Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Börrstadt (VG Winnweiler, Donnersbergkreis)
Jüdische Geschichte / Synagoge  

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Zur Geschichte des Betsaals/der Synagoge   
Fotos / Darstellungen   
Links und Literatur   

   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde           
   
In Börrstadt bestand eine kleine jüdische Gemeinde bis zu ihrer Auflösung 1854. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurück. 1733 werden erstmals Juden in Niederbörrstadt genannt. 1776 waren bereits 9 jüdische Familien am Ort. 
   
Die Zahl der jüdischen Einwohner entwickelte sich im 19. Jahrhundert wie folgt: 1801 27 jüdische Einwohner in den beiden Dörfern Ober- und Niederbörrstadt (4,4 % der Gesamteinwohnerschaft), 1825 96 (10,7 %), 1828 110 (11,7 %), 1848 und 1851 jeweils 65, 1870 15, 1875 5, 1880 8. 
   
1809/10 werden folgende jüdischen Familienvorstände genannt: Isaac Becker, Levy Eichelstein (Mehlhändler), Witwe Sara Gutenthal, Joseph Kaufmann, David Koch (Seifenhersteller), Karlmann Liebenstein (Getreidehändler), David Sternberger, Joseph Sternberger (Getreidehändler), Samuel Sternberger, Emanuel Streubacher. 
   
Nach der Auflösung der jüdischen Gemeinde 1854 wurden die in Börrstadt noch lebenden jüdischen Personen der Gemeinde in Steinbach am Donnersberg zugeteilt. Nach 1885 lebten keine jüdischen Einwohner mehr am Ort.
   
   
   
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde  

In jüdischen Periodika des 19./20. Jahrhunderts wurden noch keine Berichte zur jüdischen Geschichte in Börrstadt gefunden.   

    
    
    
Zur Geschichte des Betsaal/der Synagoge                          
    
Im 18. Jahrhundert gab es in Börrstadt eine Synagoge, die auch von den in Breunigweiler lebenden Juden mitbenutzt wurde. So zahlte 1792 ein jüdische Einwohner aus Breunigweiler "Schulgeld" nach Börrstadt. Eine neue Synagoge wurde 1810/11 auf einem etwa 80 qm großen Grundstück gebaut. In einer Urkunde von 1833 erfährt man Näheres zur Synagoge: "Die Juden-Sinagoge zu Boerstadt steht ungefähr 8 Meter weit von der Straße in dem Mitten-Orte Boerstadt ab, und war früher mit einem alten Haus, welches der Judengemeinde eigentümlich gehörte so zugebaut, dass man gar die Sinagoge von der Straße nicht sehen konnte, und durch den Zubau auch die Hellung in der Sinagog verloren ging". 1833 nun wurde das vordere Häuschen abgebrochen, wodurch ein neuer Zugangsbereich zur Synagoge möglich war. Die Synagoge wurde bis zur Auflösung der jüdischen Gemeinde 1854 benutzt und geriet danach durch den Leerstand in Verfall. Schließlich wurde das Gebäude verkauft und 1868 abgebrochen. Das Grundstück wurde für 70 Gulden verkauft und neu bebaut.  
  
  
Adresse/Standort der SynagogeIn der heutigen Eisenbahnstraße (bei der katholischen Kirche)      
    
    
Fotos / Darstellungen: sind nicht vorhanden.  
  
    

Links und Literatur

Links:

Website der Gemeinde Börrstadt   

Literatur:  

Alfred Hans Kuby (Hrsg.): Pfälzisches Judentum gestern und heute. Beiträge zur Regionalgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. 1992. 
Otmar Weber: Die Synagogen in der Pfalz von 1800 bis heute. Unter besonderer Berücksichtigung der Synagogen in der Südpfalz. Hg. von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Pfalz in Landau. 2005. S. 55-56.
Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz/Staatliches Konservatoramt des Saarlandes/ Synagogue Memorial Jerusalem (Hg.): "...und dies ist die Pforte des Himmels". Synagogen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Mainz 2005. S. 123 (mit weiteren Literaturangaben).  

    
      

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 21. Dezember 2016