In Obernbreit bestand eine jüdische Gemeinde bis 1911. Ihre Entstehung
geht in die Zeit des 16./17. Jahrhunderts zurück. Erstmals werden 1528
Juden am Ort genannt. Sogenannte Judenschutzbrief wurden von der Ortsherrschaft
im 16. Jahrhundert 1531, 1534 und 1558 ausgestellt. Auch im 17. Jahrhundert
lebten Juden am Ort: 1668 ließ sich ein Jude in Obernbreit erneut
nieder - er hatte einen Schwarzenberger Schutzbrief (Hoffmann: Geschichte und
Beschreibung der protestantischen Pfarrei Obernbreit o.J. S. 33). 1714 waren
sechs jüdische Familien am Ort, 1796 gleichfalls sechs Familien.
Ihre Blütezeit hatte die Gemeinde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
In dieser Zeit wurde die Höchstzahl jüdischer Einwohner erreicht: 1814 122 jüdische
Einwohner (11,1 % von insgesamt 1.101 Einwohner), 1832 157 (12,3 % von
insgesamt 1.279) und 1867 126 jüdische Einwohner (9,3 % von insgesamt
1.355). Nach 1870 ging die Zahl der Juden am Ort durch Aus- und Abwanderung zurück:
1871 98, 1880 81, 1890 52, 1900 28, 1910 20 jüdische Gemeindeglieder.
Bei der Erstellung der Matrikellisten 1817 werden in Obernbreit auf
insgesamt 27 Matrikelstellen die folgenden jüdischen Familienvorstände
genannt (mit neuen Familiennamen und Erwerbszweig): Hirsch Hayum Heim
(Viehhandel und Parnass = Gemeindevorsteher), Kusel Jacob Jung (Geldgeschäfte),
Sendel Jontoff Grünenwald (Viehhandel), Abraham Hyeronimus Herzfelder
(Ellenwarenhandel), Meyer Loew Rosenfeld (Ellenwarenhandel), Isaac Loew
Rosenfeld (Weingeschäfte), Hirsch Jantoff Rosenbach (Wein- und Viehhandel),
Nathan Sendel Grünwald (Viehhandel), Samuel Hirsch Heim (Viehhandel), Joseph
Abraham Hyeronimus Herzfelder (Ellenwarenhandel), Samuel Wolf Goldstein
(Ellenwarenhandel), Moses Loew Benario (Spezerei- und Ellenwarenhandel), Abraham
Hirsch Waldmann (Ellenwarenhandel), Jacob Joseph Gunzenhäuser (Weinhandel),
Jacob Abraham Waldmann (Handel mit altem Eisen), Hirsch Baer Klein (Handel mit
kurzer Ware), Samson Bineas Biener (Viehschmusen), Jacob Loew Loewenhaupt
(Viehschmusen), Gerst Loew Loewenburger (Handel mit kurzer Ware), Jacob Sußmann
Ahrnheimer (Handel mit kurzer Ware), Jacob Laemlein Pfeiffer (Viehschmusen),
Manes Laemlein Loemann (Schnittwarenhandel), Jacob Hirsch Klein
(Schnittwarenhandel), Michael Moses Marx (Handel mit kurzer Ware und
Viehschmusen), Wolf Isaac Breitenbach (Viehhandel), Israel Hirsch Heim
(Spezerei- und Lederhandel), Jason Enslein Franck (Ellenwarenhandel), Benjamin
Herzfelder (Warenhandel, seit 1825), Moses Rosenfeld (Feldbau, seit 1825).
An Einrichtungen hatte die Gemeinde eine Synagoge (s.u.), eine
Religionsschule (Mitte 19. Jahrhundert zeitweise Elementarschule?) und ein
rituelles Bad (im Synagogengebäude s.u.). Die Toten der Gemeinde wurden im jüdischen
Friedhof Rödelsee
beigesetzt. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Religionslehrer
angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war (vgl.
Ausschreibungstexte unten; 1870/71 wurde die Stelle des Vorsängers und Schächters
separat ausgeschrieben, möglicherweise gab es damals noch einen jüdischen
Elementarlehrer, der die Funktionen des Vorbeters und Schächters nicht
gleichzeitig übernahm; bei der Ausschreibung 1887 sind die Ämter miteinander
verbunden; 1901 erfolgte die Ausschreibung der Stelle zusammen der der
Nachbargemeinde in Gnodstadt).
Die jüdische Gemeinde gehörte zum Distriktsrabbinat in Kitzingen.
Nachdem auf Grund der seit Mitte des 19. Jahrhunderts relativ schnell zurückgegangenen
Zahl der Gemeindeglieder bereits 1911 die jüdische Gemeinde aufgelöst
worden war, wurden die hier noch lebenden jüdischen Einwohner der Gemeinde in Marktbreit
zugeteilt.
Im Ersten Weltkrieg fielen aus der jüdischen Gemeinde Gefreiter Ludwig
Breitenbach (geb. 4.1.1871 in Obernbreit, vor 1914 in Schweinfurt wohnhaft, gef.
22.7.1917) und Feldwebelleutnant Leopold Frank (geb. 15.4.1877 in Obernbreit,
vor 1914 in Nürnberg wohnhaft, gef. 21.10.1916).
1925 wurden noch 12 jüdische Einwohner am Ort gezählt, 1933
neun.
Die letzten vier jüdischen Einwohner wurden im Februar 1942 in das
Vernichtungslager Izbica (bei Lublin/Polen) beziehungsweise in das Ghetto
Theresienstadt deportiert.
Von den in Obernbreit geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen
Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Hilda Eiba geb. Schatzmann
(1887), Elisabeth Gallinger (1896), Ida Goldschmidt (1890), Hannchen (Hanna)
Lebrecht geb. Rosenfelder (1874), Leopold Löbenberger (1863), Ida Nadel geb. Sänger
(1879), Regina Neumaier geb. Rindsberger (1872), Rudolfine Radzieyewski geb. Löbenberger
(1889), Bernhard Rindsberger (1878), Heinrich Sänger (1876), Joseph Sänger
(1884), Siegfried Sänger (1878), Justin Schatzmann (1923), Moritz Speyer
(1887), Joseph Sänger (1884), Leopold Sänger (1871), Rudolf Sänger (1869).
Aus der Geschichte der
jüdischen Lehrer
Ausschreibungen der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet 1869 / 1870 /
1871 / 1875 / 1884 / 1894 / 1901
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24. Februar 1869:
"Erledigt -
die Schächter- und Vorsängerstelle dahier mit
einem jährlichen Einkommen von circa 300 Gulden nebst freier Wohnung.
Bewerber wollen sich innerhalb 4 Wochen an den Unterzeichneten
wenden.
Obernbreit bei Marktbreit am Main, 17. Februar 1869.
Der
israelitische Kultus-Vorstand Samuel
Rosenfeld."
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. Juni 1870:
"Erledigt -
die Vorsänger- und Schächterstelle dahier
mit einem jährlichen Einkommen von ca. 300 Gulden nebst freier Wohnung.
Die Stelle kann sofort besetzt werden, und wollen sich Bewerber innerhalb
4 Wochen an den Unterzeichneten wenden.
Obernbreit bei Marktbreit a.M., 1. Juni 1870.
Der israelitische
Kultusvorstand Samuel Rosenfeld."
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. Juli 1871:
"Erledigt. Die Vorsänger und Schächterstelle dahier, mit
einem jährlichen Einkommen von circa 400 Gulden nebst freier Wohnung, ist
erledigt. Bewerber wollen sich innerhalb 4 Wochen an den Unterzeichneten
werden. Obernbreit bei Marktbreit a.M., 16. Juni 1871.
Samuel Rosenfeld,
Kultus-Vorstand."
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 8. September 1875:
"Die Vorsänger- und Schächterstelle in Obernbreit ist sofort zu
besetzen mit einem fixen Gehalt von fl. 200 Fl. 100 Schechita
und fl. 100 Nebenverdienste.
(Polen keine Aufnahme). Bewerber wollen sich schriftlich wenden an den Kultusvorstand
Obernbreit, Bayern".
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Mai 1887:
"Die israelitische Religionslehrerstelle Obernbreit
(Unterfranken), verbunden mit Vorsänger- und Schächter-Funktion, soll
sofort besetzt werden. Jährlicher Ertrag ca. Mark 900 nebst freier
Wohnung. Offerten an den Kultusvorstand
S. Löwenhaupt.
Kultusvorstand."
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit"
vom 27. August 1894:
"Die Religionslehrer-, Vorsänger- und Schächterstelle Obernbreit
(Unterfranken)
wird am 1. November dieses Jahres vakant. Jährlicher Ertrag ca.
Mark 1000 - nebst freier Wohnung und 50 Mark Vergütung für Beheizung.
Seminaristisch gebildete Bewerber wollen sich unter Beifügung ihrer Zeugnisse
schriftlich an den Unterzeichneten wenden.
Der Kultusvorstand
L.
Loebenberger."
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit"
vom 4. November 1901:
"Die Religionslehrer- Chasan- und Schochetstelle in Obernbreit
(Unterfranken), verbunden mit Gnodstadt,
ist sofort zu besetzen. Jährliches Einkommen ca. Mark 1.100 nebst
freier Wohnung. Meldungen erbeten an
J. Sänger, Obernbreit, Kultusvorstand."
Zu einzelnen
Personen aus der jüdischen Gemeinde Erinnerung an die Auswanderungen im 19.
Jahrhundert - Grabstein für Abe Rosenfiels (Rosenfeld) aus Obernbreit in
New Orleans (1835-1907) Anmerkung: das Foto wurde von Rolf Hofmann (Stuttgart) im April 1994 im 1860
eröffneten Hebrew Rest Cemetery in New Orleans, 2100 Pelopidas at Frenchman
Street, near Elysian Fields and Gentilly Blvd.,
aufgenommen.
Grabstein im "Hebrew Rest Cemetery" in New Orleans
für
"Abe Rosenfield
Obernbreit Bavaria June 14, 1835 - May 5, 1907.
A Heart full of tender affection.
A life of quiet Kindliness
and unselfish service. Frances F. Rosenfield
March 16, 1852 - May 30, 1924
Frances H. Block
May 1, 1895 - August 11 1967".
Bereits vor 1748 wird ein Betsaal oder eine Synagoge vorhanden gewesen sein.
1712 ist vom Bau beziehungsweise der Einrichtung einer jüdischen Schule die
Rede. 1748 wurde eine (neue?) Synagoge erstellt. Sie war bis 1911 religiöses
Zentrum der jüdischen Gemeinde Obernbreit. In dem Gebäude war auch eine
Lehrerwohnung sowie ein rituelles Bad (Mikwe), das sich in 10 m Tiefe unter dem
Gebäude befindet und vor wenigen Jahren wieder entdeckt wurde.
Nach
der Auflösung der Gemeinde 1911 wurde die Inneneinrichtung verkauft:
Am
27. April 1911 erschien in der Zeitschrift "Der Israelit" folgende
Anzeige: "Synagogeneinrichtung. Infolge Auflösung der Kultusgemeinde
Obernbreit
wird die innere Einrichtung der dortigen Synagoge bestehend in sehr gut
erhaltenen Männer- und Frauenständen, Almemor, Steinverkleidung des
Oronhakodesch und 1 Lüster etc. billig abgegeben. Offerten an Kultusvorstand S.
Weinberg in Marktbreit." Aus der Anzeige geht hervor, dass es bis zuletzt
in der Synagoge Obernbreit traditionelle Betpulte (Ständer) und keine Bänke
gegeben hat.
Die ehemalige Synagoge wurde verkauft und wird seitdem als
Lager/Werkstatt für Landmaschinen/Maschinenhalle verwendet. Der gut erhaltene Hochzeitsstein an der
Nordseite des Gebäudes wurde 1996/99
letztmals renoviert. Bei Bauuntersuchungen der vergangenen Jahre wurde die
ursprüngliche Raumaufteilung der Synagoge nachgewiesen und die ehemalige Mikwe
wiederentdeckt.
2005 bildete sich ein Träger- und Förderverein für den Erhalt
der ehemaligen Synagoge unter dem Vorsitz von Friedrich Heidecker und
Bürgermeister Bernhard Brückner. Es gelang, die ehemalige Synagoge selbst in
baufälligem Zustand in ein Kulturzentrum zu verwandeln. Vorträge und
Musikveranstaltungen fanden statt. Die vom Träger- und Förderverein von Anfang
an angestrebte Sanierung der ehemaligen Synagoge wird 2012 durchgeführt.
Anfang März 2012 war "Spatenstich" für die ersten Arbeiten. Der
frühere Gebetsraum soll in seinem früheren Zustand wiederhergestellt werden. Nach Abschluss
der Sanierung soll das Gebäude als kulturelles Begegnungszentrum genutzt
werden.
Adresse/Standort der Synagoge: Kirchgasse 4 (ehemalige
Judengasse) (neu seit Beschluss des Marktgemeinderates Obernbreit vom 14.10.2008: An
der Synagoge 1)
Toraschild aus der jüdischen Gemeinde (Foto aus der Sammlung Theodor Harburger: Quelle: Central
Archives for the History of the Jewish People, Jerusalem; veröffentlicht
in "Die Inventarisierung jüdischer Kunst- und Kulturdenkmäler in
Bayern". Jüdisches Museum Franken. 1998 S. 381)
Toraschild von
1737 aus Obernbreit, kam nach Auflösung der Obernbreiter Gemeinde nach Marktbreit,
1938 vermutlich zerstört
Ehemalige Judengasse und
Synagogegebäude
Blick in die Kirchgasse
(frühere Judengasse)
Das Gebäude der
ehemaligen Synagoge (Südseite)
Nordseite
Segmentbogenförmiges Fenster -
mit
Glassteinen zugemauert
Verrostete Hinweistafel
Chuppastein
(Hochzeitsstein) mit traditioneller Inschrift: "Stimme des Jubels und
Stimme
der Freude - Stimme des Bräutigams und Stimme der Braut"
sowie hebräischer Jahreszahl
(5)508 = 1747/48 und im Zentrum des Sternes
"Masel Tow" = Gut Glück
Der Zugang zur wieder
entdeckten Mikwe
(Fotomontage: Hans-Christof Haas)
Nach mündlicher
Überlieferung: das Gebäude der früheren
jüdischen Schule, erhalten als Wohnhaus in der Kirchgasse 33.
Im
Juni 2005 wurde der "Träger-
und Förderverein Ehemalige Synagoge Obernbreit e.V." gegründet. Der
Verein hat inzwischen das ehemalige Synagogengebäude erworben und bemüht sich
um eine langfristige Sicherung und eine Rekonstruktion,
um es als Raum für Begegnungen zu nutzen, die sich unter anderem mit dem Thema
Toleranz beschäftigen.
Juni 2008:
Stand der Bemühungen um den Erhalt der
ehemaligen Synagoge Obernbreit
OBERNBREIT
- Artikel in der "Mainpost" vom 15. Juni 2008:
"Neues Leben in der Synagoge -
Das 260 Jahre alte Gebäude soll ein Raum für kulturelle Begegnungen werden
Vor 260 Jahren, im Jahr 1748, wurde die Synagoge in Obernbreit fertiggestellt. Ein wichtiges Ereignis, fand der Träger- und
Förderverein ehemalige Synagoge, und erinnerte am Wochenende mit verschiedenen Veranstaltungen an dieses Ereignis. Eine Ausstellung, ein Vortrag, Führungen und ein Film über jüdisches Leben in Kitzingen wurden angeboten.
Friedrich Heidecker vom Synagogenverein erklärte die Geschichte und den Aufbau der Synagoge. Im 19. Jahrhundert waren bis zu zwölf Prozent der Einwohner Obernbreits Juden. Bis 1912 wurde das Gebäude als Synagoge genutzt. Nach der Zeit der Judenverfolgung unter den Nazis wurde das Gebäude zeitweise als Lagerraum oder Werkstatt verwendet und dafür umgebaut.
Die dadurch entstandenen "Wunden" am Gebäude sollen sichtbar bleiben, sagte Friedrich Heidecker. Aber das ehemals vorhandene Tonnengewölbe des Sakralraumes soll wieder entstehen. Auch die Frauenempore soll wieder angedeutet werden. Bereits ausgegraben wurde die Mikwe (rituelles Tauchbad), die während der Arbeiten entdeckt wurde. 45 Stufen führen hinab zum Grundwasser, das zu jeder Jahreszeit zwischen zehn und zwölf Grad Celsius hat.
Am Freitagnachmittag wurde eine Ausstellung mit künstlerischen Arbeiten von Schülern des Gymnasiums Marktbreit eröffnet, die auch am Samstag und Sonntag betrachtet werden konnte. Die Bilder waren ohne Bezug zum Jahrestag der Synagoge entstanden, denn es war eine kurzfristige Idee, die Ausstellung zu organisieren, sagte Kunstlehrerin Ulrike
Dietrich-Knoblin. Sie erklärte bei der Eröffnung der Bilderausstellung die Aufgabenstellungen und deren künstlerische Umsetzung. Es sei denkbar, dass in den kommenden Jahren weitere Ausstellungen des Gymnasiums in der ehemaligen Synagoge durchgeführt werden, eventuell auch von anderen Fachschaften, meinte sie. Musikalisch begleiteten Josef Nusko (Lehrer am Gymnasium Marktbreit) und der A-capella-Schulchor des Gymnasiums Marktbreit die Eröffnung mit einigen Liedern.
Einen Vortrag über Juden hielt am Samstagabend Pfarrer Hans Schlumberger. Der gebürtige Marktbreiter betonte, dass bei Juden die Familie das Zentrum des gelebten Glaubens ist, weniger die Synagoge und verdeutlichte dies am Beispiel des Schabbes (jüdischer Feiertag, an dem keine schwere Arbeit erlaubt ist). Synagogen seien mehr ein normales Versammlungshaus, einzig die dort aufbewahrte Thorarolle habe eine besondere religiöse Bedeutung (die Thora-Rolle besteht aus den fünf Büchern Mose). Eine Mikwe wird genutzt, um kultisch rein zu werden, da im Judentum Wasser und Reinigung eine große Rolle spielen. Dafür muss sie Zugang zu
'lebendigem Wasser' haben, also zu Quellwasser oder Grundwasser, erklärte er.
Der Verein hatte die ehemalige Synagoge 2005 erworben mit dem Ziel, dass diese wieder ein Begegnungsraum wird. Auch Ausstellungen, Lesungen und andere Veranstaltungen seien denkbar."
Juni 2009:
Zum 75. Geburtstag des für den Erhalt der
ehemaligen Synagoge engagierten Altbürgermeisters Friedrich Heidecker
Artikel in der "Mainpost" vom 7.
Juni 2009: "OBERNBREIT - Altbürgermeister Heidecker wird 75
- Engagiert in der Kommunalpolitik
(rt) Altbürgermeister Friedrich Heidecker aus Obernbreit feiert an diesem Montag seinen 75. Geburtstag.
Am 8. Juni 1934 in Pulvermühle, dem heutigen Schopfloch im Landkreis Ansbach, geboren, absolvierte Heidecker nach der Volksschule in Lehengütingen das humanistische Gymnasium in Dinkelsbühl. Studien in Deutsch, Geschichte und Englisch folgten in Heidelberg, Berlin und Erlangen. Mit der Anstellung als Lehrer in Marktbreit 1961 folgte im gleichen Jahr die Heirat mit Ehefrau Sigrid, zwei Töchter und zwei Enkel rundeten das Familienbild ab.
Nachdem Heidecker bereits 1965 Mitglied des Personalrats am Marktbreiter Gymnasium wurde, übernahm er von 1973 bis 1986 dessen Vorsitz. Sein kommunalpolitisches Engagement startete Heidecker 1972 als Mitglied des Gemeinderats in
Obernbreit. Höhepunkt dieser Tätigkeit waren drei Perioden als erster Bürgermeister der Marktgemeinde von 1984 bis 2002. Die Kanalsanierungen und vor allem Projekte der Dorferneuerung mit der Neugestaltung des Rathausplatzes sind dabei ebenso zu nennen, wie die Wohnbaugebiete.
Seit 1981 war Heidecker viele Jahre Mitglied im Aufsichtsrat der gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaft des Landkreises Kitzingen, dessen Vorsitz er seit 1999 inne hatte, gleichzeitig war er Mitglied des Kreistags. Auch in der SPD bekleidete Heidecker etliche Ämter, unter anderem den Kreisvorsitz. Derzeit organisiert er offene monatliche Veranstaltungen im Ortsverein. Nach seinem politischen Ruhestand gab Heidecker an der Martinsheimer Grundschule Deutschunterricht für Ausländerkinder und Kinder von Spätaussiedlern. Das ganz besondere Anliegen des Obernbreiter Altbürgermeisters ist seit einigen Jahren die ehemalige Synagoge in
Obernbreit. Seit vier Jahren ist er der Vorsitzende des Trägervereins ehemalige Synagoge Obernbreit und vor wenigen Tagen wurde er für eine weitere Amtszeit bestätigt. Nachdem der Verein das Gebäude übernommen hatte, musste erst einmal umfangreich aufgeräumt werden: Über viele Jahrzehnte war die ehemalige Synagoge als Scheune und Lagerraum genutzt worden. Dabei kam auch die für den Landkreis einmalig gut erhaltene Mikwe zu Tage, 45 steile Stufen unter Bodenniveau. Heute sucht Heidecker zusammen mit den Vereinsmitgliedern nach Geldern, um das Haus zu sanieren. Klar, dass Friedrich Heidecker seinen 75. dazu nutzen wird, den vielen Gratulanten dieses Thema nahe zu bringen. Am liebsten wäre ihm natürlich eine Spende für die ehemalige Synagoge."
April 2011:
Finanzierung der Sanierung des Synagogengebäudes
wird schwierig - der Trägerverein ist zuversichtlich
Artikel in der "Main-Post" vom 2. April 2011(Artikel):
"OBERNBREIT. Synagogenfinanzierung wird eine harte Nuss
Trägerverein in Obernbreit zeigt sich dennoch verhalten positiv – Bernhard Brückner Nachfolger von Helmut Walz Ganz im Schatten der Trauer um den kürzliche verstorbenen stellvertretenden Vorsitzenden und Gründungsmitglied Helmut Walz stand die Hauptversammlung des Träger und Fördervereins ehemalige Synagoge Obernbreit.
'Man sagt, jeder ist ersetzbar, aber er ist absolut unersetzlich', sagte ein zutiefst berührter Vorsitzender Friedrich Heidecker beim
Totengedenken.
Eigentlich war die Sitzung einberufen worden, um Ersatz für die Schatzmeisterin Beate Krämer zu finden, die aus beruflichen Gründen ausscheidet. Dass nun auch gleichzeitig ein neuer stellvertretender Vorsitzender zu wählen war, erwies sich als terminlicher Zufall. Gerhard Krämer wird die Kasse übernehmen und Bernhard Brückner den stellvertretenden Vorsitz.
Das fiel Brückner sichtlich nicht leicht, doch hat der Posten durchaus praktische Vorteile: Da in diesem Jahr voraussichtlich die Sanierung des Synagogengebäudes ansteht und die Gemeinde Obernbreit dabei der Maßnahmeträger ist, ist Brückner als Bürgermeister ohnehin engagiert und die Verbindung mit dem Amt im Verein bot sich an. Zumindest für die kommenden zwei Jahre.
Wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Verein und Gemeinde derzeit ist, zeigte auch das zweite große Thema des Abends: die Sanierung der ehemaligen Synagoge. Wie berichtet, wurde das Gebäude bereits vor rund 100 Jahren profaniert, da die Zahl der Juden in Obernbreit damals drastisch zurück ging und es nicht mehr genügend männliche Gemeindemitglieder für einen Gottesdienst gab. In der Folge wurde das Gebäude als Lagerhalle und Scheune genutzt, bis es vor wenigen Jahren vom eigens gegründeten Förderverein gekauft wurde. Als Sensation erwies sich damals die Entdeckung einer gut erhaltenen Mikwe (Ritualbad) in einer Tiefe von zehn Metern unter der Scheune.
Vor wenigen Tagen sprachen die Zuschussgeber, Heidecker und Brückner, über den Stand der Finanzierung. Für die Vereinsvertreter ein kleiner Rückschlag, denn wenn sie die Fördermittel erhalten wollen, müssen sie in der eigenen Finanzierung nachbessern. Bislang wurden 300 000 Euro für die Sanierung als ausreichend angesehen. Zehn Prozent davon, also 30 000 Euro, muss die Gemeinde aufbringen, die auch als Maßnahmeträger auftreten muss. Um in den Genuss der Fördermittel zu kommen, muss der Verein nun weitere Richtlinien erfüllen, was sich mit rund 60 000 Euro an Mehrkosten auswirken wird. Abzüglich der möglichen Eigenmittel und weiterer angekündigter Finanzhilfen, ergibt sich eine Deckungslücke von rund 20 000 Euro für den Verein.
Diese Mittel über Spenden, Aktionen und Veranstaltungen aufzutreiben, wird die dringlichste Aufgabe des Vereins in den nächsten Monaten sein. Denn sobald das Geld da ist, kann der Förderantrag gestellt und anschließend mit der Sanierung der ehemaligen Synagoge begonnen werden. Verhalten positiv zeigte sich Bernhard Brückner:
'Es wird eine harte Nuss werden, aber ich glaube, wir werden es hinkriegen. Die Zeichen stehen gar nicht
schlecht.'
Wahlen beim Förderverein ehemalige Synagoge Obernbreit: Vorsitzender Friedrich Heidecker und Schriftführer Jürgen Scherer wurden bestätigt. Bernhard Brückner ist stellvertretender Vorsitzender. Beate Krämer übernimmt den Posten des Pressereferenten, Angela Nusko, Steffi Schäfer, Margret Löther und Karin Tremmel sind Beisitzer.
(ro)"
Juli 2011:Ausflug des Förder- und Trägervereins nach
Schopfloch
Foto
links von Heidecker: Eintauchen in die Geschichte: Eine Exkursion zum Judenfriedhof in Schopfloch unternahm der Träger- und Förderverein ehemalige Synagoge Obernbreit.
Artikel von "kefe" in der "Main-Post" vom 4. Juli 2011
(Artikel):
"OBERNBREIT. Aufräumen mit den Mythen
Förderverein wanderte zum Judenfriedhof Eine Exkursion zum Judenfriedhof in Schopfloch unternahm der Träger- und Förderverein ehemalige Synagoge Obernbreit. Dabei führte Angelika Brosig die Gruppe aus Obernbreit durch das weite Areal des Friedhofs und stellte die Geschichte des
'Gottesackers' von der Anlage im 17. Jahrhundert bis zur Schändung im Dritten Reich und der geringen Anteilnahme an dessen Zustand bis in die jüngere Vergangenheit dar.
Beeindruckend für die Teilnehmer war laut Pressemitteilung das Einzugsgebiet: Die Toten aus bis zu 30 Kilometer entfernten Dörfern wurden auf Wagen, die von Pferden gezogen wurden, nach Schopfloch gebracht. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Bestattung binnen 24 Stunden stattfinden musste, bedeutete dies für die begleitende Trauergemeinde eine enorme Anstrengung.
Brosig räumte mit den diskriminierenden Mythen um jüdische Bestattungsbräuche auf; etwa dem, dass Juden stehend oder sitzend begraben wurden. Dies gehe zurück auf Falschinterpretationen von Betrachtungen fremder Riten, so die Expertin.
Brosig stellte ihren Gästen zudem einzelne Steine im Detail vor. Die Auswahl traf sie nach Bekanntheitsgrad der Toten, nach Alter, Symbolik und Dringlichkeit der Sanierung.
Im laufenden Jahr konnten auf Grund ihrer Initiative mit finanzieller Hilfe aus verschiedenen Quellen etwa 20 Steine restauriert werden. Außerdem ist im Herbst eine größere Aktion zusammen mit dem Technischen Hilfswerk geplant: Ein Teil des Aufwuchses aus der Zeit seit 1938 muss entfernt werden, weil er für den Erhalt der Grabsteine hinderlich ist."
September 2011:
Schüler erforschen die jüdische Geschichte und
präsentieren die Ergebnisse
Artikel von Uschi Merten in der "Main-Post" vom 7. September
2011 (Artikel):
"Die Synagoge wieder belebt Der Tag des offenen Denkmals ist für die Schüler, die sich am Projektseminar von Dr. Josef Endres im Fach Geschichte beteiligt haben, ein besonderer Tag. Zwar wurden sie bereits von Kultusminister Ludwig Spaenle für ihre innovative Arbeit ausgezeichnet, doch jetzt stellen sie ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit vor.
Die Projekt-Seminare zur Studien- und Berufsorientierung bilden einen wesentlichen Bestandteil des G8. Der Projekttitel des Seminars war:
'Wiederbelegung einer ehemaligen Synagoge – eine kulturelle Bereicherung für
Obernbreit'. Und so setzten sich die Jugendlichen in einer mehrmonatigen Arbeit mit diesem Thema auseinander.
Es wurde recherchiert, in Archiven oder auf dem jüdischen Friedhof in Rödelsee. So konnte der Beitrag der jüdischen Bevölkerung für Oberbreit erforscht werden.
Doch auch das Gebäude der ehemaligen Synagoge wurde genau untersucht und seine Architektur festgehalten. Anhand der Forschungen entstand ein Holzmodell. Auf der Grundlage der Befunduntersuchung wurde begonnen, die alte Wandbemalung zu rekonstruieren und auf eine Folie zu übertragen.
Ein Rundgang durch die virtuell erstellte Synagoge ermöglicht ein historisches Raumerlebnis.
Die ehemalige Landsynagoge mit einer außergewöhnlichen, zehn Meter tiefen Mikwe stand noch vor wenigen Jahren vor dem Verfall. Und so haben die Teilnehmer des Projekt-Seminars mit ihren Forschungsarbeiten den
'Träger- und Förderverein ehemalige Synagoge Obernbreit' unterstützt. Sie haben dazu beigetragen, diese Synagoge, die lange Zeit als Scheune genutzt wurde, wieder neu zu beleben.
Langfristig soll ein Ort der Erinnerung und Begegnung und damit auch ein kulturelles Zentrum im ländlichen Raum geschaffen werden. Damit sich die Besucher in die Zeit zurückversetzten können, gibt es außer dem virtuellen Rundgang
'jiddische' Musik, die Klezmermusik, die früher auf Hochzeiten, Ernte- und Hoffesten gespielt wurde.
Die Ausstellung wird am 11. September um 13 Uhr eröffnet. Ort: An der Synagoge 1 in Obernbreit."
Weiterer Artikel von Uschi Merten in
der "Main-Post" vom 12. September 2011: "Ein virtueller
Gang durch die ehemalige Synagoge. Schüler stellten ihr prämiertes
Projekt in Obernbreit vor" . Link
zum Artikel; auch eingestellt
als pdf-Datei.
Eröffnungsrede
P-Seminarausstellung "Ehemalige Synagoge Obernbreit" -
eingestellt bei YouTube.com
November 2011:
Schüler erarbeiten ein virtuelles Modell der
Synagoge
Artikel von Mechthild Buck in der
"Main-Post" vom 17. November 2011: "Gymnasiasten stellen
virtuelles Modell der Synagoge vor.
Im Rahmen ihres Projekt-Seminars 'Wiederbelebung einer ehemaligen Synagoge
- eine kulturelle Bereicherung für Obernbreit' haben Marktbreiter
Gymnasiasten ein virtuelles Modell der ehemaligen Synagoge
erstellt..." Link
zum Artikel - auch eingestellt
als pdf-Datei.
Februar 2012:
Die Restaurierung der ehemaligen Synagoge kostet
300.000 €
Artikel von Robert Haass in der
"Main-Post" vom Februar 2012: "OBERNBREIT. 300 000 Euro für die Sanierung der Synagoge
Gemeinde muss nur zehn Prozent tragen – Etat wenig spektakulär Ohne Gegenstimmen und auch ohne Diskussion verabschiedete der Obernbreiter Gemeinderat am Dienstagabend einen
'wenig spektakulären Haushalt' – wie ihn Bürgermeister Bernhard Brückner kommentierte...
Auf den ersten Blick sehr hoch sind die Ausgaben für die größte Investition des Jahres, die Sanierung der ehemaligen Synagoge. Hier sieht der Etat 300 000 Euro vor. Allerdings entfallen auf die Gemeinde davon gerade Mal zehn Prozent. Der Rest, 270 000 Euro, wird von Zuschüssen getragen..." Link
zum Artikel
März 2012:
Die Restaurierung der ehemaligen Synagoge kann
beginnen
Artikel von Tom Müller in "Die
Kitzinger" vom 7. März 2012: "Umbau der Synagoge kann
losgehen.
Sanierung. Die Obernbreiter Synagoge wird zum Kultur- und
Begegnungszentrum umgebaut. Der historische Kern des Gebäudes bleibt
dabei bewusst erhalten. Nach einer 10.000 Euro Spende ist auch die
Finanzierung jetzt komplett..." Link
zum Artikel
Artikel von Robert Haass in der
"Main-Post" vom 8. März 2012: "Obernbreit. Ärmel
hochkrempeln für die Synagoge. Vereinsmitglieder und Gemeinderäte
trafen sich zu einem symbolischen Spatenstich in
Obernbreit..." Link
zum Artikel
Oktober 2012:
Auszeichnung für Schülergruppe aus Marktbreit
für die Rekonstruktion der Synagoge in Obernbreit
Artikel von Henry Stern in der
"Main-Post" vom 22. Oktober 2012: "MÜNCHEN/WÜRZBURG. Simon-Snopkowski-Preis für Schüler aus Höchberg und Marktbreit.
Erinnern ist nicht immer einfach. Oftmals wird die Erinnerung gar als unangenehm und belastend empfunden. Dies gilt besonders, wenn es um das schwärzeste Kapitel der deutschen Geschichte geht: Die Verfolgung der Juden in der Zeit des Nationalsozialismus.
'Die Gestaltung einer menschenwürdigen Zukunft in Frieden und Freiheit braucht aber stetige Erinnerung an die Verbrechen der nationalsozialistischen
Diktatur', forderte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) bei der Verleihung des Simon-Snopkowski-Preises in München. Mit dem nach dem früheren Präsidenten der israelitischen Kultusgemeinden in Bayern benannten Preis werden alle zwei Jahre Schülerarbeiten zur Erforschung jüdischer Geschichte und Kultur in Bayern sowie des Holocaust ausgezeichnet.
Dieses Mal befanden sich unter den vier Preisträgern auch zwei Projekte aus Unterfranken: Das Gymnasium Marktbreit (Lkr. Kitzingen) wurde für die detailgetreue Rekonstruktion der Synagoge in Obernbreit gewürdigt. In enger Kooperation mit einem Förderverein sowie dem Denkmalschutz rekonstruierten die Schüler die 1911 aufgegebene religiöse Geschichte des Gebäudes und schufen eine Nachbildung aus Holz sowie einen virtuellen Rundgang am Computer.
'Wir wollten die vergessene kulturelle Bedeutung der Juden gerade für fränkische Landgemeinden in die Öffentlichkeit rücken', sagte der Projekt-Lehrer Josef Endres, der zusammen mit Schulleiter Toni Gernert und den Schülern Fabian Herbst und Jan Weinkaemmerer den Preis entgegennahm. Die alte Synagoge wird inzwischen als Kultur- und Begegnungszentrum genutzt..." Link
zum Artikel
Baruch Z. Ophir/Falk Wiesemann: Die
jüdischen Gemeinden in Bayern 1918-1945. Geschichte und Zerstörung. 1979
S. 356-257.380.
Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in
Bayern. Eine Dokumentation der Bayerischen Landeszentrale für politische
Bildungsarbeit. A 85. 1988 S. 100-101.
Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish
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Bavaria. Hg. von Yad Vashem 1972 (hebräisch) S. 513-514.
Dirk Rosenstock: Die unterfränkischen
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Quelle. Reihe: Veröffentlichungen des Stadtarchivs Würzburg Band 13.
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Hans-Peter
Süss: Jüdische Archäologie im nördlichen Bayern. Franken und
Oberfranken. Verlag Dr. Faustus Büchenbach 2010 (Reihe: Arbeiten zur
Archäologie Süddeutschlands Band 25). Zu Obernbreit S. 102-104.
Obernbreit
Lower Franconia. Jews were present in the 16th century under letters of
protection. They numbered 126 in 1867 (total 1.355). In 1911 Jews numbered only
about 20* (1933: 9) and so were attached to the Marktbreit
community. Under the Nazis, five left and four were deported to Izbica in the Lublin
district (Poland) and to the Theresienstadt ghetto in 1942.
*Die Vorlage der Encyclopedia wurde hier leicht überarbeitet.
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