Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Wiesbaden (Hessen)
Texte/Berichte zur jüdischen Geschichte der Stadt des 19./20. Jahrhunderts 
  
Berichte zu Personen aus der Israelitischen Kultusgemeinde 
Berichte zu Personen aus der Altisraelitischen Kultusgemeinde siehe Seite zur Altisraelitischen Kultusgemeinde  

Die nachstehend wiedergegebenen Texte mit Beiträgen zur jüdischen Geschichte in Wiesbaden wurden in jüdischen Periodika gefunden. 
Bei Gelegenheit werden weitere Texte eingestellt. Neueste Einstellung am 12.1.2015.   
  
H
inweis: die meisten Texte auf dieser Seite müssen noch abgeschrieben und teilweise mit Anmerkungen versehen werden, können jedoch durch Anklicken der Textabbildung bereits gelesen werden.      
  
  
Übersicht über die eingestellten Texte    

Berichte zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde    
-  Zum Tod von Obermedizinalrat Dr. Heinrich Herz (1867)   
-  Zum Tod von Sara Georgine von Rothschild (1869)  
-  Goldene Hochzeit von Sam. Tuch und Frau (1897)   
-  Anzeigen des Savoy-Hôtels - unter Carl Simson (1901) 
-  Das "Savoy-Hotel" ist nicht mehr in jüdischem Besitz (1901) 
-  Über das nach einem Besitzerwechsel weiterhin streng koscher geführte israelitische Hotel und Badhaus "Savoy-Hotel" (1903)  
-  Das Töchter-Pensionat von Geschwister Sobernheim wurde von Bingen nach Wiesbaden verlegt (1902)  
-  Rechtsanwalt Dr. Seligsohn wird zum Justizrat ernannt (1905)  
-  Bankier Adolph Oppenheimer wurde zum Handelsrichter ernannt (1906)  
-  Adolf Deutsch eröffnet ein Restaurant unter Aufsicht der Frankfurter Israelitischen Religionsgesellschaft (1908)  
-  Zum Tod des Geheimen Sanitätsrates Dr. Richard Heidenheim (1910) 
-  Auszeichnung für Josef Baum (1912) 
Zum Tod von B. Bernstein, langjähriger Vorsteher der israelitischen Kultusgemeinde (1913)     
-  Konzerte des jungen jüdischen Violinisten Theo Ratner aus Wiesbaden (1913 / 1915) 
Zum Tod von Hermann Hertz (1914) 
-  Zum Tod von Bankier Adolph Oppenheimer (1915)  
-  70. Geburtstag der Frau von Benjamin Wolf (1916) 
-  Kriegsauszeichnung für den Referendar Paul Sulzberger (1916)  
-  Kriegsauszeichnung für Landsturmmann Sally Callmann (1916) 
77. Geburtstag von Simon Möllerich (1928)  
-  Werbung für Wiesbaden und das koscher geführte Hotel Kronprinz (1931) 
-  Kaufmann Salomon Rosenstrauch und der Milchhändler Kassel wurden von Nationalsozialisten ermordet (1933)  
-  Zusätzlich eingestellt: Über Paul Yogi Mayer (1912-2011)   
Berichte zu einzelnen jüdischen Kurgästen   
-  Der Vorsitzende des Vorstandes der Kölner Synagogengemeinde Jacob de Jonge und seine Frau feiern in Wiesbaden ihre goldene Hochzeit (1903)  
-  Sir Jakob Sasson machte eine Stiftung für die Privatklinik von Dr. Pagenstecher (1914)  
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen 
-  Anzeige des Manufaktur-Geschäftes von Joseph Wolf (1872) 
Anzeige des Badhauses zum gold'nen Brunnen von Simon Ullmann (1876)     
-  Anzeige der koscher geführten Hotels und Restaurants "Zum Badischen Hof" von H. Hirschberger und des "Kronprinz" von T. Rückersberg (1892 / 1893) 
Anzeige der Metzgerei S. Levita in Sonnenberg (1904)  
-  Anzeige der Metzgerei Hermann Heimann in Sonnenberg (1906) 
-  Kritische Anmerkung zu einem jüdischen Metzger, der auch Schweinefleisch anbietet (1908) 
Verlobungsanzeige von Rosy Ehrenfeld und Siegberg Moch (1936)   
Nach der Emigration: Todesanzeige für Berta Zeitlin geb. Eliasberg (1945)   
Weitere Dokumente 
Postkarte von A. Liebmann (Wiesbaden) (1905)  
Erinnerungen an einzelne Personen in der Stadt   

     
     
     
Berichte zu einzelnen Personen der jüdischen Gemeinde     
Zum Tod von Obermedizinalrat Dr. Heinrich Herz (1867)    
Anmerkung: Dr. Heinrich Herz (geb. 1795 in Weilburg) war der Sohn des Hofagenten Löw Herz in Weilburg. Er war nach seinem Studium zunächst praktischer Arzt in Weilburg, von 1843 bis 1860 Medizinalrat (ab 1857 Obermedizinalrat) des Bezirkes Weilburg. Seit 1860 lebte er im Ruhestand in Wiesbaden. Sein Grab ist auf dem Friedhof "Schöne Aussicht".    

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 8. Oktober 1867:      
Wiesbaden AZJ 08101867a.jpg (287446 Byte)   

   
Zum Tod von Sara Georgine von Rothschild (1869)      

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 5. Mai 1869:      

  
Goldene Hochzeit von Sam. Tuch und Frau (1897)       

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 15. Oktober 1897:     

  
Anzeigen des Savoy-Hôtels - unter Carl Simson (1901)    

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Juli 1900:   
 
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. August 1901:      

  
Das "Savoy-Hotel" ist nicht mehr in jüdischem Besitz (1901)        

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 7. November 1901: "Wiesbaden, 4. November (1901). Das 'Savoy-Hotel' ist seit dem 1. dieses Monats in nichtjüdische Hände übergegangen und wird infolgedessen nicht mehr als rituelles, sondern als interkonfessionelles Hotel geführt werden. Der seitherige Besitzer Herr Carl Simson hat sein rituelles Restaurant nach der 'Villa Turneck' verlegt."        

   
Über das nach einem Besitzerwechsel weiterhin streng koscher geführte israelitische Hotel und Badhaus "Savoy-Hotel" (1903)     

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 26. Oktober 1903:      

 
Das Töchter-Pensionat von Geschwister Sobernheim wurde von Bingen nach Wiesbaden verlegt (1902)        

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 13. Februar 1902:       

 
Rechtsanwalt Dr. Seligsohn wird zum Justizrat ernannt (1905)       

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 6. Januar 1905: "Der Charakter als Justizrat wurde verliehen den Rechtsanwälten .... Dr. Seligsohn - Wiesbaden..."     


Bankier Adolph Oppenheimer wurde zum Handelsrichter ernannt (1906)       

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 24. August 1906:      

    
Adolf Deutsch eröffnet ein Restaurant unter Aufsicht der Frankfurter Israelitischen Religionsgesellschaft (1908)       

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 24. Januar 1908:  "Wiesbaden. Wie verlautet, ist hier von Herrn Adolf Deutsch, Sohn des O.-Gyaller orthodoxen Rabbiners und Schwager des Marienbader Restaurateurs David Leitner, ein Restaurant unter Aufsicht der Frankfurter Israelitischen Religionsgesellschaft errichtet worden".    

   
 Zum Tod des Geheimen Sanitätsrates Dr. Richard Heidenheim (1910)     

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 4. Februar 1910: "Wiesbaden, 28. Januar (1910). In der Nacht vom 19. zum 20. Januar verschied hier im Alter von fast 70 Jahren der Geheime Sanitätsrat Dr. Richard Heidenheim, ein Sohn des vor einigen Jahren verstorbenen Rabbiners von Sondershausen, des rühmlichst bekannten Professors Philipp Heidenheim. Er war in gleicher Weise als Arzt und Mensch ausgezeichnet und bekundete für das Judentum stets das lebhafteste Interesse. Unter großer Anteilnahme weiter Kreise fand darum am 23. Januar die Beisetzung auf dem hiesigen israelitischen Friedhof statt, bei der der Bezirksrabbiner Dr. Kober und Vertreter des hiesigen Ärztevereins, der Nassauloge U.O.B.B., des Zentralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens und des Kuratoriums der israelitischen Kinderheilstätte in Bad Kissingen dem Verewigten Worte der Anerkennung und des Dankes nachriefen. Der Münsterische Anzeiger vom 21. Januar widmet ihm folgenden Nachruf: '30 Jahre lang hat er mit unermüdlichem Eifer in unserer Stadt gewirkt, und als er vor 15 Jahren nach Wiesbaden übersiedelte, weil er sich nicht mehr imstande fühlte, seine übergroße Praxis zu bewältigen, hat sein Fortzug allgemein großes Bedauern verursacht. Er war nicht nur ein berufsfreudiger, allezeit hilfsbereiter Arzt, er war auch ein edler, guter Mensch, mit weichem, mitfühlendem Herzen, ein treu wirkender Helfer der Armen, denen er freudig seine ärztliche Tätigkeit ohne Entlohnung widmete, denen er Arzneien und Stärkungsmittel zutrug und mit reichen Geldspenden aushalf, jeden Dank ablehnend. Gar manche Träne hat er getrocknet, und in stiller Verborgenheit unendlich viel Gutes gewirkt. Möge es ihm im Jenseits entlohnt werden.'"          

   
Auszeichnung für Josef Baum (1912)      

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 18. Oktober 1912: "Herr Josef Baum in Wiesbaden, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kaufmanns-Erholungsheime, erhielt den bayerischen Verdienstorden vom heiligen Michael."       
 
Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 11. Oktober 1912:  "Wiesbaden. Josef Baum, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kaufmanns-Erholungsheime, erhielt den bayerischen Verdienstorden vom heiligen Michael". 

  
Zum Tod von B. Bernstein, langjähriger Vorsteher der israelitischen Kultusgemeinde (1913)     

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 4. April 1913: "Der dieser Tage in Wiesbaden verstorbene 80-jährige Rentner B. Bernstein war lange Jahre Mitglied der Stadtverordnetenversammlung. Als Vorsteher der israelitischen Kultusgemeinde welches Amt er 28 Jahre innehatte, erwarb er sich auch um die Entwicklung der Gemeinde und besonders um die Erbauung der Synagoge große Verdienste".        

 
Konzerte des jungen jüdischen Violinisten Theo Ratner aus Wiesbaden (1913 / 1915)   
Anmerkung: Theo Ratner macht auch in den folgenden Jahren eine Karriere als Violinist. Et trat noch bei einem Konzert in der Westend Synagoge am 27. April 1938 auf  Quelle.       

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 12. September 1913:    
 
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 22. Januar 1915:   

      
Zum Tod von Hermann Hertz (1914)        

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 11. Dezember 1914: "Wiesbaden, 4. Dezember (1914). Am 29. vorigen Monats starb hier im Alter von 80 Jahren Herr Hermann Hertz. Weit über seine Heimatstadt erfreute sich der Verstorbene allgemeiner Achtung und Wertschätzung. Wo Not zu lindern, Tränen zu trocknen waren, war Hermann Herz stets an erster Stelle. Aber größer als der Geber selbst ist, wer zum Geben veranlasst, lautet ein Ausspruch unserer alten Weisen, und auch das hat der Verblichene meisterhaft verstanden. Viele Hände, die meistens sonst verschlossen geblieben wären, hat er geöffnet, dass sie den Darbenden Hilfe brachten. Vielen Wohlfahrtsvereinen gehörte er in führender Stellung an. 47 Jahre war er Mitglied der Alliance Israélite Universelle, 40 Jahre war er Schatzmeister und sieben Jahre Vorstandsmitglied der Ortsgruppe der A.J.U. in Wiesbaden. Die Beisetzung fand am 1. Dezember unter großer Beteiligung statt. Januach beschalom = ruhe in Frieden!"        

  
Dr. jur. Siegfried Spier wurde an ein Kriegsgericht in Belgien berufen (1914)        

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 25. Dezember 1914: "Dr. jur. Siegfried Spier in Wiesbaden wurde mit dem Rang eines Oberleutnants an ein Kriegsgericht in Belgien berufen."       

 
Zum Tod von Bankier Adolph Oppenheimer (1915)      

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 2. September 1915:      

  
70. Geburtstag der Frau von Benjamin Wolf (1916)       

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 21. April 1916:        

  
Kriegsauszeichnung für den Referendar Paul Sulzberger (1916)      

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 1. September 1916:    


Kriegsauszeichnung für Landsturmmann Sally Callmann (1916)        

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 27. Oktober 1916:    

      
Zum Tod von Lehrer Hirsch Kahn (1927 in Wiesbaden)   
Anmerkung: Lehrer Hirsch Kahn (geb. 22. Mai 1863 in Niederstetten als Sohn von Moses Kahn und Fanny geb. Sicherer) kam Mitte der 1880er-Jahre als Lehrer nach Edelfingen, wo es sich 1888 mit Karoline geb. Frank (geb. 8. Juli 1862 in Edelfingen als Tochter von David Frank und Gilda geb. Bär) verheiratete. Das Paar hatte neun Kinder, die zwischen 1888 und 1905 geboren sind. Hirsch Kahn ist am 25. Juni 1927 in Wiesbaden gestorben. Von seinen Kindern wurde die 1894 geborene Tochter Fanny verheiratete Badmann 1941 von Frankfurt in das Ghetto Lodz (Litzmannstadt) deportiert wurden; sie ist umgekommen.    

Artikel in der "Gemeindezeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Juli 1927: "Edelfingen. Am 25. Juni starb in Wiesbaden, wo er im Ruhestand lebte, der um unsere Gemeinde hochverdiente Volksschullehrer Hirsch Kahn. Kahn war am 22. Mai 1863 in Niederstetten geboren. Nach dem Besuch der dortigen Realschule hatte er die Präparandenanstalt und dann das Seminar in Künzelsau besucht. Nachdem er 1881 die erste Volksschullehrer- und Vorsängerprüfung bestanden, kam er zunächst als Amtsverweser nach Archshofen, wo er bis zum August 1886 wirkte. Von da an war er bis zu seiner Zurruhesetzung am 1. Oktober 1923 als Lehrer und Vorsänger in Edelfingen tätig. Nach der Aufhebung der dortigen Stelle verzog er nach Wiesbaden. An seinem Grabe überbrachte Vorsänger Ottensoser die letzten Grüße der Gemeinde Edelfingen dem Dahingeschiedenen. Das Andenken an den vorzüglichen Lehrer und vorbildlichen Seelsorger der Gemeinde sei gesegnet."       

   

 Beileidskarte von Lehrer Isak Oberndörfer an die 
Lehrerwitwe Kahn in Wiesbaden (1927)
    
 Niederstetten Dok 115.jpg (116756 Byte)  Niederstetten Dok 115a.jpg (82854 Byte)

Die Beileidskarte zum Tod von Hauptlehrer Hirsch Kahn wurde am 28. Juni 1927 von Niederstetten an seine Witwe in Wiesbaden geschickt. Absender war die Lehrerfamilie Oberndörfer aus Niederstetten. Lehrer Isak Oberndörfer schrieb als früherer Kollege von Lehrer Kahn: " Stets wird das Gedenken an den guten Menschen, den lieben Kollegen, den tüchtigen Pädagogen in Ehren gehalten werden ". Am Schluss der Karte findet sich der jüdisch-hebräische Beileidswunsch " Hamokam yenachem eschem b'soch sh'ar aveilei Tzion vYrushalayim", d.h. " Möge der Allmächtige Euch trösten unter den anderen Trauernden von Zion und Jerusalem". 
Hirsch Kahn selbst war (s.o.) gebürtig aus Niederstetten.   

   
77. Geburtstag von Simon Möllerich (1928)   

Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom 17. Februar 1928: "Wiesbaden. Am 2. Februar feierte Herr Simon Möllerich, jetzt in Wiesbaden wohnhaft, seinen 77. Geburtstag in ausgezeichneter Geistesfrische. Lange Jahre unterhielt derselbe ein größeres Zigarrengeschäft in Marburg a.L., wo er seinen Wohnsitz hatte."       


Werbung für Wiesbaden und das koscher geführte Hotel Kronprinz (1931)     

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. Dezember 1931:      

     
Kaufmann Salomon Rosenstrauch und der Milchhändler Kassel wurden von Nationalsozialisten ermordet (1933)     

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 27. April 1933:       

  
Über Paul Yogi Mayer (1912-2011)   
Zusätzlich eingestellt: Beitrag von Dorothee Lottmann-Kaeseler von 2009/2011 zum Abschied von Paul Yogi Mayer (1912-2011) 
Paul Yogi Mayer ist in Kreuznach geboren und später in Wiesbaden aufgewachsen. 1939 ist er aus Deutschland geflohen. Er lebte mit seiner Familie in England (London). Er publizierte Bücher zur Sportgeschichte wie "Jüdische Olympiasieger" (2000 deutsch, 2004 englisch, Informationsseite bei s-port.de). Viele Jahre kam Paul Yogi Mayer nach Wiesbaden und sprach als Zeitzeuge vor Hunderten von Schülern.  
Vgl. Artikel im "Tagesspiegel" vom 21. Juli 2011: "Nachruf auf Paul Yogi Mayer - Kämpfer gegen antisemitische Sport-Propaganda"   
  
  
  
Berichte zu einzelnen jüdischen Kurgästen   
Der Vorsitzender des Vorstandes der Kölner Synagogengemeinde Jacob de Jonge und seine Frau feiern in Wiesbaden ihre goldene Hochzeit (1903)     

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 26. Juni 1903:     

    
Sir Jakob Sasson macht eine Stiftung für die Privatklinik von Dr. Pagenstecher (1914)     

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 7. August 1914:      

  
  
  
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen    
Anzeige des Manufaktur-Geschäftes von Joseph Wolf (1872)   

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 20. März 1872:        

 
Anzeige des Bad-Hauses zum gold'nen Brunnen von Simon Ullmann (1876)          

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 2. August 1876:          

   
Anzeige der koscher geführten Hotels und Restaurants "Zum Badischen Hof" von H. Hirschberger und des "Kronprinz" von T. Rückersberg  (1893)      

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Mai 1892:    
 
Anzeigen in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. September 1893:       

    
Anzeige der Metzgerei S. Levita in Sonnenberg (1904)   

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 5. Mai 1904: "Suche einen
braven Jungen
, a
us achtbarer Familie, der die Metzgerei gründlich erlernen will. 
S. Levita,
Metzger, Sonnenberg bei Wiesbaden".    


Anzeige der Metzgerei Hermann Heimann in Sonnenberg (1906)      

Anzeige im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 2. März 1906:    

   
Kritische Anmerkung zu einem jüdischen Metzger, der auch Schweinfleisch anbietet (1908)         

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 8. Oktober 1908:     

  
Verlobungsanzeige von Rosy Ehrenfeld und Siegberg Moch (1936)    

Wiesbaden JuedRundschau 19051936.jpg (67940 Byte)Anzeige in der "Jüdischen Rundschau" vom 19. Mai 1936: 
"Rosy Ehrenfeld - Siegbert Moch. Verlobte.  
Wiesbaden Adolfstr. 16  -  Limburg  /  Wiesbaden, Schichterstr. 10  
Empfang: Sonntag, 24. Mai 1936".    

   
Nach der Emigration: Todesanzeige für Berta Zeitlin geb. Eliasberg (1945)     

Anzeige in der Zeitschrift "Der Aufbau" vom 20. Juli 1945: In tiefer Trauer zeigen wir an, dass unsere liebe Mutter
 Berta Zeitlin geb. Elisasberg (früher Wiesbaden
am 8. Juli 1945 in Haifa, Palästina, gestorben ist.  
Dr. Egon und Betty Zeitlin,
P.O.B. 50, Haifa, Palestine;  
Anton und Frieda Lourié
, 1551 N. Courtney Ave., Los Angeles, Calif.   
Staff Sergeant Roger Martin,
with the British Army; sowie alle Enkelkinder."             

   
   
Weitere Dokumente 
(aus der Sammlung von Peter Karl Müller, Kirchheim / Ries)  

Postkarte von A. Liebmann 
(Wiesbaden) (1905)
   
 Wiesbaden Dok 15050.jpg (117139 Byte)  Wiesbaden Dok 15050a.jpg (124632 Byte)

Die Postkarte (geschäftlich) von A. Liebmann in Wiesbaden, wurde versandt nach Mainz am 28. Oktober 1905.
Albert Liebmann (geb. 14. November 1876 in Mainz) war seit Juli 1902 verheiratet mit Margarete Dorothea geb. Bragenheim aus Bützow - Mecklenburg. Das Ehepaar hatte einen Sohn Friedrich, dem in der NS-Zeit die Emigration nach Australien gelang. Als das Ehepaar im August 1942 den Deportationsbescheid erhält, sahen Sie keinen Ausweg mehr und schieden am 26. August 1942 freiwillig aus dem Leben.
Quelle: http://www.am-spiegelgasse.de/wp-content/downloads/erinnerungsblaetter/EB-Liebmann.pdf  

    
    
    
Erinnerungen an einzelne Personen in der Stadt 
Anmerkung: in Wiesbaden erinnern heute mehrere Straßen, Denkmale und Gedenksteine (einschließlich der "Stolpersteine") an frühere jüdische Einwohner und ihr Geschichte beziehungsweise ihr Schicksal. Exemplarisch wird hier vorgestellt der "Geschwister-Stock-Platz". Zu weiteren Gedenkorten in Wiesbaden vergleiche die Zusammenstellung bei http://www.wiesbaden.de/kultur/stadtgeschichte/gedenkorte/index.php    

Zur Erinnerung an die jüdischen 
Kinder Josef und Rosel Stock: der "Geschwister-Stock-Platz"
 
(Fotos: Stefan Haas)  
Wiesbaden K1600_IMG_8560.jpg (173630 Byte) Wiesbaden K1600_IMG_8555.jpg (132847 Byte) Wiesbaden K1600_IMG_8551.jpg (164635 Byte)
  Josef und Rosel Stock (geb. 1934 bzw. 1937) wurden 1942 - zusammen mit ihren Eltern Johanna und James Stock - deportiert und ermordet. Am "Geschwister-Stock-Platz" erinnert eine Informationstafel an das Schicksal der beiden Kinder. Auch die Städtische Kindertagesstätte und die beiden Bushaltestellen tragen ihren Namen.  
Weitere Informationen: http://www.wiesbaden.de/kultur/stadtgeschichte/gedenkorte/stele-geschwister-stock.php  
       
       

         

         

         

         

 

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Stand: 01. November 2015