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Friedhöfe in der Region"
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Baiersdorf (Kreis
Erlangen-Höchstadt)
Jüdischer Friedhof
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
Siehe Seite zur Synagoge in Baiersdorf
(interner Link)
Zur Geschichte des Friedhofes
Der jüdische Friedhof in Baiersdorf
wurde vermutlich noch im 14. Jahrhundert (um 1388) angelegt. Er war lange
Zeit zentrale Grabstätte für die Juden der Fürstentümer Kulmbach-Bayreuth
und Ansbach und teilweise auch
die des Hochstiftes Bamberg. Die ältesten erhaltenen Steine sind vermutlich
noch aus dem
Anfang des 15. Jahrhunderts. Der jüngste Grabstein ist von 1937 (Lena Schloss). Insgesamt sind
etwa 1.130 Grabsteine erhalten. Unter den Beigesetzten sind auch bekannte
Rabbiner (bis 1894 war Baiersdorf Sitz eines Distriktrabbinates). Die Fläche
des von einer massiven Steinmauer umgebenen Friedhofes umfasst 47,56 ar. Das
Friedhofsgrundstück ist - entsprechend den vorgenommenen Erweiterungen - in drei große Grabfelder gegliedert. 1980 wurde ein Gedenkstein zum Gedenken
an die in der NS-Zeit aus Baiersdorf und Umgebungen ermordeten jüdischen
Personen aufgestellt.
In der NS-Zeit wurde der Friedhof im April 1937 erstmals
geschändet (vermutlich durch Kinder). Beim Novemberpogrom 1938 wurde der
Friedhof erneut geschändet.
Lage des Friedhofes: Der Friedhof liegt innerhalb des Ortes östlich der
"Judengasse", südlich des evangelischen Friedhofes.
Fotos
(Fotos: Jürgen Hanke, Kronach, außer Foto zweite Fotozeile rechts:
Günter Katzer [aus Website Stadt Baiersdorf])
| Die Informationstafel über
den Friedhof in der ehemaligen Judengasse vor dem
"Meerrettichmuseum" - schräg gegenüber der ehemaligen Synagoge |
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Text der Informationstafel: "Baiersdorfer
Judenfriedhof. Der hiesige Judenfriedhof ist der älteste der
Markgrafschaft Kulmbach-Bayreuth und Ansbach. Er wurde wohl 1388, beim
Wiederaufbau, nach der ersten Zerstörung der Stadt durch die Nürnberger,
angelegt und zwar innerhalb der Stadtbefestigung. Auf diesem Friedhof
fanden die Juden aus den Fürstentümern Kulmbach-Bayreuth und Ansbach,
ihre letzte Ruhestätte, aber auch die Toten aus Judengemeinden des
Hochstifts Bamberg. Die Toten aus dem bekannten Judenhof Tüchersfeld
wurden ebenfalls in Baiersdorf beigesetzt. An den Grabsteinen hier ist die
Assimilation der jüdischen Bevölkerung nachzuvollziehen. An den
rituellen Zeichen ist zu erkennen, welche Stellung der Tote in der
jüdischen Gemeinde bekleidet hat. Ein jüdisches Grab wird nur einmal
belegt. An diesem 'Guten Ort' erwartet der Verstorbene den Jüngsten Tag.
Auf dem Baiersdorfer Judenfriedhof kann man sehen, wie in der jüdischen Verwandtschaft
das Thema 'Familiengrab' gelöst wurde. Zu sehen sind auch Gräber von
berühmten Personen, z.B. das Grab von David Diespeck, einem der
bekanntesten und berühmtesten Rabbiner seiner Zeit. Hier ist auch die
letzte Ruhestätte des ersten Professors jüdischen Glaubens, der an der
Friedrich Alexander Universität Erlangen ordiniert wurde, um nur zwei
Beispiele zu nennen. Der jüdische Friedhof hat, wenn auch im Dritten
Reich geschändet, die Zeiten überdauert. Seine Gräber und Steine
bezeugen die wechselvolle Geschichte, nicht nur der Juden hier, sondern
auch den Geist der Herrschenden, den Auf- und Abstieg von Orten und zeigt
die gesellschaftlichen und sozialen Gegebenheiten der Geschichte
auf." |
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| Das Eingangstor |
Blick über den Friedhof |
Teilansicht |
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Grabstein für Benjamin Markus
(1846-1914),
Lehrer und Kultusbeamter der Gemeinde |
Gedenkstein mit
Inschrift: "Den Toten zur Ehre und zum ewigen Gedenken an die
jüdischen Bürger aus Baiersdorf und Umgebung, die in den
Verfolgungsjahren 1933-1945 grausam umgekommen sind. Uns Lebenden zur
Mahnung, den kommenden Geschlechtern zur eindringlichen Lehre" |
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Der Friedhof im
Herbst 2007
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 21.10.2007) |
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| Weg von der Judengasse zum
Friedhof |
Blick auf das Eingangstor |
Davidstern am Eingangstor |
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| Teilansicht vom
Eingangstor |
Hinweistafel |
Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens
in Bayern. 1988 S. 145-146. |
 | Michael Trüger: Der jüdische Friedhof in
Baiersdorf.
In: Der Landesverband der Israelit. Kultusgemeinden in Bayern. 9. Jahrgang
Nr. 62 vom Juni 1994 S. 13. |

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