Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Lich (Kreis Gießen)
Jüdische Geschichte / Synagoge  
  

Übersicht:  

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer   
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde   
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen  
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Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen 
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Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)         
    
In Lich bestand eine jüdische Gemeinde bis 1938/40. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 17. Jahrhunderts zurück. 1622 werden erstmals Juden in der Stadt genannt, 1628 wurden 26 jüdische Einwohner gezählt. Bis 1740 waren neun jüdische Familien ansässig geworden, die vom Handel lebten.  
 
Unter den im 18. Jahrhundert zugezogenen Familien war die aus Frankreich stammende - nach Arnsberg zunächst auf der Ronneburg lebende - Familie des Moses Löb, deren Nachkommen sich später nach ihrem Herkunftsort Chambré (Ortsname Chambray) nannten (vgl. zur Geschichte der Familie im Bericht über Ernst Ludwig Chambré). Familie Chambré spielte im jüdischen Leben der Stadt in der Folgezeit eine besondere Rolle: immer gehörte ein Mitglied der Familie dem Gemeindevorstand an.       
   
Die Zahl der jüdischen Einwohner entwickelte sich im 19. Jahrhundert wie folgt: 1818 15 jüdische Familien mit zusammen 60 Personen, 1828 71 jüdische Einwohner (3,3 % von insgesamt 2.143), 1861 57 (2,5 % von 2.297), 1880 63 (2,4 % von 2.577), 1900 69 (2,5 % von 2.396), 1910 61 (2,2 % von 2.749). In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts lebten in der Umgebung von Lich auch wenige Juden auf den Gemarkungen Kolnhausen, Hof Albach und Mühlsachsen, die zur Gemeinde in Lich gehörten. Bekannte Namen jüdischer Familien in Lich waren: Bing, Bamberger, Chambré, Goldschmdt, Isaak, Katz, Lind, Oppenheimer, Sommer, Stiefel und Windecker.  

An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine Religionsschule, ein rituelles Bad (zumindest noch in der Mitte des 19. Jahrhunderts) und ein Friedhof. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war zeitweise ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war (vgl. Ausschreibung unten). Erstmals wird 1823 als Vorsänger Seligmann Behr genannt (gest. 1833). Als Lehrer werden genannt: um 1860 Lehrer Wertheimer (erwähnt in einem Bericht über eine Lehrerkonferenz in Gießen 1860). In den Zeiten, in denen die Gemeinde keinen eigenen Lehrer angestellt hatte, übernahm den Unterricht ein auswärtiger Lehrer. Die Gemeinde gehörte zum liberalen Provinzialrabbinat Oberhessen mit Sitz in Gießen.  
 
Um 1924, als zur jüdischen Gemeinde 75 Personen gehörten, waren die Vorsteher der Gemeinde Moses Chambré, Max Chambré und Hermann Goldschmidt. Als Schochet war Bernhard Lind tätig. Die damals neun schulpflichtigen Kinder der Gemeinde erhielten ihren Religionsunterricht durch Lehrer Grünebaum aus Gießen. 1925 wurde der bis in Jesberg tätige Lehrer Jakob Höxter zum neuen Lehrer, Vorbeter und Schochet in Lich gewählt (siehe Bericht unten). Ob er die Stelle überhaupt angetreten oder nach kurzer Zeit Lich wieder verlassen hat, ist unklar; jedenfalls trat er bereits 1926 in Heldenbergen die Lehrerstelle an.  1932 waren die Gemeindevorsteher Emil Isaak (1. Vors.) und Hermann Goldschmidt; dazu wurde in diesem Jahr der Getreidehändler Siegmund Chambré in den Vorstand gewählt. Als Schochet war weiterhin Bernhard Lind tätig. Im Schuljahr 1931/32 erhielten acht Kinder Religionsunterricht.    
  
1933 lebten 73 jüdische Personen in Lich. Sie waren bis dahin in der Stadt vollkommen integriert und im Besitz einiger für das wirtschaftliche Leben der Stadt wichtigen Gewerbebetriebe (mehrere Vieh- und Pferdehandlungen, Getreidehandlungen, Textil-, Lebensmittel-, Altwaren- und Schuhgeschäfte). Bereits in der Nacht vom 12. auf den 13. März 1933 kam es zu einem Judenpogrom in der Stadt, als die Licher SA die in der Unter- und Oberstadt wohnenden jüdischen Familien in ihren Wohnungen überfielen und anschließend im ehemaligen SA-Lokal "Frankfurter Hof" mehrere Personen auf das Schlimmste misshandelten (vgl. unten im Bericht von Ernst-Ludwig Chambré)
.
In den folgenden Jahren der NS-Zeit ist ein Teil der jüdischen Gemeindeglieder auf Grund dieser Vorkommnisse, der Folgen des wirtschaftlichen Boykottes sowie der weiter zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. Bis zum Februar 1938 sind 52 der jüdischen Einwohner weggezogen (vor allem nach Frankfurt, Gießen oder Kassel) oder ausgewandert (einige nach Südafrika und in die USA); im März 1938 gelang es vier weiteren, in die USA zu emigrieren. Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Inneneinrichtung der Synagoge völlig zerstört (s.u.). Auch wurden wiederum die Wohnungen und Geschäften der noch in Lich verbliebenen jüdischen Personen überfallen, geplündert und zerstört. Mehrere jüdische Männer kamen in das KZ Buchenwald, wo Bernhard Lind am 4. Dezember 1938 umgekommen ist. Seine Frau Bertha Lind geb. Oppenheimer nahm sich am 20. Oktober 1941 aus Verzweiflung in Frankfurt das Leben. Die letzten fünf jüdischen Einwohner Lichs wurden am 4. August 1942 nach Auschwitz deportiert.   

Von den in Lich geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"):  Ludwig Bamberger (1902), Rosa Bamberger geb. Borngässer (1868), Ida Behrens geb. Baum (1888), Simon Bing (1879), Johanna Bock geb. Bock (1858), Max Chambre (1879), Sophie Cohn geb. Windecker (1890), Wilhelm Eckstein (1884), Else Goldschmidt geb. Gruner (1906), Ruth Betty Goldschmidt (1933), Henriette Hahn geb. Chambre (1907), Mathilde Hartog (1865), Siegfried Hirsch (1898), Emil Isaak (1887) Mathilde Isaak (1888), Sabine Isaak geb. Flörsheim (1917), Sitta Karbe (1876), Rosalie Kaufmann geb. Sichel (1858), Regina Paula Klestadt geb. Isaac (1882), Bernhard Lind (1877), Bertha Lind geb. Oppenheimer (1879), Henny Loeb geb. Stiefel (1908), Louis Mendelsohn (1876), Louis Mendelsohn (1888), Frieda Simon (1895), Bertel Sommer (1926), Ludwig Sommer (1896), Toni Sommer geb. Bing (1887), Berta Wetterhahn geb. Isaak (1883), Eduard Windecker (1888), Gertrud Windecker (1922), Gustav Windecker (1885), Helene Windecker (1894), Selma Windecker geb. Ziegelstein (1888).   
Zur Erinnerung an die aus Lich ermordeten jüdischen Einwohner wurde 1988 vor der Marienstiftskirche ein Mahnmal aufgestellt (siehe Fotos unten). 
     
     
     
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
  
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer   
Ausschreibungen der Stelle des Lehrers, Vorbeters und Schochet (1865)    

Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 28. März 1865: "Ein tüchtiger Religionslehrer, Vorbeter und Schächter findet zu Lich, einem Landgerichtsstädtchen, 3 Stunden von hier, mit kleiner Gemeinde, eine angenehme Stelle, mit welcher, nebst freier Wohnung, Fs. 250 Fixum und circa Fs. 120 Schächtergebühren verbunden sind. 
Geeignete Bewerber wollen ihre Meldungen direkt an den dortigen Vorstand gelangen lassen. 
Gießen
, den 17. März 1865. Dr. Levy, Großherzoglicher Rabbiner der Provinz Oberhessen."       

  
  
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde  

Zum Tod des Gemeindevorstehers Kaufmann Chambré 1925 und Neubesetzung der Lehrerstelle  

Lich JuedlibZtg 16101925.jpg (117530 Byte)Artikel in der "Jüdisch-liberalen Zeitung" vom 16. Oktober 1925: "Lich (Oberhessen). (Tod eines Gemeindevorstehers). Der zweite Vorsteher unserer Gemeinde, Kaufmann Chambré, ist nach einem arbeitsreichen Leben im 74. Jahre aus dem Kreise seiner Angehörigen geschieden. Die Gemeinde betrauerte in dem Verstorbenen einen treuen Sachwalter ihrer Interessen, dem sie über das Grab hinaus ein treues Gedenken bewahren wird. - Seit vielen Jahren ist die hiesige Gemeinde ohne Lehrer und Kultusbeamten gewesen, zum Leidwesen aller derjenigen, die an religiöser Erziehung und Erhaltung der Gemeindeinstitutionen ein lebhaftes Interesse hatten. Umso freudiger ist es zu begrüßen, dass die Wiederbesetzung der erledigten Stelle bald in Aussicht steht, nachdem die auf etwa 30 Familien angewachsene Gemeinde den Beschluss gefasst hat, Lehrer Jakob Höxter, früher an der israelitischen Volksschule in Jesberg tätig, mit den Funktionen eines Kultusbeamten zu betrauen. Der Gewählte wegen der bestehenden Wohnungsnot noch nicht hierher übersiedeln könnte, hat an den hohen Feiertagen und auch am Sukkausfeste (Laubhüttenfest) bereits zur Zufriedenheit der Gemeinde den Gottesdienst geleitet. Es ist daher auch der dringende Wunsch aller Beteiligten, dass er bald dauernd hier seinen Wohnsitz nehmen möchte." 

  
Die Geschichte von Ernst-Ludwig Chambré und seiner Familie  
(Quelle - auch des Fotos - : Artikel der Arbeitsstelle Holocaustliteratur)  

Lich ELChambre 01.jpg (5288 Byte)Ernst-Ludwig Chambré wurde am 4. November 1909 in Lich geboren. Er stammt aus einer jüdischen Familie, die seit dem achtzehnten Jahrhundert in Lich ansässig war. Urgroßvater Löb Chambré kam 1781 in Lich zur Welt. Großvater Karl kaufte im Jahr 1872 das Anwesen in der Unterstadt 7 und gründete ein Manufakturwaren- und Bankgeschäft, das 1919 von Ernstens Vater, Max Chambré, übernommen und weitergeführt wird. Ernstens Mutter, Emilie Chambré, kommt aus Gedern und ist an der Führung der Geschäfte beteiligt. Ernst hat eine 1907 geborene ältere Schwester, Henriette, 1918 wird seine jüngere Schwester Anne-Marie geboren. Ernst besucht die Volksschule in Lich, besteht 1929 das Abitur am renommierten humanistischen Gymnasium in Gießen und studiert anschließend Jura in Gießen, Frankfurt und Berlin. 
Bereits in den zwanziger Jahren gehören Max und Ernst Chambré dem sozialdemokratischen "Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold" an und versuchen, gegen den erstarkenden Antisemitismus der Nationalsozialisten anzugehen. Dadurch wird die Familie Chambré zur ‚besonderen’ Zielscheibe nationalsozialistischer Agitation. Nur eine Woche nach der Reichstagswahl vom 5. März 1933 führt die Licher SA einen wilden Pogrom gegen die in Ober- und Unterstadt lebenden jüdischen Familien durch. Jüdische Kaufleute werden in das berüchtigte SA-Lokal "Frankfurter Hof" geschleppt und dort misshandelt, sie sollen ‚Rechnungen quittieren’. Max Chambré trifft es besonders schlimm: SA-Männer zertrümmern ihm beide Kniescheiben und fügen ihm schwerste Kopfverletzungen zu, von denen er sich nie wieder erholen wird. Die Geschäftsbücher des Bankgeschäftes werden gestohlen. Ernst Chambré hält sich in dieser Nacht in Gießen auf – am kommenden Tag ist für ihn Examenstermin. An diesem Morgen erhält er die Nachricht von dem Pogrom, verbunden mit der Warnung, nicht nach Lich zu kommen, da er dort aufgehängt werden würde. Ernst Chambré flieht daraufhin nach Belgien. Auch die Familie bleibt nicht in Lich. Sobald Max Chambré transportfähig ist, flieht die Familie zunächst nach Kassel, dann zu Tochter Henriette, die seit 1930 verheiratet ist und in Berlin lebt. Von dort aus gehen Emilie, Max und Anne-Marie Chambré nach Belgien. Zusammen mit Ernst leben sie in Morlanwelz. Von dort aus müssen sie hilflos mitansehen, wie ihr Licher Vermögen in einem dubiosen Konkursverfahren verschleudert wird. Nach dem Novemberpogrom 1938 flieht auch Henriette mit Ehemann und beiden Töchtern nach Belgien. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht im Jahr 1940 kann Ernst nach Frankreich entkommen und wird dort interniert. Ihm gelingt die Flucht nach Spanien. Auch aus der dortigen Internierung kann er entkommen, er schlägt sich nach Portugal und danach nach Palästina durch. Von dort aus kann er 1947 mit seiner Ehefrau – er hat zwischenzeitlich geheiratet – in die USA auswandern. 1948 erhält er Gewissheit über das Schicksal seiner Familie: Max, Emilie und Anne-Marie Chambré sind 1942 ebenso wie Henriette und ihre beiden Töchter nach Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet worden. Seit 1951 hat Ernst-Ludwig Chambré vergeblich versucht, Wiedergutmachungsleistungen für das Licher Vermögen seiner Eltern zu erhalten.   

      
      
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen      
Nach der Emigration: Todesanzeige für Jacob Katz (1944)     

Anzeige in der Zeitschrift "Der Aufbau" vom 10. März 1944: "Am 5. März 1944 entschlief sanft nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein innigst geliebter Mann, unser guter Vater, Bruder, Großvater und Onkel 
Jacob Katz (früher Lich, Hessen). 
In tiefem Schmerz die trauernden Hinterbliebenen  
Johanna Katz geb. Ziegelstein  
Charles Katz und Frau Rosel geb. Bendheim  
Siegfried Katz und Frau  Johannisburg  
Max Katz und Frau  Johannisburg  
Benno Katz und Frau Johannisburg  
Willy Katz und 6 Enkelkinder  
Sechs Enkelkinder.  
New York, N.Y. 17 Post Ave."        

   
   
Sonstiges  
Stiftspfarrer Schorlemmer in Lich zählt zu den Verehrern von Samson Raphael Hirsch (1925)
  
Anmerkung: es handelt sich um den damaligen Pfarrer an der Marienstiftskirche in Lich Paul Schorlemmer. Gemeinsam mit Friedrich Heiler war Paul Schorlemmer Herausgeber der Zeitschrift "Hochkirche".

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 1. Oktober 1925: "Ein Pfarrer als Hirsch-Verehrer. In Nr. 9 der 'Hochkirche' (Monatsschrift einer evangelischen orthodoxen Vereinigung) veröffentlicht Stiftspfarrer Schorlemmer, Lich (Oberhessen) einen sehr beachtenswerten Aufsatz, in dem er im Rahmen einer Besprechung der Hermann Cohenschen 'Jüdischen Schriften' von der unantastbaren Heiligkeit der sog. 'Zeremonien' in jeder Religion in ebenso schönen wie warmen Worten spricht. Herr Pfarrer Schorlemmer übersendet uns das Heft mit einem Begleitschreiben, aus dem hier einiges wiedergegeben sei: 'Ich beschäftige mich seit Jahren mit jüdischen Studien, aber weniger mit rein historischen Problemen als vielmehr mit dem religiösen Leben und besonders dem kultisch rituellen Leben des Judentums der Gegenwart, einem Gebiet, das auch den Orientalisten unter uns christlichen Theologen fast gänzlich unbekannt ist. Da haben besonders Samson Raphael Hirsch und neuerdings Dr. N. Birnbaum meine Liebe gewonnen. Bei ihnen, in so manchen anderen Schriften, in der Zeitschrift 'Jeschurun' und in so manchen Ausführungen Ihres geschätzten Blattes lese ich Ausführungen, wie das toratreue Judentum der Gegenwart nicht nur für den Gottesglauben im allgemeinen kämpft gegen das Heidentum, die Irreligiosität der Gegenwart, sondern im besonderen sich an die der Offenbarung entflossenen Weisungen der Thora bindet und Leib, Seele und Geist durchdringen lässt von der 'Heiligkeit' und dies besonders auch im Kultus darstellt. Da sage ich als offenbarungsgläubiger Theologe, obwohl ich mir der unüberbrückbaren inhaltlichen Gegensätze zwischen Judentum und Christentum bewusst bleibe und sie nicht ideenhaft verwischen will, dennoch: 'Dieses Mal ist es Gebein von meinen Gebeinen und Fleisch von meinem Fleisch' (1. Mose 2,23). 
Die inhaltlichen Gegensätze will ich hier nicht formulieren und diskutieren. Was uns beiden gemeinsam ist, ist dies: Nicht, dass wir uns Gedanken über Gott machen, ist das Entscheidende, wie es der rationalistische Liberalismus tut, sondern dass wir die Wege, die Gott uns offenbart und bestimmt hat, gehen unbeirrt durch irgendwelchen 'Zeitgeist'. Und das gilt besonders auch für Kultus und Ritus. Die heutige Zeit scheint ja dafür wieder mehr Verständnis zu haben als die nun vergangene Epoche.'      

      
      
  
    
Zur Geschichte der Synagoge          
   
Bereits im 18. Jahrhundert war ein Betraum beziehungsweise eine Synagoge vorhanden. Nach Angaben bei Arnsberg waren 1781 Ritualien von der Ronneburg in die Synagoge nach Lich gebracht worden (möglicherweise brachte solche die Familie des Moses Löb [Chambré] von der Ronneburg mit).   
   
1854 wurde eine Synagoge in einem zweigeschossigen Haus im heutigen Gebäude Charlottenburg 7 (bis zur NS-Zeit hieß die Charlottenburg Synagogenstraße) eingerichtet.    
  
1921 erwarb die jüdische Gemeinde ein seit 1879/80 bestehendes Wohnhaus mit Gastwirtschaft (großer Saal) in der Amtsgerichtsstraße und baute den Saalbau zu einer großen und kleinen Synagoge um. Die Finanzierung des Umbaus war ein in der beginnenden Inflationszeit extrem schwieriges Unternehmen, da die eingegangenen Spenden bereits nach kurzer Zeit nur noch einen Teil ihres Wertes hatten, was auch aus dem "Aufruf" in der Zeitschrift "Der Israelit" hervorgeht, der im Dezember 1921 erschien: 

Lich Israelit 22121921.jpg (94880 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. Dezember 1921: "Aufruf! Allen gütigen Gebern, die einen Baustein zum Neubau unseres Gotteshauses beigetragen haben herzlichen Dank. Trotzdem schon ansehnliche Mittel eingegangen sind, reichen solche bei der jetzigen Marktentwertung bei weitem nicht aus, das Gotteshaus beginnen zu können. Wir richten deshalb nochmals an alle Edeldenkende die Bitte uns zu unterstützen, damit wir das in Aussicht genommene Werk beginnen können. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde Lich in Oberhessen. Freundliche Spenden erbitten auf das Postscheckkonto der Firma Carl Chambré, Lich, Postscheckamt Frankfurt am Main 17932."

Nach Angaben bei Altaras s.Lit. konnte die Synagoge in Juni 1922 eingeweiht werden (ein Bericht zur Einweihung konnte in den jüdischen Periodika noch nicht gefunden werden). 
Bei dem nun zur Synagoge umgebauten Saalbau handelt es sich um einen anderthalbgeschossigen Massivbau von quadratischem Grundriss aus gebranntem Ziegelmauerwerk mit halbseitigem Walmdach und Schiefereindeckung. Im Inneren wurde ein erhöhter Frauenbereich eingebaut, zu dem einige Stufen aus dem Synagogenvorraum führten (vgl. Plan unten). Die Decke wurde traditionell blau gestrichen und mit goldenen Sternen und einem bunten Abschluss verziert. Im Betsaal der Männer gab es 92 Sitzplätze, im Frauenbereich 51 Sitzplätze. Im Süden des Synagogensaals wurde ein kleinerer Saal angebaut, dessen Obergeschoss als Wintersynagoge verwendet wurde, da das Heizen der großen Synagoge zu umständlich und zu teuer wurde.
 
Nur 16 Jahre war die Synagoge in der Amtsgerichtsstraße Mittelpunkt des jüdischen Gemeindelebens. 
 
Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge von Lichter Nationalsozialisten, insbesondere von SA-Leuten geschändet und die Einrichtungsgegenstände zerstört. Zahlreiche Schaulustige waren zugegen, als im nahe gelegenen Ihringschen Garten auf einem Scheiterhaufen das Mobiliar, Vorhänge, Bücher usw. verbrannt wurden. 1940 kam die politische Gemeinde in den Besitz des Gebäudes, danach wurde sie verschiedentlich verwendet, auch azur Unterbringung einer Flak-Einheit und als Gefangenenlager. 1948 wurden im ehemaligen Synagogensaal Leichtwände und Zwischendecken aus Holz eingebaut, um einige Räume für die Stadtverwaltung zu schaffen. Die Stadtverwaltung blieb bis 1955 in dem Gebäude, danach war es zunächst leerstehend. 1967 wurden in den Räumen des Saalbaus eine Altentagesstätte eingerichtet. Die Räume zum Hof hin wurden 1962 bis 1983 vom Schützenverein für das Luftgewehrschießen verwendet, danach (seit 1984) der Musikschule Lich zur Verfügung gestellt. Neue Umbaumaßnahmen standen 1986 an, in die sich das Landesdenkmalamt einschaltete. Dies führte schließlich zum Beschluss des Gemeinderates, den ehemaligen Synagogenraum wieder herzustellen und in als Raum für kulturelle Veranstaltungen herzurichten. Die Ausführung dieses Planes zog sich freilich längere Zeit hin. 
 
1995 wurde die Ernst-Ludwig-Chambré-Stiftung ins Leben gerufen. Ein wichtiges Anliegen des Stifters war, die ehemalige Synagoge wieder in einen würdigen Zustand zu bringen. Mit Hilfe der von der Stiftung gesammelten Gelder und einem Beitrag der Stadt Lich konnte das Gebäude restauriert und am 29. Januar 2006 der Öffentlichkeit als Ort des Gedenkens, der Begegnung und der Kultur übergeben werden. In der ehemaligen Synagoge hat die Ernst-Ludwig Chambré-Stiftung ihren Sitz (Büro mit regelmäßigen Öffnungszeiten). 
 
 
Die Geschichte der Ernst-Ludwig Chambré-Stiftung 
(Quelle: aus einem Artikel der Arbeitsstelle Holocaustliteratur)  

1987 beginnen Schülerinnen und Schüler der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Lich damit, die Nazi-Zeit in ihrer Heimatstadt zu recherchieren. Es bleibt nicht aus, dass sie auf den Namen Ernst Chambré stoßen, ein ehemaliges Dienstmädchen der Familie Chambré erzählt Einzelheiten und vermittelt die Adresse: erste Briefe werden gewechselt, Kontakte entstehen und festigen sich, Ernst Chambré berichtet ausführlich über die Geschichte seiner Familie. Mit großem Interesse verfolgt er die Versuche, neue Wege bei der Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit zu gehen: lokal- und regionalgeschichtliche Zugänge, Seminare in den Gedenkstätten Auschwitz und Buchenwald finden das Interesse der Jugendlichen. 1995 entschließt sich Ernst-Ludwig Chambré dazu, eine nach ihm benannte Stiftung ins Leben zu rufen, die diese Lernwege dauerhaft unterstützen soll: Der von Deutschen durchgeführte Genozid am jüdischen Volk darf nicht vergessen werden. Die Aufgaben der Stiftung liegen vorwiegend in den Bereichen Politischer Bildung, Forschung und Publikation: Sie möchte damit einen Beitrag dazu leisten, die Erinnerung an das oberhessische Judentum, seine Geschichte, seine Vertreibung und Vernichtung durch die Nationalsozialisten aufrechtzuerhalten und überdies das Erforschen der Entstehungsbedingungen und Erscheinungsformen von Antisemitismus und Rassismus voranzutreiben.  Demzufolge fördert die Ernst-Ludwig Chambré-Stiftung gezielt solche Unternehmungen, die der Auseinandersetzung von Jugendlichen mit der Zeit des Nationalsozialismus dienen. Ebenso gefördert und unterstützt werden kulturelle Veranstaltungen und Forschungsvorhaben, die dem Stiftungszweck dienen.    

    
    
Adresse/Standort der Synagoge Synagoge von 1854-1922: Charlottenburg 7; Synagoge 1922: Amtsgerichtsstraße 4   
   
   
Fotos
(neuere Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 28.3.2008)  

Die "neue" Synagoge von 1922     
        
Rekonstruktionspläne 
(Quelle: Altaras s.Lit. 1988 S. 85)
Lich Plan 01.jpg (63322 Byte) Lich Plan 02.jpg (28985 Byte)
   Grundriss des Erdgeschosses der großen 
und kleinen Synagoge sowie des ehemaligen Wohngebäudes mit Gastwirtschaft
Querschnitt (von Nord nach Süd) 
durch ehemalige große und 
kleine Synagoge
     
Lich Synagoge 169.jpg (63605 Byte) Lich Synagoge 163.jpg (65401 Byte) Lich Synagoge 166.jpg (120806 Byte)
Das 1879 als Wohnhaus mit 
Gastwirtschaft erbaute Gebäude 
Blick auf den Saalbau, 1922 zur 
Synagoge umgebaut 
Zwei Segmentbogenfenster auf der 
Westseite des Gebäudes
     
Lich Synagoge 160.jpg (45647 Byte) Lich Synagoge 167.jpg (92939 Byte) Lich Synagoge 168.jpg (90113 Byte)
Hinweistafel auf das "Kulturzentrum
 Bezalel-Synagoge", die "Ernst-Ludwig
 Chambré-Stiftung" und die das Gebäude
 gleichfalls nutzende "Musikschule Lich e.V." 
Das Eingangstor   Hinweistafel (seit Mai 1984) mit dem 
Text: "Dieses Gebäude war die Synagoge 
der jüdischen Kultusgemeinde Lich 
von 1922-1938".
        
Innenaufnahme aus www.kultur.lich.de
 (Weitere Innenaufnahmen werden bei
 Gelegenheit eingestellt)
Lich Synagoge 130.jpg (15220 Byte)
        
        
Denkmal vor der Marienstiftskirche  Lich Denkmal 164.jpg (80634 Byte) Lich Denkmal 161.jpg (63547 Byte)
  Das Mahnmal wurde 1988 zum 50. Jahrestag des Novemberpogroms aufgestellt
    
   Lich Denkmal 162.jpg (81611 Byte) Lich Denkmal 160.jpg (72628 Byte)
  "So spricht der Herr: Israel ist mein
 erstgeborener Sohn!" mit Davidstern
"Wir trauern um die jüdischen Familien 
aus Lich, die während der
 nationalsozialistischen Herrschaft 
vertrieben, verfolgt und ermordet wurden."
 
     

     
     
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte  
Hinweis: im Kulturzentrum Bezalel-Synagoge und auch sonst in der Stadt Lich finden jährlich zahlreiche Veranstaltungen im weiten Rahmen der "Erinnerungsarbeit vor Ort" statt.   

November 2008: Erinnerungsgang zu jüdischen Stätten    
Artikel vom 17.11.2008 in der "Gießener Allgemeinen" - www.giessener-allgemeine.de (Artikel)     
Seit 1933 war für Juden in Lich kein gutes Leben möglich"
Lich
(vh). Manche sagen zu Doris Nusko, sie solle endlich die Vergangenheit ruhen lassen. Die frühere Lehrerin an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule und Vorsitzende der Ernst-Ludwig-Chambré-Stiftung spricht unbequeme Wahrheiten aus. Es liegt ihr viel daran zu informieren, dass judenfeindliche Stimmung in Lich nicht etwa als Auswirkung der Pogromnacht vom 9. November 1938 wie ein Blitz vom Himmel gefallen sei...".    
   
November 2009: Lesung von Moritz Neumann, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde in Hessen, in der ehemaligen Synagoge  
 Artikel im "Gießener Anzeiger" vom 1. Dezember 2009 (Artikel): 
"Lich. Lesung in ehemaliger Synagoge beeindruckt Schüler. Autor Moritz Neumann stellte Leben seines Vaters vor - Aktiver Widerstandskämpfer - Bis zu seinem Tode für jüdische Gemeinde in Fulda engagiert. 
(mpa). "Eigentlich wäre es ein Drehbuch für einen Film", meinte Dr. Klaus Konrad-Leder, Geschäftsführer der Ernst-Ludwig-Chambré-Stiftung in seiner Begrüßungsrede zur Lesung des Autors Moritz Neumann aus dessen Buch "Im Zweifel nach Deutschland". 
Der in Darmstadt lebende Journalist und Vorsitzende der jüdischen Gemeinden in Hessen war in das Licher Kulturzentrum Belazel-Synagoge gekommen, um Schülern aus Hungen, Hüttenberg und Wetzlar von dem Leben seines Vaters Hans Neumann zu berichten. Dies war geprägt von geradezu unglaublichen Geschichten..."    
   
November 2011: Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem Gedenken an die Ereignisse beim Novemberpogrom 1938    
Artikel im "Gießener Anzeiger" vom 26. Oktober 2011: "Vielseitiges Programm zum 9. November 1938 vorgestellt - Zusammenarbeit mit Schulen. 
Lich
(uhg). Die kleine Stadt Lich schafft es, jedes Jahr zwei große Kulturprogramme auf die Beine zu stellen. Nachdem im Frühjahr wieder mit viel Erfolg die Licher Kulturtage über die Bühne gingen, steht nun wieder die Veranstaltungsreihe zum 9. November 1938. Das engagierte und vielseitige Programm rund um die sogenannte Reichspogromnacht stellten die Initiatoren im Kulturzentrum Bezalel-Synagoge vor..." 
Link zum Artikel    
  

   
   
Links und Literatur

Links:  

Website der Stadt Lich 

Seiten des Kulturzentrums Bezalel-Synagoge auf der Seite www.kultur.lich.de  

Website der Arbeitsstelle Holocaustliteratur am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen   

Zur Seite über den jüdischen Friedhof in Lich (interner Link)  

Literatur:  

Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang - Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. I S. 486-489. 
Thea Altaras: Synagogen in Hessen. Was geschah seit 1945? 1988 S. 84-86.
dies.: Das jüdische Rituelle Tauchbad und: Synagogen in Hessen. Was geschah seit 1945 Teil II. 1994. S. 70 (keine weiteren Informationen).
Studienkreis Deutscher Widerstand (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Hessen II Regierungsbezirke Gießen und Kassel. 1995 S. 43-45.
Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany Volume III: Hesse -  Hesse-Nassau - Frankfurt. Hg. von Yad Vashem 1992 (hebräisch) S. 320-232.   
Neuerscheinung von 2011
zur jüdischen Geschichte 
in Lich und Umgebung 
Lich Lit 031.jpg (81812 Byte) Lich Lit 030.jpg (93567 Byte)  
Hanno Müller, Friedrich Damrath, Monica Kingreen, Klaus Konrad-Leder: Juden in Lich, Birklar, Langsdorf, Muschenheim und Ettingshausen.
Teil I: Familien   Teil II: Grabsteine, Anhang, Register
Im Auftrag der Ernst-Ludwig-Chambré-Stiftung herausgegeben von Klaus Konrad-Leder. Lich 2010. 
ISBN 978-3-9809778-6-9  zu beziehen über: Hanno Müller  Röntgenstraße 29  35463 Fernwald  http://www.fambu-oberhessen.de/   E-Mail  
Zum Inhalt:   Das Werk enthält auf ca. 720 Seiten im Format A 4 (2 Teile in einem Schuber, Fadenheftung, fester Einband, Inhalt) im ersten Teil Aufsätze von Klaus-Konrad-Leder und Monica Kingreen sowie Familienbücher für die oben genannten Orte von Hanno Müller. Außerdem Informationen zu den Religionsgemeinden und ihren Synagogen und über 100 Abbildungen. 
Im zweiten Teil sind enthalten Abbildungen der Grabsteine und die von Friedrich Damrath erstellten Abschriften und Übersetzungen ihrer Inschriften auf den jüdischen Friedhöfen in Lich, Muschenheim, Hungen (der Langsdorfer Juden), Gießen und Laubach (Licher und Ettingshäuser Juden). Außerdem auf ca. 200 Seiten Abschriften aus dem Besitz von Klaus Konrad-Leder, von Archivalien aus den Archiven Braunfels, Lich, Langsdorf und aus den Kirchenchroniken Langsdorf, Muschenheim und Inheiden, Zusammenstellungen vermögender Einwohner der bearbeiteten Orte und Erwähnungen der Juden dieser Orte in Adressbüchern des Zeitraums 1905 - 1941.
Beschlossen wird er von den Registern, Nachträgen zu den früher veröffentlichten "Judenfamilien in Hungen" und einer kompletten Neubearbeitung (anhand der zwischenzeitlich aufgefundenen Judenmatrikel) der "Judenfamilien in Nieder-Weisel".
Bezogen werden kann das Werk über H. Müller zum Preis von 20 Euro plus Versandkosten (Achtung, Paketsendung, 3,5 kg!).

  
    


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Lich  Hesse.  Jews are mentioned from 1622 and numbered 71 (3 % of the total) in 1828. The Jewish population changed little up to 1933. On Kristallnacht (9-10 November 1938), the synagogue's interior was destroyed, but the building survived. Most of the Jews had already left, with 29 emigrating; ten others were deported in 1942.    
      
        

                   
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Stand: 20. Dezember 2014