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zu den Synagogen in
Baden-Württemberg
Dettensee (Stadt Horb am Neckar, Landkreis
Freudenstadt)
Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In dem bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zum Kloster
Muri (Schweiz), dann zu Hohenzollern-Sigmaringen gehörenden Dettensee
bestand eine jüdische Gemeinde bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Ihre
Entstehung geht in die Zeit des 17. Jahrhunderts zurück. Erstmals werden
1579/80 (Jud Baruch in Mühringen, vormals Dettensee), dann wieder 1688 jüdische
Einwohner genannt. 1764 lebten die damals 23 jüdischen Familien in drei
für sie errichteten herrschaftlichen Gebäuden (mehr dazu unten im Abschnitt
zur Synagoge). Mit Ausnahme des Lehrers, des Vorsängers und eines Wirtes waren
alle jüdischen Haushaltsvorsteher Händler, die mit Vieh, Pferden Kupfer, Leder,
Fellen, Betten, Kurzwaren, Kesseln, Pfannen usw. handelten.
Die jüdischen Familien lebten in sehr armseligen Verhältnissen. 1807
lebten 11 der 23 Familien von Almosen. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts
verbesserten sich die Vermögensverhältnisse.
Seit den 1830er-Jahren konnten die jüdischen Familien auch außerhalb
der für sie bestimmten herrschaftlichen Gebäude im Ort leben. So war um 1840 das
ehemalige Pfarrhaus auf dem Grundstück des heutigen Tabernwasener Weg 7 von
drei jüdischen Familien bewohnt. An jüdischen Häusern aus dem 19. Jahrhundert
sind noch bekannt die Gebäude Georg-Schorpp-Straße 4 und 23, Neuneckstraße
15, 17, 21 und 25 sowie Tabernwasener Straße 23. Im Gebäude Neuneckstraße 17
war das ehemalige jüdische Gasthaus "Sonne".
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner
wie folgt: 1809 126 jüdische Einwohner, 1830 173 (Höchstzahl der jüdischen
Einwohner, 1890 100, 1898 48, 1904 8, 1907 4.
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge (s.u.), eine
Religionsschule (von 1826 bis 1902 öffentliche israelitische Volksschule), ein
rituelles Bad (befand sich vermutlich bei der Synagoge - ehemaliges "Brunnenhaus")
sowie einen Friedhof. Zur Besorgung
religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der zugleich
als Vorbeter und Schochet tätig war (vgl. Ausschreibungen der Stelle unten).
Von 1822 bis 1836 hatte Dettensee einen eigenen Rabbiner (Marx Hirsch, der
selbst aus Dettensee stammte). Danach gehörte die Gemeinde zum Rabbinat Haigerloch.
Der letzte jüdische Lehrer Ende des 19. Jahrhunderts (noch um 1899) hieß
Friedmann.
Bereits um 1900 war durch die schnell zurückgegangene Zahl der
Gemeindemitglieder kein jüdisches Gemeindeleben mehr möglich.
1933 waren noch
Hermann Hirsch (gest. 1. Juli 1934) und seine Schwester Luise Hirsch am Ort
(wohnhaft im Gebäude Neuneckstraße 21). Luise Hirsch wurde über Oberstotzingen 1942 nach Theresienstadt deportiert, von hier aus
nach Maly Trostinec, wo sie ermordet wurde.
Von den in Dettensee geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Sofie Barth geb.
Tannhauser (1865), Klara Fleschner geb.
Stern (1895), Luise Hirsch (1868), Paula Kahn geb. Stern (1893), Max Oppenheimer
(1872), Charlotte Rosenheimer geb. Tannhauser (1863), Mina Rosenheimer (1890),
Frieda Salomon geb. Stern (1887), Sigmund Schwan (1876), Albert Stern (1892),
Arthur Stern (1888), Ida Wormser geb. Stern (1865).
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus der Geschichte der
jüdischen Lehrer
Ausschreibungen der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet 1870 /
1876
Anzeige
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 24. Mai 1870:
"Die hiesige Lehrer-, Kantor und Schächterstelle soll sofort wieder
besetzt werden. Gehalt 300 Gulden bis 400 Gulden. Freie Wohnung und
Nebeneinkommen. Reflektanten wollen sich beim unterzeichneten
Vorsteheramte melden.
Dettensee, den 12. Mai 1870. Israelitisches Vorsteheramt." |
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Anzeige
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 14. Juni 1870:
"Die hiesige Lehrer-, Kantor- und Schächterstelle soll sofort wieder
besetzt werden. Gehalt 400 Gulden - freie Wohnung und Nebeneinkommen.
Reflektanten wollen sich beim unterzeichneten Vorsteheramte melden.
Dettensee, Amts Haigerloch in Hohenzollern, den 2. Juni 1870. Israelitisches
Vorsteheramt." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. Oktober 1876:
"Die hiesige israelitische Gemeinde sucht einen seminaristisch
gebildeten Lehrer und Vorsänger zu möglichst baldigem Eintritt. Die fixe
Besoldung beträgt 1.100 Mark; für 250 Mark Nebeneinkommen wird
garantiert und wird dem anzustellenden Lehrer freie, für eine Familie
ausreichende Wohnung gewährt. Die Bewerber brauchen die zweite
Dienstprüfung nicht erstanden zu haben.
Das israelitische Kirchenvorsteheramt: Jacob Levy. Leopold Stern.
Dettensee, Oberamt Haigerloch." |
Vom Ende der jüdischen Gemeinde
Bericht eines Besuchers in Dettensee 1921
Zitat aus einem längeren Bericht über die jüdischen
Schwarzwaldgemeinden Anfang der 1920er-Jahre in der "Allgemeinen
Zeitung des Judentums" vom 16. September 1921: "Das Traurigste,
was mein Auge sehen musste, war in Dettensee, ebenfalls ja in Auerbachs Dorfgeschichten
genannt. Eine prachtvolle Synagoge, weit gebaut und gewiss eine Zierde des
Ortes, ist völlig dem Verfall anheimgegeben. Die Fester sind
eingeschlagen, sodass man die schöne Inneneinrichtung durch die 'offenen
Höhlen' bewundern kann. Noch ein Haushalt ist der letzte Rest einer einst
nach Hunderten zählenden Gemeinde. Wer sorgt für die Erhaltung dieser
heiligen Stätten? Der mit einer hohen Mauer umgebene Friedhof scheint
noch gut in Ordnung zu sein." |
Bericht eines Besucher in Dettensee 1929
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 20. März 1930: "Heilige
Ruinen. Es war im Sommer 1929, als ich auf einer kleinen
Ferienwanderung durch das südliche Württemberg und Hohenzollern, von Nordstetten
kommend, das bereits hohenzollerische Dorf Dettensee passierte -
oder vielmehr passieren wollte. Denn das erste Gebäude rechts an der
Landstraße zeigte im Stil so unverkennbar das Bild einer Synagoge und
zwar, dem äußeren nach zu urteilen, das einer unbenutzten und
verlassenen, dass ich beschloss, etwas zu verweilen, um mich über das
Nähere zu vergewissern. Ich erfuhr, dass eine jüdische Gemeinde nicht
mehr existiere und dass ein älteres, unverheiratetes Geschwisterpaar die
beiden einzigen noch am Orte lebenden Juden seien. Herr und Fräulein
Hirsch empfingen mich freundlich, war ich doch nach langer Zeit wieder der
erste Jude, der ihr Haus betrat. Der leidende alte Herr geht kaum mehr aus
und so ist er von der lebendigen Berührung mit der jüdischen Welt
abgeschlossen. Man denke sich: Kein Sabbatgottesdienst, kein Feiertag,
kein Freudentag und kein Trauertag und dazu kein jüdischer
Glaubensgenossen am Orte, der in der letzten Stunde zugegen sein könnte,
den niederschmetternden Eindruck vollkommener Vereinsamung und
Verlassenheit, den ich dort gewonnen, habe ich bis heute nicht vergessen.
Freilich - die keineswegs nur synagogale altjüdische Frömmigkeit hält
einen letzten Zusammenhalt mit dem jüdischen Zibbur (Öffentlichkeit)
aufrecht. Wöchentlich 1-2 mal holt sich Frl. Hirsch aus dem über eine Stunde
entfernten Mühringen Fleisch und
auch die Mazzos sind alljährlich gleichzeitig eine Art Gruß der
jüdischen Außenwelt. Mit einem gewissen Stolz und Verantwortungsgefühl
sprach Herr Hirsch vom Friedhof, von den toten Zeugen einer vor nicht
allzu langer Zeit noch blühenden Gemeinde, deren Bewachung ihm allein
noch anvertraut ist, nachdem alle, alle weggegangen sind, teils lebend,
teils tot... Kein Rabbiner, kein Gemeindeverband ist zuständig...
Allsabbatlich verrichtet das alte Fräulein pietätvoll in der
Frauensynagoge ihre anspruchslose Andacht mit mit Rührung erzählt sie
mir, wie sie dabei noch die Melodien zu vernehmen meint, die in ihrer
Jugend, vor Jahrzehnten, das damals noch volle Gotteshaus erfüllten. Und
einmal, vor Monaten, da erlebte sie es, dass eine Esragruppe unter Leitung
des Lehrers Spier der benachbarten Gemeinde Haigerloch auf ihrer Wanderung
Dettensee berührte und in der Synagoge Gottesdienst abhielt. Die kahlen
Wände hallten wider von den lange nicht vernommenen Lauten und auf der
Frauenempore begleitete das Fräulein diesen letzten Gottesdienst mit
bitteren Tränen.
In der Synagoge sind sämtliche Fensterscheiben eingeschlagen, aber nicht
durch Menschenhand, wie man im Jahre 1929 in deutschen Landen zu vermuten
manchen Anlass hat, vielmehr lange vor dem Krieg geschah es durch
Hagelschlag - aber keine Möglichkeit und kein Bedürfnis zur
Wiederherstellung. Der Toraschrein ohne Bekleidung hält ewige Trauer und
in den leeren Ständen haben die Vögel ihre Nester gebaut.
Unwillkürlich dachte ich an Jesajas Wort: 'Pelikan und Kröte nehmen es
in Besitz, Eule und Rabe wohnen darin und er spannt darüber die
Messschnur der Verödung und das Lot der Verwüstung. Ihre Edlen sind
nicht da und all ihre Fürsten sind dahin, Und aufschießt in ihren
Palästen Gestrüpp, Nesseln und Dornen in ihnen und sie wird zur Wohnung
der Schakale, ein Gehöft der Strauße...'
Freilich, Jesaja prophezeit es Edom... P." |
Zu einzelnen
Personen aus der jüdischen Gemeinde
Über den Maler Hirschfelder
Anzeigen
jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen
Fanni Ottenheimer sucht eine Stelle in einem Haushalt
(1890)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 16. Juni 1890: "Ein
israelitisches Mädchen, gesetzten Alters, sucht Stellung, am liebsten bei
einem älteren Manne oder eine alleinstehenden Frau. Ansprüche
bescheiden. Gefällige Offerten richte man an Fanni Ottenheimer, Dettensee
Post Empfingen (Hohenzollern)." |
Zur Geschichte des Betsaals/der Synagoge
Im 18. Jahrhundert waren die jüdischen
Familien (1764: 23) in zwei von der Herrschaft zur Verfügung gestellten Häusern
zusammen untergebracht ("Großer Judenbau" bzw. "Judenkaserne"
genannt; eines der Gebäude ist erhalten: Tabernwasener Weg 11; das zweite ist
teilweise - völlig umgebaut – in dem Gebäude Neuneckstraße 2 aufgegangen).
Bis um 1820 änderte sich an diesen beengten Verhältnissen nichts, zudem auch
ein Betsaal und ein Schulraum in den Häusern eingerichtet war. Um 1840
war das ehemalige Pfarrhaus auf dem Grundstück des heutigen Tabernwasener Weg 7
von drei jüdischen Familien bewohnt.
Ab wann ein Betsaal für Gottesdienste vorhanden war, ist
nicht bekannt. 1749 beschloss die Judenschaft mit Genehmigung der Herrschaft,
von jedem zuziehenden Glaubensgenossen drei Gulden Einzugsgeld zu ergeben. Diese
wurden zur Bestreitung der Kosten "für erkaufte zehn Gebote (= Torarolle)
und andere Notwendigkeiten in der Synagoge" verwendet.
1811 bat die Gemeinde um Erlaubnis zum Bau einer
Synagoge und erwarb hierzu von der Regierung einen Bauplatz für 185 Gulden.
Mit Hilfe von Spenden auswärtiger Juden gelang es, den Synagogenbau durchzuführen.
1820 wurde er vollendet und am 5. Juli in Gegenwart des Oberamtmanns
durch den Rabbiner von Hechingen eingeweiht. Ende
des 19. Jahrhunderts ging die Zahl der jüdischen Einwohner rapide zurück: 1890
gab es noch 100 jüdische Gemeindeglieder (1898: 48). 1902 waren nur noch
vier Männer in der Gemeinde wohnhaft, den Lehrer mit eingeschlossen. Spätestens
damals musste der Gottesdienst eingestellt werden. Es wurde beschlossen, die Synagoge
zu schließen und sie später abzubrechen. Man wollte verhindern, dass das
Gebäude für profane Zwecke benützt werden könnte. Die Torarollen wurden in
andere Gemeinden gegeben; die Armen- und Jahrzeitstiftungen Dettensees wurden
nach Haigerloch überwiesen.
1913 erklärte sich der letzte jüdische Einwohner
Dettensees (Hermann Hirsch) auf Veranlassung des Oberamtmanns von
Schulz-Hausmann bereit, die Synagoge der politischen Gemeinde zur Umwandlung in
ein Gemeindehaus zu überlassen. Der Dettenseer Gemeinderat konnte diesem
Angebot "aus Geldmangel" nicht zustimmen. Weitere Versuche, das Gebäude
jüdischen Verbänden zur Benutzung als Kinderheim abzutreten, scheiterten an
der ungünstigen Lage von Dettensee. In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg
verfiel die Synagoge immer mehr. In einem Bericht von 1926 liest man: "Noch
sind Mauern und Dachstuhl fest, noch zeigt der Bau Spuren alter Schönheit. Über
dem Portal ist noch ein guterhaltenes Wappen im Stein zu sehen. Die alten schönen
Glasleuchter hängen noch im Raum; die kleine, aber in sehr gefälligen Formen
gehaltene, mit schön geschnitzten und vergoldeten Löwen geschmückte heilige
Lage hebt sich von dem satten Blau eines gemalten Fürstenmantels wirkungsvoll
ab. Der zierliche Almemor steht noch an seinem Platz und ringsherum ein Teil der
Ständer (Synagogenbänke haben die Dettenseer nie gehabt). Aber von der Decke
bröckelt der Mörtel hernieder, Schwalben nisten im Raum und beschmutzen ihn,
Bubenhände haben Fenster und Leuchter schwer beschädigt. Der heilige Raum ist
ein Bild des Verfalls geworden, ein Sinnbild der verfallenden jüdischen
Landgemeinden Deutschlands". Nach einem Plan von 1926, der jedoch aus
Kostengründen nicht verwirklicht wurde, sollten die Steine der Synagoge
Dettensee beim Bau einer neuen Synagoge in Horb verwendet werden. Über diesen
letzten "Rettungsversuch" der Synagoge in Dettensee liest man in einem
Brief von Hans Georg Hirsch:
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Aus einem Brief von Hans Georg Hirsch, Enkel von Louis Hirsch (1858-1941),
des früheren Vizepräsidenten des Oberrats der Israeliten Württembergs, und
Sohn von Dr. Otto Hirsch (1885-1941)
(in: Mitteilungen des Träger- und Fördervereins Ehemalige Synagoge Rexingen 3
vom Juli 2002):
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In einem Vortrag, den der Haigerlocher Lehrer Gustav Spier
im April 1930 in Hechingen über die Geschichte der jüdischen Gemeinde
Dettensees hielt, meinte dieser, dass die Dettenseer Synagoge "unstreitig
als der bedeutendste Synagogenbau in Hohenzollern" gelten könne. Im selben
Monat (April 1930) ist die Synagoge abgebrochen worden. Sie stand auf dem
heutigen Grundstück Georg-Schorpp-Str. 16-18. Beim Abbruch der Synagoge in
Nordstetten 1937 wurde auch an den damals schon mehrere Jahre zurückliegenden
Abbruch der Synagoge Dettensee erinnert:
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 7. Mai 1937:
"Stuttgart. Das 'Reutlinger Tageblatt' meldet: Schon vor Jahren wurde
die Synagoge in Dettensee an der
Straße nach der Ortschaft Nordstetten gänzlich abgebrochen und
beseitigt. Jetzt ist an der Stelle, wo früher die Synagoge stand, ein
Garten. Nun ist in der Nachbarschaft, und zwar in Nordstetten bei Horb,
dieser Tage eine ähnliche Arbeit vorgenommen worden. Die Synagoge, die an
das Gasthaus zum 'Ochsen' angebaut war, wurde vom Gastwirt käuflich
erworben und bis auf die Grundmauern abgebrochen." |
Ein Pfeiler aus der Synagoge blieb
erhalten und wurde auf dem jüdischen Friedhof als Grabstein verwendet (Grab des
Hermann Hirsch mit Inschrift zum Gedenken an die Synagoge). Die ehemalige Eingangstür der Synagoge ist heute im Gebäude Neuneckstraße 47 als
Teil einer Schreinerwerkstatt (erbaut 1930) eingebaut. Die
fünf wertvollen Glaskandelaber (Leuchter) aus venetianischem Glas kamen
nach Buchau und wurden in der dortigen jüdischen Gemeinde in mühevoller Arbeit
restauriert. Sie wurden beim Brand der Synagoge Buchau am 11. (!) November 1938
zerstört. Das Synagogensilber aus dem 17./18. Jahrhundert der
Dettenseer Synagoge (Toraschilde, -kronen, Rimonim, Jad) befindet sich im Judaica
Museum of Greater Phoenix, Arizona, wohin es über eine der letzten beiden
in Dettensee lebenden Familien (Familie Rosenheimer) gelangt ist. Familie Max
Rosenheimer in Phoenix übergab das Silber am 1. Juni 1971 dem Museum (Sylvia
Plotkin Judaica Museum of Temple Beth Israel, Scottsdale, Arizona).
Fotos
Historische Fotos:
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Die ehemalige Synagoge Dettensee |
Innenaufnahme |
Fotos nach 1945/Gegenwart:
(Fotos: Sammlung Hahn; Fotograf der beiden Türenbilder: Heinz Gaus,
Haigerloch; Aufnahmedatum 25.7.1997)
| Fotos 1997: |
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Die Tür der ehemaligen Synagoge, eingebaut im Gebäude
Neuneckstraße 47 |
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neuere Fotos werden noch eingetragen |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Gemeindezeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs.
Jg. III Nr. 7, 8, 9, 11; Jg. VII Nr. 3 vom 1.5.1930 S. 38f; Jg. VI Nr. 7 vom
1.7.1929 S. 96f; Nr. 10 vom 1.1.1930 S. 264, Nr. 21 vom 1.2.1930 S. 257. |
 | Paul Sauer: Die jüdischen Gemeinden in Württemberg und
Hohenzollern.
1968. S. 66-68. |
 | Hans Peter Müller:
Die Juden in der Grafschaft Hohenberg, in: Der Sülchgau 25 (1981) S. 36-43. |
 | H. I. Bach: Zur Geschichte einer schwäbisch-jüdischen Familie, in: Rosch Haschana 5730 (1970)
S. 19-22. |
 | Franz Xaver Holder: Geschichte des Oberamts Haigerloch. 1928.
S. 355-356. |
 | Helmut J. Gabeli: in: Möglichkeiten des
Erinnerns. 1997 S. 36-38. |
 | Herbert Zander: Zur jüdischen Geschichte von Dettensee (Monographie in
Erarbeitung). |
 | Joachim
Hahn / Jürgen Krüger: "Hier ist nichts anderes als
Gottes Haus...". Synagogen in Baden-Württemberg. Band 1: Geschichte
und Architektur. Band 2: Orte und Einrichtungen. Hg. von Rüdiger Schmidt,
Badische Landesbibliothek, Karlsruhe und Meier Schwarz, Synagogue Memorial,
Jerusalem. Stuttgart 2007. |
 | Literatur zu Salomon Hirschfelder: |
 | Herbert Zander: Salomon Hirschfelder, Leben und Werk
eines Multitalents aus Hohenzollern. In: Hohenzollerische Heimat Jg. 53 Nr.
4 Dezember 2003. S. 59-64 und Nr. 1 März 2004 S. 1-5. |
 | Bernd Ballmann: Salomon Hirschfelder, 1831-1903, ein
Genremaler aus Dettensee. In: Schwäbische Heimat. Jg. 54 Heft 2 April 2003
S. 139-150.
|

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Dettensee Hohenzollern. A quota of 23 families
was present from 1720 to the 1830s under letters of protection, eking out a
living as peddlers and as traders in horses and cattle, hides and copperware. A
synagogue was opened in 1920, a cemetery in
1830 and a Jewish public school in 1826. The Jewish population dropped from 173
in 1830 to 48 in 1898 through emigration. The two Jews remaining in 1933 were
attached to the Haigerloch community.

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