), den Wohltätigkeitsverein Gemiluth Chasodim (1924 unter Leitung von Isidor Einstein, 1932 unter Leitung von Max Straus mit 100 Mitgliedern), den Kranken- und Wohltätigkeitsverein (gegründet 1840; 1924 unter Leitung von R. Schloßberger und Synagogenrat S. Weinberger, 1932 unter Leitung von Samuel Weinberger mit 160 Mitgliedern; Zweck und Arbeitsgebiet: Gewährung freier ärztlicher und zahlärztlicher Behandlung, Arznei und sonstiger medizinischer Hilfsmittel), die Chewra Kadischa (gegründet 1879, 1924 unter Leitung von Albert Mayer mit 15 Mitgliedern, 1932 unter Leitung von Albert Mayer; Zweck und Arbeitsgebiet: Unterstützung Hilfsbedürftiger und Bestattungswesen), der Synagogenchorverein (1924 unter Leitung von Ernst Ullmann mit 40 Mitgliedern), der Verein für jüdische Geschichte und Literatur (1924 unter Leitung von Max Hilb mit 98 Mitgliedern, 1932 unter Leitung von Moritz Nathan), den Brautverein (1924 unter Leitung von R. Schloßberger mit 10 Mitgliedern), den Wohlfahrtsrat als Zentrale aller Wohlfahrtbestrebungen (1924 unter Leitung von Rabbiner Dr. Grzymisch), den Jüdischen Frontbund (1932 unter Leitung von Max Hilb), den Jüdischen Jugendbund (1932 unter Leitung von Max Sichel) und eine Ortsgruppe des Central-Vereins (1932 unter Leitung von Bernhard Kauffmann).     
  
An ehemaligen, bis nach 1933 bestehenden Dienstleistung-, Handels- und Gewerbebetrieben im Besitz jüdischer Familien / Personen sind bekannt (Auswahl, Gebäude überwiegend kriegszerstört): Rohtabake A. Bär und Co. (Friedrichstraße 16), Ausstattungsgeschäft, Kurz- und Weißwaren Alfred Bär (Friedrichstraße 29), Konfektionsgeschäft Gebr. Bär (Kaiserstraße 43), Holzhandlung Moses Bär (Durlacher Straße 143), Häutehandlung Raphael Bär (Friedrichstraße 8-10), Ausstattungsgeschäft Ludwig Bärtig (Kaiserstraße 24), Zigarrenfabrik Barth und Fellheimer (Kaiserstraße 5-7), Tabakagentur Isaak Baruch (Schillerstraße 10), Zigarrengroßhandlung Ludwig Baruch (Schillerstraße 3), Ausstattungsgeschäft Karoline Baisinger und Zigarrenfabrik Josef Basinger (Bahnhofplatz 3), Erste Bruchsaler Herdfabrik GmbH (Büchenauer Straße ), Manufakturwaren Heinrich Carlebach, Inh. S. Ullmann (Friedrichstraße 8-10), Eisenhandlung Gebr. Dreifuß (Kaiserstraße 76), Ausstattungsgeschäft Isidor Einstein (Friedrichstraße 42), Herdfabrik Josef Falk (Rheinstraße 13), Manufakturwaren und Damenkonfektion Jakob A. Gross (Friedrichstraße 15), Tuchwarengroßhandlung Berthold Herzog (Kaiserstraße 1), Modewaren Lili Hess (Friedrichstraße 21), Damenschneiderei Recha Hess (Bahnhofstraße 5), Malzfabrik Hockenheimer und Hilb (Rheinstraße 5), Viehhandlung Aaron Kahn (Moltkestraße 18), Seidenstoffhandlung Selma Kahn (Seilersbahn 18), Rohtabake W. Kath und Co. (Durlacher Straße  139a), Farbenfabrik Gebr. Katzauer (Talstraße 37), Hopfenhandlung B. Kauffmann Söhne (Schillerstraße 6), Kartonagenfabrik David Kaufmann GmbH (Zollhaldenstraße 4), Tabakagentur Simon Kaufmann (Luisenstraße 6), Kaufhaus Geschw. Knopf (Friedrichstraße 25-27), Manufakturwaren Henriette Levin (Kaiserstraße 101), Rohtabake Gebr. Lindauer (Kaiserstraße 61), Rohtabake Leopold Lindauer (Württemberger Straße 13), Darmhandlung Max Löb, Metzgerei-Bedarfsartikel Julie Löb und Kolonialwaren- und Lebensmittelgeschäft Max Löb (Friedrichstraße 55), Tabakagentur Samuel Marschall (Salonenstraße 13), Rohtabake J.K. Marx (Kaiserstraße 19), Malzfabrik Moritz Marx Söhne AG (Kaiserstraße 29), Bäckerei Simon Marx (Bismackstraße 10), Schuhwaren Louis Mayer (Kaiserstraße 44), Rohtabake Adolf Moses (Kaiserstraße 14), Zigarrenfabrik Ernst Nathan (Kegelstraße 15), Branntweingroßhandlung Heinrich Odenheimer (Schloßstraße 15), Tabakagentur Paul Odenheimer (Schloßstraße 4a), Tuchwarengroßhandlung Louis Oppenheimer (Bahnhofstraße 4), Ausstattungsgeschäft Max Rosenberg (Holzmarkt 37), Polstermaterialienhandlung Benno Rothschild (Bahnhofstraße 5), Zigarrenfabrik Sally Rotheimer (Bismarckstraße 18), Möbelgeschäft Simon Sandler (Pfarrstraße 3), Eisenhandlung Rudolf Schloßberger (Holzmarkt 30), Malzfabrik Schrag und Heinsheimer (Schloßstraße 1), Hopfenhandlung Staadecker und Straus (Schloßstraße 3), Café und Conditorei Saly Strauss (Bahnhofplatz 9), Schuhwarengeschäft Jenny Stroh (Wörthstraße 6), Lederhandlung und Schuhmacherbedarfsartikel Sally Stroh (Kaiserstraße 63), Kurzwaren Clare Türkheimer (Huttenstraße 2), Viehhandlung Max Türkheimer (Prinz-Wilhelm-Straße 24), Papierverarbeitung Isidor Weil (Güterbahnhof 8), Zigarrenfabrik Alexander Wertheimer (Friedrichstraße 60), Ausstattungsgeschäft Aron Wolf (Kaiserstraße 49), Viehhandlung Leopold Wolf, Inh. Gustav Wolf (Talstraße 12), Malzfabrik Ludwig Wolff (Huttenstraße 28).     
 
Bis zu Beginn der NS-Zeit war das Verhältnis der jüdischen zur nichtjüdischen Stadtbevölkerung überwiegend ohne Probleme. Jüdische Bürger waren im Stadtrat, im Bürgerausschuss und im Kreisrat in Bruchsal vertreten. Sie unterstützten durch ihre Mitgliedschaft u.a. das Rote Kreuz sowie Gesang-, Turn- und Sportvereine. Die christlichen karitativen Einrichtungen, hauptsächlich die katholischen und evangelischen Krankenschwestern, wurden von ihnen gefördert. Namentlich in der Blütezeit der Bruchsaler Karnevalsgesellschaft um 1900 nahmen auch etliche jüdische Einwohner an den Karnevalsveranstaltungen regen Anteil. Weit über die Stadt hinaus bekannt war wegen seiner Liebestätigkeit bekannt der im September 1933 verstorbene Jakob Oppenheimer. Er war Vorsitzender des o.g. Landeswaisenvereins und leitete im Winter 1932/33 die Städtische Nothilfe. 1933 erhielt er noch ein Ehrenbegräbnis und zahlreiche Nachrufe von jüdischer und christlicher Seite.  
 
1933 wurden 501 jüdische Einwohner in Bruchsal gezählt. Die nationalsozialistische Hetze richtete sich auch in Bruchsal sofort nach der nationalsozialistischen Machtergreifung gegen die jüdischen Gewerbe- und Industriebetriebe in der Stadt. Zahlreiche Restriktionen schränkten das jüdische Leben in der Stadt ein. So durften jüdische Einwohner das städtische Schwimm- und Sonnenbad ab Mai 1934 nicht mehr betreten. Für die jüdischen Schülerinnen und Schüler wurde 1936 eine eigene Schule eingerichtet. Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge niedergebrannt (s.u.). SA-Leute zertrümmerten die Schaufenster jüdischer Geschäfte. Am 22. Oktober 1940 wurden aus Bruchsal 79 jüdische Einwohner nach Gurs deportiert.  
   
Von den in Bruchsal geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Tana Julia Sophia Abt geb. Groß (1874), Hilda Archenhold geb. Beisinger (1886), Laura Avellis geb. Bär (1873), Rosa Baader geb. Kahn (1886), Albert Bär (1880), Alfred Baer (1864), Alfred (Anselm) Baer (1877), Anni (Fanny) Bär (1925), Auguste Karoline Bär (1856), Bernhard Bär (1885), Betty Bär (1893), Clothilde Bär geb. Kahn (1880), Franziska Baer geb. Rosenstein (1892), Friedrich (Fritz Nathan) Bär (1889), Fritz Bär (1889), Jakob Bär (1875), Jenny Bär (1863), Karla Baer (1858), Regina Bär (1895), Rosa Baer geb. Schönmann (1869), Rosa Bär (1891), Siegfried Bär (1876), Sofie Bär (1884), Hannelore Bärtig (1922), Max Bärtig (1887), Georgette Barth geb. Spira (1888), Heinrich Barth (1889), Hilda Barth geb. Rothheimer (1887), Lazarus Barth (1887), Leo Barth (1901), Martha (Marthe) Vanette Barth (1927), Max Barth (1895), Mina Bendheim geb. Katz (1885), Elise Berg (1877), Julie Berg (1882), Hilde Bergheimer geb. Zivi (1897), Benjamin Bravmann (1875), Berta Buxbaum geb. Kirchhausen (1893), Ludwig Buxbaum (1886), Josef Buxbaum (1885), Judis Ida Dresdner geb. Baer (1871), Emil Dreyfuss (1879), Kurt Eckhaus (1908), Jacob Federbusch (1885), Bertha Fischl geb. Lammfromm (1866), Johanna Frank geb. Berg (1881), Mathilde Frank geb. Weil (1883), Hermina Frankenstein geb. Joachimsthal (1894), Julius Friedberg (1875), Paula Frogel geb. Scharff (1884), Bertha Fröhlich geb. Oppenheimer (1898), Karl Gärtner (1888), Ludwig Geismar (1869), Erna Herna Goldbaum (1892), Josef Harry Hirsch Griesheimer (1883), Mina Grünspecht (1893), Karola Grzymisch geb. Schlessinger (1891), Siegfried Grzymisch (1875), Emmy Günzburger geb. Beissinger (1885), Margarete Günzburger geb. Löb (1905), Hermine Karoline Gutmann geb. Freund (1885), Ella Heimberger (1883), Max Heinsheimer (1872), Ernst Heinrich Hess (1921), Adelheid Hess (1891), Johanna Fanny Hessenthaler geb. Rothschild (1869), Sally F. Hockenheimer (1881), Robert Holz (1875), Frieda Jacoby geb. Baer (1864), Lotte Jordan geb. Pfeffer (1916), Walter Jordan (1914), Anna Joseph geb. Hockenheimer (1879), Jakob Juda (1893), Aron Kahn (1861), Ferdinand Kahn (1875), Johanna Kahn (1894), Leopold Kahn (1884), Paula Kahn (1900), Siegbert Kann (1903), Ernst Katz (1884), Marie Katzauer geb. Marx (1872), Samuel Katzauer (1868), Elsa Kaufmann geb. Marx (1876), Karola Kern geb. Ullmann (1906), Walter Kracko (1912), Max Lang (1862), Mathilde Lehmann geb. Geismar (1871), Auguste (Gretchen) Levi geb. Mayer (1870), Martha Levin (1908), Wilhelm Lichter (1865), Gertrud Lindauer (1902), Hans Moritz Lindauer (1927), Erna Löb geb. Geisler (1903), Heinz Löb (1931), Julie Löb geb. Weil (1901), David Maier (1878), Siegfried Maier (1894), Siegfried (Sigo) Maier-Bender (1897), David Majerowitz (1879), Helene (Nechama) Majerowitz geb. Landau (1879), Berthold Marx (1889), Betty (Bertha, Berthel) Marx geb. Gross (1870), Max Marx (1876), Rosa Marx geb. Mayer (1878), Rudolf Marx (1869), Samuel Marx (1882), Simon Marx (1876), Eugen Moritz May (1893), Lina Mayer (1880), Rosalie Mayer geb. Bär (1861), Selma Mayer (1887), Emil Mirabeau (1872), Flora Moritz geb. Berg (1875), Erna Sofie Münzesheimer (1898), Betty Nathan geb. Bär (1882), Ernst Nathan (1871), Margarete (Marie) Nathan (1904), Gertrud Amalie Neidhardt geb. Marx (1901), Luise Neuburger geb. Strauss (1864), Hedwig Tana Nöther (1900), Carry Odenheimer (1877), Hugo Odenheimer (1899), Kurt Oderheimer (1906), Kurt Ohler (1912), Helene Oncken geb. Rothmann (1880), Marie Oppenheim geb. Landauer (1881), Rosa Oppenheim geb. Münzesheimer (1898), Marta Pappenheimer geb. Gutmann (1889), Charlotte (Lotte) Prager geb. Wiesbaden (1886), Wilhelm Prager (1880), Jenny Recking geb. Machel (1867), Anna Reiß geb. Bär (1870), Hermann Reuter (1892), Rosa Rosenberg geb. Wimpfheimer (1891), Irma Rosenberger geb. Joachimsthal (1894), Elly Rosenthal geb. Doctor (1904), Julius Rothheimer (1884), Sally Rothheimer (1881), Wilhelm Adolf Wolf Rothschild (1874), Simon Sandler (1875), Karl Scharff (1893), Mathilde Schloßberger geb. Neter (1868), Marie Schöndorff geb. Gross (1871), Anna Schönholz geb. Ettlinger (1897), Hermine Schwarz (1887), Oaula Schwarzschild geb. Mayer (1877), Bertha Seeligsberg geb. Odenheimer (1885), Emmy Sicher (1921), Fritz Sicher (1882), Recha Sicher geb. Heß (1888), Fanny Simon geb. Sülzberger (1885), Paul Sostheim (1885), Lucie Stern geb. Doctor (1901), Paula Stern (1897), Anna (Aline) Sternfeld geb. Friedberg (1877), Albert Stiefel (1886), Erna Strauss (1887), Arthur Stroh (1888), Jenny Stroh (1884), Sally Stroh (1894), Adolf Abraham Sulzberger (1870), Max Sulzberger (1876), Paula Tuteur (1905), Lili Ullmann geb. Heß (1893), Gustav Valfer (1877), Elsa (Elisabeth Luise) Vogel geb. Schmidt (1884), Rosalie de Vries geb. Federgrün (1909), Gustav Weil (1890), Lina Weil (1887), Mathilde Weil geb. Rothschild (1878), Isidor Weiß (1875), Bertha Wertheimer geb. Wolff (1859), Emanuel Wertheimer (1903), Hanna Mia Wertheimer geb. Merklinger (1870), Irma Wertheimer (1887), Kurt Wertheimer (1896), Kurt Wertheimer (1897), Max Wertheimer (1862), Moritz F. Wertheimer (1884), Paul Wertheimer (1893), Wilhelmine Wertheimer geb. Merklinger (1870), Adelheid Westheimer (1858), Frieda Westheimer (1892), Kurt Karl Westheimer (1896), Ludwig Willstädter (1895), Berta Wolf (1886), Bertha Wolf (1900), Bertha Wolf geb. Strauss (1900), Ferdinand Wolf (1892), Hermann Wolf (1887), Josef Louis Wolff (1874), Maria Hedwig Wolfsthal geb. Schrag (1879), Mozes B. Zimmern (1885), Karoline (Lina) Zivi geb. Haas (1870).   
       
       
       
       
Zur Geschichte des Betsaales / der Synagoge         
    
Hinweise

 - Beitrag zur Geschichte der ehemaligen Synagoge in Bruchsal (1880/81-1938) von Dagmar Hartmann (gehalten am 9. November 2013 im Großen Sitzungssaal des Bruchsaler Rathauses) findet sich in der Website bruchsal.org (Teil 1, Teil 2).  
- Seiten zum Projekt der digitalen Rekonstruktion der Bruchsaler Synagoge von Jürgen Schöner findet sich gleichfalls in der Website bruchsal.org 
  Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4  
   
    
Das mittelalterliche Wohngebiet konzentrierte sich auf die "Judengasse", die 1344 erstmals genannt wird. Bei der Zerstörung Bruchsals 1689 ging die Bezeichnung unter. Die Gasse verlief im unteren Teil der Rathausstraße zwischen John-Bopp-Straße und Kübelmarkt. Hier befanden sich auch die mittelalterliche Synagoge, die gleichfalls 1344 genannt wird. Sie stand möglicherweise auf dem heutigen Grundstück Blumenstraße 3. Zwischen dem alten Stadtgraben (Grundstück Stadtgrabenstraße 17) und dem Saalbach lag ein rituelles Bad, das auf einem Stadtplan um 1650 als "Judenbad" und "Judenbrunnen" eingetragen ist.   
      
Die neuzeitliche Gemeinde hatte zunächst einen Betsaal, seit der ersten Hälfte des 18. Jahrhundert im Dachstock des herrschaftlichen Hauses des Hoffaktors Jakob Süssel (sogenannter "Süsselbau", Standort: Huttenstraße 2). Dieser war von 1704 bis 1750 zugleich Vorsteher der jüdischen Gemeinde Bruchsals. Bis zum Bau der ersten Synagoge 1802 war der Betsaal in seinem Haus Mittelpunkt der Bruchsaler Gemeinde, in deren Eigentum das Gebäude nach dem Tod des Stifters übergegangen war. Süssel hatte in seinem Haus 1740 auch den ersten Rabbiner Bruchsal aufgenommen (Isaak Weil aus dem bayrischen Uehlfeld, Rabbiner von 1740 bis 1743) und bestimmte, dass auch künftig der Rabbiner in diesem Haus wohnen sollte. Im Süssel’schen Betsaal wurden noch bis in die NS-Zeit zweimal im Jahr Gottesdienste gefeiert. Er blieb in seiner ursprünglichen Gestalt erhalten und war nach Berthold Rosenthal (Heimatgeschichte 1927 S. 144) im 20. Jahrhundert "das älteste jüdische Gotteshaus in Baden: "Dieser ehrwürdige Gebetsraum, dessen ganze Inneneinrichtung an die Architektur des Bruchsaler Schlosses erinnert, erfüllt jetzt noch den Besucher mit heiligem Schauer. Es ist ihm, als wäre die Zeit still gestanden; er sieht sich umringt von den Urahnen, die, in der Tracht des 18. Jahrhunderts angetan und in ihre Gebetmäntel gehüllt, ihre Bitten und ihren Dank zum himmlischen Vater emporsenden". Das Gebäude Huttenstraße 2 wurde im Zweiten Weltkrieg kriegszerstört. Vermutlich war in ihm bis 1876 auch die bis dahin bestehende jüdische Konfessionsschule eingerichtet.    
  
1802 wurde eine Synagoge auf dem Grundstück Friedrichstraße 78 erbaut. Da im Laufe des 19. Jahrhundert die Zahl der jüdischen Einwohner Bruchsals von 129 (1814) auf 730 (1880) stark zunahm, war ein Neubau dringend notwendig. Im Dezember 1878 wurde ein Neubau an derselben Stelle beschlossen. Der erste Spatenstich konnte am 1. Mai 1880 erfolgen, am 10. Juni desselben Jahres wurde der Grundstein gelegt. Innerhalb von 16 Monaten wurde der Bau erstellt; bereits am 16. September 1881 konnte die Einweihung gefeiert werden. Der Bau kostete 140.000 Mark, die von der Bruchsaler Gemeinde selbst aufgebracht werden konnten. Nach den Entwürfen der Heidelberger Architekten Johann Friedrich Henkenhaf (1848-1908) und Friedrich Ebert (1850-1914) wurde ein stattlicher Bau erstellt. Prägend für das Gebäude war der Neu-Renaissance-Stil. In der Gestaltung der Fassade zeigten sich manche Ähnlichkeiten mit der Karlsruher Synagoge. Auffallend war in Bruchsal jedoch ein Fassadenvorbau, der an den Tempietto (1502) des Donato d’Angelo Bramante (1444-1514) in Rom erinnerte, wenngleich Ähnlichkeiten auch mit dem Felsendom in Jerusalem vorhanden waren. Dieser wurde bis ins 17. Jahrhundert hinein als Abbild des Jerusalemer Tempels betrachtet. In der Synagoge war auch eine Orgel vorhanden.   
  
Von einem festlichen Gottesdienst in der Bruchsaler Synagoge berichtet einmal die "Allgemeine Zeitung des Judentums" anlässlich der am Abend des 7. September 1900 durchgeführten Investitur des neugewählten Bezirksrabbiners Dr. Max Doctor: "Vor Beginn des Gottesdienstes versammelten sich die Herren Gemeindevorstände mit dem Herrn Rabbiner in dem an die Synagoge sich unmittelbar anschließenden Betsaal und begaben sich von hier unter Orgelklang und Chorgesang in das Gotteshaus, wo unser Gemeindevorstand, Herr Louis Marx, den Seelenhirten der Gemeinde vorstellte und sie ermahnte, ihm die gebührende Hochachtung entgegen zu bringen und dazu beizutragen, das bisher so lobenswert anerkannte friedliche Verhältnis in der Gemeinde weiter zu pflegen..."  
       
Feier in der Synagoge zum Geburtstag des Kaisers (1901)

Bruchsal Israelit 04021901.jpg (77858 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. Februar 1901: "Bruchsal, 28. Januar (1901). Die religiöse Feier in der Synagoge anlässlich des Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers nahm einen sehr schönen Verlauf. Herr Bezirksrabbiner Dr. Doktor hielt die Festrede in meisterhafter Weise und begeisterte damit sämtliche Zuhörer. Nach dem Gottesdienste begaben sich die Veteranen jüdischer Konfession und mit ihnen noch einige Glaubensgenossen in das Hotel Maier, woselbst ein solennes Mittagsmahlmeingenommen wurde. Herr Rechtskonsulent Levin hielt hierbei eine schwungvolle Rede, in der er die Bedeutung des Tages den Anwesenden in schönen Worten nahe legte. Sodann brachte derselbe ein Hoch auf den Kaiser, den Großherzog, die Großherzogin und den Erbgroßherzog aus. 
Erst in später Nachmittagsstunde trennte man sich mit dem Bewusstsein, einige recht angenehme, der Bedeutung des Tages entsprechende würdige Stunden verlebt zu haben."     

1926 bis 1928 wurde der gesamte Innenraum der Bruchsaler Synagoge von dem in Bruchsal gebürtigen, später in Ulm wohnhaften Maler Leo Kahn (1894-1983) ausgemalt, ein nach einem zeitgenössischen Urteil unerhörtes Unternehmen", das viel Beachtung fand. Leo Kahn wurde zu seiner Ausmalung von den aus verschiedenen Synagogen des 18. Jahrhunderts bekannten Bemalungen inspiriert und hat besonders in der Jerusalem darstellenden Landschaft in der Nische oberhalb des Toraschreines ein altes Motiv neu belebt. Das vor der Estrade angebrachte schmiedeeiserne Gitter mit dem Rednerpult und den flankierenden Leuchtern war eine Arbeit des Künstlers Benno Elkan (1877-1960, der auch hier auf Vorbilder aus Osteuropa zurückgriff. 1928 rühmte die "Badische Presse" den schönen und würdevollen Gesamteindruck der Bruchsaler Synagoge, die "neben dem Können und Eifer der Künstler auch dem Opfersinn und Kunstgeist der Gemeinde und ihrer Berater das beste Zeugnis" ausgestellt und dabei "jede Beeinträchtigung durch minderwertige und konventionelle Klischeekunst vermieden" habe. Die Synagogenweihe nach der Renovierung war am 1. April 1928.    
     
Ausmalung der Synagoge durch Leo Kahn (1928)

Bruchsal Israelit 28061928.jpg (78132 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 28. Juni 1928: "Bruchsal, 10. Juni (1928). Die Gemeinde Bruchsal hat die Notwendigkeit eingesehen, den nüchternen und wenig ansprechenden Synagogenräumen der Gründerzeit ein neues Gewand zu geben. Sie hatte in dem Maler Leo Kahn einen meister gefunden, der es verstanden hat, dieser schwierigen Aufgabe, unter Berücksichtigung traditioneller Ideen, im Sinn der Gegenwart, gerecht zu werden. Der bekannte Bildhauer Benno Elkan hat Geländer und Leuchter der Vorlesungs-Estrade in bemerkenswerter und neuartiger Weise zu einem Schmuckstück der Synagoge gestaltet. Prof. Spannagel hat wirkungsvoller Beleuchtungskörper hinzugefügt und so repräsentiert sich das Gebäude der 1880er-Jahre des vorigen Jahrhunderts im Gewande der Gegenwart und ihrer Errungenschaften."  

Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Bruchsaler Synagoge bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Nicht alle Vorgänge konnten nach 1945 rekonstruiert werden. Eindeutig ist nach den Akten des Synagogenbrandprozesses (12. Juli 1946 vor der Karlsruher Strafkammer), dass sich NSDAP-Partei-Mitglieder, SA- und SS-Männer am 10. November morgens um 3 Uhr im Gasthof "Grüner Baum" trafen, um das Vorgehen abzusprechen. Ein 37-jähriger Truppenführer der SA aus Bruchsal und ein 39-jähriger SA-Mann aus Untergrombach gehörten zu den Brandstiftern. Sie waren dabei, als Benzin in Kannen und Eimern zur Synagoge geschleppt wurde. Einer von beiden stieg durch ein Fenster in die Synagoge, öffnete von innen die Tür und goss das Benzin in die untersten Räume. Gleichzeitig drangen die übrigen Mittäter ein und verteilten an allen brennbaren Punkten der Synagoge Benzin. Die Synagoge wurde angezündet und brannte zwischen 4.30 Uhr und 6.00 Uhr bis auf die Grundmauern nieder. Die Feuerwehr erhielt die Order, nur das Übergreifen des Brandes auf weitere Häuser zu verhindern. Beim Synagogenbrandprozess 1946 wurde der Bruchsaler SA-Mann wegen schweren Landfriedensbruchs in Tateinheit mit Brandstiftung zu einer Gesamtzuchthausstrafe von drei Jahren, der Untergrombacher wegen einfachen Landfriedensbruchs und Beihilfe zur Brandstiftung zu einem Jahr Gefängnis verurteilt.  
    
Über den Prozess gegen zwei Brandstifter der Synagoge (1946)  

Bruchsal JuedGemeindeblatt 20081946s.jpg (107641 Byte)Artikel im "Jüdischen Gemeindeblatt" vom 20. August 1946: "Bruchsal. Zwei Brandstifter der Synagoge, der 45-jährige Edgar Schweizer aus Bruchsal und der 47-jährige Otto Wachter aus Untergrombach konnten am 12.7. vor der Karlsruher Strafkammer abgeurteilt werden. 
Schweizer war nach eigenen Aussagen in der fraglichen Nacht zum 'Grünen Baum' gerufen worden. Benzin wurde herbeigeschleppt, Kannen und Eimer gefüllt. Schweizer stieg zu einem Fenster ein, öffnete von innen die Tür und goss das Benzin in die untersten Räume. Gleichzeitig drangen die übrigen Mittäter ein und verteilten an allen brennbaren Punkten der Synagoge Benzin. 
Der mitangeklagte Wachter war um 3 Uhr morgens gerufen worden. Er wollte, wie er angab, mit der Sache nichts zu tun haben. Bei der vorangegangenen Besprechung war er jedoch mit dabei und begleitete dann ebenfalls die Brandstifter zur Synagoge. Dass Wachter nicht über die Mauer gestiegen ist, begründete er damit, dass ihm sein Anzug dafür zu schade gewesen sei. 
Der Staatsanwalt beantragte für Schweizer wegen schweren Landfriedensbruchs in Tateinheit mit Brandstiftung eine Gesamtzuchthausstrafe von drei Jahren, für Otto Wachter wegen einfachen Landfriedensbruchs und Beihilfe zur Brandstiftung ein Jahr Gefängnis. Der Antrag des Staatsanwalts wurde vom Gericht in voller Höhe anerkannt und als Urteil ausgesprochen."     

1966 ist am Feuerwehrgebäude eine Gedenktafel für die Synagoge angebracht worden. Eine der sechs Säulen aus dem halbrunden Tempiettovorbau der ehemaligen Synagoge liegt heute auf dem jüdischen Friedhof in Obergrombach. Eine neue Gedenktafel für die Synagoge wurde am 30. Oktober 2000 enthüllt.  
       
In der 1840 errichteten zentralen Strafanstalt in Bruchsal (Schönbornstraße 32) wurde unterhalb der Orgel des heute noch erhaltenen Kirchenraumes ein Betsaal mit sieben Einzelboxen für die jüdischen Insassen eingerichtet. Diese Einrichtung ist nicht mehr vorhanden.  
       
     
Auf der Suche nach einer Torarolle aus Bruchsal (2012) 
(Informationen und Dokumente erhalten von Rolf Schmitt, Bruchsal)    

Bei Recherchen zu einem Buch über die Bruchsaler jüdische Familie Oppenheimer wurden in der beim Leo-Baeck-Institut in New York publizierten Baer-Oppenheimer Family Collection (http://archive.org/details/baeroppenheimerfamily) zwei Schreiben entdeckt, die darauf schließen ließen, dass entweder Otto Oppenheimer oder Fritz Bär, der Vater dessen Schwiegersohnes, eine Sefer Thora (Torarolle) der Bruchsaler Synagoge bei der Flucht mit ins Schweizer Exil nahm. Bei der Ausreise in die USA 1941 bat Otto Oppenheimer die Jüdische Gemeinde in Luzern, diese Thorarolle in Verwahrung zu nehmen, was diese auch zusagte. Nachforschungen im Jahre 2012 bei der Jüdischen Gemeinde Luzern ergaben nunmehr, dass nach so vielen Jahren keine Angaben mehr über den Verbleib der Thora – so sie tatsächlich jemals in Luzern angekommen ist – gemacht werden können. Ein Protokoll über diese Angelegenheit existiert nicht, damit befasste Leute leben nicht mehr. 
   
 Rechts: Schreiben der 
Jüdischen Gemeinde Luzern 
vom 15.4.1941 an 
Otto Oppenheimer (Zug) 
Bruchsal Torarolle 011.jpg (109588 Byte) Bruchsal Torarolle 010.jpg (175555 Byte) Links: Schreiben von 
Otto Oppenheimer vom
 28.4.1941 an die Jüdische
 Gemeinde Luzern 
Am 09.7.2012 teilte Hugo Benjamin, der Präsident der Jüdischen Gemeinde Luzern in seinem Schreiben u.a. mit: "Meine Nachforschungen, ob dieses Sefer Thora jemals in Luzern gelandet ist und wenn ja, was damit geschehen ist, sind ohne Erfolg geblieben. Diejenigen Leute, welche sich damit seinerzeit beschäftigt haben, leben nicht mehr und ein Protokoll in dieser Sache ist nicht mehr auffindbar. Ich erinnere mich lediglich, dass vor Jahren ein Sefer Thora beerdigt worden ist, doch von woher diese stammte, ist mir völlig unbekannt."    

       
 
      
      
Fotos 
Historische Fotos:

Synagoge (alter Betsaal) im Rabbinatshaus (Süsselbau) in Bruchsal    
Bruchsal Synagoge a111.jpg (81317 Byte) Bruchsal Synagoge a110.jpg (91220 Byte) Bruchsal Rabbinat 002.jpg (78345 Byte)
Das Rabbinatshaus vor 1933 und nach dem Fliegerangriff auf Bruchsal 
am 20. September 1940; 
(Quelle: E. Weiss, Der Gerechte s. Lit. S. 78-79)  
Die alte Synagoge im Rabbinat 
(Quelle: Rosenthal, Heimatgeschichte
 s.Lit. S. 145)  
   
Die (neue) Synagoge
in der Friedrichstraße
Bruchsal Synagoge.jpg (50570 Byte) Bruchsal Synagoge 002.jpg (69558 Byte) Bruchsal1.jpg (38393 Byte)
Historische Ansichtskarte aus 
Bruchsal mit Synagoge  
Quelle: Hundsnurscher/Taddey s.Lit. Abb. 27; rechts 
mit freundlicher Genehmigung von Franzisek Bányai 
aus der Website www.judaica.cz  
     
Bruchsal Synagoge 003.jpg (71922 Byte) Bruchsal Synagoge 001.jpg (69679 Byte) Bruchsal Synagoge 004.jpg (102681 Byte)
Blick von Osten
Quelle: Ziwes, 
Badische Synagogen S. 63 
  
Ursprüngliche Innenansicht 
Quelle: Ziwes, Badische 
Synagogen S. 65 
  
Innenansicht (Apsis) nach der 
Ausmalung durch Leo Kahn 1927/28
Quelle: Hundsnurscher/Taddey 
s.Lit. Abb. 28 
     
Bruchsal Synagoge 005.jpg (79491 Byte) Bruchsal Synagoge 006.jpg (75118 Byte)  
Ausmalung im Gewölbe des 
"Chorraumes" der Synagoge 
Quelle: Hammer-Schenk s.Lit. Abb. 485 
Ausmalung im Gewölbe des
 "Chor"vorjoches
Quelle: ebd. Abb. 483 
  
     
Die zerstörte Synagoge nach dem Novemberpogrom 1938:   
Bruchsal Synagoge 060.jpg (50925 Byte) Bruchsal Synagoge 050.jpg (61983 Byte) Bruchsal Synagoge 061.jpg (83157 Byte)
Die Ruine der Synagoge nach der Zerstörung im November 1938; 
Quelle: links: Haus s. Lit. S. 159, rechts: Stude s.Lit. S. 273 
Die ausgebrannte Bruchsaler Synagoge;
 Quelle: Stude s.Lit. S. 274 und
 Haus s. Lit. S. 159. 
   


Fotos nach 1945/Gegenwart:   

Fotos um 1985:
(Fotos: Hahn)
Bruchsal Synagoge 054.jpg (73708 Byte)  Bruchsal Synagoge 053.jpg (150292 Byte) 
   Das inzwischen mit der Feuerwehrzentrale
 bebaute ehemalige Synagogengrundstück
Die alte Gedenktafel 
von 1966
     
Fotos 2003:
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 15.9.2003)
   
Bruchsal Synagoge 150.jpg (72391 Byte) Bruchsal Synagoge 152.jpg (60053 Byte) Bruchsal Synagoge 151.jpg (63794 Byte)
Der ehemalige Synagogenstandort  Die Gedenktafel  Der Text der Gedenktafel
      
   Obergrombach Friedhof 163.jpg (80611 Byte) Obergrombach Friedhof 162.jpg (77733 Byte)
   Säule aus der Bruchsaler Synagoge als Denkmal auf dem Friedhof in 
Obergrombach
- mit Hinweistafel 
   
   

Originalfilm zur Deportation der Juden aus Bruchsal im Oktober 1940 - eingestellt bei Youtube: 
   
 
  

   
   
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte   

April 2015: In Bruchsal werden "Stolpersteine" verlegt  
Hinweis: Am 19. April 2015 werden nach einem Festakt im Bruchsaler Rathaus fünf Stolpersteine für die Familie Sicher in der Bismarckstraße 18, drei Stolpersteine für die Familie Dreifuß in der Wilderichstraße 23 und zwei Stolpersteine für die Eheleute Jordan verlegt.  
 
Presseartikel von Rolf Schmitt zur Verlegung der "Stolpersteine", Veröffentlichungen in "Der Kurier" Ausgabe Bruchsal  
 Bruchsal Kurier 05032015.jpg (306816 Byte) Bruchsal Kurier 13032014.jpg (301580 Byte)  Bruchsal PA 26032015.jpg (315466 Byte)  Bruchsal Art Sto 04.jpg (348286 Byte)  Bruchsal Kurier 160415.jpg (301404 Byte)
  In "Der Kurier" vom 5. März 2015 
über die Eheleute Jordan   
 In "Der Kurier" vom 12. März 2015 
über die Familie Sicher 
 In "Der Kurier" vom 26. März 2015 
2. Artikel über die Familie Sicher 
 In: "Der Kurier" vom 9. April 2015 
über die Familie Dreifuß 
 In: "Der Kurier" vom 16. April 2015 
über Gustav Leopold Dreifuß 
         
Bruchsal Kurier 230415.jpg (214437 Byte)  Fotos zur Stolpersteine-Verlegung von Sascha Zimmermann  
siehe https://www.flickr.com/photos/elbroto/sets/72157651648589148    
 
 
 Artikel von Sonja Zeh zur Stolpersteine-Verlegung im "Kurier" vom 23. April 2015        
 
September 2015: Zum 140. Geburtstag des Dichters Otto Oppenheimer  
Artikel von Sibylle Orgeldinger in der "Bruchsaler Rundschau" vom 7. September 2015: "'Gutes Gefühl, ein Bruchsaler sein zu dürfen'. Der Narrenrat richtete eine Matinee zum 140. Geburtstag des Dichters Otto Oppenheimer aus..." 
Link zum Artikel (eingestellt als pdf-Datei)     
Artikel von Sonja Zeh in "Der Kurier" vom 10. September 2015: "Matinee über Otto Oppenheimer gewährt tiefe Einblicke in das Leben eines Heimatvertriebenen. Über den 'Dorscht', Falschheit und Heimatgefühle..."   
Link zum Artikel (eingestellt als pdf-Datei)  
Seite von Rolf Schmitt: "Es ist ein gutes Gefühl, ein Bruchsaler sein zu dürfen", Link: http://www.bruchsal.org/es-ist-ein-gutes-gefuehl-ein-bruchsaler-sein-zu-duerfen/      

    
     

Links und Literatur   

Links:    

Website der Stadt Bruchsal     
Kurzvorstellung der jüdischen Geschichte Bruchsals und der Synagoge bei jgm-net.de: hier anklicken   
 - Beitrag zur Geschichte der ehemaligen Synagoge in Bruchsal (1880/81-1938) von Dagmar Hartmann (gehalten am 9. November 2013 im Großen Sitzungssaal des Bruchsaler Rathauses) findet sich in der Website bruchsal.org (Teil 1, Teil 2).  
- Seiten zum Projekt der digitalen Rekonstruktion der Bruchsaler Synagoge von Jürgen Schöner findet sich gleichfalls in der Website bruchsal.org 
  Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 
 
Website www.bruchsal.org mit Beiträgen zur jüdischen Geschichte, auch im Archiv dieser Website:  
http://archiv.bruchsal.org/story/gedenkfeiern-teil-iii 
http://archiv.bruchsal.org/story/gedenkfeiern-teil-ii 
http://archiv.bruchsal.org/story/ehemalige-synagoge-bruchsal 
http://archiv.bruchsal.org/story/ehemalige-synagoge-bruchsal-18801881-%E2%80%93-1938-teil-1 
http://archiv.bruchsal.org/story/ehemalige-synagoge-bruchsal-18801881-%E2%80%93-1938-teil-2 
http://archiv.bruchsal.org/story/synagoge-iv 
http://archiv.bruchsal.org/story/synagoge-1 
http://archiv.bruchsal.org/story/synagoge-0 
http://archiv.bruchsal.org/story/synagoge            

Quellen:   

Hinweis auf online einsehbare Familienregister der jüdischen Gemeinde Bruchsal 
In der Website des Landesarchivs Baden-Württemberg (Hauptstaatsarchiv Stuttgart) sind die Personenstandsregister jüdischer Gemeinden in Württemberg, Baden und Hohenzollern einsehbar: https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=5632     
Zu Bruchsal sind vorhanden:    
J 386 Bü. 112 Bruchsal  Eheschließungen 1858 - 1899  http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-440627     
J 386 Bü. 113 Bruchsal  Sterbefälle 1822 - 1869   http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-440628    
J 386 Bü. 114 Bruchsal  Mitglieder des Landeswaisenvereins 1834 - 1938   http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-440629   
J 386 Bü. 115 Bruchsal  Gräberverzeichnis  1837 - 1928  http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-440630    
J 386 Bü. 116 Bruchsal  Eheschließungen  1810 - 1867  http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-440631   
J 386 Bü. 117 Bruchsal  Sterbefülle 1810 - 1869  http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-440632  
J 386 Bü. 118 Bruchsal  Geburten  1865 - 1870   http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-440633  
J 386 Bü. 119 Bruchsal  Gräberverzeichnis 1879- 1940  Kindergräber 1879 - 1936 http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-440634            

Literatur/Medien:   

Bruchsal Synagoge 081.jpg (59997 Byte) "Nicht vergessen – Synagoge Bruchsal: 1881 – 1938" Interaktive Begegnung mit einem Stück Bruchsaler Geschichte. Ein Projekt des Gymnasiums St. Paulusheim.  Das Projekt ist umgesetzt in einer CD-Rom des Gymnasiums St. Paulusheim Bruchsal. 2000 (Bundessieger im Schülerwettbewerb Join-Multimedia 2000 der Siemens AG).    
   
Vorstellung dieses Projektes:
Franz Hundsnurscher/Gerhard Taddey: Die jüdischen Gemeinden in Baden. 1968. S. 156-160.
Germania Judaica II,1 S. 135f; GJ III,1 S. 173f.
Hans Rott: Die Kunstdenkmäler des Amtsbezirks Bruchsal, in: Die Kunstdenkmäler des Großherzogtums Baden IX,2. 1913.
Berthold Rosenthal: Heimatgeschichte der badischen Juden. Bühl/Baden 1927. Reprint Magstadt 1981.
Harold Hammer-Schenk: Synagogen in Deutschland. Geschichte einer Baugattung im 19. und 20. Jahrhundert. 2 Bände. Hamburg 1981.
Joseph Walk (Hrsg.): Württemberg - Hohenzollern - Baden. Reihe: Pinkas Hakehillot. Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust (hebräisch). Yad Vashem Jerusalem 1986. S. 274-277.  
Jürgen Stude: Geschichte der Juden im Landkreis Karlsruhe. 1990 (passim).
Günter Boll: Entfremdung - Konflikte und Konversionen. Beitrag von 2010. Eingestellt als pdf-Datei.    
(darin u.a. über den Rabbiner Isaak Weyl, der u.a. 1740 bis 1743 Rabbiner in Bruchsal war, 1759 mit seiner Familie in Darmstadt konvertierte und nun Ludwig Wilhelm Weyland hieß).    
Elmar Weiss: Der Gerechte lebt durch seine Treue (Veröffentlichungen des Vereins zur Erforschung jüdischer Geschichte… im tauberfränkischen Raum Band 3) 1996 (zu Josef Eschelbacher, aber auch zur Bruchsaler jüdischen Gemeinde).
Franz-Josef Ziwes (Hg.): Badische Synagogen. 1997 S. 62-65.
Reiner Oberbeck: Die Synagoge Bruchsal 1881-1938 sowie Konrad Exner-Seemann: Die Deportation Bruchsaler Juden in das Vernichtungslager Gurs. Aufsätze in: Badische Heimat  Heft 2/2002;
Alixua Kira Haus: Bruchsal und der Nationalsozialismus. Geschichte einer nordbadischen Stadt in den Jahren 1918-1940. Verlag Regionalkultur 2001 (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission der Stadt Bruchsal. Band 19).
Dagmar Hartmann: Die ehemalige Synagoge in Bruchsal aus kunsthistorischer Sicht. Ms. Heidelberg 1998. Druck für 2005/06 vorgesehen.
Bruchsal Lit 010.jpg (44912 Byte)Jürgen Stude:  Geschichte der Juden in Bruchsal. Veröffentlichungen zur Geschichte der Stadt Bruchsal Band 23. Verlag Regionalkultur 2007. (umfassende Darstellung zur jüdischen Geschichte der Stadt und der Stadtteile)
synagogenbuch-1.jpg (32869 Byte)Joachim Hahn / Jürgen Krüger: "Hier ist nichts anderes als Gottes Haus...". Synagogen in Baden-Württemberg. Band 1: Geschichte und Architektur. Band 2: Orte und Einrichtungen. Hg. von Rüdiger Schmidt, Badische Landesbibliothek, Karlsruhe und Meier Schwarz, Synagogue Memorial, Jerusalem. Stuttgart 2007.   
Bruchsal Lit Opp 010.jpg (20127 Byte)Thomas Adam /Thomas Moos / Rolf Schmitt (Hrsg.): Oppenheimer - Eine jüdische Familie aus Bruchsal. Spuren - Geschichte - Begegnungen. Reihe: Veröffentlichungen zur Geschichte der Stadt Bruchsal Band 25. ISBN 978-3-89735-747-1. 
Erschienen im Verlag Regionalkultur Ubstadt-Weiher 2012 - 22,80 €. Informationen auf Verlagsseite  -  Flyer zum Buch (pdf-Datei)   
Die jüdische Bruchsaler Familie Oppenheimer hat in der Geschichte der Stadt bleibende Spuren hinterlassen. Zur Kaiserzeit und während der Weimarer Republik war ihre florierende Tuchgroßhandlung eine feste Größe im regionalen Wirtschaftsleben, und auf vielfältige Weise haben sich die Oppenheimers gesellschaftlich engagiert - sei es als Kunstmäzene, Vereinsförderer, Stadtverordnete oder Wohltäter im sozial-karitativen Bereich. Die Machtübertragung an die Nationalsozialisten setzte dem allen ein Ende. Das Unternehmen wurde 'arisiert', die Familienmitglieder mussten aus ihrer Heimat fließen oder fanden in Konzentrationslagern den Tod. Seit 2011 erinnert ein Platz im Bruchsaler Stadtzentrum an den Mäzen, Kunstsammler und Schöpfer des bekannten Liedes vom 'Brusler Dorscht', Otto Oppenheimer. Wie in einem Brennspiegel verdichtet sich die deutsche Historie des 20. Jahrhunderts im Schicksal dieser Familie. 

Synagogen Lit 201305.jpg (108213 Byte)Christiane Twiehaus: Synagogen im Großherzogtum Baden (1806-1918). Eine Untersuchung zu ihrer Rezeption in den öffentlichen Medien. Rehe: Schriften der Hochschule für jüdische Studien Heidelberg. Universitätsverlag Winter Heidelberg 2012. 
Zur Synagoge in Bruchsal S. 212-217. 

Bruchsal Lit IMG_20150619_0005.jpg (33960 Byte) Gedenkschrift zur ersten Stolperstein-Verlegung in Bruchsal. Stolpersteine in Bruchsal. Hrsg. von der Stadtverwaltung Bruchsal. April 2015 28 S. 
Online zugänglich über  https://www.yumpu.com/de/document/fullscreen/38897186/stolpersteine-in-bruchsal            

    
     


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Bruchsal  Baden.  A Jewish settlement existed by the latter 13th century with an organized community concentrated in a Jewish quarter in the first half of the 14th century. The community was destroyed in the Black Death persecutions of 1348-49. The new community suffered religious persecutions in the 15th century and lost all its property in the Thirty Years War (1618-48). Throughout the 18th century, the Jews were subjected to political and economic pressure by the ruling bishops. The first synagogue was consecrated in 1802 and in 1827 Bruchsal became the seat of the district rabbinate with jurisdiction over a dozen communities. Jews came to play a leading role in the city's economy, trading in beer hops and other farm produce and operating a major knitwool factory. The Jewish population grew steadily, rising from 178 in 1825 to 743 (total 12,614) in 1895. Antisemitism made itself felt in the 1880s and 1890s, with occasional violent outbursts, and again after worldwar I. From the early 20th century, the Jewish population began to decline through emigration and by 1933 numbered 501. The community remained prominent economically, with Jews owning 21 factories (12 of them making cigarettes) and being well represented in the professional class. Under Nazi rule, discriminatory laws were applied and the economic boycottes was enforced. In 1936-37, 110 Jews left the city, 76 of them emigrating from Germany. In 1938 Jews of Polish and Czech origin were expelled to the Polish border and on Kristallnacht (9-10 November 1938), the synagogue was burned to the ground, Jewish homes and stores were wrecked, and Jewish men were sent to the Dachau concentration camp. The last 79 Jews in the city were sent to the Gurs concentration camp in Ocktober 1940, joined by another 37, who had previously left and were subsequently cought up in the deportations; 86 perished in the camps.  
     
      

                   
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Stand: 05. Februar 2016