Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Stadtallendorf mit -Erksdorf und -Hatzbach (Kreis Marburg-Biedenkopf) 
sowie (Neustadt-) Speckswinkel 
Jüdische Geschichte / Synagoge

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Aus dem jüdischen Gemeindeleben   
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen   
Links und Literatur   

   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)  
   
In Allendorf (in älteren Listen jüdischer Gemeinden als Allendorf Kreis Kirchhain von den anderen Orten Allendorf unterschieden, erst nach 1960 Stadtallendorf) bestand eine jüdische Gemeinde bis 1938/40. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 17./18. Jahrhunderts zurück. Erstmals wird 1602 ein jüdischer Einwohner namens Gans genannt. Er blieb bis 1611 am Ort. 1616/17 wird Jud Assur genannt. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts war nach 1657 einige Jahre der Jude Abraham am Ort. 1690 gab es keinen jüdischen Einwohner in Allendorf. 
   
Im 18. Jahrhundert lebte seit etwa 1710 Jud Aaron mit Frau und vier Kinder in Allendorf; seit 1735 wird er mit Beinamen/Familiennamen Aaron Haynau (Haine, Haina, Haune) genannt. Er ist vor 1747 gestorben. Der Schutz ging über Aarons Witwe auf den Sohn Isaak Haina über. Im Laufe der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts nahm die Zahl der jüdischen Einwohner nur langsam zu: 1783 waren es zwei Familien mit zwei Söhnen und zwei Töchtern sowie einer Witwe. 
  
1815
waren vier jüdische Familien im Dorf: Jakob Plaut Buxbaum mit Frau und drei Söhnen (die Familie kam 1812 aus Kirchhain nach Allendorf), Herz (Meier) Stern mit Frau und zwei Söhnen, Gutkind Wertheim mit Frau und Sohn (Familie kam 1813 aus Angenrod nach Allendorf), Salomon Stern mit Frau und zwei Söhnen.         
   
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: in Allendorf 1830 23 jüdische Einwohner, 1885 39 (2,7 % von insgesamt 1.456 Einwohnern), 1895 41 (2,8 % von 1.454), 1905 47 (3,4 % von 1.393).  
    
1858 werden die folgenden Familienvorstände genannt (mit Erwerbszweig): Heli Wertheim (Manufakturwaren- und Nothandel, etwas Viehhandel), Amschel Stern (Spezerei-, Eisenwaren- und Nothandel, etwas Viehhandel), Israel Plaut Buxbaum (Metzgerei und Nothandel, etwas Viehhandel), Witwe von Isaak Stern (Spezereiwaren und Nothandel, etwas Viehhandel). Meier Stern (Metzgerei und Nothandel, etwas Viehhandel), Baruch Stern (Metzgerei und Nothandel, etwa Viehhandel), Haune Stern (Nothandel, etwas Viehhandel). 
   
Zur jüdischen Gemeinde gehörten auch die in Erksdorf, Hatzbach und Speckswinkel wohnhaften jüdischen Personen:
 
In Erksdorf gab es von der Mitte des 17. Jahrhunderts bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts jeweils ein oder zwei jüdische Familien: 1665 David, Sohn des Schutzjuden Herz - die Familie lebte schon einige Zeit am Ort; 1684 zwei Familien (Simon Katz und Itzig), nach 1700 Arndt Hirsch und Moyses; Ende 17. Jahrhundert Levi Israel; 18. Jahrhundert ab 1742 Süskind Levi, ab 1770 Salomon Isaak; 1858 Familien Juda Rothschild und Markus Rothschild, 1861 insgesamt 40 jüdische Einwohner, 1869 drei Familien. Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts sind fast alle jüdischen Familien vom Ort verzogen. Anfang der 1920er-Jahre nur noch die Familie des Kaufmanns Siegmund Stern, der am 29. Juli 1924 als letzter Erksdorfer Jude starb und im jüdischen Friedhof in Stadtallendorf beigesetzt wurde. 
    
In Hatzbach wurden von der dortigen Adelsfamilie von Knoblauch bereits im 15./16. Jahrhundert einzelne Juden aufgenommen; Belege für Juden am Ort finden sich jedoch erst seit dem 17. Jahrhundert. 1629 und 1684 gab es jeweils vier Familien in Hatzbach. 1742 werden gleichfalls vier Familien genannt: Löb Abrahams Witwe, Meyer Salomon, Hirsch Katz und Moses Spiers Witwe Sara. Durch Einheirat kamen nach 1800 die Familiennamen Deisebach (Theisebach) und Wertheim nach Hatzbach. 1837 hatten Eigentumsrecht an der in diesem Jahr eingerichteten Synagoge in Hatzbach: Isaak Wertheim, Hirsch Wertheim, Liebmann Katz-Willersdorf, Jakob Theisebach, Daniel Katz-Willersdorf, Lob Speier und Isaak Wertheim. 1861 wurden 63 jüdische Einwohner gezählt, 1905 noch 65. In den folgenden 20 Jahren sind jedoch alle Familien ab- oder ausgewandert, sodass 1925 keine jüdischen Personen mehr am Ort lebten.  
 
In Speckswinkel ließ sich 1819 Moses Katz mit seiner Familie nieder. Bis in die 1860er-Jahre lebten er bzw. seine Familie am Ort. Nach der Darstellung von Schneider s. Lit. S. 313-314 gehörte die Familie allerdings zur jüdischen Gemeinde in Neustadt.        
    
An Einrichtungen bestanden in Stadtallendorf (teilweise auch in den Erksdorf und Hatzbach) eine Synagoge beziehungsweise einen Betraum (s.u.), eine jüdische Schule (Religionsschule), ein rituelles Bad (1825 im Haus des Salomon Stern) und (seit 1918) ein Friedhof. Ob zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde zeitweise ein Lehrer angestellt war (zugleich als Vorbeter und Schochet tätig), ist nicht bekannt. Möglicherweise wurde der Religionsunterricht immer von auswärtigen Lehrern erteilt (z.B. 1920 Lehrer Rapp aus Kirchhain). In Hatzbach war nach 1831 als Lehrer Moses Karfunkel tätig. Später unterrichteten am Ort Lehrer aus umliegenden Orten (1908 Lehrer Menko Schirling aus Rauschenberg). Die Gemeinde gehörte zum Rabbinatsbezirk Oberhessen mit Sitz in Marburg. 
  
Im Ersten Weltkrieg fielen aus der jüdischen Gemeinde Julius Buxbaum (geb. 24.1.1889 in Allendorf, gef. 11.9.1916), Leopold Buxbaum (geb. 31.8.1889 in Allendorf, gef. 25.3.1918) und Leopold Buxbaum (geb. 14.6.1893 in Allendorf, gef. 31.12.1914).         
   
Um 1924, als zur Gemeinde noch 29 Personen gehörten, war Gemeindevorsteher Hermann Ransenberg. Als Kantor und Schochet war Sigmund Stern tätig, als weiterer Schochet wird Israel Buxbaum II genannt. 1932 war Gemeindevorsteher weiterhin Hermann Ransenberg. Im Schuljahr 1931/32 erhielten drei Kinder der Gemeinde ihren Religionsunterricht an der Religionsschule der Gemeinde.        
    
1933 lebten noch etwa 30 jüdische Personen in Allendorf. In den folgenden Jahren ist ein Teil von ihnen auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. 1939 wurden noch 12, 1941 noch elf jüdische Einwohner gezählt.
Von der Familie Israel Buxbaum I (Hauptstraße) wurden die Eltern Israel und Josefine sowie deren Schwester Hedwig Kallheim 1941 nach Wohra umgesiedelt und von dort in das Ghetto Riga deportiert. Von der sechsköpfigen Familie Siegmund Buxbaum konnte nur eine Tochter, Ruth Buxbaum, in die USA emigrieren. Alle anderen Familiemitglieder wurden in Riga ermordet. Hermann und Frommet Fanny Ransenberg (Hahnengasse) mussten in das Ghetto Theresienstadt umsiedeln und wurden von dort nach Minsk in den Tod deportiert. Frieda Frachen Stern, die Schwester von Frommet, kam in Theresienstadt ums Leben. Salomon Wertheim (Hauptstraße/Ecke Mittelstraße) wurde 1941 nach Wohra umgesiedelt; er fand in Minsk den Tod. Max Woschinski wurde in Auschwitz ermordet.  
    
Von den in Stadtallendorf geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"):  Helga Berta Buxbaum (1924), Israel Buxbaum (1877), Johanna (Hannchen) Buxbaum geb. Katz (1891), Josefine Buxbaum geb. Kallheim (1884), Lina Buxbaum (1879), Mathilde Buxbaum (1891), Siegmund Buxbaum (1881), Hedwig Kallheim (1886), Hilda Helene Katz geb. Ransenberg (1895), Selma Katz geb. Buxbaum (1890), Sophie Meyer geb. Stern (1892), Kathinka Michel geb. Stern (1884), Frommet Fanny Ransenberg geb. Stern (1864), Hermann Ransenberg (1870), Albert Stern (1878), Arthur Stern (1896), Fradchen (Trudchen, Friedchen) Stern (1861), Max Woschinski (1920).  
  
Aus Erksdorf sind umgekommen: Bella Reich geb. Rothschild (1891), Hannchen Stern geb. Rothschild (1865).
  
Aus Hatzbach sind umgekommen: Sophie Adler geb. Wertheim (1861), Rosa Bendix geb. Wertheim (1879), Jettchen Fränkel geb. Wertheim (1882), Emma Heiser geb. Wertheim (1884), Berta Höchster geb. Wertheim (1889), Franziska Illfeld geb. Vogel (1857), Clara Justus geb. Wertheim (1881), Berta Dora Ida Lilienstein geb. Katz (1889), Ida Seligmann geb. Wertheim (1895), Jenny Spier geb. Wertheim (1890), Dina Thekla Walldorf geb. Theisebach (1886; für sie liegt ein "Stolperstein" in Ebsdorf), Adolf Wertheim (1893), Anschel Adolf Wertheim (1865), Aron Wertheim (1884), Frieda Wertheim (1876), Gustav Wertheim (1901), Heli Wertheim (1859), Isaac Wertheim (1867), Isaak Wertheim (1892), Isaak Wertheim (1894), Max Wertheim (1897), Meier Wertheim (1884), Willy Wertheim (1892).     
    
    
    
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
 
Aus dem jüdischen Gemeindeleben   

Antisemitische Versammlung mit Dr. Böckel in Allendorf (1901)  

Allendorf Israelit 02051901.jpg (130380 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 2. Mai 1901: "Allendorf (an der Main-Weser-Bahn), 30. April (1901). In einer Versammlung, die der antisemitische Reichstagsabgeordnete Dr. Böckel dieser Tage hierselbst abhielt, äußerte er sich u.a. auch über seine ihm vorgehaltene Verbindung mit dem 'jüdischen Journalisten Hamburger'. Diese für ihn so heikle Affäre suchte er dadurch abzutun, dass er seinen Zuhörern erzählte, er müsse als Schriftsteller froh sein, wenn er einen Zeitungsartikel los werden könne und könne nicht erst danach fragen, ob ein Jude sein Abnehmer sei, ebenso wenig wie ein Gastwirt, der an einen Juden ein Glas Bier verkaufe. Dazu bemerkt die 'Hessische Landeszeitung': 
'Böckel hat sich mit seinen Äußerungen selbst moralisch vollständig preisgegeben. Er stellt sich als Politiker ganz auf den Standpunkt des Bierwirts, der da sagt: 'Geschäft ist Geschäft, wer mein Bier haben will, bekommt es.' Jedenfalls ein höchst idealer Standpunkt! Aber in den Ausführungen Böckels steckt noch mehr als das Zugeständnis, ein reiner Geschäftspolitiker zu sein. Es handelt sich bei dem Geschäft Böckel-Hamburger nicht darum, dass Böckel etwa Artikel schreibt, für die er dann Abnehmer sucht. Nein, umgekehrt: er hat erst eine Vereinbarung mit Dr. Hamburger getroffen auf Lieferung von Artikeln (besser gesagt, von große, geistige Arbeit nicht erfordernden Kommissionsberichten) und dann, diesem Abkommen entsprechend, die 'Artikel' geliefert. Böckel befindet sich also nicht in der Lage des unglücklichen Schriftstellers, der irgend etwas geistig produziert hat und nun herumsuchen muss, wo er es verwerten kann, sondern er ist ein von vornherein fest fixiertes literarisches Verhältnis eingegangen."   

   
   
   
Zur Geschichte der Synagoge         
   
Über die Geschichte einer Synagoge am Ort erfährt man in einem Bericht aus dem Jahr 1846, dass "vor etwa 40 Jahren", also bis Anfang des 19. Jahrhunderts Allendorf, Erksdorf und Hatzbach eine Synagogengemeinde gebildet hätten und den Gottesdienst in Erksdorf abgehalten haben. Dann hätten sich Allendorf und Hatzbach abgespalten und gemeinsam Gottesdienste abgehalten. Da in Erksdorf jedoch keine ausreichende Zahl zum Minjan vorhanden war, schlossen sich die Erksdorfer der Gemeinde in Allendorf an. Das Betlokal in Allendorf sei jedoch so eng gewesen, dass man "kaum in einem Buches lesen konnte". Daraufhin richteten die jüdischen Familien in Hatzbach 1837 eine eigene Synagoge ein. 
  
1846
wurde in Allendorf ein neuer Betraum (Synagoge) eingerichtet. Für die folgenden Familienvorstände gab es damals Betständer: aus Allendorf: Herz Sterns Witwe für sich und deren zwei Söhne; Salomon Stern, dessen Sohn und Enkel; Gutkind Wertheim, Israel Plaut, Amschel Stern, Mayer Stern, Heli Wertheim; aus Erksdorf: Markus Rothschild, Juda Rothschild für sich und seinen Sohn, Salomon Rothschild, Zadock Rothschild und Herz Rothschild. 1855 wollte die Erksdorfer Judenschaft eine eigene Synagoge erbauen, was jedoch nicht genehmigt wurde.        
  
Beim Synagogengebäude in Allendorf handelte es sich um einen zweigeschossigen Fachwerkbau mit Steinsockel und Satteldach, das traufständig zur Straße stand. Seit etwa 1920 wurde das Gebäude gleichzeitig als Wohnhaus verwendet (bis 1939 durch die Familie Woschinski bewohnt). 
  
Nach 1933 wurden in der Synagoge weiterhin Gottesdienste abgehalten (bis 1938), dann wurde die Synagoge geschlossen und angesichts der bevorstehenden Auflösung der Gemeinde die Kultgegenstände nach Marburg ausgelagert.   
     
Beim Novemberpogrom 1938 wurden nur wenige Zerstörungen am Synagogengebäude angerichtet. Zwei kleine Fensterscheiben wurden "zertrümmert".   Das Gebäude kam in Privatbesitz und wurde zu einem bis heute bestehenden Wohnhaus umgebaut.   
      
      
Adresse/Standort der Synagoge       Mittelstraße   
      
     
Fotos
(Quelle: Altaras s. Lit. 1988 S. 101 und 2007 S. 234)   

Stadtallendorf Synagoge 108.jpg (39608 Byte) Stadtallendorf Synagoge 109.jpg (47035 Byte) Stadtallendorf Synagoge 107.jpg (48392 Byte)
Das ehemalige Synagogengebäude: Straßenseite beziehungsweise westliche Traufseite, 
links Aufnahme Oktober 1984, rechts 2002
Die östliche Traufseite 
 
     

      

     
Links und Literatur

Links:  

Website der Stadt Stadtallendorf   
Zur Seite über den jüdischen Friedhof in Stadtallendorf (interner Link) 
Webportal HS 010.jpg (66495 Byte)Webportal "Vor dem Holocaust" - Fotos zum jüdischen Alltagsleben in Hessen mit Fotos zur jüdischen Geschichte in Stadtallendorf 

Quellen

Hinweis auf online einsehbare Familienregister der jüdischen Gemeinde Stadtallendorf mit Orten der Umgebung   
In der Website des Hessischen Hauptstaatsarchivs (innerhalb Arcinsys Hessen) sind die erhaltenen Familienregister aus hessischen jüdischen Gemeinden einsehbar: 
Link zur Übersicht (nach Ortsalphabet) https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/llist?nodeid=g186590&page=1&reload=true&sorting=41              
Zu Stadtallendorf sind vorhanden (auf der jeweiligen Unterseite zur Einsichtnahme weiter über "Digitalisate anzeigen"):    
HHStAW 365,26   Geburtsregister der Juden von Stadtallendorf  1824 - 1849; enthält auch Angaben zu Personen aus Erksdorf, Hatzbach und Speckswinkel; mit Anmerkung zu einem fehlenden, ab Dezember 1851 geführten Geburtsregister des Filialortes Hatzbach und Hinweis auf eine ergebnislose Durchsuchung der Wohnung des Gemeindeältesten nach dem Geburtsregister von Hatzbach, 1933     https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1030568        
HHStAW 365,27   Sterberegister der Juden von Stadtallendorf  1825 - 1849; enthält auch Angaben zu Personen aus Erksdorf und Hatzbach   https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v2719760      
HHStAW 365,31   Trauregister der Juden von Stadtallendorf  1830 - 1884; enthält auch Angaben zu Personen aus Erksdorf und Hatzbach  https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v4607205      
HHStAW 365,29   Geburtsregister der Juden von Stadtallendorf  1850 - 1891  https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1674995     
HHStAW 365,28   Sterberegister der Juden von Stadtallendorf  1851 - 1934; enthält auch Angaben zu Personen aus Erksdorf und Niederklein   https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v5135960      
HHStAW 365,30   Sterberegister der Juden von Stadtallendorf  1853 - 1875   https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v4971240      

Literatur:  

Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang - Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. I S. 27-28.   
Thea Altaras: Synagogen in Hessen. Was geschah seit 1945? 1988 S. 100-101.   
dies.: Das jüdische Rituelle Tauchbad und: Synagogen in Hessen. Was geschah seit 1945 Teil II. 1994. S. 85 (keine weiteren Informationen).
dies.: Neubearbeitung der beiden Bände. 2007² S. 234.    
Studienkreis Deutscher Widerstand (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Hessen II Regierungsbezirke Gießen und Kassel. 1995 S. 160-163. 
Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany Volume III: Hesse -  Hesse-Nassau - Frankfurt. Hg. von Yad Vashem 1992 (hebräisch) S. 368-369. 
Barbara Händler-Lachmann / Ulrich Schütt: "unbekannt verzogen" oder "weggemacht". Schicksale der Juden im alten Landkreis Marburg 1933-1945. Marburg 1992. 
Barbara Händler-Lachmann / Harald Händler /Ulrich Schütt: 'Purim, Purim, ihr liebe Leut, wißt ihr was Purim bedeut?' - Jüdisches Leben im Landkreis Marburg im 20. Jahrhundert. Marburg 1995.  
Kirchhain Lit 11.jpg (51572 Byte)Alfred Schneider: Die jüdischen Familien im ehemaligen Kreise Kirchhain. Beiträge zur Geschichte und Genealogie der jüdischen Familien im Ostteil des heutigen Landkreises Marburg-Biedenkopf in Hessen. Hrsg.: Museum Amöneburg. 2006. 

           
             


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Allendorf (now part of Stadt-Allendorf) Hesse-Nassau. Jews lived there in the 17th century. Together with Jewish villagers in neighboring Hatzbach, Erksdorf, and Speckswinkel, they established a unified community (1842) an numbered over 120 in 1861. The last 29 Jews mostly emigrated after 1933. Housed in a special concentration camp. 1.000 Hungarian Jewish women transferred from Auschwitz were among the slve laborers at a munitions factory in Allendorf (1944-45).  
   
     

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 09. November 2017