Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Brumath (Brumath) (Dep. Bas Rhin /Alsace / Unterelsass) 
Cimetière juif / Jüdischer Friedhof

  
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde und des jüdischen Friedhofes

In Brumath besteht bis zur Gegenwart eine jüdische Gemeinde, deren Entstehung vermutlich in das 17. Jahrhundert zurückgeht. An die frühere jüdische Niederlassung erinnert bis heute die "Rue de Juifs" beziehungsweise die frühere "Judegass" (Fotos siehe bei der Seite zur Synagoge Brumath). 1871 lebten 478 jüdische Einwohner in der Stadt, 1910 waren es noch 306. Brumath wurde im 19. Jahrhundert Rabbinatssitz. 
  
Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden zunächst in Rosenwiller beigesetzt. Um 1880 wurde ein jüdischer Friedhof angelegt. 
  
Eine erste Synagoge wurde 1801 erbaut. 1884 konnte eine neue Synagoge in der heutigen Rue de Général Rampont erbaut werden, die 1922 renoviert wurde. 1936 hatte die Gemeinde noch 185 Mitglieder. Während der NS-Zeit wurden die jüdischen Einwohner der Stadt mit den anderen Elsässer Juden nach Südfrankreich deportiert. Die Synagoge - als Lebensmitteldepot zweckentfremdet - und der Friedhof wurden während schwer beschädigt. Nach 1945 konnte die Gemeinde wieder begründet werden. In den 1950er-Jahren ist die Synagoge  restauriert und 1957 wieder eingeweiht worden. 1965 gehörten ihr 70 Personen an. 
    
  

Lage des Friedhofes
  
Auf der Rue des Romains (D 140 Richtung Richtung Bischwiller) Brumath verlassen. Der Friedhof liegt fast 1 km östlich der Stadt an einem Hang rechts der D 140.
  

  
Fotos
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 16.4.2004) 

Brumath Cimetiere 100.jpg (68254 Byte) Brumath Cimetiere 109.jpg (83981 Byte) Brumath Cimetiere 107.jpg (69922 Byte)
Eingangstor Gräber im ältesten Teil des Friedhofes (links das Eingangstor von innen) Teilansicht im älteren Teil
     
Brumath Cimetiere 102.jpg (68126 Byte) Brumath Cimetiere 101.jpg (69428 Byte) Brumath Cimetiere 105.jpg (56448 Byte)
Blick über den Friedhof Segnende Hände der Kohanim Hand mit Blumenstrauss
     
Brumath Cimetiere 106.jpg (70737 Byte) Brumath Cimetiere 104.jpg (75224 Byte) Brumath Cimetiere 103.jpg (69283 Byte)
Blick über den Friedhof vom neueren Teil. Im Hintergrund liegt Brumath. Neueste Gräber  
     
  Brumath Cimetiere 108.jpg (74345 Byte)  
  Segnende Hände der Kohanim auf einem neuen Grabstein  

   

31. Oktober 2004:      90 tombes juives profanées    90 Gräber geschändet   

Près de 90 tombes du cimetière israélite de Brumath ont été profanées par des inscriptions antisémites, racistes et néo-nazies. Les faits découverts hier après-midi pourraient avoir été commis dans la nuit de vendredi à samedi.

Brumath oct2004 2.jpg (9049 Byte) Brumath oct2004 3.jpg (22230 Byte) Brumath oct2004 4.jpg (19654 Byte) Brumath oct2004.jpg (16353 Byte)

Auf dem jüdischen Friedhof in Brumath sind 92 Gräber geschändet worden. Die Grabsteine seien mit SS-Runen, Hakenkreuzen und antisemitischen Parolen beschmiert worden. Dies teilte die Strassburger Staatsanwaltschaft mit. Der französische Präsident Jacques Chirac, Premierminister Jean-Pierre Raffarin und Innenminister Dominique de Villepin verurteilten die Grabschändungen. Die Behörden leiteten Ermittlungen ein. Die beschmierten Grabsteine in Brumath waren am Samstagnachmittag entdeckt worden. Ein Vertreter des Rats der jüdischen Einrichtungen (CRIF) sagte, auf einige seien Parolen wie "Keine Juden, keine Araber, keine Neger" oder "Tod den Juden" gekritzelt worden. Raffarin nannte die Schändungen "abscheulich". Chirac drückte den betroffenen Familien und der jüdischen Gemeinde in einer Erklärung seine Solidarität aus. Die Regierung forderte er auf, unverzüglich alles zu unternehmen, um die Verantwortlichen für "diesen abscheulichen Akt" zur Rechenschaft zu ziehen.

Französische Informationsseite zu dieser Schändung mit Liste der betroffenen Grabsteine: hier anklicken  
   

 

Links und Literatur

Links:

Übersicht über die bestehenden jüdischen Gemeinden im Elsass: hier anklicken  
Zur Seite über die Synagoge in Brumath (interner Link)

Literatur:  

   

 

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 21. September 2008