Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Oedheim (Landkreis Heilbronn) 
Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer  
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen
Links und Literatur   

   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)

In dem bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zwischen zwei Grundherrschaften (Deutschorden und Freiherr von Bautz) geteilten Oedheim bestand eine jüdische Gemeinde bis 1938. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 17. Jahrhunderts zurück. Um 1696 wurden erstmals Juden genannt. Beide hatten die Niederlassung von Juden am Ort erlaubt. 1701 zog der erste Jude, Baruch von Wachbach, in das Bautz'sche Schloss ein. 1729/30 gab es unter dem Schutz der Freiherren von Bautz vier jüdische Familien in Oedheim (Familien des Hertzle, Isaak, Jeckoff und Moyses Abraham). 1795 lebten folgende Deutschordens-Juden in Oedheim: Seligmann Levi, Isaac Moyses, Salomon, Wolf Benedikt, David Benedikt, Josef Simons Witwe, Mayers Witwe und Hayums Witwe.  

1807 lebten in Oedheim 43 ritterschaftliche Juden (von Bautz) neben 41 bisherigen Deutschordens-, inzwischen württembergischen Juden (zusammen 84). 1824 wurden gleichfalls 84 jüdische Einwohner gezählt (4,8 % von insgesamt 1.441 Einwohnern), 1831 88, 1843 103, 1854 108. Die höchste Zahl jüdischer Einwohner wurde um 1858 mit 117 Personen erreicht. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ging die Zahl der jüdischen Gemeindeglieder durch Aus- und Abwanderung zurück: 1869 63, 1872/73 72 jüdische Einwohner, 1886 61, 1900 noch 38 (2,3 % von insgesamt 1.677), 1910 40 (2,1 % von 1.900). Die jüdischen Familien lebten vor allem vom Handel mit Vieh und Produkten.
   
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge (s.u.), eine Religionsschule (außer dem Religionsunterricht besuchten die jüdischen Kinder die Ortsschule), ein rituelles Bad (1843 im Hause der Witwe Stern zwischen der Gasse und dem zum Bautz'schen Schloss gehörigen Garten), seit 1864 im Untergeschoss der Synagoge) und einen Friedhof. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war zeitweise ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war (siehe unten Ausschreibung der Stelle von 1891). Seit der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts gehörte Oedheim zum Rabbinatsbezirk Heilbronn. 
   
Im Ersten Weltkrieg fiel aus der jüdischen Gemeinde Albert Mannheimer. Seine Name steht auf dem Gefallenendenkmal des örtlichen Friedhofes. 
  
Um 1925, als noch 23 jüdische Personen in Oedheim lebten (1,2 % von insgesamt 1.984), waren die Vorsteher der jüdischen Gemeinde Louis Straus, Julius Rosenstein und Julius Mergentheim. 1932 war Gemeindevorsteher Simon Mannheimer. Als Religionslehrer der nur noch wenigen schulpflichtigen jüdischen Kinder unterrichtete Religionsoberlehrer Straus aus Talheim.

1933 gab es noch eine jüdische Viehhandlung in Oedheim: Familie Rosenstein (Steige 19); die Familie Mergentheimer lebte in der Neuenstadter Straße 14. In diesem Jahr lebten noch 15 jüdische Personen am Ort (0,8 % von insgesamt 1.891 Einwohnern). In der Folgezeit verließen auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Repressalien und der Entrechtung mehrere von Ihnen den Ort. Beim Novemberpogrom 1938 drangen auswärtige SA-Leute in das Haus der Familie Mergentheimer ein, demolierten Einrichtungsgegenstände und verprügelten die jüdischen Bewohner. Nachbarn, die für die Juden Partei ergriffen, wurden ebenfalls geschlagen. Die letzten fünf jüdischen Einwohner wurden 1942 deportiert (Anna Mannheimer, Isaak, Lina, Rosa und Wilhelm Mergentheimer).
  
Von den in Oedheim geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Franziska Baer geb. Rosenstein (1892), Caroline David geb. Rosenstein (1866), Ida Eisenmann geb. Kaufmann (1886), Elise Frank geb. Rosenstein (1878) Charles Leix (1901), Anna Mannheimer (1875), Isack Mergentheimer (1875), Mina Mergentheimer geb. Kander (1888), Rosa Mergentheimer (1879), Wilhelmine Mergentheimer (1871), Frieda Rosenstein (1902), Max Rosenstein (1897), Frieda Schott geb. Strauß (1881), Anna Stein geb. Mannheimer (1861).      
  
  
   

Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
 
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer   
Ausschreibungen der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet 
1872 / 1876 gemeinsam mit den Gemeinden Neckarsulm und Kochendorf - sowie 1891 nur für Oedheim  

Kochendorf Israelit 04121872.jpg (67334 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. Dezember 1872: "Religionslehrer- und Vorsänger-Gesuch. Die Gemeinde Kochendorf sucht per 1. Januar 1873 einen Religionslehrer und Vorsänger, welcher auch den Religionsunterricht in Oedheim und Neckarsulm wöchentlich 2 Mal mit je 2 Stunden zu erteilen hat. Gehalt 475 Gulden pro Jahr nebst freier Wohnung und Emolumenten. Qualifizierte, unverheiratete Bewerber wollen ihre Zeugnisse franko dem Unterzeichneten einsenden. 
Heilbronn am Neckar, 19. November 1872. Das Königlich Württembergisch Bezirks-Rabbiner: Dr. M. Engelbert."     
   
Kochendorf Israelit 14061876.jpg (64136 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 14. Juni 1876: "Die Religionslehrer- und Vorsängerstelle in Kochendorf, welche Mitte Juli dieses Jahres vakant wird, soll alsbald wieder besetzt werden. Der Gehalt für diese Stelle, mit welcher der Religionsunterricht in Oedheim und Neckarsulm verbunden ist, beträgt  8.0 (?) Mark pro Jahr nebst freier Wohnung und Emolumenten. Qualifizierte Bewerber wollen ihre Meldungen und Zeugnisse innerhalb 3 Wochen dem Unterzeichneten einsehen. 
Heilbronn am Neckar, 12. Juni 1876. Das Königliche Bezirksrabbiner. Dr. M. Engelbert."  
  
Oedheim Israelit 27081891.jpg (53277 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 27. August 1891: "Die israelitische Kirchengemeinde Oedheim sucht einen seminaristisch gebildeten Lehrer und Vorbeter. Gehalt 600 Mark bei freier Wohnung und Heizung. Befähigung zum Ausüben der Schechitah besonders erwünscht. Bewerber wollen sich sofort melden beim Königlichen Bezirks-Rabbiner Heilbronn: Dr. Einstein, A.-V."

        

    

Zur Geschichte des Betsaales / der Synagoge 

Die Geschichte eines ersten Betsaales beginnt mit der Aufnahme des "wohlbemittelten" Juden Moses aus Kochendorf, der sich mit Genehmigung des Deutschen Ordens in Oedheim ansiedelte. 1699 konnte er nicht weit von der Oedheimer Kirche ein Haus erwerben. Möglicherweise wurde ihm schon bei seiner Schutzaufnahme, spätestens jedoch 1705 gestattet, in diesem Haus "die Schule und jüdische Ceremonien zu üben" und damit eine Synagoge einzurichten. Dies sollte jedoch "in der Stille und ohne Getümmel, wodurch den Christen und insonderheit den nächstwohnenden Kranken eine Überlästigkeit zugehen kann", geschehen. 1707 erhielt Emanuel, der Sohn des genannten Moses, Aufnahme in Oedheim. Er erbte 1711 nach dem Tode seines Vaters dessen Haus mit der Synagoge. Die inzwischen von der Freiherrenfamilie von Bautz aufgenommenen jüdischen Familien, die alle im Bereich des zum Schloss gehörenden Vorhofes wohnten, besuchten die Synagoge des deutschordischen Juden Moses beziehungsweise seines Sohnes Emanuel. Auch die Juden aus Kochendorf kamen in dieser Zeit zu den Gottesdiensten nach Oedheim.   
    
Nach dem Tod des Emanuel und seiner Frau 1737 gab es intensive Bemühungen von christlicher Seite im Ort, das von der jüdischen Familie hinterlassene Haus an einen Christen zu verkaufen, um den Juden die darin befindliche Synagoge zu nehmen. Deren Lage nahe der Kirche hatte immer wieder Anstoß erregt. Nach dem Dechant und Pfarrer Dr. Caspar Agricola führten die jüdischen Gottesdienste zu einer nicht geringen Konfusion, da ringsum Christen wohnten, die durch "continuirliches Judengeschrey" am Schabbat gestört würden. Die Gemeinde Oedheim sah gleichfalls eine große Konfusion, wenn die Juden aus dem Schloss an der Kirche vorbei zur Synagoge zogen. Beklagt wurde auch der starke Zulauf auswärtiger Juden am Schabbat. Auch dass die Juden im Winter mit brennenden Lichtern aus der Synagoge kamen und durch die Straßen zogen, wurde wegen der Feuergefahr gerügt. Nach eingehender Untersuchung durch deutschordische Beamte wurde den Juden jedoch die Synagoge belassen. 1807 wird das Vorhandensein einer Synagoge in Oedheim in einem Bericht des Heilbronner Kreishauptmannes bestätigt.   
   
Seit 1827 befanden sich Betsaal und ein rituelles Bad im Garten des Judenvorstehers Lazarus Stern (bis 1828 nannte er sich Hirsch Lazarus), das vorne auf die Gasse und hinten auf den zum Bautz’schen Schloss gehörenden Garten stieß. Die Besitzverhältnisse des Betsaales waren damals in Oedheim so geregelt, dass der jeweilige Grundstückseigentümer den Betsaal als Eigentum hatte. Doch bestand für ihn die "Verbindlichkeit, das Lokal gegen jährlich 20 Gulden zur Synagoge abzugeben". 1832 wurde Oedheim der jüdischen Gemeinde in Kochendorf angeschlossen. Nach den neuen Rechtsvorschriften war damit ein öffentlicher jüdischer Gottesdienst in Oedheim nicht mehr möglich, höchstens Privatandachten. Dagegen wehrten sich die Oedheimer Familien jedoch mit Erfolg: 1838 wurde wieder ein eigener Gottesdienst in der Gemeinde genehmigt. Bedingung war freilich, dass sich die Oedheimer weiterhin wie bisher an den Kosten der jüdischen Gemeinde in Kochendorf beteiligen würden. Noch einige Jahre wurden vermutlich im bisherigen Betsaal die Gottesdienste gefeiert.   
     
1846 erwarb die jüdische Gemeinde das Grundstück Fahrgasse 14 mit einem darauf stehenden älteren Gebäude, in dem der Betsaal und ein Schulzimmer eingerichtet werden konnten. Um 1860 war dieses Gebäude freilich so baufällig geworden, "dass ohne Gefahr nicht mehr Gottesdienst abgehalten werden konnte". Die Gemeinde entschloss sich, das alte Gebäude abzubrechen und an seiner Stelle eine neue Synagoge zu erbauen. Zur Finanzierung hatte man schon 1845 einen Synagogenbaufonds angelegt, in den seitdem 2.247 Gulden eingeflossen waren. Der Neubau kostete insgesamt etwa 4.000 Gulden, was für die damals in nur mittelmäßigen Vermögensumständen lebenden 17 jüdischen Familien des Ortes ein sehr hoher Betrag war. Man bat um eine Unterstützung durch einen Staatsbeitrag um bekam einen solchen in Höhe von 500 Gulden genehmigt. Die restliche Summe konnte man über den Verkauf der Synagogenplätze und ein Darlehen beschaffen. Im Sommer 1864 wurde das Synagogengebäude erstellt. In ihm waren auch die Vorsängerwohnung, ein Schulzimmer sowie ein rituelles Bad im Keller eingerichtet. Ende Oktober 1864 konnte die Synagoge feierlich eingeweiht werden, die danach über 70 Jahre der jüdischen Gemeinde als Zentrum des Gebetes und des Gottesdienstes dienen sollte. Freilich war es vermutlich schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts immer schwerer, auf Grund der zurückgegangenen Zahl der Gemeindeglieder regelmäßig Minjan (notwendige Zehnzahl der jüdischen Männer zum Gottesdienst) zu bekommen.   
     
Beitrag aus der Staatskasse zur Renovierung der Synagoge (1865)

Oedheim Israelit 04011865.jpg (79503 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. Januar 1865: "Württemberg. Die jüngste Zeit brachte wieder schöne Beweise, wie in unserem Lande die Israeliten nicht bloß gesetzlich emanzipiert sind, sondern in allen Branchen des Lebens auch wirklich als gleichberechtigte Bürger behandelt werden. So erhielten die Gemeinden Crailsheim und Oedheim zur Renovation ihrer Synagogen aus der Staatskasse einen Beitrag von 450 Gulden respektive 500 Gulden - d.i. etwa 12 1/2 % des Bauaufwands, und der israelitische Schullehrer in Crailsheim, Herr Rosenthal, wurde mit einer Anzahl christlicher Kollegen einer der für das Jahr 1864/65 von der Königlichen Oberschulbehörde ausgesetzten Belohnungen für würdig erkannt."  

Nach Auflösung der Israelitischen Gemeinde 1938 wurde die Synagoge geschlossen. Über Ereignisse im Zusammenhang mit dem Novemberpogrom 1938 ist nichts bekannt. Am 10. Dezember 1940 ging das Grundstück mit dem Synagogengebäude (einschließlich des Friedhofsgrundstückes) zum Kaufpreis von 1.000 RM an die politische Gemeinde Oedheim. Dieser Betrag wurde jedoch vom Deutschen Reich eingezogen. 

1945 wurde das ehemalige Synagogengebäude beschlagnahmt. Die Israelitische Kultusvereinigung Württembergs beantragte die Rückerstattung des Gebäudes, worauf dieses im August 1949 an die Jüdische Vermögensverwaltung (Jewish Restitution Successor Organization, JRSO) kam. Diese verkaufte es am 21. März 1952 weiter an das Land Württemberg-Baden. 1956 wurde es vom Land für 4.700 DM an eine private Person in Oedheim weiterverkauft. Von dieser beziehungsweise den nachfolgenden Besitzern wurde das Gebäude 1966 zu einem bis heute erhaltenen Zweifamilien-Wohnhaus umgebaut (Fahrgasse 14).  
   

   
Fotos 
Historische Fotos: 
(Quelle: Jüdische Gotteshäuser und Friedhöfe in Württemberg. 1932. S. 114)

Oedheim Synagoge1932.jpg (74965 Byte) 

Die Synagoge in Oedheim um 1930

Fotos nach 1945/Gegenwart:  

Foto um 1965:
(Quelle: Sauer s. Lit. Abb. 97)
Oedheim Synagoge 005.jpg (110509 Byte) 
   Die ehemalige Synagoge vor dem Umbau
   
Foto um 1985:
(Fotos: Hahn)
Oedheim Synagoge 010.jpg (43615 Byte) Oedheim Synagoge 011.jpg (56666 Byte)
   Nach dem Umbau: alle Charakteristika wie die Rundbogenfenster sind verschwunden; das Dach ist abgeschrägt - das Gebäude als ehemalige Synagoge unkenntlich gemacht.
   
Fotos 2003:
(Fotos: Hahn,
Aufnahmedatum 2.9.2003)
Oedheim Synagoge 151.jpg (36339 Byte) Oedheim Synagoge 150.jpg (43806 Byte)
   Das ehemalige Synagogengebäude Im Untergeschoss der Eingang zur ehemaligen Mikwe
     
   Oedheim Synagoge 152.jpg (38452 Byte) Oedheim Synagoge 153.jpg (35533 Byte)
   Der Eingang ist noch derselbe wie zu Synagogenzeiten Ansicht des Gebäudes aus ähnlicher Perspektive wie das Foto um 1930 (s.o.)

    
   

Links und Literatur

Links:

Website der Gemeinde Oedheim  
Seite über den jüdischen Friedhof Oedheim (interner Link)  

Literatur:

Paul Sauer: Die jüdischen Gemeinden in Württemberg und Hohenzollern. 1966. S. 144-146.

Wolfram Angerbauer/Hans Georg Frank: Jüdische Gemeinden in Kreis und Stadt Heilbronn. 1986. S. 186-194.

Joseph Walk (Hrsg.): Württemberg - Hohenzollern - Baden. Reihe: Pinkas Hakehillot. Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust (hebräisch). Yad Vashem Jerusalem 1986. S. 29-30.    
synagogenbuch-1.jpg (32869 Byte)Joachim Hahn / Jürgen Krüger: "Hier ist nichts anderes als Gottes Haus...". Synagogen in Baden-Württemberg. Band 1: Geschichte und Architektur. Band 2: Orte und Einrichtungen. Hg. von Rüdiger Schmidt, Badische Landesbibliothek, Karlsruhe und Meier Schwarz, Synagogue Memorial, Jerusalem. Stuttgart 2007.    
    
  

  

  

Short english version by "Alemannia Judaica":   

Oedheim  Wuerttemberg.  Jews settled in Oedheim since the end of the 17th century. Their population reached a peak of 117 in 1858 but declined steadily thereafter. Many were engaged in the cattle trade. A synagogue is mentioned since the first half of the 18th century. A new synagogue was built in 1864. In 1900 38 Jews still lived in the village, in 1933 only fifteen, of whom nine emigrated. Those who remained were deported in 1941/42, five of them perished in the camps.  
    

     

                   
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Stand: 10. August 2009