Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Obernai (Oberehnheim) (Dep. Bas-Rhin /Alsace / Unterelsass) 
Ruelle des Juifs / Judengässle 
Synagogue / Synagoge

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde und der Synagogen in Oberehnheim  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Aus der Geschichte des Rabbinates 
Aus dem jüdischen Gemeindeleben     
Fotos der Synagoge  
Links und Literatur   

       

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde und der Synagogen in Oberehnheim          
   
In der früheren Reichsstadt Obernai / Oberehnheim bestand eine jüdische Gemeinde im Mittelalter. Erstmals werden Juden 1215, dann wieder 1326 in der Stadt genannt. Während der Judenverfolgungen in der Pestzeit 1348/49 wurden sämtliche am Ort befindlichen Juden der Brunnenvergiftung beschuldigt und verbrannt. Seit 1404 sind wieder Juden am Ort, die vom Geldhandel lebten. Zwischen 1477 und 1499 waren keine Juden in der Stadt. Diejenigen, die sich um 1500 wieder niederließen, wurden 1507 von der Stadt mit Hilfe Kaiser Maximilians I. vertrieben.   

Erinnerung an die mittelalterliche jüdische Gemeinde: Ruelle des Juifs / Judengässle 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: obere und mittlere Zeile im Mai 1987; untere Zeile 26.7.2004)

   Obernai Ruelle des Juifs 014.jpg (27856 Byte) Obernai Ruelle des Juifs 012.jpg (46241 Byte) Obernai Ruelle des Juifs 013.jpg (35460 Byte)
       
       
Fotos aus dem "Judengässle" - Ruelle des Juifs, 
das vermutlich auf die mittelalterliche 
Niederlassung zurückgeht
Obernai Ruelle des Juifs 010.jpg (40167 Byte) Obernai Ruelle des Juifs 011.jpg (47838 Byte)
       
       
Obernai Ruelle 103.jpg (38103 Byte) Obernai Ruelle 101.jpg (58337 Byte) Obernai Ruelle 102.jpg (43953 Byte) Obernai Ruelle 100.jpg (59050 Byte)
           

Erst Mitte des 17. Jahrhunderts (1647) konnten sich wieder Juden dauerhaft in Oberehnheim niederlassen und eine neue Gemeinde begründen. 

1720 lebten 21 jüdische Familie in der Stadt. Eine Synagoge wurde 1749 erbaut. 1784 lebten 196 Juden in Oberehnheim. Die höchste Zahl jüdischer Einwohner wurde 1883 mit 219 Personen erreicht. Als die Gemeinde im Laufe des 19. Jahrhunderts angewachsen ist, baute man 1876 eine neue Synagoge, die bis zur Gegenwart in Gebrauch ist (Standort: 9, Rue de Selestat).
  
1936 wurden 138 jüdische Einwohner in Obernai gezählt. Die 1940 noch in der Stadt befindlichen jüdischen Personen wurden unter der deutschen Besatzung nach Südfrankreich deportiert. 
  
Nach 1945 wurde die Synagoge restauriert (1948). 1970 lebten 70 jüdische Personen in der Stadt.   
   
   
   
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
   
Aus der Geschichte des Rabbinates  
50jähriges Amtsjubiläum des Rabbiners Lewy (Levy) (1886)   

Oberehnheim AZJ 24081886.jpg (44510 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 24. August 1886: "Die Rabbiner Levy in Oberehnheim und Dreifuß in Zabern (Elsass) haben jüngst ihr 50jähriges Amtsjubiläum teils als Lehrer, teils als Rabbiner gefeiert, und haben vom deutschen Kaiser den Kronenorden vierter Klasse erhalten. Dem Letzteren wurde diese Auszeichnung in der Synagoge vom Kreisdirektor feierlich überreicht."  

    
Zur Beisetzung von Rabbiner J. Lewy (1894)  

Oberehnheim Israelit 22031894.jpg (206744 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. März 1894: "Unter-Elsass, 6. März (1894).  Den ältesten Rabbiner des Unter-Elsass, Herrn J. Lewy, Rabbiner in Oberehnheim, 86 Jahre alt, haben wir vorgestern zu Grabe getragen. Nachdem Herr Rabbiner Dr. Netter aus Buchsweiler, ein geborener Oberehnheimer und Schüler des Verewigten, im Trauerhause, welches bis zum letzten Winkel von Angehörigen, Freunden, Verehrern und Bekannten des Verblichenen voll war, das Leben und Wirken seines unvergesslichen Lehrers mit beredten Worten tränenden Auges geschildert hatte, bewegte sich der fast unabsehbare Leichenzug in folgender Ordnung der Synagoge zu: Herr Lehrer Levy mit der Schuljugend: Herr Kantor Becker mit dem Chor; der Sarg von Mitgliedern der Gemeinde getragen; ein Schüler des Gymnasiums, auf einem schwarzen Kissen das Abzeichen des Kronen-Ordens tragend, mit welchem der Verblichene vor einigen Jahren von Seiner Majestät dem deutschen Kaiser Wilhelm II, dekoriert wurde, die beiden Söhne des Verstorbenen, wovon der älteste früher Rabbiner in Dürmenach und Ober-Sulz (Ober-Elsass) war und jetzt in Paris in gleicher Funktion ist und die Verwandten, sodann Herr H. Weil, Oberrabbiner in Straßburg, in Begleitung fast sämtlicher Rabbiner des Unter-Elsass, die meisten im Ornat: Herr Kreisdirektor, Herr Dr. Levy aus Straßburg und der Konsistorial-Sekretär Asch, als Vertreter des israelitischen Konsistoriums, der Bürgermeister in Begleitung des Gemeinderats, sämtliche Beamten der Stadt, die Vorsteher der Kultusgemeinden des Rabbinats und die Verwaltung der Oberehnheimer israelitischen Gemeinde, der Vorstand des Rosenweiler Friedhofes, der Vorstand des Oberehnheimer Friedhofes und endlich eine große Anzahl Teilnehmer aus allen Ständen und Konfessionen der Oberehnheimer und auswärtigen Bevölkerung. In der Schwarzumhängten Synagoge eröffnet Herr Kantor Becker die Trauerfeier mit einem der Feier entsprechenden Chorgesang, worauf Herr Oberrabbiner Weil die Schwarzdrapierte Kanzel bestieg, um dem ‚Amtsbruder, Freund und Verwandten’ ein Denkmal als Rabbiner, Familienvater, Menschenfreund und Bürger zu setzen. Nach Beendigung dieser mit allgemeinem Beifall aufgenommenen Gedächtnisrede bewegte sich der Leichenzug von der Synagoge bis vor die Stadt hinaus, wo Herr Dr. Levy aus Straßburg dem Verblichenen einen Tiefbewegten Nachruf in französischer Sprache widmete. Dann wurde die Leiche auf den dort bereitstehenden Leichenwagen gesetzt, um sie nach dem Friedhofe Rosenweiler zu bringen, gefolgt von der ganzen Gemeinde Oberehnheim und von vier Rabbinern Roller - Barr, Lewy - Schirrhofen, Dr. Goldstein – Mutzig, Dr. Netter – Buchsweiler, die drei erstgenannten Rabbiner, sowie Herr Levy, Lehrer in Oberehnheim, hielten Tiefbewegte Trauerreden am Grabe des Verewigten. Seine Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens."

   
Dienstantritt von Rabbiner Dr. Staripolsky (1894)

Oberehnheim Israelit 26071894.JPG (251110 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 26. Juli 1894: "Oberehnheim im Elsass. Heute kann ich Ihnen Gottlob von einem Siege des gesetzestreuen Judentums berichten. Oberehnheim ist bekanntlich diejenige Stadt, in die der Vater Rabbi Joselmanns von Rossheim flüchtete und wo Rabbi Joselmann, der durch den unsterblichen Begründer Ihres Blattes zu neuem leben erwachte, seine Jugendzeit zugebracht hat. Hoffentlich wird das Verdienst des berühmten Mannes, der hier gelebt hat, es bewirken, dass unserer heiligen Religion hier nunmehr eine neue und dauernde Stätte erblühe. Es ist hierzu auch alle Aussicht vorhanden, denn gestern hat unser Herr Rabbiner, Dr. Staripolsky – sein Licht leuchte -, seither Rabbiner in dem nahe gelegenen kleinen Quatzenheim sein neues Amt hier angetreten. Was diese Wahl für das gesetzestreue Judentum bedeutet, das kann nur ein mit elsässischen Verhältnissen Vertrauter ganz erkennen. Viele Zeitungsdruckfarbe wurde vergossen und mancherlei Kämpfe wurden gefochten, bis diese Wahl erfolgte. Die Vornehmen der alten Reichsstadt sträubten sich gar sehr gegen diese Ernennung seitens des Konsistoriums, denn einen so überaus frommen Mann, der durch seine Tätigkeit (bekanntlich war Herr Dr. St. einer der Mitbegründer der Ez-Chaiim- Gemeinde in Straußburg) bereits in so heftigen Gegensatz gegen die Spitzen der synagogalen Behörden des Elsass getreten, einen Mann, der nicht einmal unrituell zubereiteten Wein trinke und der obendrein auch kein Elsässer sei, hieß es, könne man hier nicht brauchen. Nur dem Machtspruche der Kaiserlichen Regierung haben wir es zu verdanken, dass wir heute ein geistliches Oberhaupt besitzen, welches ebenso durch sein Wissen, als seine bekannte Opferfreudigkeit dem Judentume zur Zierde, unserer Gemeinde zur Ehre gereichen wird. Es ist zu hoffen, dass unser Herr Rabbiner dem auch bereits hier tief eingerissenen Indifferentismus in Glaubensangelegenheiten ein energisches Halt gebieten werde. 
Mit Rücksicht darauf, dass das Trauerjahr um das Absterben seines Vorgängers noch nicht zu Ende gegangen ist, hatte der Titular angeordnet, dass die Empfangs-Festlichkeit sich auf das Allernötigste beschränke. 
Der israelitische Lehrer hielt folgende Empfangsrede: ‚Geehrter Herr Rabbiner! Mit der Veröffentlichung dieser Urkunde nehmen Sie Besitz von der Rabbinerstelle Oberehnheim. Ich biete Ihnen bei diesem Anlass ein herzliches Willkommen! Dass ich, der Geringste unter denen, die hier das Wort zu führen haben, heute allein an diese Stelle trete, um Sie in Ihr Amt einzuführen, weist auf Umstände hin, die Ihnen bekannt sind. Im Kapitel 44 des Buches Ezechiel, wo der Prophet die Befugnisse und Verpflichtungen der Priester aufzählt, heißt es unter Anderem: ‚Sie schlichten die Streitigkeiten ihres Volkes!’
Geehrter Herr Rabbiner! Mein erster Wunsch, den ich Ihnen heute entgegenbringe, geht dahin, dass es Ihnen gelinge, dem Wort des Propheten gerecht zu werden. Sie bedürfen hierzu keines andern Mittels, als Ihrer Beredsamkeit und der Betätigung der Eigenschaften, mit denen die Kultusbehörde im Aktenstück Ihrer Ernennung Sie anpreist. Ich gebe mich der Hoffnung hin, dass die Lösung Ihrer Aufgabe Ihnen nicht allzu schwer wird werden. Der Geist unserer Gemeinde war allezeit ein friedlicher, und wir sind es dem Andenken Ihres verehrten Vorgängers schuldig, nicht zuzulassen, dass ein Zwiespalt aufkomme in der Gemeinde, wo er über ein halbes Jahrhundert Worte des Friedens und der Eintracht gesprochen.’
Die Antrittsrede des Herrn Dr. St., die allenthalben des größten Beifalls sich erfreute, stützte sich auf den Vers in Jesaja ‚Haus Jakob – wir wollen gehen im Licht des Herrn’, indem derselbe entwickelte, in welchem Geiste ein Rabbiner, dessen Lebensaufgabe es ist, dass er zu nichts anderem als zur Einhaltung der Tora verpflichtet ist, zu wirken, und dass er nur in der Erfüllung dieses Spruches den Lohn aller seiner Bemühungen erblicke.  Bl."

  
Über Rabbiner Julius Weil (gest. 1925 oder 1926) 

Rabbiner Julius Weil stammte auch Bouxwiller, Unterelsass. Er studierte 1907/08 bis 1912/13 am Rabbinerseminar in Berlin. 1913 wurde er Rabbiner in Bollwiller, danach (seit 1920?) in Obernai (Oberehnheim). 1924 bis zu seinem frühen Tod 1925 oder 1926 war er Rabbiner in Dijon. 

    
    
Aus dem jüdischen Gemeindeleben   
Todesfall auf dem Viehmarkt in Oberehnheim (1897)   

Oberehnheim Israelit 05071897.jpg (84881 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 5. Juli 1897: "Oberehnheim im Elsass, 25. Juni (1897). Gestern vor acht Tagen trug sich auf dem hiesigen Viehmarkt ein trauriger Fall zu. Unser Glaubensgenosse, der 52 Jahre alte J. Bader aus Dambach, Vater von 13 Kindern, stürzte plötzlich vom Herzschlag getroffen, tot zu Boden. Sein Neffe, Ch. Levy aus Mutzig, in dessen unmittelbarer Nähe dieses plötzliche Unglück sich ereignete, fiel vom Schrecken bewältigt neben der Leiche des Onkels hin, und man glaubte, auch ihn habe das Schicksal des unglücklichen Onkels ereilt. Erst nach langer und geraumer Zeit waren die Wiederbelebungsversuche von Erfolg begleitet. Nachmittags wurde der Verstorbene nach Dambach überführt, in seine Wohnung gebracht, wo die untröstliche Gattin, der man vorher schon die traurige Nachricht mitgeteilt hat, ohnmächtig zu Bette lag und die unglücklichen Kinder in herzzerreißender Weise den toten Vater empfingen. Freitagvormittag fand die Beerdigung unter großer Beteiligung statt. Die Leichenrede hielt der Rabbiner von Barr im Hause des Verblichenen."  Das Nachstehende bezieht sich auf ein Unglück in Osthofen.

     
    
Sonstiges        
Erinnerungen an die Auswanderungen im 19. Jahrhundert: 
Grabstein in New York für Henriette Heymann (1844-1901, aus Brumath) und Henry Heymann (1848-1911, aus Obernai)
   
Anmerkung: das Grab befindet sich in einem jüdischen Friedhof in NY-Brooklyn; der Geburtsname von Henriette Heymann wird nicht mitgeteilt.       

Brumath New York Salem 1673.jpg (172770 Byte)   Brumath New York Salem 1673a.jpg (167810 Byte)    Links Grabstein für "our beloved mother Henriette Heymann 
born in Brumath - Alsace  Feb. 14, 1844 
died March 16, 1901
" sowie 
"our beloved father Henry Heymann 
born in Obernay - Alsace  June 4, 1848 
died Aug. 14, 1911
"   

   
   
   
Fotos der Synagoge:  

Historische Ansichtskarte
(Sammlung Hahn) 
Obernai Synagoge 130.jpg (60916 Byte) Obernai Synagoge 131.jpg (63183 Byte)
   Die Karte ist nicht gelaufen, daher keine keine Datierung möglich; 
rechts die Synagoge (Ausschnittvergrößerung)  
   
Fotos aus den 1980er-Jahren 
(Fotos: Hahn, aufgenommen 
im Mai 1987)
Obernai Synagogue 140.jpg (54434 Byte) Obernai Synagogue 141.jpg (48611 Byte)
   Die 1876 im Bereich der mittelalterlichen
 Stadtbefestigung erbaute Synagoge 
Die Synagoge von der Stadt 
aus gesehen 
     
Neuere Fotos
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 26.7.2004)
Obernai Synagogue 102.jpg (56565 Byte) Obernai Synagogue 103.jpg (55042 Byte) Obernai Synagogue 100.jpg (53306 Byte)
Synagoge von Osten mit 
Nische des Toraschreines
   Synagoge von 
Süden gesehen 
     
Obernai Synagogue 101.jpg (47858 Byte) Obernai Synagogue 104.jpg (75765 Byte) Obernai Synagoge 043.jpg (70354 Byte)
Portalinschrift über 
dem Haupteingang
Der Platz neben der Synagoge ist 
nach André Neher* benannt
Schülerin beim Besuch der Synagoge 
Quelle: Schelztor-Gymnasium Esslingen

*André Neher (geb. 1914 Obernai, gest. 1988 Jerusalem) gehörte zu den 40 jüdischen Weisen, die Israels Ministerpräsident Ben Gurion 1958 beauftragte, den Begriff der »jüdischen Identität« zu bestimmen.  
  
  
Die Synagoge Obernai im Film:    

Obernai Synagogue 360.jpg (159326 Byte)Die Synagoge in Obernai ist online auch in 3D zu sehen: Link zu synagogues360.org zu Obernai   


Links und Literatur   

Links:  

Informationsseite zu Obernai französisch/englisch/deutsch  
Französische Seite zur Synagoge in Obernai      
Verzeichnis des Ministère de la culture: hier anklicken und hier anklicken und hier anklicken 
Seite zum jüdischen Friedhof in Obernai (interner LInk)    

Literatur:  

Germania Judaica II,2 S. 614; III,2 S. 1045-1047. 

Alsace Lit 010.jpg (67412 Byte)Michel Rothé / Max Warschawski: Les Synagogues d'Alsace et leur Histoire. Ed. 'Chalom Bisamme' Jerusalem 1992. S. 36.103.   

   
   


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Obernai (German Oberehnheim) Bas-Rhin dist. The first evidence of the presence of Jews dates from 1215. They were persecuted in 1336 and massacred in 1349. Over the next two centuries, there were Jews in Obernai, but they only received permissions to settle on a permanent basis in 1647, when Obernai was annexed to France. In 1720, 21 Jewish families resided in Obernau. A synagogue was built in 1749. By 1784 there were 196 Jews in Obernai and in 1883 there were 219. A synagogue was inaugurated in 1876 and a small cemetery was purchased at the beginning of the 20th century. By 1936, the community consisted of 138 members. During worldwar II, they were expelled to the south of France with the rest of Alsace-Lorraine Jews and the synagogue was destroyed. In 1948, Obernai's Jews restored their synagogue. In 1970, there were 70 Jews.  
      
       

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 12. Dezember 2013