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Zur Übersicht über "Jüdische
Friedhöfe in der Region"
Zur Übersicht über
die Friedhöfe im Elsass
Rosenwiller (Rosenweiler)
(Dep. Bas Rhin /Alsace / Unterelsass)
Cimetière juif / Jüdischer Friedhof

Zur Geschichte des jüdischen Friedhofes
In Rosenwiller gab es vermutlich zu keiner Zeit eine jüdische Gemeinde.
Jedoch besteht hier seit Jahrhunderten der größte jüdische Friedhof im Elsass
und zugleich einer der größten jüdischen Verbandsfriedhöfe im
mitteleuropäischen Raum. Der Friedhof besteht mindestens seit dem frühen 14.
Jahrhundert. Auf ihm wurden seitdem Verstorbene unter anderem aus folgenden
jüdischen Gemeinden beigesetzt (teilweise haben diese Gemeinden im 18. oder 19.
Jahrhundert eigene Friedhöfe angelegt): Balbronn,
Baldenheim, Barr, Bergheim, Biesheim,
Bischheim, Bonhomme, Brumath, Busswiller,
Dambach, Dangolsheim, Diebolsheim, Dinsheim, Dornach, Duppigheim, Duttlenheim,
Ekbolsheim, Epernay, Epfig, Ettingen, Fegersheim,
Grusenheim, Gunstett, Kaysersberg, Kolbsheim, Krautergersheim, Kuttolsheim,
Lingolsheim, Molsheim, Mutzig, Niedernai, Obernai,
Oberschaeffolsheim, Osthoffen, Ottrott-le-Bas, Rosheim,
Scharlachbergheim, Schirmeck, Soultz,
Stotzheim, Strasbourg, Traenheim, Valf, Zellwiller.
Das bekannte Bild des Friedhofes des elsässischen
Künstlers Charles Spindler (1865-1938)
Link: Artikel
bei fr.wikipedia zu Charles Spindler
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| Darstellung in "Der
Israelit" vom 8. April 1896, worauf sich der nachstehende Artikel
bezieht. |
Großformatiger Scan des
Werkes von Charles Spindler
(auf Grund des Dateiumfangs etwas längere Ladezeit beachten)
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Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 16. April 1896: "Oberehnheim
i.E. Das in der Nummer 28 des 'Israelit' veröffentlichte Bild ist von dem
elsässischen Künstler Spindler entworfen, der in unserer Nähe, am
Eingang des Vogesenwaldes, sich niedergelassen, und es sich zur Aufgabe
gemacht, in periodisch erscheinenden Blättern das alte Elsass mit seinen
Denkmälern, Sitten und Gebräuchen in Wort und Bild wiederzugeben. Das
vorliegende Gemälde stellt den ältesten jüdischen Friedhof unseres
Landes dar. In der Mitte sehen wir die Grabstätten der alten Rabbinen,
die jeder fromme Besucher des Friedhofes zunächst betritt, um daselbst
sein andächtiges Gebet zu verrichten. Der obere Teil des Bildes gibt uns
die Ansicht einer Seite der weiten öden Strecke, wo so viele Generationen
ihre letzte Ruhestätte gefunden. Die verwitterten, teils versunkenen,
teils umgefallenen Grabsteine mit ihren verwischten Inschriften, und nicht
weniger die unfreundliche ganze Landschaft machen auf jeden Beschauer den
tiefsten Eindruck. Man hat das Empfinden, vor einem Stück unserer
Geschichte aus düsteren Zeiten zu stehen. Im üppigen Gras weiden die
Ziegen des Friedhofesaufsehers. Die Verordnung lässt dies zwar nicht zu.
Allein die Künstler, das ist ja allbekannt, nehmen es mit der
Gesetzlichkeit nicht so genau, und bekennen sich nur zu den Regeln der
Dekorativ-Motive. Wir müssen Herrn Spindler, unserem christlichen
Mitbürger, Dank wissen, eine altehrwürdige Erinnerungsstätte unseres
Volkes zum Thema einer seiner künstlerischen Erzeugnisse gewählt zu
haben. Man kann von demselben das Bild auch in größerem Format in
kunstvoller Ausführung auf besonderem Blatt
beziehen."
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Dank an den Bürgermeister und den Gemeinderat von
Rosenweiler anlässlich einer Beisetzung (1904)
Artikel
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 2. September
1904: "Rosheim, 22. August (1904). Bei Beerdigung der Frau Kaufmann
Weill kam am Eingang des Ortes der Bürgermeister mit dem gesamten
Gemeinderat und vielen Bürgern dem Trauerzuge entgegen, um sich ihm
anzuschließen, während auf der Dorfstraße die Bevölkerung in stiller,
würdevoller Haltung den Zug vorbeiziehen sah. Auf dem Friedhofe hob der
Rabbiner, Dr. Goldstein, in beredten Worten die von Jahrhundert zu
Jahrhundert vererbte Duldsamkeit der katholischen Bevölkerung von
Rosenweiler gegen Andersgläubige gebührend hervor, denn während in den
meisten Orten Elsass-Lothringens in früheren Jahrhunderten den Israeliten
die letzten Ruhestätten verweigert wurde, blieb Rosenweiler dem guten
Beispiel seiner Ahnen getreu und überließ seit mehr als 600 Jahren den
Israeliten einen Teil ihrer Gemarkung zur Bestattung ihrer Verstorbenen.
Zum Schloss dankte der Redner dem Bürgermeister, dem Gemeinderat und den
anwesenden Bürgern von Rosenweiler für ihren neuen Beweis
freundnachbarlicher Liebe und Dankbarkeit, die leider heutzutage selten
noch anzutreffen sei ('Str. P.')." |
Lage des Friedhofes: Route de Grendelbruch (direction Mollkirch,
à droite)
Fotos
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 26.7.2004)
| Der Eingang zum Friedhof |
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| Eingangstor |
Hinweistafel
(Foto Inge Sturm, Marburg, 2005) |
Rechte Tafel: Gebet beim Eintreten in den
Friedhof (rechts) |
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| Der älteste Teil |
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Im ältesten Teil
sind fast keine Grabsteine mehr erhalten |
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| Der Friedhof wird
- bereits seit langer Zeit (siehe Darstellung oben von Spindler) von einer Ziegenherde gepflegt |
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| Teilansichten des
alten Friedhofsteiles (19. Jahrhundert) |
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| Einzelne
Grabsteine im alten Friedhofsteil (19. Jahrhundert) |
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Im alten Teil mit Blick zur
Friedhofshalle |
Eingangstor zur Friedhofshalle |
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Gedenkstein für
die aus den umliegenden Gemeinden in der NS-Zeit ermordeten Juden |
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| Im neuesten Teil |
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Neue Gräber |
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Neuer Grabstein mit segnenden
Händen der Kohanim |
Die neuesten Gräber |
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Teilansicht des
Friedhofes
(Foto von Inge Sturm, Marburg, 2005( |
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Teilansicht |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
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Avraham Malthete:
Registre du cimetière israélite de Rosenwiller (1753-1980)
(Register of the Jewish Cemetery of Rosenwiller (1753-1980)).
Informationen aus http://www.genealoj.org/ENtexte/page06.html:
"This long awaited book concerns the largest Jewish Cemetery in Alsace
which has been in use since the middle of the XVIIth century.
5588 burials are registered from one hundred neighbouring villages and
cities. Abraham Malthête has been in charge of the traduction (from Hebrew
and Judeo-Alsatian) and of the edition of the manuscript. The Introduction
explains how to use this work. The first part provides a Chronological
List of the burials. The second part is ordered according to the cities.
A few pictures of the gravestones with their transcription and translation
give an idea of the work which remains to have a total vision of the largest
Jewish necropolis in Alsace. Publication of CGJ and Consistoire Israélite
de Bas-Rhin, 2004, 342 pages with maps, color pictures and fac-similes of
documents. ISBN 2-912785-29-4. Price : France 36 €; Western Europe and
Israel 42 €, Other countries 49 €. |
 | Evyatar Marienberg:
A Mystery on the Tombstones: 'Womens Commandments' in Early-Modern Ashkenazi
Culture. in: Women in Judaism: A Multidisciplinary Journal Winter 2003 Vol.
3 Number 2. Als pdf-Datei einsehbar mit ausführlichen Angaben zum Friedhof
Rosenweiler. |

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