Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Wieseck (Stadt Gießen)
Jüdische Geschichte / Synagoge

     
Übersicht:  

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Allgemeine Beiträge  
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer und der Schule   
Zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde  
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen 
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte 
Links und Literatur   

    

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)    
   
In Wieseck bestand eine jüdische Gemeinde bis 1938/40. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 17. Jahrhunderts zurück. Nach der Vertreibung der Juden aus Gießen um 1666 konnten sich mehrere von ihnen in Wieseck niederlassen. Die jüdische Gemeinde war von überregionaler Bedeutung: im 17./18. Jahrhundert war hier der Sitz der alle drei Jahre stattfindenden Judenlandtage (Oberfürstentum Oberhessen). 
    
Im 19. Jahrhundert blieb die Zahl der jüdischen Einwohner relativ gering, da eine Ansiedlung in der nahen Stadt Gießen für viele Familien attraktiver war. 1830 wurden 33 jüdische Einwohner gezählt, 1880 82, 1905 62.    
   
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine Religionsschule, ein rituelles Bad und ein Friedhof. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war zeitweise ein jüdischer Lehrer angestellt: 1904 wurde die Anstellung eines Wanderlehrers für mehrere jüdische Gemeinden in der Umgebung beschlossen, der seinen Sitz in Wieseck haben sollte (siehe Bericht unten). Ob die Anstellung tatsächlich erfolgte, ist nicht bekannt. Die Gemeinde gehörte zum liberalen Provinzialrabbinat Oberhessen mit Sitz in Gießen.   
 
Im Ersten Weltkrieg fiel aus der jüdischen Gemeinde Julius Baum (geb. 8.5.1898 in Wieseck, gef. 16.10.1918). Außerdem ist gefallen: Emil Stern (geb. 31.3.1885 in Wieseck, vor 1914 in Stuttgart wohnhaft, gef. 10.9.1916).    
 
Die jüdischen Familien lebten bis in Anfang der 1930er-Jahre vom Einkommen der Haushaltsvorstände als Kaufleute (3), Viehhändler (5), Metzger (1). Es gab einen jüdischen Arzt (Dr. Ludwig Katz, Praxis Kesslerstr. 15), einen Zahnarzt, zwei Rechtsanwälte (u.a. Julius Katz, später Staatsanwalt, nach Südamerika emigriert) und einen Bankbeamten. Die Jugend der Gemeinde war in den 1920er-Jahren aktiv in zionistischen Organisationen.  
 
Um 1924, als noch 45 jüdische Einwohner am Ort gezählt wurden (1,3 % von insgesamt etwa 3.500 Einwohnern), waren die Vorsteher der Gemeinde L. Löwenstein, H. Katz und S. Baum. Als ehrenamtliche Schochetim werden H. Katz und S. Baum genannt. Die damals vier schulpflichtigen jüdischen Kinder der Gemeinde erhielten ihren Religionsunterricht durch den Lehrer und Kantor B. Klein der Israelitischen Religionsgesellschaft Gießen. Ende der 1920er-Jahre war Wieseck Filialgemeinde zu Gießen.  

1933 lebten noch etwa 30 jüdische Personen in Wieseck.
In den folgenden Jahren ist ein Teil der jüdischen Gemeindeglieder auf Grund der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. In die USA konnten 15 Personen emigrieren, drei nach Südamerika, je eine Person nach England und Palästina. Die letzten neun jüdischen Einwohner wurden im September 1942 in die Vernichtungslager des Ostens deportiert, darunter der Arzt Dr. Ludwig Katz mit seiner Frau Sophie und der 1932 geborenen Tochter Hildegard (die Praxis von Dr. Katz war in der Kesslerstr. 15). 
    
Von den in Wieseck geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"):  Clementine Abraham geb. Meyer (1894), Meier Grünewald (1873), Settchen Grünewald (), Jenny Heilberg geb. Stern (1880), Hildegard Katz (1932), Karolina Kahn geb. Stern (1871), Lena Katz (1902), Ludwig Katz (1896), Sofie Katz geb. Grittenstein (1906), Frieda Levi (1912), Erna Levor geb. Seligmann (1908), Moritz Löwenstein (1879), Berta Schlösser geb. Stern (1887), Betti Steinberger geb. Stern (1890), Adolf Stern (1883).  
    
    
    
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
     
Allgemeine Beiträge    

Gemeindebeschreibung  (1936!)
  

Aus einem Beitrag im "Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt", Oktober 1936. S. 30: "Dicht bei dem Nordostende Giessens das alte Dorf Wieseck mit 3.800 Einwohnern, darunter nur noch wenige Judenfamilien, durch 1 1/2 Jahrhunderte Sitz der oberhessischen Judenkonvente (s.u. bei Friedberg). Von der Austreibung der Giessener Juden 1662 bis zu deren Rückkehr 1708 war Wieseck eine starke Gemeinde. Heute zwar noch eigene Synagoge und eigener Friedhof, aber tatsächliche Zugehörigkeit zu Giessen. - Übrigens war das Busecker Tal, an dessen Westeingang Wieseck liegt, eine Zeitlang im 18. Jahrhundert eine mit Juden besonders stark besiedelte Gegend. - Von Giessen über Heuchelheim, Atzbach, Dorlar, Garbenheim in 3 1/2 Stunden, Bahnfahrt 12-14 Minuten, nach Wetzlar".    

   
Wieseck und Laubach sind dem hessischen Gemeindeverband beigetreten und andere Mitteilungen (1927)      

Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom 3. Juni 1927:  "Gießen. Bei der letzten Sitzung des Oberrates des hessischen Gemeindeverbandes in Mainz wurde mitgeteilt, dass die in der Umgebung Gießens liegenden Gemeinden Wieseck und Laubach (statt: Lanbach) dem Verband beigetreten sind. Weiter wurde Herr Rabbiner Dr. Sander beauftragt, die in Verfall geratenen geschlossenen Friedhöfe Oberhessens zu besichtigen und nötigenfalls, soweit es möglich ist, für Abhilfe zu sorgen. Außerdem wurden die Mittel zur Besoldung einer Köchin bewilligt, die an einer noch zu errichtenden Koscherküche in den Universitätskliniken angestellt werden soll. Da hier aus ganz Hessen jüdische Patienten zusammenkommen, ist eine koschere Verpflegung unbedingt nötig. Dementsprechend trat man an das Landesamt für das Bildungswesen in Darmstadt heran, bei dem die Entscheidung liegt."       

  
  
Aus der Geschichte der jüdischen Schule und der Lehrer  
Zur Anstellung eines gemeinsamen Wanderlehrers mit Sitz in Wieseck schließen sich mehrere jüdische Gemeinden zusammen (1904)      

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 18. April 1904: "Gießen, 21. April (1904). Als Ergebnis des Eintretens der hessischen Regierung für Anstellung nur seminaristisch gebildeter Religionslehrer in den israelitischen Gemeinden ist eine Vereinigung der jüdischen Kultusgemeinden von Wieseck, Großen-Linden (statt Gießen-Linden), Langgöns, Leihgestern, Holzheim, Grüningen und Watzenborn-Steinberg (statt -Steinbach) zustande gekommen, um einen Wanderlehrer mit dem Sitze in Wieseck anzustellen, zu dessen Gehalt die Regierung vorerst einen kleinen Zuschuss leistet. Wenn die Einrichtung sich bewährt, ist die feste Anstellung des Lehrers in Aussicht genommen. Man hört, dass auch in den anderen oberhessischen Kreisen Verhandlungen schweben, die die Frage der israelitischen Religionslehrer in gleicher Weise regeln sollen."       

   
   
Zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde  

Über Dr. Alfred Gutsmuth (= Dr. Abraham Bar Menachem aus Wieseck) (geb. 1912)

Dr. Alfred Gutsmuth (in Israel: Dr. Abraham Bar Menachem) wurde am 16. Mai 1912 in Wieseck geboren. Durch das mutige Engagement seines Doktorvaters, des Strafrechtlers Prof. Wolfgang Mittermaier (1867-1956) konnte er seine juristische Promotion gerade noch beenden, musste allerdings wenig später als SPD-Mitglied wegen "politischer Unzuverlässigkeit" die Universität Gießen verlassen. Dr. Gutsmuth emigrierte nach Holland, wo er das Tischlerhandwerk erlernt, 1938 nach Palästina, wo er beim Aufbau eines Kibbuz in der Negev-Wüste mitarbeitete. Später war er Gewerkschaftssekretär und nach 1956 13 Jahre Bürgermeister und Oberbürgermeister der Stadt Netanya nördlich von Tel Aviv. Er ist Ehrenkollege der Hebräischen Universität Jerusalem und Ehrenbürger der Stadt Gießen. . 
Autor verschiedener Bücher unter seinem in Israel angenommenen Namen Abraham Bar Menachem
-  Israel. Gestern und Heute - in den Spuren der Realität. Herausgegeben und mit einem Vorwort versehen von Fritz Hofmann. Edition Mnemosyne Band 15. Lit Verlag 2006. ISBN 103825896471 
-  Bitterer Vergangenheit zum Trotz. Lebenserinnerungen. Reden eines Israeli aus Hessen.  Frankfurt 1992, Insel-Verlag / Suhrkamp Verlag. 
menachem.jpg (8995 Byte)Seite bei www.hagalil.com über die Lebensgeschichte von Dr. Alfred Gutsmuth  

    
    
    
Zur Geschichte der Synagoge         
   
Bereits im 17. Jahrhundert dürfte ein Betraum in einem der jüdischen Häuser vorhanden gewesen sein. 
  
Noch bis zum Bau der Synagoge um 1870 wurde der Gottesdienst in einem gemieteten Raum in einem Gebäude in der Karl-Brenner-Straße (früher Alicenstraße) abgehalten. 
  
1872 wurde eine neue Synagoge erbaut. In dem zweigeschossigen Gebäude befand sich im vorderen Teil eine Wohnung, im hinteren der Betsaal (mit Frauenempore). Es hatte insgesamt in der Synagoge 50 Plätze (32 im Betsaal der Männer, 18 auf der Frauenempore). 
  
Folgender Bericht eines ehemaligen jüdischen Gemeindemitgliedes über die Synagoge in Wieseck liegt vor (zitiert bei Altaras 1988 S. 117): "Zwar hatte das Gebäude das Aussehen eines Wohngebäudes, jedoch erkannte jeder, der in den Hof eintrat, dass es sich hier um eine Synagoge handelt. Denn in der Mitte des hinteren Teiles des Gebäudes befand sich unter dem Windkasten, an der Ostwand des Daches (diese Angabe soll als Höhenangabe dienen), ein rundes Butzenfenster. Also ein Fenster aus buntem Glas mit Thema Davidstern! ... In den Gebetssaal gelangte man vom Parterre und auf die Frauengalerie durch eine Treppe in den zweiten Stock ...  Im vorderen, der Straße zugewendeten Teil des Gebäudes befand sich eine Wohnung (von der Gemeinde vermietet an eine jüdische Familie). Der hintere Teil wurde umgebaut, um allen Ansprüchen einer Synagoge gerecht zu werden ... Die Inneneinrichtung war sogar ziemlich stattlich. Sie war aus gelblich gestrichenem Eichenholz, Toraschrank (in der Wand eingebaut) und Almemor erhoben (sich) über der Fußbodenfläche, so wie es in jeder Synagoge der Fall ist. Gebetpult und Sitzbänke entsprachen ebenfalls einer normalen Synagogeneinrichtung. Das heißt also: Unter der schmalen Gebetsablage ein Fach zur Ablage für Thalit (Gebetsschal) und Gebetsbücher; Sitz hochklappbar! Gebetspult und Bänke waren um den Almemor ausgerichtet. Es handelte sich also im ganzen um eine zwar kleine Synagoge, jedoch um eine Einrichtung, die den Namen zu Recht trägt: Synagoge!".  
    
Beim Novemberpogrom 1938 wurde die die Synagoge geschändet, die Inneneinrichtung mit Torarollen und Ritualien verbrannt. Das ehemalige Synagogengebäude wurde in der Folgezeit zu einem Wohnhaus umgebaut und ist als solches bis zur Gegenwart erhalten.  
  
Eine Gedenk- oder Hinweistafel konnte auf Grund der Ablehnung des Eigentümers des Gebäudes Ende der 1980er-Jahre nicht angebracht werden. Daraufhin wurde im Mai 1992 eine Gedenktafel in der Grünanlage westlich der Wiesecker Pforte - weit entfernt vom ehemaligen Synagogengebäude - durch den Magistrat angebracht. Der Text lautet: "Zum Gedenken an die zwischen 1933 und 1945 vertriebenen und ermordeten jüdischen Bürgerinnen und Bürger. Zur Erinnerung an die am 10.11.1938 geschändete Synagoge in der Karl-Brenner-Straße 3."   
  
  
Adresse/Standort der Synagoge    Karl-Brenner-Straße 3 (früher Alicenstraße)   
  
  
Fotos
(sw-Foto aus Arnsberg Bilder S. 206; neuere Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 27.3.2008)  

Die ehemalige Synagoge
in den 1960er-Jahren  
Wieseck Synagoge 083.jpg (72187 Byte)     
   Blick auf den bereits zu Synagogenzeiten als
 Wohnung verwendeten Teil des Gebäudes
 
     
Die ehemalige Synagoge 
im März 2008 
Wieseck Synagoge 110.jpg (53158 Byte) Wieseck Synagoge 111.jpg (61940 Byte)
   Im vorderen Bereich des Synagogengebäudes befand sich eine Wohnung; 
im hinteren Bereich der Betsaal mit Frauenempore   
      
     
  Ein Foto der Gedenktafel vor der Wiesecker Pforte wird bei Gelegenheit ergänzt.
      
Andernorts entdeckt - 
auf dem jüdischen 
Friedhof in Arnstadt / Thüringen
Arnstadt Friedhof 140.jpg (116077 Byte)  
   Grabstein für Hilde Stern geb. Mayer
 (18.3.1880 Wieseck - 4.5.1930)
 
       

   
   
Erinnerungsarbeit vor Ort - einige Berichte 

Oktober 2009: dritte Verlegung von "Stolpersteinen" in Gießen und Wieseck   
Artikel im "Gießener Anzeiger" vom 22. Oktober 2009 (Artikel): Emotion statt Routine: Stolpersteine zum dritten Mal verlegt
Gießen
(mö). Gunter Demnig ist ein schneller und stiller Arbeiter. Nach weniger als zwei Minuten sind die zwei mit einer Messingplatte versehenen Pflastersteine eingepasst. Demnig wäscht den feinen Kies mit Wasser von dem goldglänzenden Metall ab, dann legt jemand ein Rosensträußchen daneben, von der anderen Seite wird ein Teelicht dazugestellt. Dieses Prozedere wiederholt sich gestern Morgen an insgesamt zehn Stellen in Gießen und Wieseck. Zur Routineangelegenheit wird die dritte Verlegung von 'Stolpersteinen' zur Erinnerung an Opfer des Holocaust aber nicht. Wer dabei ist, erlebt Momente stummer Emotion..."     
   

   
   
Links und Literatur

Links:  

Website der Stadt Gießen 
Predigt von Pfarrerin Hedwig Steil am "Israel-Sonntag" 2004 in der Evangelischen Michaelskirche Gießen-Wieseck  

Quellen:  

Hinweis auf online einsehbare Familienregister der jüdischen Gemeinde Gießen   
In der Website des Hessischen Hauptstaatsarchivs (innerhalb Arcinsys Hessen) sind die erhaltenen Familienregister aus hessischen jüdischen Gemeinden einsehbar: 
Link zur Übersicht (nach Ortsalphabet) https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/llist?nodeid=g186590&page=1&reload=true&sorting=41              
Zu Wieseck sind vorhanden (auf der jeweiligen Unterseite zur Einsichtnahme weiter über "Digitalisate anzeigen"):    
HHStAW 365,829   Geburtsregister der Juden von Gießen - Wieseck   1776 - 1816 - Auszug aus dem Kirchenbuch der evangelischen Pfarrei Wieseck, zusammengestellt 1943  https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v5135969    

Literatur:  

Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang - Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. II S. 402-403. 
ders.: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Bilder - Dokumente. S. 206. 
Thea Altaras: Synagogen in Hessen. Was geschah seit 1945? 1988 S. 117. 
dies.: Das jüdische Rituelle Tauchbad und: Synagogen in Hessen. Was geschah seit 1945 Teil II. 1994. S. 108.  
Studienkreis Deutscher Widerstand (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Hessen II Regierungsbezirke Gießen und Kassel. 1995 S. 36-37.  
Giessen Lit 018.jpg (101791 Byte)Hanno Müller: Juden in Gießen  1788-1942
Hrsg. vom Magistrat der Universitätsstadt Gießen, Stadtarchiv Gießen. Gießen 2012.   851 S. 
Zu beziehen über: Stadtarchiv Gießen  Berliner Platz 1  Postfach 110820  D-35353 Gießen  Website mit Kontaktformular E-Mail.   
ISBN 978-3-930489-53-4.  
Über die Juden in Wieseck in diesem Buch S. 728-754 und im Anhang S. 819-822 
Horst Deumer / Dieter Steil: Spuren jüdischen Lebens in Wieseck: Sammlung der Beiträge im Gemeindebrief der Evangelischen Michaelsgemeinde Wieseck, Oktober 2001 bis Februar 2006. 2008 33 S.   

       
 
       


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Wieseck  Hesse.  Jews lived there from the 17th century, opened a synagogue in 1872, and numbered 82 (3 % of the total) in 1880. Though nominally independent, they became part of Giessen's Liberal Jewish community after Worldwar I. On Kristallnacht (9-10 November 1938), the synagogue'sinterior was badly damaged. By 1939, 21 of the remaining 39 Jews had emigrated. The last nine were deported in 1942.   
       
        

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 09. Mai 2016