Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Die jüdischen Friedhöfe im Stadtkreis Wiesbaden (WI)
und in den Landkreisen Hochtaunuskreis (HG), 
Main-Taunus-Kreis (MTK) und Rheingau-Taunus-Kreis (RÜD)

Hochtaunuskreis 

Main-Taunus-Kreis 

Rheingau-Taunus-Kreis 

Bad Homburg v.d. Höhe  
Unterseite   

Friedrichsdorf - Burgholzhausen  
Unterseite   

Friedrichsdorf - Seulberg  
Unterseite   

Grävenwiesbach 
Unterseite    

Königstein - Falkenstein 
Unterseite    

Kronberg im Taunus 
Unterseite     

Neuanspach - Anspach  

Oberursel/Taunus     
Unterseite     

Schmitten   
Unterseite     

Schmitten - Arnoldshain  

Usingen  
Unterseite   

Wehrheim 

Weilrod - Hasselbach  

Bad Soden am Taunus  

Flörsheim am Main  
Unterseite   

Hochheim am Main  
Unterseite   

Hofheim am Taunus - Wallau  

Liederbach am Taunus - Niederhofheim  

Bad Schwalbach  

Eltville  
Unterseite   

Heidenrod - Laufenselden  

Idstein  

Oestrich - Winkel    
Unterseite   

Rüdesheim am Rhein  
Unterseite   

Taunusstein - Wehen  

Waldems - Esch  

Waldems - Steinfischbach  

 

Stadtkreis Wiesbaden

Wiesbaden (drei Friedhöfe: Heilkundweg und zwei Friedhöfe Platter Straße) 
Unterseite    

Wiesbaden - Biebrich  
Unterseite   

Wiesbaden - Bierstadt  
Unterseite   

Wiesbaden - Schierstein 
Unterseite    

 

Stadtkreis Wiesbaden   
       
Wiesbaden  

Wiesbaden Friedhof 178.jpg (101084 Byte) Zu den Friedhöfen in Wiesbaden besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken
    
    
    
Wiesbaden - Biebrich

Biebrich Friedhof 170.jpg (125053 Byte) Zum Friedhof in Biebrich besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken

      
      

Wiesbaden - Bierstadt

Bierstadt Friedhof 170.jpg (113218 Byte) Zum Friedhof in Bierstadt besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken

         
   
Wiesbaden - Schierstein

Schierstein Friedhof 184.jpg (120619 Byte) Zu den Friedhöfen in Schierstein besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken
  
   
  
     
Hochtaunuskreis (HG)   

Bad Homburg v.d. Höhe 

Bad Homburg Friedhof 250.jpg (86204 Byte) Zum Friedhof in Bad Homburg vor der Höhe besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken 

       
      
Friedrichsdorf - Burgholzhausen  

Burgholzhausen Friedhof 152.jpg (113296 Byte) Zum Friedhof in Burgholzhausen besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken  

         
    
Friedrichsdorf - Seulberg  

Seulberg Friedhof 157.jpg (116502 Byte) Zum Friedhof in Seulberg besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken
    
 
     
Grävenwiesbach  

Schierstein Friedhof 184.jpg (120619 Byte) Zum Friedhof in Grävenwiesbach besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken
  
    
      

Königstein - Falkenstein
  

Falkenstein Friedhof 478.jpg (127436 Byte) Zum Friedhof in Falkenstein besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken
    
   
   
Kronberg im Taunus  

Kronberg Friedhof 474.jpg (135805 Byte) Zum Friedhof in Kronberg besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken
   

  
Neuanspach - Anspach  

Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof in Anspach war zentraler Friedhof für jüdische Gemeinden in der Umgebung (u.a. Wehrheim). 1863 war dieser Friedhof voll belegt und wurde geschlossen. Danach wurde in Wehrheim ein neuer Friedhof für die jüdischen Gemeinden des Bezirks angelegt. In den folgenden Jahrzehnten wurde der Friedhof voll belegt und verfiel; er besteht heute nur noch als "Judenwasen" in der Erinnerung am Ort. Nach 1945 wurde auf dem Friedhof ein Wohnhaus errichtet, ohne dass sich dagegen Widerstand geregt hätte. Es sind keine Grabsteine mehr vorhanden.     

Lage: In der Nähe der ehemaligen Synagoge (Neue Pforte 4) an der Ecke Neue Pforte / Hohlweg  

Link: Website der Gemeinde Neu-Anspach 
Literatur: Arnsberg II,351.  

       
     

Oberursel (Taunus) 

Oberursel Friedhof 150.jpg (122469 Byte) Zum Friedhof in Oberursel besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken
     
   

Schmitten  

Schmitten Friedhof 280.jpg (106128 Byte) Zum Friedhof in Schmitten besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken

      
      
Schmitten - Arnoldshain  

Schmitten Friedhof 283.jpg (106663 Byte)Zur Geschichte des Friedhofes: In Arnoldshain gab es einen heute nicht mehr bestehenden jüdischen Friedhof. 1974 wurde ein Grabstein dieses Friedhofes von 1812 (siehe links; für Frau Jettele, Tochter des David Katz) geborgen und im jüdischen Friedhof in Schmitten aufgestellt. Das Friedhofsgrundstück ist heute bebaut. 
 
Lage:

Link: Website der Gemeinde Schmitten 
Literatur
   
   
Usingen 

Usingen Friedhof 488.jpg (122570 Byte) Zum Friedhof in Usingen besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken  
  
  
  

Wehrheim 

Wehrheim Friedhof 020.jpg (140497 Byte)Zur Geschichte des Friedhofes: Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden zunächst in Anspach beigesetzt. Um 1860 war dieser Friedhof jedoch voll belegt und wurde geschlossen. Danach wurde in Wehrheim ein neuer Friedhof für die jüdischen Gemeinden/Familien des Bezirks angelegt (auch für Anspach, Kransberg, Pfaffenwiesbach u.a.). Die erste Beisetzung war am 11. August 1864 (jüdische Frau aus Anspach). Der älteste um 1970 noch lesbare Stein war von 1874 (Jettchen Hammel aus Ober-Rosbach). In der NS-Zeit wurden zahlreiche Steine zerstört. Die Friedhofsfläche umfasst 10,86 ar. Es sind noch etwa ein Dutzend Grabsteine erhalten.  

Lage: Der Friedhof liegt südöstlich von Wehrheim, rechts an der Straße nach Köppern. 

Link: Website der Gemeinde Wehrheim (von hier das Foto links; dasselbe Foto in höherer Auflösung
Wikipedia-Artikel zum jüdischen Friedhof in Wehrheim   
Literatur: Arnsberg II,350-351.
  
  
  

Weilrod - Hasselbach  

Zur Geschichte des Friedhofes: In Hasselbach befindet sich ein kleiner jüdischer Friedhof aus der Zeit des 18./19. Jahrhunderts. Die Friedhofsfläche umfasst 3,00 ar. 

Lage:  

Link: Website der Gemeinde Weilrod
Literatur: Arnsberg I,337.

  

  

 

Main-Taunus-Kreis (MTK) 

Bad Soden am Taunus 

Zur Geschichte des Friedhofes: Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden zunächst auf dem alten jüdischen Friedhof in Niederhofheim beigesetzt. Ein eigener Friedhof in Bad Soden wurde 1873 angelegt und war Begräbnisstätte für die in Soden, Höchst mit Unterliederbach, Okriftel, Hattersheim und Hofheim lebenden Juden. Das Friedhofsverzeichnis enthält 288 Namen, darunter viele Ausländer, die als Kurgäste bzw. als Patienten der Israelitischen Kuranstalt in Soden gestorben sind (u.a. Kaufmann Kunz aus Kowno, 1877, Salomon Shurf aus London, 1864-1924 usw.). Auch zwei Krankenschwestern aus der Lungenheilanstalt wurden auf dem Friedhof beigesetzt. Nach 1873 wurde eine Leichenhalle auf dem Friedhof gebaut. Diese ist nach 1933 abgebrochen worden. Die Friedhofsfläche beträgt 22,20 ar.  

Lage: Der jüdische Friedhof befindet sich am Ende der Niederhofheimer Straße südlich des Hofes Wilhelmshöhe.  

Links:    
- Website der Stadt Bad Soden; auf dem von dort aus zugänglichen Stadtplan ist der Friedhof eingezeichnet (über "öffentliche Einrichtungen" zu "Jüdischer Friedhof"). 
Seite zum jüdischen Friedhof in Bad Soden (vile-netzwerk)   
-  Fotos zum jüdischen Friedhof in Bad Soden auch in der Website von Stefan Haas  
http://www.blitzlichtkabinett.de/lost-places/friedhofs-fotografie/friedhöfe-in-hessen/     
  
Literatur: Arnsberg II,256-259.
Edith Vetter / Kurt Wagner: Der jüdische Friedhof in Bad Soden am Taunus. Materialien zur Bad Sodener Geschichte (bestellbar über Stadt Bad Soden, 7 €) 
Renate Hebauf: Der jüdische Friedhof von Bad Soden in den Jahren 1938-1945. Materialien zur Bad Sodener Geschichte (bestellbar über Stadt Bad Soden, 7 €). 1994. Informationen auf der Privaten Website von Renate Hebauf
        
  

Flörsheim am Main  

Floersheim Friedhof 191.jpg (104680 Byte) Zum Friedhof in Flörsheim am Main besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken
  
  
  

Hochheim am Main  

Hochheim aM Friedhof 177.jpg (107544 Byte) Zum Friedhof in Hochheim am Main besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken
  
  
  

Hofheim am Taunus - Wallau  

Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof geht in die Zeit der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück. Trotz der Zerstörungen in der NS-Zeit finden sich auch im alten Teil noch Grabsteine aus dem 18. Jahrhundert. Das neuere Gräberfeld wurde etwa ab 1842 benutzt. Die letzten Beisetzungen fanden 1939/40 statt. In der Mitte des Friedhofes befindet sich ein Gefallenendenkmal für die jüdischen Gefallenen des Ersten Weltkrieges sowie ein Gedenkstein für die 34 in der NS-Zeit umgekommenen Juden.  

Hinweis: Nach dem Verzeichnis der durch die "Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen" bearbeiteten hessischen Friedhöfe ergibt sich für den Friedhof in Wallau die Zahl von 185 vorhandenen Grabsteinen aus der festgestellten Belegzeit von 1738 bis 1940. Siehe landesgeschichtliches Informationssystem Hessen - Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen und Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde in Marburg: Dokumentation der jüdischen Friedhöfe in Hessen - Online zugänglich  

Lage: Der Friedhof liegt nordöstlich des Ortes rechts der Langenhainer Straße (unweit der heutigen Tennis- und Squashanlage)  

Lage des jüdischen Friedhofes in Wallau auf dem Stadtplan Hofheim: links anklicken und unter 
"Behörden und öffentliche Einrichtungen" weiterklicken zu "Friedhof, jüd., Wallau"  

Link: Website der Stadt Hofheim am Taunus      Seite zum jüdischen Friedhof in Hofheim-Wallau (vile-Netzwerk)  
Fotos zum jüdischen Friedhof in Wallau auch in der Website von Stefan Haas  
http://www.blitzlichtkabinett.de/lost-places/friedhofs-fotografie/friedhöfe-in-hessen/  
Literatur: Arnsberg I,337-340.
  
  
  

Liederbach am Taunus - Niederhofheim 

Zur Geschichte der Friedhöfe: In Niederhofheim bestand seit dem letzten Viertel des 17. Jahrhunderts ein jüdischer Friedhof für die Gemeinden (Frankfurt-)Höchst, Soden, Hofheim, Hattersheim, Okriftel. Er wurde 1873 geschlossen. Danach wurde in (Bad) Soden ein neuer Friedhof angelegt. Die Friedhofsfläche dieses alten jüdischen Friedhofes umfasste 22,38 ar. In der NS-Zeit wurde das Friedhofsgelände abgeräumt und planiert; die Grabsteine sind seitdem verschwunden. Nach dem Krieg wurde das Grundstück von der jüdischen Vermögensverwaltung JRSO an die Ortsgemeinde verkauft, die hier einen Sport- und Spielplatz anlegte.
  
Ein neuer jüdischer Friedhof wurde 1879 angelegt. Auch dieser Friedhof wurde in der NS-Zeit abgeräumt. Es sind nur fünf Grabsteine erhalten.
  
Die Schändung des Friedhofes 1885   

Oberliederbach AZJ 04081885f.jpg (63821 Byte) Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 4. August 1885: "Aus dem Taunus, 19. Juli (1885). In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde auf dem bei Oberliederbach (für Oberluderbach) gelegenen israelitischen Friedhofe ein Akt großer Rohheit vollführt. Ein Teil der Umfassungsmauer ist eingerissen, viele Grabdenkmäler sind umgeworfen, Grabeinfassungen teilweise zerstört, junge Bäumchen ihrer Krone beraubt. Vor der Tür des Leichenhauses gewahrten wir Steine, welche, - wie es scheint- gegen die Türe geworfen wurden. Von den bübischen Tätern verlautet noch nichts. (Dergleichen Rohheiten sind auch anderswo vorgekommen, aber auch auf christlichen Friedhöfen, z.B. in unserer Nähe. Red.)."  
  
Oberliederbach Israelit 23071885.jpg (65138 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Juli 1885: derselbe Text wie oben.  

Lage:  Alter Friedhof: Sportplatz zwischen den Häusern Feldstraße 6 und 8   
          Neuer Friedhof:
Taunusstraße 78 

Link: Website der Gemeinde Liederbach am Taunus  Wikipedia-Artikel "Jüdischer Friedhof Niederhofheim"  
Fotos zu den jüdischen Friedhöfen in Liederbach auch in der Website von Stefan Haas  
http://www.blitzlichtkabinett.de/lost-places/friedhofs-fotografie/friedhöfe-in-hessen/      
Literatur: Arnsberg II,135-137.
  
  
  

  
Rheingau-Taunus-Kreis
 

Bad Schwalbach 

Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof besteht aus zwei Teilen: ein älterer, bis etwa 1910 benutzter Teil sowie ein angrenzender, danach belegter Teil. Die Friedhofsfläche umfasst 54,81 ar. 

Lage: Der Friedhof befindet sich östlich der Stadt, oberhalb vom Mühlweg. 

Link: Website der Stadt Bad Schwalbach        
Literatur: Arnsberg II,287-291.
      
   

Eltville am Rhein 

Eltville Friedhof 170.jpg (110797 Byte) Zum Friedhof in Eltville am Rhein besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken  
  
   
   

Heidenrod - Laufenselden 

Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof in Laufenselden diente auch als Begräbnisplatz für die Juden aus Holzhausen a.d.H. und Kemel. Der Friedhof wurde noch im 18. Jahrhundert angelegt. 1762 bildeten die jüdischen Gemeinden eine gemeinsame Chewra Kadischa (Beerdigungsbruderschaft). Nach den Zerstörungen in der NS-Zeit ist nur noch ein Teil der Grabsteine erhalten, der älteste von 1816. Die Friedhofsfläche umfasst 76,17 ar.

Lage:  Östlich vom Ortskern (Bereich Mühlhecke/Schmiedweg).  

Link: Website der Gemeinde Heidenrod.
Literatur: Arnsberg I,480-481.
  
  
  

Idstein  

Zur Geschichte des Friedhofes: Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden zunächst in Esch beigesetzt. 1887 konnte ein eigener Friedhof in Idstein angelegt werden; die erste Beisetzung erfolgte Ende September 1887. Der Friedhof wurde mit einer Bruchsteinmauer umgeben.   
     
In der NS-Zeit wurde der Friedhof verwüstet (1938), die Grabsteine im nahen Wald verstreut. 1942 wurde der Friedhof vom Kalmenhof gekauft.  
   
1945
kam der Friedhof in den Besitz der jüdischen Vermögensverwaltung. Die wieder zusammengetragenen Grabsteinreste und -sockel wurden an den Innenseiten der Friedhofsmauer aufgestellt; aus weiterem Grabsteinbruch wurde ein Mahnmal errichtet.  
       
Lage: Der Friedhof liegt nordöstlich der Stadt, rechts der Escher Straße, ausgangs des Tiergartens / schräg gegenüber einer dortigen (nicht mehr benutzten) Tennishalle (Lore-Bauer-Halle).
   
Link: Website der Stadt Idstein   
Fotos zum jüdischen Friedhof Idstein finden sich in der Website von Stefan Haas:    
http://www.blitzlichtkabinett.de/lost-places/friedhofs-fotografie/friedhöfe-in-hessen/ .   
 
Literatur: Arnsberg I,407-409.  
  
  
  

Oestrich - Winkel    

Hallgarten Friedhof 186.jpg (126293 Byte) Zum Friedhof in Oestrich am Rhein / Hallgarten besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken
      
      

Rüdesheim am Rhein

Ruedesheim Friedhof 187.jpg (97804 Byte) Zum Friedhof in Rüdesheim am Rhein besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken

       
     

Taunusstein - Wehen  

Zur Geschichte des Friedhofes: Die Anlage des Friedhofes geht vermutlich in die Entstehungszeit der Gemeinde zurück. Seit 1329 hatte Graf Gerlach I. von Nassau-Weilburg das Recht, Juden in Wehen ansiedeln zu dürfen. Der Friedhof dürfte bereits in dieser Zeit entstanden sein. Grabsteine aus dieser Zeit sind nicht mehr erhalten. Es sind noch 57 Grabsteine zu sehen, der älteste von 1694. Bis 1749 wurden auch die Juden aus Wiesbaden hier beigesetzt. 1726 wollte die jüdische Gemeinde eine Mauer um den Friedhof anlegen, was ihr nicht gestattet wurde, da der jüdische Friedhof nicht schöner als der christliche sein dürfe. Nur ein Graben um den Friedhof war erlaubt. Der Friedhof wurde bis in die 1930er-Jahre belegt. Der jüngste lesbare Stein ist von 1933. Auch nach 1933 fanden noch Beisetzungen statt, doch konnten die Angehörigen für die Gräber keinen Stein mehr bekommen. 

Hinweis: Nach dem Verzeichnis der durch die "Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen" bearbeiteten hessischen Friedhöfe ergibt sich für den Friedhof in Wehen die Zahl von 57 vorhandenen Grabsteinen aus der festgestellten Belegzeit von 1694 bis 1933. Siehe landesgeschichtliches Informationssystem Hessen - Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen und Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde in Marburg: Dokumentation der jüdischen Friedhöfe in Hessen - Online zugänglich

Lage:  Unmittelbar am nördlichen Ortsrand, am Fuße des Halberges, erreichbar über einen (teils steilen) Fußweg, der rechts vom Neuen Weg (Straße nach Orlen) abzweigt. 

Fotos (Quelle: aus einer nicht mehr bestehenden Website - der Link wurde herausgenommen)   

Wehen Friedhof 050.jpg (23445 Byte) Wehen Friedhof 051.jpg (14729 Byte)
Blick über den Friedhof Einzelner Grabstein

Link: Website der Stadt Taunusstein           
Literatur: Arnsberg II,346-348.
    
   
  

Waldems - Esch

Zur Geschichte des Friedhofes: Auf dem jüdischen Friedhof in Esch wurden vermutlich schon im 17. Jahrhundert, spätestens seit Anfang des 18. Jahrhunderts Verstorbene aus den jüdischen Gemeinden der Umgebung beigesetzt. Die Friedhofsfläche umfasst etwa 20 ar. Der Friedhof wurde in der NS-Zeit völlig abgeräumt. Es sind heute keine Grabsteine und keine Grabhügel mehr erkennbar.    

Lage: Südlich von Esch, nahe der Straße nach Heftrich.   

Link: Website der Gemeinde Waldems    
Literatur: Arnsberg I,409.481.   
   
  
    

Waldems - Steinfischbach

Zur Geschichte des Friedhofes: Ein jüdischer Friedhof in Steinfischbach wird in der Mitte des 19. Jahrhunderts erwähnt. Da es nur wenige jüdische Familien am Ort gab, fanden hier nur wenige Beisetzungen statt. Die letzte Beisetzung soll etwa 1888-90 stattgefunden haben. Im Friedhof befanden sich um 1970 nur drei Grabsteine.      

Lage: Der Friedhof liegt am Camberger Weg.   

Link: Website der Gemeinde Waldems         
Literatur: Arnsberg II,294-295.

 

 

 

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Stand: 03. Mai 2013