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Synagogen im Kreis Fulda
Eiterfeld mit
Buchenau (Kreis
Fulda)
Jüdische Geschichte / Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In Eiterfeld bestand eine jüdische
Gemeinde bis 1942. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 16./18. Jahrhunderts
zurück. Erstmals werden 1567 in einem Bericht an den Landgrafen Wilhelm von
Hessen Juden am Ort genannt. 1701 gab es zwei jüdische Haushaltungen am Ort, die des Hirz
Müller und des Jakob Katz.
Die Zahl der jüdischen Einwohner entwickelte sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wie
folgt: 1854 13 jüdische Haushalte mit 65 Personen, 1861 74 jüdische Einwohner (11,9 % von insgesamt 622 Einwohnern),
1871 81 (14,3 % von 565), 1875 83, 1885 105 (17,9 % von 588), 1893 101, 1895 84 (15,4 % von
544), 1905 64 (10,9 % von 587).
Zur jüdischen Gemeinde gehörten auch die in Buchenau und
seit 1927 auch die in Erdmannrode
lebenden jüdischen Einwohner (in Buchenau 1924 acht Personen, 1932 sieben
Personen; zu Erdmannrode siehe auf der dortigen Seite).
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine jüdische
Religionsschule beziehungsweise von 1860 bis nach 1930 eine jüdische Elementar-/Volksschule
sowie ein rituelles Bad. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein
Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet
tätig war. Unter den Lehrern sind bekannt: Julius Schuster (1904 bis 1924)
sowie sein Nachfolger Karl Oppenheimer (zuvor Lehrer in Lichenroth,
in Eiterfeld ab Dezember 1924 bis nach 1932).
Die
jüdischen Haushaltsvorsteher waren als Vieh- und Schnittwarenhändler tätig,
auch gab es zwei jüdische Schuhmacher am Ort (noch 1930). Das Foto links zeigt
den Laden von Moritz Rosenstock (Quelle).
Im Ersten Weltkrieg fiel aus der jüdischen Gemeinde Leopold Lomnitz
(geb. 4.12.1898 in Eiterfeld, gef. 22.10.1918). Außerdem ist gefallen: Benjamin
((Benno) Rosenstock (geb. 26.3.1883, vor 1914 in Wiesbaden wohnhaft, gef. 3.
September 1914).
Um 1924, als noch 56 jüdische Gemeindeglieder gezählt wurden (7,5 %
von insgesamt 750 Einwohnern), war Vorsteher der Gemeinde Jakob Rapp. Als Lehrer
war der bereits genannte Julius Schuster angestellt. Er unterrichtete an der jüdischen Volksschule
damals 11 Kinder. 1932 war Vorsteher der Gemeinde Max Lomnitz. Als Lehrer
und Schochet war inzwischen Karl Oppenheimer am Ort. An jüdischen Vereinen
werden genannt: der Chewroh-Verein (Ziel: Wohltätigkeit und Bestattung;
Vorsitzender Max Lomnitz) sowie der Frauen-Verein (1932 unter Leitung von
Fanny Rapp).
1933 lebten noch 45 jüdische Personen in Eiterfeld (5,9 % von 768). In
den folgenden Jahren ist ein Teil der
jüdischen Gemeindeglieder auf Grund der zunehmenden Entrechtung und der
Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. SA-Leute am Ort unter
Federführung des Kreisbauernführers Salzmann errichteten bereits 1933
auf dem Marktplatz einen Galgen, an dem sich drei Schlingen und die Inschrift
befand: "Hier gehören die Volksausbeuter hin: Lomnitz, Strauss und
Rosenstock". Zum 1. September 1937 wurde in Burghaun
eine private jüdische Volksschule eingerichtet, die auch von den Kindern in
Eiterfeld besucht wurde.
In Buchenau lebte nach 1938 lebte noch eine jüdische Familie (Geschwister Rosenstock);
beim Novemberpogrom 1938 wurden in ihrem Haus durch SA und Helfeshelfer die
Fenster eingeworfen. Die Geschwister Rosenstock wurden Anfang September 1942
über Kassel nach Theresienstadt deportiert. Dort sind Malchen
und Veilchen Rosenstock umgekommen. Levi Rosenstock wurde in Auschwitz ermordet, Hannchen
und Helene Rosenstock starben im Ghetto Minsk. Ludwig Rosenstock ist am 22. Juli
1942 im Alter von 29 Jahren im KZ Buchenwald umgekommen.
Von den in Eiterfeld geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945", ergänzt durch die Liste von Elisabeth Sternberg-Siebert
s.Lit.): Maria Abt
geb. Waiter (1895), Rosa Fichtelberger geb. Rosenstock (1902), Mina Goldstein
geb. Wiesenfelder (1879), Julchen Klebe geb. Strauß (1889), Inge Marx (1926),
Mali (Mally, Wally) Marx geb. Rosenstock (1903), Kallmann Müller (1883), Rosa
Neumann geb. Wiesenfelder (1883), Julius Nussbaum (1869), Siegfried Rapp (1889),
Ludwig Rosenstock (1913), Frieda Rothschild geb. Nussbaum (1867), Minna Scherbel
geb. Wiesenfelder (1877), Rebekka Scherbel geb. Wiesenfelder (1873), Lina Sommer
geb. Strauss (1885), Minna Sommer geb. Rapp (1877), Johanna Stern geb. Kapp
(1865), Sara Stern geb. Nussbaum (1862), Adolf (Abraham) Strauss (1890), Amalie
(Alice) Strauss (1923), Fritz Strauß (), Hulda Strauss geb. Lorge (1892), Bella
Weinberg (1904), Emma Weinberg geb. Lebrecht (1871), Lina Weinberg geb. Rapp
(1894), Bertha Wiesenfelder (1928), Dewara Wiesenfelder (1939), Herbert
Wiesenfelder (1926), Martha Wiesenfelder (1923), Rosa Wiesenfelder geb. Klebe
(1896), Salomon Wiesenfelder (1875), Selig Wiesenfelder (1877), Siegmund
Wiesenfelder (1890), Paula Zander geb. Wiesenfelder (1891).
Von den in Buchenau geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945", ergänzt durch
die Liste von Elisabeth Sternberg-Siebert s.Lit.): Lisa Back
(1914), Berta Isenberg (1888), Flora Isenberg geb. Katten (1891), Jakob Isenberg
(1878), Jettchen Isenberg (1882), Karl Isenberg (1856), Leopold Isenberg (1881),
Margot Bella Isenberg (1921), Moritz Isenberg (1890), Bernhard Löbenstein
(1880), Helene
Rosenstock (1871), Levi Rosenstock (1885), Malchen (Malge) Rosenstock (1881), Manchen Rosenstock (1869), Veilchen
(Feilchen) Rosenstock (1873).
Im Frühjahr 2012 sollen für die oben genannten fünf Geschwister
Rosenstock vor deren früherem Wohnhaus in Buchenau (Hermann-Lietz-Straße 3)
sog. "Stolpersteine" verlegt
werden. Die Geschwister betrieben am Ort einen gut gehendenden Handelsbetrieb
mit Gastwirtschaft und Schlachterei, was sie (vor allem Manchen Rosenstock)
bereits von ihrem Vater Hesekiel übernommen haben (vgl. Artikel
in der Fuldaer Zeitung vom 16.12.2011).
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus der Geschichte der
jüdischen Lehrer
Ausschreibungen der Stelle des Lehrers / Vorbeters / Schächters 1870 / 1904 /
1924
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. Juli 1870:
"Zur Wiederbesetzung der Stelle eines Religions- und Elementarlehrers
nebst Vorbeters und Schächters bei der israelitischen Gemeinde zu
Eiterfeld mit Buchenau (Kreis Hünfeld), mit welcher ein fester Gehalt von
150 Talern und 70 Talern Akzidenzien verbunden sind, wollen Bewerber sich
an die unterzeichnete Stelle unter Vorlage ihrer Atteste wenden.
Fulda, am 19. Juni 1870. Vorsteheramt der Israeliten." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 1. September 1904:
"Die israelitische Elementarlehrer-, Vorbeter- und Schächterstelle
in Eiterfeld Kreis Hünfeld ist zum 1. Oktober diesen Jahres (1904), zu
besetzen. Grundgehalt 1.000 Mark, Einheitssatz der Alterszulage 120 Mark,
Mietsentschädigung 125 Mark, Nebeneinnahmen durch den Vorbeter- und
Schächterdienst etwa 300 Mark. Bewerbungen nebst Zeugnissen sind sofort
an die unterzeichnete Behörde zu richten.
Fulda, 29. August 1904.
Vorsteheramt der Israeliten." |
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Anzeige
im Frankfurter Israelitischen Familienblatt vom 9. September 1904:
"Eiterfeld (Kreis Hünfeld). Elementarlehrer, Vorbeter und Schächter
per 1. Oktober. Grundgehalt 1.000 Mark, Einheitssatz der Alterszulage 120
Mark, Mietsentschädigung 125 Mark, Nebeneinkommen 300 Mark. Meldungen an
das Vorsteheramt der Israeliten in Fulda." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 28. August 1924:
"Für die durch Versetzung des Lehrers frei gewordene Lehrerstelle an
der israelitischen Volksschule zu Eiterfeld wird sofort ein orthodoxer
Nachfolger gesucht, der gleichzeitig Vorbeter und Schächter sein soll.
Bewerber mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften und Referenzen sind bis
spätestens 14. September zu richten an das Vorsteheramt der Israeliten,
Fulda." |
Lehrer Julius Schuster verlässt die Gemeinde (1924)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 14. August 1924: "Eiterfeld,
28. Juli (1924). Nach 20jähriger segensreicher Tätigkeit verlässt
leider Herr Lehrer Schuster unsere Gemeinde, in der er sich ein Denkmal
der Verehrung und Hochachtung gesetzt hat, um seinen Wirkungskreis nach
Groß-Krotzenburg zu verlegen. Wehmütig lassen wir ihn von uns scheiden,
begleitet mit den besten Wünschen. Hat er doch eine Schule geschaffen,
die als Vorbild für alle jüdischen Schulen dienen kann. Voll
Begeisterung lauschen Schüler und Schülerinnen seinen Worten, in
innigster Verehrung blicken sie zu ihm empor und so gelang es ihm leucht,
seine ihm anvertrauten Schüler in die Lehren der heiligen Tora
einzuführen. Wie innig und treu er mit seiner Gemeinde verbunden, das
zeigten seine von Herzen zu Herzen gehenden Abschiedsworte (hebräisch und
deutsch:) Seid fernerhin stark und fest zu Gott und
untereinander. Diese Worte seien der Treueid, mit dem die Gemeinde das
Andenken ihres scheidenden Lehrers achten und ehren will. Möge es dem
pflichteifrigen Lehrer vergönnte sei, mit Gottes Hilfe auch im
neuen Wirkungskreis die Herzen aller zu erschließen, recht viele, viele
Jahre im Kreise seiner Lieben und seiner Gemeinde für die Gemeinde
und für die Öffentlichkeit zu wirken!" |
Lehrer Karl Oppenheim wird Nachfolger von Lehrer Schuster (1924)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. Dezember 1924:
"Eiterfeld, 1. Dezember (1924). Durch die Regierung ist Herr Lehrer
Oppenheim von Lichenroth nach hier versetzt worden. Die Gemeinde hofft in
ihm einen würdigen Nachfolger für Herrn Lehrer Schuster, der nach
Groß-Krotzenburg versetzt wurde, gefunden zu
haben." |
Errichtung einer privaten jüdischen Volksschule in Burghaun - auch für die
Kinder aus Eiterfeld (1937!)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. August 1937: "Burghaun,
9. August (1937). Dieser Tage ist die Errichtung einer privaten jüdischen
Volksschule in unserer Gemeinde vom Ministerium unter Gewährung eines
Staatszuschusses genehmigt worden. Die Schule soll am 1. September
eröffnet und von den Kindern der Gemeinden Burghaun,
Hünfeld und Eiterfeld besucht werden. Der Unterricht wird durch
den Lehrer Hermann Adler aus Nürnberg erteilt
werden." |
Aus dem jüdischen Gemeindeleben
Ritualmordhetze nach einem Kindesmord in Eiterfeld (1928)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 27. September 1928: "Ritualmordhetze
an der Arbeit. Über den von der Tagespresse mitgeteilten Fall eines
Kindesmordes in Eiterfeld, Kreis Fulda, erfrecht sich der hier (Frankfurt)
erscheinende völkische 'Frankfurter Beobachter' unter der Überschrift:
'Ritualmord in Eiterfeld' wie folgt zu berichten:
'Im Kreis Fulda liegen drei Ortschaften: Rhina, Burghaun und Eiterfeld, in
denen fast die ganze Bevölkerung sich aus Juden zusammensetzt. Ich habe
gelegentlich einer Wahlversammlung in Eiterfeld am 29. April 1928 die
Juden von Eiterfeld kennen gelernt, die damals ein paar Dutzend Arbeiter
eines benachbarten Steinbruches auf mich hetzten, sodass es nahe daran
lag, dass ich nicht mehr gesund aus diesem Judenkaff herausgekommen wäre.
Was hat nun die jüdische Bevölkerung von Eiterfeld ein Interesse daran,
dass der Mord nicht aufgeklärt wird? Wir behaupten nicht, dass es sich
hier um einen Ritualmord handelt. Aber die amtlichen Stellen sollten so was
nicht als Märchen betrachten, sondern den Fall einmal von diesem
Gesichtspunkt aus betrachten. Wer sind die, die da bei der Untersuchung
Schwierigkeiten machen? Sind es Juden? Was wird geschehen, um die Sache
aufzuklären? Die christliche Bevölkerung hat ein Recht, zu verlangen,
dass die Angelegenheit nicht in der Vergesslichkeit verschwindet, sondern
dass radikal durchgegriffen wird.'
Der Fall ist bekanntlich inzwischen von der Kriminalpolizei als Lustmord
aufgeklärt worden. Davon hat der 'Frankfurter Beobachter' bisher noch
nichts beobachtet." |
Berichte zu einzelnen Personen
aus der Gemeinde
Zum Beisetzung von Fanny Rapp (1935)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. Dezember 1935: "Burghaun, 8.
Dezember. Heute kam hier Frau Fanny Rapp aus Eiterfeld unter außerordentlich
großer Beteiligung zur Bestattung. Herr Rabbiner Dr. Cahn und Lehrer
Schuster, früher Eiterfeld, gedachten ihrer Tugenden in ehrenden Worten.
Ihre Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens." |
Anzeigen
jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen
Anzeige von M. Wiesenfelder (1891)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. März 1891: "Für
meinen 14 Jahre alten Sohn, der die Reife für Untertertia einer
Realschule erreicht hat, suche Lehrlingsstelle in einem
Eisenwarengeschäft, wo Schabbat und Feiertag geschlossen ist. M.
Wiesenfelder, Eiterfeld (Hessen-Nassau)." |
Anzeige von David Rosenstock (1911)
Anzeige
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 12. März
1911: "Suche für meine Tochter, 15 Jahre at, welche die
Handelsschule besucht, per 1. oder 15. April dieses Jahres Stellung als angehende
Buchhalterin. Samstags und Feiertage geschlossen. David Rosenstock.
Eiterfeld, Kreis Hünfeld." |
Anzeige von Schuhmachermeister Selig Wiesenfelder
(1912)
Anzeige
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 15.
November 1912:
"Suche per sofort einen tüchtigen Schuhmachergesellen.
Schabbos und Jomtof (Feiertage) geschlossen. Angenehme dauernde
Stellung.
Selig Wiesenfelder. Schuhwarenlager. Eiterfeld, Kreis
Hünfeld". |
Hochzeitsanzeige von Else Adler und Max Lomnitz
(1925)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. Oktober 1925: "Gott
sei gepriesen.
Else Adler - Max Lomnitz. Verlobte.
Fulda, Rhönstraße 17 - Eiterfeld." |
Zur Geschichte der Synagoge
Die Synagoge in Eiterfeld, ein Fachwerkbau, ist zwischen 1827
und 1830 erbaut worden. Sie hatte 52 Plätze für Männer und 24 für Frauen. Es
bestand bereits vor 1827 eine Synagoge, die in diesem Jahr als baufällig
bezeichnet wurde und durch einen Neubau ersetzt werden sollte.
Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge zerstört
und zum Einsturz gebracht. Auf dem Synagogengrundstück wurde in den
1950er-Jahren ein Kolonialwarenladen (Flachdachbau) erstellt. Diese Flachdachbau
wurde im Mai 2011 abgebrochen. An der Stelle ist u.a. die Anlage eines
Parkplatzes geplant.
Die zur Erinnerung an die jüdische Gemeinde am 22. November 2005 in
Anwesenheit von Martin Löwenberg angebrachte kleine Gedenktafel wurde
zwischen Gründonnerstag und Ostersamstag 2008 abgeschraubt und in einen
Container geworfen. In der Tatortnähe wurden damals Flugblätter der
"NPD" gefunden. Drei Jugendliche aus der rechten Szene konnten
ausfindig gemacht und im August 2008 in Hünfeld vor Gericht gestellt werden.
Die Gedenktafel wurde wieder angebracht.
Adresse/Standort der Synagoge: Fürstenecker
Straße 3
Fotos
| Fotos der
ehemaligen Synagoge sind noch nicht vorhanden; über Zusendungen oder
Hinweise freut sich der Webmaster der "Alemannia Judaica";
Adresse siehe Eingangsseite. |
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Gedenken vor Ort
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 6.4.2009) |
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| Die (kaum
erkennbare) kleine Gedenktafel in Eiterfeld zur Erinnerung |
Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang -
Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. I S. 153-154. |
 | Keine Artikel bei Thea Altaras: Synagogen in Hessen. Was geschah seit
1945? 1988 und dies.: Das jüdische Rituelle Tauchbad und: Synagogen in
Hessen. Was geschah seit 1945 Teil II. 1994. |
 | Studienkreis Deutscher Widerstand (Hg.):
Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der
Verfolgung 1933-1945. Hessen I Regierungsbezirk Darmstadt. 1995 S. 12. |
 | Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish
Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany Volume
III: Hesse - Hesse-Nassau - Frankfurt. Hg. von Yad Vashem 1992
(hebräisch) S. 363-364. |
 | Elisabeth Sternberg-Siebert: Jüdisches Leben im
Hünfelder Land - Juden in Burghaun. Petersberg 2001. online: Liste
der Opfer des Holocaust.
Seite zu
Eiterfeld mit Fotos
|

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Eiterfeld
Hesse-Nassau. The Jewish community, numbering 105 (18 % of the total) in 1885,
maintained an elementary school (1861-1933) and absorbed the last Jews in
Buchenau and Erdmannrode, shouldering the burden of their debts (1928). The once
larger Erdmannrode community - numbering 1928 in 1861 - dwindled to one
family in 1927. Owing to Nazi persecution, Eiterfeld's expanded community
disbanded ten years later und by November 1938 most of the Jews had left.

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