Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Dettensee (Stadt Horb am Neckar, Landkreis Freudenstadt) 
Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer  
Zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde  
Vom Ende der jüdischen Gemeinde  
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen    
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen 
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte  
Links und Literatur   

  

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)  
  
In dem bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zum Kloster Muri (Schweiz), dann zu Hohenzollern-Sigmaringen gehörenden Dettensee bestand eine jüdische Gemeinde bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 17. Jahrhunderts zurück. Erstmals werden 1579/80 (Jud Baruch in Mühringen, vormals Dettensee), dann wieder 1688 jüdische Einwohner genannt. 1764 lebten die damals 23 jüdischen Familien in drei für sie errichteten herrschaftlichen Gebäuden (mehr dazu unten im Abschnitt zur Synagoge). Mit Ausnahme des Lehrers, des Vorsängers und eines Wirtes waren alle jüdischen Haushaltsvorsteher Händler, die mit Vieh, Pferden Kupfer, Leder, Fellen, Betten, Kurzwaren, Kesseln, Pfannen usw. handelten. 
 
Die jüdischen Familien lebten in sehr armseligen Verhältnissen. 1807 lebten 11 der 23 Familien von Almosen. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts verbesserten sich die Vermögensverhältnisse. 
    
Seit den 1830er-Jahren konnten die jüdischen Familien auch außerhalb der für sie bestimmten herrschaftlichen Gebäude im Ort leben. So war um 1840 das ehemalige  Pfarrhaus auf dem Grundstück des heutigen Tabernwasener Weg 7 von drei jüdischen Familien bewohnt. An jüdischen Häusern aus dem 19. Jahrhundert sind noch bekannt die Gebäude Georg-Schorpp-Straße 4 und 23, Neuneckstraße 15, 17, 21 und 25 sowie Tabernwasener Straße  23. Im Gebäude Neuneckstraße 17 war das ehemalige jüdische Gasthaus "Sonne".   
    
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: 1809 126 jüdische Einwohner, 1830 173 (Höchstzahl der jüdischen Einwohner, 1890 100, 1898 48, 1904 8, 1907 4.    
    
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge (s.u.), eine Religionsschule (von 1826 bis 1902 öffentliche israelitische Volksschule), ein rituelles Bad (befand sich vermutlich bei der Synagoge - ehemaliges "Brunnenhaus") sowie einen Friedhof. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war (vgl. Ausschreibungen der Stelle unten). Von 1822 bis 1836 hatte Dettensee einen eigenen Rabbiner (Marx Hirsch, der selbst aus Dettensee stammte). Danach gehörte die Gemeinde zum Rabbinat Haigerloch. Der letzte jüdische Lehrer Ende des 19. Jahrhunderts (noch um 1899) hieß Friedmann. 
  
Bereits um 1900 war durch die schnell zurückgegangene Zahl der Gemeindemitglieder kein jüdisches Gemeindeleben mehr möglich. 
     
1933
waren noch Hermann Hirsch (gest. 1. Juli 1934) und seine Schwester Luise Hirsch am Ort (wohnhaft im Gebäude Neuneckstraße 21). Luise Hirsch wurde über Oberstotzingen 1942 nach Theresienstadt deportiert, von hier aus nach Maly Trostinec, wo sie ermordet wurde.  
   
Von den in Dettensee geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"):    Sofie Barth geb. Tannhauser (1865), Klara Fleschner geb. Stern (1895), Luise Hirsch (1868), Paula Kahn geb. Stern (1893), Max Oppenheimer (1872), Charlotte Rosenheimer geb. Tannhauser (1863), Mina Rosenheimer (1890), Frieda Salomon geb. Stern (1887), Sigmund Schwan (1876), Albert Stern (1892), Arthur Stern (1888), Ida Wormser geb. Stern (1865).   
    
    
    
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
 
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer  
Ausschreibungen der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet 1870 / 1876  

Dettensee AZJ 24051870.jpg (31658 Byte)Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 24. Mai 1870: "Die hiesige Lehrer-, Kantor und Schächterstelle soll sofort wieder besetzt werden. Gehalt 300 Gulden bis 400 Gulden. Freie Wohnung und Nebeneinkommen. Reflektanten wollen sich beim unterzeichneten Vorsteheramte melden. 
Dettensee, den 12. Mai 1870. Israelitisches Vorsteheramt."  
  
Dettensee AZJ 14061870.jpg (45290 Byte)Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 14. Juni 1870: "Die hiesige Lehrer-, Kantor- und Schächterstelle soll sofort wieder besetzt werden. Gehalt 400 Gulden - freie Wohnung und Nebeneinkommen. Reflektanten wollen sich beim unterzeichneten Vorsteheramte melden. 
Dettensee, Amts Haigerloch in Hohenzollern, den 2. Juni 1870. Israelitisches Vorsteheramt."
  
Dettensee Israelit 19101876.jpg (59902 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. Oktober 1876: "Die hiesige israelitische Gemeinde sucht einen seminaristisch gebildeten Lehrer und Vorsänger zu möglichst baldigem Eintritt. Die fixe Besoldung beträgt 1.100 Mark; für 250 Mark Nebeneinkommen wird garantiert und wird dem anzustellenden Lehrer freie, für eine Familie ausreichende Wohnung gewährt. Die Bewerber brauchen die zweite Dienstprüfung nicht erstanden zu haben. 
Das israelitische Kirchenvorsteheramt: Jacob Levy. Leopold Stern. Dettensee, Oberamt Haigerloch."

    
   
Vom Ende der jüdischen Gemeinde  
Bericht eines Besuchers in Dettensee (1921)     

Dettensee AZJ 16091921.jpg (73684 Byte) Zitat aus einem längeren Bericht über die jüdischen Schwarzwaldgemeinden Anfang der 1920er-Jahre in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 16. September 1921: "Das Traurigste, was mein Auge sehen musste, war in Dettensee, ebenfalls ja in Auerbachs Dorfgeschichten genannt. Eine prachtvolle Synagoge, weit gebaut und gewiss eine Zierde des Ortes, ist völlig dem Verfall anheimgegeben. Die Fester sind eingeschlagen, sodass man die schöne Inneneinrichtung durch die 'offenen Höhlen' bewundern kann. Noch ein Haushalt ist der letzte Rest einer einst nach Hunderten zählenden Gemeinde. Wer sorgt für die Erhaltung dieser heiligen Stätten? Der mit einer hohen Mauer umgebene Friedhof scheint noch gut in Ordnung zu sein." 

   
Bericht eines Besucher in Dettensee (1929)   

Dettensee Israelit 20031930.jpg (240882 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 20. März 1930: "Heilige Ruinen. Es war im Sommer 1929, als ich auf einer kleinen Ferienwanderung durch das südliche Württemberg und Hohenzollern, von Nordstetten kommend, das bereits hohenzollerische Dorf Dettensee passierte - oder vielmehr passieren wollte. Denn das erste Gebäude rechts an der Landstraße zeigte im Stil so unverkennbar das Bild einer Synagoge und zwar, dem äußeren nach zu urteilen, das einer unbenutzten und verlassenen, dass ich beschloss, etwas zu verweilen, um mich über das Nähere zu vergewissern. Ich erfuhr, dass eine jüdische Gemeinde nicht mehr existiere und dass ein älteres, unverheiratetes Geschwisterpaar die beiden einzigen noch am Orte lebenden Juden seien. Herr und Fräulein Hirsch empfingen mich freundlich, war ich doch nach langer Zeit wieder der erste Jude, der ihr Haus betrat. Der leidende alte Herr geht kaum mehr aus und so ist er von der lebendigen Berührung mit der jüdischen Welt abgeschlossen. Man denke sich: Kein Sabbatgottesdienst, kein Feiertag, kein Freudentag und kein Trauertag und dazu kein jüdischer Glaubensgenossen am Orte, der in der letzten Stunde zugegen sein könnte, den niederschmetternden Eindruck vollkommener Vereinsamung und Verlassenheit, den ich dort gewonnen, habe ich bis heute nicht vergessen. Freilich - die keineswegs nur synagogale altjüdische Frömmigkeit hält einen letzten Zusammenhalt mit dem jüdischen Zibbur (Öffentlichkeit) aufrecht. Wöchentlich 1-2 mal holt sich Frl. Hirsch aus dem über eine Stunde entfernten Mühringen Fleisch und auch die Mazzos sind alljährlich gleichzeitig eine Art Gruß der jüdischen Außenwelt. Mit einem gewissen Stolz und Verantwortungsgefühl sprach Herr Hirsch vom Friedhof, von den toten Zeugen einer vor nicht allzu langer Zeit noch blühenden Gemeinde, deren Bewachung ihm allein noch anvertraut ist, nachdem alle, alle weggegangen sind, teils lebend, teils tot... Kein Rabbiner, kein Gemeindeverband ist zuständig... 
Allsabbatlich verrichtet das alte Fräulein pietätvoll in der Frauensynagoge ihre anspruchslose Andacht mit mit Rührung erzählt sie mir, wie sie dabei noch die Melodien zu vernehmen meint, die in ihrer Jugend, vor Jahrzehnten, das damals noch volle Gotteshaus erfüllten. Und einmal, vor Monaten, da erlebte sie es, dass eine Esragruppe unter Leitung des Lehrers Spier der benachbarten Gemeinde Haigerloch auf ihrer Wanderung Dettensee berührte und in der Synagoge Gottesdienst abhielt. Die kahlen Wände hallten wider von den lange nicht vernommenen Lauten und auf der Frauenempore begleitete das Fräulein diesen letzten Gottesdienst mit bitteren Tränen. 
In der Synagoge sind sämtliche Fensterscheiben eingeschlagen, aber nicht durch Menschenhand, wie man im Jahre 1929 in deutschen Landen zu vermuten manchen Anlass hat, vielmehr lange vor dem Krieg geschah es durch Hagelschlag - aber keine Möglichkeit und kein Bedürfnis zur Wiederherstellung. Der Toraschrein ohne Bekleidung hält ewige Trauer und in den leeren Ständen haben die Vögel ihre Nester gebaut. 
Unwillkürlich dachte ich an Jesajas Wort: 'Pelikan und Kröte nehmen es in Besitz, Eule und Rabe wohnen darin und er spannt darüber die Messschnur der Verödung und das Lot der Verwüstung. Ihre Edlen sind nicht da und all ihre Fürsten sind dahin, Und aufschießt in ihren Palästen Gestrüpp, Nesseln und Dornen in ihnen und sie wird zur Wohnung der Schakale, ein Gehöft der Strauße...'  
Freilich, Jesaja prophezeit es Edom... P."

    
  
Zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde  
Über den Maler Salomon Hirschfelder (1831-1903)      

Salomon Hirschfelder (geb. 1831 Dettensee, gest. 1903 München), Maler (eingetragen im Matrikelbuch der Akademie der Bildenden Künste München 1853). Beliebt waren seine heiteren Volksszenen, die er in Bildern kleineren Formats herstellte. Im Horber Stadtmuseum "Hoher Giebel" befinden sich seit 1982 als Leihgaben des Landes Baden-Württemberg zwei Gemälde des Künstlers: "Die Brotvisitation" (2. Fassung, datier 1876) und "Das Dienstmädchenbüro" (2. Fassung, datiert 1896). Das Museum besitzt auch die Holzstiche nach den verschollenen Erstfassungen beider Bilder aus damaligen illustrierten Zeitschriften und das Ölgemälde "Portrait einer jungen Dame im roten Kleid", datiert 1900 (Angaben von Agnes Maier, Stadtverwaltung Horb). Neu erworben wurde 1988 das nachstehende abgebildete Gemälde: 
     

Erinnerung an die Heimat Dettensee und das elterliche Haus
(1873 in Öl gemalt von Salomon Hirschfelder; das Bild ist seit 2008 im Besitz der Stadt Horb und wird nach einer Restaurierung neben anderen anderen von Salomon Hirschfelder ausgestellt werden)

Dettensee Hirschfelder 201.jpg (60709 Byte) Dettensee Hirschfelder 200.jpg (51388 Byte)
    Aufschrift: "Stube im Haus meiner Urgroßeltern Meier (1786-1872) und Sara Hirschfelder 
in Dettensee, gemalt von deren Sohn Salomon Hirschfelder". Die Aufschrift wurde von einem
 Urenkel erstellt. Bei Meier und Sara Hirschfelder handelt es sich um die Eltern des Malers.
        
Weiteres Werk von 
Salomon Hirschfelder
Hirschfelder Schlittenfahrt.jpg (14704 Byte)  
  "Heimkehr von der Schlittenfahrt" (1877)  
     

Beitrag von Dr. Adolf Kohut über "Samuel Hirschfelder, ein humoristischer Genremaler" (1902)  
Anmerkung: Bei Adolf Kohut (geb. 1848 in Mindszent, Ungarn, gest. 1917 in Berlin) handelte es sich um einen vielfach ausgezeichneten Journalisten und Literatur-/Kulturhistoriker. Siehe Wikipedia-Artikel "Adolph Kohut".       

Artikel in der "Allgemeinen
 Zeitung des Judentums" 
vom 14. November 1902: 
Zum Lesen bitte Textabbildungen anklicken.    
     
Dettensee AZJ 14111902a.jpg (394201 Byte)    Dettensee AZJ 14111902b.jpg (336721 Byte)  
  
Dettensee AZJ 21111902.jpg (306586 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung 
des Judentums" 
vom 21. November 1902:
 Fortsetzung.   
Dettensee AZJ 21111902a.jpg (258721 Byte)    

     
     
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen  
Fanni Ottenheimer sucht eine Stelle in einem Haushalt (1890)  

Dettensee Israelit 16061890.jpg (33724 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 16. Juni 1890: "Ein israelitisches Mädchen, gesetzten Alters, sucht Stellung, am liebsten bei einem älteren Manne oder eine alleinstehenden Frau. Ansprüche bescheiden. Gefällige Offerten richte man an Fanni Ottenheimer, Dettensee Post Empfingen (Hohenzollern)."

    
    
    
Zur Geschichte des Betsaals/der Synagoge               
    
Im 18. Jahrhundert waren die jüdischen Familien (1764: 23) in zwei von der Herrschaft zur Verfügung gestellten Häusern zusammen untergebracht ("Großer Judenbau" bzw. "Judenkaserne" genannt; eines der Gebäude ist erhalten: Tabernwasener Weg 11; das zweite ist teilweise - völlig umgebaut – in dem Gebäude Neuneckstraße 2 aufgegangen). Bis um 1820 änderte sich an diesen beengten Verhältnissen nichts, zudem auch ein Betsaal und ein Schulraum in den Häusern eingerichtet war. Um 1840 war das ehemalige Pfarrhaus auf dem Grundstück des heutigen Tabernwasener Weg 7 von drei jüdischen Familien bewohnt.  
      
Ab wann ein Betsaal für Gottesdienste vorhanden war, ist nicht bekannt. 1749 beschloss die Judenschaft mit Genehmigung der Herrschaft, von jedem zuziehenden Glaubensgenossen drei Gulden Einzugsgeld zu ergeben. Diese wurden zur Bestreitung der Kosten "für erkaufte zehn Gebote (= Torarolle) und andere Notwendigkeiten in der Synagoge" verwendet.  
     
1811 bat die Gemeinde um Erlaubnis zum Bau einer Synagoge und erwarb hierzu von der Regierung einen Bauplatz für 185 Gulden. Mit Hilfe von Spenden auswärtiger Juden gelang es, den Synagogenbau durchzuführen. 1820 wurde er vollendet und am 5. Juli in Gegenwart des Oberamtmanns durch den Rabbiner von Hechingen eingeweiht.  Ende des 19. Jahrhunderts ging die Zahl der jüdischen Einwohner rapide zurück: 1890 gab es noch 100 jüdische Gemeindeglieder (1898: 48). 1902 waren nur noch vier Männer in der Gemeinde wohnhaft, den Lehrer mit eingeschlossen. Spätestens damals musste der Gottesdienst eingestellt werden. Es wurde beschlossen, die Synagoge zu schließen und sie später abzubrechen. Man wollte verhindern, dass das Gebäude für profane Zwecke benützt werden könnte. Die Torarollen wurden in andere Gemeinden gegeben; die Armen- und Jahrzeitstiftungen Dettensees wurden nach Haigerloch überwiesen.  
     
1913 erklärte sich der letzte jüdische Einwohner Dettensees (Hermann Hirsch) auf Veranlassung des Oberamtmanns von Schulz-Hausmann bereit, die Synagoge der politischen Gemeinde zur Umwandlung in ein Gemeindehaus zu überlassen. Der Dettenseer Gemeinderat konnte diesem Angebot "aus Geldmangel" nicht zustimmen. Weitere Versuche, das Gebäude jüdischen Verbänden zur Benutzung als Kinderheim abzutreten, scheiterten an der ungünstigen Lage von Dettensee. In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg verfiel die Synagoge immer mehr. In einem Bericht von 1926 liest man: "Noch sind Mauern und Dachstuhl fest, noch zeigt der Bau Spuren alter Schönheit. Über dem Portal ist noch ein guterhaltenes Wappen im Stein zu sehen. Die alten schönen Glasleuchter hängen noch im Raum; die kleine, aber in sehr gefälligen Formen gehaltene, mit schön geschnitzten und vergoldeten Löwen geschmückte heilige Lage hebt sich von dem satten Blau eines gemalten Fürstenmantels wirkungsvoll ab. Der zierliche Almemor steht noch an seinem Platz und ringsherum ein Teil der Ständer (Synagogenbänke haben die Dettenseer nie gehabt). Aber von der Decke bröckelt der Mörtel hernieder, Schwalben nisten im Raum und beschmutzen ihn, Bubenhände haben Fenster und Leuchter schwer beschädigt. Der heilige Raum ist ein Bild des Verfalls geworden, ein Sinnbild der verfallenden jüdischen Landgemeinden Deutschlands". Nach einem Plan von 1926, der jedoch aus Kostengründen nicht verwirklicht wurde, sollten die Steine der Synagoge Dettensee beim Bau einer neuen Synagoge in Horb verwendet werden. Über diesen letzten "Rettungsversuch" der Synagoge in Dettensee liest man in einem Brief von Hans Georg Hirsch:   

Aus einem Brief von Hans Georg Hirsch, Enkel von Louis Hirsch (1858-1941), des früheren Vizepräsidenten des Oberrats der Israeliten Württembergs, und Sohn von Dr. Otto Hirsch (1885-1941) (in: Mitteilungen des Träger- und Fördervereins Ehemalige Synagoge Rexingen 3 vom Juli 2002):  "... und nun zu einem persönlichen Erlebnis von mir, das vielleicht ... wert ist festgehalten zu werden. Im Jahre 1927 waren der Abbruch der nicht mehr benutzten Synagoge in Dettensee und der Bau einer Synagoge in der Stadt Horb selbst geplant. Dettensee, im damals preußischen Hohenzollern gelegen, unterstand nicht der Jurisdiktion des Oberrats der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs. Trotzdem kam man auf den Gedanken, dass das nach dem Dettenseer Synagogenabbruch etwa noch verwendbare Baumaterial zum Bau der Horber Synagoge verwendet werden könne. Man sah darin eine geradezu heilige Aufgabe, jenes etwa verfügbare Baumaterial nicht zu veräußern, sondern es zum Bau einer neuen Synagoge zu verwenden. Mein Großvater Louis Hirsch, der damals als Vizepräsident des Oberrats wirkte, und Leopold Levi, ein anderes Mitglied des siebenköpfigen Oberrats, der später der Nachfolger meines Großvaters wurde, sollten an Ort und Stelle nachprüfen, ob man das Projekt verwirklichen könne. Mein Großvater nahm mich, damals im Frühjahr 1927 zehnjährig, auf die Reise in einem gemieteten Auto mit, ein mir unvergesslich gebliebenes Erlebnis. Zum allgemeinen Bedauern stellte sich heraus, dass die Beförderungskosten des Baumaterials von Dettensee nach Horb so teuer sein würden, dass man den Plan nicht verwirklichen könne. Ich erinnere mich insbesondere an unseren Besuch bei einem Herrn Hirsch in Dettensee (mit uns nicht verwandt), von dem es hieß, er sei der letzte dort ansässige jüdische Glaubensgenosse...".  

In einem Vortrag, den der Haigerlocher Lehrer Gustav Spier im April 1930 in Hechingen über die Geschichte der jüdischen Gemeinde Dettensees hielt, meinte dieser, dass die Dettenseer Synagoge "unstreitig als der bedeutendste Synagogenbau in Hohenzollern" gelten könne. Im selben Monat (April 1930) ist die Synagoge abgebrochen worden. Sie stand auf dem heutigen Grundstück Georg-Schorpp-Str. 16-18. Beim Abbruch der Synagoge in Nordstetten 1937 wurde auch an den damals schon mehrere Jahre zurückliegenden Abbruch der Synagoge Dettensee erinnert:

Nordstetten Israelit 07051937s.jpg (67248 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 7. Mai 1937: "Stuttgart. Das 'Reutlinger Tageblatt' meldet: Schon vor Jahren wurde die Synagoge in Dettensee an der Straße nach der Ortschaft Nordstetten gänzlich abgebrochen und beseitigt. Jetzt ist an der Stelle, wo früher die Synagoge stand, ein Garten. Nun ist in der Nachbarschaft, und zwar in Nordstetten bei Horb, dieser Tage eine ähnliche Arbeit vorgenommen worden. Die Synagoge, die an das Gasthaus zum 'Ochsen' angebaut war, wurde vom Gastwirt käuflich erworben und bis auf die Grundmauern abgebrochen."  

Ein Pfeiler aus der Synagoge blieb erhalten und wurde auf dem jüdischen Friedhof als Grabstein verwendet (Grab des Hermann Hirsch mit Inschrift zum Gedenken an die Synagoge). Die ehemalige Eingangstür der Synagoge wurde im Gebäude Neuneckstraße 47 als Teil einer Schreinerwerkstatt (erbaut 1930) eingebaut. Die fünf wertvollen Glaskandelaber (Leuchter) aus venetianischem Glas kamen nach Buchau und wurden in der dortigen jüdischen Gemeinde in mühevoller Arbeit restauriert. Sie wurden beim Brand der Synagoge Buchau am 11. (!) November 1938 zerstört. Das Synagogensilber aus dem 17./18. Jahrhundert der Dettenseer Synagoge (Toraschilde, -kronen, Rimonim, Jad) befindet sich im Judaica Museum of Greater Phoenix, Arizona, wohin es über eine der letzten beiden in Dettensee lebenden Familien (Familie Rosenheimer) gelangt ist. Familie Max Rosenheimer in Phoenix übergab das Silber am 1. Juni 1971 dem Museum (Sylvia Plotkin Judaica Museum of Temple Beth Israel, Scottsdale, Arizona).  
  
Nach Abriss des Gebäudes Neuneckstraße 47 (2010) wurde die ehemalige Synagogentür (zweiteilige Holztüre mit Steineinfassung) gesichert. Sie werden vermutlich einen neuen Platz in der ehemaligen Synagoge in Haigerloch finden.    
    
   
   
Fotos 
Historische Fotos: 

Dettensee Synagoge 004.jpg (91123 Byte)

Dettensee Synagoge 003.jpg (63201 Byte)
Die ehemalige Synagoge Dettensee   Innenaufnahme  

   
Fotos nach 1945/Gegenwart:  
(Fotos: Sammlung Hahn; Fotograf der beiden Türenbilder: Heinz Gaus, Haigerloch; Aufnahmedatum 25.7.1997) 

Fotos der erhaltenen 
Synagogentüre (1997)
Dettensee Synagoge 001.jpg (90458 Byte) Dettensee Synagoge 002.jpg (38900 Byte)
  Die Tür der ehemaligen Synagoge, eingebaut im Gebäude Neuneckstraße 47
(Gebäude wurde inzwischen abgebrochen; zur Rettungsaktion für die Synagogentür
 siehe Artikel unten vom März 2011; seit November 2011 ist die Tür in der
 Dauerausstellung der ehemaligen Synagoge Haigerloch)  
    

        
  
   
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte   

September 2010: Ausstellung über den Maler Salomon Hirschfelder in Horb      
Artikel von Peter Morlok im "Schwarzwälder Boten" vom 5. September 2010 (Artikel):   
"Der "seltsame" Künstler aus Dettensee. 
Horb.
Am Vorabend zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur, dessen Fokus in diesem Jahr auf der bildenden Kunst liegt, fand im Bürgerkulturhaus ein Kunstgespräch über das Leben und das Werk des jüdischen Künstlers Salomon Hirschfelder statt. 
Rund 40 Besucher folgten der Einladung des Stadtmuseums Horb und des Rexinger Synagogenvereins zu dieser Veranstaltung. Horb hat sich in den vergangenen Jahren zum "Hirschfelder-Zentrum" entwickelt, denn beide Hauptwerke des Malers, der am 16. Mai 1831 in Dettensee geboren wurde, hängen als Leihgabe des Landes in Horb, und weitere Arbeiten des Malers vervollständigen die größte Hirschfelder-Ausstellung, die es derzeit weltweit gibt. Den vielleicht größten Anteil an dieser Entwicklung hat der ehemalige MGG-Lehrer und Kunstkenner Bernd Ballmann, dessen Hartnäckigkeit es zu verdanken ist, dass die "Brotvisitation" den Weg an den Neckar fand und zudem das Meisterwerk "Dienstmädchenbüro" aus den Schatzkammern des Landes geholt wurde und seit 1983 in Horb ausgestellt wird. 
Ballmann erzählte humorvoll die Geschichte um die Irrungen und Wirrungen die man umgehen musste, um beide Werke nach Horb zu holen. Als 1977 erstmals ein Käufer für die "Brotvisitation" gesucht wurde, reiste Ballmann nach Stuttgart in das Kunsthaus Bühler, die das Werk anboten. Bei dem mittleren fünfstelligen Betrag, den das Bild damals kosten sollte, war an einen direkten Ankauf nicht zu denken. Die Option "Leihgabe-Erwerb" durch das Land war jedoch möglich. Nur war dieses Verfahren an mehrere Bedingungen geknüpft, von denen Horb nur den Passus "der Museumsträger muss außerstande sein, den Kunstgegenstand zu erwerben" voll erfüllen konnte. Aus dem Kauf wurde nichts, und es sollte nochmals drei Jahre dauern, bis sich eine weitere Chance bot. Dieses Mal erhielt Horb den Zuschlag, und Bernd Ballmann nutzte die Gunst der Stunde und holte auch das "Dienstmädchenbüro" aus den Katakomben der Staatsgalerie nach Horb.
Bei beiden Werken handelt es sich um die zweite Version eines verschollenen Gemäldes. Abbildungen der Erstfassungen in Holzschnitten sind ebenfalls im Heimatmuseum vorhanden. Ballmann erklärte anhand beider Bildversionen in einer Gegenüberstellung die Entwicklungsgeschichte der Werke und sah die vielen kleinen, dafür umso prägnanteren Verbesserungen als einen Glücksfall für die Genre-Kunst des Salomon Hirschfelder an.
Agnes Maier beleuchtete die Lebensgeschichte des Künstlers, der 1860 von Dettensee nach München umzog (siehe auch Bericht unten). Damals bescheinigte ihm der Dettenseer Gemeinderat einen ausgezeichneten Lebenswandel und dass er ein "seltsamer" Künstler – damals ein Lob – sei. Neben seinem Schaffen als Maler war Hirschfelder auch lange Zeit seines Lebens der Musik zugetan. In der Kapelle von Franz Strauß, dem Vater von Richard Strauß, war das Multitalent über 25 Jahre als Flötist tätig. Die Kapelle "Wilde Gungel" gibt es noch heute. Fotografie und technische Experimente, die zu einigen Patenten führten, waren weitere Schaffensphasen von Salomon Hirschfelder. In Dettensee ist der jüdische Künstler unter sehr ärmlichen Bedingungen aufgewachsen, wie Hans Peter Müller – in Vertretung für Herbert Zander – in der Hinführung zum Themenschwerpunkt ausführlich darlegte. Es waren jedoch Lebensumstände, die den Künstler prägten. Dettensee, aus dem Blickwinkel des Malers, findet der Betrachter daher in vielen Werken wieder. Horb hat einen berühmten Maler, der lange Zeit verschwunden war, wieder aufleben lassen, seine Werke in Erinnerung gerufen und sie mit dieser Veranstaltung nochmals manifestiert. 
Die Ausstellung der Hirschfelder-Bilder kann noch bis Mittwoch, 29. September, im Bürgerkulturhaus angesehen werden und zwar immer montags und mittwochs von 14 bis 17 Uhr (Eingang bei der Stadtbücherei)."
    
März 2011: Rettungsaktion für die ehemalige Synagogentür - initiiert durch den Gesprächskreis ehemalige Synagoge Haigerloch gemeinsam mit der Sparkasse Zollernalb    
Artikel in der Website "175 Projekte" (Projektbeschreibung): "Einzige originale Synagogentür Hohenzollerns 
Kurze Beschreibung
: Durch die Aufmerksamkeit eines Lokalhistorikers* konnten im Herbst 2010 die Türe und Türeinfassung der früheren Synagoge Dettensee gerettet werden. Sie war über Jahrzehnte, weitgehend unbekannt, Türe einer Werkstatt, die nun abgerissen wurde.
Die zweiteilige Holztüre und die Steineinfassung wurden durch ehrenamtliches Engagement gesichert, abgebaut und zwischengelagert.
Türe und Steineinfassung dieses einmaligen Zeugnisses müssen nun konserviert werden und sollen dann im Rahmen der Dauerausstellung "Spurensicherung: Jüdisches Leben in Hohenzollern" in der ehemaligen Synagoge in Haigerloch (dort wird die jüdische Geschichte Dettensees, Hechingens und Haigerlochs seit 2004 vorgestellt) gezeigt werden.
Türe und Steineinfassung bilden ein einmaliges, unersetzbares Original. Im Jahr des Jubiläums der Sparkasse Zollernalb ist diese Rettung von besonderer Bedeutung. 
Detaillierte Beschreibung
Das Projekt umfasst folgende notwendigen Arbeiten:
- Konservatorische Behandlung
- Rekonstruktion 
- Installation an einem dem Publikum zugänglichen Ort in / an der ehemaligen Synagoge Haigerloch 
Kontakt zu Fachleuten besteht. Die Arbeiten können kurzfristig beginnen. 
Das Projekt sichert dieses einmalige Zeugnis und macht es auf Dauer der Öffentlichkeit zugänglich: Ca. 2.500 BesucherInnen pro Jahr, viele Schulklassen/Jugendgruppen sind darunter. www.synagoge-haigerloch.de  
Gesamtkosten: Voraussichtlich € 5.000.-
ANMERKUNG DER JURY: Maximale Budgetobergrenze entspricht € 2.500,-.
Die ehemalige Synagoge wird vom Gesprächskreis ehemalige Synagoge Haigerloch e.V. ehrenamtlich betreut. Die fachliche Beratung liegt beim Haus der Geschichte Baden-Württemberg. 
Das Projekt wurde eingereicht von: Verein / Institution: Gesprächskreis ehemalige Synagoge Haigerloch e.V. 
Person: Herr Klaus Schubert Ort: Haigerloch."   
* Anmerkung des Webmasters: gemeint ist Herbert Zander      
   
November 2011: Synagogentür aus Dettensee in der ständigen Ausstellung der ehemaligen Synagoge Haigerloch     
Artikel von Wilfried Selinka in der "Hohenzollerischen Zeitung" (Südwestpresse) vom 11. November 2011: "Spur jüdischen Lebens. 
Haigerloch.
Mit der Eingangstür der früheren Synagoge Dettensee hat die Dauerausstellung 'Spurensicherung. Jüdisches Leben in Hohenzollern' ein weiteres prägnantes Ausstellungsstück bekommen."
Link zum Artikel - auch eingestellt als pdf-Datei.      
 
    

 

 

Links und Literatur

Links:  

Website der Stadt Horb am Neckar     
Private Website zu Dettensee mit vielen Infos zur jüdischen Geschichte    
Zur Seite über den jüdischen Friedhof Dettensee (interner Link)     
Übersicht über die in den "Central Archives for the History of the Jewish People" (CAHJP) in Jerusalem vorhandenen Archivalien der jüdischen Gemeinde Dettensee: pdf-Datei hier anklicken   

Literatur:  

Gemeindezeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs. Jg. III Nr. 7, 8, 9, 11; Jg. VII Nr. 3 vom 1.5.1930 S. 38-39; Jg. VI Nr. 7 vom 1.7.1929 S. 96-97; Nr. 10 vom 1.1.1930 S. 264, Nr. 21 vom 1.2.1930 S. 257.
Paul Sauer: Die jüdischen Gemeinden in Württemberg und Hohenzollern. 1968. S. 66-68.
Hans Peter Müller: Die Juden in der Grafschaft Hohenberg, in: Der Sülchgau 25 (1981) S. 36-43.  
H. I. Bach: Zur Geschichte einer schwäbisch-jüdischen Familie, in: Rosch Haschana 5730 (1970) S. 19-22.
Franz Xaver Holder: Geschichte des Oberamts Haigerloch. 1928. S. 355-356.  
Helmut J. Gabeli: in:  Möglichkeiten des Erinnerns. 1997 S. 36-38. 
synagogenbuch-1.jpg (32869 Byte)Joachim Hahn / Jürgen Krüger: "Hier ist nichts anderes als Gottes Haus...". Synagogen in Baden-Württemberg. Band 1: Geschichte und Architektur. Band 2: Orte und Einrichtungen. Hg. von Rüdiger Schmidt, Badische Landesbibliothek, Karlsruhe und Meier Schwarz, Synagogue Memorial, Jerusalem. Stuttgart 2007.    
Herbert Zander: Die jüdische Gemeinde Dettensee 1579-1939. In: Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte. Bd. 45. Jg. 2009. S. 61-134.  
Zu beziehen über den Hohenzollerischen Geschichtsverein  
  
Literatur zu Salomon Hirschfelder:  
Herbert Zander: Salomon Hirschfelder, Leben und Werk eines Multitalents aus Hohenzollern. In: Hohenzollerische Heimat Jg. 53 Nr. 4 Dezember 2003. S. 59-64 und Nr. 1 März 2004 S. 1-5.    
Bernd Ballmann: Salomon Hirschfelder, 1831-1903, ein Genremaler aus Dettensee. In: Schwäbische Heimat. Jg. 54 Heft 2 April 2003 S. 139-150.
  

        


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel. 

Dettensee  Hohenzollern. A quota of 23 families was present from 1720 to the 1830s under letters of protection, eking out a living as peddlers and as traders in horses and cattle, hides and copperware. A synagogue was opened in 1920, a cemetery in 1830 and a Jewish public school in 1826. The Jewish population dropped from 173 in 1830 to 48 in 1898 through emigration. The two Jews remaining in 1933 were attached to the Haigerloch community.  
    

  

                   
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Stand: 25. Januar 2014