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Laubach mit
Ruppertsburg (Kreis
Gießen)
Jüdische Geschichte / Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In dem bis Anfang des 19. Jahrhunderts unter Herrschaft der
Herren von Solms-Laubach stehenden Laubach bestand eine jüdische
Gemeinde bis 1938/42. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 17./18. Jahrhunderts
zurück. Um 1710 lebten zwei jüdische Familien in der Stadt, 1760 waren es
bereits sechs Familien.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie
folgt: 1816 77 jüdische Einwohner, 1828 112 (6,0 % von insgesamt 1.871
Einwohnern), 1861 115 (5,4 % von 2.129), 1880 65 (3,5 % von 1.950), 1900 57 (3,1
% von 1.828), 1910 50. Zur jüdischen Gemeinde gehörten auch die in Ruppertsburg
lebenden jüdischen Einwohner (1830 11 jüdische Einwohner, 1924 4, 1932 die
beiden jüdischen Familien Stein und Wallenstein, zuletzt nur Familie
Wallenstein).
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine jüdische
Schule, ein rituelles Bad (s.u.) und ein Friedhof.
Nach 1823 gab es kurze Zeit eine Israelitische Elementarschule, die aber auf
Betreiben der Behörden bald ihren Betrieb einstellen musste; danach gab es
noch eine Religionsschule. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war
ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war. In
besonderer Erinnerung blieb Lehrer Emanuel Zodick, der von 1885 bis nach
1933 in der Gemeinde als Lehrer tätig war. Die jüdische Gemeinde gehörte zum
orthodoxen Provinzialrabbinat Oberhessen mit Sitz in
Gießen.
Im Ersten Weltkrieg fielen aus der jüdischen Gemeinde Siegmund Bravmann
(geb. 19.6.1885 in Unteraltertheim, gef 28.8.1914),
Max Juda (geb. 25.5.1894 in Burgsolms, gef. 27.5.1915) und Hermann Strauß (geb.
31.12.1896 in Laubach, gef. 24.12.1917).
Um 1924, als noch 41 jüdische Personen in Laubach lebten (2,2 % von
insgesamt 1.851 Einwohnern), waren die Vorsteher der Gemeinde Jos. Strauß, M.
Wallenstein und Max Katz. Als Lehrer war weiterhin der bereits
genannte Emanuel Zodick tätig. Er erteilte damals fünf Kinder aus der
jüdischen Gemeinde den Religionsunterricht. 1932 war Gemeindevorsteher
Markus Stein. Auch im Schuljahr 1931/32 erhielten fünf Kinder durch Lehrer
Zodick ihren Religionsunterricht.
1933 lebten noch 35 jüdische Personen in Laubach (1,9 % von insgesamt
1.838 Einwohnern, in acht Familien). In
den folgenden Jahren ist ein Teil der
jüdischen Gemeindeglieder auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts,
der zunehmenden Entrechtung und der
Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. Acht Personen konnten in
die USA emigrieren, eine Person nach Südamerika, drei nach Holland; von den
übrigen sind mindestens zehn Personen nach Frankfurt und sieben in andere Orte
Deutschlands verzogen. Beim Novemberpogrom 1938 überfielen SA-Männer
und Angehörige der Hitlerjugend, angeführt von einem der SA angehörigen
Lehrer, die jüdischen Häuser und zerschlugen die Inneneinrichtungen
(überfallen wurden die Wohnungen der Familien Mendelsohn, Wallenstein,
Kaufmann, Meyer, Katz und Zodick). Auch die Synagoge wurde geschändet und der
Innenraum zerstört (s.u.). Die Männer der Gemeinde wurden in das KZ Buchenwald
verschleppt. 1939 wurden noch acht jüdische Einwohner gezählt. Die letzten
vier wurden 1942 aus Laubach deportiert (Ehepaare Strauß und Heynemann); aus
Ruppertsburg sind gleichfalls vier Personen deportiert worden (Familie
Wallenstein).
Von den in Laubach geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Simon Arnstein
(1889), Berta Chambré (1890), Hedwig Dreifuss geb. Levy (1878), Hulda Heynemann
geb. Haas (1879), Ludwig Heynemann (1903), Sally Heynemann (1879), Hugo Katz
(1882), Frieda Kuttner geb. Stern (1888), Helene Strauß geb. Katz (1886), Josef
Strauß (1884), Adolf Zodick (1886), Emilie Zodick (1889), Frieda Zodick geb.
Hahn (1889), Siegmund Zodick (1893).
Von den in Ruppertsburg geborenen und/oder längere Zeit am Ort
wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Alexander Baum (1877),
Kathinka Baum (1885), Hilde Rothschild (1893), Artur Wallenstein (1898), Bertha
Wallenstein (1866), Olga Wallenstein (1860), Samuel Wallenstein
(1858).
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus der Geschichte der
jüdischen Lehrer
Ausschreibungen der Stelle des Lehrers/Vorbeters/Schochet 1884 /
1885
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 18. September 1884:
"Wir suchen für unsere Gemeinde einen Religionslehrer, welcher
zugleich als Vorbeter und Schächter fungieren kann, bei einem
Jahresgehalt von Mark 600 und freier Wohnung, und sehen Bewerbungen, denen
alsbald Zeugnisse beizufügen sind, entgegen. Der Vorstand der
israelitischen Gemeinde Laubach in Oberhessen. L. Heynemann." |
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Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. Juni 1885:
"Bei der hiesigen israelitischen Gemeinde ist die Stelle eines
Religionslehrers, welcher zugleich als Vorbeter und Schächter fungieren
kann, sofort zu besetzen mit einem Jahresgehalte von Mark 600, freier
Wohnung und das Schächten bringt circa Mark 200 ein. Wir sehen Bewerbungen,
denen alsbald Zeugnisse beizufügen sind, entgegen.
Der Vorstand der israelitischen Gemeinde Laubach in
Oberhessen." |
| Auf die Ausschreibung von 1885 bewarb sich
erfolgreich Emanuel Zodick, der 1910 in der Gemeinde sein 25jähriges
Ortsjubiläum feiern konnte und bis nach 1933 in der Gemeinde
blieb. |
Zum 25jährigen Ortsjubiläum des Lehrers Emanuel Zodick (1910)
Artikel
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 9. September
1910: "Laubach (Oberhessen). Ein freudiges Ereignis feierte
unsere kleine Gemeinde: das 25-jährige Jubiläum ihres geliebten
geistigen Führers, des Herrn Emanuel Zodick. 25 Jahre einer kleinen
Gemeinde treu zu bleiben, ist bei einem befähigten Menschen - und das ist
Herr Zodick - gerade in unserer Zeit eine Seltenheit, und deshalb hatte
unsere Gemeinde besonderen Anlass, diesen Tag zu einem festlichen zu
gestalten. Und so geschah es auch. Der erste Vorsteher hielt beim
Morgengottesdienste eine Ansprache und behändigt dem Jubilar ein
wertvolles Ehrengeschenk. Den ganzen Tag über wurde das Haus des Jubilars
von Gratulanten nicht leer, unter denen sich auch viele Christen, unter
anderem Deputationen des Gesang- und des Turnvereins,
befanden." |
Aus dem jüdischen
Gemeindeleben
Bericht aus der Zeit des aufkommenden Antisemitismus
(1890)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 1. September 1890:
"Aus Oberhessen, 26. August (1890). In einem Städtchen, das in
antisemitischer Beziehung eine gewisse Berühmtheit erlangt hat, in
Laubach - wurden kürzlich in ein und derselben Verhandlung des
Schöffengerichts ein Händler jüdischer und ein Händler christlicher
Konfession wegen Betrug im Viehhandel verurteilt. Der Jude erhielt 2
Wochen, der christliche Händler aber 3 Wochen Gefängnis. Für Herrn Dr.
Böckel war das ein Anlass, um die '*notorische Schlechtigkeit' der
Semiten nachzuweisen. Sein 'Reichsherold' trat denn auch den Fall recht
breit, natürlich den von dem Juden; die Verurteilung des christlichen
Betrügers wurde gänzlich totgeschwiegen. Man sieht, es sind recht
'ehrliche' Waffen, mit welchen diese Ehrenmänner à la Böckel, Stöcker
und Konsorten kämpfen." |
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde
Zum 90. Geburtstag von Maier Strauß (1895)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 28. März 1895: "Laubach
(Oberhessen), 10. März (1895). In vollster körperlicher und geistiger
Rüstigkeit feiert übermorgen Herr Maier Strauß den neunzigsten
Geburtstag, nachdem es ihm bereits vor mehreren Jahren vergönnt war, das
seltene Fest der goldenen Hochzeit zu feiern. Der Jubilar geht täglich
seinem Geschäfte nach und macht, oft mit schweren Paketen geladen, größere
Touren nach umliegenden Orten zu Fuß. Mögen ihm noch viele Jahre in
gleicher Rüstigkeit an der Seite seiner Gattin beschieden
sein." |
Zur Geschichte der Synagoge
Zunächst war vermutlich ein Betraum in einem der jüdischen
Häuser vorhanden. 1780 wurde eine Synagoge erbaut. Ende des 19. Jahrhunderts
wurde die alte Synagoge umgebaut oder einer neuer Bau erstellt. Danach gab es 48
Plätze für die Männer und 30 Plätze für die Frauen auf der
Empore.
Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge
durch HJ-Mitglieder unter Anleitung von Erwachsenen geschändet. Bücher und
Ritualien wurden auf den Leichenwagen der jüdische Gemeinde geladen. Dieser
wurde auf die Helle (= Laubacher Festplatz) transportiert und dort angezündet.
Das Synagogengebäude blieb zwar erhalten, jedoch wurde es wenig später
abgebrochen. Die Abbruchkosten wurden mit dem Erwerb des Geländes
"ausgeglichen". Am Standort der Synagoge wurde ein Transformatorenhaus
gebaut.
An dem auf dem Grundstück der abgebrochenen Synagoge erstellten Transformatorenhaus wurde
1978 eine Erinnerungstafel
angebracht. Der Text der Inschrift lautet: "An dieser Stelle stand bis zur
Reichskristallnacht im November 1938 die Laubacher Synagoge. Möge es uns
Mahnung und Verpflichtung sein, dass niemand mehr wegen seines Geschlechtes,
seiner Abstammung, seiner Rasse, seine Heimat und Herkunft, seines Glaubens
benachteiligt oder verfolgt wird!"
Zur Geschichte des rituellen
Bades
Eine besondere Geschichte hat das rituelle Bad beziehungsweise das Badehaus der
jüdischen Gemeinde. Es wurde 1811 vor der alten Schloss- beziehungsweise
Stadtmauer erstellt und ist auf einem Stahlstich von 1840/50 (Ansicht des
Laubacher Grafenschlosses von der Parkseite) im Vordergrund erkennbar (siehe
unten). Um 1890 wurde es von der jüdischen Gemeinde nicht mehr benutzt. 1898/99
bot Graf Friedrich zu Solms für das Häuschen 600.- Mark, es sollte abgerissen
werden, was jedoch die jüdische Gemeinde ablehnte. Sechs Jahre nach dem Tod von
Graf Friedrich kaufte Hof-Apotheker Roßbach 1906 das Badehaus, ließ es
abreißen und im Garten hinter der Hof-Apotheke in der Stiftstraße wieder
aufstellen. Hier fand es dann als Gartenhäuschen, weiter auch als Hühnerhaus,
eine neue Verwendung. Es ist bis zur Gegenwart erhalten.
Adresse/Standort der Synagoge: Untere
Lippe 25 / Ecke Baumkircher Straße
Fotos
| Es sind noch keine
Fotos zur Synagogengeschichte in Laubach vorhanden; über Hinweise und
Zusendungen freut sich der Webmaster der "Alemannia Judaica";
Adresse siehe Eingangsseite. |
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Das jüdische
Badehaus
(Quelle: Altaras s.Lit. 1994 und 2007) |
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| Stahlstich von E.
William (1850/50): Blick zum Grafenschloss in Laubach; im Vordergrund das
jüdische Badehaus |
Das Badehäuschen
im Garten an der Rückseite der Hof-Apotheke (Fotos vom Februar 1990) |
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Erinnerungsarbeit vor Ort
| Arbeitskreis
"Spurensicherung" und "Erinnerungsprojekt zur NS-Zeit"
Laubach |
| Ein Arbeitskreis "Spurensicherung"
und das "Erinnerungsprojekt zur NS-Zeit" sind Bestandteil des
Schulprogramms der Friedrich-Magnus-Gesamtschule Laubach in Kooperation
mit dem Laubach-Kolleg und dem Verein zur Förderung der Friedensarbeit in
Grünberg, Laubach, Mücke und Umgebung e.V. Projektorientiert erarbeiten
in jedem Schuljahr Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 und 10 im
Arbeitskreis "Spurensicherung" neben dem normalen
Geschichtsunterricht Orte und Ereignisse der NS-Zeit in Laubach und der
Region. |
| Informationen zu diesem Projekt
auf einer Seite
der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung |
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| November 2009:
Gedenktag zum Novemberpogrom 1938 |
Artikel im "Gießener Anzeiger"
vom 21. Oktober 2009 (Artikel):
"Gedenken am "unaufdringlichen Mahnmal"
LAUBACH. Schweigemarsch von der Helle zum einstigen Standort der Laubacher Synagoge findet diesmal am 10. November statt
(kr). Es sind terminliche Gründe, wegen derer die Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht diesmal nicht am 9. November, sondern am 10. stattfindet. Dadurch ist das Gedenken aber ausnahmsweise exakt am Jahrestag der Verbrennung von Kultgegenständen und Inventar der Synagoge, die an der Ecke Lippe/Baumkircher Straße stand. Roland Wilhelm erzählte es vor zwei Jahren den Konfirmanden, die den Weg vom ehemaligen Standplatz der Synagoge zur Helle mit Pfeilen markierten: Die Laubacher Nationalsozialisten hatten es 1938 nicht geschafft, die angeblich spontane, in Wahrheit aber reichsweit gelenkte Aktion rechtzeitig zu
"organisieren"..." |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang -
Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. I S. 478-479. |
 | ders.: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Bilder -
Dokumente. S. |
 | Kein Abschnitt bei Thea Altaras: Synagogen in Hessen. Was geschah seit
1945? 1988 zu Laubach. |
 | dies.: Das jüdische Rituelle Tauchbad und: Synagogen in
Hessen. Was geschah seit 1945 Teil II. 1994. S. 70 (zum
"Judenbad" in Laubach). |
 | dies.: Neuausgabe der genannten Bücher. 2007.
S. |
 | Studienkreis Deutscher Widerstand (Hg.):
Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der
Verfolgung 1933-1945. Hessen I Regierungsbezirk Darmstadt. 1995 S. 41-43. |
 | Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish
Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany Volume
III: Hesse - Hesse-Nassau - Frankfurt. Hg. von Yad Vashem 1992
(hebräisch) S. 219-220. |
 | David Cohen / Helge Braunroth (Red.): Die
Laubacher Juden - Aufsätze, Dokumente, Skizzen. Ein Beitrag wider das
Vergessen der Friedenskooperative Laubach - Freiensen - Gonterskirchen -
Grünberg - Mücke zum 50. Jahrestag der 'Reichskristallnacht'. Hrsg.
Friedenkooperative. 2. Auflage Gießen 1988. |
 | Helge Braunroth / David Cohen / Christoph Geist
u.a. (Red.): '...bis alles in Scherben fällt'. - Ein Antikriegsbuch der
Friedenskooperative Grünberg - Laubach - Mücke. Gießen
1990. |
 | Werner Becker: Das Judenbad in Laubach. In:
Laubacher Hefte 7. Hrsg. Heimatkundlicher Arbeitskreis Laubach e.V.. Laubach
o.J. |
 | Friedrich Damrath: Der jüdische Friedhof in
Laubach. In: Laubacher Hefte 7. Hrsg. Heimatkundlicher Arbeitskreis Laubach
e.V. Laubach o.J.
|

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Laubach
- Ruppertsburg Hesse. The community, dating from the early 18th
century, numbered 115 (5 % of the total) in 1861, but dwindled to 50 in 1910 und
35 in 1933. On Kristallnacht (9-10 November 1938), the synagogue was
vandalized and most of the remaining Jews then left; eight were deported in
1942.

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