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Jahrestagungen von Alemannia Judaica Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (Frühere und bestehende) Synagogen Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region Bestehende jüdische Gemeinden in der Region
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Die jüdischen Friedhöfe im Stadtkreis Wiesbaden (WI)
Stadtkreis Wiesbaden
Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof in Anspach war zentraler Friedhof für jüdische Gemeinden in der Umgebung (u.a. Wehrheim). 1863 war dieser Friedhof voll belegt und wurde geschlossen. Danach wurde in Wehrheim ein neuer Friedhof für die jüdischen Gemeinden des Bezirks angelegt. In den folgenden Jahrzehnten wurde der Friedhof voll belegt und verfiel; er besteht heute nur noch als "Judenwasen" in der Erinnerung am Ort. Nach 1945 wurde auf dem Friedhof ein Wohnhaus errichtet, ohne dass sich dagegen Widerstand geregt hätte. Es sind keine Grabsteine mehr vorhanden. Lage: In der Nähe der ehemaligen Synagoge (Neue Pforte 4) an der Ecke Neue Pforte / Hohlweg Link: Website
der Gemeinde
Neu-Anspach
Zur Geschichte des Friedhofes: Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden zunächst in Anspach beigesetzt. Um 1860 war dieser Friedhof jedoch voll belegt und wurde geschlossen. Danach wurde in Wehrheim ein neuer Friedhof für die jüdischen Gemeinden/Familien des Bezirks angelegt (auch für Anspach, Kransberg, Pfaffenwiesbach u.a.). Der älteste um 1970 noch lesbare Stein war von 1874 (Jettchen Hammel aus Ober-Rosbach). In der NS-Zeit wurden zahlreiche Steine zerstört. Die Friedhofsfläche umfasst 10,86 ar. Lage: Der Friedhof liegt südöstlich von Wehrheim, rechts an der Straße nach Köppern. Link: Website Zur Geschichte des Friedhofes: In Hasselbach befindet sich ein kleiner jüdischer Friedhof aus der Zeit des 18./19. Jahrhunderts. Die Friedhofsfläche umfasst 3,00 ar. Lage: Link: Website
der Gemeinde
Weilrod
Zur Geschichte des Friedhofes: Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden zunächst auf dem alten jüdischen Friedhof in Niederhofheim beigesetzt. Ein eigener Friedhof in Bad Soden wurde 1873 angelegt und war Begräbnisstätte für die in Soden, Höchst mit Unterliederbach, Okriftel, Hattersheim und Hofheim lebenden Juden. Das Friedhofsverzeichnis enthält 288 Namen, darunter viele Ausländer, die als Kurgäste bzw. als Patienten der Israelitischen Kuranstalt in Soden gestorben sind (u.a. Kaufmann Kunz aus Kowno, 1877, Salomon Shurf aus London, 1864-1924 usw.). Auch zwei Krankenschwestern aus der Lungenheilanstalt wurden auf dem Friedhof beigesetzt. Nach 1873 wurde eine Leichenhalle auf dem Friedhof gebaut. Diese ist nach 1933 abgebrochen worden. Die Friedhofsfläche beträgt 22,20 ar. Lage: Der jüdische Friedhof befindet sich am Ende der Niederhofheimer Straße südlich des Hofes Wilhelmshöhe. Link: Website der
Stadt Bad Soden; auf dem von dort aus zugänglichen Stadtplan ist
der Friedhof eingezeichnet (über "öffentliche Einrichtungen" zu
"Jüdischer Friedhof"). Seite
zum jüdischen Friedhof in Bad Soden (Website www.gemeinsamlernen.de)
Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof geht in die Zeit der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück. Trotz der Zerstörungen in der NS-Zeit finden sich auch im alten Teil noch Grabsteine aus dem 18. Jahrhundert. Das neuere Gräberfeld wurde etwa ab 1842 benutzt. Die letzten Beisetzungen fanden 1939/40 statt. In der Mitte des Friedhofes befindet sich ein Gefallenendenkmal für die jüdischen Gefallenen des Ersten Weltkrieges sowie ein Gedenkstein für die 34 in der NS-Zeit umgekommenen Juden.
Lage: Der Friedhof liegt nordöstlich des Ortes rechts der Langenhainer Straße (unweit der heutigen Tennis-und Squashanlage)
Link: Website
Seite
zum jüdischen Friedhof in Hofheim-Wallau (Website www.gemeinsamlernen.de) Liederbach am Taunus - Niederhofheim Zur Geschichte der Friedhöfe: In Niederhofheim bestand seit dem
letzten Viertel des 17. Jahrhunderts ein jüdischer Friedhof für die Gemeinden
(Frankfurt-)Höchst, Soden, Hofheim,
Hattersheim, Okriftel. Er wurde 1873 geschlossen. Danach wurde in (Bad)
Soden ein neuer Friedhof angelegt. Die Friedhofsfläche dieses alten
jüdischen Friedhofes umfasste 22,38 ar. In der NS-Zeit wurde das
Friedhofsgelände abgeräumt und planiert; die Grabsteine sind seitdem
verschwunden. Nach dem Krieg wurde das Grundstück von der jüdischen
Vermögensverwaltung JRSO an die Ortsgemeinde verkauft, die hier einen Sport-
und Spielplatz anlegte. Lage: Alter Friedhof: Freifläche zwischen den Häusern
Feldstraße 6 und 8; Link: Website
der Gemeinde
Liederbach am Taunus Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof besteht aus zwei Teilen: ein älterer, bis etwa 1910 benutzter Teil sowie ein angrenzender, danach belegter Teil. Die Friedhofsfläche umfasst 54,81 ar. Lage: Der Friedhof befindet sich östlich der Stadt, oberhalb vom Mühlweg. Link: Website
der Stadt Bad Schwalbach
Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof in Laufenselden diente auch als Begräbnisplatz für die Juden aus Holzhausen a.d.H. und Kemel. Der Friedhof wurde noch im 18. Jahrhundert angelegt. 1762 bildeten die jüdischen Gemeinden eine gemeinsame Chewra Kadischa (Beerdigungsbruderschaft). Nach den Zerstörungen in der NS-Zeit ist nur noch ein Teil der Grabsteine erhalten, der älteste von 1816. Die Friedhofsfläche umfasst 76,17 ar. Lage: Östlich vom Ortskern (Bereich Mühlhecke/Schmiedweg). Link: Website
der Gemeinde
Heidenrod. Zur Geschichte des Friedhofes: Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden zunächst in Esch beigesetzt. 1874 konnte ein eigener Friedhof in Idstein angelegt werden. In der NS-Zeit wurde ein Teil der Grabsteine zerstört. Lage: Der Friedhof liegt nordöstlich der Stadt, rechts der Escher Straße, schräg gegenüber einer dortigen Tennishalle. Link: Website
der Stadt
Idstein
Zur Geschichte des Friedhofes: Die Anlage des Friedhofes geht vermutlich in die Entstehungszeit der Gemeinde zurück. Seit 1329 hatte Graf Gerlach I. von Nassau-Weilburg das Recht, Juden in Wehen ansiedeln zu dürfen. Der Friedhof dürfte bereits in dieser Zeit entstanden sein. Grabsteine aus dieser Zeit sind nicht mehr erhalten. Es sind noch 57 Grabsteine zu sehen, der älteste von 1694. Bis 1749 wurden auch die Juden aus Wiesbaden hier beigesetzt. 1726 wollte die jüdische Gemeinde eine Mauer um den Friedhof anlegen, was ihr nicht gestattet wurde, da der jüdische Friedhof nicht schöner als der christliche sein dürfe. Nur ein Graben um den Friedhof war erlaubt. Der Friedhof wurde bis in die 1930er-Jahre belegt. Der jüngste lesbare Stein ist von 1933. Auch nach 1933 fanden noch Beisetzungen statt, doch konnten die Angehörigen für die Gräber keinen Stein mehr bekommen.
Lage: Unmittelbar am nördlichen Ortsrand, am Fuße des Halberges, erreichbar über einen (teils steilen) Fußweg, der rechts vom Neuen Weg (Straße nach Orlen) abzweigt. Fotos (Quelle: aus einer nicht mehr bestehenden Website - der Link wurde herausgenommen)
Link: Website der Stadt Taunusstein Zur Geschichte des Friedhofes: Auf dem jüdischen Friedhof in Esch wurden vermutlich schon im 17. Jahrhundert, spätestens seit Anfang des 18. Jahrhunderts Verstorbene aus den jüdischen Gemeinden der Umgebung beigesetzt. Die Friedhofsfläche umfasst etwa 20 ar. Der Friedhof wurde in der NS-Zeit völlig abgeräumt. Es sind heute keine Grabsteine und keine Grabhügel mehr erkennbar. Lage: Südlich von Esch, nahe der Straße nach Heftrich. Link: Website
der Gemeinde
Waldems Zur Geschichte des Friedhofes: Ein jüdischer Friedhof in Steinfischbach wird in der Mitte des 19. Jahrhunderts erwähnt. Da es nur wenige jüdische Familien am Ort gab, fanden hier nur wenige Beisetzungen statt. Die letzte Beisetzung soll etwa 1888-90 stattgefunden haben. Im Friedhof befanden sich um 1970 nur drei Grabsteine. Lage: Der Friedhof liegt am Camberger Weg. Link: Website der
Gemeinde Waldems
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