Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Mosbach (Kreisstadt, Neckar-Odenwald-Kreis)
Texte/Berichte zur jüdischen Geschichte des Ortes

Die nachstehend wiedergegebenen Texte mit Beiträgen zur jüdischen Geschichte in Mosbach wurden in jüdischen Periodika gefunden. 
Bei Gelegenheit werden weitere Texte eingestellt. Neueste Einstellung am 13.6.2011.    
 
Hinweis: die Texte konnten teilweise noch nicht ausgeschrieben  und kommentiert werden, doch können sie durch Anklicken der Textabbildung bereits eingesehen werden. 
    

  
Übersicht:

Aus der Geschichte des Bezirksrabbinates in Mosbach
-  Rabbiner Isak Friedberg wird auf Grund seiner Arabisch-Studien gelobt (1841)   
-  Rabbiner Isak Friedberg verlässt Mosbach - sein Nachfolger ist Rabbinatskandidat Siegmund Weil (1855)   
-  Zum Tod von Rabbiner Isak Friedberg in Bruchsal (1870)   
-  Zum Tod von Bezirksrabbiner Siegmund Weil (1886)    
-  Ausschreibung der Bezirksrabbinates (1886)  
Auszeichnung für Bezirksrabbiner Dr. Leopold Löwenstein (1895) 
N
eue Publikation von Rabbiner Dr. Leopold Löwenstein (1895)  
25-jähriges Dienstjubiläum von Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein (1896) 
Vortrag von Rabbiner Dr. Löwenstein in Frankfurt über "jüdisch-deutsche Volkslieder" (1901)     
Neujahrsanzeige von Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein und Frau (1903)  
Werbeanzeige für Publikation von Rabbiner Dr. Löwenstein (1904)    
Das 40-jährige Amtsjubiläum von Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein steht bevor (1911)    
Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein feiert das 40-jährige Amtsjubiläum (1911)   
Vorbereitung des 40-jährigen Amtsjubiläums von Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein (1911)   
Feier des 40-jährigen Amtsjubiläums von Bezirksrabbiner Dr. Leopold Löwenstein (1911)   
Zum Tod von Sophie Löwenstein, Frau des Bezirksrabbiners Dr. Löwenstein (1921)   
Feier des 50-jährigen Amtsjubiläums von Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein (1922) 
8
0. Geburtstag von Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein (1923)    
Dank von Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein für die Gratulationen zum 80. Geburtstag (1923)   
Zum Tod von Bezirksrabbiner Dr. Leopold Löwenstein (1923)     
Zum Tod von Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein - Beitrag von Rabbiner Dr. Bondi in Mainz (1924)   
Ausschreibung des Bezirksrabbinates (1924)  
Rabbiner Julius Greilsheimer wird auf die Stelle des Bezirksrabbinates gewählt (1924)     
Einführung von Bezirksrabbiner Greilsheimer (1924)    
Bezirksversammlung unter Leitung von Bezirksrabbiner Greilsheimer (1936)    
Nachruf auf den Wiesbadener Raw Dr. Cahn von Bezirksrabbiner Greilsheimer (1936)   
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer/Vorbeter in Mosbach   
-  Vorbeter für die Hohen Feiertage gesucht (1884)   
-  Lernkonferenz für die Lehrer des Rabbinatsbezirkes Mosbach (1903)   
-  Lernkonferenz für die Lehrer des Rabbinatsbezirkes Mosbach (1910)  
-  Lehrer Max Hanauer - seit 40 Jahren in Mosbach - feiert sein 50-jähriges Amtsjubiläum (1910)    
-  Konferenz für die Lehrer der Rabbinatsbezirke Mosbach - Merchingen - Wertheim (1924)   
-  25-jähriges Dienstjubiläum von Lehrer David Baracker (1935)      
Berichte aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben  
-  Schlachthaus- und Fleischbeschau-Ordnung für die Stadt Mosbach - Vorschriften für das Schächten (1893)    
-  Synagogenratswahl (1908)  
-  Bezirkstagung des Israelitischen Landeswaisenvereins für Baden in Mosbach (1929) 
-  Chanukka-Veranstaltungen des "Vereins für gesellige Zusammenkunft" und des "Jung-Jüdischen Jugendbundes" (1930)  
-  Chanukka-Veranstaltungen des "Jüdischen Frauenvereins" und des "Jung-Jüdischen Bundes" (1931)   
-  Tagung einer Bezirkskommission zur Förderung des geistigen und religiösen Lebens in den Landgemeinden des Kreises Mosbach (1932) 
D
er jüdische Jugendbund Mosbach unter Herrn Baracker tritt auch bei Veranstaltungen im Bezirk auf (1934)  
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde    
-  Zum Tod von Salomon Siegel (1876)  
-  Der Arzt Dr. Ortlieb aus Heidelberg wird in Mosbach ermordet (1877)   
-  Zum Tod von Moses Eisemann (1894)   
-  Ehrung von Nathan Rothschild für 40-jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr (1909)   
-  80. Geburtstag von Nathan Rothschild (1920)   
-  Zum Tod von Nathan Rothschild (1921)     
-  Zum Tod von Isaak Altmann (1926)   
-  Zum Tod von Pauline Eisemann (1930)   
-  30-jähriges Amtsjubiläum von Wilhelm Reuter als ehrenamtlicher Vorbeter an den hohen Feiertagen  
    sowie Spende von Elise Bissinger für die Synagoge (1930)
   
Goldene Hochzeit von Moses Baum und Rosalia geb. Schlessinger (1931)   
Überfall von Nationalsozialisten auf Handelsmann Jakob Eisemann (1932)  
85. Geburtstag von Gottschalk Schlesinger (1937)  
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen     
-  Anzeige der Dampfbrennerei D. Rothschild & Söhne (1868)     
-  Ausschreibung einer Jüdischen Restauration (1887)  
A
nzeige der Landesprodukten- und Mehlhandlung J. Baer & Sohn (1889)     
Lehrlingssuche des Hadern-, Kurz- und Manufakturwarengeschäftes E. Adler (1890)  
Anzeige des Familien-Pensionates von Dr. B. Schlesinger (1895)      
Anzeigen des Manufaktur- und Konfektionsgeschäftes M. Held (1890/1900)  
-  Verlobungsanzeige von Betti Löwenstein und Rabbiner Dr. Isaac Holzer (1901) 
Anzeige des Manufakturwarengeschäftes Sigmund Kaufmann (1901)   
A
nzeige von Josef Siegel (1901)    
Spendenaufruf zur Ausstattung einer armen Braut (1902)    
Spendenaufruf zur Ausstattung einer armen Braut (1903)     
Anzeigen des Ledergeschäftes Falk Siegel (1890 / 1902 / 1904)   
Spendenaufruf zur Ausstattung einer armen Braut (1908)   
Anzeige des Textilgeschäftes M. Held (1910) 
   mit Ansichtskarte aus Mosbach - Textilgeschäft M. Held (1914)   
Lehrlingssuche des Kaufhauses Dilsheimer (1915)  
Anzeige der Dampfbrennerei Rothschild & Söhne (1921)   
Geburtsanzeige einer Tochter von Bezirksrabbiner Greilsheimer und seiner Frau Karoline geb. Schleßinger (1931)   
Sonstige Mitteilungen   
Der Nationalsozialist Dr. Otto Hellmuth wird freigesprochen (1931)   
   

   

    

    
Aus der Geschichte des Bezirksrabbinates in Mosbach  
Rabbiner Isak Friedberg wird auf Grund seiner Arabisch-Studien gelobt (1841)  
Anmerkung:  Rabbiner Isak bzw. Eisik Friedberg(er) war Sohn des Rabbiners Löb Friedberg(er) in Schluchtern. Seit 1825 war er Stiftungsrabbiner in Karlsruhe, 1830 Bezirksrabbiner in Mosbach, 1855-70 Bezirksrabbiner in Bruchsal, wo er 1870 gestorben ist. Er genoss Anerkennung als Arabist (siehe nachfolgender Abschnitt).   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit des 19. Jahrhunderts" vom 7. März 1841: "Wir wollen heute weiter hören, was unser reisender Franzose, (siehe die vorige Nummer) über die israelitischen Zustände in Deutschland berichtet: 
'Jeder Israelit, der ein Freund des Lichtes ist, sollte von Zeit zu Zeit einen Ausflug nach Deutschland machen. Dort findet man bei unseren Religionsgenossen wahrhafte Gelehrte, gebildete und aufgeklärte Rabbinen. So sahen wir, (um nur eine Vorstellung von den Rabbinen, die nicht Oberrabbinen sind, zu geben), in Mosbach am Neckar, einer unbedeutenden Gemeinde, einen Rabbinern, Herrn Friedberg, welcher sich dem Studium des Arabischen widmete. Welcher von unseren (sc. den französischen) Oberrabbinen hat sich schon diesem Studium gewidmet? Ja in Deutschland sieht man Handelsleute, welche sich teils mit kaufmännischen Geschäften, teils mit wissenschaftlichen Arbeiten, vorzüglich der hebräischen Philologie, beschäftigen."     

   
Rabbiner Isak Friedberg verlässt Mosbach - sein Nachfolger ist Rabbinatskandidat Siegmund Weil (1855)   

Artikel in der "Allgemeinen Israelitischen Zeitung" vom 25. Juni 1855: "Nach Bruchsal kam an Prägers Stelle Herr Friedberg, Bezirksrabbiner von Mosbach und letzterer Bezirk erhielt Herrn Kandidat Weil."       

 
Zum
Tod von Rabbiner Isak Friedberg in Bruchsal (1870)        

Bruchsal Israelit 14121870.jpg (270905 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 14. Dezember 1870: "Bruchsal, 29. November (1870). Seit 5 Monaten ist unser Rabbiner J. Friedberg – das Andenken an den Gerechten und Heiligen ist zum Segen – tot. In wenigen Wochen wird, wie ich höre, die Wahl eines neuen Rabbinen vor sich gehen. Ehe jedoch zur Wahl geschritten wird, halte ich es für eine heilige Pflicht, die Wähler (d.h. die Bezirksältesten und Synagogenräte) auf die Wichtigkeit und hohe Tragweite dieses Aktes aufmerksam zu machen. Vor Allem wollen wir aber fragen, wie steht es mit der Religiosität unserer Gemeinde und des Bezirkes? Es liegt in dieser Beziehung Alles im Argen. Als Präger noch hier das Rabbinat verwaltete, begannen die Reformen. In unserer Synagoge wurden wichtige Gebete ausgelassen, die Religionsschule ward fast gar nicht beaufsichtigt und daher kam es soweit, dass Knaben nach zurückgelegtem 14. Jahre kaum einen Vers Chumasch (sc. aus der Tora) zu übersetzen verstanden. Da der Rabbiner nur auf sein Religionsbuch Wert legte, ward die Tora in den Winkel gestellt. Die Gemeindeinstitutionen, z.B. die Mikwe verfielen. Ja es ward so wenig dafür getan, dass die Gemeinde nicht einmal eine eigene Mikwe errichtete. Ein Privatmann erhielt eine so genannte Mikwe in einem feuchten Keller. In den Landgemeinden riss nach und nach die Alles ertötende Gleichgültigkeit ein. Präger kam nach Mannheim. Durch die Anstrengungen der besser gesinnten Jehudim ward Bezirksrabbiner Friedberg aus Mosbach berufen (1855). Man hoffte in ihm den Mann gefunden zu haben, der zur Hebung jüdischen Lebens und Strebens beitragen werde. Man war zu dieser Erwartung umso mehr berechtigt, weil er ein Lamdan (Gelehrter) und von durchaus religiöser Gesinnung beseelt war. Leider wurden all die schönen Hoffnungen zu Wasser.  Friedberg – das Andenken an den Gerechten ist zum Segen – war kein Mann der Tat; er war nicht fähig als Regenerator aufzutreten. In seinem Studierzimmer verblieb er und klagte über den Verfall Israels. Ja, es ward die Stagnation unter seiner Verwaltung in Permanenz erklärt. Lehrer und Schochetim taten, was sie wollten. Es blieb leider – beim Alten! Friedberg ward wegen seiner ‚Friedensliebe’ (!) geachtet. Auch wir können dem Manne als Sohn der Tora (Torakundiger) und Mensch unsere Achtung nicht versagen. Friedensliebe schätzen wir so hoch wie irgendjemand; sie darf aber nicht in Schwäche ausarten.   
Nach langen 15 Jahren stehen wir nun wieder am Anfange. Jetzt oder nie! Wir müssen nun uns rasch entscheiden. Einen Mann wollen wir, der auf der Höhe der Zeit stehe, der ein tadelloser Charakter und was für den Rabbiner die Hauptsache: von ungeheuchelter Frömmigkeit durchdrungen ist. Dass er ein echter Ben Tora (Torakundiger) sein soll ist wohl selbstverständlich. Unser Bezirk ist, wenn auch ziemlich lau in religiöser Beziehung, doch noch nicht so verdorben, als ob Nichts zu bessern wäre. Jeder will, dass der Rabbiner fromm sei; einem humanen, ruhigen, ernsten Streben wird gewiss auch Anerkennung, und was noch mehr bedeutet, Nacheiferung nicht versagt sein. Hüten wir uns, einem Manne unsere Stimme zu geben, der seine Humanität so weit treibt, am Großherzogsgeburtstage ad majorem ducis gloriam in die katholische Kirche zu gehen. Hüten wir uns einem Manne die Stimme zu geben, der, um sich recht populär zu machen, am Rosch Haschana (Neujahrsfest) in ein öffentliches Café geht. Wir wollen keinen, der nur des lieben Brotes wegen Rabbiner ist. Wir müssen einen Mann haben, der von lauterer Gesinnung und felsenfester Überzeugung, Alles nur zur Ehre Gottes tut. Er soll gleichweit von Fanatismus wie von Gleichgültigkeit entfernt sein. Wir haben auch, so meine ich, nicht weit nach dem Manne unserer Wahl zu suchen. Wir haben ihn unter unseren Augen aufwachsen sehen. Wir haben von dem glänzenden Erfolge seiner Studien gehört und wissen seinen ausgezeichneten Charakter zu schätzen. Bereits hat ihn eine bedeutende Gemeinde des Auslandes annektiert; erobern wir ihn wieder zurück."        
Anmerkung: die letzten Verse beziehen sich auf den als Nachfolger gewählten Rabbinatsverweser (Leopold) Lazarus Schleßinger (1840-1024), der von 1870 bis vermutlich 1876 Rabbinatsverweser in Bruchsal war.    

  
Zum Tod von Bezirksrabbiner Siegmund Weil (1886)  
Anmerkung: Rabbiner Siegmund Weil (geb. 1814 in Eichstetten, gest. 1886 in Mosbach): war zunächst Rabbinatsverweser in Bretten, seit 1855 bis zu seinem Tod 1886 Bezirksrabbiner in Mosbach; heiratete am 13. August 1856 in Billigheim die Kaufmannstochter Caroline Thalheimer aus Merchingen. 

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 15. März 1886: "Mosbach am Neckar, 9. März (1886). Einen vorzüglichen Mann, reich gesegnet an edlen Eigenschaften des Geistes und Herzens haben wir in voriger Woche zu Grabe getragen, nämlich unseren hochverehrten Herrn Bezirksrabbiner Weil. In musterhafter Treue und Hingebung waltete er seit 31 Jahren, also ein Menschenalter hindurch seines Amtes als Seelsorger des hiesigen Bezirks und seit einigen Jahren war auch die Verwaltung eines erledigten Bezirkes in seine Hände gelegt. Von weiter Ferne strömten Freunde und Bekannte herbei, um dem verehrten Manne die letzte Ehre zu erweisen. Die außerordentlich große Teilnahme der beiden christlichen Konfessionen aus dem Beamten- und Bürgerstande beweist, welch hohes Ansehen der Hingeschiedene auch in diesen Kreisen genoss. Am Grabe sprachen die Herren Rabbiner Dr. Sondheimer namens des Großherzoglichen Oberrats und Herr Dr. Eschelbacher aus Bruchsal in gediegenen Vorträgen, in welchen sie ein getreues Lebensbild des trefflichen Beamten entwarfen.
Die Worte unserer Weisen (hebräisch und deutsch) auf drei Dingen steht die sittliche  Weltordnung, auf Thora, auf Gottesdienst, auf Ausübung der Wohltaten haben sich an dem Dahingeschiedenen in glänzender Weise bewahrheitet und dieses Zeugnis, dem sich alle anschließen werden, die ihm im Leben nahe gestanden, sichert dem Verblichenen ein bleibendes Andenken. 
Möge die trauernde Familie in diesem Bewusststein einigen Trost finden. 
Möge man an maßgebender Stelle dafür Sorge tragen, dass für das verwaiste Rabbinat recht bald ein würdiger Nachfolger gefunden werde."      
    
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 23. März 1886:  "Bonn, 14. März (1886) (Notizen). Aus Mosbach (Württemberg) schreibt man vom 27. Februar (1886): Der Bezirksrabbiner für Mosbach, zugleich Verweser für Merchingen, Herr Dr. Weil, verstarb heute Abend 8 Uhr nach längerer Krankheit. Sein Hinscheiden erregt allgemeine Teilnahme."      

      
Ausschreibung des Bezirksrabbinates (1886)  

Artikel in der "Allgemeinen Israelitischen Zeitung" vom 11. Mai 1886: "Die Besetzung des Bezirksrabbinats Mosbach betreffend. 
Nachdem das Bezirksrabbinat Mosbach in Erledigung gekommen ist, soll von der beabsichtigten Besetzung des Bezirksrabbinats Wertheim Umgang genommen und die Verwaltung dieses Rabbinats sowie desjenigen für den Bezirk Merchingen dem neu zu ernennenden Bezirksrabbiner in Mosbach mit übertragen werden. 
Dem Letzteren wird ein festes Einkommen von 2.000 - 2.200 Mark nebst ausreichender Wohnungsentschädigung in Aussicht gestellt. Für besondere Leistungen werden aus Stiftungsmitteln weitere 400-500 Mark vergütet. Bewerbungsgesuche sind unter Beifügung einer Darlegung des seitherigen Lebensganges, ferner der Nachweise über die allgemein wissenschaftliche und fachliche Ausbildung, sowie über erlangte Autorisation zur Ausübung von Rabbinatsfunktionen und über die seitherige Berufstätigkeit binnen vier Wochen bei unterzeichneter Behörde einzureichen. 
Karlsruhe, den 30. April 1886. 
Großherzoglicher Oberrat der Israeliten. Der Ministerial-Kommissär. 
Joos.    Willstätter."         

    
Auszeichnung für Bezirksrabbiner Dr. Leopold Löwenstein (1895)   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. März 1895:     


Neue Publikation von Rabbiner Dr. Leopold Löwenstein (1895)         

Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 17. Mai 1895: "In meinem Verlage erschien soeben: 
Beiträge zur Geschichte der Juden in Deutschland
. Von Dr. Leopold Löwenstein. I. 
Geschichte der Juden n der Kurplatz.
Preis 6 Mark
Der Verfasser, welcher sich durch seine Geschichte der Juden am Bodensee schon längst vorteilhaft in die Reihe der Forscher auf dem Gebiete der Lokalgeschichte eingeführt hat, bietet im vorliegenden Werk auf Grund eingehender Studien und unter Benutzung zahlreicher Archive einen interessanten Einblick in die Geschichte der Juden der Kurpfalz. Streng sachlich gehalten werden die Ergebnisse der Forschungen mitgeteilt; die einschlägige Literatur und Gelehrtengeschichte wird ausgiebig behandelt. Verzeichnisse jüdischer Namen und Familientafeln vervollständigen dieses Werk, dem im Kreise der Geschichtsfreude eine günstige Aufnahme sicher nicht fehlen wird. 
Frankfurt am Main.  J. Kauffmann."  
   

 
25-jähriges Dienstjubiläum von Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein in Mosbach (1896)  

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 16. November 1896:     

    
Neujahrsanzeige von Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein und Frau (1903)  

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 7. September 1903:     

   
Vortrag von Rabbiner Dr. Löwenstein in Frankfurt über "jüdisch-deutsche Volkslieder" (1901)      

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. Dezember 1901:         

 
Werbeanzeige für Publikation von Rabbiner Dr. Löwenstein (1904)
  

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. März 1904: "Soeben erschien in unserem Verlage: 
Geschichte der Juden von der babylonischen Gefangenschaft bis zur Gegenwart. 
Für Schule und Haus bearbeitet von Dr. L. Löwenstein, Bezirksrabbiner in Mosbach. 
Preis Mk. 3.50. Buchhändlern entsprechenden Rabatt. 
Joh. Wirth'sche Hofbuchdruckerei A.-G., Mainz."   

    
Das 40-jährige Amtsjubiläum von Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein steht bevor (1911)   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. November 1911:      

  
Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein feiert das 40-jährige Amtsjubiläum (1911)   

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 1. Dezember 1911:       

   
Vorbereitung des 40-jährigen Amtsjubiläums von Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein (1911)  

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 8. Dezember 1911:       

   
Feier des 40-jährigen Amtsjubiläums von Bezirksrabbiner Dr. Leopold Löwenstein (1911)   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 21. Dezember 1911:      

  
Zum Tod von Sophie Löwenstein, Frau des Bezirksrabbiners Dr. Löwenstein (1921)  

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 8. Dezember 1921:     

   
Feier des 50-jährigen Amtsjubiläums von Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein (1922)   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 2. Februar 1922:    

  
80. Geburtstag von Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein (1923)
       

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 8. November 1923:     

   
Dank von Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein für die Gratulationen zum 80. Geburtstag (1923)   

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. November 1923:      

   
Zum Tod von Bezirksrabbiner Dr. Leopold Löwenstein (1923)  

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 20. Dezember 1923:    
   
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 20. Dezember 1923:     
  
Artikel in der "CV-Zeitung" vom 17. Januar 1924:    

   
Zum Tod von Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein - Beitrag von Rabbiner Dr. Bondi in Mainz (1924)  

Mosbach Israelit 07021924.jpg (529955 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 7. Februar 1924:     
Mosbach Israelit 07021924a.jpg (529525 Byte)     

    
Ausschreibung des Bezirksrabbinates (1924)  

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 6. März 1924:    

  
Rabbiner Julius Greilsheimer wird auf die Stelle des Bezirksrabbinates gewählt (1924)   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 21. August 1924:     

   
Einführung von Bezirksrabbiner Greilsheimer (1924)   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. September 1924:     

    
Bezirksversammlung unter Leitung von Bezirksrabbiner Greilsheimer (1936)  

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. März 1936:    

  
Nachruf auf den Wiesbadener Raw Dr. Cahn von Bezirksrabbiner Greilsheimer (1936)  

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom  



Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer/Vorbeter in Mosbach    
Vorbeter für die Hohen Feiertage gesucht (1884)   

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. September 1884:     

  
Lernkonferenz für die Lehrer des Rabbinatsbezirkes Mosbach (1903)  

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 16. Oktober 1903:     
     
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 16. Oktober 1903:

      
Lernkonferenz für die Lehrer des Rabbinatsbezirkes Mosbach (1910)  

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 15. Juli 1910:       

   
Lehrer Max Hanauer - seit 40 Jahren in Mosbach - feiert sein 50-jähriges Amtsjubiläum (1910)   

Artikel in der "Allgemeinen Israelitischen Zeitung" vom 30. September 1910: "Der Lehrer Max Hanauer, seit 40 Jahren im Dienst der israelitischen Gemeinde in Mosbach (Baden), begeht am 1. Oktober das Jubiläum einer 50-jährigen ersprießlichen Amtstätigkeit."        

   
Konferenz für die Lehrer der Rabbinatsbezirke Mosbach - Merchingen - Wertheim (1924)   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. Dezember 1924:      

  
25-jähriges Dienstjubiläum von Lehrer David Baracker (1935) 
  

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 25. Juli 1935: "Mosbach (Baden), 19. Juli (1935). Herr Lehrer David Baracker blickt am 28. Juli - so Gott will - auf eine 25-jährige Tätigkeit als Lehrer und Kantor zurück."        

       
    
Aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben    
Schlachthaus- und Fleischbeschau-Ordnung für die Stadt Mosbach - Vorschriften für das Schächten (1893)  

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 9. November 1893:       

   
Synagogenratswahl (1908)    

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Januar 1908:    

   
Bezirkstagung des Israelitischen Landeswaisenvereins für Baden in Mosbach (1929)  

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Mai 1929:    

    
Chanukka-Veranstaltungen des "Vereins für gesellige Zusammenkunft" und des "Jung-Jüdischen Jugendbundes" (1930)  

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 2. Januar 1930:     

  
Chanukka-Veranstaltungen des "Jüdischen Frauenvereins" und des "Jung-Jüdischen Bundes" (1931)   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 8. Januar 1931:     

  
Tagung einer Bezirkskommission zur Förderung des geistigen und religiösen Lebens in den Landgemeinden des Kreises Mosbach (1932)    

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 27. Oktober 1932:   

  
Der jüdische Jugendbund Mosbach unter Herrn Baracker tritt auch bei Veranstaltungen im Bezirk auf (1934)    

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 1. Februar 1934: "Hainstadt, 14. Januar (1934). In unserer Gemeinde sprach Lehrer Schwarzenberger, Bödigheim über das Thema 'Jüdischer Geist und jüdische Geschichte'. Umrahmt wurde der Vortrag von Darbietungen des Jugendbundes Mosbach unter bewährter Führung von Herrn Baracker jun.  

 
   
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde    
Zum Tod von Salomon Siegel (1876)   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. Mai 1876:    

     
Der Arzt Dr. Ortlieb aus Heidelberg wird in Mosbach ermordet (1877)  

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 31. Januar 1877:      

  
Zum Tod von Moses Eisemann (1894)  

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 2. August 1894:     

  
Ehrung von Nathan Rothschild für 40-jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr (1909)  

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. Juli 1909:     

   
80. Geburtstag von Nathan Rothschild (1920)  

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. November 1920:     

       
Zum Tod von Nathan Rothschild (1921)        

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 8. April 1921: "Mosbach (Baden). Nathan Rothschild ist - 80 Jahre alt - verschieden. Bis in sein hohes Alter geistig und körperlich frisch, hat der Verstorbene regen Anteil an allen Angelegenheiten der Gemeinde wie auch der Stadt Mosbach genommen. Er gehörte dem Vorstande vieler Vereine an. Mit warmschlagendem Herz und offener Hand war er ein immerbereiter Helfer der Bedürftigen. Durch seinen geraden Charakter und leutseliges Wesen war er weit und breit beliebt. Seiner Bahre folgte daher eine ungewöhnlich große Zahl Freunde von Nah und Fern. Am Grabe sprach Rabbiner Löwenstein für die Gemeinde Mosbach sowie der Vorstand des Kriegervereines namens verschiedener Vereine. 
Ganz besonders hat der Verstorbene in Folge seines energischen Auftretens die Einführung eines Reform-Gebetbuches in Baden verhindert."     
 
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 7. April 1921: weitgehend derselbe Abschnitt wie oben.    

 
Zum Tod von Isak Altmann (1926)  

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 2. September 1926:     

  
Zum Tod von Pauline Eisemann (1930)   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Januar 1930:     

  
30-jähriges Amtsjubiläum von Wilhelm Reuter als ehrenamtlicher Vorbeter an den hohen Feiertagen 
sowie Spende von Elise Bissinger für die Synagoge (1930)
   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Oktober 1930:    

  
Goldene Hochzeit von Moses Baum und Rosalia geb. Schlessinger (1931)  

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. Oktober 1931:     

    
Überfall von Nationalsozialisten auf Handelsmann Jakob Eisemann (1932)  

Artikel in der "CV-Zeitung" vom 30. Dezember 1932:     

  
85. Geburtstag von Gottschalk Schlesinger (1937)   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 1. Juli 1937:     

   
    
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen   
Anzeige der Dampfbrennerei D. Rothschild & Söhne (1868)  

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. Dezember 1868:   

  
Ausschreibung einer Jüdischen Restauration (1887)    

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Juni 1887:     

  
Lehrlingssuche des Hadern-, Kurz- und Manufakturwarengeschäftes E. Adler (1890)   

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 25. August 1890:    

     
Anzeige der Landesprodukten- und Mehlhandlung J. Baer & Sohn (1889)       

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 3. Juni 1889: "Wir suchen für unser Landesprodukten- und Mehlgeschäft einen mit guten Schulkenntnissen ausgestatteten wohlerzogenen Lehrling. 
J. Baer & Sohn,
Mosbach (Baden)."      

      
Anzeigen des Manufaktur- und Konfektionsgeschäftes M. Held (1890/1900)    

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24. November 1890:     
  
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. November 1900:      

   
Anzeige des Familien-Pensionates von Dr. B. Schlesinger (1895)
    

Anzeige n der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 10. Mai 1895: "Familien-Pensionat für Nervenleidende und innere chronische Krankheiten (Geisteskranke ausgeschlossen). Mosbach am Neckar (Baden). Linie Heidelberg - Würzburg. Das ganze Jahr geöffnet. Dr. B. Schlesinger."        

    
Verlobungsanzeige von Betti Löwenstein und Rabbiner Dr. Isaac Holzer (1901)   

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 14. Februar 1901:     


Anzeige des Manufakturwarengeschäftes Sigmund Kaufmann (1901)
     

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. August 1901: "Lehrling gesucht. Ein braver, fleißiger Junge für mein nach Sukkoth in Mosbach (Baden) zu errichtendes Manufakturwaren-Geschäft unter günstigen Bedingungen gesucht. Samstags und Feiertage geschlossen. Selbstgeschriebene Offerten erwünscht 
Sigmund Kaufmann
, Kleineicholzheim, Baden."     

   
Anzeige von Josef Siegel (1901)     

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. Juli 1901: "Pension-Gesuch. Behufs Weiterstudiums mit Sohnes im Gymnasium in Karlsruhe i.B. suche ich Kost und Wohnung in einem dortigen streng religiösen Hause und erbitte ich mir gefällige Anerbietungen. 
Josef Siegel
, Mosbach in Baden."     

     
Spendenaufrufe zur Ausstattung einer armen Braut (1902)   

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. September 1902:    
  
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. November 1902: "Mizwat Hachnasat Kala. 
Für ein braves jüdisches Mädchen, die Tochter rechtschaffener und frommer Eltern, der Gelegenheit gegeben ist, sich zu versorgen, wozu jedoch die Mittel fehlen, bitte ich edle Glaubensgenossen um milde Gaben.  
Mosbach (Baden), 15. Elul 5662 - 17. September 1802:  
Dr. Löwenstein, Bezirksrabbiner
. Die Redaktion des 'Israelit'
 erklärt sich gleichfalls gerne bereit, Beiträge entgegenzunehmen."      

  

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 9. Oktober 1902: 
"Wegen Krankheit meines jetzigen Mädchens, suche per sofort ein jüdisches 
Mädchen

das kochen kann und in allen häuslichen Arbeiten bewandert ist. Bewerberinnen wollen Photographie und Lohnansprüche einsehen. Für gröbere Hausarbeit wird ein zweites Mädchen gehalten. 
Frau L. Dilsheimer
, Mosbach (Baden)."       


Spendenaufruf zur Ausstattung einer armen Braut (1903)  

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. Dezember 1903:    

  
Anzeigen des Ledergeschäftes Falk Siegel (1890 / 1902 / 1904)  

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. Dezember 1890: "Kommis-Gesuch
Für mein Ledergeschäft, Samstags und Feiertage geschlossen, suche einen tüchtigen, jungen Mann, der mit der Branche und Comptoirarbeiten vertraut, zum alsbaldigen Eintritt. 
Falk Siegel, Mosbach in Baden."        
  
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 9. Oktober 1902: "Kommis-Gesuch. 
Für mein Ledergeschäft, Samstags und Feiertage geschlossen, suche einen tüchtigen, älteren religiösen jungen Mann, mit schöner Handschrift, Branche und Comptoirarbeiten vertraut, zu baldmöglichem Eintritt.  
Falk Siegel, Mosbach in Baden."       
 
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. Februar 1904: "Lehrling 
für mein Samstags geschlossenes Ledergeschäft gesucht. Mit Einjährigen-Berechtigung bevorzugt. Eventuell Kost und Wohnung im Hause. 
Falk Siegel,
Mosbach in Baden."        

    
Spendenaufruf zur Ausstattung einer armen Braut (1908)   

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Januar 1908: "Brautunterstützung (Hachnassat Kallah). 
Ein sehr ehrbares, braves und fleißiges Mädchen, Doppelwaise, hat Gelegenheti zu anständiger Versorgung, an der Mitgift fehlt jedoch eine größere Summe. Ich bitte edeldenkende Menschen um baldige Zusendung eienr Beisteuer und danke im Voraus für jede freundliche Gabe.  
Mosbach (Baden), 19. Januar 1908. 
Dr. Löwenstein, Bezirksrabbiner."       

  
Anzeige des Textilgeschäftes M. Held (1910)   

Anzeige im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 8. Juli 1910: "Erste Verkäuferin für Kleiderstoffe gesucht. Angenehme selbstständige Stellung bei hohem Gehalt. Logis in oder außer dem Hause. Offerten mit Angabe der seitherigen Tätigkeit und Photographie. Ferner 1 Lehrmädchen mit guter Schulbildung, nicht unter 16 Jahren. Samstage frei. 
M. Held, Mosbach, Baden."         
 
Dazu eine Ansichtskarte aus Mosbach aus der Zeit des Ersten Weltkrieges mit dem Textilgeschäft M. Held:   
(Karte aus der Sammlung von Peter Karl Müller, Kirchheim/Ries)
Das Kaufhaus M. Held in Mosbach Mosbach Dok 460.jpg (114145 Byte) Mosbach Dok 460a.jpg (95356 Byte)
  Die Karte mit den vielen Soldaten auf der Straße im Kriegsjahr 1914 wurde am 3. September 1918 von Mosbach nach Karlsruhe-Grünwinkel verschickt.

     
Lehrlingssuche des Kaufhauses Dilsheimer (1915)  

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 6. Mai 1915: 
"Suche für mein lebhaftes Schuhwaren- und Herren-Konfektions-Detailgeschäft 
Lehrling
 
möglichst mit Einjährig-Freiwilliger-Berechtigungsschein. Kost und Wohnung im Hause. 
Kaufhaus Dilsheimer,
Mosbach in Baden."       

  
Anzeige der Dampfbrennerei Rothschild & Söhne (1921)   

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. Februar 1921: 
"Koscher zu Pessach
Zwetschgenbranntwein
en gros - en detail  
gebrannt unter Aufsicht 
Seiner Ehrwürden Herrn Bezirksrabbiner Dr. Löwenstein empfehlen 
Rothschild & Söhne, 
Dampfbrennerei, 
Mosbach, Baden."        

   
Geburtsanzeige einer Tochter von Bezirksrabbiner Greilsheimer und seiner Frau Karoline geb. Schleßinger (1931)  

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 18. Juni 1931: "Die - Gott sei gepriesen - glücklich erfolgte Geburt einer gesunden Tochter zeigen in dankbarer Freude an  
Bezirksrabbiner Greilsheimer und Frau Karoline geb. Schleßinger. 
Mosbach, 11. Juni 1931, 26. Siwan 5691",
 zur Zeit Frankfurt/Main, Krankenhaus der israelitischen Gemeinde, Gagernstraße."        



Sonstige Mitteilungen  
Der Nationalsozialist Dr. Otto Hellmuth wird freigesprochen (1931)  
(Hinweis: betraf die Verbreitung der Ritualmordlegende von Manau, siehe Seite zu Hofheim in Unterfranken; zu Dr. Otto Hellmuth (1896-1968) siehe Wikipedia-Artikel). Der Artikel ist vermutlich nur zufällig von Mosbach aus geschrieben worden. Ein Bezug von Dr. Hellmuth nach Mosbach ist nicht feststellbar.  

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 16. April 1931: "Mosbach. Der bayerische nationalsozialistische Landtagsabgeordnete, Dr. Otto Hellmuth, hatte öffentlich die Juden des Ritualmordes bezichtigt. Auf Grund seiner Immunität konnte er den ihm darob gemachten Prozess um ein ganzes Jahr hinausschieben. Nunmehr wurde der Angeklagte von der Mosbacher Strafkammer freigesprochen, weil die Belastungszeugen nach dieser langen Zeit ihre Aussagen nicht mehr unter Eid nehmen konnten."        

    

     

  

  

   

   
  
    

     

    

 

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Stand: 23. September 2011