Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Hungen (Kreis Gießen) 
Jüdischer Friedhof 
  

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde            
    
Siehe Seite zur Synagoge in Hungen  (interner Link)  
  
  
Zur Geschichte des Friedhofes   
   
Graf Bernhard III. zu Solms-Braunfels gab den Hungener Juden bereits 1563 das Recht auf einen eigenen Friedhof. Der Friedhof soll schon etwa 40 Jahre vorher (also um 1510) "auf der Schütt" bestanden haben. Beerdigt wurden auf diesem Friedhof Juden aus der Orten Langsdorf mit Birklar, aus Inheiden und Utphe. Nach 1830 weigerten sich die Juden, das Begräbnisgeld an die Herrschaft zu entrichten; damals wurde festgestellt, dass schon seit 1553 Begräbnisgeld entrichtet werden musste. 1888 wurde der Friedhof erweitert. Die Friedhofsfläche beträgt 31,77 ar. 
   
Die letzte Beerdigung fand im Mai 1946 statt. Der Verstorbene war der aus dem Konzentrationslager Theresienstadt mit seiner Frau nach dem Krieg zurückgekehrte Jeremias Oppenheim. 
   
Am 26. August 1990 wurde am Friedhof auf Initiative einer "Arbeitsgemeinschaft Spurensuche" ein Mahnmal zur Erinnerung an die ehemaligen jüdischen Einwohner von Hungen, Bellersheim, Obbornhofen und Utphe eingeweiht. 
Auf dem Denkmal stehen die Namen der "in der Zeit der Gewaltherrschaft 1933 bis 1945 ermordeten, vertriebenen und gedemütigten jüdischen Bürger". Auf Grund der Forschungsarbeit der "Arbeitsgemeinschaft Spurensuche" in Hungen konnte die Zusammenstellung vorgenommen werden.    
    
    

Lage des Friedhofes   
  

Der jüdische Friedhof liegt in der Flur "auf der Schütt", an der Friedberger Straße, schräg gegenüber der Einmündung der Straße "Am Grenzwall". 
    
    
    
Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: 28.3.2008)   

Hungen Friedhof 152.jpg (124940 Byte) Hungen Friedhof 150.jpg (59582 Byte) Hungen Friedhof 174.jpg (52062 Byte)
Das Eingangstor    Hinweistafel zum Besuch des Friedhofes  Weitere Hinweistafel 
     
Hungen Friedhof 172.jpg (113449 Byte) Hungen Friedhof 173.jpg (119270 Byte) Hungen Friedhof 153.jpg (128963 Byte)
Ansichten des Friedhofes 
 
Hungen Friedhof 157.jpg (114097 Byte) Hungen Friedhof 161.jpg (101508 Byte) Hungen Friedhof 163.jpg (105209 Byte)
Teilansichten des Friedhofes 
 
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Hungen Friedhof 167.jpg (66550 Byte) Hungen Friedhof 176.jpg (122625 Byte) Hungen Friedhof 178.jpg (108884 Byte)
Grabstein für Malchen Oppenheimer 
geb. Stern aus Langsdorf (1870-1914)
Grabstein (abgebrochene Säule für eine
 jung verstorbene Person) für Cäcilie Kahn
    
     
    Hungen Friedhof 187.jpg (122455 Byte)    
            
         
Das 1990 aufgestellte Gedenk- 
und Mahnmal am jüdischen Friedhof  
Hungen Friedhof 184.jpg (123541 Byte) Hungen Friedhof 180.jpg (129423 Byte)
    Text der Inschrift siehe unten 
   
    Hungen Friedhof 182.jpg (157092 Byte) Hungen Friedhof 182a.jpg (97233 Byte)
        

Inschrift der Tafel: "Zur Erinnerung und zum ewigen Zeugnis. In großer Trauer und zum Gedenken an die in der Zeit der Gewaltherrschaft von 1933 bis 1945 ermordeten, vertriebenen und gedemütigten jüdischen Bürger. 1933 lebten in der Großgemeinde Hungen folgende jüdischer Bürger: Anna Dreifuss - Max Hirsch Dreifuss - Paul Dreifuss - Ruth Dreifuss - Sophie Dreifuss - Frieda Gerendasi - Margarete Gerendasi - Samuel Gerendasi - Gustav Gonsenhäuser - Paula Gonsenhäuser - Berta Kahn - Florenze Kahn - Hermann Kahn - Herta Inge Kahn - Julie Kahn - Julius Otto Kahn - Julius Kahn - Martha Kahn - Max Erich Kahn - Milli Kahn - Simon Kahn -- Ernst Katz - Julius Katz - Mally Katz - Hilde Löb - Ilse Löb - Leopold Löb - Thirza Löb - Bertha Meier - Edith Lotte Meier - Dr. Siegfried ;Meier - Ilse Ida Meyer - Erich Nelkenstock - Dr. Eugen Nelkenstock - Leopold Nelkenstock - Marta Nelkenstock - Rosalie Nelkenstock - Willi Nelkenstock - Hedwig Oppenheim - Jeremias Oppenheim - Emmi Oppenheimer - Helene Oppenheimer - Hermann Oppenheimer - Kurt Manfred Oppenheimer - Ida Oppenheimer - Margot Oppenheimer - Sussi Oppenheimer - Sophie Oppenheimer - Emilie Rosenthal - Emma Rothschild - Bertha Saalberg - Emil Max Saalberg - Erna Charlotte Saalberg - Greta Saalberg - Irma Seelig - Gerhard Stein - Karl Friedrich Stein - Martha Stein - Walter Stein - Frieda Steinhauer - Jettchen Steinhauer - Julius Steinhauer - Moritz Meier Steinhauer - Rosa Steinhauer - Paula Stern - Adolf Sulzbach - Gerda Sulzbach - Gertrud Sulzbach - Ida Sulzbach - Isidor Sulzbach - Salomon Wiesenfelder - Hilda Wiesenfelder
Bellersheim: Berta Kuttner - Else Kuttner - Emma Kuttner - Julius Kuttner - Marta Kuttner - Ida Löb - Siegfried Löb - Theodor Löb. 
Inheiden: Berta Katz - Julius Katz - Levi Katz - Paula Katz - Recha Katz - Elfriede Löwenstein - Otto Löwenstein - Anselm Simon 
Obbornhofen: Hirsch Scheuer - Julius Scheuer - Katinka Scheuer - Mathilde Scheuer - Simon Scheuer - Binchen Wallenstein  - Curt Wallenstein - Käthe Wallenstein - Lieselotte Wallenstein - Manfred Wallenstein - Sally Wallenstein 
Liptphe: Beatice Wetterhahn - Berthold Wetterhahn - Friederike Wetterhahn - Paula Wetterhahn - Siegfried Wetterhahn 
Rabertshausen: Dr. Richard Merton 
Zum Gedenken und Zeugnis  - Stadt Hungen 1990. 

   
   

Links und Literatur

Links:  

Website der Gemeinde Hungen 
Zur Seite über die Jüdische Geschichte / Synagoge in Hungen (interner Link) 
Informationsseite von www.giessener-land.de: hier anklicken   

Literatur:  

Siehe Zusammenstellung auf der Seite über die Jüdische Geschichte / Synagoge in Hungen 
Hungen Lit 04.jpg (48419 Byte)Hanno Müller, Dieter Bertram, Friedrich Damrath: Judenfamilien in Hungen und in Inheiden, Utphe, Villingen, Obbornhofen, Bellersheim und Wohnbach. ISBN 978-3-940856-16-6    Hungen 2009.  
Zu beziehen über den Magistrat der Stadt Hungen - Stadtarchiv - Kaiserstraße 7  35410 Hungen   E-Mail 
Wichtige Neuerscheinung 
zur jüdischen Geschichte 
in Lich und Umgebung (2011)
Lich Lit 031.jpg (81812 Byte) Lich Lit 030.jpg (93567 Byte)
Hanno Müller, Friedrich Damrath, Monica Kingreen, Klaus Konrad-Leder: Juden in Lich, Birklar, Langsdorf, Muschenheim und Ettingshausen.
Teil I: Familien   Teil II: Grabsteine, Anhang, Register
Im Auftrag der Ernst-Ludwig-Chambré-Stiftung herausgegeben von Klaus Konrad-Leder. Lich 2010. 
ISBN 978-3-9809778-6-9  zu beziehen über: Hanno Müller  Röntgenstraße 29  35463 Fernwald  http://www.fambu-oberhessen.de/   E-Mail  
Zum Inhalt:   Das Werk enthält auf ca. 720 Seiten im Format A 4 (2 Teile in einem Schuber, Fadenheftung, fester Einband, Inhalt) im ersten Teil Aufsätze von Klaus-Konrad-Leder und Monica Kingreen sowie Familienbücher für die oben genannten Orte von Hanno Müller. Außerdem Informationen zu den Religionsgemeinden und ihren Synagogen und über 100 Abbildungen. 
Im zweiten Teil sind enthalten Abbildungen der Grabsteine und die von Friedrich Damrath erstellten Abschriften und Übersetzungen ihrer Inschriften auf den jüdischen Friedhöfen in Lich, Muschenheim, Hungen (der Langsdorfer Juden), Gießen und Laubach (Licher und Ettingshäuser Juden). Außerdem auf ca. 200 Seiten Abschriften aus dem Besitz von Klaus Konrad-Leder, von Archivalien aus den Archiven Braunfels, Lich, Langsdorf und aus den Kirchenchroniken Langsdorf, Muschenheim und Inheiden, Zusammenstellungen vermögender Einwohner der bearbeiteten Orte und Erwähnungen der Juden dieser Orte in Adressbüchern des Zeitraums 1905 - 1941.
Beschlossen wird er von den Registern, Nachträgen zu den früher veröffentlichten "Judenfamilien in Hungen" und einer kompletten Neubearbeitung (anhand der zwischenzeitlich aufgefundenen Judenmatrikel) der "Judenfamilien in Nieder-Weisel".
Bezogen werden kann das Werk über H. Müller zum Preis von 20 Euro plus Versandkosten (Achtung, Paketsendung, 3,5 kg!).

             
              

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 11. Oktober 2013