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in Mosbach
Mosbach (Kreisstadt,
Neckar-Odenwald-Kreis)
Texte/Berichte zur jüdischen Geschichte des Ortes
Die nachstehend wiedergegebenen Texte mit
Beiträgen zur jüdischen Geschichte in Mosbach wurden in jüdischen Periodika
gefunden.
Bei Gelegenheit werden weitere Texte eingestellt.
Hinweis: die Texte konnten teilweise noch nicht
ausgeschrieben und kommentiert werden, doch können sie durch Anklicken
der Textabbildung bereits eingesehen werden.
Übersicht:
Aus der
Geschichte des Bezirksrabbinates in Mosbach
Rabbiner
Isak Friedberg wird auf Grund seiner Arabisch-Studien gelobt (1841)
Anmerkung: Rabbiner Isak bzw. Eisik Friedberg(er)
war Sohn des Rabbiners Löb Friedberg(er) in Schluchtern. Seit 1825
war er Stiftungsrabbiner in Karlsruhe, 1830 Bezirksrabbiner in Mosbach, 1855-70
Bezirksrabbiner in Bruchsal, wo er 1870 gestorben ist. Er genoss Anerkennung als
Arabist (siehe nachfolgender Abschnitt).
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit des 19. Jahrhunderts" vom 7.
März 1841: "Wir wollen heute weiter hören, was unser reisender
Franzose, (siehe die vorige Nummer) über die israelitischen Zustände in
Deutschland berichtet:
'Jeder Israelit, der ein Freund des Lichtes ist, sollte von Zeit zu Zeit
einen Ausflug nach Deutschland machen. Dort findet man bei unseren
Religionsgenossen wahrhafte Gelehrte, gebildete und aufgeklärte Rabbinen.
So sahen wir, (um nur eine Vorstellung von den Rabbinen, die nicht
Oberrabbinen sind, zu geben), in Mosbach am Neckar, einer
unbedeutenden Gemeinde, einen Rabbinern, Herrn Friedberg, welcher
sich dem Studium des Arabischen widmete. Welcher von unseren (sc. den
französischen) Oberrabbinen hat sich schon diesem Studium gewidmet? Ja in
Deutschland sieht man Handelsleute, welche sich teils mit kaufmännischen
Geschäften, teils mit wissenschaftlichen Arbeiten, vorzüglich der
hebräischen Philologie, beschäftigen." |
Rabbiner
Isak Friedberg verlässt Mosbach - sein Nachfolger ist Rabbinatskandidat
Siegmund Weil (1855)
Artikel
in der "Allgemeinen Israelitischen Zeitung" vom 25. Juni
1855: "Nach Bruchsal kam an Prägers Stelle Herr Friedberg,
Bezirksrabbiner von Mosbach und letzterer Bezirk erhielt Herrn Kandidat
Weil." |
Zum
Tod von Rabbiner Isak Friedberg in Bruchsal (1870)
Artikel in
der Zeitschrift "Der Israelit" vom 14. Dezember 1870: "Bruchsal,
29. November (1870). Seit 5 Monaten ist unser Rabbiner J. Friedberg – das
Andenken an den Gerechten und Heiligen ist zum Segen – tot. In
wenigen Wochen wird, wie ich höre, die Wahl eines neuen Rabbinen vor sich
gehen. Ehe jedoch zur Wahl geschritten wird, halte ich es für eine
heilige Pflicht, die Wähler (d.h. die Bezirksältesten und Synagogenräte)
auf die Wichtigkeit und hohe Tragweite dieses Aktes aufmerksam zu machen.
Vor Allem wollen wir aber fragen, wie steht es mit der Religiosität
unserer Gemeinde und des Bezirkes? Es liegt in dieser Beziehung Alles im
Argen. Als Präger noch hier das Rabbinat verwaltete, begannen die
Reformen. In unserer Synagoge wurden wichtige Gebete ausgelassen, die
Religionsschule ward fast gar nicht beaufsichtigt und daher kam es soweit,
dass Knaben nach zurückgelegtem 14. Jahre kaum einen Vers Chumasch
(sc. aus der Tora) zu übersetzen verstanden. Da der Rabbiner nur auf sein
Religionsbuch Wert legte, ward die Tora in den Winkel gestellt. Die
Gemeindeinstitutionen, z.B. die Mikwe verfielen. Ja es ward so
wenig dafür getan, dass die Gemeinde nicht einmal eine eigene Mikwe
errichtete. Ein Privatmann erhielt eine so genannte Mikwe in einem
feuchten Keller. In den Landgemeinden riss nach und nach die Alles ertötende
Gleichgültigkeit ein. Präger kam nach Mannheim.
Durch die Anstrengungen der besser gesinnten Jehudim ward Bezirksrabbiner
Friedberg aus Mosbach berufen (1855).
Man hoffte in ihm den Mann gefunden zu haben, der zur Hebung jüdischen
Lebens und Strebens beitragen werde. Man war zu dieser Erwartung umso mehr
berechtigt, weil er ein Lamdan
(Gelehrter) und von durchaus religiöser Gesinnung beseelt war. Leider
wurden all die schönen Hoffnungen zu Wasser.
Friedberg – das Andenken an den Gerechten ist zum Segen – war kein Mann der
Tat; er war nicht fähig als Regenerator aufzutreten. In seinem
Studierzimmer verblieb er und klagte über den Verfall Israels. Ja, es
ward die Stagnation unter seiner Verwaltung in Permanenz erklärt. Lehrer
und Schochetim taten, was sie wollten. Es blieb leider – beim Alten!
Friedberg ward wegen seiner ‚Friedensliebe’ (!) geachtet. Auch wir können
dem Manne als Sohn der Tora
(Torakundiger) und Mensch unsere Achtung nicht versagen. Friedensliebe schätzen
wir so hoch wie irgendjemand; sie darf aber nicht in Schwäche ausarten.
Nach langen 15 Jahren stehen wir nun wieder am Anfange. Jetzt oder
nie! Wir müssen nun uns rasch entscheiden. Einen Mann wollen wir, der auf
der Höhe der Zeit stehe, der ein tadelloser Charakter und was für den
Rabbiner die Hauptsache: von ungeheuchelter Frömmigkeit durchdrungen ist.
Dass er ein echter Ben Tora
(Torakundiger) sein soll ist wohl selbstverständlich. Unser Bezirk ist,
wenn auch ziemlich lau in religiöser Beziehung, doch noch nicht so
verdorben, als ob Nichts zu bessern wäre. Jeder will, dass der Rabbiner
fromm sei; einem humanen, ruhigen, ernsten Streben wird gewiss auch
Anerkennung, und was noch mehr bedeutet, Nacheiferung nicht versagt sein.
Hüten wir uns, einem Manne unsere Stimme zu geben, der seine Humanität
so weit treibt, am Großherzogsgeburtstage ad
majorem ducis gloriam in die katholische Kirche zu gehen. Hüten wir
uns einem Manne die Stimme zu geben, der, um sich recht populär zu
machen, am Rosch Haschana (Neujahrsfest) in ein öffentliches Café geht. Wir
wollen keinen, der nur des lieben Brotes wegen Rabbiner ist. Wir müssen
einen Mann haben, der von lauterer Gesinnung und felsenfester Überzeugung,
Alles nur zur Ehre Gottes tut.
Er soll gleichweit von Fanatismus wie von Gleichgültigkeit entfernt sein.
Wir haben auch, so meine ich, nicht weit nach dem Manne unserer Wahl zu
suchen. Wir haben ihn unter unseren Augen aufwachsen sehen. Wir haben von
dem glänzenden Erfolge seiner Studien gehört und wissen seinen
ausgezeichneten Charakter zu schätzen. Bereits hat ihn eine bedeutende
Gemeinde des Auslandes annektiert; erobern wir ihn wieder zurück."
|
| Anmerkung: die letzten Verse beziehen
sich auf den als Nachfolger gewählten Rabbinatsverweser (Leopold) Lazarus
Schleßinger (1840-1024), der von 1870 bis vermutlich 1876
Rabbinatsverweser in Bruchsal war. |
Zum
Tod von Bezirksrabbiner Siegmund Weil (1886)
Anmerkung: Rabbiner Siegmund Weil (geb. 1814 in Eichstetten, gest. 1886 in
Mosbach): war zunächst Rabbinatsverweser in Bretten, seit 1855 bis zu seinem
Tod 1886 Bezirksrabbiner in Mosbach; heiratete am 13. August 1856 in Billigheim
die Kaufmannstochter Caroline Thalheimer aus Merchingen.
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 15. März
1886: "Mosbach am Neckar, 9. März (1886). Einen vorzüglichen
Mann, reich gesegnet an edlen Eigenschaften des Geistes und Herzens haben
wir in voriger Woche zu Grabe getragen, nämlich unseren hochverehrten
Herrn Bezirksrabbiner Weil. In musterhafter Treue und Hingebung waltete er
seit 31 Jahren, also ein Menschenalter hindurch seines Amtes als
Seelsorger des hiesigen Bezirks und seit einigen Jahren war auch die
Verwaltung eines erledigten Bezirkes in seine Hände gelegt. Von weiter
Ferne strömten Freunde und Bekannte herbei, um dem verehrten Manne die
letzte Ehre zu erweisen. Die außerordentlich große Teilnahme der beiden
christlichen Konfessionen aus dem Beamten- und Bürgerstande beweist,
welch hohes Ansehen der Hingeschiedene auch in diesen Kreisen genoss. Am
Grabe sprachen die Herren Rabbiner Dr. Sondheimer namens des
Großherzoglichen Oberrats und Herr Dr. Eschelbacher aus Bruchsal in
gediegenen Vorträgen, in welchen sie ein getreues Lebensbild des
trefflichen Beamten entwarfen.
Die Worte unserer Weisen (hebräisch und deutsch) auf drei Dingen steht
die sittliche Weltordnung, auf Thora, auf Gottesdienst, auf
Ausübung der Wohltaten haben sich an dem Dahingeschiedenen in
glänzender Weise bewahrheitet und dieses Zeugnis, dem sich alle
anschließen werden, die ihm im Leben nahe gestanden, sichert dem
Verblichenen ein bleibendes Andenken.
Möge die trauernde Familie in diesem Bewusststein einigen Trost
finden.
Möge man an maßgebender Stelle dafür Sorge tragen, dass für das
verwaiste Rabbinat recht bald ein würdiger Nachfolger gefunden
werde." |
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Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 23. März
1886: "Bonn, 14. März (1886) (Notizen). Aus Mosbach
(Württemberg) schreibt man vom 27. Februar (1886): Der Bezirksrabbiner
für Mosbach, zugleich Verweser für Merchingen, Herr Dr. Weil, verstarb
heute Abend 8 Uhr nach längerer Krankheit. Sein Hinscheiden erregt
allgemeine Teilnahme." |
Ausschreibung
des Bezirksrabbinates (1886)
Artikel
in der "Allgemeinen Israelitischen Zeitung" vom 11. Mai
1886: "Die Besetzung des Bezirksrabbinats Mosbach betreffend.
Nachdem das Bezirksrabbinat Mosbach in Erledigung gekommen ist,
soll von der beabsichtigten Besetzung des Bezirksrabbinats Wertheim
Umgang genommen und die Verwaltung dieses Rabbinats sowie desjenigen für
den Bezirk Merchingen dem neu zu ernennenden Bezirksrabbiner in
Mosbach mit übertragen werden.
Dem Letzteren wird ein festes Einkommen von 2.000 - 2.200 Mark nebst
ausreichender Wohnungsentschädigung in Aussicht gestellt. Für besondere
Leistungen werden aus Stiftungsmitteln weitere 400-500 Mark vergütet.
Bewerbungsgesuche sind unter Beifügung einer Darlegung des seitherigen
Lebensganges, ferner der Nachweise über die allgemein wissenschaftliche
und fachliche Ausbildung, sowie über erlangte Autorisation zur Ausübung
von Rabbinatsfunktionen und über die seitherige Berufstätigkeit binnen
vier Wochen bei unterzeichneter Behörde einzureichen.
Karlsruhe, den 30. April 1886.
Großherzoglicher Oberrat der Israeliten. Der
Ministerial-Kommissär.
Joos. Willstätter." |
Auszeichnung
für Bezirksrabbiner Dr. Leopold Löwenstein (1895)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. März
1895: |
Neue
Publikation von Rabbiner Dr. Leopold Löwenstein (1895)
Anzeige
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 17. Mai 1895:
"In meinem Verlage erschien soeben:
Beiträge zur Geschichte der Juden in Deutschland. Von Dr. Leopold
Löwenstein. I.
Geschichte der Juden n der Kurplatz. Preis 6 Mark.
Der Verfasser, welcher sich durch seine Geschichte der Juden am Bodensee
schon längst vorteilhaft in die Reihe der Forscher auf dem Gebiete der
Lokalgeschichte eingeführt hat, bietet im vorliegenden Werk auf Grund
eingehender Studien und unter Benutzung zahlreicher Archive einen
interessanten Einblick in die Geschichte der Juden der Kurpfalz. Streng
sachlich gehalten werden die Ergebnisse der Forschungen mitgeteilt; die
einschlägige Literatur und Gelehrtengeschichte wird ausgiebig behandelt.
Verzeichnisse jüdischer Namen und Familientafeln vervollständigen dieses
Werk, dem im Kreise der Geschichtsfreude eine günstige Aufnahme sicher
nicht fehlen wird.
Frankfurt am Main. J. Kauffmann." |
25-jähriges
Dienstjubiläum von Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein in Mosbach (1896)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 16. November
1896: |
Neujahrsanzeige
von Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein und Frau (1903)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 7. September
1903: |
Werbeanzeige
für Publikation von Rabbiner Dr. Löwenstein (1904)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. März 1904:
"Soeben erschien in unserem Verlage:
Geschichte der Juden von der babylonischen Gefangenschaft bis zur
Gegenwart.
Für Schule und Haus bearbeitet von Dr. L. Löwenstein,
Bezirksrabbiner in Mosbach.
Preis Mk. 3.50. Buchhändlern entsprechenden Rabatt.
Joh. Wirth'sche Hofbuchdruckerei A.-G., Mainz." |
Das
40-jährige Amtsjubiläum von Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein steht bevor (1911)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. November
1911: |
Bezirksrabbiner
Dr. Löwenstein feiert das 40-jährige Amtsjubiläum (1911)
Artikel
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 1. Dezember
1911: |
Vorbereitung
des 40-jährigen Amtsjubiläums von Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein (1911)
Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 8.
Dezember 1911: |
Feier
des 40-jährigen Amtsjubiläums von Bezirksrabbiner Dr. Leopold Löwenstein
(1911)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 21. Dezember
1911: |
Zum
Tod von Sophie Löwenstein, Frau des Bezirksrabbiners Dr. Löwenstein (1921)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 8. Dezember
1921: |
Feier
des 50-jährigen Amtsjubiläums von Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein (1922)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 2. Februar
1922: |
Dank
von Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein für die Gratulationen zum 80. Geburtstag
(1923)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. November
1923: |
Zum
Tod von Bezirksrabbiner Dr. Leopold Löwenstein (1923)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 20. Dezember
1923: |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 20. Dezember
1923: |
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Artikel
in der "CV-Zeitung" vom 17. Januar 1924: |
Zum
Tod von Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein - Beitrag von Rabbiner Dr. Bondi in
Mainz (1924)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 7. Februar
1924: |
|
Ausschreibung
des Bezirksrabbinates (1924)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 6. März
1924: |
Rabbiner
Julius Greilsheimer wird auf die Stelle des Bezirksrabbinates gewählt
(1924)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 21. August
1924: |
Einführung
von Bezirksrabbiner Greilsheimer (1924)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. September
1924: |
Bezirksversammlung
unter Leitung von Bezirksrabbiner Greilsheimer (1936)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. März
1936: |
Nachruf
auf den Wiesbadener Raw Dr. Cahn von Bezirksrabbiner Greilsheimer (1936)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom |
Aus der
Geschichte der jüdischen Lehrer/Vorbeter in Mosbach
Vorbeter
für die Hohen Feiertage gesucht (1884)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. September
1884: |
Lernkonferenz
für die Lehrer des Rabbinatsbezirkes Mosbach (1903)
Artikel
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 16. Oktober
1903: |
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Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 16. Oktober 1903: |
Lernkonferenz
für die Lehrer des Rabbinatsbezirkes Mosbach (1910)
Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 15.
Juli 1910: |
Lehrer
Max Hanauer - seit 40 Jahren in Mosbach - feiert sein 50-jähriges Amtsjubiläum
(1910)
Artikel
in der "Allgemeinen Israelitischen Zeitung" vom 30. September
1910: "Der Lehrer Max Hanauer, seit 40 Jahren im Dienst
der israelitischen Gemeinde in Mosbach (Baden), begeht am 1.
Oktober das Jubiläum einer 50-jährigen ersprießlichen
Amtstätigkeit." |
Konferenz
für die Lehrer der Rabbinatsbezirke Mosbach - Merchingen - Wertheim (1924)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. Dezember
1924: |
25-jähriges
Dienstjubiläum von Lehrer David Baracker (1935)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 25. Juli
1935: "Mosbach (Baden), 19. Juli (1935). Herr Lehrer
David Baracker blickt am 28. Juli - so Gott will - auf eine
25-jährige Tätigkeit als Lehrer und Kantor
zurück." |
Aus dem jüdischen
Gemeinde- und Vereinsleben
Schlachthaus-
und Fleischbeschau-Ordnung
für die Stadt Mosbach - Vorschriften für das Schächten (1893)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 9. November
1893: |
Synagogenratswahl (1908)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
23. Januar 1908: |
Bezirkstagung des Israelitischen Landeswaisenvereins für
Baden in Mosbach (1929)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23.
Mai 1929: |
Chanukka-Veranstaltungen des "Vereins für
gesellige Zusammenkunft" und des "Jung-Jüdischen Jugendbundes"
(1930)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
2. Januar 1930: |
Chanukka-Veranstaltungen des "Jüdischen
Frauenvereins" und des "Jung-Jüdischen Bundes"
(1931)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 8.
Januar 1931: |
Tagung einer Bezirkskommission zur Förderung des
geistigen und religiösen Lebens in den Landgemeinden des Kreises Mosbach
(1932)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 27.
Oktober 1932: |
Berichte zu
einzelnen Personen aus der Gemeinde
Zum Tod von Salomon Siegel (1876)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
17. Mai 1876: |
Der Arzt Dr. Ortlieb aus Heidelberg wird in Mosbach
ermordet (1877)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 31. Januar
1877: |
Zum Tod von Moses Eisemann (1894)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
2. August 1894: |
Ehrung von Nathan Rothschild für 40-jährige Zugehörigkeit
zur Feuerwehr (1909)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
22. Juli 1909: |
80. Geburtstag von Nathan Rothschild (1920)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
11. November 1920: |
Zum
Tod von Nathan Rothschild (1921)
Artikel
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 8. April 1921:
"Mosbach (Baden). Nathan Rothschild ist - 80 Jahre alt
- verschieden. Bis in sein hohes Alter geistig und körperlich frisch, hat
der Verstorbene regen Anteil an allen Angelegenheiten der Gemeinde wie
auch der Stadt Mosbach genommen. Er gehörte dem Vorstande vieler Vereine
an. Mit warmschlagendem Herz und offener Hand war er ein immerbereiter
Helfer der Bedürftigen. Durch seinen geraden Charakter und leutseliges
Wesen war er weit und breit beliebt. Seiner Bahre folgte daher eine
ungewöhnlich große Zahl Freunde von Nah und Fern. Am Grabe sprach Rabbiner
Löwenstein für die Gemeinde Mosbach sowie der Vorstand des
Kriegervereines namens verschiedener Vereine.
Ganz besonders hat der Verstorbene in Folge seines energischen Auftretens
die Einführung eines Reform-Gebetbuches in Baden
verhindert." |
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Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
7. April 1921: weitgehend derselbe Abschnitt wie oben. |
Zum Tod von Isak Altmann (1926)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
2. September 1926: |
Zum Tod von Pauline Eisemann (1930)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Januar
1930: |
30-jähriges Amtsjubiläum von Wilhelm Reuter als
ehrenamtlicher Vorbeter an den hohen Feiertagen
sowie Spende von Elise Bissinger für die Synagoge (1930)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23.
Oktober 1930: |
Goldene Hochzeit von Moses Baum und Rosalia geb.
Schlessinger (1931)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. Oktober
1931: |
Überfall
von Nationalsozialisten auf Handelsmann Jakob Eisemann
(1932)
Artikel in der "CV-Zeitung" vom
30. Dezember 1932: |
85. Geburtstag von Gottschalk Schlesinger
(1937)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
1. Juli 1937: |
Anzeigen
jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen
Anzeige der Dampfbrennerei D. Rothschild & Söhne
(1868)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. Dezember
1868: |
Ausschreibung einer Jüdischen Restauration
(1887)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
23. Juni 1887: |
Lehrlingssuche des Hadern-, Kurz- und
Manufakturwarengeschäftes E. Adler (1890)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 25. August
1890: |
Anzeigen des Manufaktur- und Konfektionsgeschäftes M.
Held (1890/1900)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
24. November 1890: |
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Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
19. November 1900: |
Anzeige des Familien-Pensionates von Dr. B. Schlesinger (1895)
Anzeige
n der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 10. Mai 1895:
"Familien-Pensionat für Nervenleidende und innere
chronische Krankheiten (Geisteskranke ausgeschlossen). Mosbach am Neckar
(Baden). Linie Heidelberg - Würzburg. Das ganze Jahr geöffnet. Dr. B.
Schlesinger." |
Verlobungsanzeige von Betti Löwenstein und Rabbiner
Dr. Isaac Holzer (1901)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
14. Februar 1901: |
Anzeige
des Manufakturwarengeschäftes Sigmund Kaufmann (1901)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. August 1901: "Lehrling
gesucht. Ein braver, fleißiger Junge für mein nach Sukkoth in
Mosbach (Baden) zu errichtendes Manufakturwaren-Geschäft unter günstigen
Bedingungen gesucht. Samstags und Feiertage geschlossen.
Selbstgeschriebene Offerten erwünscht
Sigmund Kaufmann, Kleineicholzheim,
Baden." |
Anzeige von
Josef Siegel (1901)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. Juli 1901: "Pension-Gesuch.
Behufs Weiterstudiums mit Sohnes im Gymnasium in Karlsruhe i.B. suche
ich Kost und Wohnung in einem dortigen streng religiösen Hause und erbitte
ich mir gefällige Anerbietungen.
Josef Siegel, Mosbach in Baden." |
Spendenaufruf zur Ausstattung einer armen Braut
(1902)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
22. September 1902: |
Spendenaufruf
zur Ausstattung einer armen Braut (1903)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17.
Dezember 1903: |
Anzeigen
des Ledergeschäftes Falk Siegel (1890 / 1904)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. Dezember 1890: "Kommis-Gesuch.
Für mein Ledergeschäft, Samstags und Feiertage geschlossen, suche einen
tüchtigen, jungen Mann, der mit der Branche und Comptoirarbeiten
vertraut, zum alsbaldigen Eintritt.
Falk Siegel, Mosbach in
Baden." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. Februar
1904: "Lehrling
für mein Samstags geschlossenes Ledergeschäft gesucht. Mit
Einjährigen-Berechtigung bevorzugt. Eventuell Kost und Wohnung im
Hause.
Falk Siegel, Mosbach in Baden." |
Spendenaufruf
zur Ausstattung einer armen Braut (1908)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Januar
1908: "Brautunterstützung (Hachnassat Kallah).
Ein sehr ehrbares, braves und fleißiges Mädchen, Doppelwaise, hat
Gelegenheti zu anständiger Versorgung, an der Mitgift fehlt jedoch eine
größere Summe. Ich bitte edeldenkende Menschen um baldige Zusendung
eienr Beisteuer und danke im Voraus für jede freundliche
Gabe.
Mosbach (Baden), 19. Januar 1908.
Dr. Löwenstein, Bezirksrabbiner." |
Anzeige
des Textilgeschäftes M. Held (1910)
Anzeige
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 8. Juli
1910: "Erste Verkäuferin für Kleiderstoffe gesucht.
Angenehme selbstständige Stellung bei hohem Gehalt. Logis in oder außer
dem Hause. Offerten mit Angabe der seitherigen Tätigkeit und
Photographie. Ferner 1 Lehrmädchen mit guter Schulbildung, nicht
unter 16 Jahren. Samstage frei.
M. Held, Mosbach, Baden." |
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Dazu eine Ansichtskarte
aus Mosbach aus der Zeit des Ersten Weltkrieges mit dem
Textilgeschäft M. Held:
(Karte aus der Sammlung von Peter Karl Müller, Kirchheim/Ries) |
| Das Kaufhaus M. Held in
Mosbach |
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Die Karte mit den
vielen Soldaten auf der Straße im Kriegsjahr 1914 wurde am 3. September
1918 von Mosbach nach Karlsruhe-Grünwinkel verschickt. |
Lehrlingssuche
des Kaufhauses Dilsheimer (1915)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 6. Mai
1915:
"Suche für mein lebhaftes Schuhwaren- und
Herren-Konfektions-Detailgeschäft
Lehrling
möglichst mit Einjährig-Freiwilliger-Berechtigungsschein. Kost und
Wohnung im Hause.
Kaufhaus Dilsheimer, Mosbach in Baden." |
Anzeige
der Dampfbrennerei Rothschild & Söhne (1921)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. Februar
1921:
"Koscher zu Pessach.
Zwetschgenbranntwein en gros - en detail
gebrannt unter Aufsicht
Seiner Ehrwürden Herrn Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein empfehlen
Rothschild & Söhne,
Dampfbrennerei,
Mosbach, Baden." |
Geburtsanzeige einer Tochter von Bezirksrabbiner
Greilsheimer und seiner Frau Karoline geb. Schleßinger (1931)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 18. Juni
1931: "Die - Gott sei gepriesen - glücklich erfolgte Geburt
einer gesunden Tochter zeigen in dankbarer Freude an
Bezirksrabbiner Greilsheimer und Frau Karoline geb. Schleßinger.
Mosbach, 11. Juni 1931, 26. Siwan 5691",
zur Zeit Frankfurt/Main, Krankenhaus der israelitischen Gemeinde,
Gagernstraße." |
Sonstige Mitteilungen
Der
Nationalsozialist Dr. Otto Hellmuth wird freigesprochen (1931)
(Hinweis: betraf die Verbreitung der Ritualmordlegende von Manau, siehe Seite
zu Hofheim in Unterfranken; zu Dr. Otto Hellmuth (1896-1968) siehe Wikipedia-Artikel).
Der Artikel ist vermutlich nur zufällig von Mosbach aus geschrieben worden. Ein
Bezug von Dr. Hellmuth nach Mosbach ist nicht feststellbar.
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 16. April
1931: "Mosbach. Der bayerische nationalsozialistische
Landtagsabgeordnete, Dr. Otto Hellmuth, hatte öffentlich die Juden
des Ritualmordes bezichtigt. Auf Grund seiner Immunität konnte er den ihm
darob gemachten Prozess um ein ganzes Jahr hinausschieben. Nunmehr wurde
der Angeklagte von der Mosbacher Strafkammer freigesprochen, weil
die Belastungszeugen nach dieser langen Zeit ihre Aussagen nicht mehr
unter Eid nehmen konnten." |
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