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Zur Übersicht über "Jüdische
Friedhöfe in der Region"
Zur Übersicht über
die Friedhöfe im Elsass
Cronenbourg / Strasbourg (Kronenburg) (Dep. Bas Rhin /Alsace / Unterelsass)
Cimetière juif / Jüdischer Friedhof
Zur Geschichte des jüdischen Friedhofes
Der jüdische Friedhof in Cronenbourg ist bis zur Gegenwart der zentrale
Friedhof der israelitischen Gemeinde von Strasbourg. Nachdem der 1801 angelegte
Friedhof in Koenigshoffen Anfang des
20. Jahrhunderts mit etwa 4.000 Gräbern voll belegt war, konnten in Cronenbourg
Grundstücke zur Anlage eines neuen Friedhofes erworben werden. Im Oktober
1910 wurde der neue Friedhof eingeweiht.
Über die Einweihung des Friedhofes liegen zwei Berichte vor:
Die "Allgemeine Zeitung des
Judentums" berichtete in ihrer Ausgabe vom 21. Oktober 1910: "Straßburg u.E.,
14. Oktober. Die hiesige jüdische Gemeinde hat ihren neuen Friedhof in
Kronenburg eingeweiht. Oberrabbiner Ury hielt die Weiherede, in der er auf die
Geschichte des Friedhofes zu sprechen kam. Nach ihm richtete Rabbiner Dr. Marx
nochmals ernste Worte an die zahlreiche versammelte Zuhörerschaft, wie sie der
feierlichen Stätte des Todes angemessen sind. Die Anlagen sind sehr geräumig. Es
ist Raum für 3.200 Erwachsene und 300 Kinder. Der eingezäunte Teil umfasst bloß die
Hälfte des ganzen Komplexes und wird ungefähr 30 bis 40 Jahre
ausreichen. Die Eingangshalle ist sehr praktisch und einfach gehalten. In den
Seitenhalle befinden sich die Leichenhalle, die Leichenwaschhalle. Ebenso ist
die große Halle geräumig genug, um 400 Personen aufzunehmen. Es ist eine Wohnung
für den Friedhofverwalter vorhanden. Die gesamte würdige Anlage, ein Muster
wahrer Friedhofeskunst macht den Erbauern, den Architekten Wolf und Falk, alle
Ehre." |
Bericht
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 14. Oktober
1910: "Straßburg. An 250 Personen hatten sich zur Einweihung
des neuen Friedhofs, der sich in der Kronenburger Gemarkung befindet,
eingefunden. Es sprachen Oberrabbiner Dr. Ury und Rabbiner Dr. Marx. Nach
dem Einweihungsakt fand eine Besichtigung statt. Eine Neuerung ist die
Einrichtung, dass als Ersatz für die Leichenwärter den aufgebahrten
Leichen Ringe an die Finger gesteckt werden, die mit einer Klingelanlage
in Verbindung gesetzt sind, sodass bei der geringsten Bewegung etwaiger
Scheintoter sofort der Wächter alarmiert wird. Eine Neuerung ist auch die
aus Marmor gefertigte, auf Kurbeln drehbare Waschbahre." |
Mit der Belegung
dieses neuen Friedhofes wurde 1911 begonnen.
Am 12. April 2002 wurde der Friedhof geschändet, wobei zahlreiche Grabsteine
mit Hakenkreuzen besprüht wurden. Nähere Informationen hier.
Lage des Friedhofes:
Fotos
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 28.5.2004)
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| Die Gebäude am Eingang zum
Friedhof |
Unweit des
Eingangs die Gedenkstätte für die in der NS-Zeit ermordeten Straßburger
Juden |
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| Grab- und Gedenkstein für
umgekommene KZ-Häftlinge aus dem KZ Natzweiler-Struthof |
Schlichte Grabsteinplatten
für Personen, die 1943/45 hier beigesetzt wurden |
Gedenkinschrift auf einem
Grabstein für ermordete Familienmitglieder |
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| Auffallend große Grabanlage
für Angehörige der Familie Blum |
Im älteren Teil des
Friedhofes. Vorne ein Sarkophag-Grabstein; im Hintergrund die
Eingangsgebäude des Friedhofes (Trauerhalle) |
"Gott hat gegeben, Gott
hat genommen, der Name Gottes sei gepriesen in Ewigkeit" |
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| Grabstein für Abraham Bloch
aus Rheinbischofsheim
(1850-1921) |
Grabstein für Henry Levy
(1831-1937), Vice President du Consistoire Israelite du Bas-Rhin |
Eine der deutschen
Grabinschriften: für Karl Heymann, gest. 1912: "Wenn Liebe könnte
Wunder tun, und Tränen Tote wecken, so würde dich gewiss nicht hier die
kühle Erde decken" |
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| Teilansichten des
Friedhofes |
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| Teilansicht im neuen Teil |
Selten auf jüdischen
Friedhöfen: Portrait auf Grabstein |
Moderner Grabstein mit Getreidehalmen und Davidstern |
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| Künstlerisch modern
gestalteter Grabstein |
Neue Grabsteine
mit "segnenden Händen" der Kohanim |
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| Neuestes Gräberfeld |
Neuere Gräber (2003/04) |
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Links und Literatur
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Literatur:

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