Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Haguenau / Hagenau (Dep. Bas-Rhin / Alsace / Unterelsass) 
Jüdische Geschichte  /  Synagogue / Synagoge

 

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Erinnerung an die jüdische Geschichte im 16. Jahrhundert  
Aus der Geschichte des Rabbinates  
Aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben    
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde   
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen
Links und Literatur   

  

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)  

In Hagenau besteht bis heute eine der ältesten jüdischen Gemeinden im Elsass. Fast ununterbrochen seit dem Mittelalter leben hier Juden. Im 13. Jahrhundert wird erstmals eine jüdische Gemeinde genannt, die in der Pestzeit 1348/49 vernichtet wurde. 1354 ließen sich wieder Juden nieder, die die Verfolgung überlebt hatten. 
   
1528 sollten die Juden durch ein Dekret der Stadt vertrieben werden, was vom Kaiser unter dem Einfluss von Josef von Rosheim verhindert wurde.
  
Im 18. Jahrhundert stieg die Zahl der jüdischen Familien auf 64 an (1784) mit zusammen 325 Personen.  
 
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde u.a. eine Synagoge, eine jüdische Schule, ein rituelles Bad und einen Friedhof. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war neben dem Rabbiner ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war.   
 
Hagenau war bereits seit dem 18. Jahrhundert Sitz eines bedeutenden Rabbinates. Unter den Rabbinern waren Elie Schwab (Rabbiner von 1721 bis 1749), Lazare (Lipmann) Bloch (Rabbiner von 1854 bis 1897).  
 
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner durch die Zuwanderung aus den kleineren Landgemeinden zunächst wie folgt: 1807 630 jüdische Einwohner, 1846 732. Danach ging die Zahl wieder zurück: 1861 687, 1870 676, 1910 611. 
  
1936 wurden 564 jüdische Einwohner in der Stadt gezählt. 1940 wurden die noch in Hagenau lebenden jüdischen Personen nach Südfrankreich deportiert (zusammen 111 Personen). Insgesamt sind mindestens 148 Personen, die zur Gemeinde gehörten, umgekommen. Auf dem jüdischen Friedhof der Stadt erinnert ein großes Denkmal an die Umgekommen. 
  
Nach 1945 konnte eine neue Gemeinde gegründet werden, zu der 1968 300 Personen gehörten.    
    
  
    

Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
     
Erinnerung an die jüdische Geschichte im 16. Jahrhundert  

Hagenau BayrGZ 01081930.jpg (78334 Byte)Druck der Hebräischen Grammatik von Moses Kimchi in Hagenau 1519 (abgebildet in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 1. August 1930).    

  
     
Aus der Geschichte des Rabbinates 
Zum Tod von Rabbiner Anselm Schopple Levy (1846)     

Hagenau AZJ 16021846.jpg (196462 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 16. Februar 1846: "Hagenau (Elsass), 24. Januar (1846). Der Tod hat soeben dem mosaischen Kultus einen seiner eifrigsten Verteidiger und den Israeliten von Hagenau einen der gelehrtesten Gesetzeskundigen geraubt. Herr Anselm Schopple Levy, Sohn des berühmten Rabbiners von Rosheim, schien die Eigenschaften und die Talente seiner Vaters geerbt zu haben. Im Alter von 13 Jahren war er schon im Talmud bewandert; zu 25 Jahren ward er zum Rabbiner in einer Stadt Deutschlands ernannt. Aber ungeduldig nach Frankreich zurückzukehren, opferte er der Liebe fürs Vaterland die glänzendsten Stellungen und nahm allmählich als Rabbiner die bescheidenen Plätze von Mutzig und Fegersheim ein. Gegen Ende von 1831 hatten die Hagenauer Israeliten das Glück seines Besitzes. 
Sein argloses Gemüt, sein sanfter und wohlwollender Charakter, seine tiefe Gelehrsamkeit in der jüdischen Theologie zogen eine große Anzahl junger Leute um ihn, welche aus dieser ergiebigen Quelle zu schöpfen kamen, und von denen die Meisten heute einen ehrenvollen Rang unter den Rabbinern Frankreichs und Deutschlands inne haben. 
Im Alter von 73 Jahren seiner Familie geraubt, wird dieser würdige Beamte nicht bloß von seinen Oberen, von seinen Kollegen, seinen Zöglingen, sondern von allen jenen, die ihn kannten, bedauert. 
Die israelitische Schule eröffnete den Leichenzug; der Vorsänger und der Chor in Kostüm gingen vor dem Sarge. Die Gegenwart des Herrn Großrabbiners von Strassburg, mehrere Mitglieder des Munizipalrates, des öffentlichen Unterrichts und verschiedener Verwaltungskorps erhöhte die Pracht dieses imposanten Trauerzuges. Mehr als 500 Personen folgten dem Sarge. In dem Tempel angekommen, welcher schwarz ausgeschlagen war, wurde die Bahre auf den Katafalk vor der heiligen Bundeslade gestellt. Der Vorsänge stimmte alsdann, von den Chorkindern begleitet, einen Trauergesang an, welcher eine schmerzliche Rührung unter den Zuhörern hervorbrachte. Hierauf improvisierte der Herr Großrabbiner eine deutsche Rede, welche alle Anwesenden tief erschütterte.
Einen anderen, sehr gelehrten Rabbinen verlor der Elsass am vorigen Erew Jom Kippur in dem Herrn Jakob Hagenauer, Rabbiner zu Mauersmünster (Marmoutier), dem mit dem vorher Genannten die Lehrhäuser anvertraut waren...." 

   
Zum Tod von Rabbiner Bloch (1897)    
Anmerkung: Rabbiner Lazare (Lipmann) Bloch (geb. 1828 in Bischheim, gest. 1897 in Bischheim) studierte von 1847 bis 1854 an der École rabbinique in Metz. Er war von November 1854 bis 1897 Rabbiner in Haguenau.    

Mitteilung in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 5. November 1897: "In Hagenau (Elsass) starb am 19. vorigen Monats der dortige Rabbiner Bloch. Der Entschlafene hat lange Jahre die Rabbinerstelle in Hagenau verwaltet. Er war ein geachteter und allgemein beliebter frommer Mann."   

    
79. Geburtstag von Rabbiner Marc Levy (1912)  

Hagenau FrfIsrFambl 31061912.jpg (31450 Byte)Meldung im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 31. Juni 1912: "Hagenau. Rabbiner Marc Levy begeht am 30. Mai den 70. Geburtstag. Rabbiner Levy amtierte von 1872 bis 1883 in Dambach, von 1883 bis 1898 in Weißenburg und ist seitdem der Rabbiner der hiesigen Gemeinde. Er erwarb sich überall die Liebe seiner Gemeindemitglieder."  

    
  
Aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben  
Anmerkung: vgl. den Bericht zur Stiftung von Advokat Rhens von 1902 unten.   
Zum Neubau eines israelitischen Waisenstiftes stehen Mittel bereit (1903)     

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Gemeindeblatt" vom 16. Oktober 1903: "Hagenau, 29. September (1903). Der Gemeinderat beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung mit der Stiftung Rehn, welche zum Zwecke der Erbauung eines israelitischen Waisenstifts an die Stadt erfolgte. Der Gemeinderat bewilligte zu der Stiftung noch eine Summe von 4.000 Mark aus Mitteln der Stadt für den Neubau des israelitischen Waisenstifts."     

  
     
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde  
Zum Tod des Talmudisten Israel Ah (1876)

Hagenau Israelit 12101876.jpg (51411 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. Oktober 1876: "Hagenau. Unsere Gemeinde hat einen großen Verlust erlitten. Am 15. Elul (= 4. September 1876) starb nämlich Herr Israel Ah. Derselbe war ein großer Talmudist und wird gewiss bei vielen seiner alten Freunde, namentlich in Mainz, wo er sich vor Jahren längere Zeit aufhielt, noch in gutem Andenken stehen. Von der allgemeinen Verehrung, die der Verstorbene hier genossen, zeugte die große Teilnahme, die sowohl Israeliten als Nicht-Israeliten bei Gelegenheit seiner Beerdigung bezeugten. An seinem Grabe sprachen vier Rabbiner. Seine Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens." 

     
Advokat Rhens stiftet für die israelitische Zufluchtsanstalt in Haguenau (1902)       

  Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 31. Oktober 1902: "Hagenau, 28. Oktober (1902). Die 'Hagenauer Zeitung' berichtet von hier: Mit einer hochherzigen Stiftung hat der von hier gebürtige, seit fast einem halben Jahrhundert in Paris ansässige frühere Advokat Rhens, jetzt Direktor der Pariser Aktiengesellschaft 'Parfumerie Violet', die hiesige israelitische Zufluchtsanstalt bedacht, nämlich mit der Summe von 100.000 Mark. Der Spender, der mit dieser Stiftung das Andenken seiner hier noch in bester Erinnerung stehenden Eltern und Großeltern ehren will, hat bestimmt, dass mit den Zinsen dieses Kapitals ein gemeinnütziges Werk ins Leben gerufen werden soll. Seitens der Verwaltung des israelitischen Zufluchtshauses ist beabsichtigt, ein Waisenhaus zu gründen, in dem israelitische Waisenknaben von ganz Elsass-Lothringen Aufnahme finden sollen, jedoch unter Bevorzugung von Hagenauer und Schirrhofener israelitischen Waisenknaben."      

  
Mitteilung einer besonderen Trauung (1903) 

Hagenau FrfIsrFambl 20111903.jpg (40527 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 20. November 1903: "Hagenau. Hier wurde im israelitischen Altersasyle vom hiesigen Rabbiner eine Trauung eines Brautpaares vorgenommen, welches zusammen über 120 Jahre zählte. Der Bräutigam, Herr Kauffmann aus Niederroedern, Vater von erwachsenen, verheirateten Kindern, ging die zweite Ehe ein, während die Braut ihr Glück in dritter Ehe suchte." 

  
Zum Tod von Hopfenhändler Heinrich Weill (1906)  
    

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 12. Januar 1906: "Hagenau im Elsass. Im Alter von 75 Jahren starb hier der Hopfenhändler Heinrich Weill, ein allseits geachteter Mann. Das imposante Trauergefolge, unter dem sich die Spitzen der Behörden befangen, gab Zeugnis von dem Ansehen, das der Verstorbene sich durch seinen Lebenswandel zu verschaffen wusste."     

 
Diamantene Hochzeit des Ehepaares Adolf Weil und Frau (1906)
   

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 25. Mai 1906: "Hagenau. Diamantene Hochzeit. Die Rentner Adolf Weil'schen Eheleute feierten in Rüstigkeit das Fest der diamantenen Hochzeit. Der Jubelgreis war lange Jahre Präsident der israelitischen Gemeinde und ist noch heute Mitglied des Ortsschulvorstandes."   

   
Zum Tod von Arthur Moch (1910)

Hagenau FrfIsrFambl 28101910.jpg (45770 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt vom 28. Oktober 1910: "Hagenau. Die hiesige Judenheit hat einen schweren Verlust erlitten. Arthur Moch, eines ihrer angesehensten und in jüdischen Angelegenheiten tätigsten Mitglieder, ist - 65 Jahre alt - plötzlich einem Herzschlage erlegen. Moch war u.a. Stadtrat, Präsident des israelitischen Knabenwaisenhauses und des israelitischen Zufluchtshauses und gehörte lange Jahre dem israelitischen Konsistorium des Unter-Elsaß an."  

   
Goldene Hochzeit des Baruch Dreyfus'schen Ehepaares (1912)

Hagenau FrfIsrFambl 26041912.jpg (19326 Byte)Meldung im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 26. April 1912: "Hagenau. Das Baruch Dreyfus'sche Ehepaar in Hagenau und das Aron Weill'sche Ehepaar in Zabern feierten in Rüstigkeit die goldene Hochzeit." 

      
Zum Tod des aus Hagenau stammenden Prof. Dr. Louis Eisenmann (geb. 1869 in Hagenau, gest. 1937 in Paris)  

Hagenau CV-Ztg 27051937.jpg (59108 Byte)Artikel in der "CV-Zeitung" vom 27. Mai 1937: "Aus der wissenschaftlichen Welt. Professor Dr. Louis Eisenmann, Inhaber des slawistischen Lehrstuhls an der Pariser Universität und Direktor des Instituts Francais Ernest Denis in Prag, ist am Freitag, 14. Mai, in Paris im 68. Lebensjahr gestorben. Anlässlich des Ablebens des berühmten jüdischen Gelehrten haben zahlreiche Persönlichkeiten der wissenschaftlichen und politischen Kreise, unter ihnen der tschechoslowakische Außenminister, Professor Dr. Kamil Krofta, an die Witwe des Verstorbenen und an den Rektor der Pariser Universität, Charlety, Beileidskundgebungen gerichtet.   
Louis Eisenmann, der 1869 in Hagenau geboren war, wurde 1905 Professor an der Universität Dijon; seit 1922 lehrte er slawische Kultusgeschichte und Zivilisation in Paris und war zugleich Generalsekretär des Instituts für slawische Wissenschaften an der Pariser Universität."

      
     

         

Zur Geschichte der Synagogen

Die erste Synagoge wurde 1349 beschlagnahmt. Sie befand sich auf dem alten Rathausplätzel, jetzt Place de la République. Nach 1354 wurde in der heutigen Rue de Sel Nr. 8 eine Synagoge auf dem Grundstück einer früheren christlichen Kapelle erbaut. 1492 wurde sie, nachdem sie verfallen war, neu errichtet. Nach einem Feuer 1676 konnte sie wieder aufgebaut werden und diente als Gotteshaus der Gemeinde bis 1820, als die neue Synagoge in der jetzigen Rue du Grand Rabbin Joseph Bloch erbaut wurde. 
     
Über die Synagogen in Hagenau vom 14. bis 19. Jahrhundert (Artikel von 1887)     

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 23. Juni 1887: "Hagenau hatte auch die ihrige (sc. Synagoge) von 1349 bis 1677 behalten. Aber dann verbrannte eine Feuersbrunst sie mit vielleicht 150 anderen Häusern zu Asche. Diejenige, welche an ihrer Stelle 1683 erbaut wurde, konnte wegen ihrer Unzulänglichkeit nicht stehen bleiben und wurde 1819 verkauft, als die neue Synagoge eingeweiht wurde. Ebenso verhält es sich in fast allen jüdischen Gemeinden. Da sie immer fürchteten, vertrieben zu werden, so hielten die Juden niemals darauf, Tempel mit schöner Architektur zu haben. Ein Haus, das genug Platz enthielt, um die Gemeinde aufzunehmen, mit einigen Gesetzesrollen, war zu jeder Zeit ausreichend für sie. Schon um diese einfachen Wände aufzurichten, hatten sie so viele Schwierigkeiten und so viele Formalitäten zu erfüllen, dass der Gedanke ihnen niemals kam, bemerkenswertere Gotteshäuser zu haben."      

Aus der Geschichte der neuen Synagoge liegen einzelne Berichte vor, u.a. vom Streit um die Einführung einer Orgel Ende der 1860er-Jahre:
      
Streit in der Gemeinde - die orthodox Gesinnten sind gegen die Orgel in der Synagoge (1869)

Hagenau Elsass 16091869as.jpg (55005 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 16. September 1869: "Straßburg. Dem 'Univ. Isr.' wird aus dem Elsass geschrieben: Die Gemeinde Hagenau, die seit mehreren Jahren ein kleines Harmonium in der Synagoge hat, welches zum Lecho Dodi gespielt wurde, beabsichtigt jetzt eine größere Orgel in derselben aufzustellen, welche an Sabbat und Festtagen sämtlich Gebete begleiten soll. Infolge dieser bevorstehenden Neuerung ist in der Gemeinde große Bewegung, und eine beträchtliche Anzahl Gemeindeglieder, welche noch treu anhangen an dem Glauben der Väter, hat die Erklärung abgegeben, dass sie, sobald die Orgel in die Synagoge eingeführt wird, nicht mehr dem Gottesdienste darin anwohnen werden, und so wird die Orgel, trotz ihrer harmonischen Klänge, die bisher in der Gemeinde gewesene Eintracht und Harmonie stören."
    
Einige Jahre später hatten sich die Wogen in der Gemeinde wieder geglättet, die Zeitschrift "Der Israelit" konnte berichten:  
Hagenau Israelit 14061876.jpg (16707 Byte)Meldung in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 14. Juni 1876: "Hagenau (Elsass). Wir vernehmen mit großem Vergnügen, dass der Friede innerhalb der jüdischen Gemeinde zu Hagenau wieder hergestellt ist. (Un. Isr.)."


Nach 1945
wurde das in der Kriegszeit durch eine Bombardierung beschädigte Gebäude wieder renoviert. Es dient bis zur Gegenwart der jüdischen Gemeinde als Gotteshaus.   
      
  
Adresse der Synagoge:     Rue de Grand-Rabbin-Block   
   
     
Fotos 
Historische Fotos: 

Historische Fotos werden noch nachgetragen.

 

Neuere Fotos: 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 5.11.2003)

Haguenau Synagogue 155.jpg (54118 Byte) Haguenau Synagogue 153.jpg (51201 Byte) Haguenau Synagogue 154.jpg (45299 Byte)
Blick zur 
Synagoge
Die Synagoge liegt an der Ecke Rue du Grand Rabbin Joseph Bloch 
/ Rue de la Synagogue
         
Haguenau Synagogue 151.jpg (53734 Byte) Haguenau Synagogue 150.jpg (45363 Byte) Haguenau Synagogue 152.jpg (32108 Byte)
Eingangstor  Inschrift: "Dies ist das Tor zum Herrn,
 Gerechte ziehen durch es hinein"
Moderne Umfassungsmauer 
neben der Synagoge mit Menora
   
           

           
     

Links und Literatur

Links:

Französische Informationsseite en zu Haguenau 
Weitere französische Informationsseite mit Fotos   
Seite zum jüdischen Friedhofe Haguenau (interner Link): hier anklicken
Website des Ministère de la culture mit Informationen zur Synagoge in Haguenau  


Literatur:

Germania Judaica II,1 S. 313-316.  

Alsace Lit 010.jpg (67412 Byte)Michel Rothé / Max Warschawski: Les Synagogues d'Alsace et leur Histoire. Ed. 'Chalom Bisamme' Jerusalem 1992.  S. 82-83.    

    


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Haguenau  Bas-Rhin dist. Jews were probably present in Haguenau before 1235, when a blood libel was perpetrated against them. The synagogue was built in 1252. In February 1349, the community was destroyed in the Black Death persecutions of 1348-49. In 1354, a new community was founded. The Jewish cemetery dates from the 16th century. The synagogue,  burned down in 1676 with the rest of the city, was reconstructed in 1683. Down through the years, Haguenau absorbed Jews from the surrounding district as well as from Poland. Among Haguenau's noted rabbis was Elie Schwab (1721-1749). The community numbered 325 members (64 families) in 1784. The synagogue on Rue des Juifs was built in 1821. By 1865 the community consisted of 687 members. In the Haguenau district, there were 2.701 Jews in 1885 and 2.109 in 1905. An orphanage was inaugurated in may 1906. In 1926, there were 1.455 Jews in the district of Haguenau and 1.391 in 1931. R. Meyer Jais, later chief rabbi of Paris, held office in Haguenau in 1933-38. By 1936, there were 113 Jews in Haguenau and 564 in the Haguenau district. During the war, the Germans expelled all to the south of France with the rest of Alsace-Lorraine Jews. Altogether 111 Jews were deported; 148 persons died either from deportations of in the course of the fighting. During the war, the Nazis looted the synagogue. In 1968 the community numbered 300.  
  

  

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 21. Oktober 2011