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Romrod mit
Oberbreidenbach (Stadt Romrod, Vogelsbergkreis)
Jüdische Geschichte / Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In Romrod bestand eine jüdische
Gemeinde bis Ende 1935. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 17./18.
Jahrhunderts zurück. Die Anwesenheit mindestens einer jüdischen Familie am Ort
ist für 1650 nachgewiesen. Seit 1798 bestand in Romrod eine selbständige jüdische Gemeinde.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie
folgt: 1814 28 jüdische Familien, 1830 47 jüdische Einwohner, 1871 74,
1880 41 (4,6 % von insgesamt 876 Einwohner), 1895 38, 1900-1905: 33 (4,0 % von
816), 1905 26, 1910 16 (2,0 % von 793).
Zur Gemeinde gehörten auch die im Ort Zell bei Alsfeld lebenden jüdischen
Familien (um 1900 zwei Familien).
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine
Religionsschule und ein rituelles Bad (alle Einrichtungen im Synagogengebäude
s.u.). Die Toten der Gemeinde wurden im
jüdischen Friedhof in Angenrod beigesetzt. Zur Besorgung religiöser Aufgaben
der Gemeinde war - zumindest zeitweise - ein Religionslehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und
Schochet tätig war (vgl. Ausschreibungen der Stelle unten von 1877 und
1884). Die Gemeinde gehörte zum liberalen Provinzialrabbinat Oberhessen
mit Sitz in Gießen.
Um 1924, als noch 15 Personen zur jüdischen Gemeinde gehörten (1,7 % von
insgesamt etwa 850 Einwohnern), waren die Gemeindevorsteher David Lorsch,
Leopold Fischer und Adolf Stern. Zur Gemeinde Romrod gehörten auch die vier
damals in Oberbreidenbach lebenden
jüdischen Personen. 1932 waren als Vorsteher dieselben Personen wie sieben
Jahre zuvor eingetragen: David Lorsch (1. Vors.), Adolf Stern (2. Vors.) und
Leopold Fischer (3. Vors.).
1933 lebten noch 13 jüdische Personen am Ort (1,5 % von 859). In
den folgenden Jahren sind alle jüdischen Gemeindeglieder auf Grund der zunehmenden Entrechtung und der
Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. Ende Oktober 1935 wurde
die Gemeinde mit Genehmigung des Provinzialrabbiners Dr. Sander
aufgelöst. Drei der jüdischen Einwohner von 1933 konnten in die USA
emigrieren, die übrigen sind innerhalb von Deutschland verzogen. 1939 waren
keine jüdischen Personen mehr in Romrod wohnhaft.
Von den in Romrod geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Salomon Flörsheim (1864), Jenny Jacobsohn geb.
Flörsheim (1894), Emmy (Jenny) Lindemann geb. Rothschild (1892), Grete Schwarz
geb. Rothschild (1885).
Von den in Oberbreidenbach geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Rosa Goldschmidt geb.
Stern (1888), Klara Katz geb. Stern (1901), Selma Levy geb. Stern (1899), Adolf
Stern (1891), Marim Stern (1897), Moritz Stern (1900).
Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer
Ausschreibungen der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet 1877 /
1884
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 7. März 1877: "Die
hiesige israelitische Religionslehrer- und Vorbeterstelle ist vakant und
wäre durch eine ledige Person zu besetzen. Reflektanten belieben sich
unter Beischluss ihrer Zeugnisse und Offerten an den Vorstand zu wenden.
Romrod. Der Vorstand Isaac Flörsheim." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 15. August 1877: "Die
hiesige Religionslehrer- und Vorbeter-Stelle ist vakant. Der Gehalt
besteht in 514 Mark, freie Wohnung und Holz. Es wird reflektiert auf eine
ledige Person. Bewerber wollen sich brieflich mit Zeugnissen an uns
wenden. Romrod, den 12. August 1877. Der israelitische Vorstand." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 7. Januar 1884: "In
der hiesigen israelitischen Gemeinde ist die Stelle eines Religionslehrers
und Vorbeters vakant, mit einem jährlichen Gehalt von 514 Mark, 29
Pfennig nebst freier Wohnung und Holz. Reflektiert wird auf eine
unverheiratete Person, welche sich durch Einsendung ihrer Zeugnisse an den
Unterzeichneten wenden wolle.
Romrod (Oberhessen), am 1. Januar 1884. Der israelitische Vorstand Isaac
Flörsheim." |
Aus dem jüdischen Gemeindeleben
In der Synagoge in Romrod wird eine jüdische Konfirmation
gefeiert (1840)
Anmerkung: Im Zuge von liberalen Reformen in jüdischen Gemeinden
Mitte des 19. Jahrhunderts haben viele Gemeinden statt der traditionell
individuellen Bar Mizwa-Feier die gemeinsame
"Konfirmationsfeier" eines Jahrganges im Synagogengottesdienst
eingeführt.
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit des 19. Jahrhunderts"
vom 11. Oktober 1840: "Desgleichen wird aus einer anderen kleinen
Gemeinde, Romrod, im Großherzogtum Hessen, der Akt einer Konfirmation
gerühmt, welchen der Lehrer A. Cahn als Alsfeld zur allgemeinen Erbauung
der israelitischen und christlichen Zuhörer in der dortigen Synagoge
gehalten." |
Anzeigen
jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen
Verlobungsanzeige von Rose Meyer und Moritz Lorsch
(1923)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 7. Juni 1923: "Rose
Meyer - Moritz Lorsch. Verlobte.
Seeheim an der Bergstraße - Romrod
i.O. - Frankfurt a. Main, Rechneigrabenstraße 12b. Juni
1923." |
Zur Geschichte der Synagoge
Zunächst wurden die Gottesdienste in Angenrod
beziehungsweise in Alsfeld besucht; vermutlich war auch bereits ein Betraum in einem der
jüdischen Wohnhäuser vorhanden.
1837 kaufte die israelitische Gemeinde ein 1722 als bäuerliches Wohn- und
Wirtschaftsgebäude erbautes Haus ("Vogelsberger Einhaus am Ocherbach")
und baute es in den folgenden Jahren zu einer Synagoge mit Schulraum,
Lehrerwohnung und rituellem Bad um. In der bisherigen Scheune wurde der
Synagogensaal mit einer Frauenempore im Obergeschoss eingebaut. Das rituelle Bad
wurde in einer nordöstlich davon befindlichen Kammer eingerichtet. Der Umbau
wurde vom damaligen Kreisbaumeister Sonnemann betreut, der auch die
klassizistische Synagogeneinrichtung entworfen hatte. Am 16. September 1843 konnte
die Synagoge eingeweiht werden.
Fast 100 Jahre war die Synagoge Mittelpunkt des jüdischen Lebens in Romrod.
Auf Grund der stark zurückgegangenen Zahl der jüdischen Einwohner konnte Mitte
der 1930er-Jahre kein Gottesdienst mehr abgehalten werden. Die vier letzten
Gemeindemitglieder verkauften das Grundstück mit dem Gebäude im Oktober 1935 an einen
nichtjüdischen Landwirt für 5.000 RM. In den folgenden Jahren wurde die
ehemalige Synagoge als Scheune und Lager verwendet.
In den 1980er-Jahren befand sich das Gebäude inzwischen in baufälligem Zustand
- der Abbruch drohte. Nach einem erneuten Besitzerwechsel 1988 und einem Übergang in den Besitz der Stadt Romrod
im April 1992 kamen Überlegungen auf,
die ehemalige Synagoge als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung für die
Zukunft zu erhalten.
In enger Zusammenarbeit zwischen der Stadt Romrod, dem Landesamt für
Denkmalschutz und einem Architekturbüro wurde die ehemalige Synagoge in den
Jahren 2001 bis 2006 denkmalgerecht saniert. Die Kosten in Höhe von etwa 750.000 € teilten sich
die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die Stadt Romrod; außerdem wurden
Mittel aus dem Dorferneuerungsprogramm zur Verfügung gestellt. Am 16. Juni 2006
wurde die restaurierte Synagoge als "Kulturhaus ehemalige Synagoge"
eröffnet und wird seitdem für kulturelle Veranstaltungen (Konzerte, Lesungen,
Theater, standesamtliche Trauungen usw.) genutzt. Erhalten und restauriert
werden konnte die Innenausstattung der Synagoge einschließlich der
Unterkonstruktion des Toraschreines und der Emporenanlage.
Adresse/Standort der Synagoge: Schlossallee
Fotos
Die ehemalige Synagoge vor
der
Restaurierung (Quelle: Außenaufnahmen
aus Altaras 1988 S. 112;
Innenaufnahmen
aus einer Seite von www.juedisches-museum-vogelsberg.de) |
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Blick von Westen auf das
Gebäude |
Blick von Osten auf das
Gebäude |
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| Blick zur ehemaligen
Frauenempore |
Auf der
ehemaligen Frauenempore |
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Baubestandspläne
(gezeichnet
durch TH Darmstadt;
Quelle: Altaras 1994 S. 102.104) |
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1 = Synagoge, 2 = rituelles
Bad,
3 = Küche und Feuerung, 4 = Stube,
5 = Empore im Obergeschoss |
Lage und Versorgung
des
Ritualbades |
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| Die ehemalige Synagoge
während der Restaurierung 2002 (Quelle für Foto links: Karl-Eberhard Feussner,
Alsfeld bei www.synagogen.info mit
Hinweis auf Bildrecht bei der Denkmalakademie e.V.) |
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Blick von Westen |
Im
Inneren während der Restaurierungsarbeiten
(Foto erhalten von Bernd Rausch,
Heimat- und Kulturverein Romrod) |
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Die restaurierte
ehemalige Synagoge
im März 2008
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 26.3.2008) |
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| Rückwärtige
Ansicht des Synagogengebäudes (von Osten) |
Vorbau des ehemaligen
Toraschreines |
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Weitere Außen-
und Innenansichten des Synagogengebäudes,
(erhalten von Bernd Rausch, Heimat- und Kulturverein Romrod im Februar
2011) |
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| Blick auf die
ehemalige Synagoge (von Nordwesten) |
Blick auf dem
Synagogengebäude |
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| Rückwärtige
Ansicht des Synagogengebäudes (von Osten) |
Blick von der
Schlossmauer des Schlosses
Romrod auf die ehemalige Synagoge (Mitte) |
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Blick von der ehemaligen
Frauenempore in den Betraum |
Blick nach Osten -
zum Standort des
ehemaligen Toraschreines |
Halbrundfenster über dem
Standort
des ehemaligen Toraschreines
mit Blick zum Schloss Romrod |
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Westliche Seite des Betsaales,
rechts ist
über den Säulen die Frauenempore erkennbar |
Säulenkapitelle unter
der Frauenempore |
Hinweistafel
"Hessischer Denkmalschutzpreis 2007" |
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| Treppenaufgang zur
ehemaligen Frauenempore |
Blick von
der Frauenempore
in den Betraum |
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| Informationstafeln;
die linke Tafel auch
in hoher Auflösung (bitte anklicken) |
Im Raum der
ehemaligen Mikwe |
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Innenansicht des ehemaligen
Raumes der
jüdischen Schule (heute Domizil des
Männergesangvereins 1858 Romrod) |
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Erinnerung am ehemaligen
jüdischen
Wohnhaus Alsfelder Straße 6
(Fotos erhalten von Bernd Rausch) |
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Am Wohnhaus
Alsfelder Straße 6 erinnert eine Hinweistafel an frühere jüdische
Hauseigentümer (Familien Flörsheim und Lorsch). Zwischen den Zeilen ist
zu lesen, dass das Haus in der NS-Zeit an die Reichsfinanzverwaltung kam
und nach Klärung des Restitutionsverfahrens nach 1945 vorübergehend
wieder der Familie Isidor Lorsch gehörte, die es jedoch weiterverkauft
hat. |
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Erinnerungsarbeit
vor Ort - einzelne Berichte
| Januar 2011:
Vortragsreihe zur Aufarbeitung des in der NS-Zeit
Geschehenen |
Artikel im "Lauterbacher Anzeiger"
vom 6. Januar 2011 (Artikel):
"Romrod. Den Faden der Geschichte der jüdischen Gemeinde aufnehmen
ROMROD. Am 13. Januar startet in der Romröder Synagoge die Vortragsreihe 'Die verlorene
Welt'
Romrod (rwh). Heute in einer Woche beginnt in Romrod eine kleine Geschichts- und Vortragsreihe, mit der die Initiatoren, der Heimat- und Kulturverein, sich besonders der jüdischen Geschichte ihrer Stadt widmen wollen. Unter dem Titel
'Die verlorene Welt' werden im 14-Tag-Rhythmus Heimatforscher, Experten und Zeitzeugen
'das noch vorhandene Wissen' über dieses Kapitel der Stadtgeschichte zusammentragen, wie Romrods Bürgermeisterin Dr. Birgit Richtberg, eine der Initiatoren der Reihe, deren Zielsetzung beschreibt..." |
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| Januar 2011:
Erster Vortrag in der Reihe "Die verlorene Welt"
mit einem Filminterview mit Michael Maynard |
Artikel im "Lauterbacher Anzeiger"
vom 15. Januar 2011 (Artikel):
"Auf der Suche nach dem ehemaligen jüdischen Leben
ROMROD. Auftakt der Reihe 'Die verlorene Welt' in der restaurierten Romröder Synagoge.
(gsi). Den Faden der jüdischen Geschichte Romrods neu aufzunehmen, das ist das Ziel eines Projektes, das am Donnerstagabend in der ehemaligen Synagoge in Romrod startete. Bürgermeisterin Dr. Birgit Richtberg konnte zur Auftaktveranstaltung einer ganzen Reihe von Vorträgen, die den Romröder Bürgern helfen soll, sich auf die Suche nach ehemaligem jüdischem Leben in ihrer Stadt zu begeben, neben dem ersten Redner Heinrich Dittmar zahlreiche Gäste in dem Bethaus begrüßen, darunter auch Vertreter anderer Gemeinden, die bereits einen tiefen Blick in ihre jüdische Vergangenheit gewagt und geschafft haben und die in späteren Vorträgen in der Synagoge in Romrod zu Wort kommen werden..."
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| Januar 2011:
Zweiter Vortrag in der Reihe "Die verlorene
Welt" am
Holocaust-Gedenktag über die "Suche nach einem neuen
Zuhause" |
Artikel
von "de" in der "Oberhessischen Zeitung" vom 29.
Januar 2011: "Auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Vortrag von Dr. Marlene Bock in der Romröder Synagoge.
ROMROD (de). Im Rahmen der Veranstaltungsreihe 'Die verlorene Welt' lud die Stadt Romrod in Zusammenarbeit
mit dem Heimat- und Kulturverein Romrod zu einem gut besuchten Vortrag mit
dem Ziel, das Wissen über das jüdische Leben in Romrod zusammenzutragen.
Die Veranstaltung fand am Donnerstagabend statt, dem Jahrestag der denkwürdigen
Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee, der sich zum 66. Mal jährte...."
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| Februar 2011:
Dritter Vortrag
in der Reihe "Die verlorene Welt" zur Geschichte der Juden im Vogelsberg
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Artikel im "Gießener Anzeiger" vom 12. Februar 2011 (Artikel):
"Auf dem Judenpfad dem jüdischen Leben auf der Spur
ROMROD. Über Juden im Vogelsberg referierten Ernst-Uwe Offhaus und Joachim Legatis.
(gsi). 'Dies ist der Versuch, Erinnerung zu bewahren' - mit diesem Wunsch begann ein Film über das jüdische Leben in Kestrich, mit dem am Donnerstagabend Ernst-Uwe Offhaus seinen Vortrag in der ehemaligen Synagoge in Romrod eröffnete. Dieser Wunsch steht auch hinter der Veranstaltungsreihe
'Die verlorene Welt', die vom 13. Januar bis zum 10. März in vierzehntägigem Rhythmus Vorträge über die Erforschung jüdischen Lebens anbietet...." |
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| Februar 2011:
Vierter Vortrag in der Reihe "Die verlorene Welt" über "Aufarbeitung der Vergangenheit - aber
wie?" |
Artikel von "gsi" im "Gießener Anzeiger" vom 26.
Februar 2011 (Artikel):
"Sammeln und Erinnerungen wecken
ROMROD. Albert Naumann gibt in der Reihe 'Die verlorene Welt' Praxistipps für die Suche nach jüdischem Leben
(gsi). 'Willst du deine Vergangenheit erkennen, dann betrachte dich selbst in der Gegenwart, denn sie ist das Resultat deiner
Vergangenheit.' Mit diesem Zitat von Buddha begrüßte am Donnerstagabend Stadtrat Bernd Rausch zahlreiche Gäste sowie den Referenten Albert Naumann in der ehemaligen Synagoge zur vierten Veranstaltung der Reihe
'Die verlorene Welt', mit der Romrod die eigene Suche nach jüdischem Leben starten will..."
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| März 2011:
Fünfter Vortrag der Reihe "Die Verlorene
Welt" am 10. März 2011 |
Foto
links. Wiedergabe eines Poesiealbum-Eintrages von 1935, aus der
Dauerausstellung in der ehemaligen Synagoge in Romrod: Selma Cohn schrieb einer Mitschülerin, christlichen Glaubens diesen
eindrücklichen Text in ihr Album.
Pressemitteilung des Heimat- und Kulturvereins Romrod Anfang März
2011:
"Die Stadt Romrod und der Heimat- und Kulturverein präsentieren am Donnerstag den 10. März, 20.00 Uhr die letzte Veranstaltung der Reihe "Die Verlorene Welt" im Betsaal der ehemaligen Synagoge am Ocherbach. Referent Heinrich Dittmar und Zeitzeugen aus Romrod werden versuchen, die Geschehnisse der Zeit vor und nach 1933 zu erhellen. Interessierte Menschen sind herzlich eingeladen." |
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Artikel von "mel" im "Gießener Anzeiger" vom 12.
März 2011 (Artikel):
"Erinnerungen dürfen nicht verloren gehen
ROMROD. 'Die verlorene Welt': Heinrich Dittmar tauscht mit Romröder Zeitzeuginnen Wissen über die jüdische Gemeinde aus.
(mel). In Erinnerungen an lang vergangene Zeiten schwelgte man am Donnerstagabend in der Romröder Synagoge. Beim letzten Vortrag der Reihe
'Die verlorene Welt' berichtete Heimatforscher Heinrich Dittmar über das jüdische Leben in Romrod. Gemeinsam mit Romröder Zeitzeuginnen trug er Informationen über jüdische Familien, deren Lebensumstände und Werdegang zusammen.
Ein bisschen wehmütig zeigte sich Bürgermeisterin Dr. Birgit Richtberg: Am vergangenen Donnerstag hielt Heimatforscher Heinrich Dittmar den letzten Vortrag der Reihe
'Die verlorene Welt' im Betsaal der Synagoge am Ocherbach in Romrod. Bei Kerzenschein von siebenarmigen Leuchtern berichtete Dittmar davon, was er über das jüdische Leben in Romrod zusammengetragen hatte.
'Es geht nicht darum, die NS-Zeit aufzuarbeiten', betonte Dittmar. Im Mittelpunkt standen an diesem Abend vielmehr die konkreten Erfahrungen, die Juden in Romrod gemacht haben..."
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| März
2011:
Besichtigung der jüdischen Friedhöfe in Kirtorf
und Angenrod |
Artikel im "Lauterbacher Anzeiger" vom 21. März 2011 (Artikel):
"Auf Spurensuche nach einstigem jüdischen Leben
KIRTORF. 'Die verlorene Welt': Exkursion zu jüdischen Friedhöfen - Spuren auf dem Friedhof in Angenrod weisen nach Romrod.
(gsi). Zum Abschluss der Reihe 'Die verlorene Welt', die seit Januar den Auftakt für Romrods Suche nach jüdischem Leben im Ort bildete, hatte Albert Naumann, Judaika-Forscher aus Kirtorf, zu einer Exkursion zu den jüdischen Friedhöfen in Kirtorf und Angenrod eingeladen. Am Freitagnachmittag startete diese im Kirtorfer Rathaus mit einem kurzen Überblick über das jüdische Leben in Kirtorf, über das Naumann seit einigen Jahren sehr engagiert recherchiert..."
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang -
Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. II S. 231. |
 | Thea Altaras: Synagogen in Hessen. Was geschah seit
1945? 1988 S. 112. |
 | dies.: Das jüdische Rituelle Tauchbad und: Synagogen in
Hessen. Was geschah seit 1945 Teil II. 1994. S. 102-105. |
 | Studienkreis Deutscher Widerstand (Hg.):
Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der
Verfolgung 1933-1945. Hessen II Regierungsbezirk Gießen und Kassel. 1995 S. 199-200. |
 | Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish
Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany Volume
III: Hesse - Hesse-Nassau - Frankfurt. Hg. von Yad Vashem 1992
(hebräisch) S. 298. |
 | Neu eingestellt in 2011:
Katharina Jakob (Verein Landjudentum Vogelsberg): Romrod: Gesetze und
Konflikte. Eingestellt
als pdf-Datei. Dazu: Quellenverzeichnis
zu diesem Beitrag.
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Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Romrod
Hesse. The community, numbering 74 in 1871, disbanded in 1935. By
September 1938 all the Jews had left.

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