Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Benfeld (Dep. Bas Rhin /Alsace / Unterelsass) 
Cimetière juif / Jüdischer Friedhof

   
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde und des jüdischen Friedhofes

In dem in früheren Jahrhunderten zum Bistum Straßburg gehörenden Benfeld lebten Juden bereits in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Sie werden erstmals in einem Schutzbrief vom 22. November 1340 genannt. Als zur Pestzeit Gerüchte über die Brunnenvergiftung durch die Juden umgingen und das gemeine Volk ihre Vertilgung forderte, versammelten sich im Januar 1349 der Bischof von Straßburg, Herren und Abgeordnete der Städte in Benfeld, um wegen der Juden zu beraten. Obwohl die Juden mehrere Fürsprecher hatten, fand sich keine Mehrheit, die die Vernichtung der Juden aufhalten konnte. Am 14. Februar 1349 fielen die Juden von Benfeld der allgemeinen Verfolgung zum Opfer.  
      
Erst seit Ende des 18. Jahrhunderts konnten sich Juden wieder in Benfeld niederlassen. Zur Neubegründung einer jüdischen Gemeinde kam es 1830. 1836 lebten 236 jüdische Personen in der Stadt. Eine Synagoge wurde 1846 erbaut. 1936 gehörten 171 Personen zur jüdischen Gemeinde. Während der NS-Zeit wurden die verbliebenen Juden nach Südfrankreich deportiert. Über 30 Personen wurden ermordet. Ihre Namen finden sich auf dem Denkmal im Friedhof (siehe Foto unten): Salomon Ackermann, Richard Baehr, Marcel Bloch, Henriette Bloch, Leon Blum, Arthur Dreyfuss, Germaine Dreyfuss, Rosine Ginsbourger, Calliste Jacob, Blanche Kahn, Delphine Kirsch, David Klein, Charles Klein, Erna Klein, Mathilde Klein, Helene Klein, Ruth Klein, Georges Levi, Marguerite Loretz, Andre Schuhl, Alice Schuhl, Samuel Schuhl, Jeanne Schuhl, Marcel Schuhl, Elsa Schimckowitz, Gisele Schimchowitz geb. Brunner, Michel Schimkowitz, Germain Weill, Berthe Weill, Collette Weill, Pasul Weill, Sylvaine Weill, Jeanne Wertheimer, Marthe Weill.   
  
Nach 1945 konnte die Gemeinde wieder begründet werden. Doch ging die Zahl der Gemeindeglieder von 98 (1953), 75 (1968) auf etwa 20 Personen (um 2000) ab. Die Synagoge wurde restauriert.
   

Lage des Friedhofes: Der Friedhof liegt im Bereich der Ausfahrt Benfeld der am Ort vorbeiführenden Schnellstraße N 83.   
   


Fotos
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 16.4.2004) 

Benfeld Cimetiere 101.jpg (72778 Byte) Benfeld Cimetiere 103.jpg (59053 Byte) Benfeld Cimetiere 100.jpg (92389 Byte)
Eingangstor Gebäude am Eingang Denkmal für die in der NS-Zeit ermordeten Juden aus Benfeld
     
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Teilansichten des Friedhofes im älteren Teil
  
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Im neuen Friedhofsteil
   
  Benfeld Cimetiere 109.jpg (68027 Byte)  
  Neue Gräber  

   

   

Links und Literatur

Links:

Vgl. die Links bei der Seite zur Synagoge in Benfeld 

Literatur:  

Germania Judaica II,1 S. 64.

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 21. September 2008