Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Texte zu den Rabbinern und Lehrern der jüdischen Gemeinde vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert  
Berichte aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben im 19,/20. Jahrhundert  
-  Berichte zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde im 19./20. Jahrhundert  diese Seite) 
Zum alten jüdischen Friedhof in Worms ("Heiliger Sand")  
Zum neuen jüdischen Friedhof in Worms-Hochheim     
 
                 

Worms (kreisfreie Stadt, Rheinland-Pfalz)
Texte/Berichte zur jüdischen Geschichte der Stadt im 19./20. Jahrhundert  
  
 Hier: Berichte zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde im 19./20. Jahrhundert 

Die nachstehend wiedergegebenen Texte mit Beiträgen zur jüdischen Geschichte in Worms wurden in jüdischen Periodika gefunden. 
Bei Gelegenheit werden weitere Texte eingestellt. Neueste Einstellung am 10.2.2017.   
  
Hinweis: Die meisten Texte dieser Seite konnten noch nicht abgeschrieben und kommentiert, können jedoch durch Anklicken der Textabbildung gelesen werden.  
     
     

   
  
Übersicht:  

Berichte zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde  
-  Kaufmann F. Eberstadt wurde zum Bürgermeister gewählt (1849)   
-  Dr. Arnheim wurde in den bayerischen Landtag wiedergewählt (1855) 
-  Über bedeutende jüdische Gewerbebetriebe in Worms (1856) 
Anzeige der Lehr- und Erziehungsanstalt für Mädchen von Rahel Adler in Worms (1859)   
-  Moses Mannheimer ist Mittelpunkt der orthodoxen Gemeindemitglieder (1861)   
-  Dank an Moses Mannheimer für die Gestaltung der Gottesdienste (1862) 
-  Auszeichnung für Bertha Dosenheim mit dem Sanitätskreuz (1871)  
-  Zum Tod des Gemeindevorsteher Isaak Pfungst (1873)  
-  Über Rabbiner Dr. Samuel Adler (geb. 1810 in Worms, später in Amerika) (Artikel von 1869)  
-  Anzeige für die Mädchen-Erziehungsanstalt von Frau Dr. Adler (1870) 
Ludwig Jos. Pfungst finanziert ein Stipendium (1890)    
-  Fabrikant Louis Schlösser wurde in den Kreistag gewählt (1891)  
-  Zum Tod von Moses Mannheimer (1892)   
-  Zum Tod von Salomon Levi im Alter von 100 Jahren (1893)  
-  Zum Tod des Toraschreibers Leopold Scheftel (1893)  
-  Vermächtnis des Leopold Scheftel für wohltätige Zwecke (1894)  
-  Silberne Verdienstmedaille für Helene David aus Gimbsheim (1895)  
-  Auszeichnung für den in Worms geborenen Berliner Dirigenten Prof. Gernsheim (1897)   
-  25-jähriges Amtsjubiläum von Joseph Gernsheim als Präsident des Kriegervereins in Worms (1898)  
-  Zum Tod des fast 100-jährigen Daniel Guggenheim (1901)    
-  Goldene Hochzeit von Bernhard Kuhn und seiner Frau geb. Bodenheimer (1901)  
Zum Tod des Hauptmannes des Landwehr, Kaufmann Josef Gernsheim (1912)   
-  Über die Geschichte der Familie Ballin (1914) 
Z
um Tod des Gemeindevorstehers und Stadtverordneten Siegmund Mayer II (1916)   
-  Eisernes Kreuz für Willi Guggenheim (1916)   
-  Im Ersten Weltkrieg hatte Frau Delphine Loeb sechs Söhne im Feld (1924) 
Zum Tod von Samuel Guggenheim (1931)      
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen     
-  Anzeige des Spenglermeisters Albert Blum (1889)  
-  Anzeige von M. Stadecker (1906)  
-  Anzeige des koscheren Restaurants von D. Karpfen (1912)  
-  Über das neue koschere Hotel und Restaurant von Dr. Karpfen (1912)  
Sonstiges 
Karte an Gebr. Abraham in Ober-Olm von Simon Guthmann in Mainz  (1901)   

    
    
Berichte zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde     
Kaufmann F. Eberstadt wurde zum Bürgermeister gewählt (1849)      

Artikel in der Zeitschrift "Der treue Zionswächter" vom 27. April 1849:       

     
Dr. Arnheim wurde in den bayerischen Landtag wiedergewählt (1855)      

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 20. August 1855:        

    
Über bedeutende jüdische Gewerbebetriebe in Worms (1856)    

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 12. Mai 1856:        
Worms AZJ 12051856b.jpg (198341 Byte)  

     
Anzeige der Lehr- und Erziehungsanstalt für Mädchen von Rahel Adler in Worms (1859)       

Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 18. April 1859:        


Moses Mannheimer ist Mittelpunkt der orthodoxen Gemeindemitglieder (1861)     

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. April 1861:          

 
Dank an Moses Mannheimer für die Gestaltung der Gottesdienste (1862)      

Worms Israelit 03121862.jpg (130609 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 3. Dezember 1862:      

  
Auszeichnung für Bertha Dosenheim mit dem Sanitätskreuz (1871)     

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. Juli 1871´:          

  
Zum Tod des Gemeindevorstehers Isaak Pfungst (1873)  
Anmerkung: der Familienname hießt Pfungst, nicht wie im Artikel geschrieben: "Pfungs". Im Adressbuch der Stadt Worms für das Jahr 1900 (Seite 109) wird in der Römerstraße 52 in Worms die Lederhandlung Isaac Worms genannt, deren Inhaber Ludwig Josef Pfungst (siehe Artikel unten von 1890) war.    

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 13. Mai 1873: "Worms, 1. Mai (1873). Am 28. April verstarb hier in einem Alter von zweiundsiebzig Jahren der Präses der hiesigen israelitischen Gemeinde, Herr Isaak Pfungst, der mit großer Gewissenhaftigkeit, Einsicht und Kenntnis die Angelegenheiten der Gemeinde geleitet hat. Seine Menschenfreundlichkeit und Wohltätigkeit haben ihm viele Freunde erworben. Eigentümlich war seine letztwillige Verordnung, dass von den vier bestehenden Religionsgesellschaften zwei Israeliten, zwei Protestanten, zwei Katholiken und zwei Deutschkatholiken zu beiden Seiten des Leichenwagens nicht nur einhergehen, sondern ihn auch in das Grab sehen sollten, was auch geschah; ferner verbot er sich jede Leichenrede; er wollte an der Pforte der Ewigkeit weder gelobt, noch getafelt sein. Die Hinterbliebenen werden im Sinne des Verewigten eine Stiftung errichten, damit sein Name und Wirken auch noch unter den kommenden Geschlechtern fortlebe. Posner."          

     
Über Rabbiner Dr. Samuel Adler (geb. 1810 in Worms, später in Amerika) (Artikel von 1869)   
Anmerkung: weitere Berichte zu Dr. Samuel Adler siehe auf der Textseite zu Alzey.     

Worms AZJ 23021869.jpg (297905 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 23. Februar 1869:  "Die hervorragenden jüdischen Geistlichen in Amerika. [Nach dem Phrenological Journal.]  
Rev. Dr. Samuel Adler ist der Sohn des Jakob J. Adler, Rabbiners der Gemeinde zu Worms am Rhein, wo er auch im Jahre 1810 geboren wurde. Schon in frühem Alter begann er das Studium der hebräischen Sprache, der Bibel und des Talmuds. das er dann mit großem Fleiße unter der freundlichen und sorgfältigen Leitung seines Vaters fortsetzte. Bei dem frühen Tode dieses Letzteren jedoch verließ der Gegenstand unserer Skizze, damals ein Knabe von vierzehn Jahren, zum ersten Male das elterliche Haus und ging nach Frankfurt am Main, um dort seine Studien auf der talmudischen Hochschule fortzusetzen. Nach einiger Zeit kehrte er wieder nach seiner Vaterstadt zurück, um unter dem Rabbiner Bamberger weiter zu studieren, und sich zugleich durch selbstständiges Arbeiten für die Universität vorzubereiten. 1831 bis 1836 besuchte er die Universitäten in Bonn und Gießen und widmete sich mit großem Eifer der orientalischen Philologie. Als er im Frühjahr 1836 wieder nach Worms zurückkehrte, wurde er sofort als Prediger und Religionslehrer der Gemeinde angestellt, zu welchem Amte bald noch das des Inspektors aller jüdischen Schulen des Distrikts hinzugefügt wurde. In dieser Stellung trat er zuerst als Vorkämpfer der Reform auf und tat die ersten Schritte zur Klärung und Verbesserung des öffentlichen Gottesdienstes unter den Juden jenes Distrikts. Im Spätherbst des Jahres 1842 erhielt Dr. Adler den Ruf als Rabbiner des Distriktes Alzey, ein weites und bis dahin noch unbebautes Feld der Arbeit, aber eines, das seine Arbeit wohl vergalt, sodass die kleine Gemeinde in wenigen Jahren sich durch ganz Deutschland einen Namen erworben hatte, welcher sich mit dem der reichsten und größten Gemeinden messen konnte. Diese Gemeinde gestattete auch ihrem Geistlichen, die Rabbinerversammlungen von 1844-46 zu besuchen, zu deren tätigsten Mitgliedern er gezählt werden muss. Im Jahre 1854 nahm Dr. Adler eine Berufung als Rabbiner und Prediger der jüdischen Gemeinde zu Lemberg in Galizien an, aber wegen unvorhergesehener und ernstlicher Familienstörungen konnte er ihr nicht folgen. Im Spätherbst des Jahres 1856, nach dem Tode des betrauerten Dr. Merzbacher, erhielt er einen Ruf als Rabbiner an den Tempel Emanuel in New York, welchem er gern folgte, und noch jetzt fungiert er in dieser Stellung und hat die Freude, seine Anstrengungen mit dem besten Erfolge gekrönt zu sehen.   
Dr. Adler's Gemeinde ist eine der wohlhabendsten im ganzen Lande. Sie gehört zu der neuen Reformschule des Judentums. Der Prachtbau einer neuen Synagoge an der Ecke der 43. Straße und 5. Avenue wird im künftigen Herbste beendet sein.
In der äußeren Erscheinung ist Dr. Adler durchaus geistlich, und obgleich im Allgemeinen von ernstem Aussehen, hat er doch seine Augenblicke der Heiterkeit und der 'Bonhommie'. Er zeichnet sich durch seine rhetorischen Fähigkeiten sein, seine Predigten hält er ganz ex tempore, doch sind sie stets in reinem, edlem Stil. Nur gelegentlich trägt er in englischer Sprache vor."           

  
Anzeige für die Mädchen-Erziehungsanstalt von Frau Dr. Adler (1870)    

Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 11. Oktober 1870:       

      
 Ludwig Jos. Pfungst finanziert ein Stipendium (1890)    
Anmerkung: Zu Ludwig Josef Pfungst siehe auch Informationen zu der 1905 errichteten Ludwig-Pfungst-Museums-Stiftung in Frankfurt.   
Ludwig Josef Pfungst ist am 4. Juli 1905 verstorben. Er war in seinen letzten Lebensjahren nach Frankfurt übergesiedelt. Er war war ein kinderloser Junggeselle setzte die Stadt Frankfurt als Universalerbin seiner Kunstsammlung wie seines sich auf etwa 1 Million Mark belaufenden Vermögens ein. Sein Testamente führte unter anderem zur Gründung der Städtischen Galerie in Frankfurt, die sich seit 1907 im Städelschen Kunstinstitut befindet und sich vorwiegend der modernen Kunst widmet. Die Pfungst-Stiftung fördert bis zur Gegenwart das Museum. Vgl. Seite in der Website des Städelmuseums.        

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 11. Juli 1890: "Worms am Rhein, 7. Juli (1890). Einer unserer jüdischen Mitbürger, Herr Ludwig Jos. Pfungst, hat für solche, die sich dem Studium an der technischen Hochschule zu Darmstadt widmen wollen, ein Stipendium pro Studienjahr 1890/91 im Betrage von 1000 Mark ausgesetzt, welches an mehrere, eventuell auch an einen Bewerber bewilligt wird. Bedingung zur Erlangung dieses Stipendiums ist ist Fähigkeit, die durch Zeugnisse nachzuweisen ist. Unter den Bewerbern trifft Herr L. J. Pfungst, an welchen die Gesuche auch einzureichen sind, eine engere Auswahl, die Zuerkennung erfolgt durch die Direktion der Hochschule."        

   
Fabrikant Louis Schlösser wurde in den Kreistag gewählt (1891)     

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 29. Januar 1891:       

 
Zum Tod von Moses Mannheimer (1892)      

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Juni 1892:           

 
Zum Tod von Salomon Levi im Alter von 100 Jahren (1893)     

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. November 1893:          

 
Zum Tod des Toraschreibers Leopold Scheftel (1893)   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. November 1893:           

 
Vermächtnis des Leopold Scheftel für wohltätige Zwecke (1894)      

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 5. Februar 1894:      

   
Silberne Verdienstmedaille für Helene David aus Gimbsheim (1895)     

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Mai 1895:          

 
Auszeichnung für den in Worms geborenen Berliner Dirigenten Prof. Gernsheim (1897)     

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. Dezember 1897:          

 
25-jähriges Amtsjubiläum von Joseph Gernsheim als Präsident des Kriegervereins in Worms (1898)    

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 1. September 1898:      

     
Zum Tod des fast 100-jährigen Daniel Guggenheim (1901)         

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 28. November 1901: "Worms, 27. November (1901). Herr Daniel Guggenheim, der älteste Bürger unserer Stadt, ist verschieden. Der Verstorbene wäre am 25. Dezember 100 Jahre alt geworden. Am 25. August des vorigen Jahres feierte er mit seiner inzwischen verstorbenen Frau die eiserne Hochzeit, die einen 65-jhrigen Ehebund bedeutete. Während Frau Guggenheim bald nach diesem seltenen Feste starb, erfreute sich der nunmehr Dahingeschiedene seltener körperlicher und geistiger Frische. Bis vor kurzem noch ließ er sich in seiner Gesellschaft sehen, interessierte sich für Alles, wusste Alles aus vergangenen Zeiten noch genau zu erzählen. Der Mann mit dem würdigen Greisenantlitz wird in der jüdischen Gemeinde und in der Stadt Worms nicht vergessen werden."       

  
Goldene Hochzeit von Bernhard Kuhn und seiner Frau geb. Bodenheimer (1901)       

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. Dezember 1901: "Worms. Heute feiert Herr Bernhard Kuhn mit seiner Gemahlin geb. Bodenheimer aus Biblis, das Fest der goldenen Hochzeit. Herr Kuhn gehört zu den geachtetsten Mitgliedern der hiesigen israelitischen Gemeinde und gehörte früher lange Zeit dem Vorstande der israelitischen Religionsgemeinde an."          

       
Zum Tod des Hauptmannes des Landwehr, Kaufmann Josef Gernsheim (1912)       

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 16. Februar 1912:       

  
Über die Geschichte der Familie Ballin (1914)     

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 21. August 1914:      
Worms AZJ 21081914a.jpg (296205 Byte)  

   

Artikel in der Zeitschrift "Im deutschen Reich" vom Juli 1916 S. 168:         

  
Eisernes Kreuz für Willi Guggenheim (1916)    

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 11. Oktober 1916:       

   
Im Ersten Weltkrieg hatte Frau Delphine Loeb sechs Söhne im Feld (1924)      

Zwesten CV-Ztg 24041924.jpg (155271 Byte) Artikel in der "CV-Zeitung" (Zeitschrift des "Central-Vereins") vom 24. April 1924: "1000 Mark Belohnung setzte 
im 'Münchener Beobachter' der bekannte deutschvölkische Führer Dietrich Eckardt für den aus, der ihm eine jüdische Mutter benennen würde, die drei Söhne auch nur drei Wochen im Schützengraben aufzuweisen hätte. Durch diese höhnische Auslobung wollte Eckardt 'beweisen', dass die jüdischen Soldaten im großen Kriege ihre Pflicht schmählich vernachlässigt hätten und sich, wie er und seine Freunde tagtäglich verbreiten, in der Etappe statt im Schützengraben breit machten. 
Eckardt erlebte einen bösen Reinfall!  
Rabbiner Dr. Freund in Hannover benannte zwanzig Mütter seiner Gemeinde, die den Anforderungen entsprachen. Und als Eckardt sich die 1000.- Mark zu zahlen weigerte, verurteilte ihn das Landgericht München zur Zahlung. Die Beweisaufnahme ergab, dass in Hannover allein 20 jüdische Familien vorhanden waren, die drei Söhne und mehr drei Wochen gleichzeitig im Felde hatten und aus anderen Orten Deutschlands wurde eine lange Liste von jüdischen Familien vorgelegt, welche gleichzeitig sieben, ja sogar acht Söhne vor dem Feinde hatten.  
Die Liste begann: Frau Therese Kraemer in Crailsheim hatte acht Söhne im Felde. 
Frau David Hirschberg in Zwesten, Post Borken, hatte sieben Söhne im Felde.  
Familie L. Caminer in Charlottenburg, Kurfürstendamm 61, hatte sieben Söhne im Felde.  
Frau Delphine Loeb in Worms, Karmeliterstraße 2, hatte sechs Söhne im Felde. 
Familie Samuel Wolf in Aurich hatte sechs Söhne im Felde.  
Familie Arnold Visser in Emden, Etzardstraße 4, hatte sechs Söhne im Felde. 
Familie Meyer in Steinfurt hatte sechs Söhne im Felde. 
Familie Marx in Linz am Rhein hatte sechs Söhne im Felde. 
Simon Freising aus Sülzburg hatte fünf Söhne im Felde."       

  

Artikel in der "Jüdisch-liberalen Zeitung" vom 14. Januar 1931:        

 
   
  
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen
   
Anzeige des Spenglermeisters Albert Blum (1889)        

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. Juni 1889: "Ich suche für meine Spenglerei und Installationsgeschäft 2 Lehrjungen unter sehr günstigen Bedingungen. 
Nur solche wollen sich melden, die wirklich Lust zum Handwerk und zum Arbeiten haben. Offerten erbittet 
Albert Blum,
Spenglerei und Installationsgeschäft, Worms am Rhein."        

  
Anzeige von M. Stadecker (1906)      

Anzeige im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 21. Dezember 1906: "Ein kräftiges Mädchen nicht unter 16 Jahren zu Kindern gesucht; muss leichte Hausarbeit übernehmen. 2tes Mädchen vorhanden. M. Stadecker, Worms am Rhein, Gaustraße 4".        

  
Anzeige des koscheren Restaurants von D. Karpfen (1912)    

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 1. März 1912:      

  
Über das neue koschere Hotel und Restaurant von D. Karpfen (1912)      

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 23. Februar 1912:        

   
   
Sonstiges  

   Karte an Gebr. Abraham in Ober-Olm von 
Simon Guthmann in Mainz  (1901) 
 
 Ober-Olm Dok 1901.jpg (100320 Byte)  Ober-Olm Dok 1901a.jpg (127656 Byte)

Die Postkarte geschäftlicher Art von Simon Guthmann wurde am 21. Dezember 1901 verschickt an die Gebrüder Abraham in Ober-Olm - Landesproduktengeschäft - Saatgut, Düngemittel. 
Simon Guthmann aus Hamm (geb. 1836, gest. 1894) ließ sich Mitte des 19. Jahrhundert als Malzfabrikant und Getreidehändler in Worms nieder. Er war verheiratet mit Emilie geb. Heidweyer aus Worms (geb. 1839, gest. 1914, beigesetzt auf dem jüdischen Friedhof "Heiliger Sand" in Worms). Die beiden hatten fünf Kinder: Bernhard, Max, Ludwig und Rosa und Julius.
Ludwig Guthmann übernahm die Malzfabrik des väterlichen Unternehmens, Max Guthmann die Getreidemittelhandlung. In der Karmeliterstraße 1 betrieb er einen Getreidehandel, Braugersten-, Malz - und Futtermittelimport zusammen mit seinem Schwager Sigmund Liebmann, dem Mann seiner Schwester Rosa, der aber ab 1920 eine eigene Getreide- und Futtermittelhandlung betrieb. Ab 1927 trat der Neffe Ludwig Guthmann, ein Sohn von Bernhard Guthmann in die Firma ein und war dort bis 1936 als Prokurist tätig.
Max und Emilie Guthmann wurden am 27. September 1942 nach Theresienstadt deportiert. Max Guthmann starb dort am 15. Dezeber 1942 an einer Vergiftung. Emilie Guthmann kam am 9. Oktober 1944 nach Auschwitz und wurde dort ermordet.
Quellen: http://www.wormserjuden.de/Biographien/Guthmann-II.html 
https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/KP2K7W3Z3YEBL7OPSKCRZZ2GGD5GEYAL   

    
    
Literatur (nachfolgender Beitrag ist mehr zufällig eingestellt; es gibt sehr viel Literatur zu einzelnen Personen der jüdischen Geschichte in Worms, die hier nicht zusammengestellt werden kann) 

Fritz Reuter: Prof. Dr. Hugo Sinzheimer - Vater des deutschen Arbeitsrechts. Zugleich ein Beitrag zur Geschichte der Familien Sinzheimer und Bischhoff und ihres Hauses Wilhelm-Leuschner-Straße 26 in Worms. In: SACHOR. Beiträge zur Jüdischen Geschichte und zur Gedenkstättenarbeit in Rheinland-Pfalz. Hrsg. von Matthias Molitor und Hans-Eberhard Berkemann in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz. Erschienen im Verlag Matthias Ess in Bad Kreuznach. 8. Jahrgang Ausgabe 1/1998 Heft Nr. 15. S. 45-48. Online zugänglich (als pdf-Datei eingestellt). 
ders.: Wissen Sie eigentlich, wer Herta Mansbacher war? In: SACHOR. Beiträge zur Jüdischen Geschichte und zur Gedenkstättenarbeit in Rheinland-Pfalz. Hrsg. von Matthias Molitor und Hans-Eberhard Berkemann in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz. Erschienen im Verlag Matthias Ess in Bad Kreuznach. 10. Jahrgang Ausgabe 2/2000 Heft Nr. 19. S. 22-26.  Online zugänglich (als pdf-Datei eingestellt).  

      
      
      
      
        

     

 

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Stand: 09. April 2017