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Winnweiler mit
Lohnsfeld (VG Winnweiler,
Donnersbergkreis)
Jüdische Geschichte / Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In Winnweiler bestand eine jüdische Gemeinde bis 1940.
Ihre Entstehung geht in das 17. Jahrhundert zurück. 1673 werden
erstmals Juden am Ort gezählt; 1712 waren es drei jüdische Familien. Im Laufe des 18. Jahrhunderts
blieb die Zahl der jüdischen Einwohner noch gering. 1787 wurden 22
Personen gezählt.
Im 19.
Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie
folgt: 1801 40 jüdische Einwohner (4,3 % der Gesamteinwohnerschaft), 1808 40
(4,1 %), 1825 91 (8,1 %), 1828 104, 1834 143, 1848 165 jüdische Einwohner
(12 % der Gesamteinwohnerschaft). Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ging die
Zahl durch Aus- und Abwanderung zurück: 1875 105 jüdische Einwohner, 1900 81.
1809/10 werden die folgenden jüdischen Haushaltsvorstände genannt:
Tammor Dreyfuß, Elias Eilbot, Abraham Fromann (Metzger), David Fromann
(Metzger), Samuel Fromann (Metzger), Nathan Grünebaum (Lederhändler), Philippe
Laufferti, Witwe Sara Nathan, Abraham Neugaß (Viehhändler), Salomon
Schwarzenberg (Gebrauchtwarenhändler), Abraham Strauß (Metzger), Aron Tuteur
(Seifenhändler), Moses Tuteur, Abraham Vogel.
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge (s.u.), eine
jüdische Schule (von März 1830 bis 1926 jüdische Elementarschule /
"Israelitische Volksschule Winnweiler", seit 1845 im früheren
evangelischen Schulhaus in der Neugasse), ein rituelles Bad (vermutlich im
Keller des Hauses des Gastwirts und Landesproduktenhändler Weiler in der
Schlossstraße 30) und
einen Friedhof.
Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer
angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war (vgl.
Ausschreibungen der Stelle unten). Erstmals wird 1808 der jüdische
"Schulmeister Levy Mayer" genannt, der seinen Familiennamen in
"Huberwald" änderte. 1829 wird als Lehrer Isaak Stern genannt. Erster
Lehrer an der Israelitischen Volksschule war nach 1830 Jakob Strauß, gefolgt
von den Lehrern Maas und Schenkel (zeitweise zwei Lehrer, danach Maas bis zu
seinem Ruhestand 1864 allein); bis November 1865 Schulverweser Baer, später
Lehrer Dreyfuß, Michael Wolf (mindestens seit ca. 1880 und noch 1914). Letzter
jüdischer Lehrer war David Rosenwald (s.u.).
Im Ersten Weltkrieg fiel aus der jüdischen Gemeinde Ludwig Strauß (geb.
3. März 1885 in Winnweiler, gef. 1. November 1915).
Um 1925, als noch 76 Personen zur jüdischen Gemeinde gehörten (4 % der
Gesamteinwohnerschaft von etwa 1.900 Personen), gehörten dem
Gemeindevorstand die Herren Julius Bender, David Rosenwald, Max Fromann und
Baruch Weiler an. Der Religionsunterricht (für nur noch zwei Kinder) wurde von
dem bereits genannten Hauptlehrer a.D. David Rosenwald erteilt. An jüdischen Vereinen bestanden ein
Israelitischen Armenverein und ein Frauenverein. Die jüdische Gemeinde gehörte
zum Rabbinatsbezirk Kaiserslautern. Auch die in Lohnsfeld lebenden jüdischen
Personen (1925 6, 1932 5 Personen) gehörten inzwischen zur Gemeinde in Winnweiler. 1932
waren die Gemeindevorsitzenden Julius Bender, Max Fromann. Schriftführer war V.
Bauer. Den Religionsunterricht der im Schuljahr 1931/32 sieben schulpflichtigen jüdischen Kinder
erteilte Lehrer Nathan Eschwege aus Rockenhausen. Als Kantor
war Karl Tuteur tätig.
1933 lebten noch 27 jüdische Personen in Winnweiler. Die meisten von
Ihnen verließen in den folgenden Jahren auf Grund der Folgen des
wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien den
Ort oder wanderten aus. 1937 wurden noch 16 jüdische Einwohner gezählt. Beim Novemberpogrom
1938 wurde die Synagoge zerstört (s.u.).
Die acht 1940
noch in Winnweiler lebenden jüdischen Einwohner wurden im Oktober dieses
Jahres in das KZ Gurs in Südfrankreich deportiert.
Von den in
Winnweiler geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Mathilde Allmann (1870), Caroline Bender geb. Isaac
(1886), Julius Bender (1880), Fanny Dalsheim geb. Tuteur (1864), Herbert
Frohmann (1899), Ida Fromann (1872), Max Fromann (1867), Herbert
Fromann (1899), Thekla Karolina Kaufmann geb. Wolf (1886), Herta Kohlmann (1920), Flora Loeb
(1892), Gustav Mayer (1862), Adele Ruben (1893), Lina Ruben (1896), Ida Samuel
geb. Tuteur (1864), Selma Straß geb. Frank (1905), Waltraude Straß (1930), Anneliese Tuteur (1928), Karl
Tuteur (1867), Arthur Weil (1880), Mathilde Weiler (1871), Samuel Weiler (1871).
Der Viehhändler Isaak Frank und seine Frau Helene geb. Wolf, die 1940 nach Gurs deportiert
worden waren, überlebten die Lagerzeiten und kehrten im April 1947 nach Winnweiler zurück (verstorben 1951
bzw. 1963; Gräber im jüdischen Friedhof).
Aus Lohnsfeld sind umgekommen (Hinweis von Wolfgang Kemp, Oppenheim):
Julius Bender (1880), Albert Rubin (1926), Emilie Rubin geb. Straß (1896),
Karola Rubin (1919), Rosa Golda Rubin (1920), Elias Vendig
(1860).
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus der Geschichte der
jüdischen Lehrer
Ausschreibungen der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet 1865 /
1879
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 28. Juni 1865: "Schuldienst-Erledigung.
Die Lehrerstelle an der israelitischen Schule zu Winnweiler, Bezirks
Kaiserslautern, in der königlich bayerischen Pfalz, an welche folgende
Gehaltsbezüge geknüpft sind, ist sofort wieder zu besetzen, und werden Bewerber,
sowohl inländische wie aus ausländische, eingeladen, ihre mit den
vorgeschriebenen Zeugnissen belegten Gesuche binnen 14 Tagen von heute an
persönlich bie dem unterfertigten Vorstande eingeben zu wollen.
Die Gehaltsbezüge sind. 1. Gehalt als Vorbeter in der Synagoge 100
Gulden. - 2. Anschlag der Kasualien, inklusive des Schächterdienstes 138
Gulden, welcher Betrag erforderlichen Falles garantiert wird. - 3.
Anschlag der Wohnung nebst 2 Pflanzgärten 12 Gulden. - 4. Beitrag
aus der Kultuskasse und Zuschuss aus den Kreisfonds 200 Gulden.
- In summa 450 Gulden.
Hierzu wird bemerkt, dass in Winnweiler, als einem Zentral-Hauptorte, dem Lehrer
vielfach Gelegenheit gegeben ist, durch Privatstunden sein Einkommen
bedeutend erhöhen zu8 können. Winnweiler, den 20. Juni 1865. Der
Kultus-Vorstand. M. Mayer. E. Tuteur." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 14. Mai 1879:
"Schuldienst-Erledigung. Die hiesige israelitischen Lehrerstelle wird
hiermit zur Bewerbung ausgeschrieben mit folgenden Gehaltsbezügen. Bar
aus der Kultus-Kasse: 1) Als Lehrer 400 Mark - Pfg. Als Vorbeter
274 Mark 86 Pfg. 2) Anschlag der Kasualien: a)
Religiöse Vorträge an Sabbat und Festtagen 20,57 b) Thalman'sche
Stiftung c) Wohltätigkeits-Verein 8,57 d)
Mischeberach-Gelder 41,96 = 74 Mark 54 Pfg.
3) Anschlag der Wohnung 20 Mark 57 Pfg. 4) Anschlag der 2
Gärten 1 Mark 54 Pfg. Summa 771 Mark 50 Pfg.
Der mit dieser Stelle verbundene Schächterdienst trägt ca. 278 Mark 86
Pfg. ein und werden außerdem dem gewählten Lehrer für Erteilung des
Religionsunterrichtes an der Lateinschule 50 Mark in Aussicht gestellt,
sodass man auf einen Reinertrag von 1.100 Mark rechnen kann. Auch bezieht
der Lehrer für Beheizung des Lehrsaals aus der Gemeindekasse 42 Mark 86
Pfg. Endlich ist dem Lehrer Gelegenheit geboten, sich Nebenverdienste für
Erteilung von Privatunterricht zu erwerben. Bewerber um dieser Stelle
wollen ihre Gesuche und nötigen Zeugnisse bis 1. Juni hierorts einreichen
oder einsenden.
Winnweiler (Pfalz, Station Alsens-Bahn), den 7. Mai 1879. Der
Kultus-Vorstand: Zacharias Tüteur." |
Michael Wolf (1851-1931) wird zum Hauptlehrer ernannt
(1908)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 9. Januar 1908: "Aus
Bayern, 3. Januar (1903). Den Titel Hauptlehrer erhielten am 1. Januar die
Herren Max Behr in Regensburg, Jakob Heß in Treuchtlingen,
Simon Silbermann in Kirchheimbolanden
und Michael Wolf in Winnweiler." |
Hauptlehrer Michael Wolf wird ausgezeichnet (1912)
Mitteilung im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt"
vom 16. August 1912: "Winnweiler (Bayern). Hauptlehrer
Michael Wolf erhielt das Luitpoldkreuz." |
Zur Geschichte des Betsaal/der Synagoge
Eine Synagoge oder zumindest eine Betstube bestand in Winnweiler vermutlich bereits in der 2. Hälfte des
18. Jahrhunderts. Der Standort ist nicht bekannt.
1819/20 richtete
die Metzgerfamilie Abraham Strauß im Obergeschoss ihres Hauses am Marktplatz einen
Betsaal ein, der in den Besitz der jüdischen Gemeinde überging. Das Wohnzimmer
der Familie Strauß war Wartebereich vor Beginn des Gottesdienstes. Auch die
jüdische Schule ("Israelitische Volksschule Winnweiler") war von 1830 bis 1845 im Haus der Familie Strauß
untergebracht. Beim Betsaal im Haus der Familie Strauß blieb es bis 1899.
Seit
1888/96 plante die Gemeinde den Neubau einer Synagoge. Der bisherige Betsaal
wurde 1899 auf Grund von Baufälligkeit baupolizeilich geschlossen. 1899 konnte man ein
Grundstück in der Stockbornstraße erwerben (die seit 1901 Synagogengasse
genannt wurde). Auf Grund der Baufälligkeit der alten Synagoge wurde ein
provisorischer Betsaal in dem kleinen Wohnhaus Neugasse 18 eingerichtet
(1899-1901).
Im August 1900 wurde der Grundstein zur neuen Synagoge gelegt und diese am 28./29.
Juni 1901 mit einem großen Fest der gesamten Bevölkerung eingeweiht.
Die Einweihung der neuen Synagoge in Winnweiler (1901)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 12. Juli 1901:
"Winnweiler, 2. Juli. Am 28. vorigen Monats fand die Einweihung der
neuen Synagoge statt. Die ganze Bevölkerung ohne Unterschied des
Glaubensbekenntnisses hat warmen Anteil genommen an der feierlichen Begehung
dieses Ereignisses. Davon zeugte der überaus reiche Flaggenschmuck, den das
ganze, am linken Ufer der Alsens sich lieblich ausbreitende Städtchen angelegt,
die Verziehung vieler Häuser mit Kränzen und Girlanden und der Beteiligung der
Einwohnerschaft an der Einweihungsfeierlichkeit. Die religiöse Feier begann mit
einem Gottesdienste in dem bisherigen, von der Synagogengemeinde benützten
Raum. An denselben schloss sich eine kurze Abschiedsfeier des amtierenden
Rabbiners, Dr. Landsberg in Kaiserslautern, an. Nach Ankunft des Zuges vor der
neuen Synagoge sang der Chor ein deutsches Lied nach dem Texte Psalm 24,7-10:
"Machet die Tore weit" von Lützel unter Begleitung der Musikkapelle.
Hierauf überreichte an Stelle des verhinderten Architekten Bauassistent Hein
von Rockenhausen dem königlichen Bezirksamtmann die Schlüssel zur Synagoge mit
einigen auf die Vollendung des Baues sich beziehenden Worten. Dieser übergab
sodann die Schlüssel dem Bezirksrabbiner mit dem Ersuchen, das neue Gotteshaus
zu öffnen und seiner Bestimmung zu übergeben Nach einer kurzen Ansprache, in
welcher der Rabbiner das neue Gebäude dem Schutze Gottes und der Obhut der
Gemeinde Winnweiler empfiehlt, öffnete derselbe die Pforte, und unter den
Klängen der Musikkapelle traten die Festteilnehmer in die Synagoge ein. Der nun
folgende Weiheakt machte einen tiefen Eindruck. Die Fest- und Weihepredigt des
Rabbiners Dr. Landsberg hatte als Text die Psalmstelle: "Ich habe meine
Freude, wenn man zu mir spricht: Kommt, lasst uns ziehen in das Haus des
Herrn." Mit der Weihe des inneren Raumes als Gebetsstätte der Israeliten
und der einzelnen gottesdienstlichen Gegenstände, wie die heilige Lade, der
Vorhang, die beständige Lampe, die Decken, Leuchter u.s.w., und den
Salomonischen Bitten bei der Einweihung des Tempels schloss die dreiviertelstündige
sehr inhaltsreiche Weiherede. Dann sprach der Rabbiner das Gebet für den
Prinzregenten Luitpold, das deutsche Vaterland, die Gemeinde und erteilte den
Anwesenden den Priestersehen. Damit war der Weiheakt beendet." |
Der berühmte Synagogenarchitekt Professor Ludwig Levy hatte die
Pläne gezeichnet. Die Bauausführung hatte der Kaiserslauterer Architekt
Seeberger übernommen. Der Bau kostete 14.900 Mark. Mit Hilfe von zwei Kollekten
unter den Synagogengemeinden des Königreiches Bayern wurde ein Teil der Kosten
aufgebracht. 1915 hatte die Gemeinde dadurch nur noch 400 Mark Schulden.
Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge von SA-Männern und Helfern
in Brand gesetzt. Die ausgebrannte Ruine wurde wenig später von Pionieren der
Wehrmacht gesprengt. Das Grundstück wurde im Dezember 19039 an die Ortsgemeinde
verkauft. Der Kaufpreis von 600 RM wurden mit den Kosten des Abbruchs und der
"Feuerlöschhilfe" verrechnet, sodass kein Auszahlungsbetrag mehr
blieb. Im November 1984 wurde beim Synagogengrundstück (heute Parkplatz) eine
Gedenktafel angebracht.
Adressen/Standorte der Synagogen:
Alte Synagoge (bis 1899):
Marktplatz (Gebäude besteht nicht mehr (hier später: Textilhaus Bumb)
Neue Synagoge: Gymnasiumstraße (frühere Synagogengasse)
Fotos / Darstellungen:
Die alte und neue Synagoge
in Winnweiler |
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Bis 1899 war in diesem Haus am
Marktplatz 13 im Obergeschoss
die Synagoge eingerichtet. |
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Außenansicht der 1901
eingeweihten Synagoge |
Innenansicht mit Blick
zum
Toraschrein |
Die Synagoge wurde 1939 durch
eine Pioniereinheit der Wehrmacht gesprengt |
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Gedenkstätte
und -tafel
für die
Synagoge
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum
24.5.2010) |
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Die
Gedenkstätte für die zerstörte Synagoge an der Gymnasiumstraße |
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Die
Gedenktafel mit der Inschrift:
"Zur Erinnerung an die jüdische Kultusgemeinde Winnweiler. Sie wurde
1901 erbaut
und in der Reichskristallnacht vom 9. auf den 10. Nov.
zerstört". |
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Modell der
Synagoge in Winnweiler
im Jüdischen Museum der Nordpfalz
(siehe unten) |
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Erinnerungsarbeit
vor Ort - das "Jüdische Museum der Nordpfalz"
Das Museum Winnweiler beinhaltet zwei Dauerausstellungen:
1. zur Ortsgeschichte Winnweilers und weitgehend auch seines
Umlandes,
2. zur jüdischen Geschichte, insbesondere der Nordplatz sowie zu vielen
Aspekten der jüdischen Religion und des jüdischen Lebens.
Träger des Museums ist der Verein "Museum Winnweiler", der sich über
jedes neue Mitglied freut (Jahresbeitrag 25.- €)
Öffnungszeiten: An Sonn- und Feiertagen von 14.00 bis 17.00 Uhr. An
Ostern, Pfingsten und Weihnachten Öffnung jedoch nur am jeweils 2. Feiertag.
Jährlich ab 27. Dezember bis jeweils Ostermontag ist das Museum zu den
regulären Öffnungszeiten geschlossen. Für Schulklassen und Gruppen können
auch andere Termine - auch in der Winterpause - abgesprochen werden.
Kontakt über Werner Rasche in Winnweiler (Tel. 06302/1256) oder
Willibald Schader in Winnweiler (Tel. 06302/2906). E-Mail
(Museum.Winnweiler[et]gmx.de)
Eintrittspreise: Erwachsene 2.- €, Kinder und Jugendliche von 14 bis 18
Jahren 1.- €, Gruppen ab 10 Personen pro Person 1,50 €
Gruppenführungen - i.d.R. nur bei Voranmeldung - 10.- € (zuzüglich
Eintritt); Ermäßigung bei Vorlage der Rheinpfalz-Card pro Person 0,50
€
Freien Eintritt haben: Kinder unter 14 Jahren; Schulklassen mit Lehrkräften;
Mitglieder des Museumsvereins, deren Partner und deren Kinder unter 18
Jahren.
Nachstehende Fotos
wollen
einige exemplarische Eindrücke
von der eindrücklichen Vielfalt
und kompetenten Gestaltung des
außerordentlichen sehenswerten
Museums vermitteln
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Tafel am
Eingang |
Das Museum befindet
sich
im Gebäude im Hintergrund |
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Tafeln und
Vitrinen geben Eindrücke von der jüdischen Geschichte
vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert: oben abgebildet die
Informationstafeln
zum Mittelalter (links) und zum Holocaust |
Nachbildung eines
Gedenksteines auf dem
jüdischen Denkmalfriedhof in Mainz aus dem
12.
Jahrhundert für Gerschom bar Jehuda |
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| Erschütternde Aufsätze von
zwei Kindern jüdischer Eltern aus Steinbach |
Informationen und Fotos
zur Pogromnacht November 1938 |
Original-Emailleschild aus der
NS-Zeit,
vermutlich aus Rockenhausen |
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Mitte Toramantel; rechts
getrockneter
Lulaw und Etrog (für das Laubhüttenfest)
und ein
Messingtablett |
Leuchter: oben Menora, Mitte
und
unten verschiedene Chanukkaleuchter,
dazu Treidel u.a.m. |
Oben Megilla (Ester-Rolle für
Purim)
und Gebetsschal (Tallit) |
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Drei Zinnteller einer
jüdischen Familie
aus Dreisen, dazu jüdisches Kochbuch
und Hawdalateller |
Torarolle, Toramantel,
Torazeiger sowie
hebräische Bibelausgaben
aus dem 18./19. Jahrhundert |
Übersicht über
"Synagogen und
Beträume in der Nordpfalz"
mit Fotos |
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Religiöse Gegenstände: oben
zur Feier
des Schabbat, Mitte und darunter zu
verschiedenen Feiertagen |
Zeittafel zur Geschichte
der Juden in der Nordpfalz
vom 13.-20. Jahrhundert |
Übersicht und Erklärungen
zu den jüdischen Friedhöfen
in der Nordpfalz |
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Jüdische Persönlichkeiten
mit Bezug zur Nordpfalz |
Chanukkia (Chanukkaleuchter)
aus der ehemaligen Synagoge
in Rockenhausen |
Hauptinschriftstein vom
Rundbogen-Portal
der ehemaligen Synagoge von Obermoschel
mit Zitat aus
Psalm 118,20 |
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Gedeckter Tisch
zum Schabbatbeginn mit Berches (Schabbatbroten) und Tuch zum
Abdecken,
Schabbatkerzen, Kidduschbecher, Wein, Salz, Gebetbuch (Siddur) |
Zu den beiden jüdischen
Friedhöfen in
Göllheim mit
Grabsteinrest |
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Zimmer im Obergeschoss mit
Schwerpunkt: jüdische Geschichte
in Winnweiler |
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Fotos und Dokumente zu
den
Einrichtungen der jüdischen
Gemeinde in Winnweiler |
Dokumente zur
Synagogengeschichte,
u.a. Synagogenordnung von 1901 und
Programm zur
Einweihung der Synagoge |
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U.a. "Stationen der
Geschichte der
jüdischen Bürger Winnweilers" |
Fotos der alten Synagoge am
Marktplatz
und Informationen zum rituellen Bad |
Modell des Friedhofshalle
im
jüdischen Friedhof |
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Erinnerungen an
Gewerbebetriebe
im Besitz jüdischer
Personen / Familien |
Hinweis auf das koschere Bier
aus Winnweiler, das seit 2000 durch
die Winnweilerer
Privatbrauerei Bischoff
auch in Israel verkauft wird |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Alfred Hans Kuby (Hrsg.): Pfälzisches Judentum
gestern und heute. Beiträge zur Regionalgeschichte des 19. und 20.
Jahrhunderts. 1992. |
 | Otmar Weber: Die Synagogen in der Pfalz von 1800 bis heute. Unter
besonderer Berücksichtigung der Synagogen in der Südpfalz. Hg. von der
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Pfalz in Landau. 2005.
S. 159-160. |
 | Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz/Staatliches Konservatoramt
des Saarlandes/ Synagogue Memorial Jerusalem (Hg.): "...und dies
ist die Pforte des Himmels". Synagogen in Rheinland-Pfalz und dem
Saarland. Mainz 2005. S. 388ff (mit weiteren Literaturangaben). |
 | Jüdisches Leben in der Nordpfalz.
Eine Dokumentation des Nordpfälzer Geschichtsvereins von einem Autorenteam
des NGV. 1992. Zur Synagoge in Winnweiler: S. 48-50.
|

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Winnweiler Palatinate.
The Jewish population was 40 in 1804, 165 (28 families) in 1848, 81 in 1900, and
30 in 1932. The synagogue, consecrated in 1901, was destroyed on Kristallnacht
(9-10 November 1938). In October 1940, the last nine Jews were deported to the
Gurs concentration camp, where six perished.

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