Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Gießen (Hessen)
Texte/Berichte zur jüdischen Geschichte der Stadt -
Berichte aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben  

Die nachstehend wiedergegebenen Texte mit Beiträgen zur jüdischen Geschichte in Gießen wurden in jüdischen Periodika gefunden. 
Bei Gelegenheit werden weitere Texte eingestellt. Neueste Einstellung am 2.12.2014.   
     
Die meisten Texte dieser Seite konnten noch nicht abgeschrieben werden - bei Interesse bitte Textabbildungen anklicken. 
    
  
 

Übersicht:  

Berichte aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben   
-  Die Befürworter von liberalen Reformen in der Gemeinde formieren sich (1845)   
-  Leichenteile aus der Anatomie der Universität werden auf Initiative von Rabbiner Dr. Levi nun würdiger beigesetzt sowie andere Mitteilungen (1860) 
-  Ein jüdisches Brautpaar lehnt den traditionellen Brauch bezüglich der Chaliza ab (1862)  
-  Die liberalen Reformen sind an Gießen "so ziemlich alle ... spurlos vorübergegangen" (1863)  
Über jüdische Strafgefangene im Großherzogtum Hessen (u.a. Marienschloß) - Lehrer Levi aus Angenrod wird Lehrer an der Vorschule des Gymnasiums in Gießen - Umbenennung der "Judengasse" in Gießen in "Rittergasse" (1880) 
-  Die Israelitische Religionsgesellschaft bildet sich (1886)   
-  Über die Zahl der jüdischen Gefängnisinsassen in Hessen - Bericht von Rabbiner Dr. Levi (1888)  
Z
um Ergebnis der Reichstagswahl in Gießen (1890)  
-  Antisemitische Provokationen (1891)  
-  Die Beeidigung der Rekruten wird ohne konfessionelle Trennung vorgenommen (1891)  
-  (Kleine) Niederlage für die Antisemiten (1891) 
D
er Gelehrte Carl Vogt äußert sich über den Antisemitismus (1892)  
Über den "Verein zur Beförderung des Handwerks unter den Israeliten in Oberhessen" (1894)   
-  Erfolgreiche Arbeit des Talmud-Tora-Vereins (1894)   
-  Gründe für die Abspaltung der Israelitischen Religionsgesellschaft und Hoffnung auf Wiedervereinigung der beiden Gemeinden (1894)   
-  Neun Jahre Israelitische Religionsgesellschaft (1895) 
Gründung eines "Vereines für jüdische Geschichte und Literatur" (1902)    
Vortrag im "Verein zur Förderung des Handwerks unter den Juden in Gießen" (1902)   
-  Vortrag von Dr. Adolf Kohut im "Verein für jüdische Geschichte und Literatur" (1903) 
Vortrag von Rabbiner Dr. Hirschfeld im "Verein der Sabbatfreunde" (1906)   
Vortrag von Rabbiner Dr. Cahn (Fulda) im "Verein der Sabbatfreunde" (1907)    
-  Generalversammlung des Israelitischen Frauenvereins (1909)   
-  Über die Zuschläge auf die Einkommensteuer in den einzelnen jüdischen Gemeinden im Bezirk Gießen (1909)   
-  Der antisemitische Kandidat in Gießen siegt bei der Reichstagswahl (1911)  
-  Aus der Gießener Medizinerschaft sollen alle jüdischen Personen ausgeschlossen werden (1919)  
-  Jüdische Schüler werden belästigt, Fenster jüdischer Wohnungen und der Synagoge werden eingeworfen (1920) 
Der Landtag von Hessen beschäftigt sich mit den antisemitischen Exzessen an der Universität Gießen (1921)    
-  Vortrag von Rabbiner Dr. Dienemann vor dem Reichsbund jüdischer Frontsoldaten (1921)  
-  Gemeindeveranstaltungen im Winter 1921/22 (1921)  
-  Vortrag von Oberkantor Magnus Davidsohn in der Synagoge (1922) 
40-jähriges Bestehen der Israelitischen Religionsgesellschaft (1927)  
Das Lektorat für rabbinische Wissenschaften an der Universität soll wieder eingerichtet werden - 60-jähriges Bestehen der Synagoge der Religionsgemeinschaft - Zum Tod von Justizrat Dr. Katz  (1927)  
Verworfene Revision des Nationalsozialisten Haselmeyer - Renovierung des Gemeindehauses der Religionsgemeinde (1927)  
An den Universitätskliniken soll eine Koscherküche eingerichtet werden und andere Mitteilungen (1927)  
Kinderkostümfest des israelitischen Frauenvereins (1928) 
Landeskonferenz der jüdischen Lehrerschaft Hessens in Gießen (1929)  
Vortragsabend über Palästina  -  Wahlen in der orthodoxen Religionsgesellschaft (1929)   
Mendelssohnfeier der liberalen Religionsgemeinde (1929)  
Abendveranstaltung des Jüdischen Jugendbundes (1929)   
Erfolge der Nationalsozialisten bei den Wahlen der Gießener Studentenschaft - antisemitischer Vorfall gegen das Gießener Stadttheater in Alsfeld (1930)  
-  Die jüdischen Pferdehändler sind vom Pferdemarkt ausgeschlossen (1933)  
-  Vortrag von Rabbiner H. Mayer aus Frankfurt in der Israelitischen Religionsgesellschaft (1934) 
-  Kundgebung des "Misrachi" (1935)  
-  Gemeindebeschreibung von 1936  

    
    
Berichte aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben   
Die Befürworter von liberalen Reformen in der Gemeinde formieren sich (1845)  

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 9. Juni 1845:       

  
Leichenteile aus der Anatomie der Universität werden auf Initiative von Rabbiner Dr. Levi nun würdiger beigesetzt sowie andere Mitteilungen (1860)  

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 18. September 1860:        

  
Ein jüdisches Brautpaar lehnt den traditionellen Brauch bezüglich der Chaliza ab (1862)     

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 19. August 1862:      

  
Die liberalen Reformen sind an Gießen bislang "so ziemlich alle ... spurlos vorübergegangen" (1863)   

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 29. Dezember 1863:      

  
Über jüdische Strafgefangene im Großherzogtum Hessen (u.a. Marienschloß) - Lehrer Levi aus Angenrod wird Lehrer an der Vorschule des Gymnasiums in Gie0en - Umbenennung der "Judengasse" in Gießen in "Rittergasse" (1880)      

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 16. März 1880: "Gießen, 8. Februar (1880). Über den geringen Prozentsatz, den die Juden des Großherzogtums Hessen zu den Strafgefangenen des Landeszuchthauses Marienschloß liefern, ist bereits voriges Jahr in diesem Blatte berichtet worden. Es liegt mir nun aber der 20. Hauptrechenschaftsbericht des Vereins zur Unterstützung und Beaufsichtigung der aus den Strafanstalten des Landes Entlassenen aus den Jahren 1876-1877 vor. Darnach haben im Jahre 1878 in den 4 Strafanstalten Marienschloß, Darmstadt, Mainz und Dieburg im Ganzen 2029 Gefangene sich befunden, darunter nur 28 Juden, also der 72. Teil, während diese doch schon den 33 Teil der Einwohnerschaft des Landes bilden. Es sollte mich wundern, wenn die Herren Antisemiten diese Erscheinung nicht damit erklären wollten, dass es den Juden an Mut zur Verübung von Schlechtigkeiten fehle. Ad vocem Antisemiten, habe ich schon oft bei mir gedacht: 'nomen omen', oder 'kischmo ken hu' (= 'wie sein Name, so ist er'). Denn es gibt für diese Herren schlechterdings keine bessere Bezeichnung, als die sie sich selbst beilegen: 'antisemitisch'. Ihr ganzes liebloses Gebaren ist antisemitisch, das heißt anti dem Geiste der Liebe, der sich in den Männern semitischen Blutes Alten und Neuen Testaments kund gibt, jenen Männern, denen die antisemitischen Herren der Gegenwart nicht würdig wären, die Schuhriemen zu lösen. - Sodann ist ein weiterer Fortschritt zu Gunsten unserer Glaubensgenossen im Schulwesen des Großherzogtums zu verzeichnen. Der seitherige Elementarlehrer Levi zu Angenrod ist zum Lehrer an der Vorschule des hiesigen (= Gießen) Gymnasiums ernannt worden, das heißt nicht zum Religionslehrer, sondern zum ordentlichen Klassenlehrer. Vielleicht der erste derartige Fall in Deutschland. - Das Dritte, was ich Ihnen zu melden habe, dürfte vielleicht da und dort einen Sporn zur Nachahmung abgeben. Ich hatte an unseren Stadtvorstande folgendes Schreiben gerichtet: ...'Bei dieser Gelegenheit wollte ich mir die Bitte erlauben, Sie möchten geneigt sein, der im Neustadter Stadtviertel gelegenen sog. Judengasse einen anderen Namen zu geben. Seit ich hier lebe, also seit mehr denn 50 Jahren, wohnen meine Glaubensgenossen, gegenwärtig 120 Familien, überall in der Stadt, nur nicht in jener Gasse. Herr H. B. allein hat einige Zeit zur Miete darin gewohnt, ist aber auch daraus weggezogen. Es wäre an der Zeit, dass aus den Mauern unserer aufgeklärten Stadt, mit so humanem Vorstand an der Spitze, ein solches mittelalterliches zweck- und gegenstandsloses Überbleibsel schwinde, das nur geeignet ist, in einem Teile ihrer Einwohnerschaft unangenehme Empfindungen zu wecken. Mit- und Nachwelt Gießens braucht nicht daran erinnert zu werden, dass es hier jemals ein Ghetto gegeben hat. Und die Anwohner jener Gasse werden die Umtaufe derselben gewiss nicht ungern vernehmen.' Unser Stadtvorstand ist hierauf mit größter Bereitwilligkeit eingegangen und hat sofort die Judengasse nach einem benachbarten den Namen 'Ritter' führenden Hause in eine 'Rittergasse' umgetauft. Vivat sequentes!  Dr. Levi."      

 
Die Israelitische Religionsgesellschaft bildet sich (1886)   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 15. November 1886:     

  
Über die Zahl der jüdischen Gefängnisinsassen in Hessen - Bericht von Rabbiner Dr. Levi (1888) 

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 15. März 1888:      

    
Zum Ergebnis der Reichstagswahl in Gießen (1890)      

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 18. April 1890:          


Antisemitische Provokationen (1891)   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 15. Januar 1891: "Gießen, 8. Januar (1891). Ein würdiges Seitenstück zu dem von Ihnen gemeldeten Wormser Vorgang ist leider von hier zu berichten. Am Samstag, den 3. dieses Monats, nachts 12 Uhr, betraten zwei als durchaus ehrenwert und besonnen bekannte junge Leute, ein Christ und ein Jude, das Seitenzimmer des Café Hetler und ließen sich an einem leeren Tische nieder. Außer ihnen befanden sich in dem Raume nur noch 3 Korpsstudenten und ein Fortassessor, die ohne jede Veranlassung die Letztgekommenen zu hänseln und aufzureizen begannen, Äußerungen wie: 'Kerle saufen nur Wasser,' 'müssen die Kerle 'rausekeln', 'werft doch die Judenbuben 'raus', usw. fielen, ohne von der Gegenseite, die augenscheinlich jeden Auftritt vermeiden wollte, beachtet zu werden. Schließlich erhob sich einer dieser vielversprechenden Jünglinge und fasste, nachdem er die zum Hauptraume führende Türe geschlossen und eine andere geöffnet hatte, den einen der beiden Herren mit dem Ausruf an die Brust: 'Junger Mann, wollen Sie gutwillig herausgehen?' Bei der sich naturgemäß entwickelnden Prügelei (4 gegen 2) wurde sogar von dem Hirschfänger des Forstassessors Gebrauch gemacht."       
 
Mitteilung in der "Allgemeinen Jüdischen Zeitung" vom 22. Januar 1891:     

      
Die Beeidigung der Rekruten wird ohne konfessionelle Trennung vorgenommen (1891)   

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 20. November 1891:      

   
(Kleine) Niederlage für die Antisemiten (1891)  

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 5. März 1891:     

    
Der Gelehrte Carl Vogt äußert sich über den Antisemitismus (1892)       

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 15. Juli 1892:            

     
Über den "Verein zur Beförderung des Handwerks unter den Israeliten in Oberhessen" (1894)      

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 11. Mai 1894:          

 
Erfolgreiche Arbeit des Talmud-Tora-Vereins (1894)   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 14. Juni 1894:    

  
Gründe für die Abspaltung der Israelitischen Religionsgesellschaft und Hoffnung auf Wiedervereinigung der beiden Gemeinden (1894)  

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 7. September 1894:       

  
Neun Jahre Israelitische Religionsgesellschaft (1895) 

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. April 1895:     

     
Gründung eines "Vereines für jüdische Geschichte und Literatur" (1902)    

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 20. November 1902: "Gießen, 19. November (1902). Am 2. dieses Monats wurde dahier ein 'Verein für jüdische Geschichte und Literatur' gegründet, dem bis heute schon über hundert Mitglieder beigetreten sind. Diese rekrutieren sich aus den Mitgliedern der beiden hiesigen Religionsgemeinschaften, der Studentenschaft und den jungen Kaufleuten. Gemäß der in der Generalversammlung vom 16. dieses Monats genehmigten Statuten findet alle 14 Tage ein Diskussionsabend im Vereinslokale und im Laufe des Winters 5-6 Vorträge statt, wozu neben den einheimischen Kräften auch auswärtige Redner berufen werden sollen. So spricht bereits am 23. dieses Monats Herr Landrabbiner Dr. Prager aus Kassel im Saale des 'Hotel Einhorn' dahier. Vorsitzender des Vereins ist Herr Provinzialrabbiner Dr. Sander. Möge der junge Verein blühen, wachsen und gedeihen."      
 
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24. November 1902: "Gießen, 23. November (1902). Sie berichteten in voriger Nummer Ihres Blattes, dass hier ein Verein für jüdische Geschichte und Literatur begründet wurde, dem auch Mitglieder der hiesigen Religionsgesellschaft beigetreten seien. Wie ich nun von zuständiger Seite erfahre, stehen die leitenden Kreise der hiesigen israelitischen Religionsgesellschaft dem neuen Vereine vollständig fern."      

 
Vortrag im "Verein zur Förderung des Handwerks unter den Juden in Gießen" (1902)     

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. Dezember 1902:  "Gießen, 8. Dezember (1902). Im 'Verein zur Förderung des Handwerks unter den Juden in Gießen' hielt gestern Abend Herr Alfred Fröhlich von hier vor einer zahlreich erschienenen Zuhörerschaft einen mit großem Beifall aufgenommenen dreiviertelstündigen Vortrag über das Thema: 'Bedeutende jüdische Frauen in der Geschichte.' Nachdem der Redner einen übersichtlichen Blick auf die Stellung des jüdischen Weibes im Allgemeinen gelenkt hatte, anfügend und mit Beispielen belegend, dass die jüdische Frau zu allen Zeiten als helfende Genossin und nicht als Sklavin auftrat, dass ihr Wirkungskreis stets das Haus war, dass ihr die Pflege und Erziehung der Kinder oblag, dass ihr nicht allein von Seiten des Gatten, sondern auch von Fremden stets besondere Hochachtung gezollt wurde, dass es ihr an aufopfernder Liebe nie gefehlt hatte, dass sie an allen öffentlichen Ereignissen, an den festlichen Versammlungen, ... allgemeinen Wohl und Wege ihres Volkes lebhaft teilnahm, schilderte er die bedeutendsten jüdischen Frauen, die als Fürstinnen, Märtyrerinnen auftraten. Der wirkungsvolle Vortrag wurde zum Schluss reichlich applaudiert und dem Redner namens des Vereins von dessen Vorsitzenden, Herrn Dr. Stamm, öffentlicher Dank ausgesprochen."      

   
Vortrag von Dr. Adolf Kohut im "Verein für jüdische Geschichte und Literatur" (1903)   

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 20. März 1903:     

   
Vortrag von Rabbiner Dr. Hirschfeld im "Verein der Sabbatfreunde" (1906)     

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 23. November 1906:   

    
Vortrag von Rabbiner Dr. Cahn (Fulda) im "Verein der Sabbatfreunde" (1907)       

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 4. Januar 1907:  "Gießen. Am Sonntag, den 23. Dezember (1906) hielt Herr Provinzialrabbiner Dr. Cahn - Fulda hier im 'Verein der Sabbatfreunde' einen Vortrag über das Thema 'Wissenschaftliches Judentum und jüdisches Wissen', in welchem Redner den ungeheuren Unterschied zwischen den beiden angeführten so ähnlich klingenden Termini, die Entstehungszeit der Reformbewegung und die segensreiche Tätigkeit S. R. Hirsch's für die Erhaltung des orthodoxen Judentums besprach. Dann machte Herr Provinzialrabbiner Dr. Hirschfeld - Gießen Mitteilung von der Errichtung eines Lesesaals des Vereins, wo sich die Mitglieder, besonders die Jugend, zum Lesen jüdischer Zeitschriften und Bücher versammeln werden. M.S."            


Generalversammlung des Israelitischen Frauenvereins (1909)   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. März 1909:    

  
Über die Zuschläge auf die Einkommensteuer in den einzelnen jüdischen Gemeinden im Bezirk Gießen (1909)      

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 25. Mai 1909:    

  
Der antisemitische Kandidat in Gießen siegt bei der Reichstagswahl (1911)  

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 31. März 1911:      

  
Aus der Gießener Medizinerschaft sollen alle jüdischen Personen ausgeschlossen werden (1919)   

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 19. Dezember 1919:      

  
Jüdische Schüler werden belästigt, Fenster jüdischer Wohnungen und der Synagoge werden eingeworfen (1920)  

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. Januar 1920: "Gießen, 2. Januar (1920). Die Gießener israelitische Religionsgesellschaft richtete ein Anschreiben an den Magistrat, in dem sie sich über das ungezogene Benehmen der Schüler der Gießener höheren Lehranstalten gegen die jüdischen Mitschüler und die Verrohung, die sich in der Zertrümmerung der Fenster jüdischer Wohnungen und Gotteshäuser kundtut, beschweren. Der Oberbürgermeister erklärte, dass die Stadtverwaltung für die Abstellung der Missstände unzuständig sei, dass aber ein Einschreiten der zuständigen Stellen geboten erscheine."      

  
Vortrag von Rabbiner Dr. Dienemann vor dem Reichsbund jüdischer Frontsoldaten (1921)   

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 21. Januar 1921:      

  
Der Landtag von Hessen beschäftigt sich mit den antisemitischen Exzessen an der Universität Gießen (1921)            

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 30. Juni 1921:       

 
Gemeindeveranstaltungen im Winter 1921/22 (1921)   

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 23. Dezember 1921:       

  
Vortrag von Oberkantor Magnus Davidsohn in der Synagoge (1922)   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. März 1922:     

     
40-jähriges Bestehen der Israelitischen Religionsgesellschaft (1927)      

Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom 21. Januar 1927:      

      
Das Lektorat für rabbinische Wissenschaften an der Universität soll wieder eingerichtet werden - 60-jähriges Bestehen der Synagoge der Religionsgemeinschaft - Zum Tod von Justizrat Dr. Katz  (1927)       

Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom 13. Mai 1927:     


Verworfene Revision des Nationalsozialisten Haselmeyer - Renovierung des Gemeindehauses der Religionsgemeinde (1927)     

Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom 20. Mai 1927:     


An den Universitätskliniken soll eine Koscherküche eingerichtet werden und andere Mitteilungen (1927)      

Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom 3. Juni 1927:  "Gießen. Bei der letzten Sitzung des Oberrates des hessischen Gemeindeverbandes in Mainz wurde mitgeteilt, dass die in der Umgebung Gießens liegenden Gemeinden Wieseck und Laubach (statt: Lanbach) dem Verband beigetreten sind. Weiter wurde Herr Rabbiner Dr. Sander beauftragt, die in Verfall geratenen geschlossenen Friedhöfe Oberhessens zu besichtigen und nötigenfalls, soweit es möglich ist, für Abhilfe zu sorgen. Außerdem wurden die Mittel zur Besoldung einer Köchin bewilligt, die an einer noch zu errichtenden Koscherküche in den Universitätskliniken angestellt werden soll. Da hier aus ganz Hessen jüdische Patienten zusammenkommen, ist eine koschere Verpflegung unbedingt nötig. Dementsprechend trat man an das Landesamt für das Bildungswesen in Darmstadt heran, bei dem die Entscheidung liegt."       

  
Kinderkostümfest des Israelitischen Frauenvereins (1928)      

Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Wiesbaden und Umgebung" vom 17. Februar 1928: "Gießen. Sonntag, den 12. Februar, veranstaltete der Israelitische Frauenverein ein wohlgelungenes Kinderkostümfest als Vorfeier für Purim auf der Liebigshöhe. Der Besuch von groß und klein war ein außerordentlich zahlreicher. Ungefähr 130 Kinder wurden mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Zuerst wurde ein Prolog gesprochen. Dann folgten sehr gut einstudierte Tänze verschiedener Art in besonders netten Kostümen. Die Jazzkapelle bestand aus 14-jährigen Buben, die alle durch ihre fidele Musik erfreuten, zu der auch die größere und kleinere Jugend fleißig tanzte."          
 
Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom 17. Februar 1928:    

    
Landeskonferenz der jüdischen Lehrerschaft Hessens in Gießen (1929)     

Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom 17. Mai 1929:    

 
Vortragsabend über Palästina  -  Wahlen in der orthodoxen Religionsgesellschaft (1929)      

Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom 16. August 1929:    

  
Mendelssohnfeier der liberalen Religionsgemeinde (1929)     

Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom 13. September 1929:     

  
Abendveranstaltung des Jüdischen Jugendbundes (1929)      

Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom 6. Dezember 1929:      

    
Erfolge der Nationalsozialisten bei den Wahlen der Gießener Studentenschaft - antisemitischer Vorfall gegen das Gießener Stadttheater in Alsfeld (1930)     

Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom 12. März 1930:  "Gießen. Die Wahlen zur Kammer der Gießener Studentenschaft (im Volksstaat Hessen besitzen die Studentenschaften noch die staatliche Anerkennung und dürfen Zwangsbeiträge einziehen) brachten die Nationalsozialisten auf einen Schlag neun Sitze von den insgesamt 25 ein. Die Republikaner erhielten 4 (4) Sitze, die Großdeutschen diesmal nur 12 (21) Sitze. Die nationalsozialistische Hetzpropaganda hat mit ihrer Presse und den Flugblättern, die in der Universität verteilt wurden und die in bekanntem, keinesfalls akademischem Ton über Juden und Judengenossen herzogen, ihre Schuldigkeit getan. - Wie uns von der Intendanz des Gießener Stadttheaters mitgeteilt wird, hat die nationalsozialistische Propaganda auf dem flachen Land auch schon dem Gießener Theater zu unliebsamen Zwischenfällen verholfen. Ein bezeichnender Vorfall am letzten Sonntag: das Gießener Ensemble, unter dem sich auch einige Juden befinden, gibt es Alsfeld ein Gastspiel. So oft nun die jüdische Künstlerin Frl. Heß auftrat, wurde aus einer bestimmten Ecke von einigen Zuschauern gezischt und gepfiffen. Es stellte sich heraus, dass es Nationalsozialisten waren, die unter der Anführung eines Gießener Studenten bewusst störten und ruhig angaben, dass sie allein das Auftreten einer jüdischen Schauspielerin dazu veranlasse. Als Frl. Heß zu Beginn des nächsten Aktes wieder auftrat, gab das Publikum den Störenfrieden, denen man inzwischen das Handwerk gründlich gelegt hatte, die rechte Antwort: Ein spontaner Beifall setzte auf offener Szene ein. Bürgermeister Völsing sprach dem Ensemble sein aufrichtiges Bedauern über den Vorfall aus."      

    
Die jüdischen Pferdehändler sind vom Pferdemarkt ausgeschlossen (1933)   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 28. September 1933:   

  
Vortrag von Rabbiner H. Mayer aus Frankfurt in der Israelitischen Religionsgesellschaft (1934)   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 14. Juni 1934:     

  
Kundgebung des "Misrachi" (1935)   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 5. Dezember 1935:    

   
Gemeindebeschreibung von 1936    

Artikel im "Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt" vom Oktober 1936 S. 29:    

  

  

  

  

  

 

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Stand: 16. Dezember 2014