Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Lichenroth mit Wüstwillenroth (Gemeinde Birstein, Main-Kinzig-Kreis)
Jüdische Geschichte / Synagoge

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer   
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde   
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen     
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen   
Links und Literatur   

    

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)     
    
In Lichenroth bestand eine jüdische Gemeinde bis 1937. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 17./18. Jahrhunderts zurück. 
  
Im 17. Jahrhundert werden genannt: 1668 "Schmul der Judt zu Lichenrodt", 1675 Süsel, Sohn des Jakob und Süßkind. 1680 waren drei jüdische Familien in Lichenroth. Im Archiv in Birstein wird 1699 Jud Meier Lazarus in Lichenroth genannt. 

Im 18. Jahrhundert werden 1715 in einer Schutzgeldliste Mayer und Löser aus Lichenroth erwähnt. Bis 1733 gehörten die in Lichenroth lebenden jüdischen Familien zur Gemeinde in Crainfeld.    
    
Die Zahl der jüdischen Einwohner entwickelte sich im 19. Jahrhundert wie folgt: 1835 50 jüdische Einwohner, 1861 106 (21,0 % von insgesamt 504 Einwohnern), 1871 93 (19,6 % von 475), 1885 114 (22,1 % von 515), 1895 86 (19,6 % von 490), 1905 79 (17,9 % von 502). Zur jüdischen Gemeinde Lichenroth gehörten auch die wenigen in Wüstwillenroth lebenden jüdischen Personen (1835 und 1861 jeweils neun, 1905 noch drei jüdische Einwohner). Die jüdischen Familien lebten überwiegend von Einnahmen aus dem Handel mit Vieh, Textilien und Eisenwaren. Auch gab es einzelne Handwerker (Schuhmacher, Bäcker). 
     
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine Religionsschule beziehungsweise von 1853 bis 1924 eine jüdische Elementarschule (im Gebäude neben der Synagoge), ein rituelles Bad (im Synagogengebäude unter der Lehrerwohnung). Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war (vgl. Ausschreibungstexte unten). 1869 hatte die jüdische Schule noch 20 Kinder, 1912 12. Als Lehrer wirkten am Ort: Moses Heinemann von Oberzell (1833-1838), Salomon Oppenheimer von Vollmerz (1840-1843), Lazarus Eisenmann von Orb (1844-1845), Emanuel Ney von Marköbel (1845-1855), Samuel Epstein von Eckardroth (1855-1870), Salomon Strauß von Fischborn (1870-1876), Joseph Speyer von Kirchbrombach (1877-1879), H. Neumann (1879-1883), Bernhard Rothschild (1884-1910) sowie Karl (Kalmann) Oppenheimer von Gersfeld (1910-1924, danach in Eiterfeld) bekannt. Die Toten der Gemeinde wurden auf dem jüdischen Friedhof in Birstein beigesetzt.
    
Im Ersten Weltkrieg fielen aus der jüdischen Gemeinde Gefreiter Isaak Levi (geb. 21.12.1885 in Lichenroth, gef. 8.9.1914) und Max Rosenberg (geb. 26.3.1888 in Lichenroth, gef. 14.2.1918).
  
Um 1924, als 67 Personen der jüdischen Gemeinde angehörten (9,5 % von insgesamt etwa 700 Einwohnern), waren die Vorsteher der Gemeinde der Viehhändler Felix Rosenberg und Leo Kern. Felix Rosenberg war über 25 Jahre Mitglied der Gemeindevertretung der bürgerlichen Gemeinde. Als Lehrer war Hellmann Oppenheimer angestellt, als Synagogendiener Abraham Scherletzki. Die jüdische Volksschule (nach Auflösung der öffentlichen Elementarschule 1924 als private Elementarschule weitergeführt) besuchten damals noch sieben Kinder. Zur jüdischen Gemeinde Lichenroth gehörten weiterhin fünf in Wüstwillenroth lebenden jüdischen Einwohner (1924 5). Die Gemeinde gehörte zum Rabbinatsbezirk Hanau. 1932 war Gemeindevorsteher Sally Rosenberg, Schriftführer Leo Korn. Inzwischen bestand keine jüdische Schule mehr. Die beiden schulpflichtigen jüdischen Kinder besuchten den Religionsunterricht in Crainfeld. 
    
1933 lebten noch 13 jüdische Familien am Ort, insgesamt etwa 30 Personen. In den folgenden Jahren sind alle jüdischen Gemeindeglieder auf Grund der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. Unter ihnen war der letzte Vorsteher der jüdischen Gemeinde Sally Rosenberg, der im Dezember 1935 über Frankfurt und Holland illegal nach Palästina einwandert. Er hat auf Grund seiner Alters (44 Jahre) kein Einwanderungszertifikat mehr erhalten. Etwa 1938 verließen die letzten jüdischen Einwohner Lichenroth.   
        
Von den in Lichenroth geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Hedwig Baum geb. Stern (1894), Jenny Flörsheim geb. Rothschild (1895), Sara Gottlieb (1871), Emma Gutmann geb. Weinberg (1887), Bertha Hamburger geb. Korn (1900), Johanna Heymann geb. Levy (1877), Sara Hirschmann geb. Rosenberg (1886), Karoline Kanter geb. Weinberg (1883), Regina Kohlmann geb. Levy (1881), Else Korn (1896), Leo Korn (1904), Rosel Korn (1901), Isaak Levi (1884), Rosel Korn (1901), Isaak Levi (1884), Martin Markus Rosenberg (1886), Meier Rosenberg (1865), Ruth Rosenberg (1920), Bernhard Weinberg (1889), Emanuel Weinberg (1880), Flora Weinberg geb. Weinberg (1892), Gisela Weinberg (1904). 
   
   
   
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
 
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer  
Ausschreibungen der Lehrer- und Vorbeterstelle 1876 / 1879 / 1884 / 1924  

Lichenroth Israelit 21061876.jpg (56734 Byte)Anzeige in der Zeit "Der Israelit" vom 21. Juni 1876: "Bekanntmachung. In der Synagogengemeinde Lichenroth ist die Stelle eines Religions- und Elementar-Lehrers, dem zugleich die Versehung des Vorsängerdienstes obliegt, erledigt. Jährlicher Gehalt 700 Mark neben freier Wohnung und zwei Klafter Holz. Geeignete Bewerber wollen ihre Bewerbungsgesuche binnen vier Wochen bei unterzeichneter Stelle einreichen. Hanau, den 14. Juni 1876. Königlich israelitisches Vorsteheramt. Hamburger."
    
Lichenroth Israelit 15101879.jpg (42914 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 15. Oktober 1879: "Lichenroth, Kreis Gelnhausen. Die israelitische Elementarlehrer- und Vorbeterstelle dahier wird mit dem 1. November diesen Jahres vakant. Das Einkommen beträgt Mark 800 neben freier Wohnung, sowie ansehnliches Nebeneinkommen. 
Bewerber haben ihre Gesuche mit Zeugnissen zu richten an den Synagogenältesten Rosenberg."
  
Lichenroth Israelit 24011884.jpg (64904 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24. Januar 1884: "Die vakante Elementarlehrer-Stelle zu Lichenroth wird mit dem fixen jährlichen Gehalt von 750 Mark, nebst freier Wohnung und 90 Mark Vergütung für Feuerung mit der weiteren Verpflichtung, auch die Vorbeter-Funktion daselbst zu versehen, hiermit ausgeschrieben und haben sich Bewerber um diese Stelle an das unterfertigte Amt nebst Vorlegung ihrer Zeugnisse binnen drei Wochen zu melden. 
Hanau, den 22. Januar 1884. Königliches israelitisches Vorsteheramt. Hamburger."
 
Lichenroth Israelit 11121924.jpg (49001 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. Dezember 1924: "für die staatlich aufgelöste Elementarstelle in Lichenroth, Kreis Gelnhausen, suchen wir per sofort einen staatlich geprüften Lehrer für private Elementarstelle. Bewerber muss zugleich Vorbeter und Schochet sein, hat eventuell Aussicht als zweiter Lehrer bei der politischen Gemeinde angestellt zu werden. Gehalt nach staatlichen Grundsätzen. Schöne Dienstwohnung mit Garten vorhanden. Verheiratete bevorzugt. Bewerbungen sind zu richten an Felix Rosenberg."

   
Dank an Lehrer Bernhard Rothschild (1910)

Lichenroth FrfIsrFambl 01071910.jpg (27343 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 1. Juli 1910: "Lichenroth. Die hiesige Gemeinde sandte Herrn Lehrer Rothschild, der nach 26jährigem Wirken in Lichenroth nunmehr in Meerholz amtiert, einen kostbaren Pokal als Zeichen ihrer Dankbarkeit." 

   
Nachruf auf Bernhard Rothschild, Lehrer an der Israelitischen Volksschule in Lichenroth (jüdischer Lehrer in Lichenroth von 1883 bis 1909)  

Lichtenroth Israelit 02121920.jpg (98989 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 2. Dezember 1920: "Meerholz, 8. November (1920). Am 6. November verschied nach kurzem Krankenlager der Lehrer Bernhard Rothschild in seinem 57. Lebensjahre. Mit ihm ist einer der Besten dahingegangen und unsere Gemeinde ist ihres trefflichen Führers beraubt. 26 Jahre wirkte er an der öffentlichen Volksschule in Lichenroth und 11 Jahre an unserer Schule mit den besten Erfolgten und seine tiefe Gottesfurcht wirkte auch auf die Jugend und auf die ganze Gemeinde. Unter großer Beteiligung der jüdischen und christlichen Bevölkerung wurde seine irdische Hülle zu Grabe getragen. Die Herren Lehrer Strauß und Weingarten aus Gelnhausen, Ehrenreich, Langenselbold und Wechsler in Alzenau sprachen im Hause und am Grabe über den schmerzlichen Verlust und die Herren Schulrat Weißenstein und Bezirkshauptlehrer Schmey widmeten an der Bahre ehrende Worte des Nachrufs. Um den Entschlummerten trauern eine Witwe mit ihren drei Kindern. Seine Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens.

  
Lehrer Karl Oppenheim wechselt nach Eiterfeld (1924)  

Eiterfeld Israelit 04121924.jpg (26393 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. Dezember 1924: "Eiterfeld, 1. Dezember (1924). Durch die Regierung ist Herr Lehrer Oppenheim von Lichenroth nach hier versetzt worden. Die Gemeinde hofft in ihm einen würdigen Nachfolger für Herrn Lehrer Schuster, der nach Groß-Krotzenburg versetzt wurde, gefunden zu haben."   

      
      
Berichte zu einzelnen Personen der Gemeinde  
Zum Tod des langjährigen Synagogenältesten Isaak Rosenberg II (1927)     

Lichenroth Israelit 24111927.jpg (138291 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24. November 1927: "Lichenroth, 20. November (1927). Eine große Aufregung bemächtigte sich der Mitglieder unserer kleinen Gemeinde, als am letzten Freitag Abend die Schreckenskunde sich durch den Ort verbreitete, dass der langjährige Synagogenälteste Isaak Rosenberg II, im Gotteshause einem Schlaganfall erlegen sei. Man wollte es gar nicht glauben, dass der allgemein beliebte, freundliche, noch sehr rüstige Greis, der noch den ganzen Tag in seinem Büro gearbeitet hatte, nicht mehr unter den Lebenden weilen sollte. Von der großen Beliebtheit des teuren Entschlafenen zeugte dessen Leichenbegängnis. Von nah und fern waren zahlreiche Bekannte und Freunde herbeigeeilt, um an demselben teilzunehmen, sämtliche christliche Einwohner beteiligten sich daran. Am Trauerhause nahm der älteste Enkel, Herr David Heß aus Birstein, ergreifenden Abschied vom geliebten Großvater und schilderte den schweren Verlust der Familie. Am Beit Olam (Friedhof) in Birstein entwarf der Freund und Verwandte des Verstorbenen, Herr Lehrer Freudenberger in Flieden, unter Zugrundelegung des Verses 'Eine Krone des Schmuckes ist das greise Haupt, auf dem Wege der Gerechtigkeit wird es gefunden' (Sprüche 16,31) ein lebenstreues Bild des dahingeschiedenen seltenen Mannes. Er schilderte dessen Fürsorge für seine Familie, seine uneigennützige Tätigkeit als Synagogenältester und Gemeindevertreter und seine Reellität im geschäftlichen Verkehr. Seine Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens."

       
       
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen 
Anzeige von Salomon Weinberg (1898)   

Lichenroth Israelit 29091898.jpg (51194 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. September 1898: "Lehrlingsstelle Gesuch. 
Suche
für meine Sohn, 16 1/2 Jahre alt, der die Berechtigung zum Einjährig-freiwilligen Militärdienst erlangt hat, Stellung als Lehrling in einem am Schabbat und Feiertag geschlossenen Manufaktur- oder Bankgeschäft unter bescheidenen Bedingungen. Offerten an
Salomon Weinberg, Lichenroth, Kreis Gelnhausen."   

   
   
   
Zur Geschichte der Synagoge           
    
Zunächst gehörten die jüdischen Einwohner von Lichenroth zur Gemeinde in Crainfeld und besuchten die dortige Synagoge. 1733 erlaubte der Ortsherr Wolfgang Ernst Graf zu Ysenburg und Büdingen die Einrichtung einer Synagoge in Lichenroth. 
  
Hundert Jahre nach Einrichtung der Synagoge am Ort wurde die Synagoge wurde Anfang der 1830er-Jahre erbaut. Bei dem Gebäude handelte es sich um einen Fachwerkbau, in dessen östlichem Bereich der Betsaal, im westlichen Bereich die Wohnung des Vorbeters/Lehrers untergebracht waren. Durch die hohen Rundbogenfenster im Bereich des Betsaales gab sich die Synagoge als gottesdienstliches Gebäude zu erkennen.  
       
Als nach 1933 die Zahl der jüdischen Gemeindeglieder stark zurückgegangen ist, konnten keine Gottesdienst mehr abgehalten werden. Das Synagogengebäude wurde 1936/37 vom letzten Vorstandsmitglied verkauft. Die Ritualien wurden über Gelnhausen nach Frankfurt ausgelagert (zerstört beim Novemberpogrom 1938). 
  
Von 1938 bis Mitte der 1990er-Jahre war das Synagogengebäude im Besitz eines Gastwirts aus Lichenroth und wurde u.a. als Kirmessaal der Lichenrother Winterkerb und als Tanzsaal verwendet ("Zum Saalbau"). 1997/98 wurde das Gebäude unter Berücksichtigung von Auflagen des Amtes für Denkmalschutz in ein Wohnhaus umgebaut.
  
  
Adresse/Standort der Synagogeam Ortsausgang, an der Bermuthshainer Straße, jedoch weit zurückliegend           
  
  
Fotos    

Das Synagogengebäude um 1970
(Quelle: Arnsberg Bilder S. 132) 
Lichenroth Synagoge 010.jpg (38273 Byte)   
   Rechts im Hintergrund ist auch das Gebäude 
der ehemaligen Schule erkennbar
  
     
Das Synagogengebäude im Juni 1985
(Quelle: Altaras 1988 S. 155) 
Lichenroth Synagoge 025.jpg (74518 Byte) Lichenroth Synagoge 026.jpg (78175 Byte)
   Deutlich erkennbar: die früheren hohen
 Rundbogenfenster des Betsaales  
  
       
Umbau des Synagogengebäudes 
zu einem Wohnhaus 1997
(Quelle)
Lichenroth Synagoge 030.jpg (48183 Byte)   
     
     
 Die ehemalige Synagoge nach dem 
Umbau zu einem Wohnhaus 
(Fotos: Stephan Jäger)  
Lichenroth Synagoge 1602.jpg (40803 Byte) Lichenroth Synagoge 1604.jpg (50547 Byte)
   Blick auf die ehemalige Synagoge mit dem neuen Dach  
      
  Lichenroth Synagoge 1603.jpg (44568 Byte) Lichenroth Synagoge 1601.jpg (42238 Byte)
  Seitenansicht mit Gedenktafel  Eingangstor  
     

     

   
Links und Literatur

Links:  

Website der Gemeinde Birstein  
Website zu Lichenroth  mit Seiten zur Geschichte des Ortes (Autor: Jürgen Spielmann; die jüdische Geschichte von Lichenroth kommt in diesem Beitrag allerdings - außer im Blick auf den Umbau des ehemaligen Synagogengebäudes auf Seite 14 - nicht vor) 
Webportal HS 010.jpg (66495 Byte)Webportal "Vor dem Holocaust" - Fotos zum jüdischen Alltagsleben in Hessen mit Fotos zur jüdischen Geschichte in Lichenroth0

Quellen:  

Hinweis auf online einsehbare Familienregister der jüdischen Gemeinde Lichenroth mit Orten der Umgebung 
In der Website des Hessischen Hauptstaatsarchivs (innerhalb Arcinsys Hessen) sind die erhaltenen Familienregister aus hessischen jüdischen Gemeinden einsehbar: 
Link zur Übersicht (nach Ortsalphabet) https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/llist?nodeid=g186590&page=1&reload=true&sorting=41              
Zu Lichenroth sind vorhanden (auf der jeweiligen Unterseite zur Einsichtnahme weiter über "Digitalisate anzeigen"):    
HHStAW 365,543   Geburts-, Trau- und Sterberegister der Juden von Lichenroth: Geburtsregister 1810 - 1876, Trauregister 1831 - 1875 und Sterberegister 1826 - 1876; enthält auch Angaben zu Kirchbracht, Mauswinkel und Wüstwillenroth 
https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v4461931      

Literatur:  

Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang - Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. I S. 489-490.
ders.: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Bilder - Dokumente. S. 132.
Thea Altaras: Synagogen in Hessen. Was geschah seit 1945? 1988 S. 155-156.
dies.: Das jüdische Rituelle Tauchbad und: Synagogen in Hessen. Was geschah seit 1945 Teil II. 1994 (keine zu 1988 ergänzenden Angaben).  
Studienkreis Deutscher Widerstand (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Hessen I Regierungsbezirk Darmstadt. 1995: Kein Abschnitt zu Birstein bzw. Lichenroth. 
Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany Volume III: Hesse -  Hesse-Nassau - Frankfurt. Hg. von Yad Vashem 1992 (hebräisch) S. 495-496. 
Jürgen Ackermann: Die Juden in Lichenroth. In: Geschichte der Großgemeinde Birstein 1989. Abschnitt 9.4.4.  
ders.: Die Juden in Lichenroth. In: Festschrift 750 Jahre Lichenroth. 1991.  

   

Umfassendes familiengeschichtliches Werk  

Nathan M. Reiss 

Some Jewish Families 
of Hesse and Galicia 
Second edition 2005 
http://mysite.verizon.net/vzeskyb6/  
Reiss Lit Titel 010.jpg (44676 Byte) Reiss Baum 010.jpg (93261 Byte)
   In diesem Werk eine Darstellung zur jüdischen Geschichte in Lichenroth mit umfassenden biographischen Angaben zu Familie Baum ("The Baum Family of Lichenroth" S. 125-142) und Verwandtschaft (mit Nachkommen bis um 2000) mit zahlreichen Abbildungen u.a.m.      

  
    


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Lichenroth (now part of Birstein) Hesse-Nassau. The community established a synagogue in 1833 and maintained an elementary school from 1853 to 1924. The Jewish population dwindled from114 (22 % of the total) in 1885 to 51 in 1925. By January 1937 the community disbanded.   
   
     

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 25. Juni 2016