Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Oberaula mit Stadtteil Hausen, Schwarzenborn (Knüll) (Schwalm-Eder-Kreis)
sowie Frielingen (Gemeinde Kirchheim/Hessen, Kreis Hersfeld-Rotenburg)
Jüdische Geschichte / Synagoge

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer 
Berichte aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben   
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde   
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen  
Sonstiges 
Kennkarte aus der NS-Zeit   
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen 
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte  
Links und Literatur   

   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)        
     
In Oberaula bestand eine jüdische Gemeinde bis 1938/42. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 17. Jahrhunderts zurück. 1646 gab es zwei jüdische Haushaltungen am Ort. Bis 1671 waren es bereits vier Familien. Hundert Jahre später (1774) waren es fünf und 1776 acht Familien. Auch in Schwarzenborn lebten mindestens seit dem 18. Jahrhundert jüdische Familien.  
   
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: in Oberaula 1812 24 jüdische Familien, 1835 45 jüdische Einwohner, 1861 106 jüdische Einwohner (11,5 % von insgesamt 921 Einwohnern), 1871 82 (10,1 % von 811), 1885 91 (11,1 % von 823), 1895 90 (11,4 % von 788), 1905 70 (8,2 % von 857). Zur jüdischen Gemeinde gehörten auch die in Hausen, Frielingen und Schwarzenborn lebenden jüdischen Personen: in Hausen 1835 keine, 1861 29, 1905 24, 1925 7, 1932 zwei jüdische Einwohner; in Frielingen 1835 18, 1861 22 jüdische Einwohner; in Schwarzenborn 1865 60, 1861 70, 1905 19, 1932 acht jüdische Einwohner (vgl. zu den in Schwarzenborn zuletzt lebenden jüdischen Personen den Artikel unter "Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte).    
  
An den Freiheitskriegen 1813/14 nahmen zwei jüdische Männer aus Schwarzenborn teil: Meyer Rosenberg und Joisel Wallach. 

An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine jüdische Schule (Israelitische Elementarschule), ein rituelles Bad und ein Friedhof. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet angestellt war. An der Israelitischen Elementarschule gab es 1869 18 Schüler, 1890 29, 1901 19, um 1932-33 noch etwa zehn. An jüdischen Lehrer sind bekannt: um 1837 Benedict Hause, ab 1847 bis nach 1869 Hirsch Rothschild, ab 1878 Moses Brandes. Brandes konnte 1908 sein 50-jähriges Amtsjubiläum am Ort feiern (siehe Bericht unten). Drei Jahre (um 1910?) vertrat seine Stelle sein Sohn Leo Brandes, der dann eine Lehrerstelle in Bentschen [Zbąszyń bei Posen, Poznań] übernahm (siehe Berichte zu seinem Tod als Soldat im Ersten Weltkrieg unten). Letzter Lehrer war bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand 1933 Jacob Heilbrunn (vgl. Bericht). Die jüdische Schule wurde zum 1. April 1934 aufgelöst.  Die Gemeinde gehörte zum Rabbinatsbezirk Oberhessen mit Sitz in Marburg.      
   
Im Ersten  Weltkrieg fielen aus der jüdischen Gemeinde Karl Goldschmidt (geb. 29.9.1893 in Oberaula, gef. 6.8.1915), Max Heilbrunn (geb. 10.9.1892 in Oberaula, gef. 12.2.1917), Joseph Wallach (geb. 25.3.1887 in Oberaula, gef. 8.9.1914) und Markus Wallach (geb. 20.4.1885 in Oberaula, gef. 30.3.1918). Außerdem ist der Sohn des Lehrers Moses Brandes - Leo Brandes - gefallen (geb. 14.11.1882 in Oberaula, gef. 24.11.1915).     
   
Um 1925, als 79 jüdische Einwohner gezählt wurden (7,1 % von 1.113 Einwohnern), war Gemeindevorsteher Meyer Rosenberg. Als Lehrer, Kantor und Schochet wird Jacob Heilbrunn genannt. Er erteilte an der Israelitischen Volksschule noch sechs Kindern den Unterricht. Ein weiteres Kind, das eine andere Schule besuchte, erhielt nur Religionsunterricht. Zur Gemeinde Oberaula gehörten damals noch 7 in Hausen lebende jüdische Personen. 1932 war Gemeindevorsteher weiterhin Meyer Rosenberg. Auch Lehrer Jacob Heilbrunn war weiter in der Gemeinde. An jüdischen Vereinen bestanden der Israelitische Frauenverein (1932 unter Leitung von Selma Traub, Zweck und Arbeitsgebiet: Wohltätigkeit) sowie der Israelitische Männerverein (1932 unter Leitung von Siegmund Wallach II; Zweck und Arbeitsgebiet: Wohltätigkeit). Im Schuljahr 1931/32 wurde die Israelitische Volksschule weiterhin von sechs Kindern besucht. Die Zahl der in Hausen lebenden jüdischen Gemeindeglieder war auf zwei zurückgegangen; aus Schwarzenborn gehörten acht jüdische Personen zur Gemeinde.       
   
1933 lebten - wie acht Jahre zuvor - noch 79 jüdische Personen in Oberaula (6,6 % von 1.197 Einwohnern). In den folgenden Jahren sind alle auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen (28 Personen) beziehungsweise ausgewandert. Nach den Ereignissen beim Novemberpogrom 1938, bei dem die Synagoge geplündert und verwüstet wurde (s.u.), entschlossen sich die am Ort noch verbliebenen jüdischen Einwohner zum baldigen Verlassen des Ortes. Von den 1939 noch 39 jüdische Einwohnern am Ort (3,2 % von 1.231 Einwohnern) sind 15 nach Palästina, in die USA und nach Frankreich emigriert. Die letzten jüdischen Einwohner verließen den Ort im August 1940.     
      
Von den in Oberaula geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Sara Blumenfeld geb. Rothschild (1885), Bruno Goldschmidt (1825), Hermann Goldschmidt (1891), Hilde Goldschmidt (1930), Johanna Goldschmidt geb. Apt (1897), Julius Goldschmidt (1896), Berta Heilbrunn geb. Traub (1862), Coppel Heilbrunn (1864), Isaak Heilbrunn (1872), Meta Heilbrunn (1883), Salomon Heilbrunn (1887), Betty Isaak (1907), Elfriede Isaak (1929), Jakob Isaak (1921), Lina Goldine Isaak geb. Liebermann (1880), Martin Jakob Isaak (1920), Max Marcus Isaak (1879), Moritz Isaak (1884), Rahel Hertha Isaak (1935), Selma Isaak geb. Wallach (1888), Siegfried Isaak (), Theodor Isaak (1914), Erna Katz geb. Traub (1907), Nanny Katz geb. Wallach (1880), Hesekiel Katzenstein (1851), Bertha Kopinsky geb. Rothschild (1865), Emma Löwenstein geb. Wallach (1889), Inge (Ingeborg) Löwenstein (1924), Adele Nathan geb. Jakob (1893), Meta Nußbaum geb. Heilbrunn (1883), Beate Oppenheim (1925), Friedrich Oppenheim (1888), Meta Oppenheim geb. Heilbrunn (1894), Julie Pfifferling geb. Wallach (1886), Adolf Plaut (1876), Hedwig Plaut (1902), Helene Rose geb. Wallach (1893), Siegmund Rothschild (1882), Paula Seelig geb. Wallach (1884), Berta Sonn geb. Nagel (1888), Johanna Spiegel geb. Rothschild (1923), Moritz Moser Traub (1874), Sußmann Siegmund Traub (1875), Aron Friedrich Wallach (1889), Bettina Wallach (1925), Bettina Wallach (1932), David Wallach (1886), Edith Wallach (1931), Hermann Wallach (1883), Johanna Wallach geb. Stuchardt (1896), Julius Isidor Wallach (1883), Meta Wallach geb. Goldmeyer (1898), Rika Wallach geb. Wallach (1898).     
    
Aus Hausen sind u.a. umgekommen: Betty Isaak (1907), Lina Goldine Isaak geb. Liebermann (1880) (eine genaue Recherche ist anhand der beiden Quellen / Listen nicht möglich, da zwischen den Orten mit Namen "Hausen" mehrfach nicht ausreichend differenziert wird.   
  
Aus Frielendorf sind umgekommen: Hirsch Jakob (1868), Emma Esther Os geb. Marus (1872).
  
Aus Schwarzenborn sind umgekommen: Jakob Heilbrunn (1868), Jakob Heilbrunn (1886), Hilda Mondschein geb. Heilbrunn (1881), Jenny Oppenheimer geb. Baumann (1900), Martha Oppenheimer (1930), Martin Oppenheimer (1930), Siegfried Oppenheimer (1894), Leopold Wallach (1885). 
Zu Familie Oppenheimer siehe Bericht unten unter "Erinnerungsarbeit vor Ort".     
     
     
     
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
   
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer  

50jähriges Amtsjubiläum von Lehrer Moses Brandes (1908)
Anmerkung: Moses Brandes war vor Oberaula Lehrer in Wanfried.   

Oberaula FrfIsrFambl 14021908.jpg (11270 Byte)Mitteilung im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 14. Februar 1908: "Oberaula. Lehrer Brandes feiert am 24. dieses Monats sein 50-jähriges Amtsjubiläum."  

 
Auszeichnung für Lehrer Moses Brandes (1908)  

Oberaula FrfIsrFambl 28021908.jpg (22951 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 28. Februar 1908: "Oberaula. Anlässlich seines 50-jährigen Amtsjubiläums erhielt Herr Lehrer Moses Brandes den Adler der Inhaber des Königlichen Hausordens von Hohenzollern."  

   
Zum Soldatentod von Lehrer Leo Brandes, Sohn des Lehrers in Oberaula Moses Brandes (1915)      

Oberaula Israelit 04021915.jpg (118372 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. Februar 1915: "Aus Hessen-Nassau. Auf den Schlachtfeldern in Russland erlitt am 24. November der Lehrer Leo Brandes aus Bentschen (nicht: Beutschen) den Heldentod fürs Vaterland. Geboren am 14. November 1882 als Sohn des Lehrers Moses Brandes zu Oberaula (Bezirk Kassel) besuchte er das Lehrerseminar zu Hannover, amtierte alsdann 3 Jahre als Vertreter seines Vaters an der öffentlichen Volksschule seiner Heimatgemeinde Oberaula und wirkte später als Lehrer in Bentschen (Posen). Begeistert zog er in den Kampf, schon war er wegen seiner Tapferkeit befördert worden und er gedachte, wie er in einem seiner letzten Briefe an seine Lieben schrieb, sich auch noch das eiserne Kreuz zu erwerben. Die Vorsehung hatte es anders beschlossen. Ein Kopfschuss setzte seinem jungen Leben ein Ziel Nun ruht er schon einige Wochen in seinem Heldengrabe, er, der so plötzlich herausgerissen wurde aus seiner ihm lieben Berufsarbeit, der er sich mit seiner ganzen Kraft, mit wahrhaft vorbildlichem Fleiße, mit großer Gewissenhaftigkeit und Treue hingab. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Das Andenken an den Gerechten ist zum Segen.  H."    
Hinweis: eine Tochter von Lehrer Moses Brandes - Johanna Brandes, geb. 10.2.1879 in Oberaula - war mit Leopold Harris verheiratet, der 1919 Kommissarischer Polizeipräsident von Frankfurt war, siehe bei Himbach.  
Literatur: Johanna Harris-Brandes / Liora Sara Bernstein: Megillat Johanna.  
Weitere Informationen https://www.amazon.com/Megillat-Johanna-Harris-Brandes-ebook/dp/B0065LVQ2Y?ie=UTF8&ref_=cm_sw_r_fa_dp_orD5pb1YCFX96 
Anmerkung: die Frau von Leopold Harris - Johanna geb. Brandes - verfasste eine Biographie ihres Lebens und des Lebens ihres Mannes Leopold. Die  erste Hälfte dieser Biographie befindet sich im Institut für Stadtgeschichte, die zweite Hälfte ist im Leo Baeck Institut. Ursprünglich auf deutsch verfasst, wurde die Biographie in englisch übersetzt.  

     
1922 wird Lehrer Jacob Heilbrunn genannt - er spricht beim Jubiläum von Lehrer Katz in Nentershausen.  
     
     
Berichte aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben  
Über den jüdischen Bäckermeister Georg Herbst in Schwarzenborn und wie er in große Not kam (1927)  

Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Hessen und Waldeck" vom 11. November 1927: "Vom Blatt im Brot. Eine Geschichte aus Schwarzenborn. 
Keineswegs hat Nachstehendes etwas mit Schwarzenborner Streichen zu tun, über welche wir oft lächeln. Die Sache ist gar ernst, und will uns nur von der heiligen Scheu etwas berichten, mit welcher man damals Brot aß. Die Geschichte ist nicht erdacht. Wer sie nicht glauben will, fahre nach Marburg ins Staatsarchiv und lese die Akte: Kasseler Regierung Nr. 287 nach. In Schwarzenborn lebte im Jahre 1788 der Bäckermeister Georg Herbst, von dem die dortigen Juden das Brot bezogen und auch die Wecke. In der Familie des Isaak Wallach fand Leib Wolf aus Schwarzenborn in einem Laib Brot ein schwarzes Blatt – angeblich ein Laubblatt. Bald erzählte man, es sei eine Wurstschale, und alle dortigen Juden stellten den Kauf von Backwaren ein. Die Sache wurde dem Landrabbiner in Kassel gemeldet und ohne den Tatbestand zu prüfen, erließ er folgende Bekanntmachung in der Synagoge durch den Lehrer 'bei Verlust des Schlachtmessers' verlesen: 'An sämtliche Judenschaft in Schwarzenborn! Es ist mir vorgebracht worden, wie ein Bäcker Brot und Weck backet und nicht koscher umgeht, wie auch gefunden ist ein Stück Fleisch, so wird den Leuten bekannt gemacht, von diesem Bäcker kein Brot zu essen und es bei ihm backen lassen, widrigenfalls sollen bestraft werden. Kassel, 23. Cheschwon 5548. Josef Michel, Landrabbiner.' – 
Der Bäckermeister fühlte sich in seiner Nahrung sehr geschädigt, denn außer den Ortsjuden kauften die zu den Märkten dort weilenden fremden Juden kein Brot mehr – und damals aßen sie doch nur Brot, dürre Wurst und Rauchfleisch. Bald erstattete der Angeschuldigte Anzeige gegen den Landrabbiner bei der Kasseler Regierung, welche den Amtmann Schantz in Raboldshausen aufforderte, den Tatbestand zu prüfen (16.9.1788). Der Bäcker bekundete, dass es ein Laubblatt, nur ein 'stückgen' gewesen; andere tückische Juden hätten dies für Wurst oder Fleisch angesehen. Leib Wolf sagte aus: er sei in Isaak Wallachs Wohnung gewesen; die Ehefrau und das Dienstmädchen fanden im Brot ein schwarzes Stückchen, das von den Anwesenden als Fleisch angesehen wurde. Er zeigte es dem Bäcker, der es wegwarf, nachdem er es für Laub erklärte; in seinem Hause sei lange Zeit keine Wurst gegessen. Aus Furcht, misshandelt zu werden und das Religionsgesetz zu übertreten, meldete er es dem Landrabbiner; auch konnte er 'wegen seiner blöden Augen' die Farbe nicht genau erkennen. Auch die Aussagen von Merle, Isaak Wallachs Frau, und Sara, das Dienstmädchen, sagten eidlich aus, sie haben nur etwas gehört, nichts gesehen, da sie mit Kuchenbacken beschäftigt waren. Man zeigte es ihnen später, und es sei einem Laubblatt ähnlich gewesen, 
Nun entspann sich zwischen dem Rabbiner und der Regierung ein Kompetenzkonflikt. In einem recht geharnischten Schreiben erklärte erster, dass er allein über Zeremonialsachen zu entscheiden habe und nur nach begründeten Aussagen seine Entscheidungen treffen könne. Die Regierung hielt es wiederum für ihr Pflicht, einen Gewerbetreibenden zu schützen, zumal der Tatbestand nicht geklärt sei. – Am 8. Oktober wurde das Backverbot und die Sperre über Herbstens Bäckerei aufgehoben, und die Schwarzenbörner Juden konnten ihr Gewissen beruhigen. L. Horwitz."         

  
Versammlung  der Ortsgruppe des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (1927)      

Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom 23. Dezember 1927: "Oberaula. Am Sonntag, den 5. Dezember, fand hier eine Versammlung des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens statt, die von fast allen Familien besucht war. Der stellvertretende Syndikus des Landesverbandes, Herr Erwin Baer - Frankfurt am Main gab einen eingehenden Bericht über die politischen Verhältnisse angesichts der kommenden Reichstagswahlen. In der Aussprache wurde besonders die Schul- und Schächtfrage erörtert und verabredet, dass die wirkungsvollste Aufklärungstätigkeit durch die C.V.-Monatsausgabe eine Verstärkung erhält."       

     
    
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde 
Goldene Hochzeit von Manus Wallach und Rosa geb. Stern (1929)

Oberaula Israelit 18071929.jpg (14923 Byte)Mitteilung in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 18. Juli 1929: "Oberaula, 8. Juli (1929). Ihre goldene Hochzeit begehen morgen in seltener Frische Herr Manus Wallach und Ehefrau Rosa geb. Stern, dahier."  

     
     
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen  
Todesanzeige für Johanna Rosenberg geb. Rosenbusch (1931)      

Oberaula Israelit 26111931.jpg (48183 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 26. November 1931: "Nach kurzer Krankheit verschied am 22. dieses Monats meine teure Mutter Frau Johanna Rosenberg geb. Rosenbusch. Jakob Rosenberg. New York - Oberaula. 
Die Beerdigung fand bereits in Oberaula statt."  

    
 
  
Sonstiges        
Erinnerungen an die Auswanderungen im 19. Jahrhundert: 
Grabstein in New York für 
Abraham Wallach (1847-1888) und Hannah Robinson (1836-1892), beide aus Schwarzenborn     
Anmerkung: das Grab befindet sich in einem jüdischen Friedhof in NY-Brooklyn; der Geburtsname von Hanna Robinson wird nicht mitgeteilt.      

Schwarzenborn New York Salem 1673.jpg (92527 Byte)   Schwarzenborn New York Salem 1673a.jpg (161691 Byte)Grabstein für "Abraham Wallach 
Deceased. 
Born at Schwartzenborn. Germany. 
Sept. 7, 1847. 
Died April 18, 1888".  
   
Schwarzenborn NY Cyprus 1753.jpg (95480 Byte)  Schwarzenborn NY Cyprus 1753a.jpg (72153 Byte)Grabstein für Hannah Robinson  
Born in Schwarzenborn 
Kurhessen in the Year 1836  
Died on the 12th of January 1892."    

     

Kennkarte aus der NS-Zeit            
               
Am 23. Juli 1938 wurde durch den Reichsminister des Innern für bestimmte Gruppen von Staatsangehörigen des Deutschen Reiches die Kennkartenpflicht eingeführt. Die Kennkarten jüdischer Personen waren mit einem großen Buchstaben "J" gekennzeichnet. Wer als "jüdisch" galt, hatte das Reichsgesetzblatt vom 14. November 1935 ("Erste Verordnung zum Reichsbürgergesetz") bestimmt. 
Hinweis: für die nachfolgenden Kennkarten ist die Quelle: Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland: Bestände: Personenstandsregister: Archivaliensammlung Frankfurt: Abteilung IV: Kennkarten, Mainz 1939" http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/STANDREG/FFM1/117-152.htm. Anfragen bitte gegebenenfalls an zentralarchiv@uni-hd.de       
 
 Kennkarte des in Oberaula 
geborenen Moritz (Moses) Wallach
 
 Oberaula KK MZ Wallach Moritz.jpg (93983 Byte)  
   Kennkarte (Mainz 1939) für Moritz (Moses) Wallach (geb. 18. Mai 1915 in Oberaula), Dekorateur, 
wohnhaft in Mainz, deportiert im Mai 1940 ab Belgien in das Internierungslager Saint Cyprien, umgekommen    
 

  
  
  
Zur Geschichte der Synagoge             
   
Zunächst war ein Betraum oder eine erste Synagoge vorhanden. Beim Bau der Synagoge von 1842 ist vom Bau einer "neuen Synagoge" die Rede (siehe Predigten unten). Diese neue Synagoge wurde 1837 erbaut und mit einer deutschen Predigt des damaligen Lehrers Benedict Hause am 15. September 1837 eingeweiht.

Oberaula Israelit19JH 30011842.jpg (76924 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit des 19. Jahrhunderts" vom 30. Januar 1842: Bekanntmachung. Bei F. Schuster in Hersfeld und Homberg ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen:   
Hause, B
., Drei Predigten, vorgetragen in den Synagogen zu Sterbfritz und Oberaula. gr. 8. broch. 7 1/2 Sgr.  
-  Predigt bei der Einweihung der neuen Synagoge in Oberaula. gr. 9. br. 3 3/4 Sgr.  
Immer mehr kommt die deutsche Predigt in den Synagogen in Aufnahme und wird gewiss dazu beitragen, mehr Licht in dieselben zu bringen. Darum ist's verdienstlich, wenn gute deutsche Predigten von jüdischen Religionslehrern gedruckt werden, damit dieselben auch die häusliche Erbauung befördern und beleben. Obige Predigten sind in vielen Rezensionen sehr gerühmt worden; in denselben herrscht die reine Moral, die über allen Sekten erhaben steht."   
  
Oberaula Israelit19Jh 24111844.jpg (72118 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24. November 1844: Derselbe Text wie oben. 

Gut 100 Jahre war die Synagoge in Oberaula Mittelpunkt des jüdischen Gemeindelebens am Ort.   
  
Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Inneneinrichtung der Synagoge zerstört. Das Gebäude kam wenig später in Privatbesitz, wurde als Wohnhaus, der Betraum als Abstellplatz verwendet. 1969 wurde das Gebäude abgebrochen, da es angeblich baufällig war. Das Grundstück der früheren Synagoge wurde eingeebnet.  
  
Am 31. März 1984 kam es in Oberaula zu einer vielbeachteten Protestkundgebung gegen alljährliche SS-Treffen am Ort. Damals wurden am jüdischen Friedhof und am Standort der ehemaligen Synagoge provisorische Gedenktafeln angebracht. Die Tafel an der Synagoge trug die Inschrift: "Hier neben stand einst eine Synagoge. Sie wurde 1938 geplündert und zerstört. Die jüdischen Bürger von Oberaula wurden vertrieben, gequält und ermordet wie Millionen andere auch." Am 26. November 1989 wurde an der benachbarten Pfarrscheune, die der Evangelischen Kirchengemeinde gehört, eine neue Gedenktafel mit einer Abbildung der früheren Synagoge angebracht (Text siehe bei Foto unten). 
     
     
Adresse/Standort der Synagoge      Friedigeröder Straße 68      (frühere Haintorgasse)   
    
    
Fotos
(Quelle: Zeichnungen: Altaras 1994 S. 55; neuere Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 14.8.2008)  

Rekonstruktionszeichnungen 
der ehemaligen Synagoge
Oberaula Synagoge 140.jpg (44282 Byte) Oberaula Synagoge 141.jpg (59859 Byte)
  Rekonstruktion des Untergeschosses  Rekonstruktion des Obergeschosses 
       
Oberaula Synagoge 142.jpg (52381 Byte) Oberaula Synagoge 143.jpg (61505 Byte) Oberaula Synagoge 144.jpg (53819 Byte)
 Rekonstruktion der nördlichen Fassade  Rekonstruktion der östlichen Fassade   Rekonstruktion der Straßenansicht 
      
Standort der Synagoge 
und Gedenktafel 
Oberaula Synagoge 173.jpg (95376 Byte) Oberaula Synagoge 170.jpg (109451 Byte)
  Blick auf das unbebaute Grundstücke der ehemaligen Synagoge; Text der Gedenktafel: 
"In unmittelbarer Nähe stand die Synagoge der jüdischen Gemeinde - nachfolgenden Generationen
 zur Mahnung, um für Demokratie, Völkerverständigung, inneren und äußeren Frieden einzutreten."   

    
    
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte 

April 2009: In Schwarzenborn werden drei "Stolpersteine" verlegt  
Fotos rechts: Aus Schwarzenborn deportiert: 
Siegfried und Jenny Oppenheimer mit Sohn Martin 
Schwarzenborn 071.jpg (37075 Byte) Schwarzenborn 070.jpg (23422 Byte)   
Artikel von Sylke Grede in der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen (HNA-Online, Artikel) vom 3. April 2009:  
Gegen das Vergessen - Mit drei Stolpersteinen soll in Schwarzenborn Opfern der NS-Zeit gedacht werden. 
Schwarzenborn.
Martin, Siegfried und Jenny Oppenheimer: Sie starben im July 1944. Erschossen. Vermutlich bei einem Massaker in einem Wald bei Riga. Im Gedenken an die jüdische Familie aus Schwarzenborn verlegt der Künstler Gunther Demnig am kommenden Montag vor der letzten Wohnstätte der Oppenheimers drei Stolpersteine. Gerade zehn mal zehn Zentimeter groß sind die Stolpersteine. Sie erinnern an den Verlust des Lebens, der Heimat, der Wurzeln. "Die Welt soll wissen, was uns angetan wurde, sagt Lore Oppenheimer. Die Schwiegertochter der Oppenheimers überlebte Verfolgung und Deportation. Seit 1947 lebt die gebürtige Hannoveranerin in New York, dort heiratete sie 1948 den aus Schwarzenborn stammenden Leo Oppenheimer. 1941 war die Schwarzenborner Familie - Siegfried Oppenheimer (geboren 1894), seine zweite Frau Jenny (geb. 1900), das gemeinsame Kind Martin (geb. 1930) und die Kinder aus der ersten Ehe Oppenheimers, Leo (geb. 1921), Julius (geb. 1923) und Marga (geb. 1925) - von Kassel aus in das Rigaer Ghetto deportiert worden...."     
 
war ab 8. Oktober 2009 im Kino: Film über die Lebensgeschichte der aus Oberaula stammenden Marga Spiegel geb. Rothschild  
Filmanzeige Unter Bauern.jpg (55760 Byte)Marga Rothschild war eine am 21. Juni 1912 in Hersfeld geborene Tochter des Kaufmanns Siegmund Rothschild in Oberaula. Vater Siegmund Rothschild wurde im Juli 1938 im KZ Oranienburg ermordet. Die einzige Schwester von Marga - Johanna, geb. 23. Januar 1923, verheiratet mit Leo Spiegel aus Ahlen, wurde später im KZ Auschwitz ermordet.  
Marga lebte zunächst mit ihrer Familie in Oberaula. Ihr Physik-Studium in Frankfurt musste sie aufgrund ihrer jüdischen Abstammung nach dem 1. Semester abbrechen. Kurz darauf heiratete sie Siegmund 'Menne' Spiegel und zog mit ihm nach Ahlen, wo ein Jahr später Tochter Karin zur Welt kam. 1940 wurden die Spiegels aus Ahlen vertrieben und flohen nach Dortmund. Auf der Flucht vor den Nazis fanden sie 1943 Zuflucht bei münsterländischen Bauern. Wie durch ein Wunder blieben Marga und Tochter Karin bis Kriegsende unentdeckt, auch Menne überlebte die NS-Zeit. Die Familie zog daraufhin zurück nach Ahlen. Nach dem Tod von Menne übersiedelte Marga 1982 nach Münster, wo sie am 11. März 2014 gestorben ist (beigesetzt wie ihr Mann im jüdischen Friedhof in Ahlen). Im Jahr 1965 erschienen ihre Erinnerungen "Retter in der Nacht". Sie wurde u.a. ausgezeichnet mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland und dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen. 
Links
Wikipedia-Artikel zu Marga Spiegel          Website zum Firm "Unter Bauern"   
Pressebericht über eine Filmvorführung in Gütersloh (pdf-Datei)     
Pressemitteilung des Kommunalen Kinos in Pforzheim (pdf-Datei)  
 

     

    
Links und Literatur  

Links: 

Website der Gemeinde Oberaula    
Website der Stadt Schwarzenborn 
Seiten zur jüdischen Geschichte von Oberaula auch bei www.hassia-judaica.de 
Seite zum jüdischen Friedhof in Oberaula (interner Link)     

Quellen:  

Hinweis auf online einsehbare Familienregister der jüdischen Gemeinde Oberaula mit Orten der Umgebung 
In der Website des Hessischen Hauptstaatsarchivs (innerhalb Arcinsys Hessen) sind die erhaltenen Familienregister aus hessischen jüdischen Gemeinden einsehbar: 
Link zur Übersicht (nach Ortsalphabet) https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/llist?nodeid=g186590&page=1&reload=true&sorting=41              
Zu Frielingen sind vorhanden (zur Einsichtnahme weiter über "Digitalisate anzeigen"):    
HHStAW 365,196: Geburts-, Trau- und Sterberegister der Juden von Frielingen:  Geburtsregister 1817 - 1872, Trauregister  1833 - 1842, 1863,  Sterberegister 1849 - 1874  
https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v3283434     
   
Zu Hausen ist vorhanden (zur Einsichtnahme weiter über "Digitalisate anzeigen"):    
HHStAW 365,436   Geburtsregister der Juden von Hausen  1852 - 1907 https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v3617731   dazu siehe unter Oberaula     
      
Zu Oberaula sind vorhanden (auf der jeweiligen Unterseite zur Einsichtnahme weiter über "Digitalisate anzeigen"):    
HHStAW 365,648   Geburtsregister der Juden von Oberaula  1824 - 1871: enthält auch Angaben zu Personen aus Hausen  https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v2379137          
HHStAW 365,646   Sterberegister der Juden von Oberaula   1825 - 1870: enthält auch Angaben zu Personen aus Hausen  https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v5493927      
HHStAW 365,644   Trauregister der Juden von Oberaula  1824 - 1874: enthält auch Angaben zu Personen aus Hausen  https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1030590                     
HHStAW 365,645   Abschrift des Trauregisters der Juden von Oberaula  1825 - 1880: enthält auch Angaben zu Personen aus Hausen  https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v2719782      
HHStAW 365,643   Geburtsregister der Juden von Oberaula  1852 - 1934  https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v2126661    
HHStAW 365,647   Sterberegister der Juden von Oberaula  1852 - 1938   https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v290018    
   
Zu Schwarzenborn sind vorhanden (auf der jeweiligen Unterseite zur Einsichtnahme weiter über "Digitalisate anzeigen"):    
HHStAW 365,779   Trauregister der Juden von Schwarzenborn  1824 - 1901     https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v5135980     
HHStAW 365,780   Sterberegister der Juden von Schwarzenborn  1824 - 1901    https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245119    
HHStAW 365,778   Geburtsregister der Juden von Schwarzenborn   1824 - 1902        https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v2573934         

Literatur:  

Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang - Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. II S. 149-150.  
Kein Abschnitt bei Thea Altaras: Synagogen in Hessen. Was geschah seit 1945? 1988. 
Ausführlich in dies.: Das jüdische Rituelle Tauchbad und: Synagogen in Hessen. Was geschah seit 1945 Teil II. 1994. S. 54-57.
Studienkreis Deutscher Widerstand (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Hessen II Regierungsbezirke Gießen und Kassel. 1995 S. 181.   
Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany Volume III: Hesse -  Hesse-Nassau - Frankfurt. Hg. von Yad Vashem 1992 (hebräisch) S. 355-356. 
Barbara Greve: Jüdisches Leben in den Dörfern Breitenbach, Hausen und Ottrau in landgräflicher und kurfürstlicher Zeit. In: Hartwig Bambey, Adolf Biskamp, Bernd Lindenthal (Hrsg.), Heimatvertriebene Nachbarn, Bd. 2. Schwalmstadt-Treysa 1993, S. 683-706.
dies.: Das Haus des Gebets. Die Synagoge der jüdischen Gemeinde Oberaula. In: Hartwig Bambey, Adolf Biskamp, Bernd Lindenthal (Hrsg.), Heimatvertriebene Nachbarn, Bd. 2. Schwalmstadt-Treysa 1993. S. 625-656. 
dies.: Nur noch die Steine geben Zeugnis. Der jüdische Friedhof Oberaula. In: Hartwig Bambey, Adolf Biskamp, Bernd Lindenthal (Hrsg.), Heimatvertriebene Nachbarn, Bd. 2. Schwalmstadt-Treysa 1993,S. 590-613. 
dies.: Bruchstücke. Versuch einer Rekonstruktion der jüdischen Gemeinde Oberaula bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. In: Hartwig Bambey, Adolf Biskamp, Bernd Lindenthal (Hrsg.), Heimatvertriebene Nachbarn, Bd. 2. Schwalmstadt-Treysa 1993, S. 561-589. 
dies.:  "Er wäre sogar in den Dschungel gegangen, um aus Deutschland herauszukommen." Ein Bericht von zerbrochenen Lebenskreisen in einem nordhessischen Marktflecken und seiner Umgebung zwischen 1920 und 1942. In: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde (ZHG), Bd. 104 (1999), S. 209-236. 
dies.: Die Familie Siegmund Wallach aus Oberaula. In: Bernd Lindenthal (Hrsg.), Heimatvertriebene Nachbarn, Bd. 3. Schwalmstadt-Treysa 2008, S. 453-466. 
dies.: Ein Foto – ein Brief. Bettina Wallach 1925-1942. In: Bernd Lindenthal (Hrsg.), Heimatvertriebene Nachbarn, Bd. 3. Schwalmstadt-Treysa 2008, S. 467-472. 
dies.: Ein Guter Ort – der jüdische Friedhof Oberaula. Forschungen zu einem Landfriedhof in Nordhessen. In: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde (ZHG), Bd. 117/118 (2012/13), S. 161–196. 
Online: www.vhghessen.de/inhalt/zhg/ZHG_117_118/Greve_Friedhof.pdf
dies.: Jakob Katz Katzenstein – Simon Katzenstein. Von Schwarzenborn nach Manhattan. In: Schwälmer Jahrbuch (2008), S. 241-249. 
dies.: Namen auf glänzenden Steinen. Die Familie Oppenheimer aus Schwarzenborn. In: Schwälmer Jahrbuch (2010), S. 146-155. 
dies.: Was hat Shanghai mit Schwarzenborn zu tun? Sonjas Familiengeschichte. (Familien Kaufmann und Kaiser). In: Schwälmer Jahrbuch (2011), S. 31-42.. 

   
    


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Oberaula  Hesse-Nassau. Jews lived there from the 17th century and built a synagogue in 1837. They numbered 106 (11 % of the total) in 1861 and 79 in 1933. Affiliated with the Marburg rabbinate, they were mostly cattle traders and farmers. Two nearby communities, Schwarzenborn (with 102 Jews in 1837) and Raboldshausen (144 in 1835) had practically vanished by 1925. On Kristallnacht (9-10 November 1938), the synagogue in Oberaula was destroyed; 61 Jews left (17 emigrating) and at least 16 perished in the Holocaust.  
    
       

                   
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Stand: 27. Juli 2017