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Friedhöfe in der Region"
Zur Übersicht: Jüdische Friedhöfe in Baden-Württemberg
Obergrombach
(Stadt Bruchsal,
Landkreis Karlsruhe)
Jüdischer Friedhof
Jewish Cemetery - Cimetière juif
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
Siehe Seite zur Synagoge
in Obergrombach
Zur Geschichte dieses Friedhofes
An der Gemarkungsgrenze Bruchsal/Obergrombach liegt der 1637 angelegte jüdische Friedhof am Waldrand des Eichelberges, der
zahlreichen jüdischen Gemeinden aus der Umgebung (Hochstift, Kurpfalz und
Markgrafschaft Baden) als Begräbnisplatz diente (u.a. Bruchsal,
Ober- und Untergrombach, Jöhlingen, Mingolsheim,
Östringen, Bretten,
Diedelsheim, Heidelsheim,
Weingarten, Durlach, Graben,
Grötzingen, Pforzheim), bis an einigen dieser Orte
eigene Friedhöfe angelegt wurden. Der Friedhof wurde in der NS-Zeit
großenteils abgeräumt (1800 der über 2300 Grabsteine wurden zerstört, heute Leerflächen; Friedhofsfläche 129,85
ar, 510 Originalgräber mit -steinen sind erhalten); die Steine wurden
unter anderem dazu verwendet, um im Hohlweg Obergrombach und im Unteröwisheimer
Weg Wasserrinnen
auszulegen. 1992 wurden ca. 700 Grabsteine geborgen und auf den Friedhof zurückgebracht
(Gedenkstätte: 109/68 Grabplatten wurden in Betonwände/Stelen eingebaut). Ein Denkmal
zur Erinnerung an das jüdische Schicksal (gestaltet durch den Schriftsteller
Dr. Paul Schrag mit der Aufschrift "Nacht und Tag weine ich nie
endend. Jer(emia) 14,17") ist seit 1982 vorhanden. Gleichfalls ist eine Gedenkstätte
mit einer Säule der ehemaligen Bruchsaler Synagoge eingerichtet. Auf dem
Friedhof liegt u.a. Josef Hirsch Carlebach, der Stammvater der
Carlebach-Dynastie, aus der 16 Rabbiner hervorkamen.
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Lage des jüdischen Friedhofes Obergrombach
(durch
Pfeil markiert)
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Lage des jüdischen Friedhofes
Obergrombach auf dem Stadtplan Bruchsal: oben anklicken und unter "Behörden und
öffentl. Einrichtungen" weiter zu "Friedhof, jüdisch" |
Fotos
Neue Fotos
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 15.9.2003)
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| Der Friedhof liegt am Rande
eines militärischen Sperrgebietes |
Eingangstor |
Das Denkmal von 1982 ist kaum
mehr lesbar (vgl. SW-Foto unten) |
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| Teilansicht |
Grabsteingruppe |
Ein Teil der auf den Friedhof
1992 zurückgebrachten Steine |
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| Grabsteine auf Stelen |
Grabstein für Samuel Hirsch
Maier aus Heidelsheim |
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| Gedenkstätte mit
Grabsteinen, Gedenktafeln und einer Säule aus der Synagoge in Bruchsal |
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| Zwei Grabsteine mit
Pflanzenornamentik (links: "abgebrochene Säule" für früh
Verstorbenen) |
Teilansicht |
Teilansicht |
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Die bislang letzte Beisetzung
in Obergrombach: Ernest Meerapfel und Lisette geb. Schrag (gest.
1964/1972) |
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Ältere Fotos
(Fotos: Hahn, entstanden Mitte der 1980er-Jahre)
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Eingangstor zum Friedhof |
Denkmal im Eingangsbereich |
Teilansicht des Friedhofes |
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| Teilansichten |
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| Teilansichten |
Grenzstein mit Jahreszahl nach christlicher und jüdischer
Zählung |
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Zwei Fotos von R. Klotz, um
1970 |
 | Informationsblatt zum Friedhof Obergrombach von Dietmar
Konanz,
Heimatverein Untergrombach e.V. (Bild anklicken; etwas längere Ladezeit
beachten!) |
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte
| September
2009: Führung über den jüdischen
Friedhof in Obergrombach am Europäischen Tag der Jüdischen Kultur. 6.
September 2009 |
| Fotos: Stadt Bruchsal |
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Pressemitteilung der Stadt
Bruchsal:
"Europäischer Tag der jüdischen Kultur" findet in 30 Ländern statt. Israelitischer Friedhof in Obergrombach ist ein bedeutendes Kulturdenkmal
Bruchsal. In 30 Ländern gleichzeitig findet am Sonntag, dem 6. September, der
"Europäische Tag der Jüdischen Kultur" statt, der nach dem Wunsch seiner Organisatoren einen breiten Einblick in jüdische Kulturspuren bieten soll. Allein in Baden-Württemberg sind rund fünfzig israelitische Friedhöfe, ehemalige Synagogen, Museen und Einrichtungen begehbar und erlauben Eindrücke zum Umgang mit der Vergangenheit und Begegnungen mit der jüngeren deutschen Geschichte.
Auch im Landkreis Karlsruhe wird es zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur einen Beitrag geben. Am Sonntagnachmittag, dem 6. September, ist in der Zeit von 13.30 bis 17.30 Uhr der israelitische Verbandsfriedhof auf dem Bruchsaler Eichelberg als ein bedeutendes Kulturdenkmal der Region zugänglich. Zusätzlich finden um 14 und 15.30 Uhr geführte Rundgänge über diese Ruhestätte statt, die im Jahre 1632 gegründet wurde und über zwanzig Gemeinden als Begräbnisplatz diente. In mehreren Ausbaustufen erreichte sie schließlich die heutige Ausdehnung von rund zwei Hektar. Den schlimmsten Einschnitt erlebte der Friedhof während der NS-Diktatur, als die über 2000 Gräber geschändet und großenteils ihrer Grabsteine beraubt wurde. Heute ist nicht zuletzt durch die Bemühungen der Stadt Bruchsal wieder ein würdiger Zustand hergestellt. Dietmar Konanz, Vorsitzender des Heimatvereins Untergrombach und ausgewiesener Kenner der jüdischen Grablege auf dem Eichelberg, gibt in seinen beiden Führungen einen Überblick über die wichtigsten Etappen der Friedhofsgeschichte.
Mit dem Auto erfolgt die Anfahrt zum jüdischen Friedhof über die Zufahrtsstraße zur General-Dr.-Speidel-Kaserne auf dem Eichelberg, die zwischen Bruchsal und Untergrombach von der Bundesstraße 3 abzweigt. Hinweisschilder werden aufgestellt und markieren den Weg. Für männliche Besucher ist während des Aufenthalts auf dem Friedhof das Tragen einer Kopfbedeckung zwingend erforderlich. |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Josef Lindenfelser: Judenfriedhof Obergrombach (Heimatverein
Untergrombach. Beiträge zur Heimatgeschichte 1). 1998. |

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