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Jahrestagungen von Alemannia Judaica Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (Frühere und bestehende) Synagogen Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region Bestehende jüdische Gemeinden in der Region
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Jüdische Friedhöfe in Mecklenburg - Vorpommern Übersicht: Jüdische Friedhöfe (und jüdische *Begräbnisstätten) finden sich in einzelnen, in allen Stadt- und Landkreisen des Bundeslandes verstreut liegenden Orten: Landkreise Bad Doberan (DBR), Demmin (DM), Güstrow (GÜ), Ludwigslust (LWL), Mecklenburg-Strelitz (MST), Müritz (MÜR), Nordvorpommern (NVP), Nordwestmecklenburg (NWM), Ostvorpommern (OVP), Parchim (PCH), Rügen (RÜG), Uecker-Randow (UER) und Stadtkreise Greifswald (HGW), Neubrandenburg (NB), Rostock (HRO), Schwerin (SN), Stralsund (HST) und Wismar (HWI). Noch überprüfen: Mecklenburg (Dorf Mecklenburg)
Zur Geschichte der Friedhöfe: Die seit Anfang des 19. Jahrhunderts in Anklam entstandene jüdische Gemeinde konnte 1817 einen ersten Friedhof anlegen, der vermutlich nur kurze Zeit genutzt wurde. Von ihm ist nichts mehr erhalten. 1925 wurde der Friedhof von der jüdischen Gemeinde für den Bau einer Nebenstelle der Reichsbank zur Verfügung gestellt. Um 1850 wurde ein neuer Friedhof am damaligen Stadtrand angelegt, der bis in die NS-Zeit genutzt wurde (1936 letzte Beisetzung), dann jedoch verwüstet wurde. 1948 wurde der Friedhof wieder hergestellt. Es sind 32 Grabsteine erhalten. Eine Gedenkstele des Bildhauers Bruno Giese wurde aufgestellt mit der Inschrift: "Den jüdischen Opfern des Faschismus zum Gedenken, allen Lebenden zur Mahnung". Lage: Alter Friedhof auf dem Großen Wall (Bereich der heutigen Straße "Großer Wall"); neuer Friedhof im heutigen Wohngebiet Lilienthalhof/An der Straße "Min Hüsung".
Link: Website der
Hansestadt Anklam Zur Geschichte des Friedhofes: In Bad Sülze bestand seit 1765 am Schindanger ein jüdischer Friedhof, auf dem damals die jüdischen Familien einer weiten Umgebung (u.a. auch aus Stralsund) ihre Toten beigesetzt haben. Der Friedhof bestand bis in das 20. Jahrhundert. Die Friedhofsfläche umfasste 10,54 ar. Beim Bau der neuen Schule in der Kastanienallee 7 (heute: Grund- und Realschule) wurde der Friedhof zerstört, als dort eine Heizleitung verlegt wurde. An seiner Stelle befindet sich ein Parkplatz. Lage: Früher: Am Schindanger. Heute Schulhof der Schule an der Kastanienallee (Flur 3, Friedhofsgrundstück ist das Flurstück 40/4). Link: Website des
Amtes Rechnitz-Trebeltal
Lage: Städtischer Friedhof an der Kirchwallstraße (beim Rathaus/Friedhofswall) Link: Website der
Stadt Barth (von hier ist der obige Text und das Foto
übernommen) Zur Geschichte des Friedhofes: Über die Geschichte eines jüdischen Friedhofes in Bergen ist nichts Näheres bekannt. Der Friedhof soll als ein Teil des städtischen Friedhofes in den 1950er-Jahren noch vorhanden gewesen sein. Lage: Teil des städtischen Friedhofes. Link: Website
der Stadt Bergen auf Rügen Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof wurde am Ende des 18. Jahrhunderts angelegt. Er umfasst eine Fläche von 6,80 ar. Der Friedhof wurde bis 1934 genutzt. In der NS-Zeit war er zunehmend in einem verwahrlosten Zustand, wurde jedoch 1948 wieder instandgesetzt. 1964 sollte er eingeebnet werden, wogegen die jüdische Landesgemeinde Einspruch erhob. 1966 wurde der Friedhof schwer geschändet (Grabsteine beschädigt, Friedhofsmauer eingerissen), aber danach wieder hergerichtet. Es sind etwa 30 Grabsteine erhalten. Auch ein Gedenkstein ist vorhanden. Der Friedhof wurde am 30.1.2002 geschändet. Dabei werden alle 31 Grabsteine umgeworfen, ca. 75 Prozent davon zerschlagen sowie ein Davidstern herausgeschnitten. Am 24.2.2002 wurde der Friedhof erneut geschändet, mit Hakenkreuzen beschmiert und ein Schweinekopf hinterlassen. Lage: Am Lauenburger Postweg direkt am Hang, am westlichen Rand der Boizenburger Altstadt.
Link: Website der
Stadt Boizenburg/Elbe Brandshagen-Niederhof (Amt Miltzow, NVP)
Lage: Der Friedhof liegt an einem bewaldeten Wall unweit des Sundes in der Nähe der größten Kormorankolonie Mitteleuropas. Link: Website
des Amtsbereiches Miltzow Website
der Gemeinde Brandshagen (von hier das Foto von M. Wennrich) Zur Geschichte des Friedhofes: Das Alter des Friedhofes ist nicht
bekannt, vermutlich ist er im 18. Jahrhundert entstanden. Die Friedhofsfläche
umfasst um 1880 10,80 ar. Da die jüdische Gemeinde des Ortes bereits 1913
aufgelöst wurde, ist der Begräbnisplatz im Mai 1915 an die politische
Gemeinde verkauft worden. In der NS-Zeit wurde er nicht geschändet. Es sind 28
Grabstätten mit zusammen neun, meist stark verwitterten Grabsteinen erhalten.
Die belegte Fläche des Friedhofes ist von einem Drahtzaun umgeben. Der
unbelegte Friedhofsteil ist zugewachsen. Lage: Der Friedhof liegt weit außerhalb der Stadt in Richtung Weitendorf. Von der Hauptstraße muss man auf den ehemaligen Landweg von Weitendorf nach Necheln abbiegen. Links dieses Weges führt ein schmaler Pfad durch dichten Wald hinauf zum Friedhof. Link: Website
von Amt und Stadt Brüel Zur Geschichte des Friedhofes: Im 18. Jahrhundert pachtete die
jüdische Gemeinde der Stadt Grundstücke des Bauhofes zur Anlage eines
Friedhofes. Die erste Beisetzung fand um 1740 statt. Der Friedhof wurde 1800 und
1821 erweitert. Die letzte Beisetzung erfolgte 1918. 1922 wurde die jüdische
Gemeinde der Stadt aufgelöst bzw. mit der Gemeinde Güstrow verbunden. Der
Friedhof wurde bis 1937 weiter gepflegt. In der NS-Zeit wurde der Friedhof
geschändet. 1955 kaufte die Stiftskirche von Bützow den Begräbnisplatz und
schloss einen Pflegevertrag ab. Zwei Drittel des Friedhofes (unbelegter Teil)
wurde seitdem für Neubelegungen von der evangelischen Gemeinde genutzt. Auf dem
belegten Teil sind 74 Grabsteine erhalten. Die Friedhofsfläche umfasst etwa 8,50
ar von früher 12 ar. Lage: Der Friedhof liegt links der Landstraße nach Kröpelin (Straße "Vor dem Rostocker Tor") Link: Website der
Stadt Bützow
Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof wurde 1776 angelegt. Zunächst war er von einem Zaun umgeben, 1938 wurde dieser durch eine massive Mauer ersetzt. In der NS-Zeit wurde der Friedhof restlos zerstört und eingeebnet. Auf dem Gelände wurde im Zweiten Weltkrieg ein Lager für sowjetische Kriegsgefangene angelegt. Das für die Wachmannschaft erbaute Backsteingebäude Trammerstraße 1 blieb erhalten und ist heute Wohnhaus. Auf dem Friedhofsgelände, das in den 1980er-Jahren als Lagerplatz eines Handwerksbetriebes verwendet wurde, ist kein Grabstein mehr vorhanden. Lage: An der Trammer Straße. Link: Website der
Stadt Crivitz
Zur Geschichte des Friedhofes: Der Friedhof entstand im Innern einer alten wendischen Burganlage im 18. Jahrhundert und umfasst etwa 9 ar. Die jüdische Gemeinde wurde in den 1920er-Jahren aufgelöst. In dieser Zeit fand auch die letzte Beisetzung statt. In der NS-Zeit wurde der Friedhof weitgehend zerstört. Erst 1963 wurde der Friedhof - soweit noch möglich - instandgesetzt und eine Gedenkstätte angelegt. Der Gedenkstein erhebt sich auf einem Sockel aus Bruchstücken zerstörter Grabsteine. Auf dem Friedhof sind noch Grabumrandungen und Sockel von etwa zehn Grabsteinen erhalten sowie zwei Grabsteine von 1917. Lage: Südwestlich der Stadt inmitten eines Laubwaldes. Link: Website der
Stadt Dargun
Zur Geschichte des Friedhofes: Das Grundstück zur Anlage eines jüdischen Friedhofes wurde von der jüdischen Gemeinde Stralsund für die in Demmin lebenden Gemeindeglieder 1847 erworben. Es wurde bis um 1933 belegt. 1938 verkauften die noch in Demmin lebenden Gemeindemitglieder einen unbelegten Teil des Friedhofes als Baugelände. In der Pogromnacht 1938 wurde der Friedhof beschädigt. Nach 1945 ist der Friedhof von der Evangelischen Kirchengemeinde wieder hergerichtet worden. Es sind etwa 30 Grabsteine erhalten. Das Friedhofsgelände ist von einer Feldsteinmauer umgeben und umfasst etwa 10 ar. Eine Gedenkinschrift mit Zitat aus Psalm 122,8 ist angebracht. Lage: Der Friedhof liegt in der Nähe des Bahnhofes an der Bergstraße 5. Link: Website der
Hansestadt Demmin Dettmannsdorf (Amt Bad Sülze, NVP) Zur Geschichte des Friedhofes: Zu diesem Friedhof
sind fast keine Informationen vorhanden. Bitte gegebenenfalls Mitteilung an
unsere Mail-Adresse, siehe Eingangsseite Lage: Link: Website des
Amtes Recknitz-Trebeltal
Zur Geschichte des Friedhofes: Das Alter des jüdischen Friedhofes in Dömitz ist nicht bekannt. Er wurde vermutlich bis um 1920 genutzt (die jüdische Gemeinde löste sich 1919 auf) und bis 1938 gepflegt. 1947 beschlossen die Stadtverordnetenversammlung, das der Friedhof wieder hergerichtet wird. Im April 1951 setzten etwa 50 Dörmitzer Bürger in einer Gemeinschaftsaktion den Beschluss um. Dabei wurden die Grabsteine aufgerichtet und die Umzäunung erneuert. Heute sind auf dem etwa 11,80 ar großen Friedhofsgelände keine Grabsteine mehr vorhanden. Nur ein 1951 als Gedenkstein errichteter Obelisk, ein Grabstein und die Mauerabgrenzung erinnern an den Friedhof. Lage: Im Bereich der früheren Theodor-Körner-Kaserne (am Weg nach Klein Schmölen auf dem Mühlenberg). Link: Website der
Stadt Dömitz
Feldberg (Feldberger Seenlandschaft, MST)
Lage: Am Ortsrand von Feldberg, auf dem ehemaligen Mühlenberg. Link: Website der
Gemeinde Feldberg Presseartikel
zum Friedhof vom 14.11.2003
Friedland/Neubrandenburg (MST) Zur Geschichte des Friedhofes: Der Friedhof wurde vermutlich Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt. Auf ihm fanden bis 1935 nur 22 Beisetzungen statt. Die Friedhofsfläche umfasst ca. 10 ar. In der NS-Zeit wurde der Friedhof vermutlich geschändet. 1962 richtete die Jüdische Landesgemeinde Mecklenburg den Friedhof wieder her. Lage: Unmittelbar neben dem städtischen Friedhof. Link: Website der
Stadt Friedland/Neubrandenburg
Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof wurde Ende des 19. Jahrhunderts angelegt. Er wurde bis 1925 belegt (die jüdische Gemeinde hatte sich 1923 bereits aufgelöst). Im März 1926 geschah die erste Schändung, als unbekannte Täter den Leichenwagen in der Feierhalle des Friedhofs zertrümmerten. Weitere Schändungen geschahen im März 1926, 1934 und 1938. Bis 1955 waren noch einige der 37 Grabstellen zu erkennen, ansonsten waren schon damals nur noch Grabsteinfragmente erhalten. Seit den 1960er-Jahren wird das Friedhofsgelände landwirtschaftlich genutzt. 1970 errichtete die Jüdische Landesgemeinde Mecklenburg eine kleine Gedenkstätte auf dem Friedhof. Ein Gedenkstein für die Opfer des Holocaust ist vorhanden. Lage: An der Chaussee nach Bobbin. Link: Website von
Amt und Stadt Gnoien Zur Geschichte des Friedhofes: In Goldberg bestand ein jüdischer Friedhof, auf dem bis 1920 Beisetzungen stattfanden. Die Friedhofsfläche umfasste 7,42 ar. Die jüdische Landesgemeinde verkaufte das Grundstück 1950 für 400.- Mark an die Stadt. Wegen seines angeblich schlechten Erhaltungszustandes wurde er 1953 eingeebnet. Das Gelände wurde als Garten verwendet. Lage: An der Güstrower Straße. Link: Website
zu Goldberg
Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof in Grabow
wurde vermutlich Ende des 18. Jahrhunderts auf einem alten Weinberg
("Lucasweinberg"), damals am Rande der Stadt, angelegt. 1794 wird er
das erste Mal erwähnt. Er wurde bis
in die 1930er-Jahre belegt und umfasste eine Fläche von etwa 9 ar. Die NS-Zeit
bestand er mit nur leichten Beschädigungen. 1952 wurde bei der Umgestaltung des
Friedhofes zu einer Gedenkstätte dieser weitgehend abgeräumt; fast nur die
Grabsteine aus Granit blieben erhalten und wurden halbkreisförmig
aufgestellt. Die Mauer wurde ausgebessert und das
Eingangstor erneuert. Es sind noch 17 Grabsteine erhalten aus der Zeit zwischen
1813 und 1933. 1988 wurde der Friedhof wiederum hergerichtet. Dabei
wurde um die Grabsteine ein schmiedeeiserner Zaun gesetzt. Lage: Der Friedhof liegt nordwestlich der Altstadt an der Straße "Trotzenburg" bzw. am Neukarstädter Weg.
Link: Website der
Stadt Grabow
Zur Geschichte des Friedhofes: Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden bis 1850 auf dem Friedhof in Niederhof bei Brandshagen beigesetzt, danach vermutlich für einige Jahre in Stralsund. 1860 kauften jüdische Gemeindeglieder einen Acker und beantragte beim Magistrat die Anlage eines eigenen jüdischen Friedhofes. Dies wurde genehmigt. Auch wurde ein Grundstück in der Hunnenstraße 7 gekauft, wo ein Schuppen stand, den man zur Unterbringung des Leichenwagens verwendete. Der Friedhof wurde mit einer Mauer umgeben und besaß als Eingang ein schmiedeeisernes Tor mit Davidstern darüber. Bis 1938 wurde der Friedhof gelegt. 1941/42 wurde er weitgehend abgeräumt. Auf dem Gelände wurde eine Kaserne der Wehrmacht gebaut, die nach Kriegsende gesprengt wurde. 1949 waren noch Reste der Begrenzungsmauer und einige Grabsteine vorhanden. Heute befindet sich an der Stelle Industriegelände. Lage: An der Gützkower Landstraße. Link: Website der
Stadt Greifswald
Zur Geschichte des Friedhofes: Die Toten der jüdischen Gemeinde
wurden zunächst in Rehna beigesetzt. 1856 kaufte die jüdische Gemeinde ein
Ackerstück zur Anlage eines Friedhofes, doch erst 1877 wurde die behördliche
Genehmigung zu dessen Anlage erteilt. Damals waren die meisten jüdischen
Gemeindemitglieder bereits von der Stadt verzogen, sodass vermutlich nur noch
wenige Beisetzungen erfolgten. In der NS-Zeit wurde der Friedhof zerstört. 1948
wurde er wieder hergestellt und 1966 zu einer Gedenkstätte umgestaltet. Die
Friedhofsfläche umfasst etwa 4,20 ar. Ein Gedenkstein ist vorhanden. Lage: Nordwestlich der Stadt, knapp 1 km vom Stadtzentrum entfernt am Vielbecker Weg.
Link: Website der
Stadt Grevesmühlen
Zur Geschichte des Friedhofes: Ein jüdischer Friedhof wurde 1834
angelegt. In den 1930er-Jahren waren etwa zwanzig Gräber mit Grabsteinen
vorhanden. Er wurde in der NS-Zeit eingeebnet, das Grundstück um 1969 bebaut. Link: Website der
Stadt Grimmen
Zur Geschichte des Friedhofes: In Hagenow bestand ein jüdischer
Friedhof, der um 1955/60 eingeebnet wurde. Die Grabsteine wurden planiert und
mit zum Fundament des Stellplatzes für Fahrzeuge der Stadtwirtschaft verwendet.
Eine Liste der auf dem Friedhof
beigesetzten Personen liegt im Hagenower Museum aus. Ein Gedenkstein auf
dem Friedhofsgrundstück wurde aufgestellt. Lage: Angabe von 1989: An der Pätower Straße auf dem Gelände der Stadtwirtschaft. Link: Website
der Stadt Hagenow Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof in Krakow am See wurde 1821 unmittelbar nordöstlich des christlichen Friedhofes angelegt. Die beiden Friedhöfe wurden durch eine Fliederhecke voneinander getrennt. Die Friedhofsfläche umfasst etwa 4 ar. Es sind etwa 50 Grabsteine erhalten. 1936 erhielt der Friedhof eine neue Einfriedung. Im April 1937 fand die letzte Beisetzung statt. 1938 wurden einige Grabsteine umgeworfen. 1947-1950 erfolgte eine Instandsetzung des Friedhofes und eine neue Umzäunung. Der unbelegte Teil des Friedhofes wurde 1963 von der Jüdischen Landesgemeinde Mecklenburg kostenlos der Evangelischen Kirche zur Verfügung gestellt. Eine Hinweistafel am Friedhof wurde im November 1988 angebracht. Lage: Der jüdische Friedhof liegt an der Plauer Chaussee. Link: Website der
Stadt Krakow am See
Zur Geschichte des Friedhofes: Bis 1821 wurden die Toten der jüdischen Gemeinde Kröpelin in Neubukow beigesetzt. Im Sommer 1821 konnte ein eigener jüdischer Friedhof in Kröpelin eröffnet werden, auf dem seitdem auch die jüdische Gemeinde in (Bad) Doberan ihre Toten beisetzte. In der NS-Zeit wurde der Friedhof zerstört. 1989/90 waren noch 16 Grabsteine erhalten, zum Teil nur noch Reste. Ein Gedenkstein ist vorhanden. Die um den Friedhof angelegte Feldsteinmauer ist erhalten. Lage: Der Friedhof liegt nördlich der Stadt unweit des städtischen Friedhofes. Link: Website der
Stadt Kröpelin
Zur Geschichte des Friedhofes: Die Toten der in Laage seit Anfang des 19. Jahrhunderts lebenden jüdischen Familien wurden zunächst in Güstrow beigesetzt. Nachdem die Zahl der jüdischen Einwohner in Laage auf etwa 45 angewachsen war (1851), bemühten sie sich um die Anlage eines eigenen Friedhofes in der Stadt. Dies war 1852 auf dem "Scheibenberg" möglich. Die Friedhofsfläche umfasste 1913 2,63 ar, einige Jahre danach 3,92 ar. Der letzte auf dem Friedhof Beigesetzte war der am 8. Juni 1926 verstorbene Albert Mendel (Kaufmann und Vorstandsmitglied der städtischen Sparkasse in Laage). In der NS-Zeit wurde der Friedhof nicht zerstört. Er diente der Hitlerjugend als Spielplatz. Bis um 1960 war noch ein Teil der Grabsteine bzw. deren Reste erhalten. Mit der Zeit verschwanden jedoch auch die letzten Steine. Über ihren Verbleib ist nichts bekannt. Heute ist auch keine Einfriedung mehr vorhanden, nur ein mit Bäumen und Gestrüpp bewachsener Hügel erinnert an die ehemalige Begräbnisstätte. Gedenkstein oder Hinweistafel sind nicht vorhanden. Fotos:
Lage: Etwa 1 km vom Stadtzentrum entfernt in der Nähe des Reitplatzes auf dem Scheibenberg. Link: Website der
Stadt Laage Zur Geschichte des Friedhofes: Über die Geschichte des jüdischen Friedhofes ist wenig bekannt. Der Friedhof wurde in der NS-Zeit oder danach zerstört und abgeräumt. Da er nicht eingezäunt und von Ackerflächen umgeben war, verlor er von 1965 bis 1980 durch Abackerung ständig an Größe. Jahrelange Bemühungen beim Rat der Stadt, den Friedhof zu einer Gedenkstätte zu erklären und zu sichern, blieben erfolglos. Grabsteine sind nicht mehr vorhanden. Um 1990 wurde der Friedhof als Weidekoppel benutzt. Lage: Der Friedhof liegt südwestlich von Lassan. Von der Straße in Richtung Anklam zweigt nach links ein Feldweg ab, der sich gabelt. Der rechte Teil der Weggabelung führt zum Friedhof, der sich rechts von diesem Weg befindet. Link: Website des
Amtes Ziethen Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof in Ludwigslust wurde vermutlich bereits Ende des 18. Jahrhunderts angelegt. Er wurde in der NS-Zeit zerstört und eingeebnet. Das Grundstück wurde 1944 mit einem Wohnhaus bebaut. Erhalten blieb ein Teil der alten Friedhofsmauer. 1962 wurde hier eine kleine Gedenkstätte errichtet. Lage: Laascher Weg 4
Link: Website der
Stadt Ludwigslust
Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof in Lübz wurde möglicherweise noch im 18. Jahrhundert angelegt. Der älteste erhaltene Stein ist von 1839, der jüngste von 1924. Noch bis 1934 soll der Friedhof belegt worden sein. Der Friedhof ging (schon 1916?) an die Stadt über. Er wurde in der NS-Zeit nicht zerstört. Die Friedhofsfläche umfasst etwa 7,80 ar. Es sind heute noch etwa 20 Grabsteine erhalten, die 1989 flach auf den Rasen gelegt wurden. Lage: Schützenstraße (ehemals Werner-Seelenbinder-Straße) 31. Link: Website der
Stadt Lübz
Zur Geschichte des Friedhofes: Wann der jüdische Friedhof in Lychen angelegt wurde, ist nicht bekannt. Die Geschichte der Juden in der Stadt geht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Der Friedhof wurde im November 1938 durch Nationalsozialisten zerstört, sodass nur der kahle Hügel übrig blieb. Seit 1988 erinnert ein Gedenkstein unter einer uralten Eiche (Naturdenkmal) auf dem Hügel an den Friedhof. Lage: Vor dem Stargarder Tor im Norden der Altstadt, direkt am Oberpfuhl, auf einem Hügel. Link: Website
der Stadt Lychen
Zur Geschichte des Friedhofes: Von dem jüdischen Friedhof in Malchin sind keine Spuren mehr erhalten. Er soll in der NS-Zeit zerstört worden sein. Heute befindet sich hier ein Industriegelände. Lage: Am Stadtrand vor dem Mühlentor.
Link: Website der Stadt Malchin
Zur Geschichte des Friedhofes: In Marlow gab es einen jüdischen Friedhof, von dem nichts mehr erhalten ist. Er soll bereits in den 1920er-Jahren "verschwunden" sein, was jedoch ungewöhnlich wäre. Vermutlich wurde er in der NS-Zeit abgeräumt und eingeebnet. Das Grundstück wurde bebaut. Nach Angaben von Ortsansässigen wurden in dem Fundament des Hauses einzelne Grabsteine verbaut. Äußerlich sind keine Hinweise mehr auf den Friedhof vorhanden. Lage: "An einem öffentlichen Weg etwa 7-8 Min. vom Rathaus entfernt" (Auskunft 1989). Link: Website
der Stadt Marlow
Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof wurde
möglicherweise um 1800 angelegt. In der NS-Zeit wurde er zerstört, die
Grabsteine abgeräumt. Ende der 1950er Jahre wurde auf dem Grundstück von der Jüdischen Landesgemeinde Mecklenburg unter
einer Baumgruppe ein Gedenkstein errichtet (großer Findling mit Aufschrift). Bis
in die 1960er-Jahre wurde das Grundstück gepflegt. In den folgenden 20 Jahren
ist es immer mehr verwahrlost. Ein daneben befindlicher Kfz-Betrieb verwendete
einen Teil des Friedhofes als Lagerplatz und hat dafür die Anhöhe teilweise
abgebaggert. Lage: An der Lärzer Straße gegenüber Haus Nr. 5 auf einer Anhöhe. Link: Website der
Stadt Mirow
Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof in Neubukow wurde 1840 angelegt. Er wurde in der NS-Zeit zerstört (1934). 1941 erfolgte noch als letzte Beisetzung diejenige des einzigen bis dahin in Neubukow noch lebenden jüdischen Einwohners (Mayer Burchard). 1947 wurde der Friedhof - soweit möglich - wiederhergestellt. 1976 ist er zu einer Gedenkstätte umgestaltet worden. Von den alten Grabsteinen sind seitdem nur noch drei erhalten. Sie bilden im oberen Teil des Grundstückes eine kleine Gruppe unter Bäumen, stehen jedoch nicht am ursprünglichen Platz. Am Eingang zum Friedhof ist eine Hinweistafel angebracht. Die Friedhofsfläche umfasst etwa 1,2 ar. Lage: An der Wismarschen Straße. Link: Website der
Stadt Neubukow
Zur Geschichte des Friedhofes: Ein jüdischer Friedhof wurde etwa 1690 angelegt. Damals konnte die jüdische Gemeinde der Stadt ein Stück Ackerland erwerben, es mit Tannen bepflanzen und zu einem Begräbnisplatz umzugestalten. 1829 wurde der Friedhof erweitert. Bei der Auflösung der jüdischen Gemeinde 1899 wurde der Friedhof an die Stadt verkauft. In der NS-Zeit wurde der Friedhof geschändet. Nach 1945 wurde er nicht wiederhergestellt. Die Grabsteine sind mit der Zeit entfernt und zweckentfremdet worden, bis 1988 Wiederinstandsetzungsarbeiten begannen. Die etwa zehn erhaltenen Grabsteine wurden damals wieder aufgestellt. Lage: Auf einem Waldstück ("In den Warsower Tannen") 2 km östlich der Stadt Link: Website der
Stadt Neukalen
Neustadt-Glewe (LWL) (Jüdischer Friedhof und KZ-Friedhof) Zur Geschichte des Friedhofes: In Neustadt-Glewe bestand ein jüdischer Friedhof, der bis in die 1920er-Jahre belegt wurde. Der Friedhof wurde in der NS-Zeit oder danach zerstört und abgeräumt. Grabsteine sind nicht mehr erhalten. KZ-Friedhof: In Neustadt-Glewe bestand 1944/45 ein Außenlager des Frauen-KZ Ravensbrück. Insgesamt sind etwa 1.000 Frauen in Neustadt-Glewe auf Grund der katastrophalen Lagerverhältnisse umgekommen. Sie wurden in Einzel- und Massengräbern beigesetzt. 1946 wurden die sterblichen Überreste von 46 Frauen aus einem Massengrab an der Fliegerchaussee auf den städtischen Friedhof umgebettet. 1947 wurde hier ein Denkmal aufgestellt. Weitere Gedenksteine sind auf dem ehemaligen Lagergelände. Lage: Der jüdische Friedhof liegt beziehungsweise lag am nordöstlichen Stadtrand, am Ausgang der Straße nach Neuhof. Das Denkmal über den 46 Gräbern von umgekommenen Frauen befindet sich auf dem städtischen Friedhof. Link: Website
der Stadt Neustadt-Glewe
Neustrelitz (MST) (Altstrelitz und Neustrelitz) Zur Geschichte der Friedhöfe: Der jüdische Friedhof in Altstrelitz wurde 1728 angelegt, nachdem der erste Hofjude Friedrich Adolfs II. das Grundstück erwerben konnte. Im Laufe der Jahre wurde es mehrfach vergrößert, sodass dieser Friedhof mit der Zeit einer der größten und bedeutendsten jüdischen Friedhof Mecklenburgs war. Die Friedhofsfläche umfasste ca. 45 ar. Die letzte Beisetzung war 1937. In der NS-Zeit wurde der Friedhof verwüstet, die Friedhofshalle wurde zur Kückenaufzuchtanlage, später (und bis heute) zu einem Wohnhaus. Nach dem Krieg wurde der Friedhof 1949 wieder hergerichtet. Die zahlreichen unzerstörten Steine wurden wieder aufgerichtet, das Gelände begradigt. 1956 verkaufte die Jüdische Landesgemeinde Mecklenburg das Gelände sowie die meisten Grabsteine bis auf einen schmalen Streifen von etwa einem Sechstel der bisherigen Fläche. 1957 wurden die Grabsteine entfernt und die Bäume abgeholzt: zerschlagene Grabstelen sind als Straßenbegrenzungen, für Pflasterungen und als Wegeinfassung zweckentfremdet worden. Andere Grabsteine wurden in das Hafenbecken von Neustrelitz gekippt. Das weitgehend leer gewordene Grundstück wurde am 15. Mai 1961 als "Ehrenhain" eingeweiht. Es sind nur drei Steine erhalten: zwei Grabsteine (Rabbiner Dr. Jacob Hamburger und Prof. Daniel Sanders) und ein Gedenkstein. In Neustrelitz soll es zwei jüdische Friedhöfe gegeben haben. Der
vermutlich ältere Friedhof soll südlich des Ortes gewesen sein
(Beschreibung 1988: "an der Fernverkehrsstraße F 96, wo sich heute die
Tankstelle befindet"). Dieser Friedhof soll - wahrscheinlich in der NS-Zeit
- zerstört und eingeebnet worden sein. Der neuere Friedhof geht auf das 19. Jahrhundert zurück. In
der NS-Zeit ist auch dieser Friedhof zerstört worden. Nach dem Krieg stellte man die
Steine teilweise entlang der Mauer, teilweise im Halbkreis auf. Es sind 24
Grabsteine erhalten. Das Grundstück ist mit einer hohen Ziegelsteinmauer
umgeben.
Lage: Der Friedhof in Altstrelitz (bzw. Strelitz-Alt) liegt am Kalkhorstweg. Der (neuere) Friedhof Neustrelitz liegt beim Hauptbahnhof Neustrelitz am "Schwarzen Weg". Link: Website der
Stadt Neustrelitz Zur Geschichte der jüdischen Friedhöfe: In Parchim bestand
bereits ein mittelalterlicher jüdischer Friedhof, der im 12. Jahrhundert
angelegt wurde und vermutlich nach einer Judenverfolgung in der zweiten Hälfte
des 15. Jahrhunderts zerstört wurde. Mindestens 36 Steine wurden beim Bau der
St. Marienkirche verwendet und können dort großenteils noch besichtigt
werden (teilweise mit Inschriften). Ein Grabstein (von 1334) wurde als
Eingangsschwelle in die Kirche verwendet. Weitere Grabsteine (von 1328 und 1341)
wurden in den 1920er-Jahren bei Dammarbeiten vor dem Kreuztor gefunden und auf
dem (neuen) jüdischen Friedhof aufgestellt. Lage: Mittelalterlicher Friedhof: zwischen dem Kreuztor und den Plümmerwiesen (heute Flörkestraße 44). Neuer Friedhof (seit Ende 17. Jahrhundert) am Voigtsdorfer Weg westlich des Wockersees. Link: Website der
Stadt Parchim
Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof in Pasewalk wurde vermutlich Anfang des 19. Jahrhunderts angelegt. Eine Friedhofshalle wurde auf dem Grundstück erstellt. Der Friedhof wurde bis 1938 belegt. In den folgenden Jahren wurde der Friedhof völlig zerstört und abgeräumt, die Friedhofshalle niedergebrannt. 1947 ließ die Jüdische Landesgemeinde Mecklenburg mit Hilfe von Spenden einiger in die USA emigrierten ehemaliger Juden aus Parchim einen großen Gedenkstein mit der hebräischen und deutschen Inschrift "Zur Erinnerung an den jüdischen Friedhof" aufstellen. Ende der 1980er-Jahre wurde der Friedhof wieder mit einer Mauer umgeben. Einige aufgefundene Grabsteine wurden in die Mauer eingefügt. Lage: Der Friedhof liegt am Rande der Stadt beim alten städtischen Friedhof. Link: Website der
Stadt Pasewalk Zur Geschichte des Friedhofes: Über die Geschichte des jüdischen Friedhofes in Penkun ist nur wenig bekannt. 1952 war er ungepflegt, fast zugewachsen und mit einer Hecke umgeben. Damals waren noch Grabsteine aus schwarzem Granit vorhanden. In der Folgezeit wurde das Friedhofsgrundstück eingeebnet und dem Sportplatz einverleibt. Die Grabsteine verschwanden. Lage: Südlich der Stadt am Wartiner Weg. Link: Website der
Stadt Penkun
Zur Geschichte des Friedhofes: Der Friedhof wurde vermutlich Mitte des 18. Jahrhundert angelegt, nachdem sich seit 1746 Juden in der Stadt niederlassen konnten. Die letzte Beisetzung war im November 1923. Es sind acht Gräberreihen zu erkennen. Insgesamt sind etwa 55 Grabsteine erhalten. Die Friedhofsfläche umfasst 7,00 ar. Lage: Am südwestlichen Stadtrand "Am Ziegelkamp" in einer Kleingartenanlage. Link: Website der
Stadt Penzlin Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof wurde um 1875 eröffnet. Die Friedhofsfläche umfasst 1,50 ar. In der NS-Zeit wurden Steine umgeworfen. Nach 1945 wurde der Friedhof wieder hergerichtet. Ein Teil wurde (so noch 1993) als Gemüsegarten verwendet; etwa 31 Bruchstücke von Grabsteinen wurden als Einfassung der Gemüsebeete verwendet. Lage: Der Friedhof liegt im südlich des Stadtzentrums am Klüschenberg an der Bergstraße/Lübzer Straße.
Link: Website der
Stadt Plau am See
Zur Geschichte des Friedhofes: Über die Geschichte des
jüdischen Friedhofes in Rehna ist nur wenig bekannt. Der Friedhof wurde
vermutlich noch in der NS-Zeit oder kurze Zeit danach abgeräumt. Steine vom
jüdischen Friedhof wurden als Treppenstufen und Schwellsteine zweckentfremdet,
insbesondere vor einer
Gastwirtschaft am Markt. Lage: Nördlich der Stadt am Ortsausgang Richtung
Vitense. Link: Website des Amtes
und der Stadt Rehna
Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof in Stavenhagen wurde 1764 angelegt und befand sich bis 1938 in sehr gutem Zustand. Beim Novemberpogrom 1938 wurde er verwüstet, die Friedhofshalle und der Leichenwagen verbrannten. Dennoch wurde er von den letzten in Stavenhagen lebenden jüdischen Einwohnern nochmals instandgesetzt. 1943 erklärte die Stadt den Friedhof zu ihrem Eigentum, ebnete das Gelände ein und forstet es auf. Ende der 1970er-Jahre wurde auf dem Grundstück ein Sportlerheim errichtet, das 1992 abgebrochen wurde. Lage: Östlich der Stadt im Stadtholz in der Nähe des Waldbades auf einer kleinen Anhöhe. Link: Website der
Reuterstadt Stavenhagen
Lage: Friedrich-Engels-Straße im Bereich der Tankstelle/Gewerbegebiet. Link: Schul-Film-Projekt
"Juden in Röbel": Zwei Filme der Dokumentarfilmgruppe des
Joliot-Curie-Gymnasiums Röbel unter Leitung und Mitarbeit von Raimund Schneider
vom Verein Land & Leute e.V. Röbel 2002-2003. Zur Geschichte der Friedhöfe: Bereits im Mittelalter
bestand ein jüdischer Friedhof (Ende 13. Jahrhundert) vor dem Kröpeliner Tor.
Von ihm sind jedoch keine Spuren erhalten. Lage: Am Lindenpark, Saarplatz. Link: Website der
Hansestadt Rostock
Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof wurde
vermutlich noch vor 1800 angelegt. Da die jüdische Gemeinde um 1914 nur noch
aus vier Gemeindemitgliedern bestand, ging der Friedhof im Dezember 1914 in den
Besitz der Stadt über. 1936 erfolgte die letzte Beisetzung. In der NS-Zeit
wurde der Friedhof verwüstet. Die Jüdische Landesgemeinde Mecklenburg ließ
ihn nach 1947 - soweit noch möglich - wiederherstellen. Bei der Anlage eines
Neubaugebietes wurde der Friedhof in den 1960er-Jahren auf eine mit Bäumen
bestandene kleine Anhöhe nahe dem ursprünglichen Gelände verlagert. Einige Steine wurden wieder aufgestellt. Die restlichen Grabsteine (Zahl unbekannt)
wurden "zweckentfremdet" genutzt. 1988 wurde in der Anlage ein
Gedenkstein aufgestellt.
Lage: Am Mühlenbach neben dem Lindenbruch am Stadtrand. Link: Website der
Stadt Schwaan
Zur Geschichte der Friedhöfe: 1696 konnte ein wohlhabender
Hofjude Schwerins ein Grundstück zur Anlage eines jüdischen Friedhofes
erwerben. Bereits 1717 musste der Friedhof in Schwerin verlegt werden, da auf
der Ostseite Sand abgegraben wurde. Bis 1768 wurden 23 Beisetzungen vorgenommen.
Das Friedhofsgrundstück war durch Zaun und Tor abgesichert. Um 1800 wurde eine
Leichenhalle mit Wohnung für den Friedhofswächter erstellt. In der NS-Zeit
wurde der Friedhof bis 1940 genutzt. In den folgenden Jahren wurde er
geschändet und als Flakstellung ausgebaut. Dabei sind die Gräber durchwühlt
worden; die Grabsteine und Sockel bezog man in die Unterstände ein. Bei
Kriegsende war die Friedhofsfläche zerstört. Im April 1947 begann - soweit
noch möglich - eine Instandsetzung. Im Oktober 1948 wurde ein Gedenkstein
gesetzt. Einige der noch erhaltenen Grabsteine stellte man in einem Halbkreis
auf. 1950 musste die jüdische Landesgemeinde 9,60 ar des Friedhofes an die
Stadt abgeben, da eine Straße (Bornhövedstraße) durch den Friedhof gelegt
werden sollte. 1953 wurden weitere 8 ar für den Bau einer Kläranlage
verwendet. Heute sind somit nur noch Reste des Friedhofes in zwei Teilen
erhalten (auf der südlichen Teilfläche steht noch die Friedhofshalle). Lage: In der Werdervorstadt an der Straße Am Heidensee, durchschnitten von der Bornhövedstraße. Link: Website der
Landeshauptstadt Schwerin
Sternberg (Amt Sternberger Seenlandschaft, PCH) Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof liegt am
Fuße des sogenannten "Judenberges", auf dem 1492 27 Juden von
Sternberg auf Grund von falschen Beschuldigungen ermordet wurden. Lage: Der Friedhof liegt am nordwestlichen Stadtrand auf einem Hügel (Judenberg) am Waldrand zwischen der Eisenbahnlinie/Bahndamm Sternberg-Brüel und einem dortigen Campingplatz. Link: Website der
Stadt Sternberg
Zur Geschichte des Friedhofes: Lage: Link: Website der
Stadt Strasburg/Uckermark
Zur Geschichte des Friedhofes: Lage: Link: Website der
Stadt Strasburg/Uckermark
Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof in Tessin wurde 1821 angelegt und 1851-53 erweitert. In der NS-Zeit wurde er verwüstet und nach 1945 (erst in den 1980er-Jahren?) abgeräumt. 1992 wurde er wieder - soweit möglich - rekonstruiert. Ein Gedenkstein ist vorhanden. Lage: Außerhalb der Stadt in Richtung Cammin am Recknitztal. Link: Website der
Stadt Tessin bei Rostock
Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof wurde 1762 angelegt. Die Stadt pachtete dazu ein Grundstück vor der Stadt. 1865 wurde der Friedhof erweitert und aufgeschüttet. Er umfasste danach eine Fläche von etwa 28 ar. Der älteste Teil verblieb in der Mitte des Grundstückes. 1932 wurde die letzte Beisetzung vorgenommen. In der NS-Zeit wurde der Friedhof geschändet (1938). 1947 wurde er - soweit möglich - wieder hergestellt, 1987 unter Denkmalschutz gestellt. Es sind etwa 75 Grabsteine vorhanden. Lage: Der Friedhof liegt nordöstlich des städtischen Friedhofes an der Fortsetzung der Straße "Am Friedhof"
Link: Website der
Stadt Teterow
Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof in Ueckermünde wurde 1821 angelegt. Nach Vergrößerung der Gemeinde wurde 1867 ein neuer Platz an der Wiesenstraße erworben und bis 1938 als Friedhof benutzt. 1938 wurde der Friedhof verwüstet und erst 1961 in eine Gedenkstätteumgestaltet. Damals wurden die Steine in einer Reihe niederlegt. 1987 wurde der Friedhof - soweit möglich - wieder hergerichtet. Es sind noch 12 Grabsteine und ein Gedenkstein vorhanden. Lage: An der Liepgartener Straße. Link: Website der
Stadt Ueckermünde
Zur Geschichte des Friedhofes: Die jüdische Gemeinde in der Stadt erwarb im Januar 1846 ein Grundstück zur Anlage eines Friedhofes. Bis in die NS-Zeit wurden auf ihm Beisetzungen vorgenommen. 1938 wurde der Friedhof von Nationalsozialisten zerstört. Im September 1948 wurde der Friedhof wieder hergerichtet, möglicherweise waren bereits damals keine Grabsteine mehr vorhanden. Seit 1960 ist das Grundstück zu einer parkähnlichen Anlage umgestaltet worden, in deren Mitte eine Travertinstele mit Inschrift steht. Lage: Bereich Papenbergstraße/Feldstraße. Link: Website der
Stadt Waren (Müritz) Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof wurde von der am Ort bestehenden kleinen jüdischen Gemeinde vermutlich im 18. Jahrhundert angelegt. Es wurden etwa 70-80 Beisetzungen vorgenommen. Die Friedhofsfläche umfasst etwa 16 ar. Nachdem die Gemeinde Anfang des 20. Jahrhunderts aufgelöst wurde, war der Friedhof bereits um 1930 in schlechtem Zustand; die Umzäunung zeigte starke Beschädigungen. In der NS-Zeit wurde der Friedhof verwüstet. Nach 1945 ist der Platz eingeebnet worden. 1962 richtete die Jüdische Landesgemeinde eine Gedenkstätte her. Ein 1963 gesetzter Naturstein trägt die Aufschrift "Die Toten mahnen". Grabsteine sind nicht mehr vorhanden. Eine Fläche von 6,25 ar ist durch angehäufelte Erde eingegrenzt. Lage: Am Zahrensdorfer Weg auf einer bewaldeten Anhöhe, etwa 300 m westlich des Wariner Stadtrandes zwischen dem Ortsteil Waldheim und der Straße nach Ventschow. Link: Website der
Stadt Warin Zur Geschichte jüdischer Begräbnisstätten: In Wismar gab es
keinen jüdischen Friedhof. Die Toten der hier von 1868 bis in die NS-Zeit
lebenden jüdischen Familien wurden auf umliegenden jüdischen Friedhöfen
beigesetzt, insbesondere in Neubukow. Lage: An der Rostocker Straße Link: Website der Hansestadt Wismar
Wöbbelin - KZ-Gedenkstätte (LWL) Zur Geschichte des Friedhofes: Ende 1944 ließ die SS außerhalb von Wöbbelin das letzte Außenlager des KZ Neuengamme errichten. Vom 12. Februar 1945 bis zum Tag der Befreiung diente dieses KZ als Auffanglager für Häftlinge aus 16 europäischen Nationen, die, vor den heranrückenden alliierten Truppen evakuiert, auf "Todesmärschen" in Richtung Wöbbelin getrieben wurden. Sie befanden sich in einem jammervollen Zustand, als sie dort ankamen. Das Lager, unter den Bedingungen der letzten Kriegswochen eingerichtet, war nur ein Provisorium, aber auch ohne Gaskammer und Massenexekutionen ein Vernichtungslager. Bei kärglicher Ernährung und fast ohne medizinische Versorgung starben die durch den Aufenthalt in anderen Lagern und die Anstrengungen der Evakuierung ohnehin geschwächten Häftlinge zu Hunderten. Für mehr als tausend der über fünftausend Häftlinge des KZ Wöbbelin - Widerstandskämpfer, Nazigegner, aus rassischen oder weltanschaulichen Gründen Verfolgte - kam die Befreiung am 2. Mai 1945 durch die 82. US - Luftlandedivision zu spät. Sie waren auf Grund der unzureichenden hygienischen Zustände im Lager und der unmenschlichen Behandlung durch die SS elend zugrundegegangen. Ihre Leichen, in Massengräbern verscharrt oder achtlos auf dem KZ - Gelände liegengelassen, wurden auf Befehl der amerikanischen Militärbehörden durch die deutsche Bevölkerung in Ludwigslust (zwischen Schloss und Stadtkirche), in Schwerin (am heutigen Platz der Opfer des Faschismus), in Hagenow (am Krankenhaus) und in Wöbbelin (im Theodor Körner-Park) zur letzten Ruhe gebettet. Alljährlich zum Tag der Befreiung des KZ Wöbbelin kommen Menschen aus vielen europäischen Ländern, aus den USA und Israel nach Wöbbelin. Ehemalige Häftlinge mit ihren Familien, Angehörigen der Verstorbenen und Veteranen der 82. US - Luftlandedivision gedenken dann gemeinsam an den Gräbern der KZ - Toten. Link: Informationsseiten zum KZ-Außenlager: Link
1, Link 2, Link
3 (Informationen zum Förderverein Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin.
Theodor Körner - KZ Wöbbelin e.V. - Ludwigsluster Straße 2b, 19288 Wöbbelin).
Zur Geschichte des Friedhofes: Über die Geschichte des jüdischen Friedhofes in Wolgast ist nur wenig bekannt. Die Friedhofsfläche umfasst etwa 4,5 ar. Um 1990 war das Friedhofsgelände völlig verwildert und zugewachsen. Lage: Auf dem Gelände des Kreiskrankenhauses (beim Hintereingang des Krankenhauses). Link: Website der
Stadt Wolgast
Allgemeine Literatur:
Allgemeine Links:
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