Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Wehen (Stadt Taunusstein, Rheingau-Taunus-Kreis) 
Jüdischer Friedhof 
   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde      
   
Siehe Seite zur Synagoge in Wehen (interner Link) 
   
   
Zur Geschichte des Friedhofes    
  
Die Anlage des Friedhofes geht vermutlich in die Entstehungszeit der Gemeinde zurück. Seit 1329 hatte Graf Gerlach I. von Nassau-Weilburg das Recht, Juden in Wehen ansiedeln zu dürfen. Der Friedhof dürfte bereits in dieser Zeit entstanden sein. Grabsteine aus dieser Zeit sind nicht mehr erhalten. Es sind noch 57 Grabsteine zu sehen, der älteste von 1694. Es ist nicht bekannt, wie viele Personen auf dem Friedhof insgesamt beigesetzt wurden. 1713 wird in einem Schutzbrief "Nathan, Jude zu Wehen" als Inhaber des Friedhofes genannt. Bis 1749 wurden auch die Juden aus Wiesbaden hier beigesetzt. 1726 wollte die jüdische Gemeinde eine Mauer um den Friedhof anlegen, was ihr nicht gestattet wurde, da der jüdische Friedhof nicht schöner als der christliche sein dürfe. Nur ein Graben um den Friedhof war erlaubt. Der Friedhof wurde bis in die 1930er-Jahre belegt. Der jüngste lesbare Stein ist von 1933. Auch nach 1933 fanden noch Beisetzungen statt, doch konnten die Angehörigen für die Gräber keinen Stein mehr bekommen.  
  
Informationen zum Friedhof gibt es im Museum im Wehener Schloss. Von hier aus werden auch immer wieder Führungen über den Friedhof angeboten. Im Museum im Wehener Schloss informieren acht Informationstafeln zur jüdischen Geschichte und zum Friedhof. Informationen über Link - Website der Stadt Taunusstein
  
Hinweis auf eine Dokumentation des Friedhofes  

Hinweis: Nach dem Verzeichnis der durch die "Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen" bearbeiteten hessischen Friedhöfe ergibt sich für den Friedhof in Wehen die Zahl von 57 vorhandenen Grabsteinen aus der festgestellten Belegzeit von 1694 bis 1933. Siehe landesgeschichtliches Informationssystem Hessen - Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen und Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde in Marburg: Dokumentation der jüdischen Friedhöfe in Hessen - Online zugänglich

   
   
Lage des Friedhofes 
 
 
Unmittelbar am nördlichen Ortsrand, am Fuße des Halberges: erreichbar über einen steilen Treppenaufgang rechts von Haus Neuer Weg 8 (Straße nach Orlen).  
    
Der Schlüssel für das Eingangstor wird bei der Stadtverwaltung Taunusstein, Aarstraße 150, 65232 Taunusstein aufbewahrt und kann dort bei Bedarf ausgeliehen werden.       
    
    
Fotos  
(Fotos von Stefan Haas; die Fotos sind - mit weiteren Fotos - auch einsehbar über den Link: http://www.blitzlichtkabinett.de/lost-places/friedhofs-fotografie/friedhöfe-in-hessen/)     

Wehen Friedhof K1600_IMG_8637.jpg (157386 Byte) Wehen Friedhof K1600_IMG_8570.jpg (214582 Byte) Wehen Friedhof K1600_IMG_8574.jpg (81578 Byte)
Treppenaufgang zum Friedhof    Das Eingangstor  Die Hinweistafel 
     
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Blick über den Friedhof   Teilansicht   Der ältere Friedhofsteil 
     
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Grabstein (Dok. LAGIS Nr. 35) 
für Samuel, Sohn des David ha-Levi (1721)    
 Grabstein links der Mitte (Rückseite; Dok. 
LAGIS  Nr. 37) für Rosa Nassauer (Ende 19. Jh.)
 In der Mitte Grabstein (Dok LAGIS Nr. 41) 
für Michel, Sohn des Herz Scheuer (1735) 
     
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 Grabstein links (Rückseite; Dok. LAGIIS Nr. 38) 
für Clara Nassauer (gest. 1881)  
   Grabstein (Dok. LAGIS Nr. 30) für 
Lina Simon geb. Stern (1867-1920)  
     
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Grabstein (Dok. LAGIS Nr. 15) 
für Theodor Simon (gest. 1908) 
 Grabstein (Dok LAGIS Nr. 13)  
für Jacob Nassauer (1883-1929) 
Grabstein (Dok. LAGIS Nr. 14) 
für Mina Nassauer geb. Frank (1852-1928)  
     
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Grabstein (Dok. LAGIS Nr. 52) für 
Adelheid Falk geb. Weihl (1886-1921)  
 Grabstein (Dok. LAGIS Nr. 27) für 
Frieda Kahn geb. Schwarzschild (1884-1914)  
Grabstein Vordergrund (Dok. LAGIS Nr. 57) 
für Bina Petri geb. Löwenstein (1853-1933)   
     
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 Grabstein (Dok. LAGIS Nr. 26) für 
Rosa Kahn geb. Heyum (1887-1933) 
 Grabstein (Dok. LAGIS Nr. 11) für 
Karoline Nassauer geb. Ackermann (1857-1926)   
 Grabstein (Dok. LAGIS Nr. 56) für 
Max Meier aus Holzhausen ü.Aar (1901-1929)   
     
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 Grabstein (Dok. LAGIS Nr. 51) 
für Moritz Löwenstein (1886-1903)    
  
Grabstein (Dok. LAGIS Nr. 9) 
für Paula Nassauer (1895-1913) und  
Alexander Nassauer (1851-1913) 
 
     

   
    

Links und Literatur 

Links: 

Website der Stadt Taunusstein  mit Seite zum jüdischen Friedhof    

Literatur:   

Paul  Arnsberg: Jüdische Gemeinden in Hessen. Bd.  II. S. 346-348. 
Wehen Lit 015.jpg (45492 Byte) Hinweis: zur Geschichte des jüdischen Friedhofs und der jüdischen Gemeinde in Wehen hat das Museum im Wehener Schloss (Weiherstraße 6) eine Broschüre (A4, 98 S. 12.- €) aufgelegt, die vor Ort erworben werden kann. 
Informationen zum Museum im Wehener Schloss
.    
Der jüdische Friedhof am Halberg - Die jüdische Culturgemeinde Wehen. Hrsg. vom Magistrat der Stadt Taunusstein - Museum im Wehener Schloss.   
Zusammenstellung: Harald Lubasch und Birgit Sachs. Taunusstein 2015.   

   
    

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 13. Januar 2017