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Kreis Gießen"
Obbornhofen mit
Bellersheim
(Stadt
Hungen, Kreis Gießen)
und Wohnbach
(Gemeinde Wölfersheim, Wetteraukreis)
Jüdische Geschichte / Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In den Gemeinden Obbornhofen, Bellersheim und Wohnbach bestand eine jüdische
Gemeinde bis 1938/42. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab
es möglicherweise zumindest in Obbornhofen und Bellersheim zwei separate
Gemeinden, was aus den separaten Ausschreibungen der Lehrer- und Vorbeterstellen
um 1876/1881 an beiden Orten mit Nennungen unterschiedlicher Gemeindevorsteher
(1876/77 in Bellersheim: Heinemann Stern; 1881 in Obbornhofen: Adolph Löb;
siehe unten) geschlossen werden kann. Auch die jüdischen Familien in Wohnbach
hatten einen eigenen Gemeindevorstand: 1908 werden Gerson Wallenstein und Eduard
Baer als Gemeindevorsteher der zusammen 9 Mitglieder der Gemeinde genannt (siehe
Anzeige unten).
Der Sitz der gemeinsamen jüdischen Gemeinde war zuletzt (1932) in Bellersheim, jedoch
wurde damals von den jüdischen Familien der drei Orte gemeinsam die
Synagoge in Obbornhofen besucht.
Die Zahl der jüdischen Einwohner entwickelte sich im 19. Jahrhundert wie
folgt: in Bellersheim: 1828 22 jüdische Einwohner, 1861 27 (4,3 % von
insgesamt 627), 1880 18 (3,1 % von 586), 1900 14 (2,2 % von 642), 1910 12 (1,9 %
von 621); in Obbornhofen 1830: 26, 1905 10 jüdische Einwohner; in Wohnbach:
1830 40, 1905 38 jüdische Einwohner. Nach dieser Übersicht lebten in Wohnbach
die meisten jüdischen Einwohner der drei Orte. Es waren dort um 1900 sieben
jüdische Familien. Die Haushaltsvorsteher waren zwei Fruchthändler, drei
Spezereiwarenhändler, ein Pferdehändler. In Obbornhofen gab es zwei jüdische
Familien (ein Viehhändler, ein Spezereiwarenhändler).
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine
Religionsschule, ein rituelles Bad und ein Friedhof.
Die Gemeinde gehörte 1932 zum liberalen Provinzialrabbinat in Gießen.
Im Ersten Weltkrieg gab es nach den vorliegenden Informationen keine
jüdischen Gefallenen aus den drei Orten Bellersheim, Obbornhofen und Wohnbach,
mehrere der jüdischen Männer waren jedoch zum Militärdienst eingezogen.
Um 1924 wurden in Bellersheim 7, in Obbornhofen 6 und in Wohnbach 19
jüdische Einwohner gezählt. Die Vorsteher der Gemeinde waren Julius Kuttner
(1. Vors.) und Theodor Löb (2. Vors.) in Bellersheim sowie Siegfried Bär in
Wohnbach. An jüdischen Vereinen bestand ein Wohltätigkeitsverein
(Ziel: Unterstützung armer Durchreisender und Bestattungswesen, 1932 unter
Leitung von Julius Kuttner). Im Schuljahr 1931/32 erhielten zwei jüdische
Kinder Religionsunterricht.
1933 lebten noch 7 jüdische Personen in Bellersheim, 6 in Obbernhofen und
19 in Wohnbach. In
den folgenden Jahren sind mehrere der
jüdischen Gemeindeglieder auf Grund der zunehmenden Entrechtung und der
Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert (aus Obbornhofen ist ein
jüdischer Einwohner nach Südafrika ausgewandert). 1939/40 wurden noch drei
jüdische Einwohner in Bellersheim gezählt. Sie mussten 1941 ein
"Judenhaus" nach Inheiden ziehen. Von dort wurden das Ehepaar Emma und
Julius Kuttner sowie Marta Kuttner in das KZ Theresienstadt deportiert.
Von den in Obbornhofen geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Karoline Hellmann geb.
Freund(1862), Julius Kuttner (1876), Cessi Meier geb. Scheuer (1886), Katinka
Scheuer (1886), Mathilde Scheuer (1887), Samuel Wallenstein.
Von den in Bellersheim geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Mathilde Jonas geb.
Wetterhahn (1871), Kathinka Katz (1882), Emma Kuttner geb. Gutmann (1874),
Julius Kuttner (1876), Marta Kuttner (1912), Moritz Kuttner (1878).
Von den in Wohnbach geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Leopold Bär (1858), Levi
Bär (1863), Rudolf Bär (1893), Siegfried Bär (1899), Jenny Bamberger geb.
Majer (1877), Irene Falk geb. Bär (1896), Rosalie Joseph geb. Wallenstein
(1881), Irma Kapenberg (1884), Fanny (Franziska) Kaufmann geb. Bär (1860), Selma
Marx geb. Wallenstein (1884), Jenny
Mildenberg geb. Löb (1886), Sophie Schönfeld (1888), Helene Schott geb.
Schönfeld (1891), Ludwig Schott (1890), Isidor Wallenstein (1877), Regina Wiesenfelder
geb. Löb (1878).
Am 26. August 1990 wurde am jüdischen
Friedhof in Hungen auf Initiative einer "Arbeitsgemeinschaft
Spurensuche" ein Mahnmal zur Erinnerung an die ehemaligen jüdischen
Einwohner von Hungen, Bellersheim, Obbornhofen und Utphe eingeweiht. Auf dem Denkmal stehen die Namen der "in der Zeit der Gewaltherrschaft 1933
bis 1945 ermordeten, vertriebenen und gedemütigten jüdischen Bürger".
Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus der Geschichte der
jüdischen Lehrer
Ausschreibungen der Stellen des Lehrers und Vorbeters in Bellersheim und
Obbornhofen 1876 / 1877 / 1881
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. August 1876: "In
hiesiger israelitischer Religionsgemeinde ist die Stelle eines
Religionslehrers, Vorsängers und Schächters vakant geworden, mit einem
Gehalt von Mark 700 und ca. Mark 200 Akzidenzien. Qualifizierte Bewerber
wollen sich baldigst an den unterzeichneten Vorstand wenden.
Bellersheim in der Wetterau (Post Hungen), den 28. Juli 1876.
Heinemann Stern". |
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Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24. Oktober 1877:
"Wir suchen zum sofortigen Eintritt für unsere Gemeinde einen
Religionslehrer und Vorbeter, womöglich auch Schochet mit einem fixen
Jahresgehalt von 700 Mark und circa 200 Mark Nebenakzidenzien.
Reflektanten belieben ihre Anmeldungen an unterzeichneten Vorstand
einzusenden. Gesuche von Polen bleiben unberücksichtigt. Unverheiratete
werden bevorzugt.
Bellersheim in der Wetterau, 16. Oktober 1877. H. Stern,
Vorstand." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 20. Juli 1881: "Die
israelitische Gemeinde in Obbornhofen wünscht einen Lehrer und
Vorbeter zum alsbaldigen Eintritt gegen einen Gehalt von 650 Mark nebst
Nebeneinkommen mit 150 Mark und freier Wohnung. Zu unterrichten sind
gegenwärtig 7 Kinder. Reisespesen erhält nur Derjenige, der die Stelle
erhält. Bewerber wollen sich bei unterzeichnetem Vorstande melden. Der
Vorstand. Adolph Löb." |
Berichte zu
einzelnen Personen aus der Gemeinde
Zur Goldenen und Diamantenen Hochzeit des Ehepaares Benjamin
Stern und Frau in Bellersheim 1876 und 1886
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 13. Dezember 1876:
"Bellersheim in der Wetterau, 1. Dezember. Am vergangenen Schabbat
Paraschat Toledot (Schabbat mit der Toralesung Toledot) feierte in
hiesiger Gemeinde Herr Benjamin Stern mit dessen Ehehälfte seinen
fünfzigsten Hochzeitstag; es verdient diese Feier umso mehr der
Erwähnung, als die ältesten Mitglieder dieser Gemeinde eines solchen
Ereignisses dahier sich nicht erinnern können. Der Jubilar ist noch ein
sehr rüstiger Mann; denn er arbeitet heute noch mit eisernem Fleiße,
trotzdem er schon ein Alter von 72 Jahren erreicht hat; seine Frau kann
sich ebenfalls der besten Gesundheit erfreuen, sie ist 70 Jahre alt. Die
Kinder dieser Ehe, deren es 12 waren, von denen aber nur 8 mehr am Leben,
sind alle verheiratet, und hat das Jubelpaar das Glück, eine Menge Enkel
und Urenkel zu sehen. Herr B. Stern erzog seine Kinder in jüdischem Sinn,
trotz der vielen Schicksalswellen, die gegen seinen Lebenskahn anprallten.
Gar oft waren die Verhältnisse dieses Mannes so gestaltet, dass nach
menschlicher Berechnung sein Lebensschiffchen verloren zu sein schien,
aber Gott der Allgütige halt ihm stets aus solchem Unwetter, wodurch
dieser Mann im Gottvertrauen gestärkt wurde.
Möge Gott ihn noch lange mit seiner Gattin gesund erhalten! ..ch.." |
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Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 6. Dezember 1886:
"Aus Oberhessen, 1. Dezember. In dem Dorfe Bellersheim (Kreis
Gießen) feierte in verflossener Woche ein israelitisches Ehepaar die
'diamantene Hochzeit'. Seite Ehe war mit 12 Kindern gesegnet, von welchen
8 und gegen 50 Enkel und Urenkel noch am Leben sind. Das Fest wurde von
dem noch rüstigen Jubelpaare im Kreise der Familie und vieler Bekannten
recht fröhlich begangen." |
Anzeigen
jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen
Anzeigen des Schneidermeisters Kuttner in Bellersheim (1906 / 1912)
Anzeige
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 23. November
1906:
"Suche sofort einen tüchtigen jungen Schneider.
Samstags und Feiertage wird nicht gearbeitet.
Julius Kuttner, Schneidermeister, Bellersheim bei Friedberg
(Oberhessen)." |
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Anzeige
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 26. April
1912:
"Suche per sofort einen jungen Schneider.
Samstags und
Feiertage wird nicht gearbeitet. Kost und Logis im Hause.
Julius
Kuttner, Schneidermeister, Bellersheim (Oberhessen)." |
Spendenaufruf für die Witwe Schönfeld in Wohnbach
(1908)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 28. Mai 1908: "Aufruf!
Edle wohltätige Glaubensgenossen.
Es fällt uns in der Tat schwere Eure edle Menschenfreundlichkeit zu
einer Zeit in Anspruch zu nehmen, in welcher allerseits so viele
Ansprüche an Euch gemacht werden; doch als Söhne Israels - Söhne des
Erbarmens seid ihr - werdet (ihr) uns auch jetzt Herz und Hand
nicht verschließen, wo es gilt, eine von schweren Schicksalen
heimgesuchte arme Witwe mit drei Waisen aus bitterer Not zu retten helfen.
Es betrifft dies die Witwe Schönfeld hier, die vollständig
mittel- und erwerbslos dasteht. Ihr 27-jähriger Sohn befindet sich schon
seit 9 Wochen in der Klinik in Gießen, wo er an einer unheilbaren
Krankheit langsam dahinsiecht. Auch von ihren anderen Kindern (2 Mädchen)
hat die Frau keine Hilfe zu erwarten, da die beiden selbst auf die
Gutherzigkeit edler Menschen angewiesen sind. Die Kosten, die der
Aufenthalt des Kranken in der Klinik verursacht, sind bis jetzt schon sehr
hoch und ist die hiesige israelitische Gemeinde, die nur aus 9 Mitgliedern
besteht, für die Dauer nicht im Stande, Alles für die bedrängte Familie
aufzubringen, was sie allerdings bis jetzt in opferwilliger Weise getan
hat. Die ergebenst Unterzeichneten bitten gütigst um recht baldige,
zahlreiche Unterstützung und nehmen auch die kleinste Gabe dankend
an.
Wohnbach in der Wetterau, den 8. Mai 1908.
Der Lehrer: Hermann Berg.
Der Vorstand: Gerson Wallenstein, Eduard Baer.
Dass Vorstehendes voll und ganz auf Wahrheit beruht bescheinigt.
Wohnbach, am 8. Mai 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei
Patum." |
| Anmerkung: bei den beiden Töchtern der
Witwe Schönfeld dürfte es sich um die in der NS-Zeit umgekommenen Frauen Sophie Schönfeld
(1888) und Helene Schott geb.
Schönfeld (1891) handeln. |
Zur Geschichte der Synagoge
Zunächst war ein Betsaal vorhanden. Nach Arnsberg bestand
um 1834 ein Plan zur Errichtung einer Synagoge aus Holz. Ob er
ausgeführt wurde, ist noch nicht geklärt. Manches spricht darauf hin, dass die 1879
als Fachwerkbau errichtete Synagoge auf dem Grundstück eines Vorgängerbaus
erstellt wurde..
Beim Novemberpogrom 1938 wurde das
Innere der Synagoge zerstört. Eine große Gruppe zehn- bis zwölfjähriger
Kinder trug auf Anweisung des NSDAP-Ortsgruppenleiters die Ritualien und weitere
Einrichtungsgegenstände auf eine Wiese, wo sie verbrannt wurden.
Das Synagogengebäude kam in Privatbesitz, wurde zu einem Wohnhaus umgebaut und
erlebte nach 1945 mehrere Besitzerwechsel.
Seit 1988 befindet sich eine Gedenktafel am Gebäude. Die neuen Besitzer
bemühten sich, durch das Entfernen von Veränderungen die ursprüngliche
Baukonzeption erkennbar werden zu lassen.
Adresse/Standort der Synagoge: Kommenturgasse
9
Fotos
Skizze der Synagoge
(Quelle: Altaras 1994 S. 71 und Heimatgeschichtlicher Wegweiser S. 40) |
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Gezeichnet nach
der Erinnerung von Joachim Herrler (1988) |
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Grundrisse
(Quelle: Altaras 1994 S. 71) |
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Grundriss des Erdgeschosses |
Grundriss auf Höhe der
Frauenempore |
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Die ehemalige Synagoge als
Wohnhaus
(Quelle: Altaras 1988 S. 87) |
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Die ehemalige
Synagoge |
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Das
Gebäude der ehemaligen Synagoge im März 2008
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 28. März 2008) |
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Die zu einem
Wohnhaus umgebaute ehemalige Synagoge in Obbornhofen |
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Hinweis-/ Gedenktafel |
Hinweistafel (wie an vielen
Häusern des Ortes) auf den alten Hausnamen. |
Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang -
Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. I S. 62 (unter Bellersheim) |
 | Thea Altaras: Synagogen in Hessen. Was geschah seit
1945? 1988 S. 87-88. |
 | dies.: Das jüdische Rituelle Tauchbad und: Synagogen in
Hessen. Was geschah seit 1945 Teil II. 1994. S. 71-72. |
 | Studienkreis Deutscher Widerstand (Hg.):
Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der
Verfolgung 1933-1945. Hessen II Regierungsbezirke Gießen und Kassel. 1995 S. 334-335 (Artikel
zu Wölfersheim). Hessen II Regierungsbezirke Gießen und Kassel 1995 S.
40-41 (Artikel zu Hungen). |
 | Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish
Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany Volume
III: Hesse - Hesse-Nassau - Frankfurt. Hg. von Yad Vashem 1992
(hebräisch) S. 110 (unter Bellersheim). |
 | Hanno Müller, Dieter Bertram, Friedrich Damrath:
Judenfamilien in Hungen und in Inheiden, Utphe, Villingen, Obbornhofen,
Bellersheim und Wohnbach. ISBN 978-3-940856-16-6 Hungen
2009.
Zu beziehen über den Magistrat der Stadt Hungen - Stadtarchiv -
Kaiserstraße 7 35410 Hungen E-Mail |

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Bellersheim
Hesse. The Jews of Wohnbach, Obbornhofen and Bellersheim formed one
community, numbering several dozen in the 19th century. On Kristallnacht
(9-10 November 1938) the synagogue was desecrated. The last few Jews were
probably deported in 1941-42.

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