Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Daubringen (Stadt Staufenberg, Kreis Gießen)
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Zur Geschichte jüdischer Bewohner                
    
In Daubringen lassen sich seit dem 18. Jahrhundert jüdische Bewohner nachweisen. Die erste Ansiedlung könnte im Zusammenhang mit der Ausweisung der Juden aus Gießen (1662) erfolgt sein. 
    
Die Zahl der jüdischen Familien am Ort blieb immer gering. Im 18. Jahrhundert lebten nur ein bis zwei jüdische Familien am Ort. Namentlich wird um 1750 eine Familie "Ravogel" (Raphael?) genannt. Zwischen etwa 1770 und 1815 wird Jud Aron (auch Elkan Aron oder Haune Aron) erwähnt, der mit seiner Familie in einem Häuschen in der Großgasse 5 lebte (das Haus wurde zu Beginn der 1980er-Jahre abgebrochen). Aron hatte zwei Söhne: Michel Elkan (geb. 1788) und Salomon Elkan (geb. 1791). 1812 nahmen die Genannten den Familiennamen Mormelstein an.  
    
1810 zog mit Susmann Löwenstein und seiner Frau Judel (Judith) mit dem 1808 geborenen Sohn Hirsch eine weitere jüdische Familie in Daubringen zu. Die Familie hatte zuvor in Ruttershausen gelebt. 
    
In den 1870er-Jahren wurde Isaak Löwenstein in den Gemeinderat der bürgerlichen Gemeinde gewählt. Mehrere jüdische Einwohner (teilweise mit Familien) sind nach 1850 ausgewandert: Mendel Mormelstein und Süßmann Löwenstein (1852), Aron Löwenstein (1855), Jakob Mormelstein (1867) und Salomon Mormelstein (1873)

Einrichtungen wie Betsaal und rituelles Bad waren nicht am Ort vorhanden. Die in Daubringen lebenden jüdischen Personen gehörten zum Gemeindeverband Lollar und besuchten die dortige Synagoge. Die in Daubringen gestorbenen jüdischen Personen wurden bis um 1840 auf dem Friedhof am Hang unterhalb der Burg Staufenberg in Staufenberg beigesetzt, danach auf dem Friedhof an der Gemarkungsgrenze zwischen Lollar und Staufenberg.  
    
Aus dem 19. Jahrhundert liegen an Zahlen jüdischen Einwohner am Ort vor: um 1830 16 jüdische Einwohner.    
    
Von den in Daubringen geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): in beiden Listen werden bei Eingabe des Ortsnamens Daubringen keine Personen genannt.     
    
    
    
   


Links und Literatur

Links:

Website der Stadt Staufenberg    

Literatur:  

Volker Hess: Geschichte der Juden in den heutigen Ortsteilen Staufenbergs Daubringen, Mainzlar, Staufenberg und Treis. Staufenberg 1990 (20. Juni 2002).   
ders.:  Die jüdische Bevölkerung in Daubringen und Mainzlar. Staufenberg 1993 (12. Dezember 2001).      
Die Beiträge von Volker Hess zur jüdische Geschichte von Staufenberg  sind zugänglich über eine Seite des Stadtarchivs Staufenberg    
Hanno Müller: Juden in den Landämtern Gießen und Hüttenberg 1809 bis 1922. In: Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins Gießen e.V. 2007 S. 271-283.  
Mitgeteilt werden Geburts-, Heirats- und Sterbedaten von Juden in den Gemeinden Allendorf/Lumda, Daubringen, Heuchelheim, Kirch-Göns, Leihgestern, Lollar, Mainzlar, Pohl-Göns, Rodheim, Ruttershausen, Steinbach und (Watzenborn)-Steinbach der ehemaligen Landämter Hüttenberg und Gießen im Zeitraum von (1792) 1809 bis 1822. Als Quellen dienten die Judenmatrikel des Landamtes Gießen und des Amtes Hüttenberg.  

    
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 30. Juli 2016