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Friedhöfe in der Region"
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Fürth (Kreisstadt,
Mittelfranken)
Jüdische Friedhöfe
Hinweis: seit Oktober 2010 besteht die von Gisela Naomi
Blume erstellte neue Website: www.juedische-fuerther.de
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
Siehe Übersichtsseite zu Fürth (interner
Link)
Zur Geschichte der Friedhöfe
Der alte jüdische Friedhof in
Fürth wurde 1607 angelegt. Er liegt in der Stadtmitte und ist von einer großen
Sandsteinmauer umgeben. Viele berühmte jüdische Persönlichkeiten der Stadt
sind auf dem Friedhof beigesetzt, darunter auch zahlreiche Rabbiner (Bermann
Fraenkel, gest. 1708, Baruch Rapaport, gest. 1746, David Strauss gest. 1762 und
andere mehr). Die Friedhofsfläche umfasst nach mehreren Erweiterungen 200,40
ar. In der NS-Zeit musste 1934 ein Teil des Friedhofes aus angeblich
verkehrspolizeilichen Gründen abgetreten und 60 Kindergräber umgebettet
werden. Der ursprüngliche Eingang wurde zugemauert, viele Grabsteine zerschlagen bzw. 1944 an einen Steinmetz verkauft. Das Taharahaus wurde
abgebrochen. In den Kriegsjahren wurde zudem ein Löschwasserteich auf dem
Friedhof angelegt. Während der Bombenangriffe auf Fürth wurden viele
Grabsteine zerstört. 1949 wurde der Friedhof - soweit möglich - wieder
hergestellt. Ein Denkmal erinnert seitdem an die Grabschändungen.
1880 wurde ein neuer Friedhof angelegt. Er wird seit 1906 belegt. Auf ihm
befinden sich mehrere Ehren- und Mahnmale. Ein Ehrenmal erinnert an die
jüdischen Gefallenen des Ersten Weltkrieges. 1949 wurde vor diesem eine
Steinplatte zur Erinnerung an die Umgekommenen der NS-Zeit erstellt. Unweit
davon wurde im selben Jahr ein Gedenkstein aus dem DP-Lager Finkenschlag
aufgestellt, das zunächst dort um 1947 aufgestellt worden war. Im im Inneren
des Taharahauses,
das in der NS-Zeit geschändet, nach 1945 erneuert wurde, sind seit
Juli 1997 die Namen von 890 in der NS-Zeit ermordeten Fürther Juden auf Steintafeln
angebracht.
Auch die Fürther Friedhöfe waren immer wieder von Schändungen
betroffen. Die schwersten Eingriffe waren 1928 (erste Schändung) und in der
NS-Zeit.
Berichte zu den Friedhöfen aus jüdischen
Periodika
- die Berichte müssen noch abgeschrieben werden, können
aber durch Anklicken der Textabbildung bereit gelesen werden
Umstrittene Neuerungen bei der Beisetzung von Verstorbenen (1887)
Der alte Friedhof
(Fotos von Jürgen Hanke,
Kronach) |
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Der jüdische Friedhof
(Stich
von J.A. Boener 1705) |
Der alte jüdische Friedhöf
in Fürth
(Angaben zu Quelle und © hier) |
Eingang |
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Grabstein und
Todesanzeige für Rabbiner Israel
Wittelshöfer (1813-1896), langjähriger
Distriktsrabbiner von Floss
(Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 25.6.1896) |
Grabstein für Max
Lichtenstädter,
Hospitalverwalter und Gemeindesekretär |
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Der alte
Friedhof im Herbst 2007
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 21. Oktober 2007) |
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| Blick auf den Friedhof von der
Stadthalle |
Alter Eingang |
Neuer Eingang |
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| Aufnahmen vom
Eingang in den Friedhof |
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| Teilansichten des
Friedhofes - jeweils Blicke über die Mauer |
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Text der Tafel des
"Stadt-ökologischen Lehrpfades": "Anfang des 17.
Jahrhunderts gründeten die Juden in Fürth eine Gemeinde mit eigener
Synagoge und eigenem Friedhof. Die jüdische Gemeinde in Fürth - auch das
fränkische Jerusalem genannt - war wegen seiner Talmudhochschule in ganz
Europa bekannt. Auf dem Israelitischen Friedhof liegen 15.000 bis 20.000
Tote. Es gibt keine Familiengräber, die Verstorbenen werden nebeneinander
bestattet. Weil die Toten nach jüdischem Glauben ein 'ewiges Ruherecht'
besitzen, werden die Gräber nicht gepflegt. Was auf dem Friedhof wächst,
ist Spontanvegetation.
Der jüdische Friedhof gehört mit rund 1,7 Hektar Fläche zu den
größeren Biotopen der Fürther Innenstadt. Der alte Baumbestand besteht
neben Sitzahorn, Birke, Bergahorn, Ulme und Esche vor allem aus Robinien.
Die Robinie wurde von dem französischen Hofgärtner Jean Robin Anfang des
17. Jahrhunderts von Nordamerika nach Europa gebracht. Inzwischen ist der
deshalb als Neophyt bezeichnete Baum eingebürgert und gehört zu den
heimischen Gehölzarten." |
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Der neue Friedhof
(Fotos - wenn nicht anders angegeben - von Jürgen Hanke,
Kronach) |
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| Die Friedhofshalle
mit Friedhofshalle / Taharahaus |
Hebräisch und deutsch im
Giebel:
"Friede, Friede, dem Fernen
und dem Nahen". |
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| Tisch für Leichenwaschung |
Das Mahnmal für
die Ermordeten der NS-Zeit aus Fürth in der Friedhofshalle |
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| Das
Gefallenendenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges |
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Grabstein für Heinrich
Weinstock
(gest. 1954) |
Grabstein mit Levitenkanne
für
Hermann Rosenfelder (1864-1926)
und Frau Elise (1871-1942) |
Grabstein für Jakob
Salzträger (1912-1998), 40 Jahre Schammes und Vorstand
der Jüdischen
Gemeinde Fürth,
zuletzt Ehrenvorsitzender |
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| Grabsteine für
Waisenhausdirektor Rabbiner Dr.
Hermann Deutsch und Frau Fanny Deutsch geb. Lehmann |
Blick zur Friedhofshalle |
Grabstein für Stadtrat und
Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Leo Rosenthal (1886-1958) |
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Der neue
Friedhof im Herbst 2007
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 21. Oktober 2007) |
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Haupteingang von
der Erlanger Straße |
Blick zur
Friedhofshalle
vom Haupteingang |
Gebet auf einer
Tafel
an der Friedhofeshalle |
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Eingang vom
nichtjüdischen
Friedhofsteil |
Hinweis auf
die
Öffnungszeiten |
Die Friedhofshalle
wird (2007)
derzeit renoviert |
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Altes Waschbecken
an der Friedhofshalle |
Möglichkeit
der
rituellen Händewaschung |
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| Gefallenendenkmal
für die im Ersten Weltkrieg aus Fürth gefallenen jüdischen Soldaten |
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| Teilansicht
des in den nichtjüdischen Teil hineinragenden Abschnittes; Grabstein
links für Sabine Lang geb. Bergmann (1875-1936) und Gedenkinschrift für
Max Lang (1864 Treuchtlingen- 1942 Theresienstadt) und Georg Lang (1899
Fürth - 1944 Jerusalem) |
Grabmonument
für
Nathan Krautheimer (1864-1910) |
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| Teilansichten
des Friedhofes |
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Grabstein
für Senator Jean Mandel
(1911-1974), langjähriger Präsident der
Israelitischen Kultusgemeinde Fürth |
Grabstein
für Leo Rosenthal, Stadtrat
und Vorstand der Israelitischen
Kultusgemeinde (1886-1958) |
Grabstein für den
Königlichen
Kommerzienrat Anton Sahlmann
(1834-1909) und Marie Sahlmann
geb. Klein (1850-1919) |
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Grabstein
für Jakob Salzträger
(1912-1998), 40 Jahre Vorstand und
Schammes der jüdischen
Gemeinde Fürth |
Grabstein
für Bernhard Herz (1890-1932) und Friedel Riedel verw. Herz (1896-1941)
mit Gedenkinschrift für die nach der Deportation umgekommene Lisl Herz
(1923-1943) |
Grabstein für
Ignaz Schopflocher
(1864-1932) |
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Grabstein
für Kommerzienrat
Adolf Heymann (1852-1920) und
Rosa Heymann geb. Neu (1866-1937) |
"Die
dankbare Kultusgemeinde
zum ehrenden Gedenken an eine
52jährige Amtstätigkeit" |
Grabstein
für Bernhard Dinkelspuehler (1866-1942) und Gedenkinschrift für
Clara Dinkelspuehler (1874 -
Theresienstadt 1942) |
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Grabstein
für den Königlich Bayerischen
Kommerzienrat Sigmund Heymann |
Teilansicht
des Friedhofes |
Grabstein
links für Kantor David Schönberg (1875-1932) mit Gedenkinschriften,
Grabstein Mitte für Samuel Schönberg (1910-1989) |
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Grabstein
für
Mosche Friedmann |
Grabstein
für Samuel Mandel (1900-1927)
mit Gedenkinschriften für nach der
Deportation ermordete Angehörige |
Grabstein
für Siegfried Offenbacher, "eines
der sieben Opfer der Münchner
Synagogenbrandstiftung" (1899-1970) |
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| In den
neuesten Abschnitten des Friedhofes |
Grab
eines Immigranten |
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| Neueste
Gräber (Herbst 2007) |
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