Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Schierstein (Stadt Wiesbaden) 
Jüdische Friedhöfe

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde         
   
Siehe Seite zur Synagoge in Schierstein (interner Link)  
   
   
Zur Geschichte der Friedhöfe 
        
Die Toten der jüdischen Gemeinde Schierstein wurden in der Zeit der Belegung des dortigen alten jüdischen Friedhofes in Wiesbaden beigesetzt. Nachdem dieser Friedhof geschlossen und der bis dahin bestehende Friedhofsverband zwischen Biebrich, Schierstein, Bierstadt und Wiesbaden aufgelöst wurde, lebte die Gemeinde Schierstein einen eigenen Friedhof an.     
   
Ein erster jüdische Friedhof wurde 1890 zwischen Schierstein und Niederwalluf angelegt (siehe Berichte zur Anlage und zur Einweihung unten). Dieser wurde bis etwa 1922/23 belegt. Die Friedhofsfläche umfasst 2,56 ar. 
    
Ein neuer jüdischer Friedhof wurde Anfang der 1920er-Jahre angelegt. Er wurde bis in die 1930er-Jahre belegt.  
     
     
Aus der Geschichte der Friedhöfe  
Nach Schließung des alten jüdischen Friedhofes in Wiesbaden legt die jüdische Gemeinde in Schierstein einen eigenen Friedhof an (1890)         

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom  15. August 1890: "Wiesbaden, 10. August (1890). Der auf der 'schönen Aussicht' gelegene Friedhof der hiesigen israelitischen Kultusgemeinde, welcher seit etwa hundertundfünfzig Jahren - vorher begrub die Gemeinde ihre Toten auf dem israelitischen Friedhofe in Wehen - im Gebrauch ist, wird, der Anordnung des Ministeriums gemäß, am Ende dieses Jahres geschlossen werden. Denn da in Folge der Erweiterung, welche die so mächtig emporblühende Stadt Wiesbaden auch nach dieser Seite hin genommen, der Friedhof längst von Villen und Landhäusern umgeben ist, so war es leicht vorauszusehen, dass die höchste Behörde dem Drängen der angrenzenden Bewohner nach Verlegung des Friedhofes Folge geben würde. Lange Zeit beschäftigte die Frage wegen Akquirierung eines Terrains zur Anlegung eines neuen Friedhofs die Vertreter der Gemeinde aufs Ernsteste. Nach manchen missglückten Versuchen fand dieselbe in allseitig befriedigender Weise ihre Lösung. Denn die Liberalität der städtischen Behörden gewährte der Gemeinde für diesen Zweck ein an den Kommunalfriedhof grenzendes Stück Land, das einige Morgen groß, dem Bedürfnisse der Gemeinde auf lange hinaus entsprechen dürfte. Wenn auch die Kommunalbehörden, die an dem Grundsatze festhalten, kein städtisches Eigentum zu veräußern, sich das ideelle Besitzrecht vorbehalten, so ist doch die Unantastbarkeit der Gräber vertragsmäßig für alle Zeit gesichert. - Eine Kalamität ist aus diesem Wechsel des Friedhofs für einige benachbarte Gemeinden, die bisher mit der hiesigen einen Friedhofsverband bildeten, erwachsen, da unter den veränderten Verhältnissen diese Gemeinschaft nicht länger erhalten werden konnte. So sind denn diese Gemeinden zur Anlegung eigener Friedhöfe genötigt. Zwei dieser Gemeinden (Biebrich und Schierstein) haben sich hierbei gleichfalls eines freundlichen Entgegenkommens seitens der lokalen Behörden, die ihnen das erforderliche Terrain kostenlos gewährten, zu erfreuen gehabt, während die dritte Gemeinde (Bierstadt) ein Stück Land zur Anlegung eines Friedhofs ankaufen musste."         

 
Die Anlage des (alten) jüdischen Friedhofes in Schierstein (1890)  

Schierstein Israelit 01091890f.jpg (49128 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 1. September 1890: "Schierstein, 29. August (1890). Unsere israelitische Gemeinde bestattete seither ihre Toten auf dem Wiesbadener israelitischen Friedhofe. Da jedoch mit dem 1. Januar nächsten Jahre keine Toten von Auswärts dorthin begraben werden können, so hat unser Gemeinderat der hiesigen Gemeinde nahe der Wallufer Gemarkung einen Acker als Friedhof überwiesen, an dem zugleich die Frauensteiner Gemeinde Anteil erhalten hat."   

       
       
Lage der Friedhöfe
 
    
Der alte Friedhof liegt zwischen Schierstein und Niederwalluf. 
  
Der neue Friedhof ist Teil des allgemeinen Friedhofes gleichfalls in Richtung Niederwalluf am westlichen Ortsrand (Elbestraße). 


Fotos 
(Fotos des alten Friedhofes: Dorothee Lottmann-Kaeseler, Aufnahmen von ca. 2004; Fotos des neuen Friedhofes: Hahn, Aufnahmedatum: 10.8.2008)  

Der alte Friedhof (1890)     
Schierstein Friedhof 191.jpg (117043 Byte)  Schierstein Friedhof 190.jpg (217607 Byte)   Schierstein Friedhof 192.jpg (204224 Byte)
Blick auf den Friedhof Im Friedhof Grabsteine
     
     
       
Der neue Friedhof (1920) 
Schierstein Friedhof 171.jpg (74405 Byte) Schierstein Friedhof 187.jpg (114761 Byte) Schierstein Friedhof 176.jpg (106940 Byte)
Plan des Friedhofes in Schierstein mit
 Eintragung des israelitischen Teils 
am unteren Rand Mitte 
Blick auf den Friedhof vom allgemeinen 
Teil mit dem Eingangstor links 
bei der Birke 
Das Eingangstor zum Friedhof vom
 allgemeinen Teil; der Weg führt zum
 gegenüberliegenden Tor von der Straße her
     
Schierstein Friedhof 186.jpg (110772 Byte) Schierstein Friedhof 185.jpg (86457 Byte) Schierstein Friedhof 172.jpg (118422 Byte)
Blick zum Eingangstor und 
den allgemeinen Teil aus dem 
jüdischen Friedhof
Das Eingangstor von der Straße - 
Blick aus dem jüdischen Friedhof
Teilansicht, Bereich links vom Eingangstor,
 vom allgemeinen Teil kommend
      
     
Schierstein Friedhof 173.jpg (121488 Byte) Schierstein Friedhof 184.jpg (120619 Byte) Schierstein Friedhof 182.jpg (131555 Byte)
Grabstein für Daniel Kahn (1859-1930) 
und Emma Kahn geb. Feibelmann
 (1863-193?); kleiner Stein rechts 
für Sally Salmon (1885-1930)
An die Grabsteine links anschließend:
 Grabstein Mitte für Abraham Löwenthal
 (1862-1931) und Julius Löwenthal
 (1895-1963), rechts für 
Moritz Hermann (1864-1932)
An die Grabsteine links anschließend:
 Grabstein für Simon Salom (1857-1932)
 und Amalie Salmon geb. Kahn 
(1853-1933) sowie rechts für 
Bertha Schönberger (1877-1935)
        
Schierstein Friedhof 175.jpg (117947 Byte) Schierstein Friedhof 174.jpg (122666 Byte) Schierstein Friedhof 181.jpg (127056 Byte)
Grabstein rechts für 
Bertha Katzenstein geb. Loeb 
(1868-1933)
Grabsteine von links für Ehepaar Salm
 (s.u.), Karl Katz (siehe rechts) und 
Bertha Katzenstein (siehe links)
Grabstein für Karl Katz 
(1869-1935)
   
     
Schierstein Friedhof 180.jpg (115890 Byte) Schierstein Friedhof 177.jpg (117291 Byte) Schierstein Friedhof 178.jpg (116319 Byte)
Grabstein für Lina Salm (1872-1935) 
und Emma Salm (1861-1942)
Kindergrabstein für Heinz Salmon
 (1928-1929)
Grabplatte für Johanna Löwenthal 
geb. Marx (1868-1939)
     
   Schierstein Friedhof 179.jpg (114408 Byte)   
   Grabplatte für Rosa Schönberger
 (1880-1941)
  

      
      

Links und Literatur

Links:

Website der Stadt Wiesbaden 
Die Website der Stadt Wiesbaden beinhaltet Seiten zum Stadtteil Schierstein  
Zur Seite über die Synagoge in Schierstein (interner Link)

Literatur:  

 Arnsberg II,270-272.   

   
     

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 30. August 2013