Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Allersheim (Markt Giebelstadt, Landkreis Würzburg) 
Der jüdische Friedhof 
   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde       
    
Siehe Seite zur Synagoge in Allersheim (interner Link)   
    
    
Zur Geschichte des Friedhofes        
    
Beim jüdischen Friedhof in Allersheim handelt es sich um einen der großen Verbandsfriedhöfe im fränkischen Bereich. Am 5. Mai 1665 erwarb die in der Umgebung von Allersheim sesshafte Judenschaft vom Kloster Bronnbach einen in der Ortsgemarkung Allersheim gelegenen und im Klosterbesitz befindlichen Acker von sieben Viertel Morgen Größe zur Einrichtung einer Begräbnisstätte. Da es sich um einen "wüst liegenden Acker" handelte, welcher "dem Closter ohne das nichts einträgt", fiel dem Kloster der Verkauf sicher nicht schwer. Als Kaufpreis waren 20 Reichstaler fränkischer Landeswährung vereinbart. Bei jeder Beisetzung war eine Gebühr zu bezahlen, die hälftig an den Verwalter des Bronnbacher Hofes in Würzburg, hälftig an die Gemeinde Allersheim ging. Der Ortsgeistliche von Allersheim erhielt die Möglichkeit eingeräumt, im Streitfall den Friedhof einfach schließen zu können. 
              
Zahlreiche Gemeinden einer weiten Umgebung brachten ihre Toten hierher, bis an mehreren dieser Orte eigene Friedhöfe entstanden beziehungsweise andere Friedhöfe mitbenutzt wurden: Acholshausen, Allersheim, Aub, Bütthard, Dittigheim, Fuchsstadt, Gaukönigshofen, Geroldshausen, Giebelstadt, Goßmannsdorf, Grünsfeld, Heidingsfeld (bis 1810), Höchberg (bis 1821), Impfingen, Kirchheim (bei Würzburg), Messelhausen, Reichenberg, Rottenbauer, Sommerhausen, Winterhausen, Tauberrettersheim, Obernbreit und Würzburg
  
Der Friedhof wurde mehrfach vergrößert, zuletzt 1920.   

1927/28 wurde ein neues Taharahaus erbaut und am 20. Januar 1929 feierlich eingeweiht (siehe unten).           
   
Der Friedhof ist weitgehend erhalten. Er liegt im Süden des Ortes am Ende des Seebachweges. Die älteste noch lesbare Inschrift datiert von 1669. Mehrmals kamen in den vergangenen Jahrzehnten Schändungen vor, indem Grabsteine umgeworfen wurden (dabei wurden im April 1936 19 Grabsteine umgeworfen, einer dabei schwer beschädigt; auch nach 1945 mehrere Schändungen). Eine Steinmauer (auf zwei Seiten in den 1960er-Jahren durch eine Betonmauer ersetzt) umgibt den ganzen Friedhof. Drei Tore sind vorhanden. Auf der Fläche von 166,20 ar befinden sich etwa 2.000 Grabstellen. Die letzte Beisetzung war 1967 von Otto Mannheimer aus Giebelstadt.
    
    
    
Aus der Geschichte des Friedhofes
 
Ausschreibung der Stelle des Friedhofsverwalters 1902
Die Stelle des Friedhofsverwalters in Allersheim war zeitweise mit der Stelle des Religionslehrers und Vorbeters in Bütthard verbunden.

Allersheim Israelit 08091902.jpg (62962 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 8. September 1902: "Die durch Ableben des Herrn Lehrer Weisbart in Erledigung gekommene Stelle eines Friedhofsverwalters in Allersheim mit dem Sitze in Bütthard ist wieder zu besetzen. Bevorzugt werden solche, die befähigt sind, den Religionsunterricht zu erteilen und den Vorbeterdienst versehen zu können. Gehalt von der Korporation 400 Mark, als Religionslehrer und Vorbeter in Bütthard 200 Mark nebst freie Wohnung und frei Holz und nicht unbedeutenden Nebenverdiensten. Meldungen an E. Stahl, Sommerhausen am Main."

  
Die Einweihung des neuen Taharahauses am 20. Januar 1929  

Allersheim BayrGZ 01041929.jpg (249365 Byte)Artikel  in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 1. April 1929: Einweihung des neu erbauten Friedhofshauses in Allersheim. Nichts zeigt so sinnfällig das Heimatrecht der deutschen Juden, ihre Verbundenheit mit der deutschen Erde als das Alter mancher jüdischen Friedhöfe, die bisweilen Beweise eines tausendjährigen Bestehens bieten. Zu den älteren Friedhöfen gehört auch der Bezirksfriedhof Allersheim in Unterfranken (Rabbinat Kitzingen), dessen Alter nicht mehr urkundlich nachweisbar ist. Die Bücher sollen bei einem Brande, welcher bei dem Vorstande in Heidingsfeld, dem sogenannten 'Medinoh-Parnoß' ausbrach, vernichtet worden sein. Die älteste noch vorhandene Aufzeichnung geht auf etwa 250 Jahre zurück, der älteste Grabstein, dessen Inschrift noch entziffert werden konnte, datiert aus der Zeit vor etwa 350 Jahren. Das Alter des Begräbnisplatzes reicht sicher in eine viel frühere Periode zurück. Der Friedhof gliedert sich in 7 Abteilungen. Das jüngste Gräberfeld wird seit etwa 65 Jahren belegt. Der Gesamtflächenraum umfasst etwa 8 Morgen oder 5 Tagwerk. Heute sind diesem Bezirksbegräbnisplatz noch 12 Gemeinden angeschlossen. 
Auf diesem altehrwürdigen Friedhof fand nun am 20. Januar 1929 eine eindrucksvolle Feier statt. Sie galt der Übernahme des neu erbauten Friedhofshauses, das den Raum für die Vornahme der Tacharah und die Halle für die Abhaltung der Trauerfeiern und für die Versammlung des Trauergefolges umfasst. Es ist ein einfacher, aber zweckentsprechender und in seiner Schlichtheit schöner Bau. Die Initiative zur Errichtung des Baues ging von dem Vorstand der Israelitischen Friedhofs-Korporation Allersheim, Herrn Vitus Weikersheimer in Gaukönigshofen, aus. In unermüdlicher Tätigkeit interessierte er private und öffentliche Geber, bis die Finanzierung sichergestellt war. Neben der Opferwilligkeit von etwa 100 privaten Spendern und einer Bewilligung seitens des badischen Oberrates ist die Bereitstellung der Mitte vor allem der wohlwollenden Unterstützung des Verbandes bayerischer israelitischer Gemeinden zu verdanken, der durch eine größere Subvention und ein zinsloses Darlehen den Bau mit ermöglichte. 
Die Feier verlief sehr erhebend. Nach der Rezitation des 91. Psalms, der wechselweise von Herrn Lehrer Bravmann, Gaukönigshofen und den Anwesenden vorgetragen wurde, übernahm der Vorstand der Friedhofs-Korporation, Herr Vitus Weikersheimer aus Gaukönigshofen, den Neubau mit einer Ansprache, in der der auf das ehrwürdige Alter des Friedhofes hinwies, seine Anlage und Gliederung erläuterte und allen hochherzigen Gebern den herzlichsten Dank aussprach. Sodann ergriff Herr Bezirksrabbiner Dr. Wohlgemuth (Kitzingen) das Wort, um, an die verschiedenen hebräischen Bezeichnungen eines Begräbnisplatzes anknüpfend, auf den Ernst der Stätte, die Nichtigkeit alles Irdischen und im Gegensatz dazu auf die Überwindung des Todes durch die Unsterblichkeit hinzuweisen. Herr Josef Lomnitz (Mainstockheim) hielt als Vertreter des Verbandes bayerischer israelitischer Gemeinden eine die Bedeutung der Feier würdigende Ansprache, während Herr Pfeuffer (Giebelstadt) in seinen Worten besonders darauf hinwies, dass die Heimat eines Menschen dort sei, wo die Gebeine seiner Ahnen ruhen. Die Feier fand ihren würdigen Abschluss durch den Gesang von 'Enosch keschozir jomow' und 'El mole rachamim', welche beiden Stücke Herr Lehrer Bravmann (Gaukönigshofen) zu Gehör brachte. 
Außer den Vertretern und zahlreichen Mitgliedern der beteiligten Gemeinden waren auch sehr viele christliche Bürger der umliegenden Ortschaften erschienen - ein Beweis des harmonischen Zusammenlebens der Konfessionen in unserer Gegend. Auch vom Bezirksamt Ochsenfurt war ein Begrüßungsschreiben eingelaufen."  
  
Artikel in der "Jüdisch-liberalen Zeitung" vom 1. Februar 1929: "Allersheim. (Einweihung auf dem Friedhof). Auf dem israelitischen Friedhofe fand die Einweihung und Übernahme des neuerbauten Leichenhauses durch den 1. Vorstand der Friedhofs-Korporation Vitus Weikersheimer aus Gaukönigshofen statt. Der Bau ist eine Zierde des so wunderbar gelegenen bewaldeten Bergfriedhofes, der schon länger als 500 Jahre besteht. Die Beteiligung aus den Korporationsgemeinden und der Bevölkerung der Gemeinden Allersheim und Gützingen war äußerst stark, sodass der Betsaal nicht alle Erschienenen fassen konnte und noch ein Nebenraum dazu verwendet werden musste. Nach einleitenden Gesangsvorträgen durch Lehrer Bravmann - Gaukönigshofen vollzog der Vorstand die Übernahme und Bezirksrabbiner Dr. Wohlgemuth - Kitzingen die Einweihung. Es sprachen noch Lomnitz - Mainstockheim für den Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden in München in München und Kultusvorstand Max Pfeuffer aus Giebelstadt. Das Leichenhaus ist nach altfränkischem Stil erbaut."      

   
Die Friedhofsschändung im April 1936   

Allersheim Israelit 23041936.jpg (19643 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. April 1936: "Gaukönigshofen, 20. April (1936). Auf dem jüdischen Bezirksfriedhof in Allersheim (bei Würzburg) wurden von unbekannter Hand 19 Grabsteine umgeworfen, einer davon ist stark geschädigt. Die Polizei sucht eifrig nach den Tätern." 

  
  
Lage des Friedhofes        
   
Der Friedhof liegt südlich des Ortes in der Gemarkung "Am Judengarten"; erreichbar über den Seebachweg.    
   
   
Link zu den Google-Maps 
(der grüne Pfeil markiert die Lage des Friedhofes)  

Größere Kartenansicht  
   
   
   
Fotos 

1. Fotos vom Herbst 2005  

   

Fotos wurden von Klaus Kurre, Mainberg angefertigt und dürfen nicht ohne Genehmigung weiter verwendet werden.   Hochauflösende Aufnahmen und weitere, hier nicht hinterlegte Bilder können per Mail bei Klaus Kurre angefordert werden

Allersheim Friedhof 100.jpg (50706 Byte) Allersheim Friedhof 103.jpg (104893 Byte) Allersheim Friedhof 104.jpg (30238 Byte)
Blick auf den Friedhof Das Taharahaus von 1927/28 Steinerner Tisch für die Tahara
     
Allersheim Friedhof 114.jpg (80613 Byte) Allersheim Friedhof 109.jpg (94464 Byte) Allersheim Friedhof 110.jpg (95493 Byte)
Teilansichten des Friedhofes
 
Allersheim Friedhof 106.jpg (104521 Byte) Allersheim Friedhof 107.jpg (76705 Byte) Allersheim Friedhof 108.jpg (110350 Byte)
Levitenkanne "Segnende Hände" 
der Kohanim
Natur und Geschichte 
verbinden sich
     
Allersheim Friedhof 113.jpg (101329 Byte) Allersheim Friedhof 112.jpg (111747 Byte) Allersheim Friedhof 110.jpg (95493 Byte)
Teilansichten des Friedhofes
 
Allersheim Friedhof 102.jpg (69872 Byte) Allersheim Friedhof 105.jpg (80461 Byte) Allersheim Friedhof 101.jpg (93497 Byte)
Klassizistische 
Grabsteinformen
Blick auf 
Allersheim
Grab von Otto Mannheimer, dem letzten jüdischen Pfleger des Friedhofes (gest. 1967) - siehe zu seiner Geschichte
     
     
2. Fotos vom Frühjahr 2007     

Fotos, erstellt Anfang Mai 2007 von Detlef Ernst Rosenow, Karlsruhe; diese Fotos können mit Quellenangabe gerne weiter verwendet werden.

Allersheim Friedhof 400.jpg (131698 Byte) Allersheim Friedhof 401.jpg (75380 Byte) Allersheim Friedhof 402.jpg (98139 Byte)
Hinweisschild zum Friedhof Blick zum Friedhof Hinweistafel
       
Allersheim Friedhof 415.jpg (107241 Byte) Allersheim Friedhof 413.jpg (90706 Byte) Allersheim Friedhof 414.jpg (108447 Byte)
Das Taharahaus von 1927/28  Blicke über den Friedhof 
   
Allersheim Friedhof 406.jpg (80288 Byte) Allersheim Friedhof 410.jpg (82469 Byte) Allersheim Friedhof 407.jpg (103908 Byte)
Teilansichten des Friedhofes 
 
Allersheim Friedhof 408.jpg (68458 Byte) Allersheim Friedhof 409.jpg (78197 Byte) Allersheim Friedhof 411.jpg (87683 Byte)
    Klassizistische geprägte Grabsteine
       
Allersheim Friedhof 412.jpg (77238 Byte) Allersheim Friedhof 404.jpg (97198 Byte) Allersheim Friedhof 405.jpg (117743 Byte)
Grabstein für Moses Hamberger 
(Aharon Mosche Sohn des Herrn Elieser
 Hamberger Halevi
), gestorben 
15. Ijar 5643 (= 22. Mai 1883)
Grabstein für Pinchas Arie Sohn des 
Jaakov Halevi, genannt Seligmann Strauß 
aus Sommerhausen
(mit Levitenkanne)
  
Allersheim Friedhof 405a.jpg (56560 Byte) 
Grabstein für Klara Schmidt geb. Ehrlich, 
gest. 1915
     
 Allersheim Friedhof 403.jpg (109667 Byte) Allersheim Friedhof 730.jpg (166452 Byte) 
  Grabstein für Lina Weikersheimer 
aus Gaukönigshofen (1858-1918)
  Grabstein von Michael Kellermann (geb. 1794 in Fuchsstadt, gest. 5.6.1867): Vater von 
R. Josef Arjeh Kellermann von Gerolzhofen und von Seligmann Pinchas Kellermann von
 Gunzenhausen; Symbolik: Schofar und Levitenkanne (oder Zedokobüchse). Nach der
 Inschrift war er Vorsteher (Gabbai des Friedhofes).  
 

     

Presseartikel zum Friedhof   

August 2013: Zur Geschichte des jüdischen Friedhofes in Allersheim     
Artikel von Daniel Staffen-Quandt in der "Main-Post" vom 2. August 2013 (nicht vollständig zitiert): "ALLERSHEIM. Wo Vögel Gräber schützten
Auf dem Bezirksjudenfriedhof haben 4 000 fränkische Juden ihre letzte Ruhe gefunden

Rund 700 Meter vom Dörfchen Allersheim im Ochsenfurter Gau entfernt steht ein 350 Jahre altes Kulturdenkmal von überregionaler Bedeutung: Auf dem Bezirksjudenfriedhof haben mehr als 4 000 unterfränkische Landjuden ihre letzte Ruhe gefunden. Die einheimischen Vögel waren es. Sie bewahrten den jüdischen Friedhof von Allersheim während des Nazi-Regimes vor dem Schicksal vieler Judenfriedhöfe. Auch der 'Judengarten' sollte im Eifer des Rassenwahns nach der Deportierung der letzten Landjuden aus dem Großraum Würzburg eingeebnet werden. Doch der Allersheimer Bürgermeister und auch der Kreisfachberater für Gartenbau legten ihr Veto ein. Der Friedhof sei ein 'Rückzugsgebiet für einheimische Vögel', er blieb also bestehen.
Die Giebelstädter Gemeinde-Archivarin Friederike Langeworth hat sich in den vergangenen Jahren viel mit dem Bezirksjudenfriedhof beschäftigt. Die Marktgemeinde ist eine der wenigen Kommunen ihrer Größenordnung, die sich eine hauptamtliche Archivarin leisten. Die Historikerin ist sich sicher, dass der Naturschutzgedanke in den frühen 1940er Jahren 'mehr oder weniger ein Vorwand' war. Der Bürgermeister und der Gartenbau-Experte hätten dafür auch Probleme bekommen können. Dank ihres Einspruchs ist der Nachwelt einer der größten Friedhöfe des fränkischen Landjudentums erhalten geblieben. Er dokumentiere 'einzigartig das jüdische Leben und Sterben vom letzten Drittel des 17. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts', sagt Langeworth. Über 20 Kultusgemeinden begruben ihre Toten auf dem insgesamt 1,6 Hektar großen Friedhof. Ungefähr 2000 Grabsteine sind noch vorhanden, rund 4000 unterfränkische Landjuden wurden insgesamt in Allersheim begraben... 
Der jüdische Friedhof ist kartiert, von jedem Grabstein existiert ein Foto mit Standortangabe. Doch für eine wissenschaftliche Auswertung fehlte bislang das Geld. 'Erschwerend kommt hinzu, dass viele Inschriften selbst für Hebräisch-Kenner kaum lesbar sind', sagt Gemeindearchivarin Langeworth. Da es für Juden lange ein Handwerksverbot gab, wurden die Grabsteine zumeist von Steinmetzen ohne Hebräischkenntnisse angefertigt: 'Die haben einfach abgeschrieben – mal mehr, mal weniger gut.' Offiziell gehört der Judenfriedhof dem Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, halboffiziell kümmert sich die Allersheimer Familie Popp bereits in dritter Generation um die nötigste Friedhofspflege, die Gemeinde verwaltet das Areal, Langeworth beantwortet E-Mails von Nachfahren aus aller Welt und bietet Führungen an. Seit Jahrzehnten wird dort keiner mehr beerdigt – das letzte Grab von 1967 gehört Viehhändler Otto Mannheimer. Er kam nach dem Zweiten Weltkrieg zurück in sein Heimatdorf. Als einziger Jude."   
Link zum Artikel     

      
       

Links und Literatur

Links:  

Website des Marktes Giebelstadt 
Zur Seite über die Synagoge in Allersheim (interner Link)   

Literatur:  

Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. A 85. 1988. S. 32.
Joachim Braun: Der jüdische Friedhof von Allersheim im Wandel der Zeiten. In: Mainfränkisches Jahrbuch für Geschichte und Kunst 46 1994 S. 101-115.  
Michael Trüger: Der jüdische Friedhof Allersheim. In: Der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern. Jg. 1998 13. Jahrgang Nr. 76 vom April 1998 S. 12.  Beitrag von Michael Trüger online zugänglich  
Baruch Z. Ophir/Falk Wiesemann: Die jüdischen Gemeinden in Bayern 1918-1945. Geschichte und Zerstörung. 1979 S. 250-251. 
Jutta Sporck-Pfitzer: Die ehemaligen jüdischen Gemeinden im Landkreis Würzburg. Hg. vom Landkreis Würzburg. Würzburg 1988 S. 51-53.
Im Leo-Baeck-Institut New York befindet sich die Friedhofsliste Allersheim, die Rabbiner Magnus Weinberg 1938 erstellte: 
Michael Schneeberger: Friedhofsbuch des Bezirks Allersheim mit Sterberegistern. Staatsarchiv Würzburg 2005. 
Wuerzburg Lit 1308.jpg (133209 Byte)Spuren jüdischer Geschichte in Stadt und Landkreis Würzburg - Ein Wegweiser für junge Leute. Hrsg. vom Landkreis Würzburg in Zusammenarbeit mit dem Partnerlandkreis Matah Yehuda (Israel) und dem Kooperationsprojekt Landjudentum in Unterfranken. Würzburg 2013. Online zugänglich: Download der pdf-Datei.  
Kontakt und Information: Landkreis Würzburg - Kommunale Jugendarbeit  Klaus Rostek  Zeppelinstr. 15  97074 Würzburg  Tel. 0931 8003-376   E-Mail: k.rostek[et]Ira-wue.bayern.de     

  

                   
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Stand: 07. Dezember 2013