Zur Geschichte des Friedhofes: Nachdem das Krematorium zwischen
Happurg und Förrenbach
zur Verbrennung der Toten des KZ Hersbruck nicht mehr ausreichte, wurden auch im
Wald bei Schupf die Leichen verbrannt. An der Stelle steht ein Denkmal mit der
Aufschrift: "Den Opfern des KZ-Lagers Hersbruck, die in den Jahren
1944-45 an dieser Stelle eingeäschert wurden". Es ist nicht bekannt,
wieviele der Häftlinge hier verbrannt wurden. Insgesamt starben etwa 4.000 der
zusammen 10.000 Häftlinge des KZ Hersbruck (von diesen mindestens 3.000 Juden).
Lage: Links an der Straße von Hersbruck nach Kainsbach im
Wald, etwa 2 km außerhalb von Kainsbach.
Link: Website der
Gemeinde Happurg
Website
der Dokumentationsstätte KZ
Hersbruck e.V. (hier nähere Informationen zum KZ Hersbruck)
Literatur: Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens
in Bayern. 1988 S. 182.
Hemhofen - Zeckern
(ERH)
Informationen und Fotos
siehe Unterseite
zum jüdischen Friedhof Zeckern (interner Link)
Herzogenaurach (ERH)
(ehemaliger Friedhof)
Zur Geschichte des (abgegangenen) Friedhofes: In Herzogenaurach
lebten im 15. Jahrhundert einige jüdische Personen, eventuell kam es damals
(oder auch in späterer Zeit) zur Gründung einer jüdischen Gemeinde. Ein
jüdischer Friedhof war in oder bei der Stadt vorhanden, über dessen Standort
jedoch nichts mehr bekannt ist.
Lage: Unbekannt.
Link: Website
der Stadt
Herzogenaurach
Literatur: Germania Judaica III,1 S. 550f; Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens
in Bayern. 1988 S. 162.
Langenzenn (FÜ)
(ehemaliger Friedhof)
Zur Geschichte des (abgegangenen) Friedhofes: In Langenzenn
bestand vom 16. bis zum 19. Jahrhundert eine jüdische Gemeinde. Zu ihren
Einrichtungen gehörte auch ein Friedhof (am Ort "Judenfredhuf"
genannt), dessen ungefähre Lage noch bekannt ist. Dennoch finden sich keine
Grabsteine, auch keine Einfriedung mehr in diesem Bereich. Es ist nicht bekannt,
wie lange dieser Friedhof bestand.
Lage: Der Friedhof lag nordöstlich von Langenzenn am Südhang
des Alitzberges, wo sich ein kleiner, gut sichtbarer Birkenwald befindet.
Link: Website
der Stadt
Langenzenn.
Literatur: Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens
in Bayern. 1988 S. 164f.
Markt Burghaslach (NEA)
Informationen und Fotos
siehe Unterseite
zum jüdischen Friedhof Burghaslach (interner Link)
Markt
Obernzenn (NEA)
Informationen und Fotos
siehe Unterseite
zum jüdischen Friedhof Obernzenn (interner Link)
Markt
Sugenheim - Ullstadt (NEA)
Informationen und Fotos
siehe Unterseite
zum jüdischen Friedhof Ullstadt (interner Link)
Mühlhausen (ERH)
Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof in
Mühlhausen wurde 1738 angelegt. Auf ihm wurden von mehreren Gemeinden (u.a. Reichmannsdorf
bis 1840) die Toten beigesetzt. Er umfasst eine Fläche von 79,20 ar. Das
Gelände ist von einem Maschendrahtzaun umgeben. Rechts hinter dem Eingang steht
ein Taharahaus. Im hinteren, älteren Teil des Friedhofes stehen viele,
teilweise schon versunkene Grabsteine. Im neueren Teil sind noch mehrere Gräber
mit schmiedeeisernen Grabeinfassungen erhalten (Foto links: Jürgen Hanke,
Kronach).
Lage: Der Friedhof liegt auf einer kleinen Anhöhe nordwestlich
des Ortes, erreichbar über den Lochweg. Beim Ortsende bzw. unmittelbar nach dem
Brunnenhaus führt der Weg links direkt zum Friedhof.
Link: Website
des Marktes Mühlhausen Zur Seite
über die Synagoge in Mühlhausen (interner Link)
Literatur: Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens
in Bayern. 1988 S. 166f; Michael Trüger: Der jüdische Friedhof in
Mühlhausen.
In: Der Landesverband der Israelit. Kultusgemeinden in Bayern. Jahrgang 14
Nr. 81 vom Dezember 1999 S. 14; Johann
Fleischmann (Hg.): Mesusa 3. Spuren jüdischer Vergangenheit in Aisch,
Aurach und Seebrach. Die jüdischen Friedhöfe von Zeckern, Walsdorf, Aschbach,
Uehlfeld, Mühlhausen, Lisberg, Burghaslach und Reichmannsdorf. Dokumentation zu
Mühlhausen S. 239-278, vgl. Auszug
online.
Nürnberg (N)
Informationen und Fotos
siehe Unterseite zu
den alten jüdischen Friedhöfen in Nürnberg (interner Link)
und Unterseite zum neuen jüdischen
Friedhof (von 1906/1910)
Pappenheim (WUG)
Informationen und Fotos
siehe Unterseite zum
jüdischen Friedhof in Pappenheim (interner Link)
Pommelsbrunn - Hubmersberg (KZ-Friedhof)
(LAU)
Zur Geschichte des Friedhofes: Das Mahnmal für KZ-Opfer
steht in Verbindung mit dem Schicksal von zahlreichen Häftlingen des
Konzentrationslagers Hersbruck. Mit der in eine Flamme mündende Spitze des
Obelisk wird der etwa 300 toten KZ-Insassen gedacht, die nur wenige hundert
Meter von der Ortschaft entfernt, in einer Nacht im November 1944 verbrannt
wurden. Die Inschrift des 1950 aufgestellten Mahnmahles lautet: "Soll hier
ewig lodernd die Flamme erheben die Klage. Seht zu Stein sie erstarrt. Stumm
auch redet der Stein." (Foto links: Jürgen Hanke, Kronach).
Lage: Rechts der Straße von Pommelsbrunn nach Hubmersberg,
etwa 2 km außerhalb des Ortes.
Link: Website
der Gemeinde Pommelsbrunn
Website
der Dokumentationsstätte KZ
Hersbruck e.V. (hier nähere Informationen zum KZ Hersbruck)
Literatur: Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens
in Bayern. 1988 S. 162f.
Rothenburg o.d.T. (AN)
Informationen und Fotos
siehe Unterseite zu den jüdischen Friedhöfe in Rothenburg (interner Link)
Schnaittach (LAU)
Informationen und Fotos
siehe Unterseite zu den jüdischen Friedhöfen Schnaittach (interner Link)
Schopfloch (AN)
Informationen und Fotos
siehe Unterseite zum jüdischen Friedhof Schopfloch (interner Link)
Thalmässing (RH)
Informationen und Fotos
siehe Unterseite
zum jüdischen Friedhof Thalmässing (interner Link)
Treuchtlingen (WUG)
Informationen und Fotos
siehe Unterseite
zum jüdischen Friedhof Treuchtlingen (interner Link)
Uehlfeld (NEA)
Zur Geschichte des Friedhofes: Die Toten der jüdischen Gemeinde
wurden zunächst in Zeckern beigesetzt.
1732 konnte ein eigener Friedhof in Uehlfeld angelegt werden. Ein Grundstück am
"Zeckenberg" wurde der jüdischen Gemeinde zum Kauf angeboten. Er
wurde nach einiger Zeit mit einer massiven Steinmauer umgeben. Vom Eingang aus
befinden sich auf der linken Seite die alten, teilweise bereits versunkenen
Grabsteine; auf der rechten Seite die neueren Stein. Es sind etwa 275 Grabsteine
erhalten. Die Friedhofsfläche umfasst 46,01 ar. In der NS-Zeit wurde der
Friedhof im August 1935 erstmals geschändet, später wurde auch das kleine
Taharahaus zerstört. Die letzte Beisetzung fand 1937 statt. (Foto Links:
Jürgen Hanke, Kronach)
Lage: Der Friedhof liegt etwa einen Kilometer nordwestlich des
Ortes an einem Hügel unmittelbar links der Straße nach Burghaslach.
Link: Website der
Gemeinde Uehlfeld Seite zur Synagoge in Uehlfeld (interner
Link)
Literatur: Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens
in Bayern. 1988 S. 185; Michael Trüger: Der jüdische Friedhof in
Ühlfeld. In: Der Landesverband der Israelit. Kultusgemeinden in Bayern. 11.
Jahrgang Nr. 73 vom Juni 1997 S. 18.
Uehlfeld -
Schornweisach (NEA)
(ehemaliger Friedhof)
Zur Geschichte des Friedhofes: In Schornweissach bestand von ca.
1579 bis 1877 eine jüdische Gemeinde. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts war -
unweit der Kirche - auch ein jüdischer Friedhof vorhanden, der auf Betreiben
der christlichen Geistlichkeit des Ortes wieder aufgegeben musste. Urkunden mit
den Beschwerden der Geistlichkeit sind noch erhalten; auch wird von tätlichen
Auseinandersetzungen zwischen Christen und Juden bei Bestattungen berichtet.
Zwischen 1750 und 1850 wurde der Friedhof dann wohl aufgegeben. Er verfiel und
wurde schließlich von den christlichen Einwohnern des Ortes anderweitig
verwendet. Es sind keine Spuren mehr erhalten.
Lage: Unbekannt, jedoch "unweit der Kirche"
Link: Website der
Gemeinde Uehlfeld
Literatur: Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens
in Bayern. 1988 S. 182 ; Johann
Fleischmann (Hg.): Mesusa 3. Spuren jüdischer Vergangenheit in Aisch,
Aurach und Seebrach. Die jüdischen Friedhöfe von Zeckern, Walsdorf, Aschbach,
Uehlfeld, Mühlhausen, Lisberg, Burghaslach und Reichmannsdorf. Hinweis auf den
ehem. Friedhof in Schornweissach S. 364-365, vgl. Auszug
online.
Weißenburg in
Bayern (WUG)
Zur Geschichte des Friedhofes: In
Weißenburg war die Festungsanlage Wülzburg vom 1. September 1939 bis zum
Kriegsende 1945 ein Internierungslager, eingerichtet durch die
Heeresstandortverwaltung Schwabach. Zunächst waren hier in Deutschland lebende
ausländische Staatsangehörige (v.a. Engländer, Holländer, Belgier und
Franzosen) untergebracht. Im Juli 1941 wurde das Lager geräumt und mit
sowjetischen Internierten - in Deutschland und Polen lebende Zivilisten sowie
Angehörige der sowjetischen Handelsflotte - belegt, die schwere Zwangsarbeit
leisten mussten und teilweise an den Folgen von Unterernährung, Erschöpfung
und Krankheiten (Typhus) starben. Etwa 40 der verstorbenen Personen wurden auf einem eigenen Terrain - einer abgesonderten
Begräbnisstätte - dem "Fallgarten" - unweit der Festung
beigesetzt. Unter den Beigesetzten sind zahlreiche jüdische Toten, wie
die Namen deutlich machen: Israel Abragan, Salomon Grünchstein, Samuel Gutmann,
Samuel Mgaloischwilli, Naftalis Michelssons, Lazar Olschancky, Abraham Plotkine,
Ludwig Rabinowitsch, Elias Rempel, Moses Roiter, Mosle-Leiba Sztern, Schlema
Uscharowski u.a.m.
Unter den Beigesetzten jüdischer Abstammung ist auch der tschechische Komponist
und Pianist Erwin Schulhoff (1894-1942)
(vgl. Wikipedia-Artikel
zu Erwin Schulhoff).
1995 wurde eine dreieckige Gedenkstele des Eichstätter Bildhauers
Günter Lang aus Jurastein aufgestellt. Glasarbeiten, die in die drei Seiten der
Säule eingefügt sind - Davidstern, Kreuz mit Fisch und Halbmond -
symbolisieren die drei Religionen Judentum, Christentum und Islam, denen die
hier Bestatteten angehörten.
Lage: Unweit der Festung an einem Hang, inmitten von Gärten (vgl.
Beschreibung in der pdf-Datei "Wanderung")
Link: Website der Stadt Weissenburg
in Bayern
Literatur: Israel Schwierz: Die vergessenen jüdischen Toten von
Weißenburg/Mittelfranken? In: Zeitschrift für fränkische
Landeskunde und Kulturpflege. 1993. S. 360-361. Als pdf-Datei online
zugänglich.
Weitere pdf-Datei mit Fotos:
"Letzte Ruhestätte für Internierte - Wanderung zum Russischen Friedhof
südlich von Weißenburg" (Quelle
dieses Beitrages: Website www.kulturwanderungen.de
mit Vorschlägen für Wanderungen, die von Bernhard Eder 2003 bis 2009 für die
Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt verfasst wurden).
Wilhermsdorf (FÜ)
Informationen und Fotos
siehe Unterseite
zum jüdischen Friedhof Wilhermsdorf (interner Link)