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Jahrestagungen von Alemannia Judaica Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (Frühere und bestehende) Synagogen Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region Bestehende jüdische Gemeinden in der Region
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Bergheim (Dep. Haut-Rhin
/ Alsace / Oberelsass) Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde In dem 14 Kilometer nördlich von Colmar gelegenen Bergheim
bestand eine jüdische Gemeinde im Mittelalter, erstmals in der ersten Hälfte
des 14. Jahrhunderts. Sie wurde 1338 von der Armleder-Verfolgung und zur
Pestzeit 1348/49 von der allgemeinen Verfolgung betroffen. Um 1375 lebten Juden
wieder in der Stadt, da damals Erzherzog Leopold III. (Bergheim war damals
habsburgisch) den Juden in Bergheim, Rappoltsweiler und Hattstatt Wohnrecht
erteilte. Auch 1421 und um 1450 sind Juden in der Stadt genannt. Im Bauernkrieg
wurden die Juden von den revoltierenden Bauern geplündert. 1568 wurden sie
vertrieben. Einige Jahre später kam es zur Neugründung einer Gemeinde. Auch
ein Bezirksrabbinat wurde in Bergheim eingerichtet, das bis 1910 bestand.
Derzeit besteht keine jüdische Gemeinde am Ort. Die mittelalterliche Synagoge der Gemeinde in der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts diente 1398 Christen als Wohnhaus und wurde im 15. Jahrhundert von der Stadt verkauft. Im 15. Jahrhundert scheint wieder eine Synagoge vorhanden gewesen zu sein, da eine solche 1525 zerstört wurde. Vielleicht handelte es sich um dasselbe Gebäude. Auch im 16./17. Jahrhundert könnte dieses Gebäude wieder aufgebaut und als Synagoge benutzt worden sein. Die bis heute in Bergheim stehende Synagoge wurde 1860-63 an der Stelle einer früheren Synagoge erbaut. In der NS-Zeit wurde das Gebäude verwüstet und geplündert. Nach 1945 wurde es nicht mehr zu Gottesdiensten verwendet.
Farbfotos der Synagoge: Link 1, Link 2
Links und Literatur Links:
Literatur:
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